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Full text of "Das Deutsche Buch v 2.1922"

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DAS DEUTSCHE BUCH 





Monatsschrift für die N euerscheinungen 


deutscher Verleger 


Zweiter Jahrgang 


1922 


HERAUSGEGEBEN 
VONDER 


DEUTSCHEN GESELLSCHAFT FÜR 
AUSLANDSBUCHHANDEL EV. LEIPZIG 


“ 


INHALT 


AUFSÄTZE: 


BALZER, Wolfgang, Alte Meister 
— Bücher über Kunst ; 

— Kunstbücher : : 

BEHNE, Adolf, Das deulsche Haus E бох 

BLANCK, Karl, Neue deutsche Erzählungen . 

— Zeiten und Völker . | 

EBSTEIN, Erich, Aus der Geschichte — Medizin . оз. Ж 

FRONEMANN, Wilh., Das neue Jugendbuch des Jahres . 

— Neue Jugendliteratur. . . 

GOETZ, Fritz, Die Illustration dissauschaftlicher Bücher . u 2 
HARTSTEIN, J. C. R., Die neuere Turn-, Spiel- und Sportliteratur . 

HEINE, Anselma, Deutsche Frauenromane . . . 

HOLLANDER, Karl von, Natur und Geist. Neuere Werke über Naturphilosophie 
HUEBSCHMANN, Paul, Die Tuberkuloseliteratur der letzten Jahre . 

JAHN, Johannes, Die Kunst der romanischeh’ Länder in der deutschen Forschung 
KAPHERR, Egon, Freiherr von, Deutsche Jagd- und Tiergeschichten . 
LUTHER, Arthur, Literaturgeschichten und Serienwerke . o d 
MICHAEL, Friedrich, Neue Hauptmann-Literatur . 

— Unser Wissen. Neue deutsche Lexika . 

MOLTKE, Siegfried, Deutsche Wirtschaft . 

OSBORN, Max, Die deutschen Kunstzeitschriften . 

PAQUET, Alfons, Reisen und Abenteuer . 

PRAESENT, Hans, Neue Atlanten. . . 

SCHERING, Arnold, Die Bibliothek des Musikfreundes . 

— Musikalische Reihenbücher . wi 

— Neuausgaben alter Musik . . 

SCHMIDT, Raymund, Die Philosophie am ПЕ а. 

SEITZ, A., Die soziale Hygiene. . >. 

STEINER-PRAG, Hugo, Der Buchkünstler über den Bucheinband 
STERNAUX, Ludwig, Die deutschen Privatpressen . к оз 


Seite 

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462 


III 


12 


OLKMANN, Ludwig, Das Buch als RER Vermittler zwischen Italien und 
Deutschland. . . E E e А 
’EISS, Arthur, Betriebswissenschaft 5% 

'ENZEL, Alfred, Energiewirtschaft und Technik . S.A ; 
'OLFF, Richard, Welt- und Nationalgeschichte der Nachkriegszeit 
EITLER, Julius, Deutsche Schriftkunst . 


РАОВЕЅТОСКЕ AUS BUCHERN: 


IANCHI, Lorenzo, Größe und Unendlichkeit (Aus „Von der Droste bis 
Liliencron. Beiträge zur deutschen Novelle‘‘) 

LEY, Fritz, Der Herr der Seen (Aus „Lebensbilder aus der Tierwelt Europas“) 

AUBLER, Theodor, Aus der „Ode an Florenz‘ (Aus „Hymne an Italien“) 

EUSSEN, Paul, Wie man berühmt wird (Aus „Mein Leben“). . . 

UHRMANN, Ernst, Tiermärchen aus der Südsee (Aus „Das Tier in der Religion“) 

AUER, August, Als Arzt in Ostafrika (Aus „Kumbuke“). . | 

ORGENSTERN, Christian, Lied der Sonne (Aus „Klein-Irmchen“) . 
'höpfungsgeschichten der Javaner (Aus „Malaische Märchen‘) . 

»m Haupte Adams (Aus „Altrussische Heiligenlegenden‘“) . 


SONDERBIBLIOGRAPHIEN: 


ınte-Literatur, Deutsche (Nachtrag zur — im Be 1921). 
ıuptmann-Literatur, Deutsche — 
gendliteratur . 

ort und Turnen De ee уйу Ой 

reaterliteratur, Deutsche. 191 4— 1921 


BILDBEIGABEN: 


ıns Meid, Der barmherzige Samariter 

ımbrandt, Der Leser 

- Selbstbildnis 

bulbäres Naevuskarzinom 

Idnis Paul Deussens 

'unnen im Palazzo Vecchio in Florenz e 
erschraubenschnelldampfer im Schwimmdock . 

'hwäne im Stadtpark саа 

n Teutoburger Wald . . . 

ordindische Götterdarstellung e 

:pp Frank, Szene aus Byrons Marino F Sen ; 
arl М. Schultheiß, Szene aus Stendhals Vanina Vanini . 
aria. Altrussische Heiligen-Darstellung 


Seite 


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BUCH 


Monatsschritt 
für die 
Neuerscheinungen - 
deutscher Verleger 


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ILJAHRG. 19 22 LHEFT 


EN 
HERAUSGEGEBEN 


VON DER DEUTSCHEN GESELLSCHAFT FÜR 
| AUSLANDSBUCHHANDEL.E-V-LEIPZIG/KREUZSTR.3» 


سے سے 


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FRANKFURTER VERLAGS-ANSTALT A.-( 
FRANKFURT A. MAIN GRÜNEBURGWEG 98 


KUNSTWISSENSCHAFT LIEBHABERDRUCKE 





А. 


Jahrbuch für Kunstsammier. H eben von Adolf Donath. 1. Jahrg. 1921. Mit 50 e 
In Halbleder M 220.—. Inhalt: Max J. Friedländer: Über das Expertisenwesen e Heinrich Zimmerman: Ei 
Salzburger Kreuzigungsbild + Gustav Pauli: Verschollene Dürerzeichnungen in Radierungen Wenzel Holları 
Robert Schmidt: Ein Familienmonument aus Ludwigsburger Porzellan - Hanns H. Josten: Zur Löwenfinch 
Frage » Gustav E. Pazaurek: Dannecker und seine Beziehungen zu Rußland » Julius Schlosser: „Armeleut 
kunst“ alter Zeit «e Adolph Donath: Der deutsche Kunstmarkt 1919—1920. 


Kölnische Volkszeitung: Das Jahrbuch für Kunstsammier ist eine Neuerung, aber sie ist gleich so ungen, dans « 
sicher in allen Bammnlerkreisen vollen Beifall finden wird. SÉ zu | 


Staedel-Jahrbuch. Herausgegeben von Georg Swarzenski und Alfred Wolters. 1. Jahrg. 1921. Mi 
260 Abbildungen. Geheftet M 340.—, in Halbleder M 400.—. Unser Jahrbuch, herausgegeben ven dem Direkto 
des Staedeischen Instituts und seinem 1. Assistenten, wendet sich an alle Gebildeten, in denen das Inte 
an Kunst und Kunstwissenschaft lebendig ist. Inhalt: Karl With, Chinesische Plastik in der Frankfurt 
Städtischen Galerie + Hans Schrader, Die Aussendung des Triptolemos. Statuengruppe aus der ersten Hå 
des V. Jahrhunderts v. Chr. wv Rosy Kahn, Hochromanische Handschriften aus Kloster Weingarten ii 
Schwaben + Rudolf Kautzsch, Der Dom zu Speier +» Otto Schmitt, Ein Bamberger Engel +» Edmund Schilling 
зешар ац Dürers Handzeichnungen. Übersehene und verschollene Werke » Heinrich Weizsäcker, Ei 
neuer Elsheimer im Staedelschen Institut «e A. Wolters, Die Wäscherinnen von Civitella von August Lac 
im Staedelschen Institut + G. Swarzenski, Deutsche Alabasterplastik des 15. Jahrhunderts. — Der zweit 
Jahrgang :1922) erscheint im Februar. | 


Berliner Tageblatt: Das Stasdel-Jahrbuch ist für jeden wertvoll, der sich überhaupt mit Kunstdingen beschäftigt. 


C.F. von Rumohr : Italienische Forschungen. Herausgegeben und eingeleitet von JuliusSchl — 
Mit der seltenen „Beygabe zum ersten Bande der Italienischen Forschungen‘ und einem Bildnis Rumohr 
44 Bogen Lexikon-Oktav auf holzfreiem Papier. Gebunden M 200.—, in Halbleder etwa M 300.—. | 
Frankfurter Zeitung: Dieses Buch wies der Kunstgeschichte andere, ungekannte Wege und zeigte кодека der Kunstforschu: 
eine Basis, auf der sie weiterbauen konnte. Rumohrs Anschauun sind noch heute zum grössten eil vorbildlich, jung u: 
ursprünglich Hermann Grimm in seinem Essay: „Raflael und Michelangelo'': Es ist in deutscher Sprache w 
über Kunst geschrieben worden, das mit Rumohrs Schriften gleichen Rang hätte, 


W.L. von Lüätgendorff » Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwar 
Mit 290 Bildnissen und Abbildungen berühmter Instrumente und etwa 90 Faksimiles der Brandmark 
Geigen- und Lautenzettel. 3., bedeutend erweiterte Auflage in2Bänden. Geheftiet M 840.—, in Leinen M 1100.- 
in Halbleder M 1300.—. I. Band: Überblick über die Geschichte des Geigen- und Lautenbaues. II. Ban! 
Alphabetisches Lexikon aller bekannten Geigen- und Lautenmacher von Europa, Amerika und Australien 
Die bekanntesten Bogenmacher » Werkstattnamen und Ladenschilder » Verzeichnis von Brandmarken. | 


Mitteilungen des Germanischen Nationalmuseums, оар: — — Arbeit ist ein Künstierlexikon n 







grosser Vo digkeit, das alles in dieser Richtung bisher Geleistete weit hin 


A. E. Brinkmann » Deutsche Stadtbaukunst in der Vergangenheit. 2. erweiterte Aufinge (2. bä 
5. Tausend) mit 9% Ansichten und 49 Lageplänen. Geheftet M 90.—, gebunden M 120.—. | 


Dekorative Kunst: „Ein Buch, das man mit gutem Gewissen durch den Vergleich mit Jakob Burckharäts Monumente 
Leistungen auszeichnen kann. '' 


Bernhard Diebold » Anarchie im Drama. Mit 5 Bildnissen. In Halbleinenband M 100.—. 


Kölnische Zeitung: Ein grossangelegtes Werk aus einem Guss. Berliner Börsencourier: Grundlegend für die Eis 
ordnung Strindbergs in die Entwicklu chte der deutschen LI „ Berliner Tageblatt (Fritz Engel): Eine starkı 
in Geist und Form belebte Kennzeichnung der Dramatiker der Zeit. Münchner Neueste Nachrichten: 18 Baba п 
den eindringliohsten und eindringendsten Beirachtern deutscher Theaterliteratur. Basler Natfonalzeitung (Rudolf Lothar. 
Ein ausgezeichnetes und höchst lesenswertes Buch. 


Goethe » Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit. Mit vielen Wiedergaben aus den Sammlunge: 
des Frankfurter Goethe-Museums, Bild-Erläuterungen und Nachwort herausgegeben von Prof. Otto Heuer 
I. Teil: Frankfurter Jugendjahre. Mit 72 Abb. Il. Tell: Leipziger und Straßburger Jahre. Mit 62 Abb. Jede‘ 
Band in Pappe M 160.—, in Halbleder M 280.—. Im März 1922 wird das Werk in 4 Bänden vollständig vorlieger. 


Der Zwiebelfisch: Papier, Druck, Bilder, Einband durchaus tadellos. Ein solches Werk bedarf keiner weiteren Empfeblunm 
Der Bücherwurm: Eine Musterleistung des Verlegers ! 

Homers Odyssee. Übersetzt von Joh. Heinr. Voß. Mit 24 Originallithographien, Buchschmuck und Ein 
band von Alois Kolb. In Pappband M 250.—, in Halbleder M 400.—. Vorzugsausgabe in größerem Format 
140 numerlerte, vom Künstler signierte Exemplare auf blütenweißem Papier, die Lithographien mit de 
Handpresse auf Bütten abgezogen. In handgearbeitetem Ganzlederband M 3000. - 


Archiv für Buchgewerbe und Graphik: Alois Kolbs Homerillustrationen haben eine starke innere Geschlossenheit, ® 
п zu dem so g gedruckten Buche und zu dem homerischen Werk nach unserem Zeitempfinden. Diese Od ysıe 
önnte ein edles Hausbuch werden. 


Lujo Brentano • Clemens Brentanos Liebesleben. Mit 8 Bildnissen. In fünffarbig gedrucktem 6 
schenkband M 80.—. Mit vielen bisher unbekannten Briefen, Aufzeichnungen und Dichtungen. 
Königsberger Hartungsche Zeitung: „Ein Geschenkbuch für jeden, der offenen Herzeus ist.” Rheinisch-Westiil 
Zeitung: Aufbauend auf bisher ungehobenen Schätzen des Familienarchivs entwirft der Neffe des grossen Romantikers di 
Charakterbild Brentanos, dem eine seltene Kunst der Darstellung den Charakter eines ergreifenden und fesselnden Romans verleil 

Die hier angeführten Preise gelten zurzeit für das Ausland, ihre Änderung bleibt stets vorbehalten. 
Ausführliche Verlagsverzeichnisse und Prospekte auf Verlangen! 












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DAS DEUTSCHE BUCH 


2. JAHRG. x JANUAR 1922 x HEFT1 











Gen. Einzelpreis М 3,— x Kein Auslandsaufschlag ж Jährlih M 30.— 
Harn. 


JER BUCHKÜNSTLER ÜBER DEN BUCHEINBAND 
VON PROFESSOR HUGO STEINER-PRAG 


ACH langen Lehrjahren und vielen Irrtümern sind wir in Deutschland wieder so weit, 

daß wir gute Bucheinbände herstellen. Technisch und künstlerisch. Solange aber die 
Künstler nur geringes Verständnis für Material und Technik hatten, war ihre Mitarbeit für die 
Entwicklung der deutschen Buchkultur unwesentlich. Erst alssie sich bemühten, die Grundlagen 
ler Bücherherstellung kennenzulernen, erst als sie bestrebt waren, ein harmonisches, auf 
gegenseitigen Verständnis aufgebautes Arbeitsverhältnis zu den ausführenden Kräften des 
Buchgewerbes herzustellen, als sie von der Vergangenheit lernten und an halbverlorene Tra- 
ditionen anknüpften, bekamen sie entscheidenden Einfluß auf den künstlerischen Teil der 
Buchgestaltung. Dieser Einfluß wurde zur Grundlage der neuen deutschen Buchkultur. Aus 
den gelegentlichen Künstler-Mitarbeitern wurden Spezialisten, die mit dazu beitrugen, die 
deutsche Buchkunst zu bedeutsamer Entfaltung zu bringen. 

Die gewaltige Steigerung der Bücherproduktion schuf neue Ansprüche, die Verleger, Sorti- 
menter und Buchkäufer auch an das äußere Gewand des Buches stellten. Die Zeit der gleich- 
gültigen, teils armseligen, teils protzigen Bucherzeugung war gründlich vorbei. Das Zu- 
sammenwirken des bahnbrechenden Verlegers und des lernbegierigen Buchkünstlers gestaltete 
sich immer mehr zu beglückender Arbeitsgemeinschaft. Aus tastenden Versuchen wurde ziel- 
bewußtes Streben, und in der Buchbinderei trat an Stelle der vielleicht oft künstlerisch 
amüsanten, aber für die Weiterentwicklung bedeutungslosen Buchdeckelimprovisationen, ge- 
ordneter Aufbau und maßvolle Beschränkung. Aus. der stetig wachsenden Erkenntnis der 
Bucheigenart wuchsen neue, organische Ideen hervor, wurden fundamentale Gesetzmäßig- 
keiten wiedergefunden, um welche die lebendige, künstlerische Phantasie neue Formen rankte. 
Befruchtet von den, ihr aus dem Material entgegenströmenden Reizen, machte sich diese Phan- 
tasie die Möglichkeiten des Handwerks und der Maschine dienstbar, vermied es aber in 
richtiger Erkenntnis, die Grenzen ihrer besonderen Eigenart aufzuheben oder charakterlos 
zu verwischen. Jeder Technik wurde zu ihrem Recht verholfen, und energisch bestand man 
darauf, keine ihrer Ausdrucksmöglichkeiten durch irreführende Imitation zu ersetzen. Vor 
allem galt diese Verteidigung den alten, edlen Handtechniken, ein Kampf, der zugunsten des 
Handwerks entschieden wurde. Aber da in unserer Zeit nur selten handwerkliche Geschick- 
lichkeit mit künstlerischer Produktivität zusammentrifft, war auch auf dem Gebiet der 
Handbuchbinderei die Arbeitsteilung unvermeidlich. 

Gewiß bedeutet es einen Idealzustand, wenn Handwerker und Künstler sich ın einer 
Person vereinigen, wenn also der Handbuchbinder in der Lage ist, das schmückende Beiwerk 
seiner Bände selbst zu entwerfen und selbst auszuführen. Aber solche Persönlichkeiten sind 


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ж STEINER-PRAG / DER BUCHKÜNSTLER ÜBER DEN BUCHEINBAND 


spärlich gesät, und gewöhnlich klafft ein tiefer Riß zwischen künstlerischem Wollen und 
handwerklichem Können. Dabei bleibt vielen Buchbindern, deren Vergoldetechnik sich zu 
bewundernswürdiger Geschicklichkeit entwickelt hat, das Letzte und F einste, der prickelnde 
Zauber ihres eigenen Handwerks verschlossen. Die künstlerische Unbekümmertheit, die wi 
an alten Bänden so sehr bewundern, scheint heute verlorengegangen zu sein, und die Sprache 
der Handarbeit tönt nicht mehr so frisch und unmittelbar wie einst. An ihre Stelle ist ein 
Virtuosentum getreten, das durch seine erkältende Wirkung dem künstlerischen Geist mehr 
schadet als nützt. Die Freiheit, unmittelbar und überlegen mit dem Handwerksgerät zu 
schalten und zu walten, ist sehr selten geworden. Die technische Qualität der Vergoldungen 
hat eine oft kaum zu überbietende Höhe erreicht, die aber vielfach in peinlichem Map, 
verhältnis zu dem Entwurfe ihres Herstellers steht. Daher mußte es kommen, daß die besten 
Leistungen der Buchbinderkunst unserer Zeit, der gemeinsamen Arbeit von Künstlern und 
Technikern entsprossen sind. 

Aber nicht nur die Hand des Kunstbuchbinders hat der Künstler in Erfassung des Wesen!- 
lichen der Technik zu leiten gelernt, er bemühte sich auch aufrichtig, den Geist der Maschine 
zu erfassen und durch richtige und fein gefühlte Materialverwendung auch die einfachste 
Buchdeckelerzeugung zu veredeln. Die Not unserer Zeit, die sich im Mangel oder in der Un- 
erschwinglichkeit vieler Buchbindereistoffe ausdrückt, hat Bescheidenheit gelehrt, und wurd 
dabei ein ebenso willkommener als unerwarteter Bundesgenosse gegen bequeme, aber übl: 
Gewohnbeiten. | 

Für den Buchkünstler, der für künstlerisch und technisch einwandfreie Arbeit kämpft, 
heißt es nicht nur gute Grundsätze haben, sondern vor allem auch, sie mit Mut und Ausdauer 
durchzusetzen suchen. Seine Arbeit besteht nicht allein in der Herstellung des Entwurfs für 
den Bucheinband, sie ist auch mit seiner Ablieferung nicht beendet. Sie beginnt schon bei der 
Wahl des für den bestimmten Zweck zu verwendenden Materials, das er genau kennen muß, 
um seinen Entwurf für seine besondere Eigenart einrichten zu können. Nur wenn der Ent- 
wurf für dieses bestimmte Material gedacht ist, kann er gut werden und befriedigend wirken. 

Vom Einfluß des Buchinhalts auf den Entwurf des Einbands hier zu sprechen erübrigt 
sich. Der gute Bucheinband wird in der Ausstrahlung des literarischen Kunstwerkes, dem 
er als Hülle dienen soll, seine Entstehung finden, und je feinfühliger der Buchkünstler auf 
den Inhalt des Buches und auf seinen Stil zu reagieren in der Lage ist, um so persönlicher 
und treffender wird er ihn im Einband zum Ausdruck bringen. Das gilt nicht nur von der 
Literatur unserer Zeit, sondern auch von jener vergangener Epochen. Unser historisches 








Empfinden ist anders eingestellt als jenes der voraufgegangenen Künstlergeneration, wir 
begnügen uns nicht mehr mit dem Kopieren des Stils, wir versuchen ihn im Geiste unserer 
Zeit und unseres Gefühlslebens abzuwandeln, und werden so, oft unbewußt, zu seinem 
Kritiker. | 
Im harmonischen Zusammenklang des Materials mit seiner Erfindung findet der Buch- 
künstler seine höchste Befriedigung, in den Linien seiner Ornamente, in den rhythmisch be- 
wegten, aufs feinste abgewogenen Schriftzeilen lebt und empfindet er, und in der Sauberkeit 
seiner Entwürfe liegt ein Stück seines Beglücktseins. Die ständige subtile Arbeit steigert 
die Empfindsamkeit seiner Seele und seines Gleichgewichtsgefühls, und lehrt ihn auf Un- 
ebenheiten kleinsten Maßes zu reagieren, die von andern kaum gemerkt werden. 


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GOETZ / DIE ILLUSTRATION WISSENSCHAFTLICHER BÜCHER ж 





Seine Liebe gilt den Büchern, weil er ihnen den besten Teil seiner Lebensarbeit widmet, 
ıd er begleitet sie mit seinen Wünschen, wenn sie die Reise nach ihrer Heimat antreten. 
nd er weiß, daß diese Heimat der Bücherschrank oder das Bücherregal ist, und nicht der 
ıdentisch oder das Schaufenster des Buchhändlers. Und er weiß auch, daß das Kleid, das er 
inen Büchern mit auf den Weg gibt, nur für diese Heimat bestimmt ist und für das Ver- 
eiben im Besitze des verständnisvollen Freundes. Diesen zu erfreuen ist seine Aufgabe, ihn 
itgenießen zu lassen an dem Glück des Schaffenden. 

Die Forderung aber, daß der Bucheinband im Buchladen oder im Schaufenster erfolgreich 
п Kampf mit seinem Buchnachbar aufnehmen soll, daß er ihn womöglich durch äußere‘ 
ittel schlagen und zurückdrängen, daß er eine Werbetätigkeit enthalten soll, die ihm apch 
a dichtesten Gewühl des Bücherkampfes Beachtung verschafft, dies alles sind verderbliche 
/ünsche, denen das intime und eigenartige Wesen des wirklichen Bucheinbandes niemals 
ıtsprechen kann. 

Natürlich ist es unbestritten, daß eine gewisse Kategorie von Büchern dieses Werbe- 
»parats nicht entbehren kann, aber man muß von den „wirklichen“ Bucheinbänden die 
rohende Gefahr abwenden, daß sie nicht in Versuchung geraten, durch jene Schreier zum 
ıtschreien verführt zu werden. 

Und so drückt sich in der äußeren Gewandung seiner Bücher das „Gesicht“ eines jeden 
erlages aus, und man lernt dieses ebenso kennen wie sein literarisches. Solche Stetigkeit 
t jedenfalls besser, als mit sprunghafter Nervosität und beständigem Schielen nach den Er- 
>lgen des Nachbars fortgesetzt sein Äußeres zu ändern. 

Sowohl im kostbaren Material als auch im schlichtesten Kleid kann man dieses „Gesicht“ 
ınprägsam und charakteristisch zeigen, und die geschwisterliche Ähnlichkeit seiner Bücher 
it die beste Reklame, die ein Verlag für sich und seine Erzeugnisse machen kann. 


DIE ILLUSTRATION 


WISSENSCHAFTLICHER BÜCHER 
VON PROFESSOR FRITZ GOETZ 


VlıT der Erfindung und ausschließlichen Anwendung des amerikanischen Standard- 
tasters, sowie durch die glänzenden Fortschritte auf dem Gebiete der photographischen Farb- 
\usschaltungen für die Buntätzung, wurde die ein- und mehrfarbige Chemigraphie dem 
hr schon bei der Entstehung vorschwebenden Gedanken der fabrikationsmäßigen Herstellung 
on Druckstöcken aller Art entgegengeführt. Der Weg bis dahin ist gekennzeichnet durch eine 
ange Reihe von überaus interessanten, logisch aneinandergereihten Erfindungen und Ver- 
jesserungen, deren Ziel neben der Erzeugung hochklassiger Reproduktionen jeweils die Ver- 
iufachung der Arbeitsmethoden und damit die Steigerung der Produktion gewesen ist. Es 
ıandelte sich dabei um eine denkbar weitgehende Nutzbarmachung der großen Schnell- 
teichnerin Photographie, mit deren Hilfe allein die Druckplatten-Herstellung vom rein Ma- 
auellen auf das Gebiet des Mechanischen zu verlegen war. Damit ist der Fabrikationsgedanke 
für die künstlerische Reproduktionstechnik klar gekennzeichnet. 


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* GOETZ / DIE ILLUSTRATION WISSENSCHAFTLICHER BÜCHER | 
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An diesem Ausbau unserer heutigen photomechanischen Reproduktions-Verfahren we 
eiferten im zähen Festhalten am Fabrikationsgedanken sowohl die Wissenschaft (Optik o 
Chemie) wie Künstler und Mechanik. Handwerkliche Geschicklichkeit fügte das theoretis 
Ersonnene in woblerwogener Arbeitsmethode zur gegenwärtigen Disziplin in der Aufeinand: 
folge der verschlungenen Arbeitsgänge zusammen. Wer die scheinbare Einfachheit, mit d 
heute Autotypien bester Qualität herausgebracht werden können, mit ansieht, hat Кей 
Ahnung von dem dornenvollen Weg, der bis zur Erreichung solcher Vollkommenheit i 
durchwandern war. Mit der früheren langsamen und kostspieligen Druckstock-Herstellu: 
auf manuellem Wege lassen sich unsere gegenwärtigen Verfahren überhaupt nicht mei 
vergleichen. 

Mit der vereinfachten und qualitätssicheren Herstellung der Druckstöcke hatte der vol 
endete Ausbau der Maschinen für den Druck, sowie die Fabrikation geeigneter Druckpapic: 
Schritt gehalten. Erstaunlich sind die Nuancierungen in den verschiedenen Papiersorte: 
_ endlos die Typen von Druckmaschinen, von der kleinen Tiegeldruckpresse bis zur moderns 
großen Zweifarb- oder Rotationsmaschine. Von Jahrzehnt zu Jahrzehnt wuchs dabei r 
deren Bogengröße auch ihre Tourenzahl. Der Wettkampf auf diesem Gebiet ist fast no 
intensiver vor sich gegangen als auf dem der Chemigraphie. Auch jetzt ist die Entwickl 
noch lange nicht zum Abschluß gebracht worden. Mit der vereinfachten Druckplatte 
herstellung, der vielseitigen Papierfabrikation und der Massenleistung der Druckmaschine 
sind denn auch die drei für die Herausbringung eines illustrierten Buches wichtigsten Fa 
toren in zeitliche und rechnerische Grenzen gerückt, die dem Verleger von heute ganz ande: 
Möglichkeiten bieten als früher und die den enormen Umfang an Buchillustration, b 
sonders den des wissenschaftlichen Buches in nicht-geahnter Weise zu steigern vermocht 

Aber ganz abgesehen von all diesen, vornehmlich die Produktion fördernden wirtschaft: 
lichen Momenten, muß die, lediglich unter der Mitwirkung der Photographie erzielbare, han! 
schriftlich getreue Wiedergabe der zu reproduzierenden Bilder als Hauptanreger für den fx 
ins maßlose gesteigerten Umfang an Illustrationen unserer heutigen Bücher und Zeitschrif 
angesehen werden. Darin begründet liegt das unserer Zeit innewohnende Bedürfnis, 
gedruckte Wort durch das Bild verständlicher zu machen. Die Photographie ist aber nic: 
nur die Basis aller für den Buchschmuck zur Anwendung gelangenden Reproduktion: 
verfahren; in ganz ungewöhnlich hohem Maße ist sie auch der eigentliche Hersteller der 
produzierten Originalbilder. Sie ersetzt vielfach die früher für die Illustrationsverlas 
unerläßliche Künstlerhand. Für den Studierenden vermittelt sie somit in doppeltem Sinn: 
mit einem Blick das, was ihm seine Phantasie durch das bloße Lesen eines beschreibends 
Textes nur in den seltensten Fällen richtig widerzuspiegeln vermag. Sie ist nicht nur im 
stande, alles Sichtbare als Originalbild festzuhalten; durch das Medium des Rasters oder de 
Lichtdruckkornes vermag sie auch in unserem Falle die eigenen Bildschöpfungen in Druci 
elemente für die zu druckenden Platten zu zerlegen und sich damit aufs getreueste selb 
zu reproduzieren. 

Der Autor von heute weiß, was das im Gegensatz zu dem früher so kostspieligen We: 
der zeichnerischen Herstellung von Originalen und deren Wiedergabe durch den Stichel, fü: 
die Vermittlung seiner Gedanken und Forschungen auf weite Kreise von Studierenden zu 
bedeuten hat. Als rein reproduzierendes Medium ist die Photographie aber auch imstande, 


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к GOETZ / DIE ILLUSTRATION WISSENSCHAFTLICHER BÜCHER = 





außer den Erscheinungen der Naturwissenschaften einen Holzschnitt Dürers, die Tusch- 
zeichnung Michelangelos, die Gemälde alter Meister, ein mikroskopisches Präparat oder die 
verschiedenen Panoramen einer Himalayabesteigung mit verblüffender Treue, sowohl in einer 
Farbe, oder auch in bunt, auf dem Buch- oder Lichtdruckwege zu vermitteln. Sie ist nicht 
nur der Hauptanreger für die Massenpublikation: im wahren Sinne des Wortes ist sie auch 
der berufenste Dolmetsch zwischen dem Autor und seinem Publikum und damit zu einem 
Kulturfaktor ersten Ranges geworden. | 

Die Massenproduktion auf dem Gebiete des Bilderdrucks setzte etwa zu Anfang unseres 
Jahrhunderts ein. Jetzt endlich konnte man auch mit zuverlässigen Zahlen rechnen, durch 
die für den Verleger eine positive Kalkulationsbasis geboten, eine Steigerung seiner Unter- 
nehmungslust erreicht war, was wiederum anregend für die Kauflust von illustrierten Büchern 
geworden ist. Dem künftigen Forscher bleibt vorbehalten, die wahrscheinlich erstaunliche 
zahlenmäßige Spannung zwischen den verlegerischen Unternehmungen und den Auflagen- 
höhen von einst und jetzt festzustellen. 

Aber bei der Verwendung der Originalphotographie zur Illustration wissenschaftlicher 
Bücher fehlt es (trotz der nahezu vollendeten Konstruktion der notwendigen Apparate .und 
Hilfsmittel) zumeist noch an der verständnisvollen Anwendung seitens der Wissenschaftler 
selbst. Sosind diese vielfach gezwungen, den Berufsphotographen zu Hilfe zu nehmen, der aber 
wiederum nur in seltenen Fällen herauszubringen vermag, was dem EZE Urheber als be- 
sonders wesentlich vorschwebt. 

Ausschlaggebend für die photomechanische Reproduktion ist aber immer die Beschaffen- 
heit des zu reproduzierenden Originals — ihrem Wesen nach gibt sie nur sklavisch das wieder, 
was ihr vor das photographische Objektiv gestellt ist. Hat sie das Originalbild in Faksimile- 
treue auf der Druckplatte erreicht, so ist ihre Aufgabe restlos erfüllt. Retuschenweise Ein- 
griffe in die Originale wissenschaftlicher Art sind daher immer von Übel, wenn sie nicht vom 
Sachkundigen selbst ausgeführt werden. Hier klafft eine noch große Lücke zwischen Autor 
und Druckerzeuger. 

Die klare, dem Beschauer, beziehungsweise dem Studierenden volles Verständnis des 
Textes vermittelnde und nebenbei auch die als Bild erfreuliche Illustration wissenschaftlicher 
Werke, hängt also in erster Linie ab von der Beschaffenheit der zu reproduzierenden Ori- 
ginale. Diese einwandfrei selbst herzustellen oder unter der Mitwirkung von Spezial-Zeichnern 
oder -Photographen herstellen zu lassen, ist für den Autor erste Pflicht, wenn ihm daran liegt, 
seine gedruckten Gedanken durch das Bild klar zu vermitteln oder sie damit noch zu unter- 
streichen. 

Den weitaus größten Teil aller für die Illustration wissenschaftlicher Werke hergestellten 
Originalbilder liefert die sogenannte bildmäßige Photographie. Nur in seltenen Fällen wird 
aber der diese Technik beherrschende Berufsphotograph solche Originale streng wissenschaft- 
lich zustande bringen können. Für das Wesentliche solcher Spezialbilder mangelt ihm das 
Verständnis. Dem Autor dagegen fehlt meist die Beherrschung der an sich nicht allzu 
schwierigen Technik; nur in seltenen Fällen bietet sich ihm die Gelegenheit, sie zweckgemäß 

zu erlernen. Es wäre deshalb sehr zu begrüßen, wenn überall, wie schon seit einiger Zeit in 
Amerika, das Handwerkliche der Photographie als Spezialfach und im Hinblick auf eine 
vollendete Illustration des wissenschaftlichen Buches schon an den Universitäten, Kliniken 


e D + 


ZEITLER/DEUTSCHE SCHRIFTKUNST 





und Kunstsammlungen ernsthaft gepflegt und ausgebaut würde. Damit könnte mit 

Zeit die photomechanische Herstellung wissenschaftlicher Originalbilder auf die gleich hohe 
Stufe gebracht werden, auf der die photomechanischen Reproduktionstechniken schon längs! 
angelangt sind. | 


DEUTSCHE SCHRIFTKUNST. 
VON PROF. DR. JULIUS ZEITLER 


Der bisherige Weg unserer Buchkunst ist heute bis ins Einzelne bekannt, die Entwicklung 
hat bereits ihre Historiker gefunden. Erst jüngst hat Hans Loubier sein umfassendes Wissen 
darüber in seinem Werk „Die neue deutsche Buchkunst‘“ [Felix Krais, Stuttgart] nieder- 
gelegt, und aus den Kreisen der Schriftkünstler selbst hat sich ihm einer, der die Entwick- 
lung in wesentlichen Zügen mit gestaltet hat, Fritz Helmut Ehmcke, in seinem Buch ‚Drei 
Jahrzehnte deutscher Buchkunst“ [Euphorion-Verlag, Berlin] gesellt, in einer Darstellung, 
die viel Selbsterlebtes enthält und starke persönliche Züge aufweist. | 

Die Liebe zur äußeren Gestalt des Buches, insbesondere zur Schrift, die sorgsame Be- 
schäfligung mit ihr, war im Laufe des rg. Jahrhunderts bei uns fast vollkommen verloren- 
gegangen. Schon vor dem Einsetzen des englischen Einflusses, durch den wir auf unsere 
eigene große Schrift- und Buchvergangenheit wieder hingewiesen wurden, mühten sich bei 
uns Männer wie Philipp von Zabern, Wallau, Georg Hirth, Dr. Huttler, Drugulin, Otto 
von Holten um eine gründliche Reform des Buchwesens. Man lese etwa in der Biographie 
Georg Hirths von Endres [Walter C. F. Hirth, München] die Briefauszüge nach, in denen der 
leidenschaftlich bewegte Mann die herrschenden typographischen Zustände beklagt, um deren 
Besserung unausgesetzt seine Gedanken kreisen. Die sogenannte Deutschrenaissance konnte 
nur darum zu keinem rechten Ergebnis gelangen, weil sie noch nicht von einem tiefen und 
breiten Volksempfinden getragen war. 

Seit 1895 etwa aber ging es mit der Schrift aufwärts. Otto Hupp, Heinz König, Emil 
Döpler d. J. holten zu tüchtigen Leistungen aus, Schriften wie die Walthari, die König 
fraktur, die Huppsche Fraktur, sind heute noch sehr geschätzte Typen. Damals entstand die 
moderne deutsche Buchkunst, und aus dem Kreise der Buchkünstler — die in jener ersten 
Zeit noch allgemeine Gewerbekünstler waren, während sie sich schon um die Jahrhundert- 
wende zu spezialisieren begannen — erhielten wir die „Eckmann‘ (1900), die „Behrens“ 
(1901), die „Schillersche Elementardeutsch“ (1900). In der Folge prägten Schriftkünstler wie 
Ehmcke, Tiemann, Weiß, Kleukens und viele andere eine außerordentliche Fülle neuer 
Schriften. Die Drucktypen entsprechen in ihrer Formgesinnung ebensowohl dem Zweck, 
dem sie dienen, wie sie den Schönheitsbegriff unserer Zeit in ihrem ornamentalen Charakter 
ausdrücken. 

Wenn die Entwicklung mit Übergangsschriften begann, auf die man den Namen Bastard- 
Schriften anwandte, weil sie international brauchbare moderne deutsche Schriften darstellen 
wollten, so waren ihre Erfinder doch von dem Gedanken bewegt, ihren eigenartig deutschen 


„6 e 





ZEITLER/DEUTSCHE SCHRIFTKUNST ж 
ариине 
harakter stärker herauszubilden. In der zweiten Phase wandte man sich der Erzeugung 
on Antiqua- wie dann auch von Frakturformen zu. Die Anlehnung an eine gegebene 
'radition kann einer Bewegung nicht zum Vorwurf gemacht werden, die in einer zeit- 
emäßen Umbildung 'guter alter Formen bewußt zu einem neuen Stil hindrängte. 

In diesem Zusammenhang muß auch der Fraktur-Antiqua-Frage Erwähnung geschehen, 
lie von der Jahrhundertwende bis ıgıı so viel Staub aufwirbelte. Zweifellos hatten diese 
‚rörterungen das Verdienst, den Sinn für das Wesen und die Feinheiten der Schrift in 
)eulschland zu fördern. Unsere Schriftkünstler setzten sich in der Folge vor, beide Schrift- 
rten auf eine künstlerische Höhe zu bringen. So ist heute der Streit ausgeglichen, beide 
ıchrifiarten gelangen da zur Verwendung, wo sie psychologisch am Platze sind. Die Druck- 
ersuche in der „Offenbacher Schwabacher‘‘ haben auch ergeben, daß ausländische Texte 
n einer guten Fraktur ohne Schwierigkeit gelesen werden können. Die Zweischriftigkeit ge- 
vährt im Grunde einen größeren Reichtum des Ausdrucks. 

Die schöpferischen Faktoren im Werden der Schrift waren die Buchkünstler selbst, die 
Verleger aber schufen die allgemeine Basis für die Betätigung der Schriftkünstler. Und die 
Schriftgießereien setzten sich für die gewerblichen Ausprägungen solcher neuen Typen 
sin. Unter den deutschen Schriftgießereien, die sich mit besonderem Geschmack, mit gutem 
Finderglück und mit großer Energie dieser Aufgabe widmeten, müssen die Gebrüder 
Klingspor in Offenbach genannt werden, die der Bewegung die allerstärksten Impulse ge- 
geben haben und noch geben. Ferner seien noch die Bauersche Gießerei in Frankfurt, H. Bert- 
hold in Berlin, Flinsch in Frankfurt, Genzsch und Heyse in Hamburg, Julius Klinkhardt in 
Leipzig, J. G. Schelter & Giesecke in Leipzig und D. Stempel in Frankfurt hervorgehoben. Was 
die Schriftgießereien geleistet haben, läßt sich aus ihren Probeheften erkennen, deren Ge- 
staltung von dem Schriftkünstler bis ins einzelnste überwacht wurde. Oft sind dies herrliche 
Druckerzeugnisse, die in den Hausoffizinen hergestellt werden, und die шо die besten 
Anwendungen für den Werk- und Akzidenzsatz zeigen. 

Es ist unmöglich, hier einen Begriff des ganzen Reichtums an Schriften durch Auf- 
zählung der einzelnen Typen zu geben, und auch mit der Zusammenstellung von Schrift- 
familien oder Fraktur- und Antiquareihen wäre wenig gewonnen. Behrens und Tiemann, 
Ehmcke und Koch, Bernhard, Belwe, Delitsch, Kleukens, Steiner-Prag und Weiß — sie alle, 
um nur einige Namen zu nennen, haben zumeist mehrere neue Typen entworfen, die vielfach 
heute bereits allgemein in Gebrauch sind. Daneben hat man auch auf schöne alte Schriften 
zurückgegriffen, und die Unger, die Breitkopf, die Walbaum, die Jean Paul, die Drugulin 
und die Didot-Antiqua seien hier wenigstens erwähnt. 

Den deutschen Verlegern steht heute für jedes neu zu druckende Werk eine dem Charakter 
des Werkes entsprechende Schrift zur Verfügung, und die großen Buchdruckereien sind 
ganz darauf eingestellt, ihre Wünsche zu erfüllen, die vielfach auch durch die den Büchern 
beigegebene Graphik mit bestimmt werden. Aus der Reihe der Buchdruckereien sei die 
Offizin Poeschel & Trepte in Leipzig hervorgehoben, deren Leiter Carl Ernst Poeschel für 
das gesamte deutsche Druck- und Schriftgewerbe wertvolle Arbeit geleistet hat. 


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xk OSBORN / DIE DEUTSCHEN KUNSTZEITSCHRIFTEN 


DIE DEUTSCHEN KUNSTZEITSCHRIFTEN 
VON DR.MAX OSBORN 


NIEMALS ist der Strom der deutschen Buchpublikationen über bildende Kunst, über ih: 
Probleme, ihre großen Persönlichkeiten, ihre geschichtlichen Kreise, ihre Sondergebiete, 
so breit und mächtig einhergerauscht wie in den letzten Jahren seit Krieg und Revolutior. 
Die Flut erscheint unerschöpflich und ist in diesem Herbst noch stärker angeschwollen al: 
zuvor. Es darf uns als ein Zeichen der inneren Gesundheit und unverminderten Spannkraf‘ 
unseres geistigen Lebens gelten, daß Nachfrage und Kauflust des lesenden und bücher- 
sammelnden Publikums sich mit solcher Entschiedenheit in dieser Richtung bewegen. 

Der ausgesprochenen Neigung zur Kunstliteratur entspricht das steigende Interesse an der: 
Zeitschriften, die den gleichen Themen und Fragen dienen, den Überblick über die Er- 
scheinungen und Schicksale der Künste erleichtern und ihre Getreuen in dauernder Ver- 
bindung mit den Ergebnissen der Forschung, der öffentlichen Darbietungen, der Produktion 
und des Marktes halten. Auch in unsern sorglosesten Zeiten hat die deutsche Verlegerschaf: 
nicht eine solche Fülle vortref£flich geleiteter, zugleich gründlicher und lesbarer, mit геіЁвёегп 
Geschmack ausgestatteter Kunstjournale vorgelegt wie heute. | 

Iın Hinblick auf das letzte Ziel marschieren all diese Zeitschriften Arm in Arm. Aber in 
der Art, wie sie ihm zustreben, trennen sie sich wieder voneinander. Der Heerbann teilt sich 
in einzelne Trupps, und die Trupps abermals spalten sich gleichsam in Individualitäten. 
Tendenz der Verlagsanstalten und persönliche Einstellung der Herausgeber bringen ез гомере. 
daß inı Grunde jedes Organ seines eignen Weges daherzieht, daß wohl die Grenzen sich be- 
rühren, keines aber eigentlich auf dem Acker des Nachbarn wildert. Stellt man sich einen 
idealen Abonnenten vor, der auf die ganze Riesenzahl der hier in Betracht kommenden 
Monatsschriften und Halbmonatsschriften eingeschworen wäre und von jeder gewissenhaft 
jedes Heft durchstudierte, so würde sich der Kopf dieses Musterlesers wohl mit einem fast 
beängstigenden Wissensmaterial füllen, aber er würde doch auch von allen Seiten her ver- 

'schiedenartige Belehrung in sich aufnehmen, würde fast gar keine „Doubletten‘ vorgesetzt 
bekommen und da, wo dies dem Gegenstande nach doch der Fall wäre, das gleiche Objekt 
jedesmal in so veränderte Beleuchtung gerückt, von so abweichenden Standpunkten aus 
beurteilt sehen, daß er sich auch durch diese mannigfaltige Behandlung desselben Stoffes 
nur außerordentlich bereichert fühlen müßte. 

Die Spitze hält die vor 56 Jahren von Carl von Lützow begründete „Zeitschrift für bildende 
Kunst“ [E. A. Seemann, Leipzig], die sich wiederholt gehäutet und modernisiert, in ihrer ` 
„Neuen Folge“ auch schon den 32. Jahrgang soeben vollendet hat und unter der jetzigen 
Redaktion von Dr. L. Burchard eine besondere Geschlossenheit und Einheit des Auftretens 
an den Tag legt. Mit großem Takt wird hier eine Verbindung von kunsthistorischer Gelehr- 
samkeit, die alle Provinzen des weiten Landes umschweift, und lebhafter Anteilnahme an 
den brennenden Fragen der Gegenwart hergestellt. Im Inhaltsverzeichnis des letzten Bandes 
findet man nebeneinander Aufsätze über die Tonbildnerei der Etrusker und über Renoir 
und seine Modelle, über Erfurter Tafelmalereien des ı4. Jahrhunderts und über Corinths 
Landschaften. Das Prinzip freilich ist hier wie dort: nur solche Materien zu behandeln, die | 


e Ra 








ж OSBORN / DIE DEUTSCHEN KUNSTZEITSCHRIFTEN ж 





bereits der historischen Anschauung Stoff bieten. Als eine Tochter dieser ehrwürdigen, immer 
wieder verjüngten Zeitschrift tritt die (von Gustav Kirstein, Prof. Curt Glaser und Prof. Hans 
Tietze herausgegebene) „Kunstchronik‘ auf, eine Tochter freilich, die gleichaltrig mit der 
Mutter ist, doch sich beweglicher und weltläufiger zu geben weiß, seit einigen Jahren 
sich den Nebentitel „und Kunstmarkt‘ beigelegt hat und als „Wochenschrift für Kenner 
und Sammler‘ auftritt, Wissenschaftliches und Aktuelles geschickt verbindend. — In einem 
enger abgegrenzten Kreise nimmt das repräsentativ ausgestaltete „Jahrbuch der Preußischen 
Kunstsammlungen‘ [Grote, Berlin] im Verein mit dem Nachrichtenblatt „Die Berliner 
Museen“ eine ähnliche Teilung vor. — Der gelehrten Forschung dient ferner seit 43 Jahren 
das „Repertorium für Kunstwissenschaft‘, jetzt von Karl Kötschau geleitet [Vereinigung 
Wissenschaftlicher Verleger, Berlin]. — Die „Zeitschrift für christliche Kunst‘, von dem 
unvergeßlichen Kölner Sammler Alexander Schnütgen begründet, nach seinem Tode durch 
Schnütgens Nachfolger Dr. Fritz Witte weitergeführt, nat gleichfalls schon den 33. Jahr- 
gang erreicht [L. Schwann, Düsseldorf]. 

Ein Jubiläum beging soeben die „Deutsche Kunst und Dekoration‘ des Verlages Alexander 
Koch in Darmstadt. Sie ging hervor aus der großen kunstgewerblichen Reformbewegung 
am Ende des vorigen Jahrhunderts. Als ihr erstes Heft im Herbst 1897 erschien, wurde es 
freudig begrüßt als ein beherzter Versuch, den neuen Bestrebungen, die sich ringsum in 
Deutschland geltend machten, eine vernehmliche Stimme zu geben und dadurch ein Mittel 
weitausgreifender Kulturpropaganda zu werden. Was die Ausstellungen der Darmstädter 
Künstlerkolonie geben wollten, aber tatsächlich nur kurze Zeit boten: ein Gesamtbild des 
neuen Werdens auf allen Gebieten der modernen Kunst, haben diese Hefte nun ein Viertel- 
Jahrhundert hindurch in Wahrheit dem Publikum vorgelegt. Kamen hier mit dem aus 
neuen Anschauungen umgestalteten Kunstgewerbe auch Malerei und Plastik reichlich zu 
Worte, so beschränkten sich die anderen Zeitschriften des Kochschen Verlages auf Spezial- 
kreise: die „Innendekoration“, die sich den Aufgaben der neuen Wohnungsarchitektur und 
Zimmereinrichtung in allen ihren Verzweigungen widmete, die „Tapetenzeitung‘ und 
die „‚Stickerei- und Spitzenrundschau‘“, die als „Blatt der schaffenden Frau“ zur Förderung 
der künstlerischen Frauenhandarbeit auch schon im 22. Jahrgang steht. 

Ebenso wie die „Deutsche Kunst und Dekoration“ nimmt seit 25 Jahren die bei Bruck- 
mann in München erscheinende „Dekorative Kunst“ die Interessen des modernen Kunst- 
handwerks wahr. Sie hat dies Ziel eifrig weiter verfolgt und sich zugleich mit der älteren, auch 
für sich allein fortbestehenden Zeitschrift desselben Verlages „Die Kunst für Alle“ ver- 
schmolzen, um unter dem Gesamttitel „Die Kunst“ weite Kreise über das große Gebiet der 
Gegenwartsproduktion zu unterrichten und durch reiches Abbildungsmaterial die Anschauung 
vom Inhalt dieser mit kritisch sichtendem Blick entworfenen Übersichten zu vertiefen. 

Durch einen kühnen Sprung in die Beschäftigung mit den Angelegenheiten der jüngsten 
Kunst hat der ,,Cicerone“ als ‚„Halbmonatsschrift für Künstler, Kunstfreunde und 
Sammler‘ eine gründliche Wandlung an Haupt und Gliedern durchgemacht [Klinkhardt 
& Biermann, Leipzig, ı3. Jahrgang]. Schon der Umschlag mit der an Archipenkos Skulp- 
turen erinnernden Zeichnung kündet das vernehmlich an. Die kunstgeschichtlichen Über- 
lieferungen der Zeitschrift, an die der verpflichtende Name mahnt, bleiben gleichwohl nicht 
unbeachtet. Ein Heft etwa enthält Mitteilungen über junge amerikanische Künstler und 


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OSBORN / DIE DEUTSCHEN KUNSTZEITSCHRIFTEN 





einen Bericht über mittelalterliche Bildwerke aus Frankfurter Privatbesitz; ein anderes einen 
Aufsatz über den Expressionisten Johannes Molzahn und eine Schilderung von bosnischen 
Funden aus einer mittelalterlichen Nekropole. — Ganz aus der Hingabe an die modernen 
Formvorstellungen und der leidenschaftlichen Freude, für ihre Verbreitung zu werben, ging 
die Begründung des „Kunstblattes‘‘ durch Paul Westheim hervor [Kiepenheuer, Potsdarn |. 
‘Hier war nicht eine Erwägung maßgebend, daß auch die Arbeit der aufsteigenden Gene- 
ration vertiefender Betrachtung wert sei, sondern die eindringlich verfochtene Überzeugung. 
daß in ihr allein der Geist der Gegenwart seine wahrhaftige künstlerische Spiegelung er- 
fahren habe. Man wird künftig die Geschichte der nachimpressionistischen Epoche in Deutsch- 
land nicht studieren können, ohne das ‚„Kunstblatt‘ sorgfältig zur Hand zu nehmen, das 
ebenso mit der Bewegung und aus ihr geboren ward wie etwa Otto Brahms „Freie Bühne“ 
mit und aus dem literarischen Naturalismus um 18до. 

„Kunst und Künstler‘ dagegen, von Emil Heilbut begründet, seit langen Jahren schon 
von Karl Scheffler herausgegeben [Bruno Cassirer, Berlin], ist heute wie in der Zeit 
der Entstehung der Sammelpunkt aller Freunde derjenigen Kunstanschauung, die im Zeit- 
alter des Impressionismus wurzelt und in der Sphäre der alten Sezessionen ihre Ausbildung 
erfuhr. Hier ist gleichsam das Heim der „Klassiker der Moderne‘, und wie aus den Werken 
dieser Meister ist in der ausgezeichnet geführten Monatsschrift der Abglanz einer durchaus 
einheitlichen und geschlossenen Welt- und Kunstauffassung zu erkennen. 

Sehr reich ist die Zahl der Zeitschriften für Architektur. Das „Zentralblatt der Bau- 
verwaltung“ [W. Ernst & Sohn, Berlin] führt den Reigen, das 1881 vom Preußischen Mini- 
sterium der öffentlichen Arbeiten begründet wurde. Zu bedeutendem Ansehen sind daneben 
die seit 23 Jahren erscheinende ‚Berliner Architektur-Welt‘ und die „Monatshefte für Bau- 
kunst‘ aufgestiegen [Wasmuth, Berlin ]. Ihnen hat sich der „Städtebau“ im gleichen Verlag an- 
gegliedert, der die besonderen Fragen der als eigenes Kunstgebiet sich absondernden Kunst der 
Städtegestaltung nach ihren wirtschaftlichen, sozialen und hygienischen Grundsätzen zu seiner 
Spezialität macht. Daneben steht die „Architektur des 20. Jahrhunderts“, gleichfalls bei 
Wasmuth. Weiter die „Zeitschrift für Bauwesen‘ [Wilhelm Ernst & Sohn, Berlin ], die 
wiederum vom Ministerium der öffentlichen Arbeiten begründet wurde. In diesen offiziellen 
Kreis gehört auch die „Denkmalpflege“ [ebenda], deren Schriftleitung mit der des Zentral- 
blattes verbunden ist. Die „Bauwelt‘‘ des Ullsteinschen Verlages stellt einen Mittelpunkt für 
die künstlerischen, technischen und wirtschaftlichen Interessen des Bautenwesens dar. Süd- 
deutschland ist nicht minder rege. Die „Modernen Bauformen‘ des Verlages Julius Hoff- 
mann in Stuttgart haben sich hier eine besondere Stellung geschaffen. Ein Seitenstück dazu 
bildet die Monatsschrift „Moderner Stil“ desselben Verlages. München tritt mit der „Süd- 
deutschen Bauzeitung‘‘ [Süddeutsche Verlagsanstalt] und mit den Monatsheften „Der Bau- 
meister“ [Callwey, München] hervor. In Wien steht die „Allgemeine Bauzeitung‘ [Verlaz 
D. v. Waldheim] obenan. Auch der „Architekt‘‘ [Anton Schroll & Co., Wien] weiß seina 
Leser zu fesseln. 

Dem besonderen Gedankenkreise der Sammler und der Interessenten des Kunstmarktes, der 
heute mehr Augen auf sich zieht als jemals in früheren Zeiten, gilt „Der Sammler“, der als 
„Wochenschrift für alte und neue Kunst‘ im Verlage von Dr. Joachim Stern, Berlin, kürzlich. 
eine neue Ausstattung erfuhr. — Daneben hat sich in der kurzen Zeit seines Bestehens der 





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OSBORN / DIE DEUTSCHEN KUNSTZEITSCHRIFTEN * 
инана ааа анааран анааан ааннара аараан арааран 
>n Adolph Donath herausgegebene, reichhaltig und abwechslungsvoll auftretende „Kunst- 
anderer‘ [Verlag Der Kunstwanderer G. m. b. II., Berlin] schnell einen aufmerksamen 
eserkreis gewonnen. Wer sich über Kunstmarkt, Ereignisse des Auktionswesens, Preisbildung 
nd Sammlertum unterrichten will, wird niemals umsonst zu diesen Monatsheften greifen. 

In einem kurzen Überblick kaum zu charakterisieren sind die Fachzeitschriften der kunst- 
ewerblichen Berufe, die oft genug über den engeren Kreis ihrer besonderen Interessen prin- 
ipielle Fragen aufwerfen. Aber eine Reihe anderer Fachzeitschriften dürfen in unserer Liste 
icht fehlen. So die „Museumskunde‘, die Karl Koetschau 1906 begründete [Georg Reimer, 
‚erlin ], und die die gerade heute so bedeutungsvollen Probleme der Ausgestaltung, inneren 
ırdinung und Nutzbarmachung unserer öffentlichen Sammlungen mit tiefgreifender Gründ- 
.chkeit betrachtet, weithin Aufklärung und Anregung verbreitend. Ferner die bibliophilen 
гапе, йе уоп der „Zeitschrift für Bücherfreunde“ [E. A. Seemann, Leipzig] in ihrer 
‚euen Gestalt unter Georg Witkowskis umsichtiger Leitung geführt werden. Die „Mittei- 
ungen des Exlibris-Vereins zu Berlin‘, von Walter von Zur Westen redigiert, pflegen in 
ı3esem Sondergebiet noch einmal eine eigene Spezialität, die klein erscheint und doch einen 
tattlichen Kreis künstlerischer und sammlerischer Interessen umfaßt [im Selbstverlag des 
Jeutschen Vereins für Exlibris-Kunst und Gebrauchsgraphik, Berlin]. — Ähnlich hat sich 
lie zu großem Ansehen aufgestiegene Monatsschrift „Das Plakat‘ aus der Bearbeitung eines 
ng begrenzten Gebietes ausgebreitet, indem sie die gesamten Aufgaben der gerade in jüngster 
Zeit zu neuer Bedeutung gelangten Reklamekunst und Gebrauchsgraphik jeder Art unter 
hre Fittiche genommen hat [herausgegeben vom Verband der Plakatfreunde, Berlin]. 

Nicht gering ist auch die Zahl der Zeitschriften, die aus dem Kulturkreise einzelner 
leutscher Landschaften und Provinzen hervorgegangen sind. Namentlich liegen uns von den 
3estrebungen, die hier bedeutsam sind, die der Rheinländer am Herzen; denn wir wissen, 
laß es in erster Linie die geistigen Beziehungen zwischen der besetzten Westprovinz und dem 
Reiche sind, die den dauernden Zusammenhang des Rheinlandes mit dem Deutschtum ge- 
währleisten. Schon lange vor dem Kriege hat sich die von Wilhelm Schäfer begründete 
Vierteljahrsschrift „Die Rheinlande‘ [Bagel, Düsseldorf] als Organ des Verbandes der Kunst- 
freunde am Rhein der Pflege dieser besonderen Kuturinteressen angenommen und die für 
den Westen charakteristische Eigenschaft einer feinen Verbindung lebhaften Verständnisses 
für moderne Kunst und tiefwurzelnder volksmäßiger Überlieferungen betont. — Erst nach 
dem Kriege, unter der Fremdherrschaft feindlicher Bajonette, wurde die Monatsschrift 
„Feuer“ durch Guido Bagier ins Leben gerufen [Gebr. Hofer, Saarbrücken], die von hoher 
Warte aus umsichtig und taktvoll einen neuen Mittelpunkt für die Bestrebungen der be- 
setzten Rheinlande und aller ruhig und klar denkenden Köpfe im Reiche bildet. 


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DIE DEUTSCHEN PRIVATPRESSEN 
VON LUDWIG STERNAUX 


Ernes Menschenalters nur hat es bedurft, um das deutsche Buchgewerbe aus einem Tief. 
stand sondergleichen zu der stolzen Höhe hinaufzuführen, die es jetzt, den Zeitnöten zu Trotz, 
behauptet. Wer diese dreißig Jahre mit durchlebt hat, dem sind sie wie ein Traum ver- 
gangen. Noch immer will es einen dünken, als wäre es erst’ gestern gewesen, daß „Pan 
und „Insel“ erschienen, noch immer glaubt man, den Ruf aus England zu hören, der um 
aus unserem Schlaf erweckte. 

Damals vernahm man zuerst in Deutschland wieder das Wort ‚Presse‘. Kaum einer, de 
sich des Ursinns dieses Wortes noch bewußt war, das im Grunde nichts weiter war als ein 
Terminus technicus, in Fachkreisen selbstverständlich gang und gäbe. Und nun gab es da 
drüben in England auf einmal eine Kelmscott-Press, eine Essex House-Press, eine Vale-Pres;. 
eine Doves-Press... wie man staunend weiter hörte, kleine Privatpressen einzelner Künstler 
und kunstverständiger Handwerker, die nicht für das große Publikum, sondern für eine 
Minderheit schöne Bücher druckten, und das mit großem ideellen Erfolg. Gewiß hatten 
manche Publikationen der Georgeschen „Blätter für die Kunst‘, des Leipziger Insel-Verlage:. 
auch des verdienstvollen Verlegers Eugen Diederichs in Jena schon den Charakter von Privai- 
pressedrucken gehabt, konnten vielleicht auch in ihrer Art mit den englischen Drucken 
konkurrieren. Aber erst die 1907 begründete „Janus-Presse‘‘ in Leipzig nahm den Wett- 
kampf wirklich auf. Ihre Begründer waren Walter Tiemann, einer der wenigen Buchkünstler. 
die bestimmend auf die Entwicklung der neuen Buchkunst eingewirkt haben, und der Drucker 
Carl Ernst Poeschel. Goethes ‚Römische Elegien‘“ waren der erste Druck der neuen Presse. 
die Schrift, eine sehr schöne Antiqua, stammte von Tiemann, die Auflage betrug (bo Stück. 
Ein „Tasso“ folgte, in der gleichen Schrift gedruckt und schon bei Erscheinen vergriffen. 
Die Ähnlichkeit mit der Doves-Press ist ja nicht zu leugnen; aber wer etwa den „Tasso ` 
der Doves-Press mit dem der Janus-Presse vergleicht, sieht doch erhebliche Unterschiede 
Jetzt arbeitet die Presse für den Insel-Verlag, ihre beiden neuen Drucke, den früheren eben- 
bürtig, sind Hofmannsthals „Märchen der 672. Nacht“ und die „Briefe der Diotima‘“. | 

Für den Insel-Verlag tätig war auch die fast gleichzeitig mit der Janus-Presse begründete 
„Ernst Ludwig-Presse‘ in Darmstadt, die Friedrich Wilhelm Kleukens leitete; sie verdankt: 
ihren Namen dem kunstsinnigen früheren Großherzog von Hessen-Darmstadt. Sie hat eine 
Fülle kostbarer Drucke publiziert, sehr pretiös in der Aufmachung und immer ihre Eigen- 
art wahrend. Ihre ersten Drucke, das „Buch Esther“ und Goethes „Hermann und Dorothea“, 
waren für Deutschland eine bibliophile Sensation. Auf die Dauer wirkte allerdings die 
immer gleiche Antiqua von Kleukens ein wenig ermüdend, und auch mit dem ornamentalen. 
Schmuck des gleichen Künstlers konnte man nicht immer einverstanden sein. Am schönsten 
sind die Drucke, die ganz darauf verzichten, Rilkes „Buch der Bilder‘ etwa und die drei 


Goethe-Bände „Natur“, „Gott und Welt‘ und die „Trilogie der Leidenschaft“. Der Einfluß | 


dieser Presse auf die Gestaltung des deutschen Buches unserer Zeit ist gar nicht abzuschätzen, | 
sie hat geradezu Richtung gebend gewirkt. Kleukens hat dann, in richtiger Erkenntnis dessen, 
daß die Aufgabe der Presse erfüllt war, seine Arbeit mit einem kostbaren Druck von Spi- | 


nozas „Ethik“ eingestellt; was er geleistet, wird stets ein Ruhmesblatt in der Geschichte der 








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k STERNAUX / DIE DEUTSCHEN PRIVATPRESSEN ж 
WEEN 
ıeuen deutschen Buchkunst bilden. Ein Ableger der Ernst Ludwig-Presse ist die „Kleukens- 
Presse“ in Frankfurt a. M., die der Bruder von F. W. Kleukens, Christian Heinrich Kleukens, 
leitet, der für die Ernst Ludwig-Presse nur als literarischer Berater tätig war. Sie benutzt 
die alten Schriften und hat sich mit einem Goethe-Druck, den „Unterhaltungen deutscher 
Ausgewanderter‘, vorteilhaft eingeführt; und auch ihre späteren Drucke, deren Texte der 
Dichter Rudolf G. Binding wählt, sind hübsch und verraten viel feine Geschmackskultur. 
šie sind aber nicht eigenartig genug, um neue Wege zu weisen. Neuerdings arbeitet auch die 
to Stammpresse wieder, Drucker ist jedoch nicht F. W. Kleukens, sondern jetzt auch hier 
ler Bruder, und sie beschränkt sich im wesentlichen darauf, in ihren Erzeugnissen die einmal 
geprägte Form zu wahren. 

Dagegen hat sich die kurz vor dem Kriege begründete „Bremer Presse‘, zu deren Inspira- 
woren die Dichter Hofmannsthal, R. A. Schröder und Rudolf Borchardt gehörten, immer 
nehr zu einem ausschlaggebenden Faktor der neuen deutschen Buchkultur entwickelt. Sie 
larf, jetzt übrigens in Tölz in Bayern aufgestellt, den Anspruch erheben, in Tendenz und 
Leistung die Nachfolge der 1916 leider eingegangenen Doves-Press angetreten zu haben... 
wic ja die von ihr verwandte Type, eine sehr eigenartige, etwas schwere Antiqua, der der 
Doves-Press in der Qualität auch am nächsten kommt, während sie im Gegensatz zu 
jener englischen Presse auf zweifarbigen Druck verzichtet. Ganz köstlich sind die in Holz 
geschnittenen Initialen und Titel der Anna Simons, einer Schülerin Emery Walkers; sie geben 
den schlichten, fast puritanisch schlichten Drucken ihren Hauptreiz. Die „Germania“ des 
Tacitus, die „Essays“ von Francis Bacon, der ‚‚Urfaust‘‘ sind Buchkleinode, die nicht ihres- 
gleichen haben. Die Presse arbeitet jetzt unter der Leitung von Willy Wiegand, eine der Presse 
angegliederte eigene Binderei unter der von Frieda Thiersch. Nach Proben, die bereits 
vorliegen, wird ein monumentaler Druck der „Divina Commedia“ in der Ursprache ähn- 
liche Bedeutung haben wie seinerzeit die Bibel der Doves-Press. 

Die gleiche Schlichtheit wahrt die ‚„Rupprecht-Presse‘‘ F. H. Ehmckes in München, ob- 
gleich diese verschiedene Typen, allerdings immer solche Ehmckescher Herkunft, verwendet. 
Sie hat sich ganz von englischen Einflüssen freigehalten, trägt typisch deutschen Charakter. 
Wundervoll in drucktechnischer Hinsicht ihr erster Druck, der „Fürstenspiegel“, so fremd 
und fern er uns auch inhaltlich berührt, wie überhaupt die Wahl der Texte (Hegel-Briefe, 
Kant-Briefe, Rankes „Savonarola‘‘) Bedenken erregt. Satz und Druck jedoch sind auch in 
den anderen Veröffentlichungen der Rupprecht-Presse vorbildlich, und Bücher wie Vossens 
„Luise” und die „Hymnen‘ Hölderlins, beide in der Ehmcke-Schwabacher gedruckt, werden 
immer Kleinode moderner Druckkunst bleiben. 

Die Drucke der Tieffenbachschen „Officina serpentis‘‘ zeichnen sich dadurch aus, daß der 
Steglitzer Buchdrucker Tieffenbach tatsächlich arbeitet wie etwa Morris oder, um noch höher 
zu greifen, ein Fust, ein Schoeffer. Diese restlose Hingabe an den Gegenstand, diese zeit- 
fremde Liebe zur Sache verrät jedes einzelne Werk seiner Presse. Und manche seiner Drucke, 
so vor allem das „Pervigilium Veneris“, die Vier Kapitel der Genesis, die Johanneischen 
Schriften, sind Meisterwerke, tief durchdacht und glänzend komponiert. Die Type der Offi- 
cina serpentis ist eine fast wie Handschrift anmutende, altertümlich verschnörkelte Antiqua; 
sie wirkt am reizvollsten, wenn der Text lateinisch ist, während sie deutschen Gefühlswerten 
nicht ganz gerecht wird. Aber davon abgesehen, darf die Officina Serpentis sich rühmen, 


+ 13 + 


ж STERNAUX / DIE DEUTSCHEN PRIVATPRESSEN 4 
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in einigen ihrer mit der Hand ausgemalten Pergamentdrucken ähnliche Wirkungen erzieli 
zu haben wie Frühdrucke des deutschen Mittelalters und Mönchshandschriften. 

Natürlich sind der ‚Pressen‘, nachdem in Deutschland erst einmal das bibliophile Klima 
für derartig kostbare Bücher geschaffen und die Nachfrage nach ihnen stärker war als da; 
Angebot, rasch eine ganze Menge geworden, genau wie in England übrigens. Aber bei den 
meisten dieser neuen ‚Pressen‘ tritt der private Charakter nicht mehr deutlich hervor; 
entweder sind sie rein buchhändlerische Unternehmungen, die sich nur als „Presse‘‘ mas- 
kieren, oder sie lassen ihre Publikationen (die an sich durchaus gut und wertvoll sind) bei 
fremden Druckereien herstellen, sie besitzen gar keine eigenen Schriften, geschweige denn 
haben sie eine eigene Presse aufgestellt. Hierher gehören u. a. die „Cranach-Presse‘“ de: 
Grafen Harry Kessler in Weimar, die „Einhorn-Presse‘“ Melchior Lechters bei Otto v. Holten 
in Berlin, die an sich ausgezeichnete „Hamburger Presse‘ und, als jüngste, die „Eginhard- 
Ргеѕѕс‘ in Aachen, die mit Schriftenmaterial der Weiß-Fraktur arbeitet. Fast alle Drucke 
dieser Pressen haben Wert über den Tag hinaus, aber an Bedeutung für die Entwicklung 
unseres Buchwesens stehen sie hinter den oben ausführlicher beschriebenen, wirklichen Privat- 
pressen zurück. Diesen hat sich kürzlich eine neue zugesellt, die „Insel-Presse‘, von der bisher 
nur ein einziger Druck vorliegt: Rilkes „Stundenbuch“. Er ist sehr schön, in einer neu 
aufgefundenen, alten gotischen Schrift Morrisschen Charakters bei Poeschel & Trepte ın 
Leipzig in zwei Farben gedruckt, die roten Initialen und der in Holz geschnittene Titel 
sind von Walter Tiemann. Doch fehlt noch die besondere Note, die manches einfache Buch 
des Insel-Verlages viel stärker hervortreten läßt als gerade dieses. 

Eine Sonderstellung nimmt unter all diesen Pressen die „Pan-Presse‘‘ Paul Cassirers in 
Berlin ein, eine der ältesten übrigens. Sie dankt ihr Entstehen weniger der Tendenz, aus dem 
Buche ein Kunstwerk zu schaffen, als vielmehr dem Bestreben, die graphischen Künste dem 
Buche dienstbar zu machen. Und der Name „Presse“ kommt bei ihr von der des Künstlers 
her, der seine Radierungen, Lithographien und Holzschnitte selber abzieht von Platte, Stein 
und Holzstock, nicht von der Presse des Buchdruckers. Wie denn die Pan-Presse, die Muster- 
beispiele für das gute illustrierte Buch herausgebracht hat und in ihren Slevogt- und Corinth- 
Werken sehr repräsentativ wirkt, den Textdruck ihrer Veröffentlichungen meist auch einer 
fremden Druckerei überläßt. Dem Buch als solchem, dessen Idealbegriff zu prägen die oben 
genannten Pressen alle mit mehr oder weniger Erfolg gesucht haben und noch suchen, hat 
die Pan-Presse also nicht viel genutzt. Dagegen muß in dieser Hinsicht hier noch die „Marees- 
Gesellschaft‘ Julius Meier-Graefes genannt werden. Die. „Mar&es-Drucke“ gelten allerdings 
in erster Linie der Wiedergabe von Kunstwerken; doch sind auch einzelne Bücher darunter, 
die ihrer ganzen Art nach durchaus als Privatpressen-Drucke anzusprechen sind. Die „Amores“ 
des Ovid etwa, deren Text Heinrich Wieynck geschrieben und André Lambert mit Kupfern 
geschmückt hat, und die „Gedichte‘ der Sappho im Urtext, von E. R. Weiß und Renée 
Sintenis in Bild und Wort radiert, sind Höchstleistungen des deutschen Buchgewerbes. 

So ist man allerorten emsig an der Arbeit, und den Drucken der Frühzeit, die schon Denk- 
mal sind und Gegenstand historischer Wertung, reihen sich immer neue an. Die Tätigkeit der 
Privatpressen schafft, so sehr sie sich auch im stillen abspielt und nur einem kleinen Kreise 
zunächst zugute kommt, das Niveau, von dem aus sich alles andere ins allgemeine hin ent- 
wickelt; sie prägt den Stil auch des einfachen, des billigen Buches. 


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REMBRANDT} DER LESER 8 
AUS CARE NEUMANN, REMBRANDTZRICHNUNGEN 000. 
| 4... BEPIPER 660. VERLAG, MÜNCHEN Sa NEN 


NEUE BÜCHER UND MUSIKALIEN 








\LLGEMEINES, 


GESAMTAUSGABEN, 


SAMMELWERKE 


LMANACH der Bücherstube auf das Jahr 1932. 
4. Jahrgang. Mit Abbild. (142 S. 8°.) München, 
Horst Stobbe. Geh. M 6.—. 

ovellen. Essays zur Literatur und Kunst. Biblio- 
hiles. Verzeichnis der Drucke deutscher Pressen. 
ücher-Auswahl-Listen. 


MALTHEA-ALMANACH auf das Jahr 1922. Mit ` 


zahlr. Bildbeigaben. (2208. 8°.) Wien, Amal- 
ihea-Verlag. Geh, М 10.—, geb.M ı4.—. 
‚eiträge der Autoren des Verlages, vornehmlich 
Isterreicher; Aufsätze zur neueren Literatur. Die 
‚ildbeigaben bringen unter anderem Jakob Alts Ge- 
1älde „Stephansturm” in Farbendruck. 


‚ICHENDORFF, Joseph Frhr. von, Gesammelte 
Werke in 4 Bdu. Herausgeg. u. mit einer biogr. 
Einl. versehen v. Max Mendheim. Bd. 1—4. Mit 
2 Bildbeig. (398, 376, 300, 480 S. K1.-80.) Leip- 
zig, Ph. Reclam. In 2 Lwbdn. M 48.—; in 2 Halb- 
lederbdn. M 90.—. 


sEIBEL, Emanuel, Ausgewählte Werke in 2a Bdn. 
Mit einer Einl. herausgeg. v. Max Mendheim. 
(K1.-80.) Leipzig, Ph. Reclam. Lwbd. M 48.—, 
Hldrbd. M 90.—. 
т. Geibels Leben. Gedichte. (39, 4h2 S., 3 Taf.) 
2. Epische Dichtungen. Dramatische Dichtungen. 
Übersetzungen. (VI, 496 S., ı Tafel.) 


3ROTE’SCHER Weihnachts-Almanach. 1921. Mit 
8 Vollbildern. (80 S. 80.) Berlin, Grote. Kart. 
М 3.—. 

3eiträge von Frenssen, Ganghofer, Fontane, Seidel, 

Federer u. a. 


HALBJAHRSVERZEICHNIS d. im deutschen Buch- 
handel erschienenen Bücher, Zeitschriften und 
Landkarten. Mit Voranzeigen von Neuigkeiten, 
Verlags- und Preisänderungen. Nebst einem Re- 
gister. 1921. Halbjahr ı. 246. Forts. von Hin- 
richs Halbjahrs-Katalog. Bearb. von der Biblio- 
raph. Alt. d. Börsenvereins d. Deutschen Buch- 
ändler zu Leipzig. T. ı, 2. Leipzig, Verlag des 
Börsenvereins 1 eutschen Buchhändl. M 100.—, 
Hidrbd. M 135.—; in 2 Bdn. geb.; ı: Hidrbd., 
2: Hiwbd. M 140.—. 
ı. Titelverzeichnis. (IV, 608 $.) 
2. Register. (II, 108, 1r S.) 


HAUPTMANN, Gerhart, Gesammelte Werke in 8 
Bänden. Jubiläumsausgabe. Bid. 1—8. Mit ı Titel- 
bild. (522, 448, 461, 539, 540, 466, 482, 425 5. 
80.) Berlin, S. Fischer. Pappbd. M 300.—, Hlwbd. 
M 360.—, Lwbd. M 450.—, Hldrbd. M 560.—. 


HEBBEL, Christian Friedrich, Werke in 4 Bdn. 
Nebst 2 Erg.-Bdn.: Hebbels Tagebücher. Heraus- 
ge eben v. Friedrich Brandes. Bd. 1—4. (5635., 

aufgekl. Taf.; 565S., ı aufgekl. Titelb.; 57958.. 
ı Faks.-Tafel; 686 S., ı aufgekl. Titelb. K1.-8°.) 


Leipzig, Ph. Reclam. Lwbd. M 96.—, Hidrkd. 
М :80.—. 


KELLER, Gottfried, Werke. Herausgeg. v. Max 
Nußberger. Krit.-histor. u. erl. Ausgabe. Bd. 7 
u. 8. (438, 527 S. Kl.-8%.) Leipzig, Bibliogra- 

hisches Institut. Hlwbd. уе М 32.—, Lwbd. je 
40. —. | 


Derselbe, Werke. Kritisch durchgesehene und erl. 
Ausgabe mit einer Einl. über des Dichters Leben 
u. Schaffen у. Harry Maync. Bd. 3, 4. (Сг.-80.) 
Berlin, Propyläen-Verlag. 
3. Der grüne Heinrich. Roman. (849 S.) Hiwbd. 
M 60.—, Hidrbd. od. Hpergtbd. M 85.—. 

4. Die Leute von Seldwyla. Erzählu еп. (593 $.) 
Шм. М 5о.—, ШагЬа. оа. Нрегр:Ьа. М 75.—. 


KONVERSATIONS-LEXÄIKON, Herders. 3. Aufl. 
Reich illustr. durch ТехіаЬЬ., ғ. Т. farb. Taf. u. 
z. T. eingedr., z. T. farb. Karten. Bd. 10. Frei- 
burg i. Br., Herder & Co. 

10. Erg.-Bd. 2, Hälfte 1. A bis K. (XI S., 928 Sp. 
4°.) ПШмЬа. М 150.—, Hldrbd. M 190.—. 


MÄRCHEN der Wellliteratur, Die. Jena, Diederichs. 
Pappbd. je M 30.—, Hldrbd. je M 60.—. 
Finnisch-estnische Märchen. Ausgewählt und über- 
setzt v. August v. Löwis of Menar. 


Malaiische Märchen. Ausgewählt und übersetzt v. 
Paul Hambruch. Mit 8 Tafeln. (3323 S. 80.) 


MÖRIKE, Eduard, Sämtliche Werke in 2 Bänden. 
Herausgeg. u. mit einer biogr. Einl. vers. von 
Edmund v. Sallwürk. Mit 2 Bildn. (476, 438 S. 
K1.-8°.) Leipzig, Ph. Reclam. Lwbd. M 48.—, 
Hldrbd. M 90.—. 


SCHLEICH, Carl Ludwig, Ewige Alltäglichkeiten. 
Gesammelte Aufsätze. Berlin, Rowohlt. Geh. 
M ı18.—, geb. M 28.—, Н\агЬа. М до.—. 

Gelehrter und Dichter vereinigen sich in Schleich, 

der vor allem die Grenzgebiete des Erkennens liebt 

und hier über Okkultismus und Steinach, Film und 

Seelenwanderung und vieles andere plaudert. 


PUSKIN, Aleksandr Sergeevic, Polnoe sobranie so- 
cinenij. Т. 4. Berlin, Slowo Verlagsgesellschaft 
(Eech (Puschkin, Sämtl. Werke ın 6 Bdn.) 

. (529 9., ı Titelb. Kl.-80.) M 20.—. 


STENDHAL (Henry Beyle), Gesammelte Werke. 

Herausgeg. v. Franz Blei u. Wilhelm Weigand. 
(Gr.-80.) München, Georg Müller. Geh. je 
M 50.—, Lwbd. M 75.—, Hldrbd. M 90.—. 
Amiele. Roman. Deutsch von Arthur Schurig. 
(219 S.) 
Äbtissin von Castro. Der Novellen zweiter Band. 
Deutsch у. Franz Blei, Robert Musil u. a. (441 S.) 
Deukwürdigkeiten über Napoleon. Deutsch von 
S. Adler. (328 5.) 


e 15 + 


ж REIHEN-BUÜCHER 


Lucian Leuwen. Roman. Deutsch v. Joachim von 
der Goltz. Zwei Bände. (269, 318 S.) 


In der gleichen Ausgabe, die überall auch den Naclı- 
laß des Dichters heranzieht und manches bisher un- 
bekannte Stück bringt, erschienen früher: Rot und 
Schwarz, Die Certosa von Parma, Eine Geldheirat 
(Der Novellen erster Band), Über die Liebe, Ar- 
mance oder Einige Szenen aus einem Pariser Salon 
um das Jahr 1827. Die erzählenden Schriften Sten- 
dhals liegen also vollständig vor. 


Derselbe, Gesammelte Werke. Herausgeg. v. Fried- 
rich v. Oppeln-Bronikowski. Bd. 1—4. (80.) Ber- 
lin, Propyläen-Verlag. 

1. Rot und Schwarz. Eine Chronik des 19. Jahrh. 
Deutsch v. Friedrich у. Oppeln-Bronikowski. 3., 


durchges. Aufl. (XIX, 550 S., ı Tafel.) Papp 

M 60.—, Hldrbd. M 8o.—. 

a Die Kartause von Parma. — v. Ari 
churig. (XIX, 571S., ı Taf.) Pappbd. M 6c. 

Hldrbd M бо! ) Papp 

3. Italienische Novellen und Chroniken. Deus 

v. Friedrich v. Oppeln-Bronikowski. 3., dw 

neue Funde verm. Aufl. (LII, 642 S., ı Taf: 

гре. М 8о.—, Н\агЬа. М 100.—. 

4. Über die Liebe. (340 S.) Pappbd. M 87.: 

Hldrbd. M 125.—. 


TURGENEV, Ivan: Sergeevic, Polnoe sobranie + 
cinenij. Т. 3. Berlin, Slowo Verlagsgesellsct: 
un (Turgenjew, Sämtliche Werke.) 
М Dym. Dvorjanskoe gnezdo. (477 S. Kl.-& 

20.—. 


REIHEN-BÜCHER 


BIBLIOTHEK der Weltgeschichte. Herausgeg. von 
Karl Alexander von Müller und Otto We hal. 
Gr.-80.) München, Rösl &Co.. Geh. M 55.—, 

wbd. M 80.—, Hildrbd. M ı120.—, Lärbd. 
М 300.—. , 
Bd. 1. Westphal, Otto, Die Philosophie der 
Politik. Einheiten und Mächte der Universal- 
geschichte. (352 S.) 


Die neue Reihe will eine Universalgeschichte aller 
Länder und Zeiten werden. Von Fachgelehrten auf 
wissenschaftlicher Grundlage geschrieben, wenden 
sich die Bände doch an die Allgemeinheit. 


BOCHER, Die Spannenden. Berlin, Ullstein. In farb. 
Umschlag je M 4. —. 

Berger, Alfred Frhr. von, Hofrat Eysenhardt. 

Die fra ödie eines Staatsanwalts. 

Biro, Ludwig, Die Serpolette. Ein Seeabenteuer. 

Törzs, Eugen, Der Schatten. Ein Defraudan- 

tenroman. 


COTTA’SCHE Handbibliothek. (K1.-80.) Stuttgart, , 


Cotta. 

234. Anzengruber, Ludwig, Der Sternstein- 
hof. Eine Dorfgeschichte. M 8.—. 

225. Ebner-Eschenbach, Marie von, Mar- 
garete.M 4.—. 

226. Rosner, Karl, Spione. Skizzen aus Frank- 
reich. M 3.20. 

227. Sudermann, Hermann, Jons und Erdme. 
Eine litauische Geschichte. M 5.—. 

228. Gildemeister, Otto, Von Reichtum, 
Höflichkeit und anderem. Ausgewählte Essays. 
M 7.50. 


FORSCHUNGSBERICIITE, Wissenschaftliche. Her- 
ausgegeben v. Karl Hönn. Bd. VII. Gotha, Frdr. 
Кай Perthes. 

VII. Hampe, Karl, Mittelalterliche Geschichte. 
M 20.—. 

Das Werk umfaßt die Literatur vom Kriegsbeginn 

bis zum Jahre 1920 und berücksichtigt auch die 

Neuerscheinungen des Auslandes. 


е 16 «+ 


ВОСНЕКЕІ дег Volkshochschule. Bd. 25— 27. (&$ 
Bielefeld u. Leipzig, Velhagen & Klasing. 
Bd. 35. mon. Paul, Einführung in Dan? 
ee Komödie. Mit ı Bild. (IV, ı00 :3 


Bd. 26. Benrath, Alfred, Justus Liebig сй 
seine Zeit. Mit ı Bild. (IV, 120 S.) M 9.90. | 
‘Bd. 27. Hauff, Walter von, Die Entstehuf 
des Alten Testaments. (III, 117 S.) M 9.70. | 


GÖSCHEN, Sammlung. (K1.-8°.) Berlin, Verei: 
ng wissenschaftl. Verleger. Pappbd. je M 6. 
o. Seyfert, Richard, Lehre vom Unterri:: 

der Volksschule. 4., umgearb. Aufl. (150 S.) 
185. Gürtler, Max, Textil-Industrie. II. Te: 
Weberei, Wirkerei, Posamentiererei, Spitzen- : 
Gardinenherstellung u. Filzherstellung. 3., диге 
gesehene Aufl. Mit 50 Abb. (134 S.) | 
312. Memmler, Karl, Materialprüfungswese | 
Einführung in die moderne Technik der Materia 
BE ungen Т. 2. Metallprüfung u. Prüfung v1 
ilfsmitteln d. Maschinentechnik. — Einiges 0Ь- 
Metallographie. — Baustoffprüfung. — Papier 
prüfung. — Textiltechn. Prüfungen. — Schmie: 
mittelprüfung. — Farben-, Lack- u. Anstric- 
re rüfung. 3., verb. Aufl. Ми Зо Еу 

154 S. 

36. See Karl, Die Seifenfabrikation. : 
neubearb. Aufl. Mit 23 Abb. (127 S.) 
824. Ziegler, Heinrich Ernst, ауа 
Mit 17 Fig. (115 S.) 

RECLAMS Universal-Bibliothek. (K1.-80.) Leipn: 
Reclam. Je M 1.50. ` 
6251. Kleines Klabund-Buch. Novellen u:: 
Lieder. Mit ı Titelbildn. des Dichters. (72 S. 
Hldrbd.M 15.—. . 

6252/55. Engelhardt, Viktor, Weltbild un: 
Weltanschauung v. Altertum bis z. Gegenwart. 
Eine kulturphilosoph. Skizze. (304 S.) Bibliothex- 
band M 7.80. 

6256. Dostojewski, Fedor Michailovic, De: 
Großinquisitor. Eine Phantasie. Übers. v. Her- 
mann Röhl. Mit einem Nachw. v. Wilhelm Frie!- 
mann. (53 S.) Hldrbd. M 15.—. 





PHILOSOPHIE « THEOLOGIE ж 
ا‎ E — 


5257/58. Havemann, Julius, Dolores. Erzäh- 
lung. Mit einem Nachw. v. Eduard Heyck. (147S.) 


Hildrbd. M 17.50. 


6259. Chop, Max, Ludwig van Beethoven. Missa 
solemnis. Geschichtl. u. musikal. analysiert, mit 


zahlr. Notenbeispielen. (68 S.) (Erläuterungen zu 
Meisterwerken der Tonkunst. Bd. 30.) 


6260. Strecker, Karl, Kränze. 2 Norellen. 
(76 S.) Hidrbd. M 15.—. 


PHILOSOPHIE 


"TLINGER, Max, Leibniz als Geschichtsphilosoph. 
Festrede bei der 5ojähr. Reichsgründungsfeier d. 
Westfälischen Wilhelms - Universität zu Münster 
am 18. Jan. 1921. Mit Beig. eines bisher unver- 
öffentl. Leibnizfragmentes über „Die Wiederher- 
stellung aller Dinge‘ (Apokatastasis panton [lat. 
п. deutsch]). (У, 8, S. Gr.-80.) München, Kemp- 
ten, Verlag J. Kösel & F. Puste. M 7.50. 


;LMHOLTZ, Hermann v., Schriften zur Erkennt- 
nistheorie. Hera . und erl. у. Paul Hertz und 
Moritz Schlick. (X 175 S. Gr.-8%.) Berlin, 
Springer. Geh. M 45.—, geb. M 54.—. 

s Werk bringt Aufsätze aus den gesammelten Ab- 
ndlungen, Vorträgen und Reden Helmholtz’s, die 
er den Ursprung der geometrischen Axiome und 
> Tatsachen in der Wahrnehmung handeln. 


LAMER, Franz, Repetitorium der Geschichte der 
Philosophie von Fichte bis Wundt. (VII, 83 S. 


80.) Berlin, Vereinigung wissenschaftl. Verleger. 


M 9.—. 


‚HMIEDER, Isidor, Einführung in System und 
Geschichte der Philosophie. Mit Leseproben aus 


den Werken großer Philosophen. Für höh. Schu- 
len bearb. 2., verm. u. verb. Aufl. (VI, 178 5. 
80.) Leipzig, Julius Klinkhardt. Hlwbd. M 24.—. 


UTITZ, Emil, Die Kultur der Gegenwart in den 
Grundzügen dargestellt. (VIII, 292 3. 40.) Stutt- 
вагі, Е. Enke. Geh. M 40.—, Lwbd. M 52.—. 


Nach einer einführenden Gesamtcharakteristik be- 
trachtet der Verfasser die bildenden Künste, Wort- 
kunst und Theater, Bildung und Wissenschaft, Ge- 


sinnung und реко, wirtschaftliches und staat- 
liches Leben, Psychologie und Philosophie. Er ver- 
sucht also, ein 


esamtbild unserer Kultur zu geben 
und die Kräfte aufzuweisen, die in ihr zum Eaten 
oder Bösen wirken. 


KAKUZO OKAKURA, Die Ideale des Ostens. Aus 
dem engl. оеш übertr. у. Marguerite Stein- 
dorff. (224 S. 80.) Leipzig, Insel-Verlag. Pappbd. 
x 4o.—, Lwbd. М 60.—, 50 Expl. in Pergament 

200.—. 


THEOLOGIE 


3EGG, Emil, Der Pretakalpa des Garuda-Purana. 
(Naunidhirama’s Saroddhara). Eine Darstellg. des 
hinduist. Totenkultes u. Jenseitsglaubens. Aus d. 
Sanskrit übers. u. mit Einl., . u. Indicea 
vers. (X, 272 S. Gr.-80.) ' Berlin, Vereinigun 

wissenschaftl. Verleger. M 54.—. S 


‚ER, Georg, Steinvereh bei den Israeliten. Ein 
Beitrag zur — dd allgemeinen Religions- 
geschichte. (VI, 22 $. Gr.-8%.) Berlin, Vereini- 
gung wissenschaftl. Verleger (Schriften der Straß- 
burger wissenschaftl. Gesellschaft in Heidelberg, 
neue Folge, Heft 4). M 6.—. 


ALLFELL, Matthias, Uganda. Eine Edelfrucht am 
Missionsbaum d. kath. Kirche zu Ehren d. seligen 
Ugandamärtyrer. Mit einem Titelbild und einer 
Karte. (VIII, 230 S. 80.) Freiburg i. Br.,:Her- 
der & Co. Geh. M 25.—, Pappbd. M 32.—. 


TA ENER STUDIEN zur historischen an 
ogie. Hera . in Verbind mit E. Eich- 
mann u. a. v.Geo Pfeilschifter, Kempten, Ver- 
lag J. Kösel & F. Pustet. 

Adam, Karl, Die geheime Kirchenbuße nach 
dem heiligen Augustin. Eine Auseinandersetzung 
mit B. Poschmann. (VII, go S. Ст.-80.) М 16.—. 


‚Pfeilschifter, Georg, Die St. Blasianische 
Germania sacra. Ein Bei zur Historiographie 


d. 18. Jh. (XII, 198 S. G80.) M 28.—. 


RATHGEBER, Alphons Maria, Mir strahlet der 
Himmel. Ein Lebensbuch für die Dorfjugend über 
den Glauben. (X, 323 S. 80.) Freiburg i. Br., 
Herder & Co. Geh. M 28.—, appbd. M 36.—. 


SCHWELLENBACH, Robert, Die Erneuerung des 
Abendlandes. Von der Knechtschaft zur Freiheit 
durch das Christentum der Tat. (VIII, 82 S. 8°.) 
Berlin, Vereinigung wissenschaftlicher Verleger. 
M ı 


WEINEL, Heinrich, Die Hauptrichtungen der Fröm- 
migkeit des Abendlands und das Neue Testament. 
Rede, geh. z. Feier d. akadem. Preisverteilung am 
18. Juni 1921 in д. Stadtkirche zu Jena. (27 S. 
Gr.-8°.) Jena, С. Fischer. M 5.—. 


WOLF, Gustav, Quellenkunde der deutschen Refor- 
mationsgeschichte. Bd. a, T. 2. Gotha, Friedr. 
Andr. Perthes. 

2. Kirchliche Reformationsgeschichte. T. 2. (X, 
296 S. 40.) Сеһ. М До.—. 


* MEDIZIN 
| 


MEDIZIN 


BREITENSTEINS Repetitorien. Nr. 5. Leipzig, 
J. A. Barth. i 
5. Maier, Marcus, Repetitorium der Ohrenheil- 
kunde. 3., vollst. umgearb. Aufl. (VI, 55 S. Kl.- 
80.) Geh. M 7.80, Pappbd. M 10.20. 


BRÜNING, Hermann, Kurzgefaßtes Lehrbuch der 
Untersuchung am Krankenbette des Kindes. Mit 
aı Textabb. (VII, 312 S. 40.) Stuttgart, F. Enke. 

` Geh. M 66.—, Hiwbd. M 76.—. 


KARLSBADER ärztliche Vorträge. Bd. 2. Jena, 
G. Fischer. 
Internationaler ärztlicher Fortbildungskur- 


sus mit besonderer Berücksichtigung der Balneo- 
logie und Balneotherapie 1920. Vortragszyklus 


unter Mitw. von A. A. Hijmans van den Bergh 
u.a. veranst. u. herausgeg. vom Stadtrat Karlsbad 
in dessen Auftr. red. von Edgar Ganz. Mit 22 Abb. 
im Text. (XXI, 289 S. Gr.-8%.) Geh. M 36.—, 
Lwbd. M 52.—. | 


GRUNDRISS der klinischen Diagnostik für Stu- 
dierende der Zahnheilkunde und Zahnärzte. Leip- 
zig, Thieme. 

Albu, A., Zahn- und Mundkrankheiten in ıhren 
Beziehungen zu Organ- und Allgemeinerkrankun- 
en. 2. verb. Aufl., nach dem Tode des Verfassers 
era .v. H. Strauß und Erich Becker. (IX, 
271 $. КІ.-80:) Німа. М 39.—. 


HANDATLANTEN, Lehmanns medizinische. Bd. 13. 
München, J. F. Lehmann. 
Hoffa, Albert, Atlas und Grundriß der Ver- 
bandlehre für Studierende und Ärzte. Nach des 
Verf. Tode bearb. v. Rudolf Grashey. 7., wesent!l. 
verm. Aufl. Mit 170 Taf. v. 154 Textabb. (VIII, 
188 S. 8°.) Hlwbd. M 60.—. 


HANDBUCH der praktischen Chirurgie. Begr. v. 
Ernst von Bergmann, Paul von Bruns u. Johannes 
von Mikulicz. In Verb. mit Borchard u. a. bearb. 
u. herausgeg. v. Carl Garrdö, Hermann Küttner u. 
Erich Lexer. 5., umgearb. Aufl. 6 Bde. Bd. ı. 

. Stuttgart, F. Enke. 

І. Chirurgie des Kopfes. Bearb. von Hermann 
Coenen, Fedor Krause u.a. 5.umgearb. Aufl. Mit 
392 teils farb. Textabb. (X, 1226 S. 4°.) Geh, 
M 193.—, Lwbd. M 225. 


HERING, H. E., Pathologische Physiologie. Ein 
Lehrbuch für Studierende und Ärzte. ı. Abt. Die 
Funktionsstörungen des Herzens, der Gefäße und 
des Blutes. (VIII, 120 S. Gr.-8°.) Leipzig, Thieme, 
Geh. M 19.50. 

HUG, Oscar, Thorakoplastik und Skoliose. Mit 64 
Abb. (245 S. 49.) Stuttgart, F. Enke. M 50.—. 

KITT, Theodor, Lehrbuch der allgemeinen Patho- 
logie für Tierärzte und Studierende der Tier- 
medizin. 5. verb. Aufl. Mit 4 Farbentafeln und 
193 Textabb. (XII, 621 S. 4°.) Stuttgart, F. Enke. 
Geh. M ı41.—, Lwbd. M 162.—. | 

KRATTER, Julius, Lehrbuch der gerichtlichen Me- 
dizin. Mit Zugrundelegung d. ‘deutschen u. öster- 


reichischen Gesetzgebung u. ihrer Neuordnu 
2 Bde. Bd. ı. Stuttgart, F. Enke. 

т. Theoretischer Teil. 2., wesentlich егуге 
Aufl. (XVI, 724 S. 40.) Geh. M ı1332.—, Lei 
M 150.—. 

KRAUSE, Rudolf, Mikroskopische Anatomie 
. Wirbeltiere in Einzeldarstellungen. 1. Berlin, V 
| einigung wissenschaftl. Verleger. 

1. Säugetiere. Mit 75 Orig.-Abb. im Text. ^ 
186 5. 40.) М 48.—. | 

MEIROWSKY, Emil, u. Leonhard Leven, Tierrz; 
nung, Menschenscheckung und Systematisation : 
Muttermäler. Ein Beitr. zur vergleichenden № 
phologie d. Haut. Mit 283 Abb. im Text u.: 
ı9 Taf. (79 S. Gr.-8°.) Berlin, Springer. M 4c. 

MERING, Josef von, Lehrbuch der inneren Medi 
Bearb. von O. de La Camp u. a. Herausgez 
Ludolf Krehl. 13., durchges. u. verb. Aufl. 2E 
(4°.) Jena, G. Fischer. Geh. M 110.—, La 
M 140. —. 

1. Mit 113 Abb. im Text. (X, 713 S.) 
2. Mit 204 Abb. im Text u. 8 (1 farb.) Taf. 
771 5.) 

PARREIDT, Julius, Zahnheilkunde. Ein kur: 
Lehrb. f. Studierende, Ärzte u. Zahnärzte. 
umgearb. Aufl. Mit 79 Abb. (VIII, 346 S. 
80.) Leipzig, Joh. Ambr. Barth. Hiwbd. M 45. 


POLANO, Oscar, Geburtshilflich - gynäkologi: 
Propädeutik. Eine theoret. u. prakt. Einf. г 
Klinik u. in d. Untersuchungskurse. 3. u. 
verm. u. verb. Aufl. Mit 96 meist farb. A 
En 195 S. 80.) Leipzig, C. Kabitzsch. Papy: 

о.—. 
















RIBBERT, Hugo, Lehrbuch der allgemeinen Da: 
logie und der pathologischen Anatomie. Herz 
von Johann Georg önckeberg. Mit 860 F: 
8. umgearb. Aufl. (XI, 819 S. Gr.-80.) Leipz 
F. C. W. Vogel. Geh. M 100.—, Lwbd. 120. 


SAMSON, Josef W., Prostitution und Tuberku!: 
Klin. u. sozialmed. Untersuchungen. (IV, 120 
Gr.-80.) Leipzig, Thieme. Geh. M 18.—. 

SCHENCK, Friedrich u. August Gürber, Leitf:: 
der Physiologie des Menschen für Studierende :: 
Medizin und der Zahnheilkunde. 19.—aı. ve 
Aufl. von A. Gürber. Mit 36 Textabb. (VI! 
271 8. Gr.-8°.) Stuttgart, F. Enke. Geh. M 30.- 
Pappbd. M 36.—. 

SCHMIDT, H. E., Kompendium der Lichtbehsr! 
lung. Herausgeg. v. Otto Strauß. Mit 4g Al 
(114 S. Gr.-80.) Leipzig, Thieme. Steif bros: 

2, 

SOBOTTA, Johannes, Atlas der deskriptiven Ar: 
tomie des Menschen. Abt. 1. München, J. F. Ls 
mann. 
т. Knochen, Bänder, Gelenke, Regionen und Me 
keln des menschlichen Körpers. 4. Aufl. Mit ul 
farb. u. 143 schwarzen Abb. auf Taf., sowie : 
z. T. farb. Fig. im Text nach Orig. von Mal: 
K. Hajek. (VIII, 263 S. Gr.-80.) Hiwbd. M 86.— 


— 





+ 18 e | 





* NATURWISSENSCHAFTEN ж 


STRATZ, Carl Heinrich, Die Schönheit des weıb- 


lichen Körpers. Den Müttern, -Ärzten u. Künst- 


lern idmet. 30. u. 31. verm. u. verb. Aufl. 
Mit 335 z. T. farb. Abb. u. 8 farb. Taf. (XVI, 
489 S. 40.) Stuttgart, F. Enke. Geh. M 120.—, 
Lwbd. M ı4ı.—. 


THEDERING, Franz, Das Quarzlicht und seine An- 
wendung in der Medizin. 4. verb. u. erw. Aufl. 
167 S. mit Abb. Gr.-80.) Oldenburg, Stalling. 
eh. M ı5.—, Hlwbd. M 22.—. 


LHLMANN, Friedrich, Lehrbuch der Pharmako- 
therapie für Studierende und Ärzte. Anh.: Arznei- 
dispensierkunde von Robert Burow. (VIII, 449 S. 
40.) Leipzig, F. C. W. Vogel. Geh. M 100.—, 
geb. M 120.—. 


VERÖFFENTLICHUNGEN aus der Kriegs- und 
Konstitutionspathologie. Heft 6—9 (= Bd. a 
Heft 2—5). Jena, G. Fischer. 
6.Rautmann, Hermann, Untersuchungen über 
die Norm, ihre Bedeutung und Bestimmung. Mit 
9 Abb. im Text u. 6 Tab.-Beil. (X, 115 S. 4°.) 
Geh. M 30.—. 

. Koch, Walter, Über die russisch-rumänische 

astratensekte der Skopzen. Mit 33 Abb. auf 
12 Taf. (39 S. 40.) Geh. M 27.—. 
8. Tiedje, Hans, Die Unterbindung am Hoden 
und die ‚Pubertätsdrüsenlehre‘“. Mit ı Taf. u. 
ı Schema. (26 S. 49.) Geh. M 10.—. 
90.Goette,K., Beitrag zur Atrophie des mensch- 
lichen Hodens. (28, vr S. 4°.) Geh M 7.50. 


VOGT, Alfred, Atlas der Spaltlampenmikroskopie 
des lebenden Auges. Mit Anleit. zur Technik u. 


Methodik d. Untersuchung. Mit 370 größtenteils 
farb. Fig. auf 38 Taf. (VII, 136 S. 4°.) Berlin, 
Springer. Lwbd. M 580.—. 
Gleichzeitig erscheint je eine Ausgabe in englischer, 
französischer und italienischer Sprache. | 


WEISS, Richard, Die schnellsten und einfachsten 
qualitativen und quantitativen Untersuchungs- 
methoden zur klinischen Diagnostik speziell des 
Harns, Blutes, Magensaftes, Stuhles für den prak- 
tischen Arzt und Apotheker. Bearb. unter Mitarb. 
von Paul Engelen. Mit Abb. im Text. 2. veränd. 
Aufl. (VIII, 130 S. Gr.-8°%.) Berlin, Fischers 
medizin. Buchh. M 34.—. 


ZAHNHEILKUNDE, Deutsche. Begr. v. A. und 
J. Witzel. Herausgeg. v. O. Walkhoff. (Lex.-8°.) 
Leipzig, Thieme: 

52. Türkheim, Hans, Die Sinnesphysiologia 
der Mundhöhle und der Zähne. Mit g Abb. (55 К 
Geh, M 11.40. 


LEGGE, Thomas M., und Kenneth W. Goadby, 
Bleivergiftung und Bleiaufnahme. Ihre Sympto- 
matologie, Pathologie u. Verhütung mit besond. 
Berücksicht. ihrer gewerbl. Entstehung u. Darst. 
d. wichtigsten gefahrbringenden Verrichtungen. 
Übers. v. Hans Katz f- Herausgeg. u. mit Anm. 
vers. v. Ludwig Teleky. Mit 6 Textabb. u. 2 Taf. 
Nebst einem Anh.: Die deutschen u. deutschösterr. 
Verordnungen zur Verhütung gewerbl. Bleivergif- 
tung. Zusammengest. im Inst. f. Gewerbehygıene: 
v. Else Blänsdort. (VIII, 372 S. Gr.-8°.) 
Springer. M 87.—. 


erlin, 


NATURWISSENSCHAFTEN 


ARLDT, Th:, Tiere der Vorwelt. Mit 32 Abb. 
(144 S. 80.) Leipzig, Thomas. Pappbd.M 17.50. 


Eine gemeinverständliche Darstellung paläontologi- 
scher Probleme. 


e 


FLOERICKE, Kurt, Vogelbuch. Gemeinverst. Natur- 
geschichte d. mitteleurop. Vogelwelt. Mit bo Taf. 
ın Buntdruck nach Orig.- Pen v. Karl Neun- 
zig. Lfg. 3. 4. (S. 71—ı28 mit Abb., 6 Taf. 4°.) 
Stuttgart, Franckh. Je M 4.80. 


GOLDSCHMIDT, Richard, Ascaris. Eine Einfüh- 
rung in die Wissenschaft vom Leben für Jeder- 
mann. Mit 163 Abb. (3008. 8°.) Leipzig, Th. Tho- 
mas. Hiwbd. M 50.—. Ä 

Eine allgemeinverständliche Darstellung biologischer 

Fragen. | 


HANDBUCH der biologischen Arbeitsmethoden. 
Unter Mitarb. von über Aoo bedeutenden Fach- 
männern herausgeg. v. Emil Abderhalden. Lfg. 
37—41. Berlin, Urban & Schwarzenberg. 

Lief. 37. Abt. ı. Chemische Methoden, Т. т. 
Allgemeine chemische Methoden, H. 3. 


Hugo Bauer, Methoden zum Nachweis und zur . 


Erkenn ungesättigter Verbindungen. (S. 463 
bis 542.) М ES 


Luef, 38. Abt. т, T. 3. Allgemeine analytische 
Methoden, H. 5. i 

. Kurt Arndt, Die wichtigsten elektrochemischen 
Methoden. Hartog Jakob Hamburger, Quantitative 
Bestimmung von Niederschlägen auf mikrovolu- 
metrischem Wege. Hans Lieb, Mikroelektrolytische 
Bestimmung des Kupfers. Karl Scheel, Das Ar- 
beiten mit der Makrowage. Emil Abderhalden, 
Das Arbeiten mit der Gewichtszu- und -abnahmen 
automatisch registrierenden Wage. Gustav Emb- 
den, Eine gravimetrische Bestimmungsmethode für 
kleine Phosphorsäuremengen. Josef Herzig, Nach- 
trag zum Artikel „Über Methoxil- und Methyli- 
midbestimmung“. — Titel, Inh., Sachreg. zu 
Abt. 1, T. 3. (S. 845—93r mit Fig., XXV S.) 

15.—. 

Lief, Aa, Abt. ı, T. 8. Zusammengesetzte Ei- 
weißkörper. Proteide. Blutfärbstoffe und ihre 
үрер Einfache Eiweißstoffe. Proteine, 


Otto Schumm, Nachweis und Bestimmung von 
Porphyrin im Blutserum, in der Leber, ın der 
Niere und anderen Organen und in Knochen. Bil- 
dung, Vorkommen und Merkmale des Hämatiıns, 
dessen Nachweis und Bestimmung im Blutserum. 
Thomas B. Osborne und Eduard Strauß, Darstel- 
lung der Proteine der Pflanzenwelt. Friedrich 


* IQ * 


ж RECHT UND STAAT 4 
E 


N. Schulz, Darstellung von kristallisiertem Ei- 
weiß. Franz Samuely und Eduard Strauß, 
Eigentliche Proteine. Eduard Strauß, Proteinoide. 
(5. 351—576.) M h42.—. 
Lief. 4o. Abt. 2. Physikalische Methoden, Т. 1. 
Optische Methoden, H. r. 
Hans Geitel, Photoelektrische Meßmethoden. Rom. 
Schmehlik, Stereoskopische Arbeitsmethoden. Pro- 
jektionsmethoden. Hugo Kaufmann, Methoden zur 
Uê уоп Fluoreszenzerscheinungen. 
170 S. mit Fig.) M 33.—. 
ief. 41. Abt. 5. Methoden zum Studium der 
Funktionen der einzelnen Organe des tierischen 
Organismus, T. 6. Sinnesorgane, H. 2. 
Carl v. Hess, Methoden zur Untersuchung des 
Licht- und Farbsinnes sowie des Pupillenspieles. 
(S. 159—364 mit Fig.) M 39.—. 
HANDBUCH der präparativen Chemie. Ein Hilfs- 
buch für das Arbeiten im chem. Laboratorium. 
Unter Mitw. verschiedener Fachgenossen heraus- 
gegeben v. Ludwig Vanino. 2., vielf. verm. Aufl. 
2 Bde. Bd. ı. Anorganischer Teil. Mit 95 Text- 
abb. (XXIII, 812 S. 4°.) Stuttgart, F. Enke. Geh. 
М :40.—, Lwbd. M 160.—. 


KAYSER, Heinrich, Lehrbuch der Physik für Stu- 
dierende. 6., verb. Aufl. Mit 349 Textabb. (XII, 


RECHT UND STAAT 


BAUM, Georg, Das Recht der Frau. (IX, 210S. 80.) 
Berlin, W. Vobach & Co. M 16.—. 


BETRIEBSRAÄTESCHULUNG. Bericht über eine 
Sachverständigenkonferenz, einberufen v. der Ge- 
sellschaft für Soziale Reform. Vortr. des Referen- 
ten im preuß. Ministerium f. Unterricht Richard 
Woldt. (56 S. 80.) Jena, G. Fischer. M 7.—. 


BONNER STAATSWISSENSCHAFTLICHE UN- 
TERSUCHUNGEN. Herausgeg. v. H. Dietzel, E. 
Kaufmann, R. Smend, A. Spiethoff. (Gr.-80.) 
Bonn u. Leipzig, Curt Schroeder. 

Heft ı: Claus, Rudolf, Die Kriegswirtschaft 
Rußlands bis zur bolschewistischen Revolution. 
(УШ, 155 5.) Кагі. М 25.—. 

Heft 2: Grünfeld, Ernst, Die deutsche Außen- 
handelkontrolle (Die Politik der Sperren) vom 
Kriegsausbruch bis zum Inkrafttreten des Frie- 
densvertrags. (VIII, 100 S.) Kart. M ı16.—. 
Heft 3: König, Heinrich, Die Befestigung der 
Kaufkraft des Geldes; eine Kritik der Vorschläge 
Irving Fishers. (IV, 100 S.) Kart. M 16.—. 

Heft 4: Steinberg, James, Das Geldkapital. 
(VIII, 110 S.) Kart. M 16.—. 


ELLERHOLZ, Helmut, Die rechtlichen Folgen von 
Putschen und Revolutionen. (31 S. Gr.-80.) Ber- 
lin, Vereinigung wissenschaftl. Verleger. M 5.—. 

Der erste Versuch einer gemeinverständlichen Dar- 

stellung des Themas. 


ELSTER, Alexander, Gewerblicher Rechtsschutz um- 
fassend Urheber- und Verlagsrecht, Patent- und 
Musterschutzrecht, Warenzeichenrecht und Wett- 


562 S. 40.) Stuttgart, F. Enke. Geh. M 72. - 
Lwbd. M g90.—. ` 


LINCK, Gottlob, Tabellen zur Gesteinskunde Ё. Сео- 
logen, Mineralogen, Bergleute, Chemiker, Land 
wırte und Techniker zusamm t. 5., verb. Auil 
Mit 8 Taf. (У, 29 5. и. ВІ. Kl.-8%.) Jena, С. 
Fischer. Hiwbd. 15.—. 


PLANCK, Max, Physikalische Rundblicke. — 
melte Reden und Aufsätze. (120 S. Gr.-80.) Leip 
zig, S. Hirzel. Geh. M 20.—, geb. M 30.—. | 


Das Werk enthält u. a. folgende Arbeiten des be- 

rühmten Physikers: Die Einheit des physikalischer 
Weltbildes; Neue Bahnen der physikalischen Erkenn:- 
nis; Das Prinzip der kleinsten Wirkung ; Das Wesc: 

des Lichts. 


HOLLEMAN, Arnold Frederik, Lehrbuch der Che- 
mie. Autor. deutsche Ausg. Anorgan. Teil. Ber- | 
lin, Vereinigung wissenschaftl. Verleger. | 
Lehrbuch der anorgan. Chemie. Für Studierend: 
an Universitäten u. techn. Hochschulen. 17., verb. 
Aufl. Mit zahir. Fig. [u. 2, ı farb. Taf.]. (X, 
476 S. Gr.-80.) Hlwbd. M 50.—. 


bewerbsrecht. (VIII, 300 S. 8%.) Berlin, Vereini- 
ee Verleger. Geh. M 40.—, geb. 


HANDWÖRTERBUCH der Kommunalwisenschaf- 
ten. E у. J. Brix, H. Lindemann u. a. 
1629; (Bd. 2, S. 161—256). Jena, G. Fischer. ` 

15.—. 


HEINDL, Robert, System und Praxis der Daktylo- 
skopie und der sonstigen technischen Methoden der 
Kriminalpolizei. Mit 257 Abb. (655 S. Gr.-8°.) 
Berlin, Vereinigung wissenschaftl. Verleger. Geh. 
М 120.—, geb. M 135. 


JELLINEK, Georg, Allgemeine Staatslehre. 3. Aufl. 
Unter Verwertung des hs. Nachlasses durchges. u. 
erg. v. Walter Jellinek. 3., um ein Verzeichn. der 
Neuerscheinungen verm. Neudr. (XLI, 837 S. 
Gr.-8°%.) Berlin, Springer. М 126.—. 


JERUSALEM, Franz W., Völkerrecht und Sozio- 
peis. (HI, 39 S. Gr.-80.) Jena, G. Fischer. 


LIEFMANN, Robert, Die kommunistischen Gemein- 
den in Nordamerika. (IV, 95 S. Gr.-80.) Jena, 
G. Fischer. M 12.—. 


SPANN, Othmar, Tote und lebendige Wissenschaft. 
2 Abhandlungen zur Auseinandersetzung mit Libe- 
ralismus u. Marxismus. (57 S. Gr.-80.) Jena, G. 
Fischer. M 9.—. 

STIER-SOMLO, Fritz, Die Wandlungen des Preußi- 
schen Städte-, Landgemeinde-, Kreis- und Provin- 


zialrechts in den Jahren 1918—1921. Lfg. ı, 2. 
(128 S. 40.) Oldenburg, Stalling. M 20.—. 


* 20 # 


ж HANDEL UND WIRTSCHAFT « GESCHICHTE / KULTURGESCHICHTE / POLITIK * 





HANDEL UND WIRTSCHAFT 


ARGENTINIEN. Wirtschaft u. Wirtschaftsgrund- 
lagen v. Albert Frölich, Rudolf Großmann, von 
Hauff u. a. Метин. v. Josef Hellauer. (X, 
25r S. Gr.-80.) Berlin, Vereinigung wissenschaftl. 
Verleger. M 36.—. 


BENTEN, Hildegard, Einrichtung und Betrieb einer - 


Großbankfiliale. (82 S. mit Fig. 4°.) Leipzig, 
С. А. Gloockner. M І s SS 

BITTER, Wilhelm, Die wirtschaftliche Eroberung 
Mittelamerikas durch den Bananen-Trust. Organı- 
sation u. imperialist. Bedeutung der United Fruit 
Company. Mit I farb. Karte. (ı45 S. Gr.-80.) 
Braunschweig, G. Westermann. M 30.—. 


BRAUER, Karl, Die Besteuerung der Kriegsgewinne 
in den europãischen Staaten. (124 S. 4°.) Stutt- 
gart, F. Enke. M 28.80. | 


CALMES, Albert, Die Statistik im Fabrik- und Wa- 
renhandelsbetrieb. 6., neu bearb. u. verm. Aufl. 
(УШ, 268 5. mit Diagr. 8°.) Leipzig, G. A. 
Gloeckner. Hiwbd. M 40.—. 


FLOTOW, Georg, Betriebsvereinbarung und Arbeits- 
ordnung. Heft ı der Abhandlungen zum Arbeits- 
recht. Ие. v. W. Kastel u. Sitzler. (XII, 
73 S. 80.) Mannheim, I. Bensheimer. Brosch. 

16.—. 

Eine eingehende Behandlung des Problems der „Ge- 

werkschaften und Betriebsräte‘, das in gleicher Weise 

für die Arbeitnehmer der Betriebe und Gewerkschaf- 
ten wie für die Arbeitgeber und ihre Verbände von 
größter Bedeutung ist. 


FORSCHUNGEN, Betriebs- und finanzwirtschaft- 
liche. Herausgeg. v. F. Schmidt. H. ı4. Leipzig, 
G. A. Gloeckner. 

Schmidt, Fritz, Die organische Bilanz im Rah- 
men der Wirtschaft. (VIII, 133 S. Gr.-8°.) 


GLOECKNERS LEHRBUCH der deutschen Han- 
delskorrespondenz. Zum Gebr. in Handelsschulen, 
Kontoren u. beim Selbstunterricht. 9. Aufl. Um- 
gearb. v. Willi Völkner. (IV, 258 S. 8°.) Leipzig, 
С. A. Gloeckner. Hlwbd. M 30.—. 


HANDELS-BÜCHEREI, Gloeckners. Herausgeg. v. 
Adolf Ziegler. Bd. 32, 36, 74—78. (8°.) Leipzig, 
G. A. Gloeckner. Jo M 6.—. 


32. Schippel, Max, und Otto Schoele, Die . 


Organisation des bargeldlosen Zahlungsverkehrs in 
Deutschland. (II, 120 S.) er 
36. Graven, Hubert, Das Wechselrecht nach 
der deutschen Wechselordnung. 2., verm. Aufl. 
(VIII, 123 S.) 

20. Mantel, Fritz, Die Angestelltenbewegung in 
eutschland. (VI, 105 S.) 
75. Rheinstrom, Heinrich, und Arthur Bauck- 
ner, Die direkten Reichssteuern. (IV, 116 S.) 
6. Kürbs, Friedrich, Das Speditions-Geschäft. 
dei, 116 S. mit Abb., ı Formular. 
77. Seufert, G., Mahnverfahren, Klage, Zivil- 
prozeß, Prozeßkosten. (IV, 123 S.) 
78. Koburger, Joseph, Die Privatversicherung 
im Dienste des Kaufmanns. (IV, 124 S.) 

MAUER, Hermann, Die private Kapitalanlage in 
Preußen während des 18. Jahrhunderts. Aus dem 
handschriftlichen Nachlaß des Verfassers heraus- 
gegeben v. Eduard Wegener. (XIV, 97 S. Gr.-8°.) 

annheim, I. Bensheimer. Brosch. M 20.—. 

PAPE, Ernst, Grundriß der doppelten Buchführung 
aus dem Wesen der kaufmännischen Unterneh- 
mung erklärt. 2., verb. Aufl. (IV, 88 S. mit Fig. 
Gr. т 80.) Leipzig, G. A. Gloeckner. Pappbd. 
М 16.—. 

SCHILLING, Julius, Don Basilio oder Praktische 
Anleitung zum mündlichen und schriftlichen Ver- 
kehr im Spanischen. 7. u. 8. Aufl. Neu — 
v. Hermann Otto Ammann. (VII, 158 S., S. ı 
bis 200. 80%.) Leipzig, G. A. Gloeckner. Hiwkd. 

20.—. 
SCHULZE, Franz, Einfache und doppelte Buch- 


`. führung für den Selbstunterricht nebst Einfüh- 


in die Fabrikbuchhaltung. a Teile. Leipzig, 

G. A. Gloeckner. Je M 12.—. 

т. Einfache Buchführung. (76 S. 80. 

2. Doppelte Buchführung. ( ı S. 80) _ 
STAHL, Friedrich, Einfü їп die Volkswirt- 
, schaftslehre. Mit zahlr. Tabellen und graph. Darst. 

(135 S. 80.) Breslau, Ferd. Hirt. Kart. M 15.—. 
Das Werk, das in knappster Form alles gibt, was 
zur Einführung in das Verständnis des wırtschaft- 
lichen Geschehens unerläßlich ist, eignet sich beson- 
ders für Unterrichtszwecke.: 

ZIMMER, H. W., Die Stille Beteiligung an kauf- 
mänrmischen Unternehmen. (16 S. бт 80) Alten- 
burg, Н. А. Ріегег. М 2.—, | 


GESCHICHTE, KULTURGESCHICHTE, POLITIK 


EICKHOFF, Richard, Die interparlamientarische 
Union (1889—1914). Der Vorläufer des Völker- 
bundes. (4o S. Gr.-80.) Berlin, Deutsche Verlags- 
gesellschaft f. Politik u. Geschichte. M 7.50. 

FEHR, Otto, Die Märzoffensive 1918 an der West- 
front. Strategie oder Taktik? (48 S. 80.) Leipzig, 
K. F. Koehler. Brosch. M 10.—. 

An Hand der Akten der Obersten Heeresleitung und 

der Heeresgruppen hat der Verfasser eine eingehende 


Untersuchung über die Grundlagen des militärisch 
bedeutungsvollsten Entschlusses des Weltkrieges an- 
gestellt. 


HOEPPNER, von, Deutschlands Krieg in der Luft. 
(200 S. 80.) Leipzig, K. F. Koehler. Hlwbd. 
ho.—. 
Das authentische Werk über den Luftkrieg aus der 
Feder des Kommandierenden Generals der deut- 
schen: Luftstreitkräfte. 


+ от + 


x KARTEN*BIOGRAPHIE / BRIEFE /MEMOIREN + 





HOFFMANN, Paul Th., Der mittelalterliche Mensch. 
Gesehen aus Welt und Umwelt Notkers des Deut- 
schen. Gotha, Frdr. Andr. Perthes. Geh. M 40.—, 
geb. M 50.—. 

Der Verfasser macht den Versuch, sich gleichsam 

auf den Platz eines hervorragenden Menschen des 

Mittelalters zu stellen, um von da aus durch Einfüh- 

lung seine Umwelt zu erfassen. 


HOFMANN, Albert von, Politische Geschichte der 
Deutschen. (720 S. 80.) Stuttgart, Deutsche Ver- 
lags-Anstalt. Hlwbd. M 80.—. 

Der neue Band führt vom 9. bis zur Mitte des 13. 

Jahrhunderts. Im Mittelpunkt stehen die Könige und 

derKampf zwischen weltlicher und eistlicher Macht. 

Eine Einleitung schildert die kulturellen Grundl ; 

an geeigneten Stellen sind zusammenfassende Dar- 

stellungen über Wesen und Werden der Ministeria- 
len, der Städte, der landesfürstlichen Gewalt und 
ähnlicher Einzelheiten eingeschaltet. 


MARCKS - FESTSCHRIFT. — Von staatlichem 
Werden und Wesen. Festschrift, Erich Marcks 
z. 60. Geburtstag dargebracht von Ludwig Berg- 
strässer, Manf bakat Arnold Oskar Meyer, 
Karl Stählin, Veit Valentin, Otto Westphal, Karl 
Wild, Wolfgang Windelband. Mit einem Bildnis. 
(254 5. Gr Stuttgart, Сона. М 45.—. 

Die acht Studien aus geistesgeschichtlichem, einzel- 

staatlichem und universalhistorischem Gebiete erhal- 

ten ihre innere Einheit durch die den Mitarbeitern 
mit Erich Marcks gemeinsame Art geschichtlichen 

Betrachtens. Hervorgehoben seien die Aufsätze von 

Meyer „Kants Ethik und der preußische Staat“, 

Wild „Die freundschaftlichen Beziehungen Englands 

zur Türkei‘ und Stählin „Orient und Okzident im 

Ablauf der indischen Staatengeschichte“. 


RUGEL, Eugen, Die Katastrophe von Oppau 1921. 
Schlaglichter auf Zeit und Menschen. (Х, 69 5. 
80.) Mannheim, J. Bensheimer. M 7.50. 


SAHRMANN, Adam, Pfalz oder Salzburg? Ge- 
schichte d. territorialen Ausgleichs zwischen Bayern 
u. Österreich von 1813—1819. Nach den bayer. 
Quellen bearb. Mit ı eingedr. Karte. (VIII, 97 S. 
Gr.-80.) München, R. Oldenbourg. M 14.—. 


KARTEN 


FLEMMINGS GENERALKARTEN, Berlin, Flem- 
ming & Wiskott. Je M 6.50. 
36. Provinz Schlesien. Die Karte zeigt die 


Entscheidung des Völkerbundes. 1ı: 510000. Mit ` 


| Nebenkarten. (62,5X81 cm. Gr.-8°.) 

67. Oberschlesien. Die Karte zeigt die Ent- 
scheid, d. Völkerbundes. 1 : 300 o00. (56X63 cm. 
Gr.-8°.) 


SCHUBART, W., Das alte Ägypten und seine Papı 
rus. (34 S. 80.) Berlin, Vereinigung wissenschafil. 
Verleger. M 4.—. 

Die kleine Schrift sucht in knapper Fassung d: 

wichtigste vom Papyrus und seiner Bedeutung fü: 

Ägyptens Kulturgeschichte mitzuteilen. 


SELIGMANN, S., Die Zauberkraft des Auges un! 
das Berufen. Ein Kapitel aus der Geschichte de, 
Aberglaubens. Mit 69 Abb. im Text und auf Ti. 
(XXXVIII, 566 S. Gr.-8%.) Hamburg, Fried: 
richsen & Co. Geh. M 120.—, Lwbd. M ı5o.-. 

Das Werk behandelt die Erscheinung des „böx: 

Blicks‘ und den damit im Zusammenhang stehend: 

Glauben an das ‚„Beschreien“ oder „Berufen“. Du 

Werk ist auf Grund jahrzehntelanger wissenschaft 

licher Arbeit verfaßt mit Unterstützung Hamburg: 

Stiftungen und amerikanischer Universitätskreise. 


WINTERHALDER, Theodor, Die österreichish- 
ungarische Kriegsmarine im Weltkriege. (80 $, 
80.) München, J. F. Lehmann Verl. M 7.—. 


WRIESBERG, v., Heer und Heimat 191 4/18. Ег. 
innerungen an die Kriegsjahre im Kgl. Ргеш. 
Kr.-Min. (270 S. 8°.) Leipzig, K. P. Rok, 
Hlwbd.M 42.50. 

Dieser Bericht des Preuß. Kri inisteriums ge 

stattet einen rückhaltlosen Einblick in die umfasser- 

den Leistungen der Heeresverwaltung in Bezug aui 

Neuformationen, Ersatzschaffung für das Heer wi 

Bereitstellung der Arbeitskräfte für die Heimat. 


GRIBBLE, Francis, Franz Joseph. T jo eine 
Kaiserhauses. Nach d. engl. Orig. übers. von Ed- 
ar Neumann. Mit einem Vorw. v. Paul Dober. 
(XVI, 205 S. 80.) Berlin, ЕЁ. Fontane & Co. Gel. 
M 18.—, geb. M 


SAINT-SIMON, Der Hof Ludwigs XIV. Nach фо 
Denkwürdigkeiten des Herzogs Saint-Simon ber 
ausgegeben und eingeleitet von Wilhelm Weigand. 
Übertr. v. Arthur Schurig. 2., verm. Aufl. Mi 
34 zeitgenössischen Bildern. (494 5. Сг. - 8.) 
Leipzig, Insel-Verlag. Hlwbd. M 150.—, Hldrı. 

230.—. | | 


25.—. 





72. Berlin und weitere Umgebung. 1: 200 000. 
(81х63,5 ср. Сг.-80.) | 
KRAUSS, Paul, Verkehrskarte von Deutschland o? 
Deutsch-Österreich. 8. Ausg. mit Sonderkt. de 
Rhein.-Westf. Industriegebiets u. Darstellung de 
von der Entente besetzten Gebiete. ı: ı 500.000. 
7 cm. 4°.) Leipzig, Bibliograph. Institut 
7.50. | 


BIOGRAPHIE, BRIEFE, MEMOIREN 


BENEKE, Rudolf, Rudolf Virchow. Ein Gedenk- 
blatt zur 100. Wiederkehr seines Geburtstages. 
(55 $. 40.) Jena, G. Fischer. M 9.—. 

CHODOWIECKI, Daniel, Briefe an Anton Graff. 
Herausgeg. v. Dr. Charlotte Steinbrucker. Mit 


ı7 Taf. (VIII, 2048. 80.) Berlin, Vereinigus 
wıssenschaftl. Verleger. Geb. M ı50.—. 
Der Band enthält ı23, bisher nie Ман a 
öffentlichte Briefe, die über das persönliche 
der beiden Künstler und auch zur Kunstgeschichte 


+ 22 + { 


LITERATUR- UND SPRACHWISSENSCHAFT * JUGENDBEWEGUNG — UNTERRICHT ж 








er Zeit wichtige Mitteilungen enthalten. Da die 
instler mit den Briefen sch ihre Arbeiten zu- 
ıdten, sind sie auch Belege für viele, sonst nicht 
rzeichnete Werke. Die Tafeln zeigen Reproduk- 
pen meist unveröffentlichter Zeichnungen Chodo- 
eckis. 


„ATEN, Graf A t von, Briefwechsel. Hrsg. 
von Ludwig von Scheffler und Paul Bornstein. 
Drei Bände. München, Georg Müller. Hiwbd. 
M 2a40.—, Hidrbd. M 360.—. 

Bd. III. (332 S. Gr.-80%.) Einzelpreis für diesen 
in neu ersch. Bd. Hlwbd. M 150.—, Hldrkd. 
M 165.—. 


AITZ v. FRENTZ, Emmerich, Der ehrwürdige 
Kardinal Robert Bellarmin S. J., ein Vorkämpfer 





für Kirche und Papsttum 1542—1621. Mit 7 Bil- 
dern. (XIII, 229 S. 80.) Freiburg i. Br., Her- 
der & Co. Geh. M 24.—, Pappbd. M 30.—. 


REUTER, Gabriele, Vom Kinde zum Menschen. 
Die Geschichte meiner Jugend. Mit 12 Abbild. 
> S. 80.) Berlin, S. Fischer. Geh. M 4o0.—, 

Iwbd. M 55.—. 


‚ROLAND-HOLST, Henriette, Jean Jacques Rous- 


seau. Ein Bild seines Lebens und seiner Werke. 
(VII, 225 S., 5 Taf. Gr.-80.) München, Kurt 
Wolff. Geh. M ı15.—, geb. M 28.—. 


WITKOP, Philipp, Heinrich von Kleist. (276 S. 
80.) Leipzig, Haessel. Geh. M 42.—, geb.M 52.—. 


‚ITERATUR- UND sp RACHWISSENSCHAFT 


ORCHERDT, Hans Heinrich, Die ersten Ausgaben 
von Grimmelshausens Simplicissimus. Eine krit. 
Untersuchung. Mit 9 eingedr. Nachbildungen. 
(64 S. Gr.-86.) München, Н. Stobbe. M 40.—. 


RIEDMANN, Wilhelm, Dante. Gedächtnisrede. 
(24 S. Gr.-80.) Leipzig, F. Meiner. M 4.50. 


IEYGRODT, Robert Heinz, Die Lyrik Rainer Maria 
Rilkes. Versuch einer Entwicklungsgeschichte. 
Freiburg i. Br., Bielefelds Verlag. Geh. M 25.—, 
geb. M 30.—. 


as Werk will einen Schlüssel zum Verständnis der 
edankenschweren Lyrik Rilkes und seines geheim- 
isvollen Erlebens geben. Wertvoll sind auch die 
‚bschnitte über die aus dem Buchhandel verschwun- 
enen Jugendwerke Rilkes. 


JACOBSOHN, Siegfried, Max Reinhardt. 4. u. 5. 
völlig veränd. Aufl. (VIII, 152 S. Gr.-80.) Ber- 
lin, E. Reiß. M 30.—. 

MARTENS, Kurt, Die deutsche Literatur unserer 
Zeit in Charakteristiken und Proben. Mit 31 Por- 
trättafeln und zahlreichen Faksimiles. (544 S. 
Lex.-80.) München, Rösl & Co. Lwbd. M 140.—, 
Hldrbd. M 185.—, Ldrbd. M 380.—. 


WARTBURG, Walther von, Französisches Etymo- 
Jogisches Wörterbuch. Lfg. т. (112 5. Іех.-80.) 
— und Leipzig, Curt Schroeder. Broschiert 

30.—. 

Das ganze Werk wird etwa 20 Lieferungen um- 

fassen und eine Darstellung des gesamten Sprach- 

gutes werden, das seit dem Zerfall des Römerreichs 
auf dem Boden des französischen und provenza- 
lischen Sprachgebietes gelebt hat. 


IUGENDBEWEGUNG, PÄDAGOGIK, UNTERRICHT 


JAERWALD, Friedrich, Das Erlebnis des Staates 
in der deutschen Jugendbewegung. (45 S. Gr.-80.) 
Berlin, Deutsche Verlagsgesellschaft £. Politik u. 
Geschichte. M 10.—. 


3LAUM, Kurt, Die Jugendwohlfahrt. Mit Beitr. у. 
Adolf Würtz u. a. (IV, 311 S. Gr.-80.) Leipzig, 
Julius Klinkhardt. Hlwbd. M 45.—. 


IOHN, K., Rechenbuch für einfache Fortbildungs- 
schulen. 7. Aufl. neubearb. von Carl Reimann. 
(62 S. 80.) Leipzig, Julius Klinkhardt. M 5.—. 


SEN Wéiee Elsbeth Brandt, Fritz Rauch, 

Neuseitlicher Anf unterricht. Erf en aus 

d. бешик m d. beiden — 
jahren mit Anschlußstoffen f. d. Erlebnisunter- 
richt. Ausgew. nach d. Magdeburger Grundschul- 
lehrpl. (VII, 4 5. mit Abb. 8°.) Bielefeld 
und Leipzig, Velhagen & Klasing. M 27.60. 


LERNEN und Lachen. Des Kindes erstes Lesebuch. 
Im Auftr. д. Breslauer.Lehrervereins herausgeg. 
v. Paul Fischer, Fritz Rupprecht u. a. Z. T. farb. 
Bildschmuck v. L. Burger. (111 S. 80.) Breslau, 
Ferd. Hirt. M 10.—. 


SAMMLUNG von Lehrbüchern für den Pädagogik- 


Unterricht. Herausgeg. v. Artur Stössner. Bd. 1. 
Leipzig, Julius Klinkhardt. 

Stössner, Artur, Lehrbuch der pädagogischen 
Psychologie. Auf Grundlage d. physiol.-experim. 
Psychologie bearb. Mit 4ı Fig. im Text u. zahlr. 
Anwendungsaufgaben. 8., = Aufl. (X, 264 S. 
80.) Hlwbd. M 22.—. 


TUMLIRZ, Otto, Einführung in die Jugendkunde 


mit bes. Berücks. d. experimentell-pädagog. For- 
schungen. Bd. 2. Leipzig, Julius Klinkhardt. 

2. Die geistige Bildsamkeit der Jugendlichen. (IV, 
262 5. Сг.-80.) Pappbd. M 40.—. 


и 23 + 


TECHNIK*+ LANDWIRTSCHAFT «SCHÖNE LITERATUR 





TECHNIK 


FRAENCKEL, Alfred, Theorie der Wechselströme. 
2. erw. u. verb. Aufl. Mit 237 Textfig. (VIII, 
352 S. 80.) Berlin, Springer. Сер. М 63.—. 

Das Buch wendet sich an die Lehrer und Schüler 

technischer Hoch- und Fachschulen und an jüngere 

Praktiker. 


SKIRL, Werner, Meßgeräte und Schal zum 
ln von | тше. Mi 
99 Textfig. (VI, 128 S. 80.) Berlin, Springer. 
Pappbd. M ш — 

Das Buch bildet eine Ergänzung zu dem vor kurem 

erschienenen Werk ‚„Meßgeräte und Schaltungen für 

Wechselstromleistungsmessungen”. Es wendet sich 

an den Praktiker der Elektrizitätsbetriebe, aber auch 

an Studierende der Elektrotechnik. | 


STEPHAN, Paul, Die technısche Mechanik des Ma- 
schineningenieurs mit besonderer Berücksichtigung 
der Anwendungen. Bd. 2. Die Statik der Ma- 
schinenteile. Mit 276 Textfig. (IV, 268 S. Gr.- 
80.) Berlin, Springer. Hlwbd. M 54.—. 

Das Werk gibt neben der theoretischen Behandlung 

ein Bes Zahlen- und Erfah aterial in einer 


für die Praxis verwendbaren Form mit durchgeführ- 


LANDWIRTSCHAFT 


CASPARI, Helene, und Elisabeth Kleemann, Das 
Landkochbuch. Anleitung zur Herstellung nahr- 
hafter, schmackhafter und preiswerter Kost. Für 
landw. Haushaltungsschulen u. ländl., sowie städt. 
Haushaltungen. 4., neubearb. Aufl. herausgeg. v. 
Helene Caspari. (VIII, 311 S. 8°.) Berlin, Parey. 
Hlwbd. M 24.—. i 


FRUWIRTH, Carl, und Theodor Roemer, Einfüh- 


rung in die landwirtschaftliche Pflanzenzūchtung. ` 


Mit 27 Textabb. u. 4 Taf. (IV, 150 S. 80.) Berlin, 
Р. Parey. Hiwbd. M 36.—. 


a 


ten Rechnungsbeispielen. Auf den ersten Band i! 
gemeine Statik) haben wir schon früher aufm= 
sam gemacht. Es folgen in unmittelbarem Ansch': 
„Bewegungslehre und Dynamik“ und „Festigke: 
lehre‘“ als Bd. 3 u. 4. | 


WERKSTATTBÜCHER für Betriebsbeamte, \| 
und Facharbeiter. Heft 5—8. (Gr.-80.) Bei 
Springer. | 
5. Buxbaum, Bertold, Das Schleifen der ¥ 
talle. Mit 71 Textfig. (65 S.) M 6.60. | 
6. Pockrandt, Wily, Teilkopfarbeiten. 'l 
23 Textfig. (45 S.) M 6.—. 

8. Simon, Eugen, Härten und Vergi: 
dE 
1. Stahl und sein Verhalten. Mit 52 Fig. u. ô ZJ 
lentafeln im Text. (53 S.) M 7.—. 
2. Die Praxis der Warmbehandlung. Mit 92 F 
u. 10 Zahlentaf. im Text. (59 S.) M 6.60. 


WACH, Edmund, Selbstanfertigung photogra;- 
scher Behelfe. Eine Anleit. zur Herstell рк 
aphischer Gebrauchsgegenstände ner V erw 
ung einfachster Hilfsmittel. Mit 179 Abb. 
236 S. 80.) Stuttgart, Union. Pappbd. M 30- 











LICHTENBERG, Martha, Landwirtschaftliche Hz- 
haltungskunde. Ein wirtschaftliches A-B-C 
Bauernfrau u. Lehrb. f. Haushaltungsschulen. . 
neubearb. Aufl. Mit 147 Textabb. u. 3 farb. T: 
I 360 S. 8°.) Berlin, P. Parey. Let: 
M 


2.—. 


SCHWARZER, Hermann, Landwirtschaftliche \. 
schinenkunde. 2., neubearbeitete Aufl. Ми :: 
Textabb. (XVI, 284 S. Gr.-8°.) Berlin, P. Par: 
Hlwbd. M 62.—. | 


SCHÖNE LITERATUR 


BAUDISCH, Paul, Der Mann mit der schwarzen 
Warze oder Der Spiegelfechter. Roman. Berlin, 
Reiß. Geh. M 28.—, geb. M 35.—. 


BORRMANN, Martin, Venus mit dem le ses 
Erzählung. Mit Zeichnungen von Sigfrid Sebba. 
Berlin, Rowohlt. Geh. M 20.—, geb. M 30.—. 


CHAMBERLAIN, Houston Stewart, Herrn Hinke- 
beins Schädel. Gedankenhumoreske. München, 
F. Bruckmann. Geh. M 15.—, НІмЬа. M 24.—, 
Lwbd. M 36.—. 


DORNIER, Marcel, Geschichte von einem Himmel- 
bett, welche in der Hölle beginnt, aber im Himmel 
endet. (192 S. 80.) Stuttgart, Cotta. Geh. M 14.—, 
Hiwbd. M 24.—. 

FREISSLER, Ernst W., Junge Triebe. Roman. 
(307 $. КІ. - 80.) München, A. Langen. Geh. 
M 24.—, Lwbd. M 36.—. 


HALBACH, Fritz, Die Magd. Erlebnisse eines Kr: 
ben. Roman. Gotha, Frdr. Andr. Perthes. G= 
М 20.—, geb. M 26.—. 

1SEMANN, Bernd, Die Lederkappen. Eine Räul-' 

eschichte aus Großväterszeit. (ro S. KLS 
eilbronn, W. Seifert. Pappbd. M 15.—. 

KYBER, Manfred, Halbmast geflaggt. Nordische bı: 
schichten. N. F. (223 S. 80.) Heilbronn, W. S4 
fert. Pappbd. M 20.—, Vorzugsausg. M 20.- 
Hldrbd. M 80.—. 

LAUCKNER, Rolf, Sonate. Kammerspiel in 3 Sätze 
(81 S. 80.) Berlin, E. Reif. М 16 

LOERKE, Oskar, Die heimliche Stadt. Gedich': 
(154 S. 80.) Berlin, S. Fischer. Brosch. M 24.- 
geb. M 34.—. 

PONTEN, Josef, Der Knabe Vielnam. Fünf X: 
vellen. Szenen einer Jugend. (152 S. 80.) Beris 
S. Fischer. Geh. M 16.—, Hlwbd. M 26.—. 


* 24 +% 


SYAUH, Ilse von, Griseldis. Dramalısche Dichtung (132 5. Kl.-8°.) Leipzig, Grethlein. Geh. M 16.—, 
in einem Vorspiel und drei Akten. Kempten, Hiwbd. M 30.—. | 
Kösel & Pustet. Geh. M 25.—, Pappbd. M32.—, WIGMAN, Mary, Die sieben Tänze des Lebens. 


Lwbd. M 35.—. —— (16 S. 80.) Jena, E. Diederichs. 
N kone Hamat oai Domai ZERKADTEN. Heinrich; Der Маз Пана Ка 


velle. Kempten, Kösel & Pustet. Geh. M. 15.—, 
WENGER, Lisa, Die Altweibermühle. Ein Märchen. geb. M 20.—. 


ILLUSTRIERTE BÜCHER, | 
LIEBHABERDRUCKE, ORIGINALGRAPHIR 


\WWALUN-DRUCKE. Wien, Avalun-Verlag. GANYMED. Jahrbuch für die Kunst. III. Bd. 
IX. Keller, Gottfried, Der Schmied seines Herausgeg. v. Meier-Graefe. Geleitet von Wilhelm . 
Glückes. Mit то farb. Holzschnitten v. Hans Ale- Hausenstein. Mit original-graphischen Blättern von. 
xander Müller. | Corinth, Slevogt, Beckmann, Großmann, Hofer, 
X. Villiers de l'Isle-Adam, Visionen aus dem Kubin u. a., 23 Farbenlichtdrucken und 6o Tafeln 
Osten. Ми то Originalradierungen von Richard in Doppelton-Lichtdruck. (218 S. Gr.-4°.) Mün- 
Teschner. chen, Piper & Co. Hiwbd. M 400.—; 200 Expl. 
XI. Nodier — Flaubert — Asselineau, num., in Halbpergt. geb. mit der Ganymed-Mappe 
Bibliomanen. Drei Erzählungen in Übertr. von mit 13 sign. Originaldrucken M 850.—. 


Erwin Rieger herausgeg. von G. A. E. Bogeng. — у 
Mit rigin jerungen iner- GEIGER, Willi, Tauromachie. 31 Radierungen, da- 
Шела Ө иш von: Hugo: Stamps von eine als Titelblatt. Text v. A. L. GE Leip- 


Prag. 
J Expl. Nr. 1— iedes Kunstblatt zig, E. A. Seemann. 15 Expl., jede Rad. sign. in 
Je foo e? ш, in Leder” Ss je M — Ganzleder mit Original-Zeichnungen M 3000.—; 


Nr. 201—400 vom Künstler einmal signiert in Nr. 1—ı00 ebenf. sign. in Hpergtbd. M 1500.—. 
Hldr. уе М 540.—. | GOETHE, Erwin und Elmire. Ein Schauspiel mit 
XII. Balzac, Honoró de, Sarrasine. Mit Io Ra- Gesang. Komponiert von Anna Amalia. Herzo- 
dierungen v. Karl M. Schultheiß. Nr. 1—10 једе gin zu Sachsen - Weimar - Eisenach. Nach der 
Rad. vom Künstler signiert, außer Text ig Mappe - handschriftlichen Partitur bearb. und zum ersten- 
vergriffen; Nr. 11—100 ohne Mappe M 060.—; mal herausgeg. v. Max Friedlaender. (178 S. Gr.- 
Nr. r01—400 einmal sign. in Hldr. geb. 1 540.—. 40.) Leipzig, C. F. W. Siegels Musikalienhand- 
ME | lung. 600 Expl. Pappbd. handgeb. M 200.—; 50 

‚RCHIPENKO, 13 оа ыытары, darun- Expl. auf Kupferdeuckpapiir A Ldr. M 2000.—. 
a D — KE cm.) Sen | non Nachdem bereits früher von Friedlaender einige 
wi УМ Kir 8 COS JSPSNPapIeT, ” Nummern aus dieser höchst interessanten Komposi- 
EE =ч, tion veröffentlicht waren, wird hier zum erstenmal das 


RNIM hi : Е . ganze Werk dargeboten, das Anna Amalia als eine der 
Foderzeichngn. ee ES liebenswürdigsten Singspielkomponisten des 18. Jahr- 


— hunderts zeigt. Die Herstellung des Werkes, das 
Teg Geb: M go> a00 Aum. u. aga. Expl. in stilreiner zeitgenössischer Notenform tochen 


= no. ; ох wurde, überwachte Walter Tiemann, der sıch dabei 
me Р РЕ ` erstmalig mit dem Problem des bibliophilen Musik- 
We ON werkes befaßte. 


ODEX AUREUS, Der, der bayrischen Staatsbiblio- GROSSMANN, Rudolf, Das Dorf. 10 [9 farb.] 
thek. Herausgeg. v. Georg Leidinger. Mit 253 Taf.  Lithogr. (2 S., ro Taf. 57,5X38,5 a Berlin, 
in Farbendruck. München, Hugo Schmidt. Pergt.- Е. Rowohlt. Bessere Ausg. (10 Expl.), auf Ja- 
band M 25000.—. an - Bütten mit ı Orig. - Skizze. Hperg. - Mappe 


(ORINTH, Lovis, Im Paradies. Sieben farbige Litho- 1400.—; Einf. Ausg. Hlw.-Mappe M 600.—. 


raphien, davon eine als Titelblatt. Leipzig, E. A. . . 
a Nr. I—X in Probedrucken * Japan, rer x nr erg че 
denen für jedes Blatt ein Druck des ersten Zu- Ве Bruno Camiran. 30 эшл. а сашп. Бйр: 
standes beigegeben ist. Hpergt.-Mappe M 4000.—. auf Bütten. Subskr.-Pr. M 300.—. 68. 

Nr. 1—6 auf Bütten, signiert. Halblw.-Mappe j Ren 5 
M 2500.—. Nr. 7—100 sign. M 1000.—. Derselbe, Sträflinge. Lithographie. (Papiergr. 37,5 


AUDET, Die Abenteuer dr Ham Тыш aus Ken Brust Den Sur Pr Mn 


Tarascon. Neu übers. v. Klabund. Mit 20 Voll- 
bildern und ca. 70 Vignetten v. Georg Grosz. HAENSEL, Carl, Der Tanz. Novellen. (100 S. 80.) 
(193 S. Lex.-80.) Berlin, Reiß. M 35.—. München, G. Müller. Geh. M 60.—, geb. M 90.—. 


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ТР" * — 


ERMANM. Erich, Zosi Bildeusradermeger Мах 
Leteraacng I. Vorzeransuent. II Halbes Profil 
Гр, E A. tomam. Nr. ı— 35 auf зра, 
‚a Kärstisr a. a Lebermaun sen M 3 —; 
As Zr-—-Ze, af Eëten M 150.—. 

HOFFMANN, Emst These Amalcus, Lebcos-Arn- 
Snarıgtie des siimexssters Jctannes Äresier 
n ii gen Manz Mt & bandberna;- 
Gen, arr. Eidem u. 17; Zierstücken v. Huzo 
Wion Ren beriuserg. v. Kischard Beß. : 3% =. 
25., Wirchen, Faai & Cie. Lwbd. Y go.—, Hat- 
Ard.M 15. —, 14е. И 350. —. 

KOLEE, Gerz, Eire Tinzrm. ı2 getuschte Sw- 
Airiiites. Lerpog, E. A. Seemann. 39 Expl. 

. sign. und ramm. M bo.—; 209 ExpL M on —. 

KLEIN, Alfrei, Nach Damaskus. ı8 Steinzeichnen. 
nach Sirr gieichnamizer Trilogie. (Fol.) 
Märden, Gag Müber. Nr. I—L sign. m Perga- 
menunappe M %0.—; Nr. 1—32 in Halbpergt.- 
Mappe Й 350.—. 

LIERERMANN, Мах, Drei Steinzeichnungen zu 
„Tobias. (Papiergr. je 26/33 cm; Bilder. je ca. 
15/20 сїй. rlın, brano Cassirer. Je 50 num. 
und ven. Drucke auf Bütten. Subekr.-Preis je 
M Geen. 

Derseibe, Gartenterrase. Radıerung. (Papiergröße 
31/38 an; Bildgr. 24X17,3 cm.) Ebenda 100 
nısm. u. sign. Drucke auf Bütten. Subskr.-Preis 
М 1200.—. 


MARIENBCCHLEIN, Das. S Meisterwerke 
d«r Malerei. (64 S. K1.-8°.) Stuttgart, Hoffmann. 

Pappbd. M 7.50. 

Das Kochlein enthält die berühmtesten Madonnen- 

aller mit einleitenden Versen von Joseph von 

Kichendorff. 


MASEREEL, Frans, Die Passion eines Menschen. 
29 Holzschnitte. München, Kurt Wolff. Nr. 1—50 
sign. Ldr. M 800.—; Nr. 51—750 Hidr. M 250.—. 

MEID, Hans, Arkadische Landschaft. Radierung. 
(Рарієгрт. 51х34 cm; Bildgr. 33,5X24,5 cm.) 
Berlin Bruno Cassirer. 50 num. u. sign. Drucke 
auf Bütten. Subskr.-Pr. M 800.—. 

Derselbe, Liebesgarten. Radierung. (Papiergröße 5ı 
73h cm; Bildgrı 31%X27 cm.) Ebenda. 50 num. u. 
sign. Drucke auf Bütten. Subskr.-Pr. M 800.—. 

PAUL, Jean, Vergessene Schriften. Hera . ү. 
Hichard Rie. Mit § handkol. eingedr. Vollbildern 


e тап. жиын Zoerstücken v. Rolf voo Hi 
sxiemam 133 Ss KLS: München, Rdg. 
Pxocä M an Dick М $о.—, lo 
М :ю —. 
PEUCKERT. WI Esch. Apokalypse 1618. \: 
Liceumsintten v. Wiker G. Loch. Jai 
Diederschs Get M :3.—, geb. M 28.—. 


RUPPRECHTPRESSE Bd. 13 ао. 14. Miro 
C. F. Hà. 
13. Сес йе des an Kaiser Fre: 
Birtarosz und smen Kander. Nach | 















Gs Si Ра MN Zen 
1$ De Weinschwelg. Gedicht des 13.. 
Nach Wackernaeels Tex Deutsche Umdd: 
v. Karl Wcoliskeni. (333. $0.) Pappbd. M 30 
SCHILLER, Friedrich, Wilhelm Tell. Mit 0 
teiniruckan v. Otto Baumberger. (136 `.: 
Bertin, Кеб. Papoid. M goo.—. 
SLEVOGT, Max, Benvenuto Cellini. Lithogre: 
(Papiergr. 31,5X23 an; Bildgr. IOX, 
Berlin, Bruno Cassirer. 50 num. u. sign. Dr: 
auf Japanpapier. Subskr.-Pr. M 400.—. 
Derselbe, Heljenkampf. asp (Papier: 
45X28 сат; Вет. 18Xıı cm.) Ebenda. 80 2 
u. sign. Drucke auf Bütten. Subskr.-Pr. Мб 


Derselbe, Sieben kleine Grotesken. Lithogrz:- 
(Papiergr. je 20X28,5cm; Bildgr. je ca. ix! 
Ebenda. Je 50 num. u. sign. Drucke auf /# 
bütten. Subskr.-Pr. je M 150. —. 

Derselbe, Tischkarte. Lithographie. (Papiergrös 
X29 cm; Bildgr. 13X17 cm.) Ebenda. 100° 
u. sign. Drucke auf Japanbütten. Subekr.“ 
М 500.—. 


fei 





D’AUREVILLY, Barbey, Teufelskinder. Deut“ 
Arthur Schurig. Mit ı9 Federzei „vd 
Kubin. (266 S. Gr.-40.) München, G. Мае 
Ausg. А. 60 Expl. signiert. Handgearb. Pee 
M 300.—. e 
Ausg. B. 1800 Expl. Hiwbd. M 80.—, Do 
M 150.—. | 

1001 NACHT. Bd. III. Der Lastträger und dit 
Schwestern. Mit Zei ‚ у. F. Staeger. © 
80.) München, Hugo Schmidt. Pappkd. М 2 
Hldrbd. M bo —-. 


KUNST 


GLASER, Curt, Die Graphik der Neuzeit. Eine Ge- 
schichte des Kupferstichs, Holzschnitts und der 
Lithographie. Mit 400 Abb. (6005. 4°.) Berlin, 
Bruno ше. Lwbd. M 300.—, Halbpergbd. 
M 340.—. 150 Expl. in Ganzleder mit je einer 
( Iriginalradierung von Edvard Munch, Max Pech- 
stein, Lovis Corinth, Hans Purrmann, einer Ori- 

inallıthographio van Max Liebermann und einem 
Jriginalholzschnitt von Max Slevogt. M 2400.—. 
Das Werk ist in gewissem Sinne eine Fortsetzung 


des im gleichen Verlag erschienenen Buches „Кор 
stich und Holzschnitt in vier Jahrhunderten ` 
Paul Kristeller. Das reiche Material ist nach Län“ 


Zeiten und Techniken übersichtlich angeordnet. | 


Abbildungen bringen zum Teil unbekannte * 
schwer zugängliche Stücke ans Licht. 


LOTHGEN, Eugen, Gotische Plastik in den Rs 
landen. 80 ganzseitige Abb. mit einführer” 
Text. Bonn, Cohen. M 18.—. 


«+ 26 + 


NEUE 


MUSIKALIEN * 





;THEL, Alfred, Eine Auswahl aus dem Lebens- › lers. Die Abbildungen zeigen teilweise unbekannte 


werk des Meisters in 147 Abb. Чегиш: von 
Josef Ponten. (XVI S., 100 Taf., ı Titelb. 4°.) 
Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt. (Klassiker der 
Kunst. Auswahl-Bände.) Hlwbd. M 50.—. 


‚HRAMM, Albert, Der Bilderschmuck der Früh- 
drucke. Bd. IV. Leipzig, Hiersemann. 

IV. Die Drucke von Anton Sorg in рови. 
Mit 3096 Holzschnitten auf 382 Tafeln. (52 о. 
44x34 cm.) Geh. M 1200.—, Hldrbd.M 1380.—. 
eser umfangreichste Band der Sammlung erhält 
durch ein besonderes Interesse für Heraldıker und 
ılturhistoriker, daß er die zahlreichen Wappen- 
bildungen zum Konstanzer Konzil bringt. 


)LLARD, Ambroise, Paul Cézanne. Mit 24 Abb. 
Übertr. von Erich Klossoffski. München, Kurt 
Wolff. Lwbd. M 100.—. 

ıs Werk eines Freundes und Kenners des Künst- 


Werke Cézannes. 


WINKLER, F., Der Leipziger Valerius Maximus. 
Eine Bilderhandschrift der Brügger Malerschule 
des 15. Jahrhunderts. Mit 6 Taf. (Fol.) Leipzig, 
E. A. Seemann. 145 num. Expl. M 250.—. 


ZEDLER, Gottfried, Von Cöster zu Gutenberg. Der 
holländische Frühdruck und die Erfind des 
Buchdruckes. Mit 49 Abb., darunter o en- 
tafeln und 26 Doppeltafeln, davon 25 in Licht- 
druck und ı in farb. Buchdruck. (XII, 194 S. 
Lex.-8°.) Leipzig, Hiersemann. Lwbd. M 300.—. 

Der Verfasser hat mittels einer genauen Analyse 

sämtlicher frühholländischer Typen ihre zeitliche 

Aufeinanderfolge festgestellt and. auf diese Weise 

ermittelt, welchen Anteil Laurens Janszoon Coster 

und Gutenberg an der Erfindung der Buchdrucker- 
kunst gehabt haben. 


NEUE MUSIKALIEN 


ORCHESTERMUSIK 


!ETHOVEN, L. van, әр. 43. Die Geschöpfe des 

Prometheus. Ballett. Dazu Ouvertüre f. Salon- 

— bearb. v. E. Haensch. Berlin, Roehr. 
15.—, ' 


SLIBES, L., Le pas des fleurs. Grande Valse. 
Berlin, Fürstner, F. gr. Orchester M 8.—, für 
Salonorchester M 6.—. F. Salonorchester bearb. 
v. A. Papel (Amerik. bzw. Pariser Besetzung). 
Kplt.M 4.—, Pftest. M 2.—, Harmoniest.M 2.—, 
jede doubl. M 0.80. 


RIEG, Edv., op. 16. Konzert A-moll, f. Pfte. 
m. Orchester. Beine, Peters. Part. M 7.50. 


ICHELI, Giulio de, Premiere petite suite, für 
Salonorchester bearb. v. W. E. Rösch. Berlin, 
Roehr. M äo ` 


DZART, W. A., op. 113. Divertimento 1. Für 
Orchester (Violine I/II, Viola, Baß, Oboe I/II, 
Engl. Horn I/II, Klarinette I/II, Fagott I/II, 
Hom I/II). Leipzig, Breitkopf & Härtel. 4 Streich- 
stimmen je M GE то Нагшопіеві. је M 1.—. 


rselbe, ор 131. Divertimento 2. F. Orchester 
(Violine ли, Viola, Violoncello [Baß], Flöte 
Oboe, Fagott, Hom I/IV). Ebenda. 4 Streichst. 
je M 1.50, 7 Harmoniest. je M 1.—. 


erselbe, P 205. Divertimento 7. F. Orchester 
(Violine I/II, Viola, Violoncello [Baß], Fagott, 
Horn I/II). Ebenda. 3 Streichst. je M 1.50. 
Harmoniestimme je M 1.—. 


EGER, Max, op. 108. Symphonischer Prolog zu 
einer Tragödie, £. gr. Orch. Leipzig, Peters. Stu- 
dienpartitur M 15.—. 


'EBER, C. M. von, op. 27. Beherrscher der Gei- 
ster (Rübezahl). Ouvertüre f. Salonorchester be- 
arbeitet v. H. Daeblitz. Berlin, Roehr. M 15.—. 


KAMMERMUSIK . 


AMES, I. C., op. 8. Sonate für Violine und Piano- 
forte. Offenbach, André. M 4.50 u. T. 


LEBELL, Ludwig, op. 18. Sonatine f. Violine mit 
Pianoforte. Offenbach, André. M 4.20. 


PFITZNER, Hans, op. 23. Quintett C-Dur, f. Pfte., 
2 Violinen, Viola, Violoncello. Leipzig, Peters. 
Part. M 6.—. р 


KLAVIERMUSIK 


DORN, Eduard, Transkriptionen f. Pfte. op. 39. 
No. 60. Der Trompeter von ingen. . 
E. Nessler.) op. 39. No. 61. Die verkaufte Braut. 
Oper von Smetana. Offenbach, Andre. Je 

2.50 u. T. 


MAHLER, Gustav, Sinfonie V. Bearbeitet v. Otto 
Singer. Leipzig, Peters. M ı2.—. 


MANIA, Paul, Lieder-Fantasien. ı. Soll ich euch 
ein Liedchen singen. 2. Elslein von Kaub. 3. Grüß 
mir das blonde Kind. 4. Ein rheinisches Mädchen. 
5. Im Rolandsbogen. 6. Mein Heimatland, o du 
herrlicher Rhein. Köln, Tonger. Je M 5.—. 


MOUSSORGSKY, M., Bilder einer Ausstellung. Eine 
Folge von ı0 Stücken herausgeg. v. Walter Nie- 
mann. І. Gnomus, Promenade. 2. Das alte Schloß, 
Promenade. 3. Tuileries. 4. Bydlo, Promenade. 
5. Ballett der Küchlein in ihren Eierschalen. 6. Sa- 
muel Goldenberg und Schmuyle, Promenade. 
точ Marktplatz in Limoges. 8. Catacombae. 

Mortuis ın lingua mortua. 9. Die Hütte des 
Baba-Yaga. ro Daa große Tor von Kiew. Leip- 
zig, Peters. M 7.50. 


Derselbe, 2 Klavierstücke. ı. Ein Kinderscherz. 
2. Intermezzo. herausgeg. v. Walter Niemann. 
Leipzig, Peters. M 1.50, 


+ 27 %* 


ий 






NEUE MUSIKALIEN 

. Melodie. 3. Es werde Licht. 4. Drinnen im 

VOKALMUSIK | mache. 5. Drück in meine Brust. 6. Lieben ¢ 

BRAHMS, Joh., op. 59 Nr. 3. Regenlied: Walle, Maß entflammt. Heft II. 7. Schlage die Wi: 
Regen, walle nieder. Orig.-Ausg. Tiefere Ausg. auf. 8. Ist dir ein getreues. 9. Wo ist der 
Deutsch-engl. Text. Leipzig, Peters. Je M 3.—. о. Freue dich o Seelenvogel. 11. Wenn деге 


GRAENER, Paul, op. 57. No. ı. Abendläuten (ап To “ie yomioken. 12. Wo har du deino E 
deine langen Wellen), No. 2. Sommernacht (Mond- SE ý J | ee 
licht und rauschende Bäume), No. 3. Meer (Die MOZART, W. A., Konzert-Arien f. r Sings : 
See dehnt ihre Arme), No. 4. Knabe Frühling (Ein m. Orchester. Ausgabe f. Gesang u. Pianofo 

er Zweig überm 'Strohhutrand), No. 5. Wei- Lilli Lehmann (mit Vorwort). Deutsch-ital 
r Flieder Va war der Tag), No. 6. Wiegenlied scher Text. Nr. ı u. 3 von L. Lehmann, : 
(Nun gute Nacht. Es gab so viel). F. Gesang m. u. 3 Klaviersatz v. H. Roth. ı. Mia spe 


Р h u. tief). Berlin, Bote u. Bock. J dorata: Entflohn die letzte Hoffnung. 2. Po 
ee T. es 5 Б di Tessacaglia: Völker Thessaliens. 3. No, 


che no sei capace: Nie, nie schmückt dich. 4.1 
MATTIESEN, Emil, op. 9. 12 Liebeslieder des damus te. 5. Et incarnatus est (beide aus 
Hafis. Heft ı. ı. Lieblich in der Rosenzeit. 2. Wie großen Messe in C-moll). Leipzig, Peters. Mg 


Die Preise sind die von den Verlegern für Deutschland festgesetzten Verkaufspreise, vorbehaltlich SS 


änderungen, die durch Schwankungen in den Herstellungskosten verursacht werden. ж Die Liefern 
in das Ausland erfolgt auf Grund der vom Börsenverein der deutschen Buchhändler erlassenen Bestimmungs 


wonach für Länder mit höherer Valuta ein Aufschlag hinzuzurechnen ist. Einige Verleger haben besond 
Auslands-Preise angesetzt. Die Bücher können durch jede Buchhandlung bezogen werden. 


Verantwortlich für die Redaktion: DR. KARL BLANCK und DR. FRIEDRICH MICHAEL œ LEIP? 





EDITION STEINGRÄBER 
Schulen, Unterrichtswerke, Konzert- und Vortragsliteratur. 
Auf der Ausstellung „Das Deutsche Buch“ im Haag, Kleykamp, liegen von nachstehenden 
Werken Probebände aus: 
Damm: Klavierschule und Melodienschatz für die Jugend. In 12 verschied. Sprachen. 
Schmitt, Al.: op. 16. Exercises préparatoires. Schmitt, Al.: 25 Etüden. Auswahl (Frey). FürKlav.2hdg. 


(Wolff). Für Klavier 2 händig. Schütze: Lehrgang des Kiavieretüdenspieis. 
Lemoine: op. 37. Kinderetüden (Frey). 2 Hefte. Für Klav. 2hdg. 8 Hefte. Für Anfangs-,Mittel-u.Oberstufe. 
För Klavier 2händig. Ciementi, Kuhlau, Dussek etc.: 32 leichte Sona- 
Schütze: Lehrg.d.Sonatinen, Sonaten, ‚Stücke. tinen und Rondos (Kleinmichel). Für Klavier 2 hdg. 
Für Klav.2hdg.8 Hfte. FürAnfangs-,Mittel- u. Oberstufe. Komplett in 1 Band und In 2 Heften. 


Mertke: Oktaventechnik (Vorübungen, Etüden, Beispiele). Für Klavier 2 händig. 
Beethoven: Sämtliche Sonaten (G Damm). Neu- Mendelssohn: Sämtliche Werke. Für Klavier 2 hän. 


ausgabe In 2 Bänden. Für Klavier 2händig. ' dig. 5 Bände, 
Schumann: Sämtliche Werke. Für Klavier 2händig. Niemann: op. 62. Ein Tag auf Schloß Dürande. 
11 Bände. Romant. Novelle in 6 Kapiteln. Für Klavier 2händig. 


Schwalm: Junge Musikanten. Kinderstücke und Volkslieder in fortschreitender Ordnung. 
Für Klavier 4 händig. 


Scherchen: op. 1. Streichquartett Nr. 1. Marteau, op. 17. Streichquartett Nr. 3. C-dur. 
Erdmann: Symphonie für großes Orchester. op. 10. Strauß, Rich. ; Burleske D-moll. Für Klav.u. Orches:. 


Bachs Orgelwerke (Homeyer-Eckardt), 5 Bände. 


Concone: 50 Lecons de chant. op. 9. (Gretscher). Liederhort (Riemann). 122 Lieder großer Meister. Fi: 
Hoch und mittel. Gesang und Klavier. Hoch und mittel. 


Reger: Zwei Lieder (Nachlaß). Für Gesang und Klavier. 


Vollständige Editions- u. Verlagsverzelchnisse in Jeder Musikalienhandlundg. 


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| HERAUSGEGEBEN Si 
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| SBUCHHANDEL.E V:-LEIPZIG’KREUZST 





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WERKE (VON WELTRUF 





WALDEMAR BONSELS 
Indienfahrt 


230. Taufend 


Menſchenwege 


Aus den Notizen eines Vagabunden 
130. Tauſend 


Eros und die Evangelien 
Aus den Notizen eines Vagabunden 
90. Taufend 
Jeder Band gebunden M 35.— 

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HANS GERHARD GRÄF 


Goethes Ehe in Briefen 
Mit 8 VBildertafeln und einem Faffimile 
In Halbleinen M ı40.—, in Halbpergament M 180.— 


ж 
STEFAN ZWEIG 


Romain Rolland 


Der Mann und bad Berf š 
Mit 6 Vildniffen und 3 Schriftwiedergaben ` 
In Halbleinen M 40.— 


ж 
MARTIN BUBER 
Der grope Maggid und feine Nachfolge 
In Halbleinen M 55.— 
Ferner die andern Bücher biefes іф Нев Myſtikers 





 RÜTTEN & LOENING . FRANKFURT a. M. 


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DAS DEUTSCHE BUCH 


2. JAHRG. x FEBRUAR 1922 ж HEFT 2 








Einzelpreis M 3— x Kein Auslandsaufschlag x Jährlich M 30.— 


ALTE MEISTER 
VON DR. WOLFGANG BALZER. 


iss der wichtigsten Ereignisse für den historisch und kunsthistorisch Interessierten 
war in den letzten Jahren das Erscheinen von Dehios „Geschichte der deutschen Kunst“ 
[bisher zwei Doppelbände erschienen, 1919/21, Vereinigung wissenschaftlicher Verleger, 
Berlin]. Im Besitze einer heute wohl unvergleichlichen Quellen- und Denkmälerkenntnis, 
strebt der Verfasser doch über die gewissenhafte Inventarisation der Einzelheiten hinaus zur 
Erschließung der wirkenden Kräfte, und so liegt denn das Bedeutende und Fesselnde des 
Buches vor allem in den zusammenfassenden Kapiteln und Unterkapiteln. Wie er hier aus 
der Masse der Details die entscheidenden Momente heraushebt, die Mannigfaltigkeit der 
historischen und geistigen Erscheinungen zur Einheit fügt, die Besonderheit deutschen Wesens 
gegen fremdartiges abgrenzt und sie doch immer in lebendige Wechselbeziehung zu der inter- 
nationalen Entwicklung setzt, wie er — nie eng und engherzig, aber von innerster Teilnahme 
erfüllt — seinen Stoff beseelt, das ergibt in jedem dieser Abschnitte ein wahrhaft impo- 
santes Zeitgemälde. Frucht einer fast fünfzigjährigen Forschertätigkeit, ist es das Lebens- 
werk eines Mannes, dessen Generation es noch verstand, philologische Kleinarbeit mit großen 
Perspektiven zu vereinen. | 

Wenn Dehios Werk an dem kulturhistorischen Pathos teilhat, das die deutsche Kunst- 
geschichtsschreibung von Burckhardt bis Schmarsow auszeichnet, so sind Einstellung und 
Ton bei einer Reihe moderner Autoren wesentlich anders. Wir beobachten ja auch sonst 
heute ein gesteigertes und immer noch steigendes Interesse an der altdeutschen Kunst. Etwa 
gleichzeitig mit dem Durchbruch des Expressionismus in der modernen Malerei und Plastik 
erfolgt innerhalb der Kunstforschung ein neues starkes Anschwellen des Interesses für 
die Probleme der Kunst des Mittelalters und des Nordens. Ein weithin sichtbares Zeichen 
dafür war ein Buch wie Worringers „Formprobleme der Gotik‘, das, mag man über einzelne 
seiner Thesen auch skeptisch denken, das unbestreitbare Verdienst besitzt, einer neuen Kunst- 
auffassung theoretisch Ausdruck zu leihen. Vorbereitend und wegeweisend hatte bereits die 
Fragestellung in Wölfflins Dürerbuch gewirkt (1905 zuerst erschienen). Und als nun der 
Umschwung im Schaffen der Zeitgenossen erfolgte, erkannte man instinktiv, wie viele un- 
gehobene und uns nahe angehende Schätze in der Plastik, Malerei und Graphik der nor- 
dischen Meister ruhen. Sie ans Licht zu bringen, dem Problem des nordischen Kunst- 
schaffens nachzuspüren und auf den Grund zu kommen, gehört zu den vornehmsten Auf- 
gaben einer Wissenschaft, die den Zusammenhang mit dem lebendigen Geist der Gegen- 
wart wahren will. 


+ бї e 


Nach wie vor ist Dürers Kunst und die epochale Bedeutung, die seiner persönlichen Ent. 
wicklung zukommt, ein Thema, das den Forscher zur Untersuchung, den Schriftsteller zu 
Gestaltung lockt. In der Serie „Deutsche Meister‘, die vom Insel-Verlag [Leipzig] se: 
einem Jahre unter der Leitung von Karl Scheffler und Curt Glaser herausgegeben werden 
hat Max J. Friedländer seine reichen Erfahrungen zu einer Monographie über de 
Meister zusammengefaßt. In der gleichen Sammlung ist von Curt Glaser ein Band über „Lu 
Cranach“ erschienen, und da beide Bände, mit einem klug gewählten und vorzüglich repr 
duzierten Abbildungsmaterial ausgestattet, Musterbeispiele einer geschmackvollen moderne: 
Kunstliteratur sind, die Freiheit des Blicks mit wissenschaftlicher Gründlichkeit verbindet. 
ist es das Gegebene, sie gemeinsam zu charakterisieren. Beide Autoren, Glaser wie Frie- 
länder, sind in erster Linie Kenner und Sammler, nicht Kunstphilologen. Über alles рїш 
logische Detail zwar wohl unterrichtet, verfangen sie sich doch nicht in Kleinigkeiten. 
sondern lassen beiseite, was nur den Spezialisten angeht, oder flechten Unentbehrlichs 
bei Gelegenheit unauffällig ein. Und indem sie die sorgfältig geprüften und gesicherte 
Resultate der Forschung verwenden, streben sie danach, ein Bild von dem Manne, seine 
Leistung, seinen Wandlungen und dem, was er für Mit- und Nachwelt bedeutet, zu geben. 
Ihre Darstellung ist klar und gedrängt in Aufbau und Ausdruck, von überflüssigem Gr- 
fühlsballast ebenso wie von kleinbürgerlicher Gelehrsamkeit entlastet, man könnte sagen: 
weltmännisch orientiert. Wer in der Materie Bescheid weiß, erkennt mit Genugtuung, wir 
jede Behauptung fundiert, jeder Satz wohl überlegt ist; wer sich an den Stoff erst heran- 
arbeitet, findet hier kundige Führer, bei deren Leitung ihm nichts entgeht, aber auch di: 
Beschwerlichkeit des Weges kaum zu Bewußtsein kommt. Besonders anregend ist es, die 
knappen treffsicheren Angaben Friedländers mit den Analysen bei Wölfflin zu vergleichen. 
von dem er sich übrigens dadurch unterscheidet, daß er den vor der Apokalypse liegenden 
graphischen Arbeiten größere Bedeutung zuerkennt. | 

Während Friedländer uns die Gesamtpersönlichkeit und -entwicklung Dürers vor Augen 
stellt, wählt sich Kurt Pfister jenen Teilausschnitt, der heute die Aufmerksamkeit be- 
sonders auf sich lenkt: die Jugend Dürers etwa bis zum Beginn der zweiten italienischen 
Reise [Der junge Dürer“, O. C. Recht, München]. Den Dürer, der von Schongauer 
kommt und nach Süden strebt, und in dessen Innern sich die Auseinandersetzung zwisches 
Gotik und Renaissance abspielt. Die Studie geht darauf aus, die Gestalt des jungen Dürer, 
nicht einseitig als ein Problem stilkritischer Untersuchungen, sondern in ihrer menschlichen, 
weltanschaulichen und schöpferischen Art zu deuten. Von den Bildbeigaben, mit denen der 
Verlag nicht gespart hat, sind besonders die farbigen Reproduktionen einiger Aquarell 
willkommen. Ein höchst schätzbares Material für das selbständige Studium von Dürers Art 
und Wachstum bietet die Ausgabe seiner Kupferstiche, besorgt von Jaro Springer [Holbein- 
Verlag, München]; sie enthält das gesamte gestochene Werk, in der Originalgröße der 
Blätter und in einem modernen Kupfertiefdruckverfahren nachgebildet, das nach Möglich- 
keit die Annäherung an die technischen Feinheiten gestattet. Dürers Jugendwerk, das аш 
die Graphiker der letzten Generation einen so starken Einfluß ausgeübt hat, die „Apo 
kalypse“, ist in brauchbarer, etwas verkleinerter Wiedergabe zusammen mit dem Lutherscher 
Bibeltext im Furche-Verlag [Berlin] erschienen. | 

Die monumentalen Holzschnitte der Apokalypse und Grünewalds Isenheimer Altar steheu 





x ba + 


с BALZER /ALTE MEISTER | * 





ıeute als großartigste Dokumente der spätmittelalterlichen Religiosität vor uns. Natürlich 
at sich, seitdem im letzten Kriegsjahr der Altar in der Münchner Pinakothek allgemein 
ugänglich war, die Forschung mit besonderem Eifer ihm und seinem rätselvollen Schöpfer 
ugewandt. Ein im biographischen wie im stilkritischen Teil gleich verdienstvolles Werk 
tellt Oskar Hagens „Grünewald“ dar, dessen dritte Auflage jetzt vorbereitet wird [R. Piper 
k Co., München]; anregend auch durch die instruktiven Teilaufnahmen, mit denen es 
usgestattet ist. Zur Einführung eignet sich vorzüglich die sachlich zuverlässige und von 
yersönlicher Teilnahme erfüllte Darstellung von August L. Mayer [Delphin-Verlag, 
München }. Dazu kommt neuerdings das Grünewaldheft, das als dritte Veröffentlichung der 
"urche-Kunstgaben erschienen ist [Furche-Verlag, Berlin]. Die Haupttafeln werden hier 
n farbigen Reproduktionen geboten, und der Herausgeber, Wilhelm Niemeyer, gibt eine 
esselnde, zuweilen etwas eigenwillige Interpretation und geht erfreulicherweise auch auf die 
3ezichungen zur Mystik ein, die von der Spezialforschung in letzter Zeit geklärt worden 
ind. Eine glänzende Paraphrase dessen, was Grünewald und sein Werk dem modernen, aller 
nalerischen Kultur kundigen Betrachter bedeutet, gibt Wilhelm Hausensteins großer Auf- 
atz „Der Isenheimer Altar‘ [Walther C. F. Hirth, München]. 

Neben Dürer und Grünewald ist Holbeins Leistung augenblicklich im allgemeinen Be- 
wußtsein etwas verblaßt. Eben zur rechten Zeit wird sie uns wieder nahegerückt durch 
das gedrängte Bild, das Kurt Pfister von dieser großen und strengen Kunst zeichnet, und. 
das von einer trefflichen Auswahl aus Holbeins malerischem und graphischem Werk be- 
gleitet ist [Holbein-Verlag, München ]. Dagegen gehört Pieter Brueghel d. ä., für die deutsche 
Kunstgeschichte noch mehr als für die französische, erst zu den Entdeckungen des letzten 
Jahrzehnts. Wie vielen Deutschen mag wohl während der Kriegszeit der fabelhafte Engel- 
sturz in der Brüsseler Galerie zum Erlebnis geworden sein, mit seinem Geschiebe stereo- 
metrischer Formen und deın Kreisen glühender Farben ein unmittelbarer Vorbote absoluter 
Malerei; und wie viele mögen in seiner Menschen- und Landschaftsdarstellung einen Wider- 
hall des vläinischen Volkscharakters gespürt haben. Das Künstlerische, Psychologische, Sozio- 
logische des Problems findet sich in Wilhelın Hausensteins „Bauernbrueghel‘ [2. Aufl., 
R. Piper & Co., München] in erschöpfender Weise behandelt. In gedrängterer Fassung, aber 
Каша weniger aufschlußreich, gibt den gleichen Gegenstand Kurt Pfister in einem der 
gut illustrierten Kunstbücher des Insel-Verlages. 


x 


Ähnlich wie die Gotik und die Meister, die aus ihr hervorgegangen, erfährt seit einiger 
Zeit das Barock erhöhte Anteilnahme. Auch hier ist es das Schaffen der eignen Zeit, das 
zum Verständnis der Vergangenheit neue Brücken gebaut hat. Zwar haben schon Schmarsow, 
Wölfflin u. a., erfüllt von dem Verlangen nach einer umfassenden Objektivität, den ein- 
eigen Kult der Hochrenaissance aufgegeben ıınd den neuen Stil, der nach langer Vor- 
bereitung das 17. und einen Teil des ı8. Jahrhunderts beherrscht, als ebenbürtige Leistung 
erkannt und seine historische Notwendigkeit nachgewiesen. Aber erst als man im Barock 
die Verwandtschaft mit unserm eignen Wesen, den gleichgerichteten Ausdruckswillen inne 
ward, konnte es wieder zu mehr als musealem Leben erwachsen. Nun fühlt man das Band, 
das, über Klüfte unzerreißbar sich spannend, primitive Kunst, Gotik, Barock und modernen 


x 53 є 


* BALZER /J ALTE MEISTER i 
Ge Beer re EEE —————— — 
Expressionismus innerlich zusammenhält. Ein Dokument dieser neuen Einstellung ist Wi. 
helm Hausensteins Essaybuch „Vom Geist des Barock" [R. Piper & Co., München]. Nici 
den historischen Begriff und das historische Werden, sondern das Erlebnis Barock, das ir 
Modernen, beseligend und bedrängend zugleich, überfällt, wird hier gestaltet. Wir hate: 
heute in Deutschland keinen zweiten und müssen schon zu Meistern der französischen Kun: 

kritik, zu Interpreten wie Gautier und den Goncourts gehen, um eine ähnliche Anpassunz 
und Wandlungsfähigkeit wie bei Ilausenstein zu finden und eine Beweglichkeit und Ко 
ristik des Wortes, die allen Schattierungen sinnlichen Erlebens und allen flüchtig auf 
tauchenden Assoziationen gerecht wird. So wird das Problem der barocken Kunst u. 
Geistigkeit hier von ihm immer wieder gedreht, die Unzahl von Widersprüchen, die їп der! 
einen Komplex gegeneinander stehen, nicht verhehlt, auch die Abneigung nicht verhell: 
die gegen Einzelnes in uns rege wird, und die ganze Darstellung doch in die flackem: 
Begeisterung eingehüllt, die aus dem Ekstatischen der Epoche und dem wunderbaren B= 
einander vieler großer Meister in uns überströmt. Einen Ausschnitt aus dem schwierir: 
Thena, von dessen endgültiger Bewältigung wir noch weit entfernt sind, behandelt Wer: 
Weisbach in seinem Buch „Der Barock als Kunst der Gegenreformation‘ [Paul Cassire: 
Berlin]. Der Verfasser, dem wir eine ausführliche Ahnengeschichte des Impressionismus v: 
danken, hat bei Untersuchungen über die religiöse Kunst Rembrandts die Erfahrung 
macht, wie sehr es noch an Aufhellung über die katholische Kirchenkunst der Zeit fell: 
die, historisch und ästhetisch, als Kontrasterscheinung zu Rembrandts Leistung zu betrachte 
ist. Er verfolgt daher das Heraufkommen einer neuen Religiosität und ihre beiden Daun 
richtungen, die heroische und die mystische, und zeigt, namentlich an Beispielen aus d: 
Malerei und Plastik, wie das Geistige zu bestimmten materiellen, mimischen und bild 
mäßigen Elementen in der gegenreformatorischen Kunst geführt hat; der Anteil der ein 
zelnen Länder und Individualitäten wird überzeugend herausgearbeitet. Das Buch ist mi 
seiner über das Formalästhetische hinausgreifenden Betrachtung ein ebenso wichtiger Bei 
trag für die Kunstwissenschaft wie für die Kulturgeschichte. 

Vom romanischen Barock sind uns in neuerer Zeit besonders zwei Meister nahegerücht 
Tintoretto und Greco. Der Hauptmeister der spätvenezianischen Malerei hatte allerdins 
bisher in Deutschland nur eine kleine Gemeinde, obwohl man ihn in den Galerien үч 
München und Dresden an charakteristischen Stücken sehr gut studieren kann. Es ist dabe 
zu begrüßen, daß jetzt Emil Waldmann in einem kleinen Buche Tintoretto“ [Brun 
Cassirer, Berlin] sehr lebendig und gewandt das Porträt des Menschen und Künstler 
zeichnet und die schöpferische Genialität seiner — impressionistisch wie ausdrucksmäßi; 
gleich bedeutsamen — Leistung eindringlich erstehen läßt. Sein Schüler Greco beschäfti 
die Intellektuellen Deutschlands nun schon seit einer Reihe von Jahren, besonders seitdem 
Tschudi in München und Düsseldorf die Ausstellung der Sammlung Nemes veranlaßt hatte 
Über ihn holt man sich die erste Orientierung immer noch am besten in der Monographie von 
August L. Mayer [Delphin-Verlag, München], dem ausgezeichneten Kenner der spanische! 
Malerei. | 

So sehr die, reine Geistigkeit, das Mystische und Emotionelle in der Kunst, gegenwärti: 
die Aufmerksamkeit in Anspruch nimmt, so bleibt der Sinn für malerische Qualität doch 
unentbehrliche ‘ Voraussetzung für jedwedes Urteil, bleibt die Beschäftigung mit de 


+ БА + 


BALZER / ALTE MEISTER * 





ändern des ı7. Jahrhunderts deshalb auch stets eine lohnende Aufgabe. Karl Voll, 
en früher Tod für alle kunstpädagogischen Kreise ein unerselzlicher Verlust ist, stellt 
Iritien Bande seiner „Entwicklungsgeschichte der Malerei in Einzeldarstellungen‘ [Insel- 
ag, Leipzig], niederländische, spanische und italienische Werke in feinsinnigen Ana- 
ı einander gegenüber. Wilhelm Bode hat in den „Meistern der holländischen und vlämischen 
rschulen“ seine grundlegenden Studien über „Rembrandt und seine Zeitgenossen“ er- 
ert und mit reichem Abbildungsmaterial versehen [3. Aufl., E. A. Seemann, Leipzig]. 
den früheren Abhandlungen sind Aufsätze über das Seebild bei den Holländern, über 
Architekturbild, sowie über Jordaens, den jüngeren Teniers, Frans Snyders und Jan Fyt 
ugekommen, in denen die Entwicklung der Meister an den gesicherten Daten dargelegt 
l; das Ganze kann nun als Geschichte der Blütezeit der niederländischen Malerei im 
Jahrhundert gelten. Diesen Autoritäten gesellt sich ein neuer Band der Kunst in Bildern: 
lländische Malerei‘ [Eugen Diederichs, Jena]. Die Auswahl ist noch von Ernst Heidrich 
offen und ergänzt als Bilderatlas in willkomrnener Weise seinen Band über die gleich- 
igen Vlämen. Den Text, für den Zweck etwas breit und ein wenig schwülstig, hat ein 
Ifflin-Schüler, Franz Roh, beigesteuert, mit dem Bemühen, die Entwicklung der kom- 
tionellen Momente in dem halben Jahrhundert von 1620—1670 aufzuzeigen. 
rie sehr Rembrandt eine unverminderte Anziehungskraft ausübt, beweist am besten die 
‚асһе, daß es im Laufe der letzten zehn Jahre gelungen ist, hundert bisher unbekannte 
aälde seiner Hand wieder zu entdecken. Sie sind zusammengestellt im 27. Bande der 
assiker der Kunst‘ [,‚Rembrandt, Wiedergefundene Gemälde‘. Deutsche Verlagsanstalt, 
Itgart und Berlin] und von Wilhelm Valentiner mit Erläuterungen begleitet. Die Pu- 
ation, die in technischer Hinsicht die Schwierigkeiten der Kriegs- und Nachkriegszeit 
rwunden hat, fügt dem Hauptband etwa ein Sechstel des malerischen Oeuvres hinzu und 
dJ, selbst wenn nicht alle Funde sich der Kritik gegenüber behaupten, für die Forschung, 
Sammler und Kunsthandel ein unentbehrliches Hilfsmittel bleiben. Die große Zahl 
sr, die nicht Gelegenheit haben, den Maler Rembrandt an Originalen zu studieren, ist 
egen immer wieder auf den Graphiker hinzuweisen. Welch ein Reichtum an Beob- 
tung und Phantasie, wie viel geniale Zeichnung und magische Kraft des Helldunkels 
einem radierten Werk beschlossen liegt, bringen die drei Mappen seiner sämtlichen Ra- 
ungen zu Bewußtsein, die Jaro Springer veröffentlicht hat [Holbein-Verlag, München ], 
| die, in natürlicher Größe und mit allem Raffinement moderner Reproduktionskunst 
dlergegeben, für die stille häusliche Betrachtung eine kostbare Sammlung darstellen. Wer 
ei tiefer in Rembrandts Radierkunst eindringen will, in die verschiedenen Stoffgebiete 
| in die stilistischen und technischen Eigentümlichkeiten, wird mit Nutzen zu Richard 
nanns Buch ‚„Rembrandts Radierungen‘ greifen, das bereits in dritter Auflage vor- 
t [Bruno Cassirer, Berlin]. Den schönen Plan, „Rembrandts Handzeichnungen“ in einer 
ständigen und wohlfeilen Ausgabe den Kunstfreunden zugänglich zu machen, hat Her- 
un Freises Verlag [Parchim i. Meckl.] gefaßt; erfreulicherweise konnte der erste Band, 
dem Rijksprentenkabinett in Amsterdam gewidmet und von Dr. Kurt Lilienfeld 
. aller Sorgfalt bearbeitet ist, bereits in zweiter Auflage erscheinen. Rembrandts Zeich- 
ıgen finden, neben den Gemälden und Radierungen, auch eingehende Berücksichtigung 
der von E. W. Bredt herausgegebenen ‚„Rembrandt-Bibel‘ [4 Bände mit 370 Abbildungen; 


+ 55 + 


x HOLLANDER /NATUR UND GEIST d 
WE 
Hugo Schmidt, München ], einem verdienstlichen Unternehmen, das dem Erzähler und [10 
strator Rembrandt Freunde werben will und zu vielerlei instruktiven Vergleichen anregt. - 
Die wesentlichen Züge von Rembrandts Schaffen hat Kurt Pfister in einer vortref£fliche: 
gerade in ihrer Knappheit vortrefflichen Charakteristik herausgestellt [Delphin-Verl:: 
München ]. 

Auch die Werke der beiden anderen Großmeister der niederländischen Malerei, Rubr 
und Frans Hals, liegen jetzt in stattlichen Binden der „Klassiker der Kunst‘ vor [Deuts 
Vorlagsanstalt, Stuttgart]. Im Rubens-Band (4. Aufl.) hat Rudolf Oldenbourg das Materil 
kritisch gesichtet und bestiinmt. Leider war es ihm nicht mehr vergönnt, seine gründlich« 
Einzelforschungen zu einer abschließenden Darstellung zusammenzufassen; so ist die En 
leitung von Adolf Rosenberg vom Jahre 1905 beibehalten. Bei dem starken Einfluß, de 
Frans Hals auf die Führer der impressionistischen Generation in Frankreich und Deutst 
land ausgeübt hat, wurde eine wohlfeile Ausgabe seines Oeuvres schon lange entbehrt. Avd 
bei diesem Bande, der die Lücke jetzt ausfüllt, war die Zusammenarbeit zweier lleraw: 
geber nötig. Die Einleitung über Leben und Kunst des Frans Hals hat noch Karl Voll + 
schrieben, mit sicherem Instinkt für das Malerische und Persönliche wie stets; die Ordnun! 
des Stoffes und der kritische Apparat stammt von Valentiner. Unter den kleineren Nama 
der holländischen Kunst erfreut sich augenblicklich Herkules Seghers, dieser merkwürdi! 
Vorläufer Rembrandischer Landschaftskunst, besonderer Beachtung. Kurt Pfister bat en 
Auswahl aus seinen erstaunlichen Blättern (erstaunlich im Bildhaften wie im Technisch« 
in prachtvollen Reproduktionen herausgegeben und Mann und Werk mit wenigen Striche 
scharf umrissen [R. Piper & Co., München]; während Wilhelm Fraenger in einer de 
erscheinenden Publikation das Phänomen einer ausführlichen Analyse unterwirft: „Di 
Radierungen des Herkules Seghers“ [Eugen Rentsch, Erlenbach-Zürich]. 

Noch sei auf das Frankreich des 17. Jahrhunderts hingewiesen, das, nach Italien, Spania 
und den Niederlanden, sich auch bei uns Verehrer gewinnt. Walter Friedländer läßt seine 
verdienstvollen Poussin-Buch eine Studie über „Claude-Lorrain‘ folgen [Paul Cassir 
Berlin], die an Kontrasten arme, doch stetig zur Reife führende Entwicklung des Male 
und Zeichners darlegend. Die Fortsetzung der Forschungen über den französisch 
Klassizismus und sein barockes Widerspiel wäre auch vom Standpunkt der deutschen Kunst 
wissenschaft höchst wünschenswert. | 





NATUR UND GEIST 


NEUERE WERKE ÜBER NATURPHILOSOPHIE 
VON DR. KARL VON HOLLANDER 


UNSERE heutige Wissenschaft ist bescheidener geworden. Wie einfach, durchsichtig un 
leicht erklärbar dachte sich die vorige Generation das Naturganzel Je weiter unser Natur 
erkennen vorrückt, um so verwickelter und unbegreiflicher erscheint uns die Natur. Un 
währen man bis vor kurzem mit den Resultaten der Wissenschaft auskommen zu könnt 
glaubte, haben wir heute schon wieder eine Naturpbhilosophie, die an Umfang und Bedeutuni 
gleichwertig neben den übrigen philosophischen Disziplinen steht. Aber das Gesicht diese 


+ 56 + | 


| HOLLANDER/NATUR UND GEIST ж 
e 
taturpbilosophie ist sehr verändert gegenüber ihren Anfängen um die Jahrhundertwende, 
1з fast nur Naturforscher wie Häckel, meist ohne genügende philosophische Vorbildung, ihr 
Veltbild philosophisch abzurunden versuchten. Mußten diese Versuche unvollkommen aus- 
allen, schon weil sie oft an den eigentlichen Problemen vorbeigingen, oder alte, längst 
on der Philosophie erkannte Irrtümer wieder aufleben ließen, so haben sie doch das Gute 
ehabt, daß sie den Kampf der Geister entfesselten und die Notwendigkeit der Naturphilo- 
»phie indirekt bewiesen. Denn wenn der reine Naturforscher sich mit seinen Forschungs- 
esultaten nicht mehr begnügt und die Ergebnisse mehrerer Wissenschaften zu einer um- 
assenden und sorgsam begründeten Weltanschauung vereinigen will, dann ist das bereits 
\aturphilosophie, und mehr will die neuere Richtung auch gar nicht geben. Diese aber geht 
ш ihre Aufgabe ganz anders gerüstet heran. Fast alle Forscher sind durch die strenge Schule 
ler Logik und Erkenntnistheorie, viele insbesondere der Phänomenologie hindurchgegangen, 
ind es ist interessant genug, festzustellen, daß etwa die Hälfte der Schriften von philo- 
ophisch geschulten Naturforschern, die andere Hälfte von Philosophen herrührt, die, sehr 
m Gegensatz zu früher, eine bedeutende naturwissenschaftliche Vorbildung besitzen. Hin- 
u kommt noch, daß die neueste Entwicklung der physikalisch-chemischen Wissenschaft 
reradezu nach einer Zusammenfassung drängt. Atom-, Elektronen- und Relativitätstheorie 
ütteln an den bisherigen Grundvorstellungen der Physik, und neue Grundmauern lassen sich 
um den Resultaten einer einzelnen Wissenschaft nicht mehr aufbauen. Aber auch von der 
Naturphilosophie von vor hundert Jahren, die von den großen idealistischen Systemen aus- 
jing, unterscheidet sich die neue grundsätzlich dadurch, daß sie sich nicht auf Spekulationen, 
ondern auf empirische Tatsachen gründet. | 

Wenn man bestimmte Richtungen in der neueren Naturphilosophie unterscheiden will, so 
geht die eine die gleichen Wege wie die monistische Philosophie und sucht vom mechanisti- 
chen Standpunkt aus ein Weltbild der neuen Forschungen aufzubauen. Eine zweite kommt 
von der vitalistischen Lehre her und setzt neben die physikalisch-chemischen Kräfte die 
Lebenskraft, die allerdings nicht, wie in der alten Philosophie, mystisch aufgefaßt wird, 
sondern als Naturkraft, die man wohl nach ihren Wirkungen kennt, deren Ursprung und Art 
abor noch zu ergründen bleibt. In der Psychologie zeigt sich eine gewisse Abwendung von 
der experimentellen und analytischen Forschung. Die „Psychologie ohne Seele“ tritt etwas 
zurück gegenüber der Erforschung psychischer Komplexe und der praktischen Psychologie. 
Begabungs- und Charakterforschung, Kinder-, Völker- und Massenpsychologie sind mit Eifer 
aufgenommen und gefördert. Auch die erkenntnistheoretischen Grundlagen der Naturwissen- 
schaften werden eingehend und mit gutem Erfolg festgelegt, und fast überall münden die Be- 
trachtungen gewollt oder ungewollt in die Metaphysik. Dieser lange Zeit verachtete Zweig 
der Philosophie scheint somit zu einer neuen Blüte zu kommen. Besonders charakteristisch 
für den größten Teil der neuen Erscheinungen ist die Hervorhebung des Lebensbegriffes, der 
geradezu im Mittelpunkt der Forschung steht. Weit über den Kreis der eigentlichen Natur- 
Philosophie hinaus hat sich die biologische Betrachtungsweise, die am stärksten von Nietzsche 
und Bergson beeinflußt ist, durchgesetzt und ist in Metaphysik, Ethik und Ästhetik, zu- 
weilen sogar in der Logik fast zur Modephilosophie geworden. Mit dieser Strömung setzt 
sich Heinrich Rickert in einer kleinen Schrift „Die Philosophie des Lebens‘ [J. G. B. Mohr, 
Tübingen] kritisch auseinander und betont den Gegensatz des Denkens zum Leben. Das Leben 


* 57 # 


+ HOLLANDER /NATUR UND GEIST * 
DEE 
an sich ist ihm ein so vielfach schillernder und ganz verschiedenartig aufgefaßter Begriff 
daß er in der Philosophie oft zu Unklarheiten geführt hat, die er den verschiedenen moderne: 
Denkern nachweist. Wenn man auch mit Rickert diese Modeströmung dort ablehnen wir. 
wo die Biologisierung einer Wissenschaft künstlich und gewaltsam vorgenommen ist, < 
möchte man doch der Lebensphilosophie dort, wo sie sich aus der Wissenschaft selbst ergitt 
eine größere Berechtigung zusprechen, als Rickert es tut. 

Ein Zeichen philosophischer Besinnung in den Naturwissenschaften sind die zahlreiche: 
Schriften, in denen nicht die Ergebnisse einer Naturwissenschaft, sondern ihre geschichtlick 
Entwicklung und die Wandlungen ihrer Grundanschauungen behandelt werden. Dadurt 
wird die Einzelwissenschaft fast zum lebenden Organismus und sie wird in den groen Zu 
sammenhang der Geistesgeschichte und des Geisteslebens eingeordnet. Von diesen Werken se 
hier nur F. Meisels „Wandlungen des Weltbildes und des Wissens von der Erde‘ [ Deutsch: 
Verlags-Anstalt, Stuttgart] angeführt, das geradezu ein Musterbeispiel für die Vereinigun: 
von wissenschaftlicher Klarheit und allgemeiner Verständlichkeit ist. 

Daß die neueren naturphilosophischen Werke auf ganz anderen Grundlagen beruhen vr 
die früheren, beweist schon ein so umfangreiches Buch wie Erich Beckars „Geisteswisser- 
schaften und Naturwissenschaften. Untersuchungen zur Theorisa und Einteilung der Rea: 
wissenschaften‘ [Duncker & Humblot, München]. Hier werden diese Grundlagen durt 
eine „vergleichende Anatomie‘ sämtlicher Wissenschaften festgelegt mit dem Ergebnis, da 
Geistes- und Naturwissenschaften von einer Gesamtwissenschaft oder Metaphysik zusammer- 
gefaßt werden, die „beider Gegenstände Methoden und Erkenntnisgrundlagen verbindet uni 
sich auf die Ergebnisse der beiden stützt“. Vom gleichen Verfasser ist auch der Sammelban! 
„Naturphilosophie‘ in Teubners „Kultur der Gegenwart“ herausgegeben, der eine gute Über- 
sicht über das Gesamtgebiet der Naturphilosophie bietet. Eine kürzere Darstellung gibt Ver- 
weyens Naturphilosophie [Teubner, Natur- und Geisteswelt], der die Naturphilosophie a: 
Synopsis der Naturwissenschaften zur Erforschung der A:lgemeinheiten bestimmt. Das Bänd 
chen behandelt die wichtigsten Probleme in leichtverständlicher klarer Darstellung. Von £rüher 
erschienenen Werken sei in diesem Zusammenhang nur auf die grundlegenden Bücher vo: 
Dons Driesch hingewiesen „Philosophie des Organischen‘“ [Engelmann, Leipzig] und „Wirk- 
lichkeitslehre‘‘. Driesch ist einer der Hauptvertreter des neueren Vitalismus und hat eine 
bedeutenden Einfluß auf die zeitgenössische Fachliteratur ausgeübt. 

Ein für die Gegenwart sehr wichtiges Werk legt soeben Bernhard Bavink in zweiter völlis 
umgearbeiteter Ausgabe vor: „Ergebnisse und Probleme der Naturwissenschaft. Eine 
Einführung in die moderne Naturphilosophie“ [S. Hirzel, Leipzig]. Bavink geht уоп еше 
umfassenden und vorzüglich klaren Darstellung der neusten Forschungsergebnisse aus und 
führt den Leser induktiv und fast von selbst zu den großen Fragen, die sich daraus für jeden 
Denkenden ergeben. Diese Fragen wägt er dann gegeneinander ab, zeigt die möglichen Denk- 
wege und geleitet endlich den Leser mit großer Vorsicht ein Stück auf dem Wege, den & 
für den richtigen hält. Nirgends werden dogmatische Behauptungen oder Konstruktionen ge 
macht. Der Leser hat so einen doppelten Vorteil: er bekommt eine fast vollständige Über 
sicht über die neusten Ergebnisse der Naturwissenschaften und in der Zusammenfassung und 
Vergleichung der Denkresultate ein Weltbild von nicht unbedeutendem Umfang. Denn Natur- 
philosophie ist für Bavink das Streben nach dem Allgemeinen, das der Naturwissenschaft 


+ 58 + 





HOLLANDER / NATUR UND GEIST * 








— 


runde liegt oder sich aus ihr ergibt. Seinen philosophischen Standpunkt bezeichnet er 
»st als objektiven Idealismus. 

Anen ähnlichen Weg, aber mit anderen Mitteln und zu ganz anderen Zielen, geht Karl 
Linek in seinem Buche „Das Weltengeheimnis. Vorlesungen zur harmonischen Vereinigung 
ı Natur- und Geisteswissenschaft, Philosophie, Kunst und Religion‘ [F. Enke, Stuttgart]. 
nn man das Werk auf eine Formel bringen wollte, könnte man es eine Synthese von Hans 
esch und Rudolf Steiner nennen, würde aber dem vielseitigen Verfasser nicht ganz ge- 
hat werden. Jellinek, der selbst exakter Naturforscher ist, wendet sich in seinem leicht les- 
en und fast elegant geschriebenen Buch an die weitesten Kreise. Es ist ihm weniger um 
‚losophische Begründung als um ethische Überredung zu tun. Er will aufrütteln und zur 
ferstehung im Geiste aufrufen. Philosophisch ist das Werk mehr kompilatorisch und 
st eine strenge Begründung oft vermissen. Zur Abrundung des harmonischen Weltbildes 
-d die Kunst und Weisheit der ganzen Welt herangezogen. Auch wer sich mit den theo- 
yhischen Grundlagen nicht befreunden kann, wird dem Verfasser seine Bewunderung 
r die künstlerische Gestaltung, dem Verlag seine Hochachtung für die glänzende äußere 
ısstallung nicht versagen können. 

Am Ende des Jahres ist auch das an dieser Stelle bereits angezeigte Werk von France „Bios, 
> Gesetze der Welt“ [Hanfstengel, München] vollständig geworden. Was der erste Band 
"sprach, hat der zweite gehalten, und das ganze Werk kann nach der Vollendung als eine 
r lebendigsten Darstellungen der Lebensphilosophie gelten. Eine weitere umfassende Natur- 
ılosophie hat vom katholischen Standpunkt aus Schwertschlager im Verlag von Kösel in 
mpten in zwei Bänden unter dem Titel „Philosophie der Natur“ herausgegeben. Der Ver- 
ser versucht eine induktive Metaphysik auf Grund der aristotelischen Schule und der 
holastik aufzubauen und die allgemeine Relativität der körperlichen Dinge nachzuweisen. 
s Buch vertritt seinen philosophischen und naturwissenschaftiichen Standpunkt mit scharfer 
gik und reichem Wissen. 

Neben diesen umfassenden Werken sind Teilgebiete der Naturphilosophie in großer Zahl 
handelt worden. So sind z. B. die Grundfragen der Psychophysik nach dem Zusammenhang 
n Leib und Seele mehrfach neuen Untersuchungen unterworfen worden, ohne daß wesent- 
h anderes als ein Hinneigen zum Parallelismus auf der einen, zur Wechselwirkung auf 
r anderen Seite zu erkennen wäre. Im Gegensatz zu den meisten anderen Forschern tritt 
riesch in der kleinen Schrift „Leib und Seele‘ [E. Reinicke, Leipzig] mit Entschiedenheit 
ıd neuen Gründen für die Wechselwirkung ein. 

Unter Ablehnung beider psychophysischer Theorien versucht Wilhelm Haas in seinem 
istvollen Buch „Die psychische Dingwelt‘‘ [F. Cohen, Bonn] die psychische Welt theo- 
tisch abzugrenzen. Der Verfasser macht sich frei von der üblichen Psychologie, die in An- 
hnung an die physikalische Mechanik und Atomistik entstanden ist. Er glaubt eine neue 
iychische Welt entdeckt zu haben, die real ist und unabhängig von der zufälligen Wahr- 
!hmung existiert. Der physische Leib ist ihm nur eine Spezialform der Psychisierung. Das 
sychische ist nicht in uns, wir sind im Psychischen. Ein Urteil über die sehr interessanten 
edankengänge wird sich erst fällen lassen, wenn der angekündigte 2. Band, der unter 
nderem auch die Frage nach der Möglichkeit eines Zusammenhanges vom Psychischen und 
hysischen lösen will, vorliegt. Von ähnlichen Voraussetzungen aus gibt Ludwig Klages 


+ 509 * 


ж HOLLANDER / NATUR UND GEIST ' 


einen kurzen Abriß seiner Lebenswissenschaft in der inhaltreichen Schrift „Vom Wesen ds 
Bewußtseins“ [J. A. Barth, Leipzig]. Die Fragen nach der Natur des Lebens und der Her- 
kunft des Verstandes, nach Seele und Geist glaubt der Verfasser endgültig entscheiden z: 
können. | | | 

Ein anderes Problem der Psychologie behandelt Müller-Freienfels in seiner „Philosophi: 
der Individualität“ [Felix Meiner, Leipzig]. Für das Recht und gegen die Rationalisierusz 
der Individualität kämpft dieses glänzend geschriebene und auch in schwierigeren Gedanken- 
gängen fast wie eine Dichtung zu lesende Buch. Die heutige mechanistische Wissenschaft b= 
kämpft die Individualität, indem sie sie auch in rationale Begriffe zwingen möchte. Ih: 
gegenüber enthüllt der Verfasser den ganz und gar irrationalen, durch keine Begriffe zu 
umgrenzenden Charakter der Individualität. Alle Begriffe, die man sich bisher von (br ee 
bildet hat, sind nur Notbehelfe des Verstandes im Sinne der Philosophie des Als-Ob vo 
Vailiinger. Von einer vitalistisch gerichteten Philosophie aus sieht der Verfasser in der Ind 
vidualıtät eine Denkform, die den unendlichen Strom des Lebens, der durch alle Wess 
hindurchgeht, zusammenfaßt. Diese Philosophie soll eine Besinnung darauf sein, daß де 
Mensch mehr ist „als Verstand und Leistung, daß in ihm eine Unendlichkeit quillt, die durc 
keinen Verstand zu ermessen ist, und daß er sich eins wissen kann auch mit einer Uvr 
endlichkeit außer ihm, die aller ratio spottet“. Gegen Großstadtkultur und Maschinen- 
dasein tritt dieses Buch für wahres Leben und echtes Menschentum warm und überzeugen! 
ein. — | 
In seinem Werke „Die Pflugschar, Philosophie des Gegensatzes‘‘ [Bruckmann, München! 
versucht August Ludowici die Polarität der Welt zu einer Versöhnung zu bringen. Er siebi 
den Gegensatz als Grundlage in der Natur. Aus der Natur ist er dem Menschen bewußt gs 
worden, die Sprache selbst denkt in Gegensätzen. Der Gegensatz aber gleicht sich nur aus, 
wenn der richtige Mittelbegriff gefunden und gesetzt wird. Der große Zwiespalt, der von 
jeher die Geister getrennt hat, rührt davon her, daß stets falsch entgegengesetzt wurde. 
Den Weg zu einem naturgewollten Ausgleich zeigt uns dieses anregende und klare Werk. ` 

Neben diesen mehr oder weniger vitalistisch oder metaphysisch eingestellten Büchern sind 
auch eine Reihe von Werken erschienen, die weiterhin eine Naturphilosophie auf streng me 
chanistischer Grundlage geben wollen und darin die frühere monistische Philosophie fort 
setzen. Heinrich Rettig bietet in seinem Buch „Die physikalische Formel дег Ѕее:е“ [G. Braun, 
Karlsruhe] mehr, als etwa der Titel vermuten läßt. Er will beweisen, daß alle Lebens 
erscheinungen und alle Bewußtseinsvorgänge einzig physikalischer und chemischer Natur 
sein sollen. Dazu geht er von der neuen Elektronentheorie aus, die er in seinem Sinne au. 
legt. Seele ist ein Verband positiver und negativer Elektronen im Kristall, der Selbsterhal- 
tungs-, Wachstums- und Rassenzusammenschlußtrieb mit der Fähigkeit zweckmäßiger Wir- 
kungen besitzt. Die Analogieschlüsse, mit denen der Verfasser bei seinen Beweisen arbeite, 
sind freilich wissenschaftlich keineswegs zwingend. Im übrigen versucht das Buch, Antwort 
auf die meisten biologischen Fragen zu geben und zieht auch Staat und Politik, Religion und 
Sittlichkeit in den Kreis seiner Betrachtungen. Das Buch ist klar und mit großer Sach- 
kenntnis geschrieben, aber der Verfasser scheitert, wie so viele vor ihm, an der Unmöglich- 
keit, die mindestens heute noch besteht, diese Fragen im mechanistischen Sinne zu lösen. | 
Ein „Monistisches System auf psycho-analytischer Grundlage“ nennt Karl-Ernst Schulze 








+ бо + 


r SCHERING / MUSIKALISCHE REIHENBÜCHER ж 
a наара ааа анааан ааннара 
eine „Philosophie der menschlichen Triebe‘ [F. Dietrich, Leipzig]. Durch eingehende Ana- 
yse des menschlichen Trieblebens sucht der Verfasser das menschliche Seelenleben auf die 
Ur- oder Elementartriebe zurückzuführen: Entwicklungs-, Ernährungs-, Begattungs- und 
Bruttrieb, aus denen dann die sekundären wie Macht-, Besitz-, Schönheits-, Freiheits- und 
Slückstrieb ‚hervorgehen. Eine Harmonie des Trieblebens herzustellen, ist das Ziel mensch- 
ichen Mühens. Den egoistischen Ursprung unserer Tugenden versucht dieses Buch wie so 
nanche früheren zu erweisen, ohne wesentlich eindringlicher zu wirken. Die einseitige Blick- 
richtung teilt es mit anderen — Veröffentlichungen und kann dalıer als 
philosophisches System nicht gelten. 

Gegen die neuere Metaphysik wendet sich mit außerordentlich scharfer Logik Dietrich 
Heinrich Kerler mit seinem sehr gewichtigen Buch „Die auferstandene Metaphysik“ [H. Ker- 
ler, Ulm]. Driesch, Bergson, Keyserling, Boutroux, Steiner, Husserl und viele andere Philo- 
sophen werden hier von einem unbestechlichen und äußerst scharfen Verstande auf die lo- 
gische und metaphysische Haltbarkeit ihrer Systeme geprüft und fast bei allen werden Fehler 
und unbewiesene Behauptungen festgestellt. Dabei unterscheidet sich diese Kampfschrift 
durch die ruhige und vornehme Sachlichkeit ihres Tones sehr wesentlich von anderen, die 
oft persönlich sind und mit scholastischen Spitzfindigkeiten arbeiten. 

Ein erkenntnis-theoretischer Kritiker auf dem Gebiete der Physik ist Hugo Dingler „Phy- 
sik und Hypothese“ [Verein. wissenschaftl. Verleger, Berlin]. Von phänomenologischem 
Standpunkte aus untersucht-er die Grundlagen der Physik, Experiment und Hypothese, und 
setzt sich schließlich mit der Relativitätstheorie in kritischem Sinne auseinander. 

Zum Schlusse seien noch zwei Bücher erwähnt, die eine Lebensphilosophie in Aphorismen 
zu geben versuchen: Rudolf von Delius „Urgesetze des Lebens‘ [Verlag Reichl, Darmstadt] 
und Adolf Heilbron „Vom Geist der Erde‘ [Fleischel, Berlin]. Interessant ist bei Delius das 
Herausarbeiten der großen Linien, doch bleibt bei dieser energistisch-relativistischen Lebens- 
philosophie manche Frage ungelöst, manche Kluft unüberbrückt. Aus Heilbrons Werkchen 
spricht ein reifer Geist, der Natur und Kultur mit gleicher Liebe umfaßt. Es ist eine Mensch- 
heitsphilosophie, ein Erbauungsbuch für die lastende Gegenwart, das zu einem naturnahen 
und doch kulturgesättigten Leben führen will. 

Während der Drucklegung ging mir noch ein Werk von I. L. Reichenau „Neuland. Umrisse 
eines Weltbildes‘‘ [O. Wiegand, Leipzig] zu. Es wendet sich gegen die Vorurteile der me- 
chanistischen Denkweise und will Sinn und Zweck des menschlichen Lebens unbelastet durch 
Autoritätsglauben verdeutlichen: Das ernsthafte Buch erfreut besonders durch die freimütige 
und doch vorsichtig abwägende Art der Beurteilung und die übersichtliche Darstellung. 


MUSIKALISCHE REIHENBÜCHER 
"VON PROF. DR. ARNOLD SCHERING 


De außerordentlich starke Zunahme der buchhändlerischen Reihenbücher-Unternehmen 
ist wohl darauf zurückzuführen, daß der vielbeschäftigte, vielinteressierte, oft abgelenkte 
Mensch unserer Tage ein besonderes Verlangen nach zusammenfassenden Übersichten, scharf 
begrenzten Ausschnitten, kurzer, monographischer Darstellung hat, die es ihm ermöglicht, 


a Dr + 


Aë 


ж SCHERING / MUSIKALISCHE REIHENBÜCHER 


sich schnell zu konzentrieren und seinen Lieblingsstoffen nach freier Wahl auf kürzesten 
Wege näher zu kommen. Ehe er zu einem ein- oder mehrbändigen Wälzer greift, holt er 
lieber eins jener meist farbenfroh dargebotenen Bändchen hervor; er weiß, daB sie ıhı 
auf wenig Seiten den Extrakt des Feinsten und Besten bieten, das der Titel verspricht. Selten 
nur wächst sich der eine oder andere der Beiträge zu dickleibigen Bänden aus. | 
Ein Unternehmen dieser Art auf dem Gebiete der Musikwissenschaft sind die von Herman: 
Kretzschmar bei Breitkopf & llärtel, Leipzig, seit Jahren herausgegebenen „Kleinen Hand. 
bücher der Musikgeschichte“. Das „klein“ ist nicht ernst zu nehmen. Es handelt sich in 
Wahrheit um tiefgründige, breit dargelegte Forschung, an die sich der Musikfreund vielfach 
nur mit Mühe heranarbeiten wird. Da ist als Band VIII, der prächtige, überaus aufschlub- 
reiche und als Zeugnis deutschen Gelehrtenfleißes bewundernswerte zweite Teil des „‚Hand- 
buchs der Notationskunde‘ von Johannes Wolf; die aus jahrzehntelangen Studien hervor- 
gewachsene „Geschichte der Oper“ (Bd. VI) von H. Kretzschmar, der als Band VII eine „Ein- 
führung in die Musikgeschichte“ folgte; ferner das auf staunenswerter Sachkenntnis ruhend:, 
als Nachschlagewerk unentbehrliche „Handbuch der Musikinstrumentenkunde“ (Bd. Xili 
von Curt Sachs und Karl Nefs übersichtlich gegliederte „Geschichte der Sinfonie und 
Suite“ (Bd. XIV), — Bände, die, mit Faksimiles und Notenproben reich ausgestattet, mit 
zum Besten gehören, was die deutsche Musikwissenschaft in den letzten Jahren erhalten hat. 
Auf anmutvollere Pfade führen die vom Drei-Masken-Verlag [München] herausgegebenen 
„Musikalischen Stundenbücher“‘. Der Sinn dieses Dutzends geschmackvoll ausgestatteter Lieb- 
habcıbändchen ist, dem gebildeten Musikfreund einige der schönsten klassischen und ro- 
mantischen Kompositionen gleichsam in täglichem Genuß, und sei's nur auf eine Stunde, 
immer näher zu bringen. Sachkundige Hände wählten aus und leiten ein. Am reichsten ist 
die Liedgruppe vertreten: Mozarts gesellige dreistimmige Lieder, Händels wunderschöne 
deutsche Arien, Lieder von Wagner, Berlioz und P. Cornelius in Auswahl. Dem Klavier- 
spieler zugedacht sind Bändchen mit Bachs „Capriccio‘“ und einer Kuhnauschen Sonate, mit 
Webers D-moll-Sonate, Beethovens „Bagatellen‘, Mendelssohns „Liedern ohne Worte” und 
Lannerschen Walzern. An Chorstücken erschienen Palestrinas Marcellusmesse und 60 Choräle 
von Bach. | 
Demselben Zwecke, nämlich geruhsames Versenken in künstlerische Kostbarkeiten zu 
fördern, dienen die „Blätter der Stunde“ [r. Reihe; F. A. Perthes, Gotha], herausgegeben 
von P. Eberhardt und R. Steglich. Auf 15 schlichten Doppelblättern (in Karton) sind jedes 
mal einzelne Juwelen der Gedichtliteratur, vom Psalter an bis Tagore, einzelnen aus | 
gewählten Kompositionen alter und neuer Zeit (in Klaviersatz) derart gegenübergestellt. 
daß beide, Wort- und Tonausdruck, sich innig im’ selben Stimmungskreise berühren. 
Kleine zeit- und kulturgeschichtliche Dokumente von hohem Interesse sind die Selbst- 
biographien deutscher Musiker, die unter dem Titel „Lebensläufe deutscher Musiker, von 
ihnen selbst erzählt“ zu erscheinen begonnen haben [C. F. W. Siegels Musikalienhandlung, 
Leipzig]. Alfred Einsteins Redaktion bürgt für gewissenhafte Ausgabe. Bis jetzt erschienen, 
mit feinen, alten Stichen geziert, die Lebensläufe von J. A. Hiller, Chr. Gottlob Neefe, Adal- 
bert Gyrowetz. | 
Im selben Verlage setzt Arthur Seidl als Herausgeber die lange vor dem Kriege von 
Rich. Strauß begründete Bücherreihe „Die Musik" fort. Der Wert der einzelnen Veröffent- 





x» Da +» 


chungen schwankt. Während Eugen Schmitz der für einen Musiker verfänglichen Auf- 
Ье, das „Madonnenideal in der Tonkunst‘‘ (Bd. 36) zu zeichen, immerhin noch dadurch 
recht wird, daß er neben bloßem Registrieren aller möglichen Marienkompositionen ein 
härferes Herausarbeiten der maßgebenden Stil- und Stimmungsmomente nicht scheut, 
rliert sich Karl Grunsky in seinem Seitenstück dazu: „Das Christusideal in der Ton- 
шз“ (Ва. 38) іп historische Berichterstattung. Als „Betrachtungen zur Kunst“ legt Sieg- 
und von Hausegger, der bekannte Dirigent, gesammelte Aufsätze vor (Bd. 39/41), von 
nen wohl am meisten die autobiographischen Stellen und die Bemerkungen über sein 
zenes Schaffen interessieren werden. Der Herausgeber selbst, Seidl, behandelt aus persön- 
hen Erinnerungen heraus „Hans Pfitzner‘ (Bd. 45/46), endlich K. Hasse „Max Reger“ 
einer liebevollen Studie, der als reizvolle Zugabe eine Anzahl Originalaufsätze Regers 
gehängt sind. Die Bändchen zeugen äußerlich von sorgfältiger Buchpflege. 

Von den drei Neuauflagen der „Tongerschen Musikbücherei‘ [P. I. Tonger, Köln a. Rh.]: 
rschners „Repetitorium der Musikgeschichte‘‘ (Bd. 5/6), Volbachs „Erläuterungen zu 
‚eihovens Klaviersonaten“ (Bd. 12/14), Meyers „Berühmte Geigen und ihre Schicksale“ 
М. то) hat der zuletzt genannte Band wegen der ausgezeichneten Abbildungen alter Meister- 
igen einen besonderen Wert. 


REMBRANDTS SELBSTBILDNIS 
ZU UNSERER KUNSTBEILAGE 

Zu den reichlich sechzig Selbstbildnissen, die wir bisher im Oeuvre Rembrandts zăhlten, 
t die Forschung der letzten Jahre sieben neu entdeckte Stücke hinzugefügt. Wir geben 
з dem wertvollen Ergänzungsbande der „Klassiker der Kunst“ [Rembrandt, Wieder- 
fundene Gemälde, herausgegeben von Wilhelm R. Valentiner; Deutsche Verlagsanstalt, 
uttgart] hier das späteste und reifste wieder. Das um 1663 gemalte Bild (wir bringen 
er nur einen Ausschnitt aus dem Ganzen) trägt in der psychologischen wie in der male- 
shen Faktur die unverkennbaren Schriftzüge von Rembrandts Hand. Sucht man es 
rischen den bekannteren Selbstbildnissen des letzten Rembrandt einzureihen, so steht es, 
cht nur der Zeit nach, etwa zwischen dem Louvrebild von ı660 und der Tafel der 
ımmlung Carstanjen mitten inne; zwischen der Halbfigur dort, die, mit dem Hand- 
erkszeug und einer Art Nachtmütze ausstaffiert, doch etwas erschütternd Großartiges 
ıt, und jenem grinsenden Gespenst, das die letzte Illusion über die Welt und sich 
lbst aufgegeben. Längst jener Zeit entwachsen, da er die eigene Person mit dem Pathos 
es Barockmalers in Szene zu setzen liebte, ist er sich seibst Objekt unerbittlicher Beobachtung. 
ber nicht, wie in der Jugend, die physische Struktur allein, sondern das Letzte von Charakter 
nd Schicksal bannt er jetzt in das gemalte Abbild. Das Notwendige, Unzerstörbare indivi- 
uellen Lebens, in genialer Sammlung erfaßt, dringt mit gesammelter Kraft aus jeder dieser 
hysiognomien uns entgegen. Darum möchten wir auch nicht der Meinung von Bredius bei- 
flichten, daß das Bild uns den alten Rembrandt gewissermaßen „hausbacken‘ gebe; auch 
1 ihm liegt der tragische Ernst, den der Zusammenbruch seiner äußeren Existenz und der 
lick in die Abgründe der Seele seinem Antlitz aufgeprägt hat. Überflüssig zu betonen, 
aß die unvergleichliche Sättigung und abwägende Verteilung der Töne diesen Eindruck 
resentlich. bestimmt. W.B. 


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ж DEUTSCHE THEATERLITERATUR 19:4 — 1921 ( 
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DEUTSCHE THEATERLITERATUR 1914—1921 


ZUSAMMENGESTELLT VON DR. FRIEDRICH MICHAEL 


Die ständig wachsende Teilnahme weiter Kreise an den Forschungen über Wesen und Geschick: 
des Theaters ist in den letzten Jahrzehnten mannigfach gefördert worden. Der international: 
Ausstellung für Musik und Theaterwesen in Wien ı892 folgte eine deutsche Theaterausstellung -; 
Berlin 1910, eine Theaterkunst-Ausstellung fand u. a. in Zürich ıgı4 statt, und eben jetzt bat mai 
in Holland eine internationale Theaterausstellung eröffnet. Die Zeitschriften aller Länder bekunden :: 
zahlreichen Aufsätzen das vielfach historisch gerichtete Interesse am Theater, und die Buchliteratur ste: 
nicht zurück. In der nachfolgenden Bibliographie geben wir eine Zusammenstellung der neu: 
deutschen Theaterliteratur, die bisher noch fehlte. Sie beschränkt sich auf die Zeit seit ı914 urz 
auf die selbständigen Buchveröffentlichungen. Vollständigkeit, besonders innerhalb der umfangreiche: 
Broschürenliteratur, konnte nicht erreicht werden, doch sind grundsätzlich neben den umfangreiche: 
gewichtigen Büchern auch vergänglichere Tagesschriften und die zahlreichen Jahresalmanache azi- 
genommen, weil sie oft wertvolles Bildermaterial, Szenenentwürfe, Schauspielerporträts und de. 
enthalten. Eine Charakteristik der einzelnen Werke verbot der Raum; doch wird der Bücher- uz; 
Theaterfreund in den meisten Fällen aus dem Titel auf den Inhalt des Buches, oft auch auf sei» 
wissenschaftliche Bedeutung schließen können. Die wichtigste ältere Literatur ist in einigen ¿z 
unten genannten Werke angeführt, z. B. bei Boehn, Bühnenkostüm, und Petersen, Nationaltheate: 
Für die ältere Einzelliteratur verweisen wir noch auf das ıgog in 2. Auflage erschienene Bus 
„Bibliographie der deutschen Bühnen seit ı830‘* von Robert F. Arnold 
[Berlin, Vereinigung wissenschaftlicher Verleger). 


THEATERGESCHICHTLICHE 
GESAMTDARSTELLUNGEN 


BOEHN, Max von, Das Bühnenkostüm in Alter- 
tum, Mittelalter und Neuzeit. Mit 325 Abb. (VIII, 
4g6S. Lex.-8%.) Berlin 1921, Bruno Cassirer. 


BORINSKI, Karl, Das Theater. (116 5. КІ.-80.) 














FLEMMING, Willi, Andreas Gryphius und á 
Bühne. Mit 8 Abb. auf Taf. (XII, 450 5. Сг.-&: 
Halle a. d. S. 1921, Max Niemeyer. 


FRAUDE, Otto, Heinrich von Kleists Hermann- 
schlacht auf der deutschen Bühne. (ob SG. Gr e. 
Kiel 1919, Wissenschaftliche Gesellschaft ii 
Literatur und Theater. 


Leipzig 1921, Quelle & Meyer. (Wissenschaft 
und Bildung, Bd. 167.) 

GAEHDE, Christian, Das Theater vom Altertum 
bis zur Gegenwart. Mit 17 Abb. 3. verb. Aufl. 
(П, 126 S. Kl.-80.) Leipzig 1921, Teubner. (Aus 
Natur und Geisteswelt, Bd. 230.) 

LEBEDE, Hans, Das deutsche Theater, seine Ent- 
wicklung und seine Bedeutung für die Gegen- 
wart. (VIII, 76 S. Kl.-80.) Würzburg 1920, 
Kabitzsch & Mönnich. (Schriften der Volkshoch- 
schule, Bd. 10.) 

PETERSEN, Julius, Das deutsche Nationaltheater. 
Fünf Vorträge, gehalten im Februar und März 
1917 im Freien deutschen Hochstift zu Frank- 
furt a. M. Mit 44 Abb. im Text u. auf 8 Taf.) 
Leipzig 1919, Teubner. (Zeitschrift für deutschen 
Unterricht, ı4. Ergänzungsheft.) 


EINZELDARSTELLUNGEN 
UND SAMMLUNGEN 


BEITRÄGE zur Literatur- und Theatergeschichte. 
Ludwig Geiger zum 70. ын am 5. Juni 
1918 als Festgabe dargebracht. (XVI, 486 S. Gr.- 
8%.) Berlin 1918, B. Behrs Verlag. 


FREUDE, Felix, Die Schaubühne des Freihern 
von Petrasch. (VI, 208 S. Lex.-8%.) Brünn ıgıl, 
Winiker. 


HERRMANN, Max, Forschungen zur deutsch:: 
Theatergeschichte des Mittelalters und der Rena: 
sance. Mit 129 Abb. (XVI, 541 S. Gr.-89.) Beria 
1914, Weidmannsche Buchhandlung. 


HOCHDORF, Max, Die deutsche -Bühnengenosser- 
schaft. Fünfzig Jahre Geschichte. Geschrieben ın 
Auftrag der Genossenschaft deutscher Bühren- 
angehöriger. Mit ı4 Taf. (264 S. 8%.) Pulsdan 
1921, Kiepenheuer. 


HOCHGRAVE, Wilhelm, Die Technik der Atti 
er im deutschen Drama. (VI, 82 S. Gr- 
0.) Leipzig 1914, Leopold Voß. (Theatergest. 
Forsch., Bd. 28.) = | 
JACOBS, Monty, Ibsens Bühnentechnik. (209 *. 
Gr.-80.) Dresden 1920, Sibylien-Verlag. , 


KÖSTER, Albert, Die Meistersingerbühne des 16. 
Jahrhunderts. Ein Versuch des Wiederaufbau: 
(V, rıı S. Gr.-8°.) Halle 1920, Niemeyer. ` 


MOORMANN, Maria, Die Bühnentechnik Heinrich 
Laubes. (XI, go S. — Leipzig 1917, Lec- 
pold Voß. (Theatergesch. Forsch., Bd. 30.) | 





+ бд a 








EE‏ س 


VITS, Jocza, Shakespeare und die Bülıne des 
Dramas, Erfahrungen und Betrachtungen. Mit 
t Bildnis u. 3 Grundrissen. (VIII, 724 S. Lex.- 
3°.) Bonn 1917, Cohen. 


AHL, Ernst Leopold, Das englische Theater im 
t9. Jahrhundert. Seine Bühnenkunst und Lite- 
atur. Mit 12 Bildertaf. (X, 258 S. 80.) München 
'9ı4, Oldenbourg. 


RINDBERG, August, und die deutschen Büh- 
en. Zusammengest. und herausgeg. vom Drei- 
lasken-Verlag. (23 S. Gr.-8°.) Berlin 1915, Drei- 
lasken-Verlag. 


NNENBAUM, Eugen, Friedrich Hebbel und das 
“heater. (XLI, 199 S. 80.) Berlin 1914, Behrs 
erlag. 


LENTIN, Caroline, Theater und Musik am Fürst- 
ich Leiningischen Hofe. Dürkheim 1780—1792; 
\inorbach 18o3—1814. Mit 3 ALL. auf Taf. u. 
ı Noteubeilage. (168 S. Gr.-80.) Wārzburg 1921, 
Kabitzch & Mönnich. (Neujahrsblätter der Ge- 
sellschaft für Fräukische Geschichte, Bd. XV.) 


)ELCKER, Bruno, Die Hamletdarstellungen Da- 
niel Choduwieckis und ihr Quellenwert für die 
deutsche T'heatergeschichte des ı8. Jahrhunderts. 
Mit ı5 Abb. (XV1, 246 S. Gr.-8°.) Leipzig 1916, 
Leopold Voß. (Theatergesch. Forsch., Bd. 29.) 


IDMANN, Wilhelm, Theater und Revolution. 
lire gegenseitigen Bozichungen und Wirkungen 
m 18., 19. und 20. Jahrhundert. Mit 16 Bilder- 
laf. u. o Textabb. (190 S. 80.) Berlin 1920, 
Oesterheld & Co. 


ANTIKES THEATER 


EBER, Margarete, Die Denkmäler zum Theater- 
wesen im Altertum. Mit 142 Abb. im Text u. 
100 Taf. (V, 212 S. Lex.-80.) Berlin 1921, Ver- 
eiuigung wissenschaftlicher Verleger. 


ECHTER, Ernst R., Die baugeschichtliche Ent- 
wicklung des antiken Theaters. Eine Studie. Mit 
133 Abb. auf 43 Taf. (XI, 130 S. Lex.-80.) 
München 1914, С. Н. Веск. 


\CKENIIA US, August, Die altgriechische Bûhne. 
Mit einer Beil. von Eduard Schwartz. Mit 29 Alb. 
u. 3 Taf. (VII, 131 S. Lex.-8%.) Straßburg 
1917, Trübner. [Jetzt: Berlin, Vereinig. wissen- 
schaft, Verleger.) 


ERKAN, Armin von, Das Theater von Priene als 
Einzelanlage und in seiner Bedeutung für das 
hellenistische Bühnenwesen. Mit 36 [1 farb.) 
Taf, und tı Abb im Text. (132 S. 29.) München, 
Berlin, Leipzig 1921, Verl. f. praktische Kunst- 
wissenschaft, 


CLLER, Albert, Das attische Bühnenwesen, Kurz 
dargestellt, Mit 2: Abb. 2. Abdruck. (132 S. 80.) 
Gütersloh 1916, Bertelsmann. 


„ 6 


DEUTSCHE THEATERLITERATUR 1914 — 1921 * 


THEATER EINZELNER 
STÄDTE 


Almanach des Schiller-Theaters 1918. Her- 
ausgeg. vun Leo Wulff. Mit Abb. (48 S. Lex.-8°.) 
Hamburg 1918. 


ALTONA 


BERLIN 


Baumgarten, Franz Ferdinand, Zirkus Rein- 
hardt. (88 S. Gr.-8%) Potsdam 1920, Tillgner. 
Das große Schauspielhaus. Zur Eröff- 
nun d Hauses herausgeg. v. Deutschen Theater 
in Berlin. (Heinz Herald.) Mit ı Abb. u. Taf. 
(122 S. 80.) Berlin 1920, Verlag der Bücher 
des Deutschen Theaters, 

Droescher, Georg, Der Schinkelbau. 100 
Jahre Schauspielhaus. Festschrift zum 26. Mai 
1921. Nach den amtlichen Quellen. Mit 8 Taf. 
(103 S. Gr.-80.) Leipzig 1921, Waldheim & Co. 
Epstein, Max, Max Reinhardt. (318 5. 80.) 
Berlin 1918, Winckelmann & Söhne. 
Herald, Heinz, Max Reinhardt. Ein Versuch 
über das Wesen der modernen Regie. Mit elf 
Szenenbildern nach Entwürfen der Maler des 
Deutschen Theaters und ı Porträt. (237 S. 8°.) 
Berlin 1915, Lehmann. 

Jacobsohn, Siegfried, Max Reinhardt. 4. u. 
5. völlig veränderte Aufl. (VIII, 152 S. Gr.-8°.) 
Berlin 1921, Erich Reiß. 

Illustrierte Klassiker des Deutschen Theaters nach 
Inszenierungen von Max Reinhardt. Char- 
lottenburg, Felix Lehinann. Es erschienen u. a. 
Goethe, Faust I u. Ш; Schiller, Maria Stuart; 
Shakespeare, Hamlet, Kaufmann von Venedig, 
König licinrich IV., Romeo und Julia, Sommer- 
nachtstraum, Viel Lärm um nichts. Jeder Band 
enthält ca. 123 Abb. der Darsteller und Szenen. 
Stern, Ernst, Die Ballette des deutschen 
Theaters. 12 farb. Original-Lithographien. Text 
von Uscar Bie. (8 S. 32X49 SE Berlin 1918, 
Erich Heiß. (Prospero-Druck Nr. 4.) 

Stern, Ernst und H. Herald, Reinhardt und 
seine Bühne. Bilder von der Arbeit des Deutschen 
Theaters. Eingeleitet von Hugo von Hofnanns- 
thal. Mit Abb. (208 S. Gr.-80.) Berlin 1918, 
Dr. Eysler & Co. 

Wesen und Weg der Berliner Volksbühnen- 
bewegung. Im Auftrag des Verbandes der Ber- 
liner Volksbühne herausgtg. von Julius Bab. Mit 
18 Abb. u. 2 Planen. (47 S. Fol.) Berlin 1919, 
Ernst Wasmuth. 


BRAUNSCHWEIG 


Jahrbuch des braunschweigischen Landes- 
theaters für 1919/20. Herausgegeben von Herm. 
Grußendorf. Mit ı8 Porträts und Plänen. (968. 
Kl.-80.) Brauuschweig 1919, Арре!һапз & Со. 


BRESLAU 


Betltauer, Fritz Ernst, 50 Jahre Schauspiel 
in Breslau. Ilerausgeg. von d. Direktion der Ver- 
einigten Theater in Deelen, 

Loewe, Theodor, Ein Widmungsblatt. (248 S. 
Gr.-80.) Breslau 1917, Böhm & Taussig. 
Meckauer, Walter, Das Theater in Breslau 


+ 


und Th. Loewe. 1892— 1917. Beiträge deutscher 
Dichter und Künstler. Mit ı Віапіз. (132 5. 80.) 
Dresden 1917, Heinrich Minden. 


DETMOLD 
Staerke, Max, Fesischrift zur Eröffnungs- 
vorstellung des lippischen Landestheaters am 
28. IX. ıgıg. Mit ı Beil. (38 S. Lex.-80.) Det- 
mold 1919, Meyersche Hofbuchhandlung. 


DONAUESCHINGEN 

- Hoftheater, Das fürstl. Fürstenbergische, zu 
Donaueschingen 1775—1850. Ein Beitrag zur 
Theatergeschichte. bearbeitet v. d. fürstl. Archiv- 
verwaltung. Mit Abb., Bildnissen u. Plänen. (IX, 
137 S. (8.80) Donaueschingen 1914, Fürstl. 
Fürstenberg. Archiv. 


DRESDEN | 
Baumgard, Otto, Gutzkows dramaturgische 
Tätigkeit am Dresdner Hoftheater. Bonn 1919, 

enania, 

Berend, Charlotte, Theater. (Dresden, Oper 
und Schauspiel.) Eine Mappenfolge farb. Litho- 
graphien, eingeleitet von R. H. Kaemmerer. Drei 
lappen. (Je 8 Taf mit 5, a, a Bl. Text, 57x 
AA cm.) Dresden 1920, Emil Richter. 
Brandt, Heinrich, Gocthes Faust auf der königl. 
sächs. Hofbühne zu Dresden. Ein Beitrag zur 
Theaterwissenschaft. (XVI, 279 S. Gr.-80.) Berlin 
1921, Ebering. (Germ. Studien, Heft 8.) 

ESSEN 
Almanach 1919 der vereinigten Stadttheater 
Essens, Im Auftrag der Intendanz herausgeg. von 
Heinrich Zerkaulen. Mit Abb. u. Taf. (688. 80.) 
Essen 1919, Fredebeul & Koenen. 

Derselbe, 1920. (153 S. 80.) Ebenda. 


FRANKFURT A. M. 

Deutsche Bühne, Jahrbuch der Frankfurter 
Städtischen Bühnen. Im Auftrag der General- 
intendanz herausgeg. von Georg J. Plotke. Frank- 
furt 1919. Literar. Anstalt, Rütten & Loening. 
I. Band: Spielzeit 1917/18. Mit 6 Taf. u. 7 Texl- 
abb. (VI, 03 S. Gr.-80) 

Frankfurter Theater-Almanach. Amtliche Aus- 
gabe. 5 Jahrgänge, 1917/18— 1921/22. Mit zahlr. 
Abb. (120, 120, 164, 148, 114S. Gr.-80.) Frank- 
furt a. M., Max Koebcke. 


FREIBURG in der Schweiz 
Ehret, J., Das Jesuitentheater zu Freiburg in 
der Schweiz. 1. Teil: Die äußere Geschichte der 
Herbsispiele von 1580—1700. Mit einer Über- 
sicht über das Schweizerische Jesuilentheater. 
Mit 7 Taf. u. 2 Karten. (XVI, 260 S. 80.) Frei- 
burg i. Br. 1921, Herder & Co. 


GOTHA 
Gothaer Theater-Almanach. Im Auftrage 
des Landestheaters herausgeg. von Erich Nippold. 
Mit Titelbild u. 5 Taf. (Ill, 64 S. Kl.-8°.) Gotha 
1920, Frdr. Andr. Perthes. 

HAMBURG 
Hamburger Theater-Almanach. en 
von Karl Goldfeld. Jahrg. 1920/21. Mit 12 Taf. 
(156 S. 80%.) Hamburg 1921, Joh. Ludw. Glogau. 


+ 66 + 


DEUTSCHE THEATERLITERATUR 1914 — 1921 





Weyhmann-Rolf, Horst, Geschichte ; 
Ernst-Drucker-Theaters. 1841— 1916. (63 S. ki 
80.) Hamburg 1916, Direktion des Theaten. | 
KARLSRUHE 
Frankenberg, Egbert von, Theaterkung o 
Karlsruhe. Rückblick und Ausblick. (53 S. Gz 
80.) Heidelberg 1918, Winter. 
Goldschmit, Rudolf K., Eduard Devriry 
Bühnenreform am Karlsruher Hoftheater. (Mi 
151 S. Gr.-80.) Leipzig 1921, Leopold Ve 
ишете. orschungen, Bd. 32.) 
öder, Adam, Die Zukunft des Байы] 
Landestheaters. (45 $. K1.-80.) Karlsruhe 1914 
Gutsch. 
Theater-Almanach fûr Karlsruhe ur; 
Baden-Baden. Mit Unterstützung beider Intendx- 
zen bearb. von Paul Straßner. 1. Jahrg. 1920: 
Ми 16 Taf. u. ı Plan. (108 S. Gr.-80.) Kır- 
ruhe 1920, Badische Druck- u. VerL-Geselii 
KOBLENZ 
Becker, W. J., Gesammelte Beiträge zur Li: 
ratur- und Theatergeschichte von Koblenz. (47 
80.) Koblenz 1920, Krabbensche Buchdrucker: 
KÖLN 
Niessen, Carl, Dramatische Darstellungen 3 
Köln 1526—1700. Mit Abb. (136 S. Gr.-! 
Köln '1917, O. Müller. (Veröffentlichungen & 
Kölner Geschichtsverein, Heft 3.) 


KÖNIGSBERG 
Festschrift zur Wiedereröffnung des Könip 
berger Stadttheaters am 27. VILI. 1918. Mit Abs 

42 5. 31,5 х 24,5 сп.) Königsberg 1918, бг 
Unger. 

LEIPZIG 
Schulze, Friedrich, Hundert Jahre Leipzige 
Stadttheater. Ein geschichtlicher Rückblick. WM 
25 Abb. auf Taf. (VIII, 276 S. 8°.) Leipzig ı9:' 
Breitkopf & Härtel. 

LÜBECK 
Schlodtmann, Von der lübeckischen Schar 
spielbühne in den Jahren 1908—1915. Be 
er en und Einführungen, (ҮП, 144 2 

r.-80.) Lübeck 1915, Schmidt. 

MANNHEIM | 
Mannheimer Theater-Jahrbuch. Herausg:z; 
von Ernst Leopold Stahl. ı. Jahrg. Mit то Bit 
beigaben. (1645. 8%.) Heidelberg 191g, Hermacı 

eister. 

MÜNCHEN 
Leythäuser, Max, Die Scheinwelt und ih» 
Schicksale. Volkstümliche Geschichte der Münrh- 
ner kurfürstlichen und königlichen Hofihesir 
(1654—1916) nebst zweier Königskapitel. Ve 
ständ. neu bearb., ergänzte u. verm. a. Aufl. Ni: 
1 Taf. (779 S. Lex.-80.) Würzburg 1915, Me 
minger. 

POSEN | 
Abschieds-Almanach vom Stadt-Theate 
Posen 1919. Herausgeg. von Theo Bachenheime 
und Walkin Brauer. Mit Abb. u. 8 S. Bildnissen. 
(54 S. Gr.-80.) Posen 1919, Ostdeutsche Buch 
druckerei und Verlagsanstalt. 








DEUTSCHE THEATERLITERATUR ı914— 1921 * 





ALZBURG 

Pirker, Max, Die Salzburger Festspiele. Mit 
zahlr. Illustrationen. (120 S. 80.) Wien 1921, 
Amalthea-Verlag. 


TETTIN 
Almanach des Stettiner Stadt-Theaters auf 
1919/20. Stettin 1920, Bauchwitz. 


TUTTGART | 

Die schwäbische Volksbühne. Denkschrift 
— vom Verein zur Förderung der Volks- 
bildung. Mit Beiträgen von Theodor Bäuerle, Karl 
Konrad Düssel, Erich Dürr und Ernst Martin. 
(24 S. 80.) Stuttgart 1920, Verlag des Vereins. 
Gerhäuser, Emil, за Bühnenkunst, 
Inszenierungen der königl. württemberg. Hofoper 
von Werken Mozarts und von Schillings’ Mona 
Lisa. Mit den künstler. Entwürfen der Bühnen- 
ausstattung von Bernhard Pankok und einem Vor- 
wort „Das Bühnenbild“ von Hans Hildebrandt. 
Mit Abb. u. 52 Taf. (VII, 418 S. 31,5X 24 cm.) 
Stuttgart 1917, Meyer-Ilschen. 


’EIMAR 

Höfer, Conrad, Weimarische Theaterveranstal- 
tungen zur Zeit des Herzogs Wilhelm Ernst. 
(18 S. Lex.-80.) Weimar 1914, W. Hoffmann. 
Stern, Albert, Zar Hardt und das deutsche 
Nationaltheater zu Weimar. Eine Zeit- und Streit- 
schrift. (112 S. 8%.) Weimar 1920, Weimarischer 
Verlag. 


VIEN 
Bettelheim-Gabillon, Helene, Im Zeichen 
des alten Burgtheaters. (Erinnerungen.) (246 S. 
80.) Wien ıga1, Wiener Literarische Anstalt. 
Brüll, Oswald, Letztes Burgtheater. Requiem 
für das Österreichertum. (107 S. 8%.) Wien 1920, 
Ilf-Verlag. 

Enzinger, Moriz, Die Entwicklung des Wiener 
Theaters vom 16. zum 19. Jahrhundert. Stoffe 
und Motive. (XV, 614 S. 8°.) Berlin тол, 
Gesellschaft für Theatergeschichte. (Schriften, 
Bd. 28 и. 29.) | 
Glossy, Karl, ‘Zur Geschichte der Theater 
Wiens. I. 1801—20. (IV, XXXV, 334 S. 8°.) 
Wien 1915, Konegen. — II. 1821—30. (XXIII, 
160 S. Gr.-80.) Wien 1920, Amalthea-Verlag. 
Jahrbuch, Amtliches, der k. k. Hoftheater in 
Wien. 3 Bānde. Für die Spielzeiten: 1914/15; 
1915/16 а. 1916/17; 1917/18. (152, 166, 1765. 
80.) Wien, Gerold & Co. 

Loewy, Siegfried, Aus Wiens großer Theater- 
zeit. Monographien und persönliche Erinnerun- 
gen. Mit 7 Bildertaf. (ҮШ, тїт S. Gr.-8°.) Wien 
1921, Paul Knepler. 

Minor, Jacob, Aus dem alten und neuen Burg- 
theater. Mit einem Begleitwort von Hugo Thimig. 
Ми 15 Bildertaf. (VIII, 258 S. Gr.-8%.) Wien 
1920, Amalthea-Verlag. (Amalthea-Bücherei, 
Bd. 16/17.) 

Müller-Guttenbrunn, Adam, Österreichs 
Literatur- und Theaterleben. Eine Übersicht. 
(91 S. KL-80.) Wien 1918, C. Fromme. 
Payer von Thurn, Rudolf, Joseph II. als 
lheaterdirektor. Ungedruckte Briefe und Akten- 


BAB, Julius, 


stücke aus den Kinderjahren des Burgtheaters, 
gesammelt und erläutert. Mit 6 Taf. (94 S. Gr.- 
80.) Wien 1920, Heidrich. (Aus alten und neuen 
Zeiten.) 

Przistaupinsky, Alois, 5o Jahre Wiener 
Operntheater. Eine Chronik des Hauses und seiner 
Künstler in Wort und Bild, die aufgeführten 
Werke, Komponisten und Autoren vom 25. Mai 
186g bis 30. April ıgıg. Mit ı4 Kunstbeil. u. 
a eingedr. Bildnissen. (130 S. 31,5xX 23,5 cm.) 
Wien 1919, Wallishaussersche Buchhandlung. 
Richter, Helene, Unser Burgtheater, (61 S. 
Gr.-8°%.) Wien 1918, Amalthea- Verl ; 
Smekal, Richard, Altwiener Theaterlieder. Vom 
Hanswurst bis Nestroy. Mit 8 Abb. u. ı Noten- 
beilage. (XXII, 183 3 80.) Wien 1920, Wiener 
Literarische Anstalt, 

Derselbe, Das alte Burgtheater (1776—1888). 
Eine Charakteristik durch zeitgenössische Dar- 
stellungen. Mit 5o Abb. (267 S. 80.) Wien 1916, 
Schroll & Co. 

Specht, Richard, Das Wiener Operntheater. 
Von Dingelstedt bis Schalk und Strauß. Erinne- 
rung aus 5o Jahren. Mit Abb. (126 S. Gr.-8°.) 
Wien 1919, Paul Knepler. 
Theater und Kultur. Eine Folge von Mono- 
— unter Mitwirkung von Hermann Bahr 
und Hugo Hofmannsthal herausgeg. von Richard 
Smekal. Wien 1920, Wiener Literarische Anstalt. 
ı. Bahr, Hermann, Burgtheater. (86 S. K1.-80.) 
2. Smekal, Richard, Ferdinand Raimunds 
Lebensdokumente. Nach Aufzeichnungen und 
Briefen des Dichters und Berichten von Zeit- 
enossen. Eingeleitet von Hugo Hofmannsthal. 
(ш, 59 5. К ek d 

. Pirker, Max, Die Zauberflöte. Mit 4 Szenen- 
bildern auf Taf. (128 S. Kl.-80.) 

д. Rieger, Erwin, Offenbach und seine Wiener 
Schule. (84 S. Ki.-8°.) 
Weilen, Alexander von, Der Spielplan des 
neuen Burgtheaters 1888—1914. Ausgearb. u. 
eingel. (XXXVII, 189 S. 80.) Wien, 1916. Liter. 
Verein. 
Wertheimer, Paul, Alt-Wiener Theater. 
(Schilderungen von Zeitgenossen.) Herausgeg. u. 
eingel. Mit ı2 Bildbeilg. auf Taf. (231 S. Enn? 
Wien 1920, Paul Knepler. 
Wilbrandt-Baudius, Auguste, Aus Kunst 
und Leben. Erinnerungsskizzen einer allen Burg- 
schauspielerin. Mit 25 Bildern. (107 S. Gr.-8°.) 
Wien 1919, Amalthea-Verlag. (Amalthea-Büche- 
rei, Bd. 2.) 


THEATER DER GEGENWART 
ALLGEMEINES, 
ORGANISATION, REFORM, TECHNIK 


ALBERTY, Max, Das Theater im freien Volksstaat. 


(20 S. 80.) Kiel ıgıg, Mühlau. 
roduzentenanarchie, Sozialismus und 


Theater. (32 S. K1.-8%.) Berlin 1919, Oester- 
held & Co. 


BERGER, Ludwig, Kunst und Theater. (32 S. 89.) 


Mainz 1918, L. Wilkens. 


+ 67 * 


ж DEUTSCHE THEATERLITERATUR 1914 — 1931 


BRANDENBURG, Hans, Das Theater und das neue 
Deutschland. Ein Aufruf. (4r S. 80.) Jena 1919, 
Diederichs. 

ECKERT, Victor, Literatur und Theater. ı. und 
2. Folge. (80.) Karlsruhe 1914, Gutsch. 

I. Deutsche Theaterkunst. (Theorie und Praxis.) 
Mit einem Anhang: Die maschinellen und elek- 
trischen Einrichtungen moderner Bühnen. Von 
Frdr. in den Birken. (X, 207 S.) 
2. Die städtische Bühne. (79 S.) 

ENGEL, Alfred von, Beleuchtungseinrichtungen 
am Theater. Mit 53 Abb. (19 S. 31X24 cm.) 
Leipzig 1916, Hachmeister & Thal. 

EPSTEIN, Max, Theater und Volkswirtschaft. 
(32 S. Gr.-80.) Berlin 1914, L. Simion. 

HAASS-BERKOW, Spiele. Neue Richtungslinien 
für die Schauspielerkunst. (24 S. 80.) Jena 1919, 
Eugen Diederichs. 


HERMANNS, Wilhelm, Bildung und Bühne. Ein 


Wort zur Theaterkulturbewegung. (28 S. 80.) 
Aachen 1919, Creutzer. 


HINSMANN, F., Theaterelend und kein Ende? Ein 
Wort zur Einkehr und Umkehr. (Ш, 148S. 80.) 
Saarbrūcken 1916, Ch. Clauß. 


JOLLES, André, Von Schiller zur Gemeinschafts- 
bühne. Mit einem Vorwort von L. Pallat. Mit 
2 Textfig. (XII, 136 S. KL-80.) Leipzig 1919, 
Quelle & Meyer. 

KUTSCHER, Artur, Die Ausdruckskunst der Bühne. 
Grundrisse und Bausteine zum neuen Theater. 


(VII, 223 S. 80.) Leipzig 1918, Oldenburg & Co. 


LUSERKE, Martin, Shakespeare-Aufführungen als 
Bewegungsspiele. (168 S. 8°.) Heilbronn 1921, 
Walter Seifert, 

MARTERSTEIG, Max, Das Theater im neuen Staat. 
Kulturaufgaben. Zwei Reden zur Zeit. (83 S. 8°.) 
Berlin 1920, Vereinigung wissenschaftl. Verleger. 


MATTHIAS, Carl-Ernst, Schweizer Weltbühne. 
Eine Forderung an die Schweiz und an die Welt. 
Mit Abb. (94 d 8°.) Zürich 1917. Orell Рабі. 


MODES, Theo, Zum Kunst- und Idealtheater! Eine 
Darlegung seiner wichtigsten äußeren und inneren 
Bedingungen in Wort und Bild. Mit Abb. u. 
6 Taf. S 1, 88 S. 80.) Leipzig 1917, Breitkopf 
& Härtel. 

NESKRIEPKE, Siegfried, Die Theaterorganisatior 
der Zukunft. Volkabühnenbewe ung und Sozia- 
lisierung des Theaters. (48 S. 
Wibker & Co. 

NEUE BÜHNE, Die. Eine Forderung. Unter Mit- 
arbeit von Ludwig Berger, Herınann Kasack, 
Friedrich Sieburg, Rudolf Leonhard, Berthold 
Viertel, Max Herrmann - Neiße, Carlo Mieren- 


0.) Berlin 1921, 


dorff, Robert Müller, Kurt Pinthus und Alfred 


Günther herausgegeben von Hugo Zehder. Mit 
16 Abb. von Ѕгепепепім u. Inszenierungen (99 S. 
Gr.-80.) Dresden 1920, Rudolf Kaemmerer. 


OTT, Richard, Die Organisation im Film- und 


Theaterbetrieb. (a4ı S. 80.) Berlin 1920, Ver- 
lag der „Lichtbild-Bühne“, 




















OVERMANNS, Jakob, S. J., Roman, Theater { 
Kino im neuen Deutschland. (35 S. 80.) Fý 
burg i. Br. 1920, Herder & Co. | 


ROSENTHAL, Friedrich, Die Wanderbühne. 
Beitrag zur Not, Rettung und Gen des d 
schen Гһеа(егѕ. (44 $. бо.) Wien, Amalthe:-\i 


SCHEREK, Jakob, Kampf um die Bühnen. (% 
80.) Berlin 1916, Verlag für Kriegsliterai:f 
SINSHEIMER, Hermann, Ale und neue В 
(24 S. Gr.-8°.) München 1917, Hans Sachs 
Derselbe, Das neue Pathos auf der Bühne. (1% 
Сг.-80.) Ebenda. | 
STATISTIK über Gagen, dienstliche und Gi? 
Verhältnisse der Chormitglieder an Opern- 
Operetienbühnen deutscher Zunge des In- 
Auslandes. Herausgeg. vom Allg. deutsch. Ci 
sänger-Verband. 5. Aufl. (88 S. Gr.-80.) N 


heim 1914, J. Bensheimer. 


THEATERKULTUR, Deutsche. I. Bebe (К1- 
Jena 1917, Diederichs. 
І. Beiträge zur Theaterkulturbewegung. 3 W 
träge. (ll, 96 S. 
2. Stahl, Ernst Leopold, Wege иг Кик 
bühne. (79 S.) 

WINDS, Adolf, Das Theater. Einblicke in ¥ 
Wesen. (244 S. 80.) Dresden 1920, H. Mind: 

ZUKUNFT der deutschen Bühne, Die. Fünf Y: 
träge und eine Umfrage. (165 S. 80.) Ber. 
1917, Oesterheld & Co. 

ZUKUNFT des deutschen Theaters, Die. Zu 
50. Jubiläum der Deutschen Bühnengenos:: 
schaft. Herausgeg. von Max Hochdorf. (29: 
4°.) Berlin ıg21, Genossenschaft deutsche 
Bühnenangehöriger. 


THEATERRECHT 


GOLDBAUM, Wenzel, Theaterrecht. (VIII, 289 ' 
Gr.-80.) Berlin 1914, F. Kahlen. 

MARCUS, John, Autor und Theaterunternehm” 

‚ їп ihren rechtlichen Beziehungen, im Anhaı: 
Der neue Aufführungsnormalvertrag. Ein Beitrg 
zum Theaterrecht. (ХИ, бо S. Gr.-80.) Bers 
1921, Heymann. 

URBAN, Josef M., Von der Notwendigkeit ui 
dem Inhalt eines Reichstheatergesetzes. Die priv:: 
rechtlichen Probleme des Bühnenrechts пас gi 
Recht u. д. deutschen u. österr. Gesetzentwüri a. 
(85 S. Gr.-8%.) München 1915, Schweitzer. 


THEATER UND KRIEG 


DINTER, Artur, Weltkrieg und Schaubühne. (635. 
80.) München 1916, J. F. Lehmann. 

ECKERT, Erich, Der Krieg und die Theater (oo: 
80.) München-Gladbach 1917, Volksvereins-Ve:- 

GOLDSCHMIT, Rud. Karl, Die Schaubūhne ns» 
dem Кгісве. (Ш, 48 $. 80.) Darmstadt 19:17 
Falken-Verlag. 

SEELIG, Ludwig, Krieg und Theater. Mit ı Ta- 
belle. (73 S. Gr.-8%.) Mannheim 1916. 

STÜMCKE, Heinrich, Theater und Krieg.(IV, 1283 
80.) Oldenburg 1915, Schulze. 


» 68 + 





DIE OPER 


E, Oscar, Die Oper. 5.—7. verm. u. ergänzte Aufl. 
Mit 133 Abb. u. ıı handkol. Taf. (576 S. Lex.- 
80.) Berlin 1920, S. Fischer. 

TEL, Edgar, Revolution und Oper. (62 S. Gr.- 
8%.) Regensburg 1919, Bosse. 

)RNGOLD, Julius, Deutsches Opernschaffen der 
Gegenwart. Kritische Aufsätze. (VII, 5—376 S. 
go 3 Wien 1921, Leonhardt. 

ETZSCHMAR, Hermann, Geschichte der Oper. 
(Ү1, 286 $. 80.) Leipzig 1919, Breitkopf & Hartel. 
(Kleine Handbücher der Musikgeschichte, Bd. 6.) 
SRT, Ernst, Mozart auf dem Theater. Mit 39 Bil- 
dern. 3. u. 4. Aufl. (425, 24 S. Gr.-80%.) Berlin 
1021, Schuster & Loeffler. 

EZLER, Walter, Hans Pfitzner und die deutsche 
Bühne, Mit ı Bildnis. (72 S. 8%.) München 1917, 
Piper & Co. 


TORCK, Karl, Das Opernbuch. Ein Führer durch 
den Spielplan der deutschen Opernbühnen. 13. 
verm. Aufl. (VIII, 472 S. K1.-80.) Stuttgart 1918, 
Muthsche Verlagshandlung. 

'EISSMANN, Adolf, Die Primadonna. Mit meh- 
reren Abb. im Text u. 24 z. T. farb. Lichtdr. 
(223 S. Lex.-80%.) Berlin 1920, Paul Cassirer. 


SCHAUSPIELER UND 


SCHAUSPIELKUNST 


ÜERBACH, Alfred, Das gesprochene Wort (1378. 
8%.) Berlin 1921, Erich Reiß. 


'erselbe, Mimik. Übungsmaterial für Schauspiel- 


und Opern-Schüler. 4. Aufl. (127 S. 80%.) Ebenda. , 


AB, Julius, Die Frau als Schauspielerin. Ein Essay. 
(70 S. 80.) Berlin 1915, Oesterheld & Co. 
ERNAUER, Rudolf, Die Forderungen der reinen 


Schauspielkunst. Ein erkenntnistheoretischer Ver- 


such, (15r S. Gr.-80.) Berlin 1920, Reiß. 


NDEMANN, Helmut, Rampenlicht und Schatten- 

siten, 9 Aufsätze über Schauspielkurst und 
Regieführung. (III, УШ, уо 5. 80.) Charlotten- 
burg 1918, Vita. 

ULENBERG., Herbert, Der Guckkasten. Deutsche 
Schauspielerbilder. (309 $. 8°.) Stuttgart 1921, 
ungelhorn. 

'ALKENFELD, Hellmuth, Vom Sinn der Schau- 
spielkunst, Eine Untersuchung an der Kunst 
Max Pallenbergs. Mit 4 Bildern von Charlotte 
Berend. (151 $ 80.) Charlottenburg 1918, Felix 
Lehmann. 

'ISCHER, Georg, Franziska Elmenreich. Mit 6 Bild- 
nissen., (154 5. Gr.-8%.) Hannover 1919, Hahn- 
she Buchhandlung. 

Derselbe, Roderich von Lehmann. Charakter- 
— Mit 2 Bildn. (4o S. Gr.-8°.) Ebenda. 
19. 

>КЕСОВІ, Ferdinand, Der Schauspieler. (132 S. 
КІ.-80.) Leipzig 1919, Teubner. (Aus Natur und 
Leisteswelt, Bd. 692.) 


DEUTSCHE THEATERLITERATUR ı914— 1921 ж 


GROSS, Edgar, Johann Friedrich Ferdinand Fleck. 
Ein Beitrag zur Entwicklungsgeschichte des deut- 
schen Theaters. Mit 5 Taf. (207 S. 8%.) Berlin 
1914, Gesellschaft für Theatergeschichte. (Schrif- 
ten, Bd. 22.) 


HAGEMANN, Carl, Moderne Bühnenkunst. Berlin 
1921, Schuster & Loeffler. 

Bd. ı: Regie. Die Kunst der szenischen Dar- 
stellung. 6. Aufl. Mit a2 Abb. (412 S. 80.) 
Bd. 2: Der Mime. Schauspiel- und Opernkunst. 
6. Aufl (437 S. 8°.) 

Derselbe, Spiele der Völker. Eindrücke und 
Studien auf einer Weltfahrt nach ‘Afrika und 
Ostasien. (495 S. Gr.-8°.) Berlin 1919, Schuster 
& Loeffler. 


IHERING, Herbert, Regisseure und Bühnenmaler. 
Mit 4 Zeichn. von Ludwig Meidner. (gı S. 4°.) 
Berlin 1921, Bibliophiler Verlag O. Goldschmidt- 
Gabrielli. 


KAYSSLER, Friedr., Schauspielernotizen. 2. Folge. 
Zusammen mit einem Vortrag: Das Schaffen des 
Schauspielers. (157 S. 80.) Berlin 1914, Erich 
Reiß. 

KILIAN. — Eugen Kilian als künstlerische Per- 
sönlichkeit, Regisseúr, Schriftsteller und Drama- 
turg. Zu seinem 25 jährigen Bühnenjubiläum. Mit 
ı Bildnis. (VI, 159 S. 80.) München 1918, Georg 
Müller. 


KOLLER, J., Aphorismen für Schauspieler und 
Freunde der dramatischen Kunst gesammelt. Mit 
8 zeitgenössischen Schattenrissen herausgeg. von 
Ewald Silvester. (236 S. КІ.-80.) Мапсһеп 1920, 
Hanfstaengl. 


LOTZ, Ernst, Die Bühnen-Maske. Nachschlagebuch 
für alles Wissenswerte auf dem Gebiet der Mas- 
kenkunst für Bühnenkünstler und Theaterfriseure. 
(72 S. 8°.) Nürnberg 1919, Stadttheater. Dazu 
gesondert: 85 farb. Abb. auf 50 Taf. 


MICHEL, Karl, Körpersprache und toter Punkt der 
Schauspielkunst. (143 S. 80.) Leipzig 1921, Karl 
W. Schulze. 


NEUWEILER, Arnold, Die Regie des Einzeldar- 
stellers. Eine Studie über praktische Inszenie- 
rungsprobleme. (66 S. 16°.) Berlin 1921, Maysche 
Мерава е 


Derselbe, Massenregie. Eine Studie über die Schau- 
spielchöre, ihre Wirkung und ihre Behandlung. 
Mit einer Einleitung von Franz Graetzer. Mit 
3 Taf. (54 S. 8%.) Bremen 1920, Verlag der 
Werbezentrale Lloyd. 


RICHTER, ‘Helene, Schauspieler-Charakteristiken. 
VIII, 220 S. Gr.-80.) Leipzig 1914, Leopold 
oß. (Theatergesch. Forschungen, Bd. 27.) 


ROSENTHAL, Friedrich, Schauspieler aus deut- 
scher Vergangenheit. (Iffland, Бо hie Schröder, 
Devrient, Anschütz, Seydelmann, Mitterwurzer.) 
Mit 6 Abb., (112 S. Gr.-8%.) Wien 1919, Amal- 
thea-Verlag. (Amalthea-Bücherei, Bd. 8.) 


+ 609 + 





т 


* DEUTSCHE THEATERLITERATUR ı914— 1921 





RÖTSCHER, Heinrich Theodor, Die Kunst der dra- 
matischen Darstellung. Mit einem Geleitwort von 
Oskar Walzel. (XVl, 299 5. Lex.-8%.) Berlin 
1919, Erich Reiß. 


SCHAUSPIELER, Der. Eine Monographiensamm- 
lung. — Berlin 1921, Erich Reiß. 
I./2. Bab, 
Bildern. (95 S.) 
3. Ihering, Herbert, Albert Bassermann. Mit 
6 Bildern. (46 S.) 
4. Thieß, Frank, Lucie Höflich. Mit 6 Bil- 
dern. (48 S.) 
5. Faktor, Emil, Alexander Moissi. Mit 6 Bil- 
dern. (43 S.) 
6. Jacobs, Monty, Paul Wegener. Mit ı0 Bil- 
dern. (48 S.) 
d Bie, Oscar, Fritzi Massary. Mit ı0 Bildern. 


h47 S.) . 
. Derselbe, Barbara Kemp. Mit 5 Bild. (47 S.) 
9. Polgar, Alfred, Max Pallenberg. Mit 6 Bil- 
dern. (47 S.) 


SEYDELMANN, Carl, Rollenhefte. Aus den Hand- 
schriften veröffentlicht. Mit einer Einl. von Max 
Grube. Nebst einer Bibliographie der Seydelmann- 
Literatur u. 2 Bildertaf. (XXIV, 216 S. 80.) 
Berlin 1915, Gesellschaft für Theatergeschichte. 
(Schriften, Bd. 25.) 


SIEBS, Theodor, Deutsche Bühnenaussprache. 
12. Aufl., den Gesang berücksichtigend u. m. 
kurzem Aussprachewörterbuch. (252 S. Gr.-8°.) 
Bonn 1920, Ahn. 


STADLER, Arthur, Masken. Schauspielerbildnisse. 
Mit einem Vorwort: Theater von Paul Stefan. 
(III, 107 S. Gr.-8°.) Wien 1921, Wiener graph. 
Werkstätte, 


WALDEN, Harry, Franz Moor. Ein Studium. Mit 
ı Bild. (8ı S. Gr.-8%.) Wien ıgı8, Amalthea- 
Verlag. 


WINDS, Adolf, Aus der Werkstätte des Schau- 
an 2. Aufl. (VII, 202 S. 80.) Dresden 1917, 


Derselbe, Der Schauspieler in seiner Entwicklung 
vom Mysterien- zum Kammerspiel. (284 S. Gr.- 


80.) Berlin 1919, Schuster & Loeffler. 


Derselbe, Die Technik der Schauspielkunst. Mit 
14 Textabb. 2. neu bearb. Aufl. (217 S. 8°.) 
Dresden 1919, Heinrich Minden. 


SCHAUSPIELER-BRIEFE 
UND MEMOIREN 


(Einige Memoirenwerke findet man auch in der 
Gruppe „Theater einzelner Städte‘, besonders unter 
Wien.) 


ALTORF, Karl, Freudvoll und leidvolll. Aufzeich- 
nungen eines Schweizer Schauspielers. (44 S. 8°.) 
Locarno 1916, Schweizer Heimatkunst-Verlag. 


ulius, Friedrich Kayßler. Ми то. 


BAHR-MILDENBURG, Anna, Erinnerungen. \ 
Titelbild. (231 S. Kl.-80.) Wien 1921, \i= 
Literarische Anstalt. 


BAUER, Karoline, Aus meinem Bühnenleben. F: 
Auswahl aus den Lebenserinnerungen der Ki: 
lerin. Herausgeg. von Karl уоп Hollander. \ 
8 Bildn. (XI, Arı S. 80.) Weimar 1917, Gw. 
Kiepenheuer. 


BIRCH-PFEIFFER, Charlotte, und Heinrich L:: 
im Briefwechsel. Auf Grund der Originalt:: 
schriften dargest. von Alexander von Wed- 
(X, 192 S. 8°.) Berlin 1917, Gesellschaft +: 
Theatergeschichte. (Schriften, Bd. 27.) 


CASSINA, Rosa, Schauspielschüler. (Erinn 
gen.) (gı S. Kl.-8%.) Zürich 1918, Orell Fi: 


GRUBE, Max, Am Hofe der Kunst. (Erinner: 
gen.) (365 S. 80.) Leipzig 1918, Grett 
Co. 


KAINZ, Josef, Briefe. Mit einem Vorwort her:: 
egeben von Hermann Bahr. Mit 3 Abb. x 
af. (204 S. 8%.) Wien ıg21, Rikola-Verlx 


Jahre Rampenlicht. (Err 
af. (71 S. 8°.) Berlin ı;: 


POHL, Max, Vierz 
rungen.) Mit 5 
Kultur-Verlag. 


SCHARFENSTEIN, Helene, Aus dem Ta du 
einer deutschen Schauspielerin. 15. Aufl. (505' 
SCH Stuttgart 1920, Lutz. (Memoiren-Bıl.' 
thek, 4. Serie, Bd. 4.) 


SCHÖNE, Hermann, Aus den Lehr- und Рі 
jahren eines alten Schauspielers. Mit 3 Bildn. * 
erfassers u. einem biograph. Vorw. von H:: 
Thimig. Neue Aufl. (142 S. Kl.-80.) Le: 
1921, Reclam. (Univ.-Bibl. Nr. 4461/4462. | 


SCHRÖDER. Sophie Schröders Briefe an d: 
Sohn Alexander Schröder. Herausgeg. u. erl. | 
Heinrich Stümcke. Mit 4 Bildertaf. (XXX, 27:7 
80.) Berlin 1917, Gesellsch. f. Theatergesch::: 
(Schriften, Bd. 26.) 


SCHULZE-KUMMERFELD, Karoline, Lebi- 
innerungen. Herausgeg. u. erl. von Emil Ber 
2 Bde. Mit 7 Taf. AŠ VIII, 288, XXXII, 27` 
80.) Berlin 1915, Gesellsch. f. Theatergescht -- 
(Schriften, Bd. 23/24.) 


TYROLT, Rudolf, Vom Lebenswege eines :"' 
Schauspielers. (VII, 330 S. 80.) Wien ti 
Schworalla & Heick. 


WINDS, Adolf, Quer über die Bühnen. (x° 
spieler-Erinnerungen.) п S. Kl.-8°.) B.: 
1919, Schuster & Loeffler. 


WOHLMUTH, Alois, Ein Schauspielerleben. !- 
re Selbstschilderungen. Mit 3 Ts: 


193 S. 80.) München 1918, Parcus & Ce 
| 











* 70 * 


DEUTSCHE THEATERLITERATUR ı914— 1921ı ж 





DRAMATURGIE UND 
KRITIK 


AB, Julius, Der Mensch auf der Bühne. Eine 
Dramaturgie für Schauspieler. Nebst Texten zu 
den besprochenen Werken. Heft ı—6. Berlin 
1921, Oesterheld & Co. | 

ı. Durch das griechische Drama. (27,11 S. 
Gr.-8°.) 

2. Durch das Drama Shakespeares. (32, 25 S.) 
3. Durch das Drama Calderons und Molières. 
(24, 22 $.) 

4. Durch das Drama Lessings und die ‚Sturm- 
und Drang“-Periode. (38, 48 S.) 

5. Durch das Drama der deutschen Klassiker. 
(48, 20 S.) 

6. Durch das Drama Kleists und Grillparzers. 
(30, 30 S.) 


Verselbe, Der Wille zum Drama. DeutschesDramen- 
јәһг 1911—1918. (432 5. 80.) Вегіп 1919, 
Oesterheld & Co. 


lerselbe, Neue Kritik der Bühne. Dramaturgische 
Grundlegungen und Ausführungen. (204 S. 80.) 
Berlin 1920, Oesterheld & Co. 


LEI, Franz, Über Wedekind, Sternheim und das 
Theater. 15 Kapitel. (131 S. 80.) Leipzig 1916, 
K. Wolff. 


RAHM, Otto, Kritische Schriften. ı. Bd. Über 
Drama und Theater. Herausgegeben von Paul 
Schlenther. Mit Bildn. 2. Aufl. (XVI, 487 S. 
80.) Berlin 1915, S. Fischer. 


MEBOLD, Bernhard, Anarchie im Drama. Mit 
5 Bildnissen auf Taf. (479 5. КІ.-89.) Frank- 
furt a. M. 1921, Frankfurter Verlags-Anstalt. 


CKART, Dietrich, Abermals vor der Höhle des 
— Krummen. Erneute Aussprache über 
heaterkritik. (28 5. Gr.-8°.) Berlin 1915, 


Herold. 


‚ÜNTHER, Johannes, Der Theaterkritiker Hein- 
rich Theodor Rötscher. Mit besonderer Berück- 
sichtigung seiner Kritik der theatralischen Dar- 
stellung. (VIII, 164 S. Gr.-80.) Leipzig 1921, 
Leopold Voß. (Theatergesch. Forsch, Bd. 31.) 


TILL, Wilhelm, Die deutschen Theaterzeitschriften 
des 18. Jahrhunderts. (VIII, 154 S. Gr.-8°.) 
Weimar 1915, A. Duncker. (Forsch. z. neueren 
Literaturgeschichte, Bd. 49.) 


JACOBSOHN, Siegfried, Das Jahr der Bühne. 
Jaırg. 3—10. (1913—1921.) 8 Bde. (Je zirka 
200 S. Gr.-80.) Berlin, Verlag der Weltbühne. 


KERR, Alfred, Gesammelte Schriften. r. Reihe in 
5Bden: Die Welt im Drama. Mit ı Bildn. (XXII, 
A48; VII, 368; ХП, 4r4; XI, 354; XIV, 
535 $, 89.) Berlin 1917, S. Fischer. 


KRAUSS, Rudolf, Klassisches Schauspielbuch. Ein 
Führer durch den deutschen Theaterspielplan der 
älteren Zeit. (390 5. КІ.-80.) Stuttgart 1920, 
Muthsche Verlagshandlung. 


Derselbe, Modernes Schauspielbuch. Ein Führer 
durch den deutschen Theaterspielplan der neue- 
ren Zeit. 6. Aufl. (424 S. 8°.) Stuttgart 1921, 
Muthsche Verlagshandlung. 


KRONACHER, Alwin, Dramaturgische Glossen. 
(27 S. Kl.-80.) Heidelberg 1920, Meister. 


MICHAEL, Friedrich, Die Anfänge der Theater- 
kritik in Deutschland. (VI, ıro S. 80.) Leipzig 
1918, Haessel. | 


PETSCH, Robert, Deutsche Dramaturgie. Bd. 1: 
Von Lessing bis Hebbel. (LVI, 194 S. 80.) Ham- 
burg 1921, Paul Hartung. 


SALTEN, Felix, Schauen und Spielen. (Theater- 
kritiken und Aufsätze über das Theater der 
Gegenwart.) 2 Bde. (408, 360 S. 80.) Wien 1921, 
Wiener Literarische Anstalt. 


ADRESSBÜCHER 
KALENDER 


VERSCHIEDENES 


BÜHNEN-JAHRBUCH, Deutsches. Theatergesch. 
Jahr- und Adressenbuch. Herausgeg. von der Ge- 
nossensch. dtsch. Bühnenangehöriger. 25.—33. 
Jahrg. 1914—1922. 9 Bde. mit Abb u. Taf. 
(Je zirka goo S. 80.) Berlin, Günther & Sohn. 


EULENBERG, Herbert, Mein Leben für die Bühne. 
VIII, 403 S. 80.) Berlin 1919, Bruno Cassirer. 
Jetzt: Stuttgart, Engelhorn.) 


FISCHER, Eugen K., Das deutsche Volksschauspiel. 
(6: 5. Сг.-80.) München 1918, Callwey. (Flug- 
schrift 177 des Dürerbundes.) 


PRECHTL, Robert, Spiel und Zwischenspiel. Ver- 
suche zu menschlicher und künstlerischer Er- 


ziehung. (119 S. 80.) Berlin 1920, Spiegel-Verl. 


ROBERT, Eugen, Theaterabende. (V, 183 S. 80.) 
München 1915, Georg Müller. 


THEATER-ADRESSBUCH, Deutsches, 1914/19. 
Herausgegeben vom Deutschen Bühnenverein. 
4.—8. Jahrg. (Je zirka 850 5. К1.-80.) Berlin, 
Oesterheld & Co. 


THEATER-KALENDER auf das Jahr 1914. Her- 
ausgeg. von Hans Landsberg und Arthur Rundt. 
Mit Taf. (186 S. Kl.-8°.) Berlin 1914, Meyer 
& Jessen. 


THESPISKARREN, Der. Ein Kursbuch f. s. Fah- 
rer u. Insassen. (Jahrg. 1.) Gültig f. d. Spiel- 
zeit 1921/22. Mit ı farb. Karte. (198 S. 160.) 
Berlin 1921, Landes-Verlag. 


* ZI * 


NEUE BÜCHER UND MUSIKALIEN 


GESAMTAUSGABEN 
SAMMELWERKE 


ALLGEMEINES, 


ALMANACH der Rupprecht-Presse auf das Jahr 
1921/22. (96 S. 80.) München, Walther C. F. 
Hirth. Brosch. M 6.—. 

Dieser schön gedruckte Almanach enthält u. a. fol- 

gende Beiträge: Ottomar Schreiber, Vom bücher- 

ieben Gottfried Keller; Thomas Mann, Brief an die 

Rupprecht-Presse; Tagebuchblätter und ein Bruch- 

stück aus einem nachgelassenen Roman von Fried- 

rich Huch; ferner zahlreiche Neudrucke älterer 

Dichtungen und einen „Ratgeber für Bibliophile“ 

von Fedor von Zobeltitz. 


DEUTSCHES BÜCHERVERZEICHNIS der Jahre 


1915 bis 1920. Eine Zusammenstellung der im 


deuischen Buchhandel erschienenen Bücher, Zeit- ' 


schriften und Landkarten. Mit einem Stich- und 
Schlagwortregister. Bearb. von der Bibliograph. 
Abteilung des Börsenvereins der Deutschen Buch- 
händler zu Leipzig. Lfg. 4 u. 5. (481—800 S.) 
Leipzig, Verlag d. Börsenvereins d. Deutschen 
Buchhändler. M 50.— u. M 60.—. 


GOETHE, Werke. Ausw. in 15 Bden herausgeg. 
von Eduard von der Hellen. (8°.) н Сона. 
Ва. 1—5 (пиг zus.) M 90.—; Lwbd. M 175.—; 
Hldrbr. M 375.—. 

1. Gedichte in zeitlicher Folge. Mit ı Tafel. 
(XXVIII, 355 S.) a. Epische Dichtungen, Ju- 
ens Singspiele. (3gı. S.) 3. Dramen in 
rosa. Dramat. Zeitdichtungen. (397 S.). 4. Dra- 
men in Versen, Dramat. Панаса Gelegen- 
heitsdichtungen. (380 S.) 5. Faust. ı. u. 2. Teil. 
(383 S.) 


HARDEN, Maximilian, zum sechzigsten Geburtstage 
(20. Oktober 1921). 1861—1921. (32 S. 80.) 
Berlin, E. Reiß. M 5.—. 

JAHRBUCH der Deutschen Shakespeare-Gesell- 
schaft. Im Auftr. d. Vorst. herausgeg. von Wolf- 
gan Keller. 57. Jahrg. (IV, 192 S. Gr.-80.) 

erlin, Vereinigung wissensch. Verl. M 36.—. 

JAHRBUCH der Sammlung Kippenberg. ı. Bd. 
Mit 6 Bildertaf. (330 S. 80.) Leipzig, Insel-Verlag. 
Pappbd. M 35.—. 


REIHEN-BÜCHER 


BONGS klassische Bücherei aller Zeiten und Völker. 
(80.) Berlin, Bong & Co. 
Balzac, Honoré de, Die Herzogin von Langeais. 
Eugenie Grandet. Verdeutscht u. cingel. von Max 
Hochdorf. Mit ı Titelb. (335 S.) Hlwbd. M 24.—, 
Lwbd. M 30.—, Ldrbd. М 125.—. 
Stendhal, (Henri Beyle), Lucian Leuwen. Aus 
d. Nachlaß herausgeg. von Jean de Mitty. Übertr. 
u. mit einer Einl. vers. von Edgar Byk. Mit 
n Beil. 2 Bde. in ı Bd. (293, 315 S.) Hiwbd. 
M 32.—, a Lwbde. M 50.—, 2 Ldrbde. M 250.—. 


Die Samml. Kippenberg umfaßt in Büchern, Büder, 
Plastiken, Handschriften usw. die Welt Goethes w| 
seiner Zeit, Faust, Werther, Alt-Weimar. Der cr» 
Band des auf zirka 15 Bände berechneten Jahrtı:. | 
enthält u. a. ungedruckte Briefe Goethes u: 
Winckelmanns, das intime Tagebuch einer Weim:r- 
Schauspielerin, eine Sammlung der Werther-.: 
dichte, mehrere Aufsätze, darunter Kippenler, 
Technik der Silhouette, Ebstein: An welcher Kra:: 
heit starb Goethe? u. a. 





KELLER, Gottfried, Ausgewählte Werke. Mit «с: 7 
Einf., Einl. u. Anm. herausgeg. von Otto Hailı: 
haus. 2 Bde. (Kl.-80.) Freiburg i. B., He: 
& Co. Geh. M 68.—, Hliwbd. M 90.—. 
1. Pankraz, der Schmoller. — Frau Regel Am::: 
und ihr Jüngster. — Die drei gerechten Kar: 
macher. — Kleider machen Leute. — Die m- 
brauchten Liebesbriefe. Mit ı Bildnis Kell 
(Ш, 26, о, 66, 59, 56, 4, 58, 90 S.) 2. (Schlu: 
Der Landvogt von Greifensee. — Das Fähn!:| 
der sieben Aufrechten. — Regine. — Die эт 
Baronin. — Ausgewählte Gedichte. — Mit егеу 
Bildnis Kellers. (IV, 3, 115, 83, 3, 69, 49, 41: 


KÖRSCHNERS Jahrbuch 1922. Kalender, W: 
und Zeitspiegel. Begr. von Joseph Kürschr:! 
25. Jahrg. (180 S. 80.) Berlin, Hillger. M ı6.- 


Der Kalender bringt neben interessanten statistis‘" 
Tabellen, Rückblicken, Genealogien auch sozi 
wissenschaftliche Aufsätze: Einkommen und Steu:: 
Die Elemente des Eisenbahnwesens u. a. 


HAMSUN, Knut, Gesammelte Werke in ı2 Biy 
München, A. Langen. 
Bd. ı. Hunger, ee Deutsche Originalas 


abe. Besorgt u. herausgeg. von J. Sandme:: 
516 S. 8%.) Lwbd. M 100.—. 


MOLIÈRES sämtliche Werke. Bd. ı. (483 S. ® 
Berlin, Propyläen-Verlag. Hfrz. M 125.—. 


ENGELHORNS Roman-Bibliothek. 36. Real" 
(K1.-80.) Stuttgart, Engelhorn. Geh. M 6.- 
b. M 





eb. Е 
— Marianne, Armste Prinzessin. Rom: 


(134 S.) 


GÖSCHEN, Sammlung. (КІ.-80.) Berlin, Verein: 
wissenschaftl. Verleger. Pappbd. je M 6.—. 
556. Miehe, Hugo. Zellenlehre und Anator:: 
der Pflanzen. Mit 79 Abb. Durchges. Neudrui 
(142 S.) | 


+ 72 % 


PHILOSOPHIE x 





87. Schwaiger, Anton, Elektromotorische 
Betriebe. Grundlagen für die Berechnung. Mit 
35 Abb. (117 $.) 

83. Ehrismann, Theodor, Psychologie. 
3. Teil: Die Hauptformen des psychischen Ge- 
schehens. (144 S.) l 


ÜRSCHNERS Bücherschatz. Berlin, Hillger. 
1335. Mayreder, Rosa, Sonderlinge, Novelle. 
(79 S. KL-80.) M 1.—. 


HILOSOPHISCHE REIHE. Herausgeg. v. Alfr. 
Werner. München, Rösl & Co. 

33. Werner, Alfred, Philosophie der Kunst. 
(99 S. K1.-80.) Pappbd. M 11.—. 

ei früheren Titelaufnahmen aus dieser wertvollen 
leinen Bücherei ist versehentlich Alfred Manes als 
lerausgeber bezeichnet worden. Wir benutzen gern 
ie Anzeige eines eigenen Werkes des wahren Her 


usgebers zu dieser Richtigstellung. 


IECLAMS Universal-Bibliothek. (K1.-80.) Leipzig, 
Reclam. Geh. je M 2.50. 
2263/A Plutarch, Vergleichende Lebensbe- 
schreibungen. Nach d. Übers. von Kaltwasser her- 
ausgeg. von Otto Güthling. 2. bericht. Aufl. Bd. ı. 
Theseus. Romulus. Lykurgus. Numa. (208 S.) 
6261. Ponten, Josef, Die Insel. Novelle. Mit 
— von W. Schneider. (93 S.) Geschenkbd. 
6262—64. Herzen, Alexand., Rußlands soziale 
Zustände. Mit Anm. u. Nachw. herausgeg. von A. 
St. Mägr. (217 S.) Geschenkbd. M 10.50. Bi- 
bliothekbd. M ı11.—. 
6265. Patiencen. Gesammelt von Otto Cato. 
(88 5.) СеѕсһепкЬа. М 4.50. 
6266—69. Hölderlin, Fr., Gedichte. Gesamt- 
ausg. Besorgt von Will Vesper. (376 S.) Biblio- 
thekbd, M 14.—, Liebhbd. M 28.--. 
6370. Reh, K. Ch., Traum im Tag. Mit Vorw. 
von Hermann Bahr. (67 S.) Geschenkbd. M 4.50, 
Liebhbd. M 17.50. 

SCHAFFSTEINS blaue Bändchen. (K1.-8°.) Köln, 
Schaffstein. Kart..je M 3.80. 
135. Die heilige Genoveva. Ein deutsches Volks- 
buch nach der Ausgabe des P. Martin von Cochem 
vom Jahre 1687.. (56 S.) 
136. Jugenderinnerungen eines deutschen Malers 


von Ludwig Richter. (86 S.) 
CHAFFSTEINS Volksbücher. (80.) Köln, Schaff- 
еш, 


19. Grimm, Kinder- 


(208 $.) Hiwbd. M 22.50. 


/ 


und Hausmärchen. 


BAERWALD, Richard, Der Mensch ist größer als 
das Schicksal. Erw. Aufl. (Ill, ı44 S. Gr.-8°.) 
Leipzig, J. C? Hinrichs. Geh. M 12.80, Hlwbd. 


22.50. ~ 
COHAUSZ, Okto, S.J., Das moderne Denken oder 
die moderrge Denkfreiheit und ihre Grenzen, 


Vorträge. 109 S. 80.) Köln, J. P. Bachem. 
wbd. M 20.—. 


31. Hauff, Der Scheik von Alexandria und 
seine Sklaven. (79 S.) M 17.—. 

kı. Brentano, Gockel, Hinkel und Gackeleia. 
199 S.) M 17.—. 

2. Hoffmann, E. T. A., Treue in der Not. 
(168 S.) M 18.—. (Enthält außerdem Erzäh- 
lungen von Keller, Mügge und Fischer.) 
50. Sealsfield, Mit Lasso und Kriegsflinte 
durch Texas. (146 S.) M 18.—. 

o. Defoe, Leben und Abenteuer des Robinson 

гиѕое. (204 5.) М 25.—. 


SEEMANNS Künstlermappen. Leipzig, E. A. See- 
mann. 
45. Correggio. Acht Wiedergaben seiner 
Werke in den Farben der Originale. Mit einer 
Einführ. 4 Textbild. (8 S. Text. Fol.) M 30.—. 


TAUCHNITZ-EDITION. (К1.-80.) Leipzig, Bernh. 
Tauchnitz. Br. M 16.—, Pappbd. M 24.—, Lwbd. 
M 


26.—. 

4563. Tagore, The Wreck (342 S.) Roman. 
4564. Shaw, Bernard, Heartbreak House. (261 
S.) Theaterstück. 

4565. Caine, W., The Strangeness of Noel 
Carton. (269 S.) Roman. 

4566. Derselbe, Mendoza and a little Lady. 
(295 S.) Roman. 


TONGERS MUSIKBÜCHEREI. 
a. Rh., P. J. Tonger. 
15. Eschweiler, Franz, Der Chordirigent. 
Praktischer Ratgeber für angehende Dirigenten. 
(128 S.) Geb. 12.—. 
16. Sprüngli, Das deutsche Volkslied. (126S.) 
Geb. M. 12.—. | 
17/ ı9. Nohl, Walter, Die Klassiker der deut- 
schen Musik (282 S.) Geb. M 20.—. 


ULLSTEIN-Bücher, Bd. ı38. Berlin, Ullstein & Co. 
Zobeltitz, Fedor von, Das Expreßkind. (253 S. 
80.) Pappbd. M. 10.—. 


WERKE DER WELTLITERATUR. Berlin, Propy- 
läen-Verlag. 
Flaubert, Gustav, Jules und Henri oder Die 
Schule des Herzens. (327 S. 80.) Pappband 
M 81.25, Hldrbd. M 137.50. 
Eine bisher nicht übersetzte Fassung der „Edu- 
cation sentimentale“, die von der endgültigen Fas- 
sung des Romanes völlig abweicht. 
Goldsmith, Oliver, Der Landprediger von 
ebene (270 S. 80.) Pappbd. M 40.—, Hidrbd. 
70.—. 


(K1.-80.) Köla 


PHILOSOPHIE 


Derselbe, Idole des XX. Jahrhunderts. Religiös- 
wissenschaftliche Vorträge. (198 S. 80.) Köln, 
J. P. Bachem. Hlwbd. M 30.—. 


GEYSER, J., Intellekt oder Gemüt. Eine philo- 
sophische Studie über Rudolf Ottos Buch „Das 
Heilige“. (ТҮ, бо S. 8%.) Freiburg i. Br., Herder 
& Co. M 


I awe 


* 73 a 


* THEOLOGIE 





LEHMANN-ISSEL, Kurt, Die Grenzen des objek- 
tiven Erkennens in der Theologie. Eine Unter- 
suchung über die Frage nach dem Wesen der 
Religion. (IV, 208 S. Gr.-8%.) Leipzig, J. C. 
Hinrichs. M 25.—. 


PHILOSOPHISCHE BIBLIOTHEK. Bd. 10. Leip- 
zig, F. Meiner. 
Aristoteles, Lehre vom Schluß oder Erste 
Analytik. Neu übers. u. mit einer Einl. u. erkl. 
Anm. vers. von Eugen Rolfes. (X, 209 S. 80.) 
Geh. M 2ı1.—, Hiwbd. M 30.—. 


PLATONS DIALOG PROTAGORAS. Übers 
Erläut. von Otto Apelt. 2. Aufl. (147 S. 
Leipzig, F. Meiner. Hldrbd. M 25.—, Hperz 
M u 

Nach einer Literaturübersicht gibt Apelt eine 

stellung des Inhalts und der Gliederung des Di» 

sodann Übersetzung, Anmerkungen und Register. 


| 

RABINDRANATH Tagore, Persönlichkeit. Ay 

sëtze, (222 S. 80.) München, Kurt Woi 
- Hlwbd. M 4o.—. 


THEOLOGIE 


BEISSEL, St., S.J., Der Weihnachtsfestkreis. 2. Tl. 
Betrachtungspunkte für die Zeit vom Feste der 
Erscheinung bis Septuagesima. 3. verb. Aufl. 
herausgeg. von J. Braun, S. J. (VHI, 146 S. 
80.) Freiburg i. Br., Herder & Co. (Betrachtungs- 

unkte für alle Tage des Kirchenjahres, 3. Bd.) 
36.—, Pappbd. М 


BHAGAVADGITA, aus d. Sanskrit übers. Mit einer 
Einl. über ihre ursprüngliche Gestalt, ihre Lehren 
u. ihr Alter von Richard Garbe. 2. verb. Aufl. 
(171 S. Gr.-8%.) Leipzig, H. Haessel. Geh. 
М 18.—, geb. M 21.—. 


BUBER, Martin, Der große Maggid und seine Nach- 
folge. (226 S. 80.) Frankfurt a. M., Rūtten & 
Loening. Geh. M 4o.—, Hiwbd. M 55.—. 

Siebzehn legendäre Erzählungen, die ein Bild der 

chassidischen Mystik und ihrer Entwicklung geben. 

Das Geleitwort behandelt die Lehre von der Heili- 

gung alles Weltlichen und der von ihr getragenen 

religiösen Bewegung. 


CASEL, Odo, O. S. B., Die Liturgie als Mysterien- 
feier. (XII, 160 S. 120.) Freiburg i. Br., Herder 
& Co. (Ecclesia Orans, IX. Bd.) M 18.—. 


DAS NEUE TESTAMENT UNSERES HEERN 
CHRISTUS. Übers. von B. Weinhart, mit Ein- 
führ. u. Anm. vers. von S. Weber. Evangelien 
und Apostelgeschichte. Illustr. Familienausg. Mit 
4o Bildern nach Friedrich Overbeck u. 2 Karten. 
(XII, 376 S. 8°.) Freiburg i. Br., Herder & Co. 
M 58.—, Lwbd. M 80.—. 

HAGGENEY, K., S. J., Der Gottessohn. Priester- 
betrachtungen im Anschluß an d. Johannesevange- 
lium. 4 Teile. Freiburg i. Br., Herder & Co. 
4. Teil: Der Sieg des Gottessohnes durch Tod 
und Auferstehung. (IV, 320 S. 120.) M 28.—, 
Pappbd. M 37.—. 

IHMELS, Ludwig, Aus der Zeit für die Zeit und 
Ewigkeit. Predigten. 2. Teil. (III, 116 S. 80.) 
> zig, J. C. Hinrichs. М 20.—, Нм. 

0.—. 

KEULERS, J., Die eschatologische Lehre des vier- 
ten Esrabuches. (X, 204 S. Gr.-80.) Freiburg i. 
Br., Herder & Co. (Biblische Studien, XX. Bd., 
2. u. 3. Heft.) M 40.—. 

Während der Verfasser im ersten Teil aus der Theo- 

logie Esras die Gesamtauffassung seiner Eschato- 

logie ableitet, gibt er im zweiten Teil die einzelnen 


+ 74 s 


Lehren; diese werden aus der Bibel, den jüdisin 
Schriften, der Geschichte und den fremdländi«' 
Religionen illustriert. 


LALLEMANT, Ludwig, S. J., Der Weg zur Ine 
lichkeit in der Schule des heiligen Geistes. \:' 
gekürzte Beach, von Bruder Heimann, (AA) 
246 S. Kl.-8%.) Freiburg i. Br., Herder & Û 
M ı8.—, Pappbd. M 27.—. 

Bearbeitet nach der ıg18 in Paris erschienenen Ar 

gabe von Champion, Pierre, La Vie et Іа docus 

spirituelle du Père Louis Lallemant de la Comp: 
nie de Jésus. 


PRZYWARA, E., S. J., Vom Himmelreich и 
Seele. Christliche Lebensführung. 5 Bde. (1% 


Freiburg i. Br., Herder & Co. 

І. Geist. (VIII, 8o S.) Geh. M 12.—, Papp” 
22, —. 

2. Ernst. (VIII, 128S.) Geh. M 17.—, Papp 
27.—. 


WÖHRMÜLLER, Bonifaz, Das königliche Сех 
Kleine Kapitel der Nächstenliebe. (4ıı S. ў 
München, Kösel & Pustet. Pappbd. M 56.- 


Lwbd. M — 


IGNATIUS VON OLA. Des heiligen Ignati 
. von Loyola, Stifters Yer Gesellschaft Jesu, Ges 
liche Briefe und Unteiyveisungen. Gesammelt 
ins Deutsche übertragen\yon O. Karrer, S. 
Mit ı Titelbild. (VIII, 98 S. 12°.) Freibu 
i. Br., Herder & Co. M 3%.—, Pappbd. M An: 


THOMAE HEMERKEN KEMPIS 0. $. ! 

Opera Omnia, Voluminibuks septem editit add: 
que volumine de Vita et Ķcriptis eius dispul" 
Michael Josephus Pohl. 8} voll. Bisher 1—V! 
Freiburg i. Br., Herder &f Co. 
Vol. VII. Tractatuum histäpricorum partem al 
ram complectens: I. Dialogu%s noviciorum ın q” 
tuor partes distinctus: 1. contemptu mur 
2. Vita Gerardi Magni, 3. Va domini Floren! 
h. Vitae discipulorum Florerktü. IL Chron 
montis S. Agnetis. Adiectis epXloggimenis, adn 
tatione critica, indicibus tabulis 
Ad codicum manu scriptorum edi 
tissimarum fidem edutt Michael 
(VI, 622 S. 120.) Mit 6 Taf. 
Halb-Kunstleder M 105.—. 








MEDIZIN ж 





MEDIZIN 


LBRECHT, Hans, Die umschriebene Herabsetzung 

des Gleichstromwiderstandes der menschlichen 
Haut bei gynäkologischen Neurosen. Ein objektiv 
nachweisbares Symptom der Projektion nervöser 
Ürganstörungen in der Hautperipherie. Mit 8 Taf. 
u. ı Textfig. (36 S. 4°.) Leipzig, F. C. W. 
Vogel. М 4o.—. 

‚LBU, Albert, Zahn- und Mundkrankheiten in ıhren 
Beziehungen zu Organ- und Allgemeinerkrankun- 
gen. Grundriß d. klin. Diagnostik f. Studierende 
d. Zahnheilkunde u. Zahnärzte. 2. verb. Aufl. 
herausgeg. v. Hermann Strauß u. Erich Becker. 
Mit 23 farb. Taf. u. 29 Textabb. (IX, 271 S. 80.) 
Leipzig, G. Thieme. Hlwbd. M 39.—. 


AETZNER, Wilhelm, Diagnostik der chirurgischen 

Nierenerkrankungen. Praktisches Handbuch zum 
Gebrauch für Chirurgen und Urologen, Ärzte und 
Studierende. Mit 263 größtenteils farb. Textabb. 
(VIII, 340 S. 8°.) Berlin, Springer. Geheftet 
M 240.—, geb. M 256.—. 


IERTHOLD, Franziska, Der chirurgische Opera- 
tionssaal. Ratgeber für die Vorbereitung chirur- 
gischer Operationen und das Instrumentieren. 
Mit einem Geleitwort von August Bier. Mit 
314 Textabb. (XIV, 167 S. 80.) Berlin, Springer 
27.—. 

ie Verfasserin, erationsschwester an der Chi- 
urgischen Universitätsklinik in Berlin, gibt hier 
rertvolle Anweisungen für die Praxis der Schwestern 
nd ihre berufliche Weiterbildung. 


IREZINA, Ernst, Internationale Übersicht über Ge- 
werbekrankheiten nach den Berichten der Ge- 
werbeinspektionen der Kulturländer über d. Jahr 
1914—18. Mit Unterstützung von Ludw. Toleky 
bearb. (XII, 270 S. Gr.-80.) Berlin, Julius 
Springer. (Schriften aus dem Gesamtgebiet der 
Gewerbehygiene. N. F. H. 9.) Geh. M 66.—. 


INTRES, Josef Lothar, Zur Klinik und Ver- 
erbung der Huntingtonschen Chorea. Mit 2 Taf., 
ı Textabb. u. ı8 Stammbäumen. (IV, 149 S. 
4°.) Berlin, Julius Springer. (Studien über Ver- 
as und Entstehung geistiger Störungen. Geh. 


"ÜRSTENAU, Robert, Max Immelmann und Jo- 
hannes Schütze, Leitfaden des Röntgenverfahrens 
für das röntgenologische Hilfspersonal. 4. verm. 
u. verb. Aufl. Mit 313 Textabb. (XVI, 476 S. 
Lex,-80.) Stuttgart, Enke. Geheftet M 102.—, 
Lwbd. M 123.—. 


GUTHMANN, Alfred Johannes, Durch Wissen zur 
Schönheit. Eine Kosmetik für Leib und Seele. Mit 
19 Abb. im Text. (VIII, rog S. 80.) Leipzig, 
C. Kabitzsch. Geh. M 16.—, geb. M 20.—. 


JOSEPH, Max, Lehrbuch der Haarkrankheiten für 
Arzte und Studierende. 2. verb. Aufl. Mit 25 Abb. 
ım Text, ı12 Rezepten u. einen Anhang von 
98 Rezepten. (VI, ı62 S. Gr.-8°.) Leipzig, Joh. 
Ambr, Barth. Geh. M 33.—, Lwbd. M 45.—. 


KLINISCHE WANDTAFELN. Herausgegeben von 
Friedrich von Müller und Adolph von Strümpell. 
(10 Taf. 106X 140 cm, Taf. 6 140X212 cm.) 
München, J. F. Lehmann. Ausg. A: Unauf- 
gezogen in Mappe mit Erläuterungstext M 500.—. 
Ausg. B: Aufgezogen mit Ösen zum Aufhängen 
mit Erläuterungstext M 2400.—. 


Die in vielfarbiger Lithographie ausgeführten Tafeln 
stellen dar: örperdurchschnitte, Blutkreislauf, 
Augenhintergrüade, klinisch wichtige Bakterien u.a., 
berechnet für den Unterricht und zu Vortragser- 
läuterungen. 


KORSCHELT, Eugen, Lebensdauer, Altern und 
Tod. 2., umgearb. u. stark verm. Aufl. Mit 
107 Abb. im Text. (VIII, 307 S. Gr.-80.) Jena, 
G. Fischer. Geh. M 48.—, Hiwbd. M 58.—. 


KREHL, Ludolf, Pathologische Physiologie. (XIX, 
695 S. Gr.-80.) Leipzig, F. C. W. Vogel. Geh. 
М 100.—, Lwbd. M 125.—. 


LEXER, Erich, Lehrbuch der allgemeinen Chirur- 
gie. Zum Gebrauch für Ärzte und Studierende. 
2 Bde. Bd. ı. Mit einem Vorwort von E. v. 
Bergmann und mit 190 teils farb. Textabb. (XII, 
485 S. Lex.-8°.) Bd. 3. Mit 229 teils farb. Text- 
abb. (VII, 499 S. Lex.-8%.) Stuttgart, F. Enke. 
Geh. jo M 87.—, Lwbd. je M 108.—, 


MANDEL, J. A., und H. Steudel, Minimetrische 
Methoden der Blutuntersuchung. Mit 4 Textfig. 
(IV, 26 S. 80.) Berlin, Vereinigung wissenschaft- 
licher Verleger. M 6.—. 


MUNK, Fritz, Grundriß der gesamten Röntgen- 
diagnostik innerer Krankheiten für Ärzte und 
Studierende. 2. verb. Aufl. Mit 193 Abb. (VIII, 
297, S. Gr.-80.) Leipzig, G. Thieme. Hiwbd. 

0.—. 

NIENY, Karl, Die Versorgung und Ausrüstung der 
Amputierten in der Marine. Mit 5 Abb. im Text. 
(38 S. Gr.-8%.) Jena, G. Fischer. (Marineärzt- 
liche Erfahrungen H. 3.) M 6.—. 


PRAKTIKUM der sozialen Zahnheilkunde. Bearb. 
von K. Bejach u. a. Herausgeg. von Alexander 
Drucker. Mit 2 Textfig. und zahlr. Tabellen. 
(X, 245 S. 80.) Berlin, — Geb. M 50.—. 


REICHARDT, Martin, Einführung in die Unfall- 
und Invaliditäts-Begutachtung. Ein Lehrbuch für 
Studierende und Ärzte. 2. neu bearb. Aufl. (XI, 
434 S. Gr.-8°.) Jena, G. Fischer. Geh. M 54.—, 
Hlwbd. M 66.—. 


ROSEMANN, Rudolf, Art und Individualität. Rede. 
5 49.) Berlin, Urban & Schwarzenberg. Geh. 


SANDERS, Hans-Theodor, Hypnose und Suggestion. 
Ein Überblick über den modernen Hypnotismus 
und die Suggestion und ihre praktische Be- 
deutung. Mit ı4 Abb. u. ı farb. Umschlagbild. 
(71 5. 80.) Stuttgart, Frankh’sche Verlh. Geh. 

7.60, geb. M 11.20. 


s 75 * 


RA 


ATHEMATIK UND NATURWISSENSCHAFT 


ж М 


STRASSER, Vera, Psychologie der Zusammenhänge 
und Beziehungen. (VIII, 591 S. 40.) Berlin, 
Springer. Geh. M 96.—, geb. M 110.—. 

Das Buch wendet sich in erster Linie an Psycho- 

logen, Psychiater, Neurologen und Philosophen, 

zehi aber auch den weiteren Kreis der Ärzte an, da 
es auch die Psychotherapie eingehend behandelt. 


TIGERSTEDT, Robert, Die Physiologie des Kr« 
laufs. 4 Bände. 2., stark verm. u. verb. Au 
Berlin, Vereinigung wissenschaftl. Verleger. 
Bd. 2. Mit 169 Abb. (VIII, 478 S. 4°.) Gt 
М ı120.—, geb. M 136.—. 


Dieser Band enthält die Innervation dea Herze; 


MATHEMATIK UND NATURWISSENSCHAF' 


BÖLSCHE, Wilhelm, Vom Bazillus zum Affen- 
menschen. Naturwissenschaftliche Plaudereien. 
Vollst. umgearb. u. erw. Neuausg. (320 S. 80.) 
Jena, E. Diederichs. Geh. M 40.—, geb. M 55.—. 


COLLIER, W. A., Einführung in die Varialions- 
statistik mit besonderer Berücksichtigung der 
Biologie. Mit 8 Abb. (VI, 73 S. 8°.) Berlin, 
Springer. Geh. M 33.—. 


FAUNA et Anatomia ceylanica. Zoologische Ergeb- 
nisse einer Ceylonreise, ausgeführt mit Unter- 
stützung der Ritterstiftung 1913/14 von L. Plate. 
Herausgeg. von Ludwig Plate. Ва. г. Mit 76 Abb. 
$a — u. 29 [z. T. farb.] Taf. (364 S. Gr.-8°). 

180.—. 


FLOERICKE, Kurt, Vogelbuch. Gemeinverständl. 
Naturgeschichte der mitleleurop. Vogelwelt. Mit 
50 Taf. in Buntdr. nach Original-Aquarellen von 


Karl Neunzig. Lfg. 13 u. 14. (385—448 S. mit 
Abb., 6 Tat, 105 Stuttgart, Franckhsche Ver- 
lagsh. Je M 4.80. 

HAUSER, Gustav, Die Damaster-Coptolabrus- 


Gruppe der Gattung Carabus. Mit 10 Taf. in 
Lichtdr. u. ı lith. Taf. (V, 394 S. Gr.-80.) Jena, 
G. Fischer. Geh. M 140.—. 


HORWARTH, Clemens von, Raum und Zeit im 
Lichte der speziellen Relativitätstheorie. Versuch 
eines synihet. Aufbaus der speziellen Relativitäts- 
theorie. Mit 8 Textabb. u. ı Bildn. (V, 58 S. 
80.) Berlin, Springer. Geh. M ı2.—. 


LIETZMANN, W., Lustiges und Merkwürdiges von 
Zahlen und Formen. Beispiele aus der Unter- 
haltungsmathematik. Mit 102 Fig. und 3 Taf. 

S 80.) Breslau, Ferdinand Hirt. Hliwbd. 
М 30.—. 

Eine Auswahl dessen, was innerhalb der Unter- 

haltungsmathematik für den Unterricht en ist, 

zugleich ein „fröhliches Buch“ für ale reunde 
von Scherzen und Absonderlichkeiten bei Zahlen 
und Figuren. 


PRINGSHEIM, Peter, Fluoreszens und Phospho- 
reszenz im Lichte der neueren Atomtheorie. Mit 
32 Textfig. (VII, 202 S. 80.) Berlin, Springer. 
Geh. M (8.—. 

REINKE, Johannes, Biologische Gesetze in ihren 
Beziehungen zur allgemeinen Gesetzlichkeit der 
Natur. Vortrag. (31 S. Gr.-8%.) Leipzig, Joh. 
Ambr. Barth. Geh. M 8.—. 


TSCHULOK, Sinai, Deszendenzlehre (Entwicklungs- 
lehre). Ein Lehrbuch auf hist.-krit. Grundlage. 
Mit 63 Abb. im Text u. ı Tab. (ХІІ, 324 S. Gr.- 


80.) Jena, G. Fischer. Geh. M 48.—, Hikt 
M 58.—. 


VEGETATIONSBILDER. Herausgegeben von | 
Karsten und H. Schenk. Reihe 14, Heft ı. Jen 
G. Fischer. 

14, 1. Asiatische Epiphyten. Von G. Karste 
Taf. 1—6. (13 S. 4°.) Geh. М 24.—. 


VOGEL, Gustav, Im Reiche der Chemie. Ei: 
leichtfaßliche Schilderung der hauptsächllichst 
chem. Tatsachen und Anl. zu prakt. Versuch“ 
mannigfaltigster Art. Mit 35 Fig. im Text. (VI! 
129 5. Сг.-80.) Berlin, W. Vobach & Co. Hlwt: 


20.—. 


WARBURG, Otto, Die Pflanzenwelt. Bd. 3. Leipz;j 
Bibliographisches Institut. 
3. Dikotyledonen, myrtenartige Gewächse [Myı 
tales] bis glockenblumenartige Gewächse Ee 
anulatae] und Monokotyledonen. Mit zo far 
baf. 18 meist doppelseitigen schwarzen Taf. ı 
278 Textabb. von D Busse u. a. (XII, 553 ' 
4°.) Hiwbd. M 125.—. 


WECKMANN-WITTENBURG, Paul Friedric 
Ornitholog.-photograph. Naturstudien. Neue Bil 
der u. Beobachtungen aus dem Vogelleben unsert 
Heimat nebst Anleitung für die Natur- und Tier 
оо аре Mit 78 Abb. nach Orig.-Aufn. d 

erf. Ausg. auf Kunstdruckpapier. (VIII, 192 5 
Gr.-80.) Bielefeld u. Leipzig, Velhagen & Kl: 
sing. Geh. M 32.—, Hlwbd. M 46.20. 


WEIDENREICH, Franz, Das Evolutionsproble: 
und der individuelle Gestaltungsanteil am En 
wicklungsgeschehen. (III, 120 S., Gr.-8°.) Berlıt 
Springer. (Vorträge und Aufsätze über Entwick 
un nen: der Organismen. H. 27.) Gel 


WOLFINGER, Viktor, Raumlehre [ormenu 
u. Formenlehre]. Ein Arbeits- und Rechenbuci 
für die Volks- und Fortbildungsschule. 3. Tel 
Lehrerheft. Grundsätzliches und Rechenergeb 
nisse. (38 S. 80.) München u. Berlin, R. Older: 
bourg. Geh. M 4.—. | 


NEWCOMB, Simon, Astronomie für jedermann 
Eine allgemeinverst. Darst. d. Erscheinungen 4 
Himmels. 4. vollkommen neubearb. Aufl. her 
ausgegeben von R. Schorr und K. Graff. Mil 
ı Tıtelb., 3 Taf., 3 [farb.] Sternkarten u. 89 А, 
im Text. (VIII, 4og S. 80.) Jena, G. Fischer. 
Сеһ. М 33.—, ШмЬа. М 42.—. 


+ 76 a 


RECHT/STAAT/WIRTSCHAFF «GESCHICHTE / KULTURGESCHICHTE / POLITIK ж 








RECHT, STAAT, WIRTSCHAFT 


BERLE, Franz Xaver, Katholische Wirtschafts- 
moral. (VII, 118 S. 80.) Freiburg i. Br., Herder 
& Co. M 20.—. 

ORSCHUNGEN, Betriebs- und finanzwirtschaft- 
liche. Herausgegeben von F. Schmidt. (Gr.-80.) 
Leipzig, G. A. Gloeckner. 

15. Mahlberg, W., Grundlagen des Tele- 

graphen-Code. (68 5.) М 16.—. 

16. Löwenstein, Kalkulationsgewinn und 

Jahresgewinn in ihren gegenseitigen Beziehungen. 
(68 S.)-M 16.—. 

TESE, August, Deutsche Bürgerkunde. Einf. in 
d. allgem. Staatslehre, in d. Verfassung u. Ver- 
waltung d. Deutschen Reiches u. d. Länder, in 
d. Kenntnis d. Großmächte u. in d. Volkswirt- 
schaftslehre. ı1. verb. Aufl. (VIII, 241 S. 80.) 
Leipzig, R. Voigtländer. M 15.—. 

IANDELS-BÜCHER, Gloeckners. Herausgeg. von 
X. Ziegler. (8°.) Leipzig, G. A. Gloeckner. Geb. 
jo M ı2.—. | 
80. Günder, Zwangsvollstreckung. (128 S.) 
8ı. Le Coutre, Buanzkunde. (ı44 S.) 

IANDWÖRTERBUCH der Staatswissenschaften. 
4. Aufl. Herausgeg. von L. Elster, Ad. Weber u. 
Fr. Wieser. 3. Lig, 5. Bd., Bog. 1—6. (96 S. 
42.) Jena, G. Fischer. M ı5.—. 

IELBOK, Adolf, Siedelungsforschung. Ein Weg 
zur geistigen und Nn Wiederaufrichtung 

des deutschen Volkes. (4r S. 80.) Berlin, Hans 
Rob. Engelmann. М 9.—. 

IERTWIG, Oscar, Der. Staat als Organismus. Ge- 
danken zur Entwicklung der Menschheit. (VI, 
264 S. Gr.-80.) Jena, G. Fischer. Geh. M 30.—, 
Lwbd. M 45.—. ` 

UCKENACK, Adolf, Die deutsche Lebensmittel- 
Gesetzgebung. Ihre Entstehung, Entwicklung und 
re Aufgabe. (27 S. 8°.) Berlin, Springer. 

.50. 


MANNSTAEDT, Heinrich, Finanzbedarf und Wirt- 
schaftsleben. Eine theoret. Betrachtung. (30 S. 
Gr.-8°%.) Jena, G. Fischer. М 6.—. 


SAVELKOULS, Hermann, Der Franc im Saarge- 
biet. (VII, 148 S. Gr.-80.) Stuttgart, Cotta. 
М 22.—. 


SCHIPPEL, Max, Amerikas Wirtschafts- und 
Finanzlage und die Wiederaufrichtung Europas. 
(19 5. Сг.-80.) Stuttgart, F. Enke. (Finanz- u. 
volkswirtschaftl. Zeitfragen. H. 79.) Geh.M 4.—. 


SEBESS, Dionis von, Die Agrarreform in Ungarn 
und das am 7. Dezember 1920 promulgierte Ge- 
setz über die richtigere Verteiling des Grund- 
besitzes. (59 S. 80.) Berlin, Vereinigung wissen- 
schaftlicher Verleger. M 12.—. 

Die in den letzten Jahrzehnten in ganz Europa in 

den Vordergrund gerückten, besonders für die 

Gegenwart äußerst wichtigen Fragen der Boden- 

reform sind in Ungarn in sehr interessanter Weise 

gelöst worden. Dionis von Sebess gibt eine Dar- 
stellung dieser Vorgänge und veröffentlicht im An- 
hang das lehrreiche Gesetz über die Verteilung des 

Grundbesitzes. 


THOENES, Walter, Die Zwangssyndikate im 
Kohlenbergbau und ihre Vorgeschichte. (VIII, 
169 S. Gr.-80.) Jena, G. Fischer. — e zur 
Lehre von den industriellen Handels- und Ver- 
kehrsunternehmungen.) Geh. M 30.—. 


QUESNAY, Francois, Allgemeine Grundsätze der 
wirtschaftlichen Regierung eines ackerbautreiben- 
den Reiches. Aus d. franz. Orig. d. Ausg. A. 
Onckens ins Deutsche übertr. von Valentine Dorn 
u. eingel. von Heinrich Waentig. (XVI, тот S. 
80.) Jena, G. Fischer. M 9.—, Hliwbd. M 18.—. 


GESCHICHTE, KULTURGESCHICHTE, POLITIK 


3BERNHARDI, Friedrich von, Deutschlands Helden- 
kampf 1914—1918. Mit 99 Karten u. ı Taf. 
(X, 544 S. 80.) München, J. F. Lehmann. Geh. 
M 70.—, geb. M 85.—. 

BOAS, Franz, Kultur und Rasse. Mit einer Kurve 
im Text. (VII, 256 S. 80.) Berlin, Vereinigung 
ana Verleger. Geh. M 25.—, geb. 

40. —. 

BRUNN, Walter von, Von den Gilden der Barbiere 
und Chirurgen in den Hansestädten. (VI, 80 S. 
Gr.-80.) Leipzig, Joh. Ambr. Barth. M 12.—. 

GESCHICHTSKALENDER, Deutscher. Herausgeg. 
von Friedrich Purlitz. B. Ausland. Mai 1921. 
(1 Blatt, 423 bis 506 S.) Leipzig, F. Meiner. 

10.—. 

HAUPTMANN, Gerhart, Deutsche Wiedergeburt. 

— Leipzig und Wien, H. Heller. Geh. 


Druck der in Wien gehaltenen Rede. 


HOYOS, Graf Alexander, Der deutsch-englische 
Gegensatz und sein Einfluß auf die Balkanpolitik 
Österreich-Ungarns. (105 S. 80%.) Berlin, Ver- 
einigung wissenschaftlicher Verleger. M ı4.—. 


KULTURGESCHICHTE, Deutsche, in lebensvollen 
Einzelbildern. Unter Mitwirk. namhafter Schul- 
männer herausgeg. von Gustav Schlipköter und 
Fritz Pferdmenges. з. Teil. Vom Mittelalter bis 
zur Jetztzeit. (304 S. 8°.) Stuttgart, J. F. Stein- 
kopf. Pappbd. M 28.—. 


OREANS, Karl, Neuere Geschichte Englands. Ent- 
wicklung seiner Kultur-, Rechts-, Wirtschafts- u. 
Staatengeschichie vom Mittelalter bis zum Welt- 


krieg. Mit bes. Berücks. engl. Quellen а 
3 Teile. Bonn und Leipzig, K. Schroeder. Geh. 
M 90.—, geb. M 108.—. 


1. Englands Aufstieg zur Weltmacht bis zum 
Frieden von Paris 1763. (XVI, 260 S.) 


* 77 * 





GEOGRAPHIE / KARTEN * BIOGRAPHIE / BRIEFE / MEMOIREN 





2. Englands Niedergang und neuer Aufstieg zur 
Macht bis zum Wiener Kongreß 1815. (XXIV, 
261—670 S. 

3. Der Ausbau des britischen Weltreiches ım 19. 
und 20. Jahrhundert bis zum Weltkrieg. (XXV, 
671—1133 S.) 


SEECK, Otto, Geschichte des Untergangs der an- 
tiken Welt. Bd. 2, Anh. Bd. 3. Bd. 3, Ank. 
Stuttgart, J. B. Metzler. 

2. Anh. 2., verb. u. verm. Aufl. (465—623 S.) 
Geh. M 20.—, geb. M 28.—. 

3. 2. verb. Aufl. (VII, 449 S.) Geh. M 40.—, 
eb. M 50.—. 

. Anh. 2. verb. Aufl. (451—584 S.) Geheftet 
M 20.—, geb. M 28.—. 


STEGEMANN, Hermann, Geschichte des Krieges. 


4. Bd. [Schlußbd.] Stuttgart, Deutsche Verlags- 
Anstalt. 





4. Mit 2 farb. Kriegskarten. (XIV, 708 S. Gr.-#: 
Pappbd. M 75.—, Hiwbd. M 80.—, La! 
М 90.—. 

STRUPP, Karl, Grundriß des Versailler Friede: 
vertrages. Im Auftrage des Bürgerausschuss« : 
Frankfurt a. M. zum Gebr. bei Vorlesungen, \:- 
trägen und zum Selbststudium abgefaßt. (50 
Gr.-8°%.) Berlin, Deutsche Verlagsgesellschaft i. 
Politik und Geschichte. М 8.—. 


TRAGÖDIE Deutschlands, Die. Im Banne : 
Machtgedankens bis zum Zusammenbruch . 
Reiches. Von einem Deutschen. (X, 451 S. G:- 


8%.) München, Duncker & Humblot. M 6c.- 

WILHELM II, ehemals deutscher Kaiser. \:: 

рле Geschichtstabellen von 1878 bis r: 

riegsausbruch ıgı4. (75 S. 40.) Leipzig. È 

F. Koehler. Hlwbd. M 40.—, Vorzugsausg. Lw!: 
М 70.—. 


GEOGRAPHIE, KARTEN 


BECKERATH, Hilde von, Das niederdeutsche Dorf. 
Mit 78 Abb. nach photogr. Aufnahmen. (114 S. 
Lex.-80.) Braunschweig, G. Westermann. (Hei- 
matbücher „Hansische Welt“, Bd. 3.) Pappbd. 
M 210.—. 

BEHME, Friedrich, Geologischer Harzführer. 4. Т]. 
Hannover, Hahnsche Buchh. 

4. Die jüngeren Gebirgsschichten in der Um- 
gebung von Goslar am Harz. 4., vollst. neu bearb. 
Aufl. mit 58 Abb. (64 S. 8%.) Geh. M ı10.—. 

BRÜHL. (П, 78 S. 80.) Bonn, F. Cohen. (Rhei- 
nische Heimatbücher H. ı.) M 7.50. 

FLEMMINGS Generalkarten. Berlin, Flemming & 
Wiskott. Je M 12. —. e 
26. Deutsch-Österreich. I: 1120000. 2. 
Aufl. (67x 61,5 cm. Gr.-8°.) 

61. Ungarn. 1: 1000000. 2. Aufl. (78x 60,5 
cm. 8°.) 

62. Tschecho-Slowakei. 
Aufl. (94,5 X 49 cm. Gr.-8°.) 


I: 1000000. 2. 


BIOGRAPHIE, BRIEFE, MEMOIREN 


BODE, Wilhelm, Goethes Schweizer Reisen. (VIII, 
288 S. 80.) Leipzig, H. Haessel. Hlwbd. M 78.—, 
Lwbd. M 97.50. 

Der Bilderband hierzu erscheint später unter dem 

Titel: Bode, Die Schweiz, wie Goethe sie sah. 


DRYANDER, Ernst von, Erinnerungen aus meinem 
Leben. Mit einen Porträt d. Verf. (314 S. Gr.-8°.) 
Bielefeld und Leipzig, Velhagen & Klasing. Geh. 
M 37.80, Hldrbd. M 56.70. 

FISCHER, Georg, Aus meinem Leben. (107 S. 8°.) 
Hannover, Hahnsche Buchh. Hlwbd. M 42.—. 

Erinnerungen eines hochbetagten bekannten Arztes 

und Musikfreundes ın Hannover. 

HOLEK, Wenzel, Lebensgang eines deutsch-tsche- 
chischen Handarbeiters. 2. Feit. Jena, Diederichs. 
2. Vom Handarbeiter zum Jugenderzieher. Mit 
einer Einführg. herausgrg. von Theodor Greyerz. 
(VII, 174 S. Gr.-8°.) M 25.—, geb. M 35.—. 


* 78 * 


63. Südslawien. 1: 1 120000. 2. Aufl. -: 
x 78,5 cm. Gr.-80.) 


FLEMMINGS Verkehrs- und Handelskarten. Ber! ; 
Flemming & Wiskott. 
I. Eisenbahnkarte von Deutschland. ı : 
2 ооо ооо. (59,5 х 51,5 ст. 80.) М 6.—. 
2. Eisenbahnkarte von Mitteleuropa. ı : 
2 000000. (100X74 cm. 80.) М ı14.—. 


RAVENSTEINS Verkehrs-, Rad- und Automol: 
karte von Groß-Hamburg und Schleswig-Holste: 
sowie denn angrenzenden Gebieten. 1: о 000. 
verb. Aufl. (82 X 95 cm.) Hamburg, L. Fr: 
derichsen & Co. M 15.—. 


WESTERMANNS Weltatlas. (201 S. 23X 25 cır 
Braunschweig, G. Westermann. Lwbd. 25 Gel: 
mark. 

Eine Vereinigung von Weltgeographie, -geschich: 

und -wirtschaft, eine Art Weltlexikon in Kart:r. 


KADICH, Hans Maria von, Erlebnisse im Kaukax:: 
Jagd- und Waldfahrten. (301 S. 8%.) Neudanır'. 
J. Neumann, Pappbd. M 20.—. 

KARRER, O. S. J., Der heilige Franz von Bori: 
General der Gesellschaft Jesu 1510— 1572. М: 
einem Titelbild. (XVI, 442 S. 8°.) Freiburg i. B:. 
Herder & Co. M 59.—, Pappbd. M 70.—. 

MAYER, Julius, Alban Stolz. Mit 10 Bildern [aw 
7 Taf.) u. einer Schriftprobe. (X, 619 S. Gr 
Freiburg i. Br., Herder & Co. Geh. M ı00.—. 
Hlwbd. M 115.—. 

Die Biographie behandelt einen Menschen ui: 

Priester, Dichter und Volksschriftsteller, desse 

Werke in weite Kreise gewirkt haben. | 


NETTELBECK. Joachim Nettelbecks Fahrten, Tate: 
und Abenteuer. Selbstbiographie eines deutsch: 
Seemanns, Sklavenhändlers und Bürgerpatriot:. 


Herausgeg. von Georg Weberknecht. (340 S. G: ' 











SCHÖNE LITERATUR xk 





8°.) Stuttgart, Robert Lutz. Geh. M 23.—, Hlwbd. 
M 3 


AYER VON THURN, Rudolf, Grillparzer über sich 
selbst. Ein Aktenfaszikel. (XII, 17 S. 25X 38,5 
cm.) Wien, Amalthea-Verl. Pappm. M 400.—. 
ie Mappe enthält ı3 faksimilierte Schriftstücke, 
e Grillparzer im Verkehr mit den Hofbehörden 


деп. 





RIESCH, Helene, Die hl. Katharina von Siena. Mit 
9 Bildern. 4. u. 5. verm. Aufl. (VIII, 154 S. 
80.) Freiburg i. Br., Herder & . M 21.—, 
Pappbd. geb. M 30.—. 


VORLAÄNDER, Karl, Immanuel Kants Leben. 2. 


durchges. Aufl.) (XI, 223 5. 80.) Leipzig, F. 
To Hldrbd. M 33.—, Geschenklederband 
о.—. 


SCHÖNE LITERATUR 


CHLEITNER, Arthur, Die Jagdjunker. Ein Ro- 
man aus d. Wiener Rokoko. 2 Bde. (349 u. 278 S. 
80.) Berlin, P. Parey. Pappbd. je M 24.—. 
LEI, Franz, Leben und Traum der Frauen. Er- 
zählungen. (167 S. Kl.-80.) München, Rösl & 
Cie. M 17.—, Lwbd. M 30.—. 


DDE, Wilhelm, Ohm Christians Verwandlungen. 
Heitere Geschichten. Mit ı8 Bildern von Hans 
Friedrich. (III, 155 S. 8°.) Leipzig, DH Haessel. 
Pappbd. M 30.—, Lwbd. M 39.—. 
ORCHARDT, Rudolf, Krippenspiel. (28 S. 80.) 
Berlin, E. Rowohlt, Pappba. 20.—. 
RUNNEMANN, Erich, Der Reichsstadt Ausgang, 
eine Rothenburger Geschichte. (192 S. Kl.-8°.) 
Oldenburg, Gerh. Stalling. Pappbd. M 25.—. 


RUST, Alfred, Der Tag des Zorns. Tragödie für 
das große Theater. (33 S. 8%.) München, Kurt 
Wolff. M 8.—. 


erselbe, Die Wölfe. Ein Winterstück. (48 S. 8°.) 
Ebenda. M 8.—. 

ULENBERG, Herbert, Mächtiger als der Tod. Ein 
Leiden- und Freudenspiel. Stuttgart, J. Engelhorn. 
Kart. M 30.—. 

IRKON, Paul, Des ewigen Vaters einig Kind. Ein 
weihnachtliches Spiel ın der Kirche. (30 S. 8°.) 
Jena, E. Diederichs. Brosch. M 5.—. 

LASS, Max, Mysterium der Leidenschaft. Roman. 
(320 S. 40.) Potsdam, G. Kiepenheuer. Pappbd. 
М 5о.—. 

RIMM, Hans, Südafrikanische Novellen. (292 S. 
8%.) München, A. Langen. Lwbd. M 50.—. 
ALBE, Max, Kikeriki. Eine barocke Komödie in 
drei Akten. (165 S. 8°.) München, A. Langen. 
Pappbd. M 25.—. 

ERWIG, Franz, Sankt Sebastian von Wedding. 
Eine Legende aus unseren Tagen. (97 S. 8°.) 
München, Kösel & Pustet. Pappbd. M 14.—, 
Lwbd. M 18.—. 

EYNICKE, Kurt, Die Hohe Ebene. Gedichte. 
(со 5. КІ.-80.) Berlin, E. Reiß. Geh. M ı2.—, 
РаррЬа. М 18.—. 

LEMM, Wilhelm, Verzauberte Ziele. Eine Ge- 
dichtfolge. Berlin, Erich Reiss. Geh. M 12.—. 
ICHNOWSKY, Mechtild, Geburt. Erzählung. 
(534 S. 80.) Berlin, E. Reiß. Geh. M 40.—, 

Pappbd. M 50.—. 

OCHMOÜLLER, Benedikt, Phantasien zu Raffael. 
Freie Gesänge zu Raffaelischen Madonnen u. hei- 
ligen Familien. Teil 1ı—3. Berlin-Wilmersdorf, 


Euphorion-Verlag. Geh. je M 18.—, auf Zanders- 
Hadernpapier in ı Ldrbd. geb. 800.—. 
т. Madonna d. Galerie Bridgewater. Madonna mit d. 
Diadem. Madonna di San Sisto. Madonna aus d. 
Hause Alba. Madonna di Loretto. (52 S.) 
2. Heilige Familie in d. Ruinen. Heilige Familie mit 
d. Stechpalme. Madonna d. Familie Tempi. Madonna 
aus d. Hause Colonna. (67 S.) 
зе" des Granduca. Madonna mit d. Fisch. 
( ; ' 
MEHRING, Walter, Das Ketzerbrevier. Ein Kaba- 
rettprogramm. (130 S. K1.-80.) München, Kurt 
Wolff. Pappbd. M 18.—. 


MÜHLAU, Helene von, Lotte Weilands Wandlun- 
en. Roman. (256 S. 80.) Geh. M 20.—, Hlwbd. 
26.—. 
MYNONA, Das widerspenstige Brautbett und andere 
Grotesken. (80 S. GR München, Kurt Wolff. 
Pappbd. M 18.—. 


Derselbe, Mein Papa und die Jun 
Nebst anderen Gre: (79 
Pappbd. M 18.—. 


NAGEL, Robert, Myrmex. Eine fabelhafte Begeben- 
heit. (86 S. 80.) Leipzig, Bücherlese-Verlag. Geh. 
М 10.—, Hlwbd. M — Lwbd. M 25.—. 


OBERKOFLER, Jos. Georg, Gebein aller Dinge. 
Gedichte. (89 S. 80.) München, Kösel & Pustet. 
Pappbd. M 26.—, Lwbd. M 30.—. 


REYHING, Hans, Der Väter Gut. Erzählung. Stutt- 
gart, Deutsche Verlags-Anstalt. Geb. M Pe 


SORGE, Reinhard Johannes, Gericht über Zarathus- 
tra. Eine Vision. München, Kösel & Pustet. Papp- 
band M 22.—, Lwbd. M 25. 


STAB, Jakob, Die Versuchung des Priesters Anton 
Berg. (128 S. 80.) München, Kösel & Pustet. 
Pappbd. M 26.—, Lwbd. M 30.—. 


STOCKHAUSEN, Juliane von, Die Lichterstadt. 
Roman. (408 S. 8%.) München, Kösel & Pustet. 
Pappbd. M 33.—, Lwbd. M 38.—. 


VOGEL, Heinrich, Die gelbrote Katze. Phantastische 
Novellen. (214 S. 80.) Braunschweig, G. Wester- 
mann. Pappbd. M 120.—. 


WINCKLER, Joscf, Der Irrgarten Gottes oder: Dio 
Komödie des Chaos. (111 S. Gr.-80.) Jena, E. 
Diederichs. Hwbd. M 42.—. 

WITTIG, J., Herrgottswissen von Wegrain und 
Straße. Geschichten von Webern, Zimmerleuten 
und Dorfjungen. (VIII, 246 S., 120.) Frei- 
burg i. Br., Herder & Co. M 32.—. 


rau von Orleans. 
. Kl.-80.) Ebenda. 


+ 79 * 


* _ILLUSTRIERTE BÜCHER / LIEBHABERDRUCKE / ORIGINALGRAPHIK « KUNST 


ILLUSTRIERTE BÜCHER, 


LIEBHABERDRUCKE, 


BARTSCH, Rudolf Hans, Wald. und Feldbrevier. 
Liebeslieder. Mit einer Porträtheliogravüre von 
Max von Scherer. (71 S. 80.) Wien, Amalthea- 
Verlag. Brokat. M о 

DER ANLAUF, 3. Heine-Gedächtnisdruck. Zeit- 
schriften дег Јаһге 1817—1821 mit den ersten 
dichterischen Veröffentlichungen von H. Heine 
in naturgetreuen Wicdergaben. Mit einer epistu- 
laren Einleitung in einem Briefe Heines an Her- 
bert Eulenberg. (Gr.-8°.) Hamburg-Berlin, Hoff- 
mann & Campe. (1000 numerierle Exemplare.) 
Liebh.-Hlwbd. M 150.—. 

Die interessante Publikation enthält Reproduktio- 

nen aus folgenden Zeitschriften: Hamburgs Wächter 

(1817), Rhein.-Westf. Anzeiger (1820/21), Zu- 

schauer (1821), Gesellschafter (1820/21), Dresdner 

Abendzeitung (1821). 


FEUERBACH, Anselm, Zeichnungen. Herausgeg. 
von Willibald Franke. (120 S. io.) Leipzig und 
Zürich, Grethlein & Co. Pappbd. M 36.—. 


GOETHE, Empfindsame Geschichten. Mit то Zeich- 
nungen von Rolf von Hoerschelmann. (224 S. 


80.) München, С. Hirth. Hlwbd. M 50.—. 


HEINE, Heinrich, Der Rabbi von Bacharach. Die 
5 Illustr., der Titel u. die Initialen wurden von 

- Joseph Budko in Holz geschnitten. (89 S. 8°.) 
Berlin, Euphorion Verlag. Nr. 1—20 mit Mappe 
Ldrbd. M 1400.—, Nr. 21—120 Ldrbd. M 800.—, 
Nr. 121—320 Hldrbd. M 400.—. 

Den Exempl. Nr. ı—20 ist eine Hlwd.-Mappe bei- 


ORIGINALGRAPH!I: 


gegeben, die d. Holzschn., d. Titel о. а. Ins 
gesondert auf 9 Tafeln unter Passepartout ent- 


Derselbe, Werke. In Einzelausg. mit Bild. aus v- 
Zeit. Herausgeg. von G. A. E. Bogeng. Mit :a 
reichen Bildern und Faksimiles. Harnburg-B::: 
Hoffmann & Campe. Hlwbd. je M 35.—. 
Buch der Lieder. Finl. von Georg Brandes. " 
Bildern und Noten. (283 S. 80.) 

Die romantische Schule. Einleitung von G. A : 
Bogeng. (256 S. 80.) 

Shakespeares Mädchen und Frauen. Einlar 
von Eduard Engel. Mit Bild. der Erstausgabe 
1839 in Originalgröße. (228 S. 80.) 


MICHELSON, Leo, Der schwarze Hammerschr: 
Holzschn. (Text nach einem mittelalterl. Gei 
dessen Verfasser unbekannt ist.) (6 Blatt. . 
Berlin, E. Reiß. M 32.—. : 


RETHEL, Alfred, Zeichnungen. Herausgeg. : 
mit einer Einleitung vers. von Willibald Fra. 
ы S. 49.) Leipzig und Zürich, Grethle: 

. РаррЬа. М 36.—. 

STERNAUX, Ludwig, Schattenspiel um бет 
Mit 49 Federzeichn. von Dorothea Hauer. (1% 
80.) Bielefeld und Leipzig, Velhagen & Kli«: 
Pappbd. M 42.—. 

STUCKEN, Eduard, Saalecker Skizzenbuch. \ 
einem Geleitwort von Paul Schultze-Naumtk«: 


аве 6 5. 49.) Berlin, E. Reiß. In Umst4 


KUNST 


BO YIN RA, Das Reich der Kunst. Ein Vade- 
mekum für Kunstfreunde und bildende Künstler. 
(ҮІ, 170 S. 8°.) München, Verlag der Weißen 
Bücher. Geh. M 15.—, еЬ. М 25.—. 


GIEDION, Sigfried, Spätbarocker und romantischer 
Klassizismus. Mit 101 Abb. (172 S. 80.) München, 
F. Bruckmann. Hiwbd. M 120.—. 

Architektur, Innenräume, Außenansichten, Grund- 

risse, Entwürfe und ausgeführte Bauten. 


HOFMANN, Friedrich H., Geschichte der bayri- 
schen Porzellanmanufaktur Nymphenburg. Bd. ı. 
Mit 183 Textabb. u. 8 Taf. (XIV, 200 S. 40.) 
eg zig, K. W. Iliersemann. Halbpergamentbd. 

00.—. 


KOCH, Carl, Zeichnungen alt-deutscher Meister zur 
Zeit Dürers. Mit 99 ganzseit. Abb. (442 S. 8°.) 
р E. Arnold. Hiwbd. M 125.—, Hpergtbd. 

250.—. 


KOCH, Hugo, Gartenkunst im Städtebau. 2. Aufl. 
Mit 267 Abb. (318 S. 40.) Berlin, E. Wasmuth. 
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KOOL, J., Tänze der Naturvölker. Ein Deutur: 
versuch primitiver Tanzkulte und Kultgebräur- 
(95 S. 169.) Berlin, A. Fürstner. Pappt: 

20.—. 


MUTHESIUS, Hermann, Die schöne Wohn 
Illustriert. (337 S. K1.-40.) München, F. Bri 
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zimmer, Hallen, Dielen, Bibliotheken, Bäder u 

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Jahrhundert in der Landesbibliothek zu Di7 
stadt. Mit 100 Tafeln in Licht- und So: 
druck. (42 S. Fol.) Leipzig, K.W. Hiersen:- 

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SCHULTZE-NAUMBURG, Paul, Die Einricht:; 
des Wohnhauses. Mit 27 Abb. (115 $, бг-` 
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zweiten Band vom „Bau des Wohnhauses‘ be- 
delt eingehend den ganzen Komplex der inneren 
richtung des bürgerlichen Wohnhauses bis zu 
ı komplizierten Organismus des groß angelegten 
-renhauses. 


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Lex.-80.) Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt. 
(Klassiker d. Kunst, Bd. 27.) Hiwbd. М 160.—, 
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‚üchter. 3. verb. Aufl. Mit ı70 Abb. (35r 5, 
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Motiven der Oper „Fürst ү für Salonorchester 


bearb. von B. Leopold. 
Dertel. M 20.—. 
IOPIN, Frederic, Mazurka Nr. 5 (Op. 7, Nr. 1), 
für Salonorchester bearb. von J. Dworzak (80.) 
Hannover, Louis Oertel. M 8.—. 

JZART, W. A., Jupiter-Symphonie. Für Salon- 
orchester bearb. von Schmidt-Köthen. (4°.) Han- 
nover, Louis Oertel. M 25.—. 


KAMMERMUSIK 


E Adolf, Konzert für Violoncell und 
lavier. . 5.) (26+ 12 5. 49.) Berlin, Bote 
Mr 


4%.) Hannover, Louis 


KLAVIERMUSIK 


OZART, W. A. Klavier-Konzert іп B-Dur 
er Nr. 456). Bearb. von Hinze-Reinhold. 
56 5. Gr.-4®.) Leipzig, Steingräber. M ı2.—. 


PFITZNER, Hans, Von deutscher Seele. Eine ro- 
mantische Kantate. (Ор. ee Klavierauszug mit 
Text. (174 S. 4°.) Berlin, Fürstner. M 105.—. 


VOKALMUSIK 
BEHR, Hermann, Märchenlieder. 10 Märchendich- 


tungen für eine Singstimme mit Pianofortebeglei- 
tung. (20 5. K1.-40.) Leipzig, Steingräber. 


GRAENER, Paul, Wiegenlied. (Nun gute Nacht. 
Es gab so viel zu schauen.) Hoch und tief. (3 S. 
40.) Berlin, Bote & Bock. Brosch. M 1.50. 


WOLFF, E. J., Märchen. Hoch, mittel, tief. 
(3 S. 40.) Berlin, Bote & Bock. Brosch. M 1.20. 


WONSCHMANN, Theodor, Vier Lieder. (Liebes- 
ode, Wolken, Maria, Der Falk.) Für eine mitt- 
lere Singstimme mit Begleitung des Klavier. 


(12 S. Gr.-4°.) Leipzig, Steingräber. M 5.—. 





— 





e Preise sind die von den Verlegern für Deutschland festgesetzten Verkaufspreise, vorbehaltlich etwaiger 
derungen, die durch Schwankungen in den Herstellungskosten verursacht werden. œ Die Lieferung 
das Ausland erfolgt auf Grund der vom Börsenverein der deutschen Buchhändler erlassenen Bestimmungen, 
nach fûr Länder mit höherer Valuta ein Aufschlag hinzuzurechnen Ist. Einige Verleger haben besondere 
Auslands- Preise angesetzt. Die Bücher können durch jede Buchhandlung bezogen werden. 
— ——————— — —— — — — — — 
'Tantwortlich für die Redaktion: DR.KARL BLANCK und DR. FRIEDRICH MICHAEL « LEIPZIG 





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Auf der Ausstellung „Das Deutsche Buch“ im Haag liegen Probebände aus von: 


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Schütze: Lehrg. d. Sonatinen, Sonaten, Stücke. tinen und Rondos (Kieinmichel). Fūr Klavier 2 ht 
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Beethoven: Sämtliche Sonaten (G Damm). Neu- Mendelssohn : Sämtliche Werke.|Für Klavier 2hir- 


ausgabe In 2 Bänden. Für Klavier 2 handig. dig. 5 Bände, 
Schumann : Sämtliche Werke. For Klavier 2händig. ніссан: op. 62. Ein Tag auf Schloß Dürande 
11 Bände. Romant. Novelle in 6 Kapiteln. Für Klavier 2här:; 


Schwalm: Junge Musikanten. Kinderstücke und Volkslieder.In fortschreltender Ordnura. 
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Scherchen: op. 1. Streichquartett Nr. 1. Marteau, op. 17. Streichquartett Nr. 3. С-ди. 
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ALS ARZT IN OSTAFRIKA 
VON AUGUST HAUER 


I. Wider die Schlafkrankbheit. 


[сн war Leiter des Schlafkrankheitsbezirks Niansa am Tanganjikasee und unternahm im 
Juli 1914 eine Rundreise durch mein Arbeitsgebiet. Morgens und nachmittags saß ich regel- 
näßig hinterm Mikroskop, während die Marschzeiten leider immer in die schwüle Mittags- 
eit fielen. Denn hauptsächlich zwischen g und 4 Uhr zeigte sich die Glossina palpalis, die 
Schlafkrankheitsfliege, deren Bekämpfung zur ersten Lebensfrage des Landes geworden war. 
Systematisch wurden jedes Wasserloch, jede Furt und jedes Dickicht nach dieser verfluchten 
Stechfliege abgesucht, für deren Lebensfähigkeit Wasser und Schatten Urbedingung sind. 
Das Vorfinden eines einzigen Exemplars konnte oft schon das Todesurteil für die unmittel- 
bare Umgebung bedeuten. Ganze Dörfer hatten gewaltsam verpflanzt, herrliche Ölpalmen- 
bestände vernichtet, Flüsse gesperrt werden müssen, um der Glossina Schatten, Blutquelle 
und Infektionsmöglichkeit wegzunehmen. 

Ich war gerade dabei, das Land kartographisch aufzunehmen und mit peinlicher Genauig- 
keit das Verbreitungsgebiet der Schlafkrankheit und ihrer Überträgerin einzuzeichnen. 

Ein verlassenes Dorf zog an uns vorüber, heilig und still wie ein Gottesacker. Versöhnend 
hatten Windrosen das zerfallene Gemäuer über und über mit blauen, gelben und roten Blüten 
bestreut. 

Dann ging es in einen saftiggrünen Bananenwald hinein, in dem bald rauchgeschwärzte 
Rundhütten auftauchten. Vor der ersten stand eine alte verhuzzelte Frau — alte Negerinnen 
sind von einer geradezu klassischen Häßlichkeit — und rief mir ihren Gruß entgegen. Die 
großen weißen Muscheln klapperten leise an ihrer welken Brust, als sie zum Zeichen der 
Unterwürfigkeit die Handflächen zusammenschlug. 

Alle Hütten waren leer und verschlossen. Vor jeder stand eine solche Großmutter, die 
laut schwor, ihre ganze Familie sei an Malale, an der Schlafkrankheit, verstorben und. sie 
der traurige Überrest. Diesen oder einen ähnlichen Schwindel erlebte ich jeden Tag in jedem 
Dorf, und noch jedesmal hatte mein Askari alsbald die „Verstorbenen“ in ihrem Versteck' 
ausfindig gemacht und herangebracht. Dann wurden sofort Blutpräparate angefertigt un‘ 
durch körperliche Einzeluntersuchung die Schwerkranken ausgesondert. Wenn sich ge 


* 107 * 


xk HAUER/ALSARZTINOSTAFRIKA 





schwollene Drüsenpakete am Nacken oder in den Schlüsselbeingruben zeigten, nahm id 
mit der Rekordspritze eine sofortige Punktion vor. Und eine Minute später zeigte mir dar: 
das Mikroskop in diesem Drüsentropfen meist die Erreger der Schlafkrankheit, die schlante 
Trypanosoumen, winzige einzellige Lebewesen, wie sie mit ihrer Geißel auf die wehrlosa 
Blutkörperchen loszupeitschen schienen. Bei Kranken in vorgeschrittenem Stadium konni 
die Diagnose noch durch eine Punktion des Rückenmarkskanals gesichert werden. Dex 
je länger die Krankheit dauert, desto mehr verziehen sich die Trypanosomen aus Blut- ш. 
Lymphbahnen in das Zentralnervensystem. Die positiv Befundenen bekamen sofort ihr 
erste Atoxylspritze in die Rückenmuskulatur. Die Schwerkranken wurden dem Schlafkranke: 
lager überwiesen. Dort warteten sie dann, oft in zunehmender geistiger Umnachtung, auf d: 
Erfüllung eines unaufhaltbaren Schicksals... | 

Wir zogen dann am Strand des Tanganjıkasees entlang, genau nach Süden. Leise schlu:t: 
die klaren Wellen auf den goldenen, mit blankem Kies bestreuten Ufersand auf. Vor r: 
lief der eine Fliegenboy Mchubwa (auf deutsch: die Steißgeburt), hinter mir Kaichozi. D: 
erstere trug jetzt einen aufgespannten Regenschirm, der innen angefeuchtet war. Er fin: 
cine Glossina nach der andern unter der Schirmglocke, wo Schatten und Feuchtigkeit =: 
sehr anlockten. Sie saßen so friedlich da unter den scherenförmig übereinandergeschlager 
Flügeln, als wären sie harmlos wie zarte Täubchen. Und doch genügte ein einziger Stich de 
infizierenden Fliege, um auf das Opfer die trostlose Krankheit zu übertragen, дегеп Еті 
erscheinungen erst nach Monaten sich bemerkbar machen. Schlafkrankheitsfliegen komm: 
nicht im Zickzackflug und mit dem Gesumme der Alltagsfliegen an. Meist unhörbar us: 
schnell, und schon deshalb unheimlich, wie von einem bösen Geist geworfen, fliegen sie 








Opfer an. Anscheinend spielt die individuelle Anlockung durch die Hautausdänstune 
eine große Rolle. Dem Unvorsichtigen meldet oft zu spät ein stechender Schmerz im sonne 
geschützten Nacken den gefährlichen Gesellen an. Kaichozis ganze Aufmerksamkeit w: 
dementsprechend auf meinen Nacken gerichtet. 

Grünes Schilf, das nahe am Ufer des Sees wuchs, setzte sich bei unserer Annäheru:! 
plötzlich in Bewegung. Es entpuppte sich als die hohen Rückenflossen zahlreicher Weil 
fische. Aus ihnen entnahmen sich, wie es hieß, die Schlafkrankheitsfliegen,, wenn kez 
Warmblüter mehr da war, das zur Entwicklung der Larve nötige Blut. Denn die Glossa 
bringt jede vierzehn Tage eine einzige gelblich-weiße, rasch in das braune Puppenstadiun 
übergehende Larve zur Welt... | 


П. Im Lande der Watussı. 


Wie umgeworfene Riesenschiffe lagen die Berge vor uns. Die Wege liefen immer реп 
über die Kiellinie, so daß man gleichzeitig in mehrere Täler hinuntersah. Zwischen zalı- 
reichen Bergspitzen grüßten mitunter zur Linken blaue Bandstreifen des Tanganjikas herau! 
Die Zedern hatten uns längst verlassen und, abgesehen von den meist an Gehöften stehend: 
großen Euphorbien, entschwanden alle Bäume. Klippen und niederes weiches Gras bildet: 
die einzige Decke der Berglehnen, auf denen die berühmten, großhornigen Rinder der Wr 
tussi weideten. Freundlich klangen die Kuhglocken von diesen afrikanischen Almen her: 
` Man konnte — und der Gedanke drängte sich einem immer wieder auf — glauben, wen! 





e 108 + 


HAUER/ALSARZTIN OSTAFRIKA ж 





icht gerade die Anwesenheit von Schwarzen die Vision zerriß, man wäre in der Hocheifel 
ler in den bayrischen Alpen. Von den Höhen wehte ein herber Wind, die Tropensonne 
hien ihren sonstigen harten Stachel abgelegt zu haben. Abends war es so kühl, daß Rotwein 
achhelfen, morgens so unerhört kalt, daß ich regelmäßig die erste halbe Stunde im 
eimischen Manövermantel marschieren mußte. Nur die etwa fünf Meter hohen ‚‚Königs- 
zen, die an zahlreichen Quellen Wache standen, machten stutzig; die gab es in Bayern 
icht. 

Uer war ooch ein Land mut unserer mittelalterlichen Adelsherrschaft. Das Herrenvolk 
er Watussi, auf 100000 Köpfe eingeschätzt, herrschte mit strenger Hand über mehrere 
Iillionen Hörige, die zwar nur einige Ziegen und Hühner halten, dafür aber alle Arbeit 
errichten durften. Ein besonderer Unterstamm lieferte ausschließlich die Schmiede — an- 
blich in der strengen Handwerkserbfolge unserer mittelalterlichen Zünfte. 

Die Watussi gelten vielen als dìe schönsten Menschen und die besten Springer der Welt. 
edenfalls haben diese häufig zwei Meter hohen, braunen Gestalten mit dem langen Schädel 
nd dem lässig-vornehmen Gang einen geradezu klassisch schönen Körperbau. Das oft weib- 
ch breite Becken stört das.Ebenmaß der schlanken Körper mit der blanken Taille in 
einer Weise. Sie erscheinen fast ohne Ausnahme als die fehlerlosen Exemplare einer herr- 
chen Rassezucht und tragen alle Zeichen der Herrenkaste an sich; in ihrem Dünkel möchten 
e selbst auf den Europäer herabsehen. Durch die nie geschaute Vollkommenheit und das 
alte Ebenmaß eines solchen Körpers zwingen sie den meisten Europäern im ersten Augen- 
lick das unangenehme Gefühl der eigenen körperlichen Unterlegenheit auf. Ihr Gang ist 
'hwebend und gemessen, ihre Bewegungen lässig, die Rede flüsternd. Nie kommt von 
nen eine hastige Geste, nie ein lautes Wort, und doch werden die geflüsterten Befehle 
benso flink ausgeführt, als wären sie zugeschrien. | 

Die Watussi wohnen im Lande zerstreut, jeder inmitten seines Besitzes im umzäunten 
ehöft, das mit Vorliebe auf einer Hügelkuppe erbaut wird. Die Einteilung des Innern in 
'errenhütte, Kemenate, Unterkunftsräume für Hörige und Vieh erinnert leise an die Ein- 
chtung unserer ersten Burgen. Der Mtussi (Mtussi = Einzahl, Watussi = Mehrzahl) ist 
erühmt als Viehzüchter. Sein Stolz sind die schönen Rinder, mit deren Urin die Milch- 
:fäße gereinigt werden. Er lebt hauptsächlich von Fleisch, Milchprodukten, Bananen und 
ülsenfrüchten. 

Die in den Tropen übermächtige Rassenfrage, die mit unerbittlicher Strenge trennt und 
ısummenführt und sich weder durch die Ideen der Humanität noch durch religiöse Ge- 
ieinschaft je beseitigen lassen wird, hat den Mtussi nicht in jenen tiefen Abgrund hinunter- 
stoßen, aus dem der Neger selbst noch zu dem verworfensten Europäer wie zu einem 
öheren Wesen aufblicken muß. Er ist Hamite und ein Vetter der alten Ägypter; diese 
alsache hebt den Wort seines Blutes sehr. Vom Neger trennen ihn das angeborene Herren- 
"fühl, sirengster Blutabschluß, Sitte und Sprache, die höhere Intelligenz, der Bau des 
örpers, das lange Gesicht, die feineren, oft edlen Züge. Leider aber sind auch sie schon 
twas entartet. 

Laufendes Wild spūrten wir in diesem waldarmen Gebiete nicht. Nur stand eines Abends 
ie eine plötzliche Erscheinung ein Leopard am Feuer, und der schlaue Kimburru, ein 
larder, schlich sich jede Nacht an meine Hühner heran. Kleine Tauben, die den ganzen 


+ 100 * 





ж HAUER/ALSARZTIN OSTAFRIKA x 


Tag über ihren ruhigen Walzertakt riefen, Krickenten, rotgeständerte Rebhühner, Sporen- 
gänse, Kronenkraniche mit ihrer goldgelben Seidenkrone auf der blutroten, schmalen Kopf- 
scheibe bildeten neben laut kreischenden Nashornvögeln die einzig großen Vertreter der 
Vogelwelt. Ein sehr merkwürdiges Geschlecht sind die entengroßen Nashornvögel, die ı: 
dem eckigen Hornaufbau des Oberschnabels einen natürlichen Resonanzboden besitzen. Sı: 
haben in Afrika die Aufpasserrolle unsers zänkischen Eichelhähers inne und verderben w:- 
dieser dem pürschenden Jäger oft Laune und Jagd. Übrigens besitzt nur das Männch«: 
jenen Resonanzboden. Der sonderbare Ehegatte mauert zur Brutzeit sein Weib mit Lehr 
in ein Baumloch ein und füttert es durch. Erst nach erfolgreicher Bruttätigkeit hackt er 
die unfreiwillige Eremitin wieder frei. 

Von Hügel zu Hügel riefen sich schrille Fistelstimmen Nachrichten zu. Diese Art draht- 
loser Telephonie arbeitete sicher und unglaublich schnell. Vermutlich wurden gerade meine 
Personalien nebst Marschrichtung weitergegeben. Erstere schienen recht günstig gelautet zı 
haben, denn überall kamen mir die Watussi mit ungewohnter Freundlichkeit entgegen, un! 
vor allem — was wenigen Europăern bis dahin geglückt war —, ich sah und sprach rege!- 
mäßig ihre Frauen. Weiß der Kuckuck, was mir dieses außergewöhnliche Vertrauen ver- 
schafft haben mochte: mein ärztlicher Beruf, die guten Beziehungen zum Mtussihäuptlir: 
Rukwirba, dessen Besitzungen in meinem Schlafkrankheitsbezirk lagen, oder meine Gol:- 
zähne. Denn diese hatten überall höchste Bewunderung erregt und eine geheimnisvoli: 
Macht ausgestrahlt. Ja, ein Mtussi aus dem Königshause sprach die maßgebende Übe:- 
zeugung aus, ich müßte ein besonders hohes Tier sein, weil ich kupferne Zähne hätte; Goi: 
nämlich war in diesem glücklichen Land noch unbekannt... 

Watussifrauen sehen einander ähnlich wie Schwestern und tragen um einen schmal: 
Knöchel zahlreiche Kupferdrahtringe, die ihre Beweglichkeit hemmen und etwaige Seites; 
sprünge buchstäblich erschweren würden. Aus dem Kopfüberwurf des langen Gewand: 
schaut das feine Oval des Gesichtes mit einer oft madonnenhaften Weichheit hervor. D:: 
hohe Bronzekörper strömt einen scharfen Geruch nach zerlassener Butter aus, mit der d: 
edlen Glieder eingerieben werden. Die Mädchen sind von seltenem Liebreiz. Am Ьез! 
aber gefielen mir die splitternackten Kinder mit ihrem langen, lehmbeschmierten Haa«:. 
den rötlich schimmernden Lippen und mandelförmigen Augen... 

An einem Gehöft kamen gleichzeitig mit uns mehrere Watussi an und begannen sofor! 
unter sich, ohne auf ihre Umgebung zu achten, jene Grußzeremonie vorzunehmen, d: 
ebenso einzigartig in der Welt wie tief ergreifend ist. Immer wieder sah man sie paarwei» 
voreinander treten ‘und unter gegenseitiger Berührung der Schultern, Brust und Arme ih: 
„ssaossege, ssaossege' (endlich, jetzt endlich“) flüstern. Zuletzt hielten sie inne, schauter 
einander einen Augenblick still an und sagten: „Bist du auch wirklich gesund?“ So be- 
grüßten sich, während ringsum alles um sie versunken schien, nacheinander Mann um Mann 
Knabe und Greis mit derselben feierlichen Steifheit, und mir schlug das Herz vor Freud, 
in diesem Gruß den mächtigen gottgewollten Ruf des gemeinsamen reinen Blutes heraus 
klingen "zu hören. 

Die vorstehenden Bruchstücke entnehmen wir den ersten Kapiteln des Buches „Kumbuke, Erlebnisse ein 


Arztes in Deutsch-Ostafrika‘‘ von August Hauer, das mit 8 farbigen Tafeln und 21 Tuschzeichnungen v«r 
Curt Gregoriu& geschmückt, im Dom-Verlag in Berlin erschienen ist. 


\ 


* IIO * 


x SEITZ / DIE SOZIALE HYGIENE * 





DIE SOZIALE HYGIENE 
EIN LITERATURBERICHT VON PROF. DR. A. SEITZ 


А оси den in der medizinischen Literatur weniger Bewanderten wird das Wort „Sozial- 
hygienne‘ in seiner Zusammenstellung ohne Frage überraschen. Ist es doch das Privileg 
der Hygiene gewesen, sich aller Schichten der Bevölkerung anzunehmen und so eine aus- 
schließlich ‚‚soziale‘‘ Wissenschaft zu sein. Die Sozialhygiene befaßt sich vornehmlich mit 
den Gesundheitsbedingungen, denen gesellschaftlich oder beruflich zusammengehörige 
Gruppen unterliegen, gleichzeitig sinnt sie auf deren Besserung und Behütung vor Gesund- 
heitsschäden. Die Grundfaktoren des sozialen Gesundheitswesens, wie Wohnungshygiene, 
Nahrungs- und Arbeitshygiene werden in ihrem Rahmen zunächst erörtert, davon aus- 
gehend die verschiedenen Alters- und Berufsklassen. Hierüber hinaus hat sich die Rassen- 
hygiene als fruchtbar erwiesen, die ja natürlich auch nur sozial betrachtet werden kann; 
denn es liegt auf der Hand, daß Land und Rasse nicht ohne Einfluß auf die Gestaltung 
der Morbidität- und der Mortalitätsverhältnisse sind. 

Seitdem Galton, der Begründer der Eugenik oder wörtlich „Lehre von der guten Rasse‘, 
die Aufmerksamkeit auf die Rassenhygiene lenkte, ist viel über diesen Gegenstand ge- 
schrieben worden. Uns fehlte ein so scharf gegliedertes und klar dargestelltes Werk, wie es 
der jetzt erschienene „Grundriß der menschlichen Erblichkeitslehre und Rassenhygiene“ І 
von Baur, Fischer, Lenz ‚[Lehmann, München] ist. Wie in der kurzen Einleitung gesagt 
wird, tappen wir mit allen Betrachtungen über die Wirkung von sozialen und politischen, 
Einflüssen auf die Beschaffenheit eines Volkes im Dunkeln, solange wir nicht wissen, 
welche verschiedenen Rassenbestandteile ein Volk zusammensetzen, nach welchen Gesetzen 
Unterschiede der Rassen und Einzelmenschen vererbt werden und die Auslesevorgänge auf 
ein Volk einwirken. 

„Menschliche Erblichkeitslehre‘‘ heißt der erste Band des Werkes, der in vier Abschnitten 
uns mit der allgemeinen und speziellen Variations- und Erblichkeitslehre bekannt macht, 
sodann die körperlichen und geistigen Begabungen und ihre erblichen Bedingtheiten be- 
handelt. Die Erklärung der Grundbegriffe, die Variationserscheinungen an den Nachkommen, 
die dreierlei Art von Variationen zeigen können, und schließlich der Einfluß der letzteren 
auf die Zusammensetzung eines Volkes führen hinüber zu den gegebenen Rassenunter- 
schieden des Menschen, der „Anthropobiologie‘‘, wie die Verfasser es nennen möchten im 
Gegensatz zur Anthropologie, welche hauptsächlich nach morphologischen Gesichtspunkten 
die Rassenunterschiede erfaßt. Die Rassenhygiene braucht aber ein morphologisches und 
ein biologisches Fundament. Zum Verständnis der aus der Kenntnis der Vererbungsregeln 
zu ziehenden rassenhygienischen Schlüsse werden als. Grundlagen die variierenden Rassen- 
unterschiede des Menschen, wie Schädelbildung und Skelett, Pigmentverhältnisse, Haarfarbe 
und deren Form, die Körperpropositionen und Physiognomie, kurz besprochen. Alle diese 
Variationen sind sehr schwankend, nur ein Teil ist erblich bedingt, ist „idiotypisch“, und 
für Rassendiagnose zu verwerten. Diese Gruppen- oder Rasseneinteilung der Menschen ist 
Aufgabe der Anthropographie. Die krankhaften Erbanlagen werden an der Hand zahlreicher 
erläuternder Stammbäume von Familien mit erblichen Augenleiden, mit erblichen Geistes- 


* III * 


SEITZ / PIE SOZIALE HYGIENE 





krankheiten, von Bluterfamilien usw. dargetan. Voraussetzung ist, daß eine sichere Methodik 
zu enischeiden gestattet, ob Leiden erblich bedingt sind oder nicht; familiäre Häufung 
allein wird hierzu nicht genügen. Ähnlich wie wir aus dem Vorkommen erblicher Geists- 
schwäche auf die erbliche Bedingtheit auch der normalen Verstandesanlagen schließen 
müssen, werden wir, von letzteren ausgehend, die Erblichkeit von Begabungen (Talente und 
Genies) folgern. Zahlreiche Beispiele erklären dies für einzelne Menschen sowohl wie für 
ganze Rassen. 

„Menschliche Auslese‘ und „Rassenhygiene‘ bildet der Inhalt des zweiten Bandes. Ihre 
Hauptfaktoren sind die Selektion oder Zuchtwahl oder „biologische Auslese‘, welche durch 
unsere akuten Infektionskrankheiten und Seuchen, wie Tuberkulose und Geschlechtskrank- 
heiten, Alkohol, Kindersterblichkeit, nicht zuletzt auch den Krieg betrieben wird. Sodann 
die „soziale Auslese‘, wodurch die Menschen verschiedener somatischer und geistiger Be 
schaffenheit sich über die Bevölkerungsgruppen verschieden verteilen. Der praktischen 
Rassenhygiene ist der letzte Abschnitt dieses zweiten Bandes eingeräumt, wohl mit der 
wichligste des interessanten Werkes; gipfelt doch schließlich jede Hygiene in der Ertüch- 
tigung der ganzen Rasse. Praktische rassenhygienische Eheberatung würde das Entartung- 
problem gewiß ungeheuer fördern, wenn auch die Frage nach dem „Wie“ nicht ganz leicht 
gelöst ist. Eine kurze Erklärung gebräuchlicher Fachausdrücke am Schlusse des Werke 
erweist sich als besonders brauchbar. — Die Bücherei deutscher Erneuerung bringt a 
dritten Band „Der völkische Gehalt der Rassenhygiene‘ von Fritz Siebert [Lehmann, 
München] eine Ergänzung zu dem vorhergehenden Buche. Die Formen der erblichen Über- 
tragung und die Mittel der Erbgesundheitspflege werden besprochen, die nötig sind, um eine 
aufbauende Stammespflege treiben zu können. 

Wenn unser erster Sozialhygieniker Grotjahn von der Universität Berlin das Wort er- 
greift, so wird er stets auf eine aufmerksame Gemeinde rechnen können. Seine „Hygienische 
Forderung“ [in der Sammlung „Blaue Bücher“, Langewiesche, Königstein i. Т.] bezweckt 
die Verallgemeinerung der Körperkultur für alle Schichten unseres Volkes. Viel ist bereit: 
geschehen auf dem Gebiet der Volkshygiene, einer der Gradmesser ist das andauernde Sinken 
der Sterblichkeit. Zur Zeit Luthers betrug die mittlere Lebensdauer noch 20 Jahre, heute 
beträgt sie 40 Jahre. Aber es gibt noch viel zu wirken in dem Sinne der Stärkung unserer 
Volkskraft, auch die scheinbaren Kleinigkeiten, aus denen sich die hygienische Lebens- 
führung des Einzelnen zusammensetzt, sind schließlich Bausteine für den großen Bau eins 
gesunden Volkes. Ernährung, Kleidung, Wohnung und Siedelung haben ihre notwendigen 
Bedingungen, wenn sie hygienisch genannt werden wollen. Wer sich über sie unterrichten 
will, findet in dem knapp gefaßten und äußerst übersichtlich angeordneten Buche da 
Wissenswerteste. 

Das kurz vor dem Weltkriege abgeschlossene Kompendium der Sozialhygiene „Krank- 
heit und soziale Lage‘ von Mosse und Tugendreich [Lehmann, München] ist ein unentbehr- 
liches Nachschlagebuch für jeden, der sich über die Zusammenhänge unserer sozialen Zustände 
mit den die Volksgesundheit untergrabenden Seuchen, wie Geschlechtskrankheiten, Tuber- 
kulose, Alkoholismus und die verschiedenen Infektionskrankheiten, unterrichten will; auch 
Wohnung, Beruf, Arbeit haben ihren Einfluß auf den Gesundheitszustand und die Taug- 
lichkeit des Volkes, und zwar treten diese Zusammenhänge schon früh, bei der Prüfung 


+ 112 * 


SEITZ / DIE SOZIALE HYGIENE * 





ıf Schultauglichkeit in die Erscheinung. Die Gewerbekrankheiten sind zum großen Teil 
ar richlig zu verstehen, wenn man sie im Zusammenhang mit ihrer sozialen Umwelt be- 
achtet. Wie komplex der Begriff der „sozialen Lage‘ ist, und wie ganz verschieden die 
äden zu den Krankheitszuständen verlaufen, davon wird sich auch der Gewerbeinspektor 
nd Volkswirt mit Vorteil in den von Fachleuten bearbeiteten 16 Kapiteln des ersten Buch- 
iles überzeugen, dem eine einleitende Übersicht über die Krankheits- und Todesursachen- 
atistik von dem bekannten Statistiker der Stadt Berlin, Silbergleit, vorausgeschickt ist. Der 
weite Teil des Werkes befaßt sich mit den Besserungsmöglichkeiten der ‚sozialen Therapie“ 
er Krankheiten, an der sich Staat und Gemeinde mit Erfolg beteiligen. Die soziale Gesetz- 
ebung, insofern sie Einfluß hat auf Verhütung, Erkennung und Verlauf der Krankheiten, 
nd die Maßnahmen, die die Steigerung der Widerstandskraft durch Auslese bezwecken, 
ilden den Inhalt des Schlußkapitels. 

Sehr begrüßenswert sind vier Bändchen in der Sammlung Göschen: ‚Die Hygiene des 
tädtebaues‘“ sowie die „Hygiene des Wohnungsweseps‘‘ von Prof. Nußbaum von der Tech- 
ischen Hochschule in Hannover [Vereinigung wissenschaftlicher Verleger, Berlin]. Die 
ırundbedingungen einer ‘gesunden. Wohnweise für alle Stände sind hier in kurzgefaßter 
orm besprochen. Die behandelten Fragen, wie Lüftung, Heizung, Wasserzuführung, Aus- 
rocknung der Wohnung, sind stets von aktuellem Interesse. Die Hygiene des Städtebaues 
teht zwar für die Gegenwart allzusehr unter dem Zwange der Abhängigkeit von Zweck- 
näßigkeitsgründen und Baunot; da können die an der Hand von kleinen Plänen auf- 
'estellten Wünsche und Ziele mittlerweile unser Gewissen schärfen. 

Einem wirklichen Bedürfnis entsprach es, daß die Gesundheitspflege des Kindes nach 
len neuesten Anschauungen der Pädiatrie und der Hygiene dargestellt wurde. Diese Lücke 
üllt das Ende 1913 im Verlag Enke in Stuttgart erschienene Werk ‚Die Gesundheitspflege 
les Kindes‘ von W. Kruse und Paul Selter aus. An dieser Gesundheitslehre und -pflege 
aben außer den beiden Herausgebern einige Fachleute gearbeitet, deren Namen gleichfalls 
chon für eine gründliche Bearbeitung des Stoffes Gewähr bieten. Eine Fülle von Neuem 
ingt beispielsweise das von Kruse selbst bearbeitete Kapitel der Statistik der Krankheits- 
ırsachen und ihre Häufigkeit im kindlichen Alter. Besonders ist unter anderem darauf 
linzuweisen, wie die Sterblichkeit an ansteckenden Krankheiten mit den nicht tuberkulösen 
Lungenleiden, hauptsächlich Lungenentzündungen, parallel geht. Auch hier ist der Einfluß 
ler sozialen Lage unverkennbar. Von Kruse ist auch die Hygiene der Umgebung geschrieben, 
las heißt, die äußeren Einflüsse, wie sie durch Luft, Boden, Wasser und Wohnung die 
Gesundheit des Kindes beeinflussen. Ferner das Kapitel über die Infektionskrankheiten und 
ihre Bekämpfung und ein kurzes Kapitel über die Rassenhygiene. Die Schulhygiene ist von 
unserer Autorität auf dem Gebiete, Hugo Selter in Königsberg, in ausgezeichneter Form be- 
handelt, ebenso der Schutz des Kindes in der Schwangerschaft, in der Geburt und im Wochen- 
bett von dem Bonner Gynäkologen Cramer. Fesselnd auch die übrigen Kapitel über Für- 
sorge schwachsinniger, nervöser und verwahrloster Kinder, der unehelichen Kinder mit 
einem Einblick in unser Vormundschafts- und Waisenwesen von Kaupe, Bonn. In dem- 
selben Verlag erschien die „Kleinkinderfürsorge‘“ von С. Tugendreich, dem bekannten Ber- 
liner Sozialhygieniker und leitenden Arzte der städtischen Säuglingsfürsorgestelle V, Berlin. 
Das Alter von a—6 Jahren war etwas vernachlässigt worden über dem an und für sich 


* 113 + 


* HUEBSCHMANN / DIE TUBERKULOSELITERATUR DER LETZTEN JAHRE | 
Г = = — — 
löblichen Interesse an der Säuglingsfürsorge und dem Krippenwesen. In sehr übersicht 
licher Weise ist das mehr Theoretische verbunden ınit der praktischen Kleinkinderfürsorz 
wozu der Verfasser als Mann der Fürsorgepraxis besonders berufen ist. In o Kapitel 
werden die Statistik der Kleinkinder (Bestand, Morbidität und Letalität), ferner die körper 
liche und seelische Entwicklung (dieses Kapitel vom Liz. Sellmann-Hagen), die Kinder 
gärten (von Johanna Mecke), die Einrichtung und der Betrieb der Anstalten sowie di 
unehelichen Kleinkinder behandelt. Erzieher und Ärzte werden das Buch mit Gewinn lexı 
und dankbar begrüßen. 

Im Anschluß an die sozialhygienische Literatur seien auch noch einige Werke gi 
nannt, die sich mit der Desinfektion befassen. „Die Infektionskrankheiten und ihre Ver 
hütung‘ von W. Hoffmann und ‚Die Desinfektion“ von M. Christian empfehlen sich fü 
den diesen Fragen Fernerstehenden, der über die Materie einen Überblick bekommen will 
Konziser kann das Wissenswerteste, dabei nach dem neuesten Stande unserer. epidemi 
logischen Kenntnis nicht gesagt werden, als es hier geschehen ist. Die Zahl unserer Leit 
fäden über die Desinfektion ist durch ein neues Buch über die praktische Desinfektion ver 
mehrt worden, das „Handbuch des praktischen Desinfektors“ von L. Greimer [Steinkopft 
Dresden], das demnächst in zweiter, vermehrter und verbesserter Auflage erscheint. Оу 
dem Andenken Lingners, dem Stifter der Landesdesinfektorenschule für Sachsen, gewidmii 
Buch soll dem in die Praxis hinaustretenden Desinfektor eine Wiederholung zum Nachlese 
bieten, ferner ihn in Fragen, die während des Unterrichts nur kursorisch behandelt wurden 
beraten und weiterbilden. Gute Tafeln und Reproduktionen aus dem deutschen Hygiene 
museum werden das nützliche Handbuch bereichern. Hervorzuheben ist die Übersichtlich 
keit der Anordnung. 





DIE TUBERKULOSELITERATUR 
DER LETZTEN JAHRE 
VON PROF. DR. PAUL HUEBSCHMANN 


DER Krieg und die Nachkriegszeit haben aus mannigfachen, hier nicht zu erörternden 
Gründen das Interesse an allen Fragen der Tuberkuloseforschung stark in den Vordergrund 
gerückt. Davon zeugen zunächst die zahlreichen Arbeiten, die in der medizinischen Fach- 
presse aller Schattierungen erschienen sind. Insbesondere aber sind es die drei groben 
deutschen Fachzeitschriften, die „Zeitschrift für Tuberkulose“, die „Beiträge zur Klinik 
der Tuberkulose‘ und das ‚Zentralblatt für die gesamte Tuberkuloseforschung‘, in denen 
sich die neueren Forschungen widerspiegeln. Die weiter bei Joh. Ambr. Barth in [ерге 
erscheinende ‚‚Zeitschrift für Tuberkulose‘ hat ihr altes Gewand behalten und bleibt nach 
wie vor jedem Tuberkuloseforscher unentbehrlich. Die ‚Beiträge zur Klinik der Tuberkulose ` 
sind mit dem 45. Bande in den Verlag von Julius Springer in Berlin übergegangen. Tendenz 
und Qualität der Zeitschrift sind unter der altbewährten Redaktion von Ludolph Brauer ii 
Hamburg auf der gewohnten Höhe geblieben. Eine bedeutende Umänderung hat das eben- 
falls in den Verlag Springer übergegangene ‚Zentralblatt‘ erfahren. Der Untertitel ‚Inter 
nationales Zentralblatt“ ist zwar vereinfacht worden, und man könnte daraus mutmaßen. 


+ 11 + 


HUEBSCHMANN/DIE TUBERKULOSELITERATUR DER LETZTEN JAHRE ж 
ج‎ ламанар НЕИН ДАИРОВ ЫННАН 
ıB der Inhalt wesentlich eingeschränkt wäre. Davon ist aber keine Rede. Das Zentralblatt 
rücksichtigt die Tuberkuloseliteratur des Auslandes ebenso wie die Deutschlands. Durch 
e großangelegte Organisation des Springerschen Verlages konnte das Blatt sogar auf eine 
el breitere Grundlage gestellt werden als vor dem Kriege, entsprechend dem weiten Ausbau 
r anderen in demselben Verlage erscheinenden Zentralblätter. Als Herausgeber zeichnen 
, Brauer, O. de la Camp und G. Schröder. Die Schriftleitung liegt in den Händen von 
. Schröder und F. Michelsohn. | 
Außerdem sind eine ansehnliche Anzahl von Neuerscheinungen in Buch- oder Broschüren- 
wm zu verzeichnen. Das große Handbuch der Tuberkulose von Brauer, Schröder und 
lumenfeld erscheint zurzeit bei Joh. Ambr. Barth in Leipzig in neuer Auflage. Als das 
1f dem gesamten internationalen Büchermarkt umfassendste Werk über alle in Betracht 
»mmenden Fragen muß es auch an der Spitze der Tuberkuloseliteratur marschieren. Eben- 
ds auf breiter Grundlage steht das nicht so umfangreiche Werk von E. Löwenstein: ‚Vor- 
sungen über Tuberkulose‘, das 1920 bei G. Fischer in Jena erschien. Mit seinen knapp 
оо Seiten Text hat es den Vorteil, aus einem Guß zu sein, da nur von dem einen, in der 
uberkuloseforschung schon genug bekannten, Autor geschrieben. Es beschäftigt sich aus- 
ihrlich mit dem Tuberkelbazillus, mit der Pathogenese der Tuberkulose, mit den Immuni- 
itsverhältnissen und den darauf aufgebauten Immunisierungsmethoden und ganz besonders 
ngehend mit dem Tuberkulin, bzw. allen seinen Modifikationen, seiner diagnostischen und 
ierapeutischen Anwendung. Man spürt auf jeder Seite die große eigene Erfahrung des 
erfassers. Doch ist auch die Literatur in weitem Umfange berücksichtigt und kritisch ge- 
chtet. Man hat es, soweit die genannten Fragen der Tuberkuloseforschung in Betracht 
ommen, mit einem richtigen Handbuch zu tun, das allen mit solchen Fragen Beschäftigten 
on großem Wert sein wird. 

Auf breiterer Basis ruht auch das Buch von G. Liebermeister - Düren: ‚‚Tuberkulose, ihre 
erschiedenen Erscheinungsformen und Stadien, sowie ihre Bekämpfung‘ [Springer, Berlin 
921]. Hier hat man es jedoch mit einem Werk zu tun, das in erster Linie ein persönliches 
sepräge trägt. Liebermeister vertritt hier seine Auffassung von der Tuberkulosekrankheit. 
Лезе wird in weitem Maße beherrscht von der Tatsache, an deren Erforschung der Autor 
elbst große Verdienste hat, der Tatsache nämlich, daß Tuberkelbazillen viel häufiger im Blut 
u finden sind, als man früher ahnte. So ist Liebermeister die Betrachtung der Tuberkulose als 
Ulgemeinkrankheit besonders wichtig. Viele werden ihm allerdings nicht folgen können, wenn 
T bei: seiner Einteilung der Krankheit in Stadien dem zweiten Stadium allerhand Krankheits- 
scheinungen zurechnet, die nach andern Anschauungen mit der Tuberkulose nichts zu 
un haben. Die Frage der Stadieneinteilung überhaupt, zu der übrigens auch in der periodi- 
chen Literatur eine Anzahl von Arbeiten erschienen ist, dürfte bei dem heutigen Stande 
ler Forschung noch nicht genügend ausgereift sein. Das Liebermeistersche Buch wird hierin 
und auch auf dem Gebiete der anatomischen Vorgänge manchem Widerspruch begegnen, 
enthält aber auch so viele anregende Gedanken, daß es jeden Tuberkuloseforscher sicher- 
ich zu manchen neuen Fragestellungen bringen wird. Besonders sei noch auf die Aus- 
führungen des Verfassers über das Verhältnis der Tuberkulose zu verschiedenen andern 
Krankheiten hingewiesen, sodann auf das Kapitel über die Verhütung und Heilbehandlung 
der Tuberkulose, aus dem die reichen eigenen Erfahrungen des Verfassers sprechen. 


* IID * 


* HUEBSCHMANN/DIE TUBERKULOSELITERATUR DER LETZTEN JAHRE + 





Endlich sei in diesem Zusammenhange noch das kürzere Werk von Julius Bartel, Wix 
„Pathogenese der Tuberkulose“ genannt, das den Untertitel „Kritische Zusammenstellı:; 
über den gegenwärtigen Stand der Frage“ führt. Auf 65 Seiten bringt es in gedrängt- 
durchaus klarer Darstellung unter Berücksichtigung einer enormen Literatur wohl d: 
Beste, was auf diesem Gebiete bisher geschrieben worden ist. Wie kein anderer wird hi: 
Bartel allen Anschauungen, nicht nur referierend, sondern durchaus kritisch, gerecht, so d: 
das Lesen der Arbeit äußerst lehrreich ist. Ein von Wilhelm Neumann geschriebener Ar 
bang „Der Tuberkelbazillus‘“ bringt viel Wissenswertes über den Nachweis und die B- 
deutung der verschiedenen Formen von Tuberkelbazillen. Das Buch ist 1918 bei Urb: 
& Schwarzenberg in Berlin-Wien erschienen. 

Andere Bücher haben einen mehr speziellen Inhalt, so zunächst das schnell bekant 
gewordene Buch ‚Das Tuberkuloseproblem‘ von H. v. Hayek, das bei Springer in Berl: 
ı920 erschien und schon nach einem Jahre eine Neuauflage erlebte. Das Tuberkulos 
problem ist dem Verfasser ein immunbiologisches. Das Buch ist deswegen von einer = 
wissen Einseitigkeit nicht frei. Immerhin sind die eigentümlichen Immunitätgverhältus: 
bei der Tuberkulose, die verschiedenen Arten der „Allergien“, noch von niemand so sch: 
erfaßt worden wie von diesem Autor. Wer kritisch zu lesen vermag, wird viel aus 4: 
Buche lernen können, sowohl für die Diagnose als auch Prognose und spezifische Therap! 
Daß ‘die Tuberkulinanwendung weiter eine große Rolle bei den Tuberkuloseärzten zpit: 
geht auch daraus hervor, daß das „Lehrbuch der spezifischen Diagnostik und Therapie ‹ 
Tuberkulose‘ von Bandelier und Roepke bei Kabitzsch in Leipzig soeben in ıı. bis 13. Au 
lage erscheinen kann. 

Den Beziehungen zwischen „Skrofulose und Tuberkulose‘ widmet Fritz Spieler eine » 
Deuticke in Leipzig und Wien 1920 erschienene Abhandlung, die sehr zu begrüßen g 
da sie in übersichtlicher, durchaus kritischer Form das Krankheitsbild der Skrofulos a 
einer besonderen Form der kindlichen Tuberkulose erfaßt und ihre Trennung gegen il! 
liche Manifestationen vornimmt. Sie leitet zugleich über zu dem Verständnis mannigfac" 
eigenartiger Immunitätserscheinungen bei der Infektion mit Tuberkelbazillen. Auch hl: 
ist eine ansehnliche Literatur gründlich berücksichtigt. Dem Thema der Skrofulose 5 
auch eine kurze, gemeinverständlich geschriebene Abhandlung von F. Thedering gewidm:! 
„Skrofulose, ihre Ursachen, Bedeutung und Heilung. Ein Beitrag zur Bekämpfung da 
Lupus“ [Stalling, Oldenburg 1920]. Die Auffassung des Verfassers ist zwar eine and" 
als die Spielers und wird den neueren Anschauungen nicht voll gerecht, doch enthält = 
auch mannigfache gute Ratschläge -zur Vermeidung sowohl der Skrofulose als auch de 
Tuberkulose, so daß sie sicher Gutes wird stiften können. Mit diesem Thema im Zusamm'r 
hang steht auch eine kleine Veröffentlichung des bekannten Tuberkuloseforschers Hr 
Much: „Die Kindertuberkulose, ihre Erkennung und Behandlung‘, 1920 bei Kabitzich Ш 
Leipzig erschienen. In seiner originellen Weise spricht Much hier, ohne viel auf Theor 
einzugehen, auf Grund seiner Erfahrungen am Krankenbett. Er will hier „nicht die Schu 
weisheit vergrößern, sondern, gestützt auf das modernste Wissen, zum praktischen Ei 
greifen anfeuern und anleiten‘‘. Das modernste Wissen entspricht natürlich zum großen Те 
seinen eigenen Lehren. f 

„Frühdiagnose der Lungentuberkulose unter gleichzeitiger Berücksichtigung der Drüser 











— 


+ 116 + 





EBSTEIN; AUS DER GESCHICHTE DER MEDIZIN * 





| Lungensymptome (Untersuchungsmethodik)'“ heißt der Titel einer Abhandlung des 
oser Tuberkulosearztes Hanns Alexander [Kabitzsch, Leipzig 1921], die im wesent- 
en eigene Erfahrungen berücksichtigt. Die Arbeit ist von einem Praktiker für die 
xis geschrieben. Dasselbe kann man wohl von der Schrift „Die Tuberkulosetherapie des 
klischen Arztes“ sagen, die Klare und Altstaedt im Verlage der ärztlichen Rundschau 
elin in München ıg19 erscheinen ließen. Auch Deykes „Praktisches Lehrbuch der Tuber- 
ose“ [Springer, Berlin ıgaı], das dem Referenten jedoch nicht vorliegt, ist in diesem 
;ammenhang zu nennen. 

"ür den Praktiker bestimmt ist auch das bei G. Fischer in Jena 1922 in 3. Auflage er- 
ienene Büchlein A. Bacmeisters: ‚Die hausärztliche Behandlung der Lungentuberkulose‘. 
:h einer die neuen Forschungen über Entstehung und Entwicklung der Lungentuberkulose 
ücksichtigenden Einleitung bringt der Verfasser, gestützt auf seine eigenen großen Er- 
rungen, in gedrängter Form alle Behandlungsmethoden, die für den praktischen Arzt 
ı Bedeutung sind. Der Praktiker findet auch Ratschläge, wie weit seine eigene Tätigkeit 
ıen darf und wann er seine Patienten einem Spezialisten oder einer Anstalt überweisen soll. 
jodann sei noch eine im Rahmen der „Würzburger Abhandlungen aus dem Gesamtgebiet 
' praktischen Medizin“ bei Kabitzsch in Leipzig herausgekommene Arbeit des durch 
ıe anatomischen Forschungen bekannt gewordenen Karl Ernst Ranke erwähnt, mit dem 
el: „Richtlinien der Tuberkulosebekämpfung nach dem Kriege‘. Den besonderen Ver- 
tnissen in Deutschland angepaßt, gibt sie doch einen allgemeingültig durchdachten Plan 
‘ Tuberkulosebekämpfung, an dem auch Hygieniker, die unter andern Bedingungen ar- 
ten, nicht gut vorbeigehen können. | 

“inen ähnlichen Inhalt hat auch eine Schrift des Davoser Tuberkulosearztes F. Jessen, 
itelt: „Der Wiederaufbau Deutschlands in seinem Zusammenhang mit neuzeitlichen An- 
auungen über Tuberkulose und Schwindsucht‘ [F. Enke, Stuttgart 1919]. Neben der 
ıpfehlung altbewährter Maßnahmen, die durch manche persönliche Note belebt werden, 
ngt der Verfasser zum Schluß auch einen Entwurf für eine Organisation zur Bekämpfung 
` Tuberkulose in Deutschland, der für Medizinalbeamte nicht ohne Interesse ist. 


AUS DER GESCHICHTE DER MEDIZIN 
VON DR. ERICH EBSTEIN 


IR Beste, was wir von der Geschichte haben, ist der Enthusiasmus, den sie erregt” — 
l Goethe mit Recht gesagt. 

Schon Baglivi schalt diejenigen seiner Kollegen Taugenichtse, die den Hippocrates nicht 
en. Deshalb sei es erlaubt, hier einmal an erster Stelle auf die kurze Auswahl aus den 
'rund-Sätzen der hippocratischen Schriftensammlung‘ hinzuweisen, die der Verfasser 
ses Aufsatzes in der Insel-Bücherei herausgegeben hat. Otto Koerner, dem wir eine Reihe 
п wertvollen historischen Arbeiten verdanken, hat jetzt den „Eid des Hippocrates“ zum 
genstand einer fesselnden Untersuchung gemacht und eine mustergültige Übertragung 
1491 081; ег kommt selbst zu dem Ergebnis, daß das „unscheinbare Dokument aus uralter 
it uns Antworten auf die modernsten Fragen gibt“ [J. F. Bergmann, München-Leipzig]. 


# 117 * 


* EBSTEIN/AUS DER GESCHICHTE DER MEDIZIN 
EE EE 
Wenn Hippocrates sagte: „Denn wo Liebe zum Menschen vorhanden ist, da ist auch Li 
zur Kunst vorhanden“, so kleidete das Theophrast Bombast von Hohenheim, genannt P: 
celsus, in die Worte: „Рег höchste Grund der Arznei ist die Liebe.“ Hans Kayser hat 
wenn auch kühnen, doch sehr dankbaren Versuch unternommen, des Paracelsus’ = 
ausgewählt herauszugeben. Die prachtvoll ausgestattete Ausgabe [Insel-Verlag, Leipzi: 
unter die „Bücher der deutschen Mystik“ eingereiht, und die wohlgeglückte, mit деп т 
wendigen Einführungen, Geleitworten und ausgezeichneten Registern versehene Auswahl 





Paracelsus zeigen, „wie er war, nicht, wie er uns heute interessiert. Das Wagnis mufte 
schehen, da nur so eine richtige Beurteilung der Mystik möglich sein konnte‘. Vor ali 
aber reichen, wie kürzlich der Berliner Chirurg Bier noch betont hat, die Leistungen a 
„exakten Forscher“ der Medizin der Gegenwart zusammengenommen doch nicht an 
dieser „Mystiker“ heran. Von diesem Standpunkt aus wird gerade auch den Ärzten die 4 
wahl äußerst willkommen sein, um auf ihrer Grundlage sich in die Gedankenwelt ej 
ihrer Größten einzuarbeiten. 

Des Begründers der neuen Anatomie, „Des Andreas Vesalius sechs anatomische Taf 
vom Jahre 1538“ haben der jüngst verstorbene Grazer Anatom Moritz Holl und der Û 
ziger Medizinhistoriker Karl Sudhoff im Lichtdruck neu herausgegeben und der 80. \ 
sammlung Deutscher Naturforscher und Ärzte zur Feier der 400. Wiederkehr des Jal 
seiner Geburt (1514) dargeboten [J. A. Barth, Leipzig]. Da von der Originalausgabe d 
Vesalschen Unterrichtsbuches nur noch zwei Exemplare (Venedig, Manchester) existi 
so ist diese Neuherausgabe, der geschichtliche кш und anatomische ігі 
vorangehen, besonders zu begrüßen. 

Die Publikationen zur hundertsten Wiederkehr von Rudolf Virchows Geburtstag 
ı3. Oktober 1921 haben wiederum gezeigt, wie sehr noch die ganze moderne Medizin ш 





seinem Einflusse steht. Ist auch die große Virchow-Biographie, in deren Bearbeitung | 
pathologische Anatom, der Anthropologe und der Politiker sich werden teilen müssen. 
lang ausgeblieben, so ist doch wenigstens der Hallenser Pathologe Rudolf Beneke mit ein 
„Gedenkblatt‘‘, wie er es bescheiden nennt, aufgetreten [Gustav Fischer, Jena]. Er z 
darin, daß Virchows Lebenswerk sich nicht auf die Neugründung eines naturwissensch 
lichen Systems beschränkte, sondern daß er seinem Volke ein Reformator sozialer. 
litischer und ethischer Ideale wurde. Schon 1855 hatte es Virchow, der Kenner der bi 
rischen Entwicklungslinie, zum Ausdruck gebracht, daß die Bewegung unserer Tage. eb“ 
wie die Reform des Paracelsus, Vesal und Harvey Jahrhunderte in Anspruch gen 
auch nicht in einigen Jahren zum Stillstand gelangen werde. In der von Max Neubur 
herausgegebenen Serie ‚Meister der Heilkunde‘ [Rikola-Verlag, Wien] veröffentlicht К 
Posner, ein Schüler, Mitarbeiter und Freund Virchows, das Lebensbild des großen [ерт 
und Forschers, das vorzüglich geeignet ist, weiteren Kreisen Virchows Bedeutung für gi 








und unsere Zeit vor Augen zu führen. 

Einen raschen, guten Überblick über die Entwicklung Ae Heilkunde ermöglicht i 
„Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin“, die L. Aschhoff und P. Diepgen | 
zweiter, vermehrter Auflage herausgegeben haben [J. F. Bergmann, München]. Sie # 
in kürzester Weise, wie sich die Beantwortung der Frage nach dem Wesen der Krankii 


im Laufe der Jahrhunderte gestaltet hat. Ernst Schwalbes „Voxlesungen über Geschic 
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f 
EBSTEIN/AUS DER GESCHICHTE DER MEDIZIN ж 





r Medizin‘, die in dritter, vermehrter Auflage vorliegen [Gustav Fischer, Jena], streben 
mach, den engen Zusammenhang dieser Wissenschaft mit den politischen Ereignissen, mit 
n Entdeckungen und Erfindungen auf anderen Gebieten, sowie mit dem Fortschreiten der 
atur- und Geisteswissenschaften anschaulich darzulegen. Paul Diepgens „Geschichte der 
edizin‘‘ in der „Sammlung Göschen“ [Vereinigung wissenschaftlicher Verleger, Berlin ] 

t auf vier Bändchen berechnet. Die drei, bereits vorliegenden, die Altertum, Mittelalter und 
cuzeit bis Virchow behandeln, eröffnen in knapper Form einen ausgezeichneten Überblick 
icht nur über die Entwicklung der Heilkunde bei den einzelnen Völkern, sondern auch ihrer 
onderdisziplinen und zeigen, was auf den einzelnen Gebieten tatsächlich geleistet und er- 
rbeitet worden ist. Daneben findet die Standesgeschichte weitgehendste Berücksichtigung. 
'eschickt zusammengestellte Literaturhinweise geben erwünschte Fingerzeige für die, welche 
'eiterarbeiten wollen, ebenso gestatten vorzügliche Namen und Sachregister eine rasche 
'rientierung in der Beantwortung ganz bestimmter Fragen. 

Eine „Geschichte der Medizin im Überblick mit Abbildungen“ nennt sich ein von 
'h. Meyer -Steineg und Karl Sudhoff herausgegebenes größeres Werk [G. Fischer, Jena]. 
iever-Steineg hat die primitive Medizin, die des alten Orients und des klassischen Alter- 
ums bis Galenos, zur Darstellung gebracht, während Sudhoff die mittlere Zeit vom Tode 
les Galenos bis zu Bacon von Verulam geschildert hat. Meyer-Steineg hat dann die neuere 
leit von Harvey bis zur Gegenwart bearbeitet. Das Werk, dem 208 vortrefflich ausgesuchte 
ind wiedergegebene Abbildungen beigefügt sind, will mit den in den letzten Jahrzehnten 
rschienenen Werken nicht eigentlich in Wettbewerb treten, sondern möchte ihnen eher 
ur Ergänzung dienen. Es soll u. a. den Ärzten, die in ihren Mußestunden sich einen Ein- 
ick in die Entwicklung ihrer Wissenschaft verschaffen wollen, ein treuer Führer sein und 
Ihnen Stoff zum eigenen Mit--und Nachdenken bieten. In diesem Sinne wird das Werk, das 
in einzelnen Abschnitten uns mit ganz neuen Errungenschaften der Forschung bekannt. 
macht, gewiß zahlreiche Leser finden, oder hat sie bereits gefunden, so daß eine zweite Auf- 
lage im Erscheinen begriffen ist. 

Der Stadt Wien in ihren Beziehungen zur Heilkunde sind drei bemerkenswerte Bücher 
Max Neuburgers gewidmet. In dem ersten Werk „Entwicklung der Medizin in Österreich“ 
[Carl Fromme, Wien] hat es sich Neuburger zur Aufgabe gemacht, den Entwicklungsgang 
der medizinischen Wissenschaften Österreichs von der Regierung Maria Theresias an bis 
an die Schwelle der letzten drei Jahrzehnte in Kürze vorzuführen. Ist diese Darstellung 
besonders für weitere Kreise bestimmt, so sollen die beiden umfangreicheren Werke Neu- 
burgers „Das alte medizinische Wien in zeitgenössischen Schilderungen‘ [Moritz Perles, 
Wien] und „Die Wiener medizinische Schule im Vormärz‘ [Ricola-Verlag, Wien] mehr die 
wissenschaftlichen Grundlagen zeigen und die Zeitgenossen selbst zu Worte kommen lassen. 
Dieser Versuch ist dadurch besonders glücklich ausgefallen, daß in Reiseschilderungen, Tage- 
buchblättern, Memoiren die medizinische Vergangenheit wieder aufs neue lebendig wird. 
Auf diese Weise ist es — besser, als es jede noch so gewandte Geschichtschreibung vermag — 
gelungen, Vergessenes wieder ans Licht zu fördern. 

Die Geschichte eines medizinischen Sonderfaches zu schreiben, muß im allgemeinen dem 
Fachmann auf diesem Gebiete überlassen sein. Karl Sudhoff aber hat erwiesen, daß auch 
der Medizinhistoriker, wenn er viel Neues zu sagen hat, berechtigt ist, selbst eine solche 


* 110 * 


ж EBSTEIN/AUS DER GESCHICHTE DER MEDIZIN 








Spezialaufgabe zu übernehmen. Er hat mit seiner „Geschichte der Zahnheilkunde", ( 
die wir ihm nicht dankbar genug sein können, einen vorbildlichen Leitfaden für ü 
Unterricht und für die Forschung geschaffen TI. A. Barth, Leipzig]. Besonders hat da: 
die Entwicklung des zahnärztlichen Instrumentariums eine weitgehende Untersuchung u: 
dementsprechende Aufklärung erfahren. 





Was jahrzehntelange Gelehrtenarbeit auch weiteren Kreisen zu geben vermag, bere 
auf dem Gebiete der Augenheilkunde die vortreffliche, kulturgeschichtlich gefaßte D 
stellung R. Greefs „Die Erfindung der Augengläser“ [Alexander Ehrlich, Berlin], un: 
reichlicher Verwendung von urkundlichen Quellen. Die beigefügten zehn Tafeln vermilt: 
vollends eine restlose Anschauung des Stoffes. Ein sehr glücklicher Versuch einer soli 
gemeinverständlichen Behandlung ist auch auf dem gleichen Sondergebiete das auf jil 
zehntelanger Kenntnis aufgebaute Werk des Hamburger Augenarztes S. Seligmann 1 
Zauberkraft des Auges und das Berufen‘ [L. Friedrichsen & Co., Hamburg], ein must: 
gültiger Beitrag zur Geschichte des Aberglaubens. 

„Deutsche Irrenärzte‘‘ — mit dem Untertitel ‚Einzelbilder ihres Lebens und Wirkens’ 
[Julius Springer, Berlin] nennt sich ein großangelegtes Werk, dessen erster Band vor 
Es ist herausgegeben mit Unterstützung der deutschen Forschungsanstalt für Psychiatrie 
München, sowie zahlreicher Mitarbeiter, unter denen besonders Theodor Kirchhoff zu nenn 
ist. Es war ein recht glücklicher Gedanke Kraepelins, nachdem er uns das Buch „Hund: 
Jahre Psychiatrie‘ [Springer, Berlin] geschenkt hatte, nicht nur dieses neue Werk anzurer 
und ihm die Wege zu ebnen, sondern auch durch mühsame Vorarbeit die Grundlagen | 
einer ausführlichen Geschichte der Psychiatrie zu liefern. Über 50 Biographien deutsch 
Irrenärzte, fast durchgehend mit Bildnissen und Namenszügen geschmückt, ‘machen u 
mit den Persönlichkeiten vertraut, die zu erweisen vermögen, wieviel die nachgeboren 
Geschlechter von ihren Erkenntnissen und Arbeitsmöglichkeiten den Leistungen der Ve 
gangenheit verdanken. 

In ein weit zurückliegendes Gebiet, in „Die Medizin im Flavius Josephus“ [,‚Buchkunst 
Druck- und Verlagsgesellschaft, Bad Reichenhall] führt uns Max Neuburger ein. Das We 
bildet eine wertvolle Ergänzung zu der biblisch-talmudischen Medizin und hat das umlan| 
reiche Material zum erstenmal übersichtlich ärztlich dem Verständnis nähergebrach! ur 
kritisch beleuchtet. | 

Wie vielgestaltig und reich in seinen Verknüpfungen das Gebiet der Geschichte der Mediz 
sein sollte, hat uns Karl Sudhoff in seinen „Skizzen“ [F. C. W. Vogel, Leipzig] gezeit 
Er hat in dem schon äußerlich prächtig ausgestatteten Werk frühere wie neuere Arbeit 
gedruckte wie völlig unbekannte, zu einem bunten Strauße vereinigt. Von zahlreichen Gabe 
seien hier nur die ersten genannt, die den Wert und die Aufgaben der Medizingeschich! 
im Studiun: und im Berufsleben des Arztes umreißen, und die Richtungen und Strebung! 
in dieser Wissenschaft beleuchten, um dann die Frage zu beantworten: Was ist Geschich! 
der Medizin ? \ 

Was deutsche Ärzte im Auslande — als Pioniere des Deutschtums — geleistet haben, zeige 
höchst eindrucksvoll Ludwig Deppes Erlebnisse „Mit Lettow-Vorbäck durch Afrika“ [viert 
umgearbeitete Auflage, August Scherl, Berlin] und August Hauers\prächtiges Buch „Kun 
buko“ [Dom-Verlag, Berlin]. Mit offenen Augen und warmem Herzen in frischer un 


* 120 # | 


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} 
Н 
{ 


— 


EBSTEIN/AUS DER GESCHICHTE DER MEDIZIN * 





selnder Darstellung schildert Hauer seine Erlebnisse in Deutsch-Ostafrika und schließlich 
ne unfreiwillige Fahrt nach Indien. Das Buch, getragen von der stolzen Liebe zu jener 
Bunsstrittenen zweiten Heimat, hat durch die farbigen Aquarelle und durch zahlreiche 
schzeichnungen einen künstlerischen Schmuck erhalten. 

In eine innerlich bewegte Epoche aus dem Leben des bekannten Chirurgen G. Fr. Louis 
meyer führt das Tagebuch Adele Schopenhauers, der glücklosen Schwester des großen 
Чоѕорћеп. Der Herausgeber, H. H. Houben, hat es mit Recht als das „Tagebuch einer 
nsamen*“* [Klinkhardt und Biermann, Leipzig] bezeichnet und in Vorwort und An- 
erkungen alles das gegeben, was man sich nun zur Erklärung des Romans in Tagebuchform, 
r sich hauptsächlich in Weimar in den Jahren 1823—26 abspielt, wünschen kann. . 
Zu den Grenzfragen des Nerven- und Seelenlebens werden mit Recht Pathographien 
rechnet, die die Frage zu entscheiden suchen, ob und in welcher Art und Ausdehnung 
ankheit das Werk eines Genies zu beeeinflussen imstande war. Waldemar Schweisheimer 
t „Beethovens Leiden“ in ihrem Einfluß auf sein Leben und Schaffen zum Inhalt einer 
ündlichen Studie gemacht [Georg Müller, München]. Es zeigt sich da eindringlich, wie 
begreiflich wenig körperliche Zustände — besonders Beethovens Ertaubung — sein genia- 
shes Schaffen zu beeinflussen vermochten. Trotzdem werden Schweisheimers Schlüsse 
1 пог dem Arzte, sondern jedem Musikfreund willkommen sein. Denn wenn auch kaum 
er gar nicht von einer direkten Beeinflussung des musikalischen Schaffens infolge des 
ıngelnden Gehörssinnes gesprochen werden kann, so äußert sich der Einfluß doch, wie 
hweisheimer betont, „auf dem Umweg über die durch das Leiden bewirkte Umgestaltung 
r äußeren Lebensverhältnisse, und innerlich durch Beeinflussung von Lebens- und Welt- 
ffassung‘. Sehr wertvoll, weil im Tatsächlichen weniger bekannt, ist das, was Schweis- 
imer über Beethovens Darmkrankheit und sein Leberleiden sagt. So wie er vorher die 
'hauptung zurückgewiesen hat, Beethovens Ertaubung sei durch Lues hervorgerufen — 
ne Behauptung, die in dem bisher vorliegenden Material nicht die Spur eines Beweises 
ıdet —, bekämpft er hier die Annahme, die zum Tode führende Leberzirrhose sei die 
lge von Alkoholmißbrauch gewesen. 

Wie sich „Der Apotheker im Spiegel der Literatur‘ ausnimmt, hat Georg Urdang reizvoll 
rgestellt [Springer, Berlin]. Dieser erste Versuch, besonders aus deutschem Schrifttum 
les das zusammenzutragen, was für die Kenntnis und Erkenntnis der Berufspsyche des 
›о!ҺеКегз von Bedeutung ist, darf als trefflich geglückt bezeichnet werden. Mit Vergnügen 
Igen wir den wechselnden Bildern des Apothekers bei Shakespeare, Molière und Goethe, 
i Flaubert, Fontane und manchem anderen neueren Autor. 

Den Satz, den Urdang an die Spitze seines Abschnitts: „Memoirenliteratur“ setzt, daß es 
mlich das Schicksal aller Lebenserinnerungen sei, objektiv unwahr zu sein, möge auch 
n noch so starker und aufrichtiger Wille zur Wahrheit die Feder geführt haben, trifft 
denfalls nicht auf die „Lebenserinnerungen‘“ zu, die A. Tschirch unter dem Titel „Er- 
btes und Erstrebtes“ [Friedrich Cohen, Bonn] geschrieben hat. Sie sind besonders deshalb 
senswert, weil sie den Weg schildern, den Tschirch vom Apothekerlehrling zum Universitäts- 
‘ofessor aufgerückt ist. Im Plauderton wird nicht nur das „Lebensläufli“ erzählt, sondern 
ih das Zusammenkommen. mit vielen interessanten Menschen, die die ganze Zeit lebendig 
iderspiegeln. | 


* 121] # 


ا 


ж BÖSARTIGE GESCHWÜLSTE 





BÖSARTIGE GESCHWÜLSTE 


ZU UNSERER BILDBEILAGE 


Wi die literarischen Beiträge dieses Heftes, ist auch die Bildbeilage dem Gebiet der Mec: 
zin entnommen. Und wie die Fragen der sozialen Hygiene und der Tuberkuloseforschu: 
und die umfangreiche geschichtliche Literatur auch beim Nichtmediziner Interesse find 

dürften, so glauben wir auch für das Bild beim Laien einige Teilnahme erwarten zu könn: 

Denn hier ist es nicht nur der dargestellte Gegenstand, die bösartige Augengeschwu:: 
sondern auch die Art ihrer Wiedergabe, die beachtet werden mag, die feine Filigranart:: 
der kleinsten Striche und Schattierungen, die Technik der Reproduktion. 

Das Bild stammt aus dem Handbuch ‚Klinik der bösartigen Geschwülste“, das der 
nächst bei S. Hirzel in Leipzig erscheinen wird. Das Werk soll den praktischen Ärzten d: 
Frühsymptome der bösartigen Geschwülste aller Organe vor Augen führen, ein umfassend: 
Bild ihrer Klinik geben, die Anzeichenstellung zum Eingriff klar umschreiben und © 
Methoden der Behandlung und ihre Erfolge kritisch vorführen. Das Handbuch wird v 
den Leipziger Universitätsprofessoren Payr und Zweifel unter Mitarbeit einer großen Re: 
bekannter deutscher Mediziner herausgegeben. 

Den Fachmann dürfte interessieren, was Professor Dr. Н. Sattler über die auf uns 
Bildbeilage wiedergegebene Krebsgeschwulst am Auge im Handbuch schreibt. ‚An der Cs 
junctiva bulbı sind die Naevuskarzinome ein seltener Befund, wenn auch viel weniger selte 
als an der Conjunctiva der Lider. Die Limbusgegend ist wieder die Prädilektionsstelle f 
die epibulbären Naevuskarzinome, entsprechend der größeren Häufigkeit der Bindehautn« 
an dieser Stelle. Sie wachsen anfangs sehr langsam, können aber allmählich oder von ein 
gewissen Zeitpunkt an durch rapide Vergrößerung umfangreiche Geschwülste bilden, £ 
an ihrer höchsten Stelle 8 bis ıo Millimeter über die Bulbuswand emporragen, die Hor 
haut zum Teil oder ganz überdecken und sich der Sklera entlang bis zum Äquator ш 
darüber ausbreiten. Die Ränder sind gewöhnlich etwas überhängend, und das die Geschwu: 
meist ununterbrochen überziehende Epithellager, dessen Zellen etwas abgeplattet sind, bil: 
an deren Basis eine Duplikatur, indem es sich spornartig eine kurze Strecke zwischen dı: 
Tumor und seiner Unterlage hinein erstreckt. Die Oberfläche ist glatt, manchmal dur: 
seichtere oder tiefere Furchen, in die das Epithel hineinzieht, etwas gelappt. Im Gegen‘: 
zu den Epitheliomen haben die Naevuskarzinome wenig Neigung zu geschwürigem Zerf: 
Je nach dem geringeren oder stärkeren Pigmentgehalt ist ihre Farbe gelbrötlich bis bläulıc 
schwarz. Nicht selten sind verschiedene Teile des Tumors sehr verschieden stark pigmr 
tiert. Der Sklera liegen die epibulbären Naevuskarzinome nur lose an, durch lockeres Bin: 
gewebe mit ihr verbunden. Auch im Kornealteil der Geschwulst bleibt die Bowman:“: 
Membran gewöhnlich bis nahe an den Limbus erhalten. Nur hier findet ein Einwuch“ 
von Geschwulstzellen zwischen die obersten Lamellen der Hornhaut statt. Ein Einwach: 
eines gefäßhaltigen, zellenreichen Granulationsgewebes zwischen Hornhautparenchym u? 
Basis des Tumors kommt bei den Naevuskarzinomen nur selten vor. Ein tieferes Eindrin‘* 
der Geschwulstzellen in das Parenchym der Cornea ist bisher nur in einem Falle von Spro 
beobachtet worden. In seltenen Fällen treten Naevuskarzinome multipel auf entsprech:: 
dem mehrfachen Vorkommen von Naevi.“ 













* 122 + 


 \EUE BÜCHER UND MUSIKALIEN 








‚LLGEMEINES, GESAMTAUSGABEN, 
SAMMLUNGEN 


DRESSBUCH des Deutschen Buchhandels. Im 
Auftr. d. Vorst. bearb. von d. Geschäftsstelle des 
Börsenvereins а. Deutschen Buchhändler zu Leip- 
zig. Jg. 84. 1922. Mit d. farb. Bildn. von Albert 
Brockhaus. (XL, 748, 32, ho, 15r, IV, 208, 
VHI S. Gr.-80.) Leipzig, Verlag d. Börsenvereins 
d. Deutschen Buchhändler. Hlwbd. M 180.—. 
asselbe. Kleine (Personal-) Ausg. (XXXVI, 748, 
208; VIII S.) Hiwbd. M 90.—. 


ROCKHAUS. Handbuch des Wissens in 4 Bänden. 
b. gänzl. umgearb. u. wesentl. verm. Aufl. von 
’rockhaus’ Kleinem Konversations-Lexikon. Mit 
7500 Abb. u. Karten im Text u. auf 160 ein- 
farb. u. 80 bunten Tafel- u. Kartens. u. mit 
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Brockhaus. 


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EBBEL, Friedrich, Sämtliche Werke nebst den 


Tagebüchern und einer Auswahl der Briefe. Sä- 
kularausg. Herausgeg. von Paul Bornstein. Bd. 3. 
Mit Abb., 2 Faks.-Taf. (XXIII, 463 S. 80.) 
Hldrbd. M 112.50. 


EYM, Georg, Dichtungen. (312 S. 8%.) München, 
Kurt Wolff. Geh. M 60.—, Hinbd. M 80.—. 
rym starb im Januar 1912 im Alter von vierund- 
ranzig Jahren. In seinen Dichtungen ist die Vision 
r Kriegs- und Notjahre, die wir erlebten. Die 
rsamlausgabe umfaßt die Werke: Der ewige Tag 
- Umbra vitae — Der Dieb — Der Himmel. 
rauerspiel. 


EYSERLING, Е. von, Gesammelte Erzählungen 
in vier Bänden. Herausgeg. von Ernst Heılborn. 
A 298, 302, 300, 2445. 80.) Berlin, S. Fischer. 
Geh. M. 120.—, Lwbd. M 240.—. 

ITERATUR-KALENDER, Kürschners Deutscher, 


lerausgeg. von Gerhardt Lüdtke u. Erich Neuner. 





ho. Jg. Auf d. Jahr 1922. (IX S., 1006 Sp. Kl.- 
80.) Berlin u. Leipzig, Vereinigung wissenschaft- 
licher Verleger. Hlwbd. M 70.—. 


BOCCACCIO, Giovanni, Gesammelte Werke. Mit 
25 Originalrad. [Taf.] u. ı4 Rötelzeichn. [Taf. ] 
von Ludwig Kainer. Herausgeg. u. mit einem 
Nachw. vers. von Berndt Wolffram. Unter Zu- 
grundelegung älterer Übertr. nach d. italien. Orig. 
neu übers. u. bearb. von Else v. Hollander. 3 Bde. 
(A445, 360 u. 352 S. 80.) Potsdam, Müller & Co. 
Lwbd. M’ 390.—, Hldrbd. M 520.—, Pergtbd. 
M 3250.—. 

MOLIERE, Sämtliche Werke in 6 Bdn. Übers. 
von Martin Beutler u. a. Mit einer Einf. von 
Wilhelm Friedmann. Herausgegeben von Eugen 
Neresheimer. ı. Bd. Berlin, Propyläenverlag. 
1. Molières Leben und Werke. Der eifersüchtige 
Barbouille. Der Arzt als Doppelgänger. Der 
Tölpel. Liebesnöte. Die lächerl. Proziösen. Sga- 
narell. Mit Taf. (482 S. 80.) Hldrbd. M 125.—. 

RABINDRANATH Tagore, Gesammelte Werke. 
Einzig autor. deutsche Ausg. 8 Bde. (250, 356, 
329, 216, 630, 409, 387, 393 S. 8%.) München, 
Kurt Wolff. Hiwbd. M 280.—, Lwbd. M 360.—: 

Die deutsche Gesamtausgabe der Werke wurde ın 

Verbindung mit dem Dichter von Heinrich Meyer- 

Benfey und Helene Meyer-Franck herausgegeben. 

WHITMAN, Wall, Werke. 2 Bde. Übers. u. her- 
ausgeg. von Hans Reisiger. Mit 4 Abb. (268, 
291 S. 80.) Berlin, S. Fischer. Geh. M 120.—, 
Hlwbd. M 170.—, Hldrbd. etwa M 250.—. 

Der erste Band enthält alle wichtigen Prosaschriften, 
von denen viele, wie der berühmte Aufsatz: ‚„Demo- 
kratische Ausblicke”, hier zum erstenmal in deut- 
scher Sprache erscheinen. Der zweite Band umfaßt 
das dichterische Lebenswerk Whitmans, die ,,Сгаѕ- 
halme“. 


REIHEN-BÜCHER 


REVIERE DER ELEGANTEN WELT. Benin, 
Dr. Evsler & Co. Geh. M 18.--, geb. M 25.—. 
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illustriert. (ı6o S. 8°.) 

т Kochbuch in Gestalt amüsanter Plaudereien. 


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Hand. Brevier der Handlesekunst. Nach Desba- 
rules, Les Mysteres de la Main Trei bearb. Reich 
illustriert. (141 5. 80.) 


ах Brevier der Handlesckunst enthält auf Grund 
rs berühmten französischen Werkes von Disba- 
is im Plauderton die Quintessenz der Leh- 
nn, aus den Linien der Папа Erkenntnisse über 


harakter und Schicksal des Menschen zu gewinnen. 


GÖSCHEN, Sammlung. (Kl.-8%.) Berlin, Vercini- 
gung wissensch. Verl. Pappbd. je M 6.—. 
184. Gürtler, Max, Textil-Industrie. 1. 
nerei u. Zwirnerei. 3. durchges. Aufl. Mit 36 Fig. 
(131 S.) 

827. Schwaiger, Anton. Elektromotorische 
Betriebe. Grundlagen für die Berechnung. Mit 
ээ Abb. (117 ®.) 

833. Erismann, Theodor. Psychologie. З. Dd. 
Die Hauptformen des psychologischen Geschehens. 
(тл 1 S.) 

INSEL-BCHEREI. (Је са. &о <. КІ.-80.) Leipzig. 
Insel-Verlag. Je M 6.--. 
qo. Abraham a Sancta Clara. Auswahl aus 
seinen Schriften. 


Spin- 


= 125 + 


ж PHILOSOPHIE«xTHEOLOGIE ' 


92. Büchner, Woyzeck, Eine Tragödie. Nach 
den neu entzifferten Handschriften für Leser und 
Bühne hergestellt von Ernst Hardt. 

96. Comenius und die Böhmischen Brüder. Aus- 
gew. u. eingel. von Friedrich Eckstein. 

101. Nikolaus Lenau an Sophie Löwenthal. 
105. Walther von der Vogelweide. Gedichte und 
Sprüche in Auswahl. 

106. Tschechische Anthologie. (Vrchlicky, Sova, 
Brezina.) 

136. Tolstoi, Der Morgen eines Gutsbesitzers. 
207. Adalbert Stifters Briefe. 


Die Bände erscheinen an Stelle vergriffener Num- 
mern, die nicht wieder aufgelegt werden. 


ULLSTEIN-BÖCHER, Berlin, Ullstein & Co. 
Bd. ı39. Jacques, Norbert, Dr. Mabus, % 
` Spieler. (250 S. K1.-80.) Geb. M ı12.—. 

WERKE DER WELTLITERATUR. Berlin, Ir 
pyläen-Verlag. 
Dostojewski, Fedor Michailowitsch. Da ! - 
Haus. Deutsch von August Scholz. (VI, Au: 
80.) Pappbd. M 56.50, Hldrbd. M 93.75. 
Hölderlin, Friedrich, Hyperion oder Der L- 
mit in Griechenland. (IV, ı8ı S. 80.) Рар:. 
M 43.75, Hidrbd. M 81.25. 
Rousseau, Jean-Jaques, Die Bekenntn:. 
Nach dem Text des Genfer Hauses übertr. . : 
Alfred Semerau. (XI, 641 S. Gr.-8°%.) Par: 
М 75.—, Hldrbd. M 112.50. 


PHILOSOPHIE 


DELIUS, Rudolf von, Kurzer Umriß der Philo- 
sophie. (56 S. K1.-80.) Heilbronn, W. Seifert. 
M 5.—. 

FICHTE, Johann Gottlieb, Einige Vorlesungen über 
die Bestimmung des Gelehrten. Jenaer У леше 
gen 1794. Neu herausgeg. von Fritz Medicus. 
2. durch neu entdeckte Zusätze Fichtes erg. Aufl. 
(61 S. 8°.) Leipzig, F. Meiner. (Philosophische 
Bibliothek. Bd. 127e.) M 8.50. 


FRICK, Carolus, Karl, S. J., Ontologia sive meta- 
physica generalis in usum scholarum. Ed. 5. (X, 
234 S. 80.) Freiburg i. Br., Herder & Co. (Cur- 
sus philosophicus in usum scholarum. P. 2.) Geh. 


M 43.—, Hiwbd. M 52.—. 
HEINEMANN, Fritz, Plotin. Forschungen über d. 


lotinische Frage, Plotins Entwicklung und sein 

Sema. Gedr. mit Unterstützung d. Akademie 
d. Wiss. in Wien. (XII, 318 S. ri Leipzig, 
F. Meiner. Geh. M 65.—, Hlwbd. M 80.—. 


KLINGNER, Fridericus, De Boethii consolatiw 
philosophiae. (V, 120 S. Gr.-80.) Berlin, We. 
mannsche Buchhandlung. M 18.—. 

PHILOSOPHIE-BÖCHLEIN. Ein Taschenbuch 2 
Freunde der Philosophie. Herausgeg. von Au 
Horneffer. Mit Beitr. von Prof. Arthur Lırs‘ 
u.a. г. Ва. (1922.) (96 5. 5 Taf. 8°.) Stuttg: 
Franckh’sche Verlagshandlung. M 9.60. 

STRACHE, Hans, Der Eklektizismus des Antic-H 
von Askalon. Mit d. Bildn. d. Verf. (VIII, ot: 
Gr.-80.) Berlin, Weidmannsche Buchh. M 13- 

TUREL, Adrien, Wiedergeburt der Macht aus с: 
Können. (227 S. 80.) München, Drei Mast 
Verlag. Geh. M 40.—, geb. M 50.—. 


PLATO, Dialogi. 3. Sophista. Politicus. Ed. | 
Fr. Hermann — M. Wohlrab. ($S. 375—2: 
K1.-8°.) Leipzig, Teubner? (Bibliotheca serip" 
rum Graecorum et Romanorum Teubneria:: 


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THEOLOGIE 


BAUKE, Hermann, Die Probleme der Theologie 
Calvins. (VII, 108 S. Gr.-80.) Leipzig; J. C. 
Hinrichs. M 30.—. 

Das Buch gibt eine kurze Geschichte der Calvin- 

forschung, legt die Probleme dar, welche die Theo- 

logie Calvins der geschichtlichen Forschung bietet 
und zeigt den Weg zu ihrer Lösung von neuen Ge- 
sichtspunkten aus. 


BAUMGARTEN, Otto, Religiöses und kirchliches 
Leben in England. (IV, 122 S. Gr.-80.) Leipzig, 
Teubner. Geh. M 20.—, geb. M 26.—. 


BOEHMER, Heinrich, Loyola und die deutsche 
Mystik. (43 S. Gr.-80.) Leipzig, Teubner. (Be- 
richte über d. Verhandlungen d. sächs. Akademie 
d. Wissenschaften zu Leipzig. Philologisch-histor., 


Klasse. Bd. 73, 1921, H. 1.) M 3.—. 
DIMMLER, Emil, Erlösung. Gedanken über den 
Heilsplan Gottes nach d. Römerbrief. (IX, 195 S. 
K1.-80.) Kempten, J. Kösel & F. Pustet. Gch. 
М ı15.—, Pappbd. M 21.—. 
Derselbe, Melchisedech. Gedanken über d. Hohe- 
priestertum Christi nach dem Hebräerbrief. (X, 


176 S. K1.-80.) Ebenda. Geh. M 12.50, Papps 
М 18.50. | 
HASSE, Else, Im Himmel der Freude. (XI, та?! 
80.) J. Kösel & F. Pustet. Geh. M 15.—, |: 
bd. M 20.—, Lwbd. M 24.—. | 
IHMELS, Ludwig, Aus der Zeit für die Zeit g 
Ewigkeit. Ein Jahrg. Predigten in 3 Tl. 3. 
Vom ı. Sonntag nach Trinitatis bis zum Te: 
sonntag. (II, 335—558 S. 80.) Leipzig, J. 
Hinrichs. Geh. M 30.—, Hlwbd. M 41.25. Pr > 
f. d. 3 Bde.: einz. gch. M 75.—, geb. M 105. 
zusammeħgeh. M 70.—, geb. M 85.—. 


KAUFMANN, Carl Maria, Gebete auf Siten pr 


Denkmälern der Urchristenheit. Ein Wegwe:- 
zu ungehobenen Schätzen für Suchende aller <' 
bildeten Stände. (75 S. K1.-80.) Kempten, J. K> 
& F. Pustet. Geh. M 6.—, Pappbd. M io- 
Lwbd. M 15.—. 

VOGT, Peter, Priester der Gesellschaft Je~ 
Lebensverkehr mit Gott. Ausführl. dargel. in Aui 
sprüchen d. heil. Kirchenväter. (XII, 333 S. 5 
Regensburg, J. Kösel & F. Pustet. Geh. M 20- 
kart. M 25.50. 


+ 12/4 + 


* MEDIZIN * 





MEDIZIN 


BAUMGÄRTEL, Traugott, Die staatlichen Bestim- 
mungen über die Ausführung der Wassermann- 
schen Reaktion. Erl. für prakt. Ärzte u. Unter- 
sucher. (XII, 34 S. Gr.-80.) München, J. F. Leh- 
mann. M 7.50. 

BÖHM, Alexander, u. Albert Oppel, Taschenbuch 
der mikroskopischen Technik. Anleitung zur mi- 
kroskopischen Untersuchung der Gewebe und Or- 
gane der Wirbeltiere und des Menschen unter Be- 
rücksichligung der embryologischen Technik. Mit 
einem Beitrag über Rekonstruktionsmethoden von 
Gustav Born. 9. völlig umgearb. u. erw. Aufl. 
von Benno Romeis. Mit 2 Tabellen. (XI, 437 S. 
$0.) München, Oldenbourg. Geb. M 70.—. 

Jer Wert dieses Taschenbuchs ist durch wichtige 

srgänzungen, u. a. ein neu eingefügtes Kapitel über 

sperimenlelle entwicklungsmechanische Technik, 
ınd durch Vermehrung des Sachregisters erhöht 
xorden. 

3RUGSCH, Theodor, u. Alfred Schittenhelm, 
Lehrbuch klinischer Diagnostik u. Untersuchungs- 
methodik für Studierende, Medizinalpraktikanten 
und Ärzte. 5. verm. u. verb. Aufl. Mit 418 teils 
farb. Textabb. u. 14 teils farb. Tafeln. (XX, 
968 S. Gr.-80.) Berlin, Urban A Schwarzenberg. 
M 156.—. 

LATAU, W. Siegfried, Weibliche Gesundheits- 
pflege. Ein Ratgeber u. Wegweiser für Frauen 
u. Mädchen. 4. durchaus umgearb. u. verm. Aufl. 
Mit 28 Abb. im Text. (IV, 181 S. 80.) Leipzig, 
C. Kabitzsch. (Ärztliche Beratung zur Ergänzung 
der Sprechstunde. Nr. 5.) M 23.—, geb. M 28.—. 

[ANDBUCH der speziellen Chirurgie des Ohres 
und der oberen Luftwege. Herausgeg. von Leo 
Katz u. Felix Blumenfeld. 3. verm. u. verb. Aufl. 
(5 Tle. in 4 Bdn.)-Bd. ı, Hälfte ı. Leipzig, 
C. Kabitzsch. 

ı, 1. Mit 285 Abb. im Text u. auf ı5ı [z. T. 
farb.] Taf. (V, 330 S. 4°.) Geh. M 200.—, geb. 

М 280.—. 

[ANDBUCH der vergleichenden Physiologie. Be- 

arb. von E. Babäk u. a. Herausgeg. von Hans 

Winterstein. Lfg. 52. Jena, G. Fischer. 

52 = Bd. 2. Physiologie d. Stoffwechsels, Hälfte 2. 

(5. 785—9оо. 40.) M 20.—. 

ARTEL, Fritz, u. Friedrich Loeffler, Der Ver- 

band. Lehrb. d. chirurg. u. orthopäd. Verband- 

behandlung. Mit 300 Textabb. (X, 282 S. 4°.) 

Berlin, Springer. Geh. M 96.—, geb. M 114.—. 

IRCHHOFTF, Theodor, Deutsche Irrerärzte. Ein- 

zelbilder ihres Lebens u. Wirkens. Herausgeg. mit 

Unterstützung d. deutschen Forschungsanstalt für 

Psychiatrie in München, sowie zahlr. Mitarbeiter. 

Bd. ı. Berlin, Springer. 

1. Mit 44 eingedr. Bildnissen. (VIII, 2745. 40.) 

Pappbd. М 96.—. | 

UITHLEN, Friedrich,/V ırlesungen über Pharma- 
kologie der Haut. (Vfi- ' S. 80.) Berlin, Springer. 
M 18.—. Ic 

AREK, Josef, Lehf Fin ter klinischen Diagnostik 
der inneren Kranf d der Haustiere. 2. neu- 


bearb. Aufl. М с T. farb. Abb. im Text 





u. 29 z. T. arb. Taf. (XII, 859 S. 4°.) Jena, 
Fischer. Geh. M 170.—, Lwbd. M 210.—. 
MAYRHOFER, Bernhard, Lehrbuch d. Zahnkrank- 
heiten. 3. umgearb. u. verm. Aufl. Mit 313 Abb. 
im Text. (IX, 359 S. 40.) Jena, Fischer. Geh. 
M 60.—, Hiwbd. M 74.—. 
Das Werk ist nicht nur für den Spezialisten ge- 
schrieben, sondern auch für den Studierenden und 
zur Orientierung des praktischen Arztes. Dem an- 


- gehenden Praktiker dürfte besonders das zusammen- 


fassende Kapitel über die Diagnostik des Zalın- 

schmerzes willkommen sein. 

REAL-ENCYCLOPÄDIE der gesamten Heilkunde. 
Unter Mitw. von Th. Brugsch herausgeg. von 
Albert Eulenburg. 4. vollst. umgearb. Aufl. Erg. 
Bd. a. Berlin, Urban & Schwarzenberg. 
Erg.-Bd. 2. Ergebnisse der gesamten Medizin. 
Herausgeg. von Theodor Brugsch. Bd. 2. Mit 
106 Textabb., 7 farb. u. 3 schwarzen Taf. (IV, 
669 S. 40.) Pappbd. M 140.—. 

SCHALL, Hermann, Der menschliche Körper. 
2 Bde. (Gr.-80.) Stuttgart, J. B. Metzler. Hlwbd. 
М 160.—. 

ı. Die Organe und ihre Krankheiten. In gemein- 
verst. Darst. Mit 8 farb. Taf. u. über 200 z. T. 
mehrfarb. Abb. (XII, 562 S.) 

2. Die Fortpflanzung und ihre Störungen. In ge- 
meinverst. Darst. Mit 4 Dreifarbendr.-Taf. u. 
170 z. T. mehrfarb. Abb. (XIII, 271 S.) 

Beide Teile als Einzelausg. je M 80.—. 

SCHREUS, Hans Th., Röntgenbehandlung in der 
Dermatologie. Mit 14 Fig. u. 10 Tab. im Text. 
(99 S. 80.) Bonn, Cohen. Geb. M 32.—. 

Das Buch enthält neben zahlreichen instruktiven 

Zeichnungen ein Verzeichnis von Indikationen in 

alphabetischer Ordnung, das es besonders für die 

Praxis sehr wertvoll macht. Im gleichen Verlag 

erschienen vorher: Einführung in die Physik der 

Röntgenstrahlen von L. Grebe und: Gynäkologische 

Strahlentiefentherapie von H. Martius. 

SICK, Konrad, Die Krankenernährung, begründet 
auf der allgemeinen Ernährungslehre, für die 
Krankenpflege im Krankenhaus, 1п der Gemeinde 
und Familie dargestellt. (87 S. 8°.) Stuttgart, 
J. F. Steinkopf. Kart. M 10.—.: 

SOBOTTA, Johannes, Atlas der deskriptiven Ana- 
tomie des Menschen. Abt. a. München, J. F. Leh- 
manns Verl. (Lehmanns medizin. Atlanten. Bd. 3.) 
2. Die Eingeweide des Menschen einschließlich 
des Herzens. 4. Aufl. Mit 99 farb. u. 93 schwarz. 
Abb. auf Taf., sowie 36 z. T. farb. Fig. im Text 
nach Originalen von Maler K. Hajek. (VIII S., 
5. 205—145. бг.-80.) Hiwbd. M 110.—. 

STERN, William, u. Otto Wiegmann, Metho- 
densammlung zur Intelligenzprüfung von Kin- 
dern und Jugendlichen. 2. stark verin. Aufl. Mit 
73 Abb im Text u. 2 Taf. (VIII, 316 S. Gr.- 
80.) Leipzig, Joh. Ambr. Barth. M 60.—. 

ZUMBUSCH, Leo v., Atlas der Syphilis. Mit 63 
direkt nach d. Natur aufgen. farb. Abb. u. r ein- 
farb. Abb. (III S., ХАХІ Taf. 40.) Leipzig, 
F. C. W. Vogel. Lwbd. M 120.—. 


e 


* 129 + 


* MATHEMATIK /NATURWISSENSCHAFTEN 








MATHEMATIK, NATURWISSNSCHAFTEN. 


ABEL, Othenio, Lebensbilder aus der Tierwelt der 
Vorzeit. Mit ı farb. Titelb. u. 507 Abb. im Text. 
(VIII, 643 S. 4°.) Jena, Fischer. Geh. M 120.—, 

wbd. M 150.—. 

AUGUST, E. F., Yollständige logarithmische und 
trigonometrische Tafeln. 24. Aufl. in d. Bearb. 
von F. August. (VII, 204 S. K1.-80.) Berlin und 
— Vereinigung wissenschaftlicher Verleger. 

1 14.—. 

BLASCHKE, Wilhelm, Vorlesungen über Differen- 
tialgeomelrie und саи E von 
Einsteins Relativitätstheorie. Berlin, Springer. 
т. Elementare Direo akomae, Mit 38 Text- 
fig. (X, 230 S. Gr.- mg Geh. M 69.—, geb. 
М 81.—. 

Die Sammlung, deren erster Band hier angezeigt 

wird, wendet sıch an alle Wissenschaftler und Prak- 

tiker, die Mathematik und ihre Methoden als Ilılfs- 
mittel oder zum Selbstzweck brauchen. Aufgaben 
und Beispiele unterstützen den darstellenden Text. 

BLÜHENDE KAKTEEN (lconographia cactacea- 
rum). Im Auftr. d. deutschen Kakteen-Gesell- 
schaft nach d. Tode von Karl Schumann u. Max 
Gürke herausgegeben von Friedrich Vaupel. Lfg. 
43—45 (Taf. 169—180). (11 [1] farb. [Dop- 
pel-] Taf.; VHE S., 11 BI Erkl. 40.) Neudamm, 
J. Neumann. M 60.—. 

DAS NATURREICH. Wiesbaden, Pestalozzi-Ver- 

lags-Anstalt. Pappbd. je M 60.—, Lubd. M 75. 
Eckstein, E. Die Schmetterlinge. Ihr Bau, 
ihre Lebensweise und wirtschaftliche Bedeutung, 
nebst Anleitung zur Beobachtung, Aufzucht und 
zum Sammeln. “Mit 18 farb. Taf. u. zahlr. Text- 
abb. (VHI, 264 S. 80.). 
Morton, Friedrich von, Die Blütenpflanzen. 
Mit besonderer Berücksie htigung von deren Auf- 
bau und Leben. Mit 30 farb. Taf. u. zahlr. Text- 
abb. (XIT, 188 S. 8°.) 

FÄRBER, Eduard, Die geschichtliche Entwicklung 
der Chemie. Mit 4 Taf. (XI, 312 5. 4°.) Be en 
Springer. Geh. M 78.—, geb. M 00.—. 

Das Buch behandelt he Entwicklung der chemischen 

Wissenschaft unter Berücksichtigung ihrer Beden- 

tung für Wirtschaft und Kultur. Die einzelnen Ent- 

wicrklungsstufen sind ohne Voraussetzung der heu- 
tigen Ке :nninisse auseinander abgeleitet. 

FITTING, Hans, Aufgaben ind Ziele einer ver- 
gleichenden Phy siologie auf geographischer Grund- 
lage. Akad. Rede. "(ha Ss. 4°.) Jena, Fischer. 
M G 

GRUNDZÜGE der Paläontologie. 


chen, Oldenbourg. 





(Ст.-89.) Mün- 


Abt. I. Zittel. Karl A., Invertebrata. 5., 
verb. u. verm. Aufl. Neubearb. v. Ferdinand 
Broil. Mit 1457 Textabb. (VIII, 7ı0 S.) Geh. 
М 100.—, geb. M 110.—. 

Abt. II. Broili, F., und M. Schlosser, Verte- 
brata. 3., verm. u. verb. Aufl. Mit 769 Textabb. 


(VEIL, 675 S.) (Ersch. im März..) 


HANDBUCH der Mineralchemie. Bearb. von G. 


Akad. d. Wissenschaften in Wien von Cor | 
Doelter. 4 Bde. Mit vielen Abb., "Tab, Duer, 
men u. Taf. Bd. 2, 15, (S. 321—473, М 
Gr.-8°.) Dresden, Th. Steinkopff. M 30.—. 

HOLLEMAN, A. F., Lehrbuch der organish 
Chemie für Studierende an Universitäten u 
Technischen Hochschulen. 16. verb. Aufl. ı 
zahlr. Fig. (XII, 493 S. 80.) Berlin, Vereinizu 
wissenschaftlicher Verleger. Geb. M 60.—. 

Die neue Auflage ist vielfach verbessert und ai 

vermehrt; u.a. wurde das Kapitel ,„,Gãrung 

völlig neugestaltet. 

HAYN, nn Die Plejaden. Mit 1 Тағ. (5! 
4°.) Leipzig, Teubner. (Abhandlungen d. el 
matisch-physischen Klasse d. sächs. Akademir 
Wissenschaften. Bd. 38, Nr. 6.) Geh. M "34 

KÖHLER, Wolfgang, Intelligenzprüfungen aı \|| 
schenaffen. 2. durchges. Aufl. d. „Intelir: 
prüfungen an Anthropoiden I” aus d. AN 
preuß. Akademie d. Wissenschaften. Jg. i 
physik-math. Kl. №. т. Ми 7 Таї. а. 19%) 
(IV, 194 5. 49.) Berlin, Springer. Geh. Mt 
geb. M 78.—. 

LIPPMANN, Edmund O. von, Zeittafeln zur 
schichte der organischen Chemie. Eın ўа 
(IX, 67 S. Gr.-8%.) Berlin, Springer. Ge 
М 18.— 

LORENTZ, Hendrik Antoon, Albert Einstein 
Hermann Minkowski, Das Relativitalsprin 
Eine Samml. von’ Abhandlungen. Mit einem ji 
von Hermann Weyl u. Anm. von Arnold Somu 
feld. Мога. уоп Оно Blumenthal. 4. verm. \ 
(IV, 159 S. Gr.-5%.) Leipzig, Teubner. F 
schritte d. mathernatischen Wissenschaft їп УМ 
graphien. H. 2.) Geh. M 4o.—, вер. М 48— 

MISES, Richard von, Naturwissenschaft und Ti 
nik der Gegenwart. Eine akadem. Rede init | 
sätzen. (Il, 32 5. Gr.-8°.) Leipzig, Teubner. | 
handlungen u. Vorträge aus d. Gebiete d. Myl 
matik, Malara вый он. u. Technik. H. 8.) M ` 

MOLISCH, Hans, Anatomie der Pflanze. >. 1 
bearb. Aufl. Mit 139 Abb. im Text. (VI. 17! 
С Jena, Fischer. Geh. M 24.—, Hi 
M 34. — 

Diese kurz und übersichtlich gefaßte Belan D 

der wichligsten pflanzenanatomischen Grunili 

hat ın en Zeit weite Verbreitung gefunden. | | 

Buch, dessen neue Auflage vielfach ergänzt wi г 

ist, eignet sich vor Allein. für den Studierendai 

Botanik und Biologie. 

NERNST,W., u. A.Schönfließ, Einführu:: 
die mathematische Behandlung der Naturwis 
schaften. Kurzgefaßtes Lehrbuch der Differe:.! 
und Integralre chnung, mit besonderer Berück: 
tigung der Chemie. 10, verm. u. verb. Aull. | 
86 Fi ig. (XII, 445 S. г.-80.) München, ON 
bourg. (Ersch. im Mi! 

Die exakte und verständ She Darstellung. die du 

zahlreiche Beispiele und euren erläutert ist. fü 

nicht nur den Lernende.’ | x: ar des Buches als Gru 





d’Achiardi u. a., herausgeg. mit Unterstützung d. lage naturwissenschaft ir Studien der höh 
| 
* 120 + \ 
A 


\ 
| 


RECHT UND STAAT ж 





hematık bedarf, sondern auch den gebildeten 
n, der sich für analytische Geometrie, Differen- 
- und Integralrechnung interessiert, in die Ge- 
nnisse der höheren Mathematık ein. 

МЕС, Мах, und S. Ferjancic, Studien über 
'flanzenkolloide. ı2. Dresden und Leipzig, Th. 
tecinkopff. 

2. Über die Einwirkung von Formaldehyd auf 
‚ellulose. (S. 209—226. Сг.-80.) М h.—. 
IREIBERS Atlas der kleinen Wirtschaftssäuge- 
iere. Herausgeg. von Arthur Wulf. Mit тз Таў. 
57 5. 80.) Eklingen, I. F. Schreiber. Karton. 
I 13.—. 

HREIBERS kleiner Atlas der Fische. a Hefte. 
fit 180 Abb. auf 26 Farbendrucktaf. (Je af $. 
sr.-80.) Eßlingen, I. F. Schreiber. Je M 15.—. 
HREIBERS kleiner Atlas des Wirtschafts- 
reflügels. Herausgegeben von Arthur Wulf. Mit 
J6 Abb. auf 12 Farbendrucktaf. (64 S. Gr.-8°.) 
sBlingen, I. F. Schreiber. Kart. M ı5.—. 
ERNBÜCHLEIN von Robert Henseling. 1922. 
Wit ı zweifarb. Planetentaf. u. 44 Bild. im Text 
u. auf ı Taf. (79 S. 8%.) Stuttgart. Franckh’sche 
Verlagshandlung. Geh. M 9.60. 

ORLASA, Julius, Über die Verbreitung des Alu- 
miniums in der Natur und seine Bedeutung beim 
Bau- und Betriebsstoffwechsel der Pflanzen. Mit 


28 Abb. im Text. (X, 500 S. Gr.-80.) Jena, 
Fischer. M 80.—. 

Das Buch enthält die Resultate vierzigjähriger For- 

schung über die Bedeutung der Tonerde beim Stoff- 

wechsel der Pflanzen. Die Bodenverhältnisse und 

Verwitterungsprozesse sind ebenso wie die damit zu- 

sammenhängenden chemisch-mineralogischen Vor- 

änge eingehend behandelt, so daß das Werk dem 

Botaniker und Mineralogen, aber auch dem wissen- 

schaftlich interessierten Landwirt wertvolle Auf- 

schlüsse gibt. 

SUSSWASSER-FLORA Deutschlands, Österreichs 

und der Schweiz. Bearb. von G. Beck von Man- 
парейа u. Lerchenau u. a. Herausgeg. von Adolf 
Pascher. H. 7. Jena, Fischer. 
7. Chlorophyceae IV. Siphonocladiales, — 
les. Bearb. von Wilhelm Heering [. Mit 95 Abb. 
im Text. (IV, 103 S. 80.) Geh. M 15.—, Ilwbd. 
М 20.—. 

THIRRING, Hans, Die Idee der Relativitãtsthcoric. 
Mit 7 Textabb. (IV, 170 S. 80.) Berlin, Springer. 

` Geh. M 24.—. 

WULF, Arthur, Taschenbuch der, Kleinhaustiere 
(Federvieh, Kaninchen, Meerschweinchen, Ziegen, 
Schafe und Schweine.) Mit 45 Abb. u. 24 Taf. 
(137 S. Gr.-8°.) Eßlingen, I. F. Schreiber. Kart. 
M 30.—. 


RECHT UND STAAT 


ELSCHOWSKY, E., Die sozialen und ökono- 
mischen Grundlagen des modernen gewerblichen 
Schlichtungswesens und seine Bedeutung für die 
Lösung der sozialen Frage. (215 S. Gr.-8°.) 
Berlin, H. R. Engelmann. Séi M 30.—. 
AMASCHKE, Adolf, Die Bodenreform. Grund- 
sätzliches und Geschichtliches zur Erkenntnis und 
Überwindung der sozialen Not. 19. durchges. 
Aufl. (XVI, 484 S. 80.) ‘Jena, Fischer. Geh. 
M 18.—,.Hiwbd. M 30.—. 

ERSCH, Hermann, Die gesamten Abänderungs- 
Gesetze zur Angestellten-Versicherung nebst voll- 
ständigem neuen Text des Angestellten-Versiche- 
rungs-Gesetzes. Eingehend ег]. 3. völlig neu be- 
агр. u. erw. Aufl. (368 S. K1.-8%.) Mannheim, 
Bensheimer. (Sammlung deutscher Gesetze. 62.) 
Pappbd. M 45.—. 

INFÜHRUNG in das Schrifttum des Sozialismus. 
(39 5. д0.) München, Callwey. (Ratgeber-Schrif- 
ten des Dürerbundes. H. 4.) Geh. M 7.50. 
UTACHTEN der Sozialisierungskommission über 
die Organisation der Reichseisenbahnen. (35 S. 
Gr.-80.) Berlin, II. R. Engelmann. Geh. M 7.90. 
ANDWÖRTERBUCH der Kommunal-Wissen- 
schaften. Herausgeg. von Josef Brix, Hugo Linde- 
mann, Otto Most u. a. Lie rt, Jena, Fischer. 
11 (enth. Bogen 17—22 d. 2. Bandes). Gemeinde- 
bezirk — Geschlechtskrankheiten. (S. 257—352.) 
M 19.—. Die Lieferungen und Bände sind nicht 
einzeln zu beziehen. 

I\NDWÖRTERBUCH der Staatswissenschaften. 
л. Aufl. Herausgeg. von L. Elster, Ad. Weber, 
Fr. Wieser. Lfg. 5. (Bd. 1, S. 289—384.) Jena, 
Fischer. M up 


LASS, Ludw., Die Rechtsprechung des Oberschieds- 
gerichts für Angestelltenversicherung. Grundsätz- 
liche Entscheidungen vom т. Jan. 1913 bis zum 
15. Juli 1921. (УЙІ, 217 S. 80.) Berlin, Springer. 
М 18.—. 

OPPENHEIMER, Franz, Die psychologische Wurzel 
von Sittlichkeit und Recht. (15 S. Gr.-8°.) Jena. 
Fischer. (Kieler Vorträge. 1.) M 3.50. 

SOZIOLOGIE des Volksbildungswesens. Herausgeg. 
im Auftr. d. Forschungsinstituts für Sozialwissen- 
schaften ın Köln von Leopold v. Wiese. Mit Beitr. 
von Jos. Antz u. a. (XIV, 578 S. Gr.-8°.) Mün- 
chen, Duncker & Humblot. (Schriften des For- 
schungsinstituls für Sozialwissenschaften in Köln. 


Bd. 1.) Gch. M 120.--. 


STIER-SOMLO, Fritz, Die Wandlungen des Preuß. 
Städte-, Landgemeinde-. Kreis- und Provinzial- 
rechts in den Jahren 1918—1921. Lfg. 3.4 
[Schluß-Lfg.]. (S. 129 --277-) Oldenburg, Gerh. 
Stalling. (Handbuch d. kommunalen Verfassungs- 
u. Verwaltungsrechts in Preußen. Erg.-Bd. т.) 


Geh. M 42.50. 
SULTAN, Herbert, Gesellschaft und Staat bei Karl 


Marx und Friedrich Engels. Ein Beitr. zum So- 
zialisierungs-Problem. (128 S. Gr.-80.) Jena. 
Fischer. Geh. M 16.—. 

Der Verfasser ist überall bestrebt, die eigenen An- 

schauungen von Marx und Engels, nicht die ihrer 

Ausleger herauszuhcben. 

VERFASSUNG des Deutschen Reichs v. 1r. Aug. 
1919. Mit Einl. u. Komm. von Adolf Arndt. 
2. sehr verb. u. verm. Aufl. (270 S. Kl.-8°.) 
Berlin, Vereinig. wissenschaftl. Verleger. (Gutten- 


* 127 * 


ж 


tagsche Samml. deutscher Reichsgesetze. Nr. 137.) 
Pappbd. М 18.—. 

WANDERSLEB, Hermannn, Der Präsident in den 
Vereinigten Staaten von Nordamerika, in Frank- 
reich und im Deutschen Reiche. Berlin, Ver- 
einigung wissenschaftlicher Verleger. M 24.—. 

Die Schrift enthält unter vergleichenden Hinweisen 

auf die Verhältnisse in Amerika und Frankreich 

eine eingehende Darstellung der verfassungsmäßigen 


HANDEL UND 


CASSEL, Gustav, Das Geldproblem der Welt. 
2. Denkschr. (65 S. 80.) München, Drei-Masken- 
Verlag. M 12.—. | 

EISINGER, Otto, Die Ernährung des deutschen 
Volkes eine Organisationsfrage der Erzeugung. 
(VIII, 116 S. Gr.-80.) Berlin, P. Parey. M 24.—. 

FILLMANN, Heinrich, Aus der Praxis eines deut- 
schen Industriellen in der Nachkriegszeit. (19S. 
Gr.-8°.) Jena, Fischer. (Kieler Vortr. 2.) М 4.50. 

KOCH, Arwed, Der Warenkredit der Banken und 
seine Sicherstellung. (VII, 125 S. Gr.-80.) Jena, 
Fischer. M 21.—. 

Der Verfasser sucht nachzuweisen, daß bei der heu- 

tigen Bedeutung des Warenkreditgeschäfts für die 

Banken die bisherigen schwerfälligen Sicherungs- 

mittel, Pfandrecht und Zurückbehaltungsrecht durch 

Sicherungsübereignung ersetzt werden müs:en. 

LEITNER, Friedrich, Bilanztechnik und Bilanz- 
kritik. 5. erw. Aufl. (VIII, 424 S. 8°.) Berlin, 
„ш wissenschaftlicher Verleger. Pappbd. 


75.—. | 
LEVY, Hermann, Die englische Wirtschaft. (IV, 


GESCHICHTE, KULTURGESCHICHTE, POLITI 


BÜCHEREI DER KULTUR UND GESCHICHTE. 
Bonn, Kurt Schroeder. Geh. M 30.—, Hiwbd. 
M 36.—. 

Ва. 23. Pappritz, R., Frankreich und die 
Franzosen im 19. Jahrhundert. (XII, 384 S. 8°.) 

Ohne parteissche Beurteilung zeigt der Verfasser 

die Entwicklung Frankreichs im letzten Jahrhundert, 

unter ständiger Berücksichtigung der Literatur- und 

Kunstgeschichte. 


DER GROSSE KRIEG. Bd. ı u. 8. sapag Joh. 
l 


Ambr. Barth. Lwbd. je M 120.—, Hldrbd. je 
M 170.—. 
Ва. г. Der deutsche Landkrieg. Teil 1. Vom 


Kriegsbeginn bis zum Frühjahr 1915. Mit 4 Kart. 
und 16 Textskizzen. Bearbeitet von Wilhelm v. 
Dommes, Karl llosse. Gustav v. Bartenwerffer 
u. a. (XVI, 535 S. Gr.-8°.) 
Bd. 8. Die Organisationen der Kriegführung. 
TI. r. Die für den Kampf unmittelbar arbeiten- 
den Organisationen. Mit 2 Kart. u. ı Textskizze. 
Bearb. von Ernst v. Wrisberg, Hans Föst, Lud- 
wig Wurtzbacher u. a. (XII, 517 S. Gr.-80.) 
Das ım gemeinsamen Verlage von 9 großen Firmen 
erscheinende Werk, das von Generalleutnant a. D. 
M. Schwarte herausgegeben wird, ist die erste voll- 
ständige, unter Benutzung der bisher erschienenen 


HANDEL UND WIRTSCHAFT # GESCHICHTE / KULTURGESCHICHTE / POLITIK 











und rechtlichen Stellung des deutschen Rex 
präsidenten. 


GROTE, Federico, Padre Redentorista, EI socia'- 
mo. Breve exposición y crítica, de sus doctr: 
económicas morales. 2. ed., rev. y aum 2 
(ҮШ, 95 S. 80.) Freiburg i. B., Herder & ‘~ 
M 8 i 


WIRTSCHAFT 


153 S. Gr.-8.) Leipzig, Teubner. Geh. M 26.-. 
geb. M 32.—. | 

MUSS, Max, Der bankmäßige Zahlungsausgleich „л 
Deutschland. Eine Studie über Theorie und AL! 
bau d. deutschen Giro- u. Scheckwesens. (206 ~ 
Gr.-80.) Berlin, Vereinigung wissenschaflx!. 
Verleger. M 36.—. 

Das Buch gibt nach einem zusammenfasser..:: 

Überblick über die bisherige Entwickelung des te- 

trags- und Scheckwesens eine eingehende Darstellr: 

der Formen des bankmäßigen Zahlungsausgleic:- 
und zeigt, gestützt auf ein reiches, nach wiss: 

schaftlichen Gesichtspunkten zusammengestelltes M: 

terial, den großen Einfluß, den das Giro- uri 

Scheckwesen auf Volks- und Einzelwirtschaft ! 

sitzt. 

REINHARDT, Philipp, Der deutsch-schweizeris' 
Eisenhandel während des Weltkrieges. (ANIL 
242 S. 80.) Mannheim, Beusheimer. Сеһе!# 
M 50.—. 

SCHMALENBACH, E., Geldwertausgleich. (20 \ 
8°.) Leipzig, G. A. Gloeckner. Geh. M 3.—. 


Urkunden und zugänglichen Akten aufgebaute, v: 
Fachmännern bearbeitete Geschichte des Kriegs ут 
1914—18. Раѕ Werk ist auf ro Bände berech: 
von denen ı—3 den deutschen Landkrieg, A d 
Seekrieg, Kolonialkrieg, Türkischen Krieg, Lul 
und Gaskrieg, 5 den österreich-ungarischen Lar. 
krieg, 6—7 die Geschichte der Außenpolitik wi 
rend des Krieges (bearb. v. Prof. Oncken) und 8: 
то die Organısationen der Kriegführung behandr 
werden. 


GIRKE, Georg, Die Tracht der Germanen in & 
vor- und frühgeschichtlichen Zeit, mit einem \- 
hang: Vom heutigen landläufigen Germanenb! - 
nisse. 2 Bde. Leipzig, C. Kabitzsch. (Man 
Bibliothek Nr. 23, 24. 

ı. Von den ältesten Zeiten bis zum Ende der v:: 
christlichen Eisenzeit. Mit ı Bildn. d. Verf. ı 
ı50 Abb. auf 30 Taf. (VIII, 59 S. 40.) M 30.— 
2. Vom т. Ыз zum 8. Jh. n. Chr. u. Anh. Ve 
196 Abb. auf 46 Taf. (VIII, 129 S. 4%.) M 45.— 


JOACHIMSEN, Paul, Der deutsche Staatsgedanr 
von seinen Anfängen bis auf. Leibniz und Fns- 
rich den Großen. Mit 2 Portr. (LXXXIII, 2576 ` 
80.) München, Drei Masken Verl. Geh. M 40.- 
geb. M 46.—. 


* 128 + 


GEOGRAPHIE/KARTEN * BIOGRAPHIE / BRIEFE / MEMOIREN * 





UST, A., Montesquieu und die Verfassungen der 
'ereiniglen Staaten von Amerika. (X, 157 S. 8°.) 
lünchen, R. Oldenbourg. (Historische Bibliothek, 
4. 48.) Geh. M 32.—. 

; Buch behandelt die politischen Ideen Montes- 
eus, seinen Einfluß auf die amerikanischen 
Tassungen und die Verfassungsgeschichte der 
einigten Staaten bis zur Gegenwart. 

GLING, Kurt, Die antiken Münzen. Nach Alfr. 
on Sallet neu bearb. 2. Aufl. Mit 240 Abb. (V, 
54 S. 80.) Berlin, Vereinigung wissenschaftlicher 
ierleger. Geh. M 22.—. 

EINISCHE HEIMATBÜCHER. Beiträge zur 
andes- und Volkskunde in den Rheinlanden. 
Je go S. 80.) Bonn, F. Cohen. Je M 8.—. 

3d. ı. Brühl. — Bd. 2. Godesberg. 

: mit Abbildungen geschmückten Bände enthalten 
fsätze rheinischer Gelehrten über Geschichte, 
— Volkskunde, Landschaftsbild usw. der betr. 
wete. 

HIFFMANN, Konrad, Das Land ob der Enns. 
Eine altbayrische Landschaft in den Namen ihrer 
Siedlungen, Berge, Flüsse und Seen. (XI, 248 S. 
3°.) München, Oldenbourg. Geb. M 68.—. 

s Buch erläutert zum erstenmal mit den Mitteln 
" modernen Sprachwissenschaft die Namen Ober- 
terreichs. 

HUBART, Wilhelm, Das Buch bei den Griechen 
und Römern. 2. umgearb. Aufl. Mit 39 Abb. im 


— 


Text. (III, 194 S. 80.) Berlin, Vereinigung wissen- 
schaftlicher Verleger. Geh. M 20.—. 

SCHULTZE, Walther, Die Marneschlacht. (Gr.-8°.) 
Berlin, Weidmannsche Buchhandlung. (Schriften 
der Histor. Gesellschaft zu Berlin.) М 12.—. 

STENGEL, Edmund Ernst, Nova Alamanniae. Ur- 
kunden, Briefe u. a. Quellen, bes. zur deutschen 
Geschichte des 14. Jahrh., vornehmlich aus den 
Sammlungen d. Trierer Notars u. Offizials, Dom- 
dekans von Mainz, Rudolf Losse aus Eisenach in 
d. Ständ. Landesbibliothek zu Kassel u. im Staats- 
archiv zu Darmstadt. Hälfte ı. (IV, 416 S. 4°.) 
Berlin, Weidmann. Geh. M 54.—. 

STEUBER, ‚Jildirim“. Deutsche Streiter auf hei- 
ligem Boden. (Mit 4 Karten u. 8 Tiefdrucktaf. 
(174 S. Gr.-80.) Oldenburg, G. Stalling. Papp- 
bd. M 26.50. 

Der Verf. des Buches war in den Jahren 1917/18 

Armeearzt in Palästina; er schildert die Kämpfe der 

dort fechtenden deutschen Truppen. 


EL TERROR NEGRO [Farbige Franzosen am 
Rhein, span.]. Un grito de desesperación de la 
Liga de mujeres del Rhin. (88 5 8°.) Berlin, 
Hans Rob.. Engelmann. M 2.50. 

TRUPPE coloniali francesi sul Reno [Farbige Fran- 
zosen am Rhein, ital.]. Un grido di dolore delle 
donne tedesche. 3. ed. (88 $. 80.) Berlin, Hans 
Rob. Engelmann. M 2.50. 


GEOGRAPHIE, KARTEN 


\DREES, Richard, Allgemeiner Handatlas in 
222 Haupt- und 192 Nebenkarten. Mit vollständ. 
alphabet. Namenverz. in bes. Bde. Herausgeg. von 
Ernst Ambrosius. Bielefeld und Leipzig, Velhagen 
& Klasing. M 750.—. 

Allas. 7. neubearb. u. verm. Aufl. 2. rev. Abdr. 
(224 $. 20.) 

Namenverzeichn. 7. Aufl. (VI, 544 S. 4°.) 
Ergänzungsband in 62 Kartenseiten zu d. früheren 
Auflagen. Hiwbd. geb. M 200.—. 


ADBÜCHLEIN. Ki. Jahrb. d. Erdkunde. Heraus- 
g°g. unter Mitarb. von Otto Baschin, Walter Behr- 
mann u. a. [Jg. 3.) 1922. Mit 27 Abb. u. ein- 
gedr. Kärtchen. (80. 80.) Stuttgart, Franckh’sche 
Verlagshandlung. M 9.60. 


FLEMMINGS GENERALKARTE Nr. 73. Tirol 
und seine Grenzlande. ı : 600 000. Berlin, Flem- 
ming & Wiskott. M 10.—. 

MAPAMUNDI, En proyeccion de Mercator Escala 
en el ecuador. 1 : 28000000. Hamburg, Fried- 
richsen & Co. 2 Blatt gerollt M 60.—. Aufge- 
zogen auf Papier mit Stäben M 125.—, auf- 
gezogen auf Leinen mit Stäben M 250.—. 

WAGNER, Hermann, Lehrbuch der Geographie. 
10. sorgfältig durchges. u. erg. Aufl. ugl. 
5. Aufl. d. Neubearb. d. Lehrbuchs d. Geographie 
von Guthe-Wagner. Bd. ı, Teil a. Hannover, 
Hahnsche Buchhandlung. 

Bd. ı. Allgemeine Erdkunde. Tl. 2. Physikalische 
Geographie. (VIII u. S. 257—660. Gr.-8°.) Geh. 
_ М 48.—, Ні4гЬ. М 72.—. 


BIOGRAPHIE, BRIEFE, MEMOIREN 


RETZ, Gertrude, Liselotte von der Pfalz. Eine 
deutsche Fürstentochter in Frankreich. Mit 24 Ab- 
bild. (XII, 262 S. 80.) Stuttgart, J. Hoffmann. 
 Halbpergtbd. M 55.—. 

ETTELHEIM, Anton, Wiener Biographengänge. 
Eingel. durch eine Widmung d. Freunde an d. 
Verf. von August Sauer. Mit ı Bild d. Autors. 
(XI, 341 S. 80.) Wien, Wiener Literarische An- 
stalt. Geh.M 40.—. 

JEHMEL, Richard, Ausgewählte Briefe aus den 
Jahren 1883— 1902. Herausgeg. von Ida Dehmel. 


(48o S. 8°.) Berlin, S. Fischer. Geh. M 80.—, 
Hiwbd. M 120.—. 
Dehmels Briefe sind mehr als zufällige Äußerungen 
privater Natur. Er selbst schrieb einmal: „Ich habe ' 
vieles, was in. meinen Büchern keinen Platz fand, 
in meinen Briefen niedergelegt.‘ Das rechtfertigt 
die Herausgabe der Briefe, die zugleich ein wichtiges 
Quellenwerk des literarischen und geistigen Lebens 
der Zeit Dehmels darstellen. 
HASENCLEVER, Adolf, Peter Hasenclever aus 
Remscheid-Ehringhausen, ein deutscher Kaufmann 


+ 129 * 








des 18. Jahrhunderts. Biographie, Briefe u. Denk- 
‚ schriften. Mit 3 Abb. (VIII, 252 S. 80.) Gotha, 
Frdr. Andr. Perthes. Geh. M 40.—, geb. M 50.—. 
Das kulturhistorisch und rein — gleich inter- 
essierende Zeitbild enthält zahlreiche, bisher der 
Forschung entgangene Briefe aus der Zeit v. Hasen- 
clevers Aufenthalt in den englischen Kolonien Nord- 
amerikas. Sie sind wichtig als Quellen für die Kennt- 
nis der inneren Verhältnisse dieser Länder unmittel- 
bar vor Ausbruch des Unabhängigkeitskrieges. 
PROTZEN, Otto, Vom Schwarzwald zum Schwar- 
zen Meer. Mit 70 Abb. nach Zeichn. d. Verfassers. 
(254 S. Lex.-8°%.) Braunschweig, б. Westermann. 
РаррЬа. М 250.—. 
Schildert eine Kajakfahrt donauabwärts im Jahre 


1917. 

RAESFELD, Ferdinand von, Auf eigener und auf 
fremder Fährte. Erinnerungen aus einem Wald- 
‘und Weidmannsleben. (278 S. 8%.) Neudamm, 
J. Neumann. Сеһ. М 18.—, РаррЬа. М 25.—. 

REUPER, Julius, Pfadfinder der Technik. Acht 
Lebensbilder berühmter Erfinder. Mit xo Bil- 
dern. (96 S. Taschenformat.) Stuttgart, Union. 
(Univ.-Bibl. f. Jugend u. Volk, Bd. 477/78.) 
Pappbd. M 10.50. 

Behandelt sind: J. F. Böttger (Porzellan), James 

Watt (Dampfmaschine), George Stephenson (Eisen- 

bahn), Werner von Siemens (Elektrotechnik), Phi- 

lipp Reis (Telephon), Nikolaus Rippenbach (Berg- 
bahnbau), A. Guyer-Zeller (Jungfraubahn) und Th. 

A. Edison (Phonograph). | 

SCHUBERT, Hans von, Große christliche Persön- 
lichkeiten. Ein hist. Skizzenreihe. Mit 5 Bildern. 
(178 S. Gr.-80.) Stuttgart, Deutsche Verlags-An- 
stalt. Pappbd. M 28.—. 

„Große christliche Persönlichkeiten“ sind für den 

Verfasser „solche, die ohne das Christentum nicht zu 

denken sind, ohne die aber auch die Geschichte des 

Christentums nicht zu denken ist“: Petrus, Paulus, 


LITERATUR- UND SPRACHWISSENSCHAFI 


CRASS, Eduard, Das Liebesproblem in der Tra- 
gödie des französischen Klassizismus. Eine lite- 
rarische Studie. (143 S. 80.) Leipzig, E. A. See- 
mann. M 24.—. 

Der Verfasser untersucht die französischen Dramen 

des Corneille und Racine in Ansehung der Be- 

handlung des Liebesproblems, in der sie sich grund- 

sälzlich voneinander unterscheiden. Auch die Vor- 

ginger und Zeitgenossen sind berücksichtigt. 

sRUNDRISS der deutschen Literaturgeschichte. 
Berlin, Vereinigung wissenschaftlicher Verleger. 
a. Bd. Vogt, Friedrich, Geschichte der mittel- 
hochdeutschen Literatur. 3. umgearb. Aufl. т. ТЇ. 
Frühmittelhochdeutsche Zeit. Das höfische Epos 
bis auf Gottfried von Straßburg. (365 S. 80.) 
Geh. M 55.—, geb. M 70.—. 

MARTENS, Kurt, Die deutsche Literatur unsrer 
Zeit. In Charakteristiken u. Proben. Mit 31 Por- 
trättaf. u. 7 Faks. (524 S. Gr.-80.) München, 
Rösl & Cie. Lwbd. M 150.—, Hldrbd. M 200.—, 
Ldrbd. M 400.—. 

Das Buch gibt knappe zusammenfassende Charakte- 


* 190 + 


LITERATUR- UND SPRACHWISSENSCHAFT 


Zügen die ganze Kirchengeschichte. Die einze\ » 








Origenes, Cyprian von Karthago, Augustin, Gr: 
der Große, Bonifatius, Karl der Große, Gregor Vi 
Franz v. Assisi, Luther, Calvin, Cromwell, Schk»: 
macher. Die Skizzenreihe begleitet also in grè. 


Skizzen sind knapp gehalten und bringen nur · 
Wesentliche, Allgemeinverständliche. 


FLAUBERT, Gustave, Reisebriefe. (336 S. б: 
80.) Potsdam, G. Kiepenheuer. Pappbd. M 3%- 

Eine wertvolle Ergänzung der, Tagebücher Flauk::. 

ROLLAND, Romain, Das Leben Tolstois. Her: 
geg. von Wilhelm Herzog. Übers. von O.R.: 
vester. Mit 16 Abb. (XI, 22r S. 80.) Frs 
furt a. M., Literar. Anstalt Rütten & Locri: 
Pappbd. M 50.—, Hiwbd. M 60.—. 

Derselbe, Musikalische Reise ins Land der V: 

ne Mit ı7 Bildn. Berecht. Übers. 3 

d. Franz. von L. Andro. (262 S. 80.) Frank‘! 
a. M., Literar. Anstalt Rütten & Loening. M 43- 
Hlwbd. M 60.—. 

Rolland malt auf dem Hintergrund der zur 

Kultur-, Sitten-. und Geistesgeschichte des 17. с. 

18. Jahrhunderts die Bildnisse der großen, їп hr’ 

Zeit verkannten Musiker Europas, die als ker: 

reiter der modernen Musik, eines Haydn, Mor- 

Beethoven, zu gelten haben. 

SUARES, André, Porträts. Deutsch mit einem Nr: 
wort von Otto Flake. (258 S. 80.) München. Dr: 
Masken Verlag. Geh. M 40.—, geb. M 50.—. 

Die Essais behandeln: Joinville, Jean-Jacques Bo: 

seau, Sueton, Veronese, Chateaubriand, Franç- 

Villon, Ker-Enor, Stendhal, Hamlet. 

WITTE, Sergej Jul’evc, Graf, Vospominanija, Car- 
vovanie Nikolaja II. Tom ı. Erinnerungen. D 

Regierung Nikolaus II. Bd. х. (XXX, Dır: 

I ае ı Faks. 80.) 'Berlin, Slowo-Verli: 

gesellschaft [Ullstein]. Geh. M 75.—, gebur: 

M 90.—. 








risiken der einzelnen Richtungen innerhalb *' 

neuen deutschen Literatur, kurze Einführungen г 

das Werk der einzelnen Dichter mit biographı:«': 

und bibliographischen Angaben und gut geva." 

Probestücke aus den Werken, Bilder der Autor 

und bezeichnende Schriftproben. 

MAUSBACH, Joseph, Der Geist Dantes und un 
Kulturaufgaben. Vortrag. (19 S. 8°.) Köln. ! 
P. Bachem. Geh. M 6.—. 

SCHEFFER, Thassilo von, Die Schönheit Homi: 
(237 5. Gr.-8°.) Berlin, Propyläen-Verlag. Part 
band M 175.—, Hpergtbd. M 225.—. 

Das Buch, das weiteren Kreisen die poetis" 

Schönheiten Homers nahezubringen sucht, enti- 

außer einer Wiedergabe des Bostoner Homerkop!* 

eine . große Reihe griechischer Vasenbilder rr 

homerischen Motiven. ч 

SCHRÖDER, Bruno, Alkamenes-Studien. Mit ST; 
u. g Abb. im Text. (ı4 S. 4°.) Berlin, Vere! 
ung wissenschaftlicher Verleger. M 30.—. 

WÎLA OWITZ-MOELLENDORFF, Ulrich, vwo 


Einlcitung in die griechische Tragödie. 3. unv 








PÄDAGOGIK /SPRACHEN / UNTERRICHT * 





änd. Abd. aus d. ı. Aufl. von Euripides Hera- 


kles r, Kap. 1—4. (X, 258 S. Gr.-8°.) Berlin, 
Weidmann. M 24.—. 


WITTE, Kurt, Der Bukoliker Vergil. Die Ent- 
stehungsgeschichte einer römischen Literatur- 
gattung. (ҮП, 73 S. Gr.-8°.) Geh. M 25.—. 


PÄDAGOGIK, SPRACHEN, UNTERRICHT 


\UCH, Gustav, Valentin Trozendorf und die Gold- 
berger Schule. (XX, 532 S. 4°.) Berlin, Weid- 
mann. (Monumenta Germaniae paedagogica. Bd. 
97.) Geh. M 96. 
UHLER, Charlotte, Das Seelenleben des Jugend- 
lichen. Versuch einer Analyse u. Theorie d. psy- 
chischen Pubertät. (VII, 103 S. Gr.-8°.) Jena, 
Fischer. Geh. M 16.—, geb. M 22.—. 
ie Arbeit versucht statt einer Sammlung von 
inzelbeobachtungen eine einheitliche Gesamtauf- 
sung der Pubertätspsyche zu entwickeln.Die um- 
ngreiche Literatur zu diesem Thema ist syste- 
atısch mit verarbeitet und am Schluß des Buches 
ı «ınem Literaturverzeichnis zusammengestellt. 
'AMANSKI, Josef, Polnischer Sprachführer. Ta- 
schenwörterb. für Reise u. Haus. 2. neubearb. 
Aufl. (VI, 350 S. 160.) Leipzig, Bibliogr. In- 
stitut. Pappbd. M 12.—. 
Y. Luise, Portugiesische Konversations-Grammatik. 
Nebst Schlüssel. Heidelberg, J. Groos. 
Hauptwerk. 3. Aufl. (XII, 471 $. 80.) 2 Taf., 
э farb. Karten. Pappbd. M 25.—. 
Schlüssel. 3. Aufl. (94 S. 80.) M 6.—. 
AUDIG, Hugo, Freie geistige Schularbeit in 
Theorie und Praxis. Im Auftrag des Zentralinsti- 
tuts für Erziehung und Unterricht herausgegeben. 
(ҮШ, zo S. Gr.-8°.) Breslau, F. Hirt. Hlwbd. 
М бо. —, brosch. M 50.—. 
Jicses Handbuch vereinigt alle wesentlichen und 
rundlegenden Vorträge über die neuzeitliche Er- 
hung, die während der Berliner „Pädagogischen 
Voche‘“ gehalten wurden, und bietet ferner prak- 
sche Beispiele aus allen Unterrichtsfächern. 
ÖLDSCHMIDT, Thora, Jezyk polski Tablitzki ob- 
razowe dla uczacych sie po polsku. (104 S. 49.) 
рл. F. Hirt & Sohn. Kart. M 20.—, Hiwbd. 
М ah 
IAUFF, L. Albert, Methode Gaspey-Otto-Sauer. 
Nemeckaja grammatika dlja samoobucenija i dlja 
skol’nago prepodavanija. Prakticeskoe rukovodstvo 
dlja skorago i osnovatel’nago izucenija razgovor- 
nago I pismennago nemeckago jazyka. Perera- 
botano E. I. Malkiel. 6. izdanie. Deutsche Kon- 
versations-Grammaltik £. Russen von L. A. Hauff. 
Neu bearbeitet von E. J. Malkiel. Nebst Kljuc 
(Schlüssel). Heidelberg, J. Groos, 1922. 
Hauptwerk. (XIII, 454 S.) Pappbd. M 25.—. 
Kljuc. (66 5.) М 6.—. 
NILFSBUCHER für Volkshochschulen. Heft 6 -- 8. 
Gotha, Frdr. Andr. Perthes. 
Û. Hermes, Gertrud, Wegweiser durch die ge- 
meinverständliche volkswirtschaftliche Literatur. 
Zum Gebrauch an Volkshochschulen und anderen 
\elksbildungsanstalten. (VIH, 27 S. KL-80.) Geh. 
7, Hedler, Adolf, Die deutsche Verfassung im 
| andel der Zeiten. (VI, 10% S. Kl.-80%.) Geh. 
10.—. 


+ 


8. Klopfer, Paul, Angewandte Geschmacks- 
kunde. (ca. 130 S. Kl.-80.) M 12.—. 
KAHE,O. undK.Buhß, Die Technik der L.ehrer- 
zeichnung für den Gesamtunterricht. (36 S. Gr.- 
'80.) Breslau, F. Hirt. Kart. M 34.—. 
Vom Leichten zum Erreichbaren in der Technik der 
Kreide schreitend, werden praktische Winke und 
Hinweise gegeben, die durch eine Fülle von Zeich- 
nungen auf 40 Tafeln ergänzt sind. Die Tafeln 
sind in Offsetdruck ausgeführt, der eine original- 
getreue Wiedergabe der Zeichnungen ermöglichte. 
KASTNER, Max, Naturkundliches Lehrzimmer. 
(36 S. 8°.) Leipzig. J. Klinkhardt. Geh. M ıa.- . 


KOORDGIEN, Gustav Carl, Kleine portugiesische 
Sprachlehre. Nebst Schlüssel. Heidelberg, J. 
Groos. 


Hauptwerk. 7. Aufl. Korrigiert u. umgearb. von 
Luise Ey. (X, 240 S.. 4 S. Abb.) M 12.—. 
Schlüssel von Luise Ev, Lehrerin des Portugiesi- 
schen. 2. Aufl, (41 S. 8%.) M 4.—. 
LEGOWSKI, Jözef, Methodische Grammatik der 
polnischen Sprache mit Übungs- und Wörterbuch 
für Schul- und Selbstunterricht. Schlüssel. (62 S. 


8°.) Leipzig, H. Haessel. M 13.—. 


LEIST, Ludovic, Elemente de gramatica francesa. 
Teoretica si practica însotita de numeróse deprin- 
deri de citire si conversatiune, precum side un vo- 
cabular. Prelucrate pentru usul Romänilor. 3. Ed., 
reveduta, indreptata si adaugata. Petite Gram- 
maire française à l'usage des Roumains. (VHI, 
192 S. 80.) Heidelberg, J. Groos. M 12.. 

OTTO, Ernst, Methodik und Didaktik des neu- 
sprachlichen Unterrichts. Versuche einer wissen- 
schaftlichen Unterrichtslehre. (XI, 340 S. Gr.- 
80.) Bielefeld und Leipzig, Velhagen & Klasing. 
Geh. M 54.60, geb. M 67.20. 

PAULUS, Wladislaus, Kleine polnische Sprach- 
lehre. Neubearb. von Paul Ssymank. 4. verb. 
Aufl. (VIT, 187 S. 80.) Heidelberg, J. Groos. 
M 12.—. 


SCHNEIDER, Wilhelm, Meister des Stils über 
Sprach- und Stillehre. Beiträge zeitgenöss. Dichter 
u. Schriftsteller zur Erneuerung des Aufsatz- 
unterrichts. (VIII, 138 S. 8°.) Leipzig, Teubner. 
М 15.—. 

SEITZ, Otto, Hauptschwierigkeiten der französi- 
schen Sprache. Sammlg. von Beisp. zu den wich- 
tigsten Regeln der Grammatik zum Selbstab- 
fragen. (VI, 198 S. K1.-8%.) Heidelberg, J. Groos. 
М 12.—. 

VALETTE, Téodore Gerard Glaude, Kleine nieder- 
ländische Sprachlehre für den Gebrauch in 
Schulen und zum Selbstunterricht. Nebst Schlüs- 
sel. Heidelberg, J. Grons. 

Hauptwerk. 6. Aufl. (AI, 201 S. 80.) M ı2.—. 
Schlüssel. 2. Aufl. (36 S. 80.) М 1. —. 


тт + 


* TECHNIK 





TECHNIK 


BECKER, Gabriel, Vervollkommnung der Kraft 
fahrzeugmotoren durch Leichtmetallkolben. Mit 
29 Abb. (97 S. Gr.-8%.) München, Oldenburg, 

eh. M 75.—. 


FRAENKEL, Walther, Leitfaden der Metallurgie. 
Mit bes. Berücksichtigung d. physik.-chem. Grund- 
lagen. Mit 87 Textfig. (VII, 223 S. Gr.-80.) 
Dresden, Th. Steinkopff. Geh. M 45.—, geb. 
M 52.—. 

FÜRST, Artur, Im Bannkreis von Nauen. Die Er- 
oberung der Erde durch die drahtlose Tele- 
graphie. Mit 216 Abb. Stuttgart, Deutsche Ver- 
lags-Anstalt. Hiwbd. M 75.—. 


Eine allgemeinverständliche Darstellung der draht- ` 


losen Telegraphie und der Äthertelephonie. 


GEUSEN, Leonhard, Die Eisenkonstruktionen. Ein 
Lehrb. für Schule u. Zeichentisch nebst einem 
Anh. mit Zahlentaf. zum Gebr. beim Berechnen 
u. Entwerfen eiserner Bauwerke. 3. verb. Aufl. 
Mit 522 Fig. im Text u. auf 2 farb. Taf. (VII, 
282 S. 4°.) Berlin, Springer. Lwbd. M 96.—. 


GIESSEREI-HANDBUCH, herausgeg. vom Verein 
Deutscher Eisengießereien, Gießerei-Verband in 
Düsseldorf. Mit 34 Abb. u. 4 Taf. (X, 264 S. 
8%.) München, Oldenbourg. Geb. M 90.—. 

Das Handbuch enthält u. a.: Materialvorschriften 

des In- und Auslandes, Analysen für Eisen, Kohle 

und Koks, physikalische und chemische Tabellen, 

Verzeichnis ү Gießerei-Verbände des In- und Aus- 

landes usw. 


HANFFSTENGEL, Georg, Technisches Denken und 
Schaffen. Eine gemeinverst. Einf. in d. Technik. 
3. durchges. Aufl. Mit 153 Textabb. (XII, 212 S. 
Gr.-80.) Berlin, Springer. Pappbd. M 30.—. 


HEEPKE, Wilhelm, Die Warmwasserbereitungs- 
und Versorguugsanlagen. Ein Hand- und Lehr- 
buch f. Ingenieure, Architekten u. Studierende. 
2., umgeänd. u. erw. Aufl. (XVII, 706 S. Gr.-80.) 
Mit 4ıı Textabb. München u. Berlin, R. Olden- 
bourg. (Oldenbourgs Technische Handbibliothek, 
Bd. 5.) Geh. M ı20.—, geb. M 130.—. 


HIPPLER, Willy, Arbeitsvertelung und Termin- 
wesen in Maschinenfabriken. Mit 107 Textfig. 
(IV, 162 S. 4°.) Berlin, Springer. Geh. M 66.—, 
geb. M 78.—. 

IMHOFF, K., Taschenbuch für Kanalisations- 
ingenieure. (Taschenbuch der Stadtentwässerung.) 
З. erw. Aufl. Mit 4 Abb. u. 16 Taf. (56 S. Kl.- 
80.) München, R. Oldenbourg. Kart. M 20.—. 

Die neue Auflage ist besonders im Kapitel Klär- 

anlagen wesentlich erweitert. 


KALENDER für das Gas- und Wasserfach. Begr. 
von G. F. Schaar. Herausgeg. von E. Schilling, 
unter Mitw. von G. Thiem. Jg. 45. 1922. 2 Tle. 
München, R. Oldenbourg. Pappbd. und geheftet 
M 50.—. 

І. Kalenderteil. (VII, 250, 80, CXVI S. Kl.-8°.) 


| 
a. Wissenschaftlich-technischer Teil. Mit 1/6 \!. 
XXII, 542 S. K1.-80.) | 


KRESTA, Friedrich, Die Vorkalkulation im Mi 
schinen- und Elektromotorenbau nach God 
wissenschaftlichen Grundlagen. Ein Hilfsbuch fi 
Praxis u. Unterricht. Mit 56 Abb., 78 Tab. u 
5 logarithm. Taf. (IX, 173 S. Gr.-80.) Berly 
Springer. lilwbd. M 60.—. | 


KRETZSCHMAR, F. E., Die Krankheiten des Bla 
Akkumulators. Ihre Entstehung, Feststellung. b: 
seiligung, Verhütung. (VIII, 176 S. 80.) M:: 
chen, Oldenbourg. Geh. M 4o.—, geb. M 55- 

LICH, Otto, Vorrichtungen im Maschinenbau n'i 
Anwendungsbeispielen. Mit 601 Fig. im Tex | 
35 Tab. (УШ, 507 S. Gr.-8°%.) Berlin, Spring: 
Hiwbd. M 120.—. 

POHLMANN, H. Tihermosbau. Konstruktion 
BE und Anwendungen. Nebst Anl: 

r.-80.) Berlin, Springer, M 16.—, . M 20.— 
т. Hauptwerk. Mit gı Textfig. (IV, 93 S.) 
2. Anlage. Korff-Petersen, Artur, u. W. Lies 
Der Einfluß von Wandkonstruktion und Heiz 
auf die Wärmeökonomie von Gebāuden in hyg" 
und wirtschaftlicher Beziehung. Mit 8 Textul 
(16 S.) , 

REUFF, Wilhelm, Stoffkunde und Warenunt« 
suchung. Verarbeitung der Textilfasern, Prüf: 
und Werten der Stoffe für Gewerbe, Handel ur: 
Schule. 3. verb. Aufl. Mit vielen Abb. OI 
210 S. Gr.-8°.) Stuttgart, J. B. Metzler. Hiwi: 
M 45.—. 

SCHLESINGER, Georg und Max Kurrein, Unt: 
suchung einer Wagerecht-StoBmaschine mit eld 
trischem Einzelantrieb und Riemenzwischengh: 
dern. Mit ı08 Textfig. u. ı5 Zahlentaf. (33: 
49.) Berlin, Springer. (Berichte des Versuch 
feldes für Werkzeugmaschinen an der Tech! 
Hochschule Berlin. H. 5.) M 16.—. 

SCHOENFELDER, L., Die Schlacht- und Yıe 
höfe. Anlage, Bau und innere Einrichtung. M 
34 Taf. (329 S. 40.) Berlin, W. Wasmuth. Brost 
М 175.—, Hlwbd. M 200.—. 

SCHRAMM, Bruno, Taschenbuch für Heizung 
monleure. 7. Aufl. Mit 122 Textabb. (162 ` 
K1.-80.) München, Oldenbourg. Kart. M 20.- 


SCHWARZER, Hermann, Landwirtschaftliche N: 
schinenkunde. 2. neubearb. Aufl. Mit 275 Te 
abb. (XVI, 284 S. Gr.-80.) Berlin, P. Pare 
Geh. M 86.80. 

SILOMON, Sicherheit in Wolkenkratzern und an 
deren Gebäuden von Berer als der übliche: 
Bauhöhe. Mit 5 Abb. (VI, 52 S. Gr.-8°.) Mün 
chen, Oldenbourg. Geh. M 24.—. 

Auf Grund der ee mit Hochbauten ı 

Amerika behandelt der Verfasser die Maßnahme: 

zur Minderung ihrer Gefährlichkeit und die Mög 

lichkeit der Zulasung höherer Bauwerke. 

STEPHAN, Paul, Die technische Mechanik de 


* 132 + 


SCHÖNE LITERATUR ж 








Maschineningenieurs mit besonderer Berücksichti- 
ung der Anwendungen. Bd. 3. Berlin, Springer. 
d Bewegungslehre und Dynamik fester Körper. 
Mit 264 Textfig. (V, 252 8 Gr.-8%.) Hiwbd. 
M 61.—. 

ERKSTOFFE. Handwörterbuch d. techn. Waren 


u. ihrer Bestandteile. Unter Mitw. zahlr. fach- 
wissenschaftl. Mitarb. herausgeg. von Paul Krais. 
Bd. 2. A (49.) Leipzig, Joh. Ambr. Barth. 

2. G bis R. (784 S. mit Abb., ı Taf.) 3. S bis Z. 
(728 S. mit Abbild., 6 Tafeln. Subskr.-Pr. je 
M ı35.—, Hiwbd. je M 160.—. 


SCHÖNE LITERATUR 


JER, Grethe, Dschilali. Geschichte eines Arabers. 
(318 S. 8°.) Stuttgart, Deutsche Verlags-Anst. 
Hiwbd. M 30.—. 


CKMANN, Johanna, Vom Zufrieden-Werden. 
Die Orig.-Abb. sind mit d. Schere geschnitten. 
(89 S. 40.) München, Rösl & Cie. Lwbd. M 62.—. 


‚RGEL, Bruno H., Gespenster, Roman. (286 S. 
8°.) Berlin, Ullstein & Co. Geh. M 22.50, geb. 
M 35.—. 

‚RYULUS, Franz, Das Ende des Feuers. Ein 
phantast. Zukunftsroman. (284 S. 80.) Berlin, 
F. Fontane & Co. Geh. M 20.—, geb. M 30.—. 


SCHER-FRIESENHAUSEN. Ein Sang aus den 
Bergen. Gedichte niedersächsisch - heimatlichen 
Charakters. (155 S. 80.) Hannover, A. Spon- 
holtz. Pappbd. M 18.—. 


RANK, Bruno, Das Weib auf dem Tiere. Ein 
Drama. (121 S. 80.) München, Drei Masken Ver- 
lag. Geh. M 14.—. 


UGMAR, B., Von Bildern, Menschen, lebenden 
und toten Dingen. Gedichte. (82 S. 8%.) Wien- 
Leipzig, Wila, Wiener ` Literarische Anstalt. 
Hiwbd. M 22.50. 
ÖNTHER, Johann Christian, Die deutsche Laute. 
Ausw. u. Einl. von Hermann Wendel. (128 S. 
8°.) Berlin, E. Reiß. Hiwbd. M 30.—. 
ASSE, Else, Kleine Blumenpredigten. (X, 113 $. 
8°.) Kempten, J. Kösel & F. Pustet. Geheftet 
М 12.—, Pappbd. M 16.—, Lwbd. M 20.—. 
AISER, Isabelle, Mein Herz. Gedichte. 3. u. 4., 
verm. Aufl. (151 S. 80.) Stuttgart, Cotta. Geh. 
М 12.—, Німа. М 20.—. 
LEINPAUL, Johannes, Anno dazumal. Verges- 
sene sächsische Anekdoten und Historietten. Mit 
17 Abb. (368 S. 80.) Leipzig, Hesse & Becker. 
Geh. M 22.—, Hiwbd. 30.—. | 
RONBERG, Simon, Chamlam. Dichtung. (102 S. 
8°.) Potsdam, G. Kiepenheuer. Geh. M 22.—. 
AND, Hans, Entgleist. Tragödie einer Künstlerin. 
(240 S. 80.) Berlin, Eysler & Co. Geh. M 18.—, 
geb. M 26.—. 
AZAR, Maria, Der Henker. Ein Akt. (46 S. 80.) 
München, Drei Masken Verlag. M 12.—. 
ILIENTHAL, Erich, Der Volkskönig. Roman. 
{317 S. 80.) Berlin, H. R. Engelmann. Geh. 
20.—. 
IEERSTEDT, Else, Der Tisch der guten Hoff- 
d, Roman. (227 S. K1.-80.) Köln, Bachem. 
Німа. М 28.—. 
(OLLER, Robert, Camera obscura. Roman. (164 S. 
и Berlin, E. Reiß. Geh. M 22.—, Pappbd. 


2 ame 


MÜNZER, Kurt, Unter Weges. Ein Wanderbuch. 
(324 S. K1.-80.) München, Rösl & Cie. Geheftet 
М 28.—, Pappbd. M 40.—. 

NAGLER, Franciscus, Das ‚Sängerfest. Fünf lustige 
Geschichten. (191 S. K1.-80.) Leipzig, G. Wigand. 
Brosch. M ı2.—, Pappbd. М 18.—, Lwbd. 
М 22.—. 

STÜBER-GUNTHER, Fritz, Wiener Wandelbilder. 
Ernstes und Heiteres. Skizzen und Novellelien. 
Wien-Leipzig, Wila, Wiener Literarische Anstalt. 
Pappbd. М 30.—. 


WELTEN, Heinz, Die blaue Flamme. Roman. 


(324 S. 8°.) Berlin, R. Bong. Geh. M 14.—;~._ 


geb. M 22.—. 


ALEMAN MATEO, Guzmann d'Alfarache. Ein 
Schelmenroman aus dem Spanischen. Neu bearb. 
von E. Buchner. (513 S. 8°.) München, A. 
Langen. Lwbd. M 70.—. 

BETUGE, Hans, Omar Khayam. Nachdichtungen. 


Q 46 S. Quer-80.) Berlin, Propyläen-Verlag. 
appbd. M 45.—. 

Die Sprüche Omars, des Zeltmachers, in neuer Über- 
tragun . 


Derselbe, Pfirsichblüten aus China. Nachdichtungen 
chinesischer Lyrik. Mit 6 Orig.-Lith. v. Georg A. 
Mather. Coon S., Gr.-80.) Berlin, E. Rowohlt. 
Hiwbd. M 60.—, Rohseide M 200.—. 

BLOK, Aleksandr, Stichotvorenija. Kniga 1. Ge- 
dichte. Berlin, Slowo-Verlagsgesellsch. |Ullstein ]. 
1. (1898— 1904.) Ante lucem. Stichi o prekas- 
noj dame. Rasput’ja. Ante lucem. Verse von der 
schönen Dame. Kreuzwege. Mit ı Titelb. (255 S. 
80.) М Зо.—. 

CERNYI, Sasa, Raduga. Russkie poety dlja dètej. 
Oblozka i risunki K. L. Boguslavskoj. Der Regen- 
bogen. (417 S. 80.) Berlin, Slowo-Verlagsgesell- 
schaft [Ullstein]. M 45.—. 

DOSTOJEWSKI, Fiodor, Verbrechen und Strafe. 
a Bde. (Je 320 S. K1.-80.) Potsdam, G. Kiepen- 
heuer. Pappbd. je M 35.—. | 

FRANCE, Anatole, Der fliegende Händler und meh- 
rere andere nützliche Erzählungen. Übers. v. Ger- 
trud v. Grootheest. (282 S. 80.) München, Kurt 
Wolff. Pappbd. M 40.—. 

GOBINEAU, Arthur, Die Renaissance. Historische 
Szenen. Übersetzung, Einleitung u. Erläuterungen 
von Anna Brunnemann. Mit 15 Abb. (415 S. 
8%.) Leipzig, Hesse & Becker. Hlwbd. M 60.—, 
Lwbd. M 80.—, Hpertbd. M 125.—. 

GOGOL, Nikolaus Nikolaj Vasil’evic, Die toten 
Seelen. Roman. Übertr. v. Otto Buek. (XIII, 427, 
220 S. 80.) Berlin, Propyläen-Verlag. Pappbd. 
М 37.50, Hldrbd. M 75.—. 


* 139 * 


і 


ж JUGENDLITERATUR 





IBSEN, Henrik, Peer Gynt. Ein dramat. Gedicht. 


Deutsch von Ludwig Fulda. 3. verb. Aufl. (234 S. 
80%.) Stuttgart, Cotta. Geh. M 18.—, Hlwbd. 
1 


M 28.—. 


MAGNUSSEN, Julius, Gottes Lächeln. Übertr. v. 
Else v. Hollander. (154 S. 80.) München, Verlag 
der Weißen Bücher. Pappbd. M 25.—. 


MERESCHKOWSKIJ, Dmitrij, Der vierzehnte De- 
zember. Roman. Deutsch von Alexander Elias- 
berg. (424 S. 80.) München, Drei Masken Ver- 
lag. Geh. M 42.—, geb. M 52.—. 


PETRONIUS, Die Abenteuer des Encolp. Ein heid- 
nischer Roman in zwei Büchern. (240 S. 8°.) 
Hannover, Steegemann. Geb. M 30.—. 

Der Neuausgabe des „Satyricons“, das man wohl als 

einen Schlüsselroman aus Neros Zeit bezeichnen 

kann, liegt die Übertragung Wilhelm Heinses zu- 
grunde. 


RABELAIS, Des Frangois Rabelais Gargantua und 
Pantagruel. Neuausg. in a2 Bänden. Verdeutscht v. 
Engelbert Hegaur und Dr. Owglaß. (378, 300 S. 
80, München, A. Langen. Lwbd. M 120.—. 

RERICH, Nikolai, Cvety Morii. Gedichte. (127 S. 
80.) Berlin, Slowo-Verlagsgesellschaft [Ullstein]. 
M 20.—. 


ROLLAND, Romain, Peter und Lutz. Eine Erz. 
Übertr. von Paul Amann. (186 S. 80.) München, 
Kurt Wolff. Geh. M 24.—, Hlwbd. M 40.—. 


RUGGI, Lorenzo, Das Herz und die Welt. Komödie 
in 3 Akten. Übers. v. Margarete v. Schuch-Man- 


kiewicz. (gr S. Gr.-80.) Wien, Amalthea- 
lag. M 12.—. 

SINCLAIR, Upton, Der Liebe Pilgerfahrt. Rc 
(272 S. 40.) Potsdam, G. Kiepenheuer. Par 
M 50.—. 

STRINDBERG, August, Moses. Sokrates. Chri 
Eine welthistorische Trilogie. Aus дет № 
übertr. v. Emil Schering. Mit der Einle: 
Der bewußte Wille in der Weltgeschichte. (:'t 
Сг.-80.) München, G. Müller. Geh. M A 
Pappbd. 58,50, Lwbd. M 71,50, Hldrbd. Mar.- 
2 Bde. (je 320 S. K1.-80.) 

Über die Entstehung dieser Trilogie schreibt Sir. | 

berg in einem Briefe an Emil Schering im Ji^ 

1902: „Als ich meine letzten Novellen vom „l: - 

meer‘ geschrieben hatte, sah ich еіп. даб еіпе Г:: 

in meiner Arbeit eintreten mußte. Um mir die Z. 

zu vertreiben, las ich die ganze Weltgeschi 

durch. Diese seltsame Geschichte, die mır m?! 

wie ein Räuberroman vorgekommen war, offent'r! 

sich jetzt als gedichtet von ‚Einem bewußten Wil= 
und ich fand Logik in ihren Antinomien, eine R-=; 

tante ihrer widersprechenden Komponenten.“ 1": 

Band sind zahlreiche Briefe Strindbergs аш 7 

Zeit der Entstehungsgeschichte beigegeben. 

SVENSON, J., Die Stadt am Meer. Nonnis t= 
Erlebnisse. Mit ra Bildern. (VI, 384 S. > 
Freiburg i. Br., Herder & Co. M 43.—, Pappi 
M 54.—. 

VERHAEREN, Emile, Gedichte. Aus d. Frar:: 
übers. von Erna Rehwoldt. (180 S. 8°.) Bor- 
A. Juncker. Pappbd. M 30.—. 









JUGENDLITERATUR 


ARMAND, Friedrich August, Karl Scharnhorst, 
Abenteuer cines deutschen Knaben in Amerika. 


(258 S. 80.) Köln, Schaffstein. Hlwbd. M 30.—. 
ARNTZEN, Johanna, Vom Heiland und seinen 


Freunden. Jugendlegenden. Mit vielen Scheren- 
schnitten von J. Meidinger. 2 Bde. (180, 184 S. 
8%.) München, Kösel & Pustet. Pappbd. je 
M 28.—. 


BAUMGARTEN, Fritz, Fūr unsere Kleinsten. (8 Bl. 
mit farb. Abb. 24X32 cm.) Leipzig u. Berlin, 
A. Anton & Co. Kart. M 14.—. 


BEREND, Alice, Muhme Rehlen. Märchen. (148 S. 
80%.) Köln, Schaffstein. Hiwbd. M 25.—. 


BIEGLER, Fernande, Märchengarten. (36 S. 31X 
23,9 cm.) Leipzig, Anton. Pappbd. M 40.—. 


BONUS, Arthur, Isländerbuch. Sammlung altgerm. 
Bauern- und Königsgeschichten. Jugendauswahl. 
Herausgeg. v. Kunstwart. 2. verm. Aufl. (172 S. 


8°.) München, Callwey. Pappbd. M 22.50.—. 


CGASPART, Von Himmel und Erde. Bilder von Ger- 
trud Caspari. Geschichten von Adolf Holst. (32 S. 
19.) Leipzig, A. Hahn. Hlwbd. M 24.—. 

ECKERSKORN, Joseph, Der Märchenbrunnen. 
Neue Märchen für Kinder. Mit 12 Vierfarbendr. 
nach Orig. v. Karl Max Schultheiß. (70 S. 8°.) 
München, Kösel & Pustet. Pappbd. M 25.—. 


ELKAN, Adele, Hilde Gerstners Studienzeit. F.: 
Erzählung f. junge Mädchen. Mit 4 farb. Bili- 
v. Brynolf Wennerberg. (158 S. 80.) Leipz 
Abel & Müller. Pappbd. M 15.—. 

HARBOU, Thea von, Von Englein und Teufelc!- 
то Märchen mit teilweise farb. INustr. v. Wer 
Hahmann. (140 S. 4°.) Stuttgart, Union. Pir: 
band M 42.—. 

HASEN und EIER. Ein Osterhasenbilderbuch r 
Versen von Bernhard Flemes und Bildern * 
Eugen Oßwald. (16 S. 80.) Hannover, Mu::: 
& Co. Hlwbd. M 17.—. 

KAGER, Erica v., Ein Blumenbuch. (II, т2 S.C 
4°.) Wien, Amalthea-Verlag. Brosch. M 90.—- 
Bilderbuch für Kinder mit vıelfarbigen Reprodi 

tionen auf steifem Zeichenkarton. 

KEMPIN, Lely, Glückliche Kinderzeit. Lichtbil:' 
Verse u. Geschichten f. kleine u. große Kinz” 
Mit 53 Textabb., g z. T. farb. Einschaltb. u ` 
farb. Umschlagb. 4., veränd. u. erg. Aufl. (56` 
Gr.-8°.) Bielefeld u. Leipzig, Velhagen & К 
sing. Pappbd. M 27,30. 

LUCIAN, as oder der Esel. Mit Bildern vo: ' 

. Kley. (95 S. Gr.-80.) Leipzig, Anton. Liebhal“' 
ausg. in Hldr. M 90.—. 

MARCHEN-ALMANACH. Herausgeg. von (Le 
Hepner. N. F. Bd. r. Mit Abb. nach Ongin:!* 
von Georg Erler u. a. (r22 S. 80.) {шш 
Franckhache Verlagshandlung. Hlwbd. M 19° 


= ж 134 + 


ILLUSTRIERTE BÜCHER / LIEBHABERDRUCKE / ORIGINALGRAPHIK 


Ж 








AÄRCHENBUCH, Das. Berlin, Bruno Cassirer. 
Bd. XI: ‚Gebrüder Grimm, Bruder Lustig 
und anderes. Mit Zeichnungen von Graf L. von 
Kalckreuth. (104 S. 80.) Pappbd. M 25.—. 
„HLAU, Helene von, Die wahre Heimat. Erzäh- 
lung f. junge Mädchen. Mit 4 farb. Bildern у. 
Felix Schwormstädt. (126 S. 80.) Leipzig, Abel 
& Müller. Pappbd. M 15.—. 
"LLER-WUNDERLICH, Marie, Allerhand lu- 
stige Märlein fürs liebe Kindchen. Zeichnungen 
von Fritz Baumgarten. (16 S. 22,5 X 29,5 cm.) 
Leipzig, Anton. Pappbd. M 16.—. 

eselbe, Lachende Welt. Mit Bildern von Fritz 
Baumgarten. (16 S. 23X 29 cm.) Ebenda. Papp- 
band М 14.—, unzerreißbar М 17.—. 

\TALIA, Schwester Maria, Ursuline, Ich klopfe 
an! Kommuniongeschichten f. 4. Jugend. Mit 
Buchschm. v. Bruder Notker Becker. (VII, 170 S. 
8%.) Freiburg i. Br., Herder & Co. M 33.—, 
Hlwbd. М 48.—. 

\KEL OTTO-BUCH. (158 S. 8°.) Berlin, Ull- 
stein. Geb. M 50.—. 

n lustiges Kinderbuch. 

:LIZÄUS, Hedwig, und J. Müller-Liebenwalde, 
Schatten im Grünen. Lustige Scherenschnitte mit 
Reimranken f. kleine und große Kinder. (22 S. 
15,9 X 24,5 cm.) Neudamm, J. Neumann. Brosch. 
M 20.—. 

ISLER, Franz, Der Schnellzeichner. Ein neues 
Malbuch für Schule und Haus. (28 S. 4°.) Leip- 
zig, A. Hahn. Pappbd.M 15.—. 

-HANZ, Frida, Inniges und Sinniges. Bilder von 
Ludwig Richter. (46 S. K1.-80.) Leipzig, G. Wi- 
gand. Pappbd. M 8.—. 

ее. Aus Großvaters Kinderzeit. Mit Bildern 
0 Theodor Hosemann. (46 S. K1.-8%.) Ebenda. 
TEINKOPFS JUGENDBÜCHEREI. Ва. 1—16. 
iJe 24—32 S. 80.) Stuttgart, J. F. Steinkopf. 
Gch. je M 1.—. 

I. Kögel, Dörthe, Als Walter mit dabei war. 
Eine Sturmflutgeschichte u. a. 

2. Lenk, Margarete, Lotte. Erzählung aus der 
` gulen, alten Zeit. 


3. Wildermuth, Ottilie, Eine Königin. Er- 
zählung. 

4. Titelius, M., Der Markt zu Ravensburg. 
Erzählung. 

5. Boe Ké h-Arnold, Ella, Lieses Weihnachts- 
fest und andere Tiergeschichten. 

6. Frommel, Emil, Eine Bubenreise im alten 
Stil. Erzählung. 

7. Derselbe, Aus der Jugendzeit. 

8. Winter, C., Des Glückes Geheimnis. Er- 
zählung. 

9. Dieselbe, Gewitterschwüle. Erzählung. 

10. Adelung, Sophie u. Olga v. Ottoles Weih- 


nachtsferien. Eine nachträgliche Feier. Erzäh- 
lungen. 

11. Weitbrecht, Gottlieb, Das elfte Gebot. 
Erzählung. 


12. Titelius, M., Im Korbwagen. Erzählung. 
13. Jung, Fritz, Der Lord. Erzählung. 


ı4. Schieber, Anna, u. Elisabeth Halden, Drei | 


Weihnachtsgeschichten. 
19. Adelung, Sophie v., Der Pikkolo. Erzäh- 
lüng. 

16 Wildermuth, Оше, Der Sandbub. Eine 
Geschichte von vor 100 Jahren. 

WALTER, Robert, Wir wollen ins Himmelschlöß- 
lein fahren. Kindergedichte mit vielen Schwarz- 
zeichnungen und farb. Einschaltbildern von Ph. 
Herrmann. (61 5. Gr.-80%.) Braunschweig, G. 
Westermann. Hlwbd. M 156.—. 

WENZ-VIETOR, Else, Hochzeit im Walde. (14 S. 
Kl.-4°.) Leipzig, A. Hahn. Pappbd. M 6.50. 

Dieselbe, T sching-Isching-bum-bum. (14 S. Kl.-4°.) 
Ebenda. Pappbd. M 6.50. 

\WIEDERKEHR, Gustav, Allerlei Kinderkäuze. Mit 
Abb. (VI, 74 S. Gr.-8%.) Mannheim, J. Bens- 
heimer. Pappbd. М ı12.—. 

WÖRISHÖFFER, Sophie, Durch Urwald und 
Wüstensand. Kl. Ausg. Mit 16 Vollbildern. (IV, 
332 S. 80.) Bielefeld und Leipzig, Velhagen & 
Klasıng. Pappbd. M 25.20. 

Dieselbe, Onnen Visser, der Schmugglersohn von 
Norderney. Kl. Ausg. Mit 16 Vollbild. (IV, 3008S. 
80.) Pappbd. M 25.20. 


ILLUSTRIERTE BÜCHER, 


‚IEBHABERDRUCKE, 


ÖRINTH, Lovis, Kompositionen. то Rad. (3 S., 
го Taf. 418%x 36 cm.) Berlin, Propyläen-Verlag. 
Ausg. A: Auf Japan unter Passepartout, Ldr.- 
Mappe M 3750.—; Ausg. B: Auf Bütten, Hlw.- 

‚ Mappe M 2000.—. 

»ESSNER, Salomon, Idylien. Lithogr. u. Vignetten 
von Hugo Steiner-Prag. (153 S. 8%.) Berlin, 

‚E. Reiß. Hidrbd. M 130.—, Ldrbd. M 1300.—. 

»NOSSMANN, Rudolf, Lebenskomödie. ı2 Lith. 
Vorwort von Julius Elias. (V S., ı2 Taf. 55,5 X 
42,5 cm.) Berlin, Propyläen-Verlag. Ldr.-Mappe 
M 1800.—, Hiw.-Mappe M 800.—. 

IASENCLEVER, Walter, Gedichte an Frauen. 
gc > 1%.) Berlin, E. Rowohlt. Pappband 
U I90.—, 


ORIGINALGRAPHIR 


HEINE, Heinrich, Spanische Romanzen. Mit Rad. 
von Hugo Steiner-Prag. (92 S. 4°.) Berlin, Pro- 
pyläen-Verlag. Ausg. A: Auf Japan, Ldrbd. 
\l 2000.—; Ausg. B: Auf Bütten, Seidenbd. 
\ 1200.—; Ausg. C: Hldrbd. M 790.--. 

KLETTENBERG, Susanne von, Neue Lieder. 1765. 
Paks.-Neudr., nach d in d. Stadtbibliothek zu 
Frankfurt a. M. aufgefund. Handex. d. Dichterin 
herausgeg. von Prof. Dr. Emil Sarnow. (16, 7®. 
Kl.-8%.) Frankfurt a. M., Frankfurter Verlags- 
Anstalt. Pappbd. M 40.—. 

MORECK, Curt, Triumph der Licbe. Ein Venus- 
spiegel. Die schönsten Liebesnovellen d. Welt- 
literatur. Gesammelt u. mit einer Binl. versehen. 
Mit 32 Abb. nach Gemälden berühmter Meister. 


A KUNST ' s 
Ge 


(362 S. 80.) Berlin, Deutsches Verih. Bong & Co. 
Hiwbd. M 40.—, Lwbd. M 50.—, Hldrbd. M 90.—. 
PECHSTEIN, H. Max, Das Vater Unser. Holzschn. 
(12 Taf. 61,5%X42,5 cm.) Berlin, Propyläen-Ver- 
lag. Ausg. A: Holzschnitte mit der Hand kol., 
Schweinsldr.-Mappe M 3125.—; Ausg. B: Ein- 
farb. Holzschnitte, Hliw.-Mappe M 1000.—. 
STRAUSS, Richard, Krämerspiegel. 12 Gesänge von 
Alfred Kerr für eine Singstimme mit Klavier- 
begleitung, komp. von Richard Strauß, opus 66. 
Die Zeichn. rad. Michel Fingesten auf d. Stein, 
d. Textschrift entwarf Emil Rudolf Weiß. (47 ВІ. 
20.) Berlin, Paul Cassirer. Hpergtbd. M 3000.—. 
STUCKEN, Eduard, Das Buch der Träume. Mit 





ı0 Original-Steindr. von Ludwig von Hofmar: 
(66 S. 4°.) Berlin, E. Reiß. Ausg. A: Pergü- 
М 900.—, Ausg. B: Hpertbd. M 200.—. 

WENNERBERG-ALBUM. зо farb. Kunstblätt: 
Mit Vorwort des Künstlers. (IV, 24 S. Gr.-:: 
Berlin, Dr. Eysler & Co. M 75.—. 


SHAKESPEARE, William, Troilus und Cressid: 
Übers. von Hans Rothe. Mit ı2 farb. Lith. vc 
Kurt Werth. (147 S. 40.) Leipzig, Insel-Verlag . 
Komm. (Drucke der Staatlichen Akademie fi: 
рерин Künste und Buchgewerbe zu Leipriz 

ruck ı.) Geh. in Hiw.-Kasten M Abo Hi 
pergibd. M 600.—. 


KUNST 


BOEHN, Max von, Biedermeier. Deutschland von 
1815— 1847. 3. Aufl. Mit 290 Illustr, 4 hand- 
kol. Lichtdr. und 4 farb. Taf. naclı Franz Krüger. 
(584 S. Lex.-80.) Berlin, B. Cassirer. Lwbd. 
M 300.—. 

Die neue Auflage des jahrelang vergriffen gewese- 

nen Werkes enthält zahlreiche neue Abbildungen. 

FRIEDLÄNDER, Max J., Peter Bruegel. Mit 
101 Abb. (203 S. Gr.-80.) Berlin, Propyläen- 
Verlag. Hiwbd. M 187.50, Hldrbd. M 225.—. 

In der vorliegenden Monographie zeigt Friedländer 

auf Grund jahrelanger intimer Beschäftigung mit 

dem Thema, wie Vorzüge und Mängel, Stärke und 

Schwäche in der Kunst Brucgels unlösbar und not- 

wendig miteinander verknüpft sind. 

HALM, Philipp Maria, Adolf Daucher und die Fug- 
gerkapelle bei St. Anna in Augsburg. Mit 67 Abb. 
(1108. Fol.) München, Duncker & llumblot.Kart. 
М 120.—. 

Dieses neue, 6. Heft der von Professor Jakob 

Strieder herausgegeb. Studien zur Fuggergeschichte 

gibt cine erschöpfende Untersuchung über die Grab- 

kapelle von St. Anna, die man als die „Wiege der 

Renaissance ın Deutschland“ bezeichnet hat. Die 

Darstellung, die baugeschichtlich und stilkritisch 

gleich interessant ist, wird durch alte Zeichnungen, 

Stiche und Abbildungen der plastischen Bildwerke 

unterstützt. 

HOFMANN, Friedrich H., Nymphenburg. Ge- 
schichte der bayrischen Porzellan-Manufaktur. 
3 Bücher. Mit hoo Abb. von etwa 700 Binzel- 
stücken, 24 Taf. u. 2 Markentaf. Bd. 1. Mit 
183 Textabb. u. 8 [davon 6 farb.] Taf. (XIV, 
200 S.) Leipzig, K. W. Hiersemann. Bd. 1/2 
је М 800.—. 

Der erste Band gibt eine bis ins Detail gehende wirt- 

schaftliche Geschichte der Nymphenburger Fabrik, 

ihres inneren und äußeren Entwicklungsganges, der 
zweite hehandelt den Werkbetrieb und das Personal, 

der dritte die Produktion und den Verschleiß. Bd. 2 

und 3 sollen noch im Laufe dieses Jahres folgen. 

Der Kauf des ersten Bandes verpflichtet zur Ab- 

nahme des ganzen Werkes. 

JAHRBUCH der jungen Kunst. Herausgeg. von 
Georg Biermann. Bd. 2. 1921. (XI, 355 S. mit 
Abb.) Leipzig. Klinkhardt & Biermann. Hilwbd. 
M 100.—, Hldrbd. M 300.—. 


MCLLER-FREIENFELS, Richard, Psychologie da 
Kunst. Bd. ı. (Gr.-8°.) Leipizg, Teubner. 
1. Allgemeine Grundlegung und Psychologie 4: 
Kunstgenießens. 2. vollst. umgearb. u. verm. Auf; 
Mit g Taf. (248 S.) Geh. M 50.—, geb. M 60.— 

NEUGEBAUER, Rudolf, u. Julius Orendi, Ha:.. 
buch der orientalischen Teppichkunde. Mit eir- 
Einf. von Richard Graul. Mit 152 teilw. ganzs..:. 
Textabb., ı Titelb., 16 mehrfarb. Taf., 12 Mous 
blättern, ı Karte. (XII, 246 S. Gr.-8°.) Leipz:: 


K. W. Hiersemann. (Hiersemanns Handbüch-: 
Bd. 4.) Hiwbd. M 60.—. 
ROSENBERG, Adolf, Handbuch der Kuns 
geschichte. 3. verb. u. verm. Aufl. Mit 934 Als 
im Text u. 48 Beil. in Farbendr. Herausgeg. v:: 
Hans Rosenhagen. (VIH, 683 S. 40.) Bielefei: 
und Leipzig, Velhagen & Klasing. Geh. M 147.- 
geb. M 168.—. 
SAUERLANDT, Max, Emil Nolde. Mit roo Tı: 
München, Kurt Wolff. Lwbd. M 250.—. 
SCHMIDT, Adolf, Bucheinbände aus dem ХІҮ 
bis XIX. Jahrhundert in der Landesbibliothek r 
Darmstadt. Mit 162 Abb. auf 100 Taf. u. 2 Text 
abb. (42 S. Fol.) Leipzig, K. W. Hiersemar:, 
M 3600.—. 
Der Band enthält die schönsten Stücke aus d&: 
reichen Darmstädter Bibliothek, in ein- und melt, 
farbigen Nachbildungen. Es befinden sich darunt: 
die berühmten sächsischen Einbände Jacob Krauß: 
u. а., ferner Arbeiten von Antoine Michel Pad: 
loup, Leeder-, Pergament-, und Seidenbände rui 
Stickerei, Atlasbände mit Gouachemalerei und an- 
dere mehr. | 
SIREN, Oswald, Toskanische Maler im XIII. Jahr- 
hundert. Mit 137 Abb. auf ı30 Taf. (340° 
Gr.-8%.) Berlin, Paul Cassirer. Lwbd. M 350.—: 
Hldrbd. M 450.—. 
Der bekannte schwedische Forscher gibt hier eine 
zusammenfassende Untersuchung über die groß 
Maler und Malerschulen des Ducento. Die Take 
in Doppelton zeigen vielfach bisher noch nicht ге- 
prodizierte Werke. 
VALENTINER, Wilh. R., Georg Kolbe. Mit zahlr. 
Abb. München, Kurt Wolff. Hliwbd. M 150.—. 
Das Buch gibt Einblick in das zeichnerische un! 
plastische Werk eines der bedeutendsten lebenden 


Künstler Deutschlands. 


+ 136 + 


MUSIKLITERATUR «x NEUE MUSIKALIEN * 





MUSIKLITERATUR 


RHARDT, Otto, Die Inszenierung von Hans Pfitz- 
ners musikalischer Legende Palestrina. Vollständ. 
Rtegiebuch in Übereinstimmung mit der Spiel- 
leitung des Dichterkomponisten. Mit mehreren 
Notenbeispielen, Stellungsskizzen und Szenenabb., 
sowie einem bühnentechnischen Anhang. (76 S. 
Gr.-8%.) Berlin, Fürstner. 

iese wichtige Veröffentlichung auf dem Gebiet 
r modernen Öpernregie ist für den Theaterlieb- 
ıber ebenso interessant wie für den Fachmann. Von 
nem lehrreichen Einzelfall wird der Blick auf das 
'esen der neuen Regieführung überhaupt gelenkt, 
ıf die Probleme der Massenszenen, der Beleuch- 
ng, des Kostüms usw. 


ALAUER, Musik-Lexikon. (Musikalische Schnur- 


ren und Satiren.) (64 S. 8%.) Leipzig, Steingräber. 
Geh, M 7.—, geb. M 12.—. 

KAPP, Julius, Das Opernbuch. Eine Geschichte d. 
Oper und ein musikalisch-dramat. Führer durch 
d. Repertoireopern (524 S. K1.-80.) Leipzig, Hesse 
& Becker. Hiwbd. M 35.—, Lwbd. M 42.—. 

KLINGLER, Karl, Über die Grundlagen des Violin- 
spiels. (VIII, 83 S. Gr.-8°%.) Leipzig, Breitkopf 
& Härtel. Geh. M ı5.—, geb. M 22.50. 

PFITZNER, Hans, Von deutscher Seele. Textbuch. 
(10 S. K1.-8%.) Berlin, Fürstner. M 3.—. 

WUTHMANN, Ludwig, Beispiele, Aufgaben und 
Anmerkungen zu Felix Draesekes ‚Der gebundene 
Sul“. Lehrbuch für Kontrapunkt und Fuge. Han- 
nover, L. Oertel. M 5.—. 


NEUE MUSIKALIEN 


ORCHESTERMUSIK 


ODARD, B., Op. 54: II. Mazurka in B-Dur für 
Orchester. (30 S. 40.) Berlin, Fürstner. M 40.—. 
ORENA, C., Denkmal an Franz Liszt. Phantasie 
über bekannte Werke. Für Salonorchester. Berlin, 
C. M. Roehr. M 32.—. 

FITZNER, Hans, Op. 20: Christelflein. Fantasie 
für Orchester. (73 S. 40.) Berlin, Fürstner. 
М 40.—. 


KLAVIERMUSIK 


IRSCHNER, Otto, Technische Elementarübungen, 
Tonleiter- und Akkordstudien für Klavierspieler. 
(13 S. Gr.-4°.) Köln, P. J. Tonger. (Ausgabe 
Tonger. Bd. 711.) Geh. M 10.—. 

ie Elementarstudien sind durchweg mit eingehen- 
еп Anweisungen für den praktischen Gebrauch 
ersehen. Einleitend ist auch das wichtigste über die 
rschiedenen Anschlagsarten gesagt. 

LAUWELL, Otto, Studien-Album für Klavier. 
Bd. ı—4 in ı Bde. (179 S. — Köln, P. 
J. Tonger. (Ausg. Tonger. Bd. 656.) Geheftet 
М 30.—, geb. M 42.—. 

las Studien-Album will die üblichen „Klavier- 
hulen“ ergänzen, die Technik des Schülers för- 
ern und seinen Geschmack bilden. Die wichtigsten 
ormen der Klavierkomposition sind vertreten: Etü- 
en, Sonatinen, Präludien, Märsche usw. Finger- 
lz und sinngemäße Phrasierung sollen zu kor- 
“Меп Spiel anhalten. Von der Mittelstufe aus- 
ehend steigen die Anforderungen bis zu Aufgaben 
on vorgerückter Schwierigkeit. 


CHMALSTICH, Clemens, Hugo Wolf-Suite. Lie- 





der aus der Jugendzeit für Klavier. (13 S. Gr.- 
4°.) Berlin, Bote & Bock. M 14.—. 

Derselbe. Improvisationen über beliebte Arien und 
Lieder für Klavier. Nr. 3: Ein Obdach gegen 
Sturm von Rob. Kahn; Nr. 5: Des Kindes Gebet 
von Max Reger. (Je 7 S. Gr.-8°%.) Ebenda. Je 
М 14.—. 


"VOKALMUSIK 


RINKENS, Wilhelm. Sechs Lieder für hohe Stimme 
mit Klavierbegleitung. Op.9. Nr. 1—6. Stimme 
der Sehnsucht (Karl Busse), Der Lebensweg 
Frh. von Münchhausen), Wilde Liebe (Karl 

usse), Trost (G. A. Gerbricht), Mariä Wiegen- 
lied (Albert Geiger), Frieden (Albert Sergel), 
Leipzig, Fr. Kistner. Je M 7.—. 

Derselbe. Sechs Lieder für mittlere Stimme mit 
Klavierbegleitung. Op. 1o. Nr. 1—6. Banger 

` Abend (Otto Julius Bierbaum), Andacht (Curt 
Böhmer), Heilige Nacht (Max Bewer), Ver- 
heißung (Richard Dehmel), Der neue Weg (Leo 
Heller), Tanzmusik (Leo Heller). Ebenda. Je 
M 7.—. 

PFITZNER, Hans, Vier Lieder. Opus 29, Nr. 1—4. 
Abbitte (Hölderlin), Herbsthauch (Rückert), Will- 
kommen und Abschied (Goethe), Die stille Stadt 

Dehmel). Für eine Singstimme mit Klavier. (5, 
‚ı2, 6 S. Gr.-40.) Berlin, Fürstner. Nr. ı, 2 
u. 4 je M 10.50, Nr. 3 M 17.50. 

WOLF, Hugo, Zwei geistliche Lieder für eine Sing- 
stimme und Klavier oder Harmonium. (Ergebung: 
Dein Wille, Herr, geschehe; Letzte Bitte: Wie 
ein todeswunder Streiter.) (Je3S.Gr.-4°.) Berlin, 
Bote & Bock. Je M 10.50. 





ie Preise sind die von den Verlegern für Deutschland festgesetzten Verkaufspreise, vorbehaltlich etwaiger 
nderungen, die durch Schwankungen in den Herstellungskosten. verursacht werden. œ Die Lieferung 
D das Ausland erfolgt auf Grund der vom Börsenverein der deutschen Buchhändler erlassenen Bestimmungen, 
ronach für Länder mit höherer Valuta ein Aufschlag hinzuzurechnen ist. Einige Verleger haben besondere 
Auslands- Preise angesetzt. Die Bücher können durch jede Buchhandlung bezogen werden. 














'erantwortlich für die Redaktion: DR.KARL BLANCK опа DR. FRIEDRICH MICHAEL x LEIPZIG 


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WIE MAN BERÜHMT WIRD 
AUS DEN LEBENSERINNERUNGEN VON PAUL DEUSSEN 


[ya August des Jahres 1889 war gekommen; wir verzichteten auf eine größere Reise, 
schon weil ich im September den Orientalistenkongreß in Stockholm und Christiania 
u besuchen gedachte... 

In Kopenhagen traf ich mit Weber und andern alten Freunden zusammen, wir fuhren: 
ach Malmö hinüber und waren, was den Transport und teilweise auch die Verpflegung 
etrifft, von da an Gäste des schwedisch-norwegischen Staates. Ein bereitstehender Extrazug 
ührte uns in der Nacht und am folgenden Tage von Malmö direkt nach Stockholm, wo wir 
m Nachmittage eintrafen und Wohnung fanden. Am nächsten Tage eröffnete König Oskar 
1 eigener Person, mit einer vortrefflichen französischen Ansprache, die Sitzungen, wie er 
enn auch weiterhin nicht selten denselben beiwohnte und bei der Schlußsitzung in Stock- 
olm der Wissenschaft die Huldigung zollte, daß er eine lateinische Ansprache hielt, welche 
\iteinem kräftigen „Dixi!“ schloß und mit lauten Beifallsbezeigungen aufgenommen wurde... 
Die Stockholmer Tage schlossen mit einem großen Diner, von welchem aufstehend wir 
ns sofort zum Bahnhofe begaben, um in einem sehr bequemen Extrazuge vom Abend spät 
is zum folgenden Nachmittag die weite Strecke nach Christiania zurückzulegen, wo der 
weite Teil des Kongresses folgen sollte. Am Abend war Begrüßung mit Konzert in den 
'reimaurerlogen. Alles war in fröhlicher Stimmung und unterhielt sich um so lebhafter, 
Is man sich von Stockholm her schon kannte. Da sehe ich Max Müller, sonst so sehr um- 
угт, etwas trübselig dasitzen. Ich erkundige mich nach seinem Befinden. „Асһ,“ 
ıgte er, „mir geht's recht übel. Von den Tagen in Stockholm und der langen Eisenbahn- 
ahrt fühle ich mich ermüdet, soll nun morgen vor 600 Personen die Eröffnungsrede halten 
nd weiß nicht, worüber ich reden soll.“ — „Sprechen Sie doch über Sprachwissenschaft.‘' 
- „Dazu habe ich keine Materialien bei mir.‘ — „Sprechen Sie über Ihre Rigvedaausgabe.‘' 
- „Darüber habe ich schon in Stockholm gesprochen, was soll ich nur machen?“ — „Da 
st doch der wundervolle Schöpfungshymnus, Rigveda 10, 129, über den Sie sich in Ihrer 
iteraturgeschichte so begeistert äußern, wollen Sie nicht über den sprechen?“ — „аз. 
äre en Gedanke, aber ich habe keinen Veda mit, haben Sie einen bei sich?‘ — ‚Das nicht, 
ber den Hymnus kann ich Ihnen aus dem Gedächtnis aufschreiben; kommen Sie mit, wir 
nachen die Sache sogleich!‘ Wir setzten uns an einen isolierten Tisch, ich nahm zwei 
(onzertprogramme zur Hand und schrieb auf die leere Rückseite unter dem dröhnenden 
chall der Musik den Hymnus in Sanskrit nieder. Inzwischen hatte sich die Gesellschaft 
erlaufen, und ich begab mich mit Max Müller auf den Heimweg zum Hotel Viktoria, wo 
vir beide wohnten. Unterwegs teilte ich ihm alles mit, was ich über Form und philo- 
ophische Bedeutung dieses Hymnus in Kopf und Herzen trug und so oft vor meinen Zu- 


+ 155 + 


ж DEUSSEN/ WIE MAN BERÜHMT WIRD 1 
Be 
hörern entwickelt hatte. Ich bereitete meinen alten Freund auf seine morgige Rede vor ux 
ahnte nicht, daß ich mich selbst vorbereitet hatte. „Ach,“ sagte Max Müller, ‚wenn ic 
diese Nacht schlecht schlafe, wie das bei der aufregenden Aussicht auf morgen möglı: 
ja sogar wahrscheinlich ist, so hilft mir das alles doch nicht.“ — Mutwillig versetzte ı.. 
„Seien Sie ganz ruhig, wenn Sie morgen nicht aufgelegt sind, so mache ich die Sache {: 
Sie.“ — Das war nicht sehr ernst gemeint, denn, sagte ich mir, wie würde sich ein М: 
Müller die Gelegenheit entgehen lassen, in einer feierlichen Sitzung vor allem, was ¥ 
wegen an Zelebritäten besaß, zu reden. Wir nahmen Abschied, ich schlief sehr ruhig, w 
ich mir denn überhaupt vorgenommen hatte, auf diesem Kongreß gar nicht hervorzutrete 
sondern nur meinem Vergnügen zu leben. 

Aber es kam anders; als ich am andern Morgen an meinem Waschtische stehe, klo: 
es an und herein tritt Max Müller. ‚Ich habe mir überlegt,‘ sagte er, „ich könnte ein p: 
einleitende Worte reden, einer der Inder könnte den Hymnus in seiner Weise absinz 
und dann könnten Sie über die Bedeutung des Hymnus sprechen.“ Gesagt, getan, ¢ 
große Saal war von einer glänzenden Versammlung, über 600 Personen, gefüllt. Max Mü! 
leitete die Sitzung ein. Es erfolgte der Singsang des Inders, dann rief mich Max Miül 
auf, und frisch und freudig, nicht ermüdet durch die aufregenden Stunden der Ve 
erwartung, im Bewußtsein, wohl nie wieder vor einer so großen und illustren Versam 
lung reden zu können, entwickelte ich in begeisterten Worten die herrliche Form, den tie! 
philosophischen Gehalt des Hymnus, welcher von Vers zu Vers tiefer und tiefer ın ı 
Geheimnis der Schöpfung einzudringen sucht, bis er vom kalten Zweifel ergriffen s 
fragt, ob er nicht zu weit gegangen, ob überhaupt ein Mensch imstande sei, das Rätsel 
Schöpfung zu lösen, und mit den Worten schließt: 


Er, der die Schöpfung hat hervorgebracht, . 

Der auf sie schaut vom höchsten Himmelslicht, 

Der sie gemacht hat oder nicht gemacht, 

Der weiß es, — oder weiß auch er es nicht? 


Im Anschluß an diese letzten Worte verstieg ich mich bis zu der Behauptung, daß 
höchste Wesen über alle Persönlichkeit erhaben sei, und schloß mit der Hoffnung, 
die Zeit kommen werde, wo wir uns alle in dem Bekenntnisse vereinigen würden: 
glaube an einen lebendigen, nicht aber an einen persönlichen Gott! 

Diesen Worten folgte ein donnernder Applaus, aber auch ein merkliches Kopfschüt! 
der zahlreich anwesenden norwegischen und deutschen Theologen. 

Mit einem Schlage war ich aus meinem Inkognito hervorgetreten, allen ein bekanı 

~-~ Mann geworden, dem man während der übrigen Tage des Kongresses überall mit A 
merksamkeit begegnete, wie denn noch an demselben Abend auf Oskarshal der Graf La 
berg mich aufsuchte, um mich dem seinen Vater als Präsident des Kongresses in Christi: 
vertretenden Prinzen Eugen vorzustellen, dem ich dann meine Befriedigung über die . 
wie in Skandinavien die Wissenschaft von oben her Schutz und Teilnahme findet, au: 
sprechen nicht unterließ. 

Die vorstehenden Bruchstücke und die Bildbeigabe entnehmen wir mit Erlaubnis des Verlages dem зо‹ 


bei F. A. Brockhaus in Leipzig erschienenen Buch „Mein Leben‘ von Paul Deussen, herausgegeben von 
Erika Rosenthal-Deussen. 


+ 156 + 


“ 
WOLFF / WELT- UND NATIONALGESCHICHTEN DER NACHKRIEGSZEIT ж 


WELT- UND NATIONALGESCHICHTEN 
DER NACHKRIEGSZEIT 
VON DR. RICHARD WOLFF 


Wer in der Weltgeschichte lebt, 

Dem Augenblick sollt’ er sich richten? 

Wer in die Zeiten schaut und strebt, 

Nur der ist wert, zu sprechen und zu dichten. 


Goethe. Zahme Xenien I, 6 


ViHREND noch unser größter Historiker Leopold von Ranke in olympischer Ruhe des 
offes Meister wurde, kann die heutige Generation, die mit dem Erlebnis des: Weltkrieges 
lastet ist, dies nicht mehr. Geschichte ist vergangenes Leben. Aber der heutige Darsteller 
s vergangenen Lebens wird zwangsläufig — bewußt oder unbewußt — zum Künder der 
genwart. Sein Werk wird zum politischen Instrument. Der Historiker wird wieder zum 
liuschen Erzieher. Diesem Tribut an die Gegenwart hat sich keiner der Geschichtsschreiber, 
ren Werke hier im Fluge dem Leser vorgeführt werden, entziehen können. Im Widerspiel 
r Meinungen und Weltanschauungen enthüllt sich dem Betrachter ein verwirrend reiches, 
fwühlendes und zugleich beglückendes Bild. 

Leopold von Rankes Weltgeschichte — im neunten Jahrzehnt eines überreichen Lebens 
schrieben — steht noch immer unerreicht da. Der Verlag Duncker & Humblot in München 
t darum gut getan, jetzt, wo die Schutzfrist (1916) abgelaufen ist, eine neue, schöne, 
ße Ausgabe in acht Bänden zu veranstalten. Rankes Weltgeschichte ist bekanntlich nur 
ı Torso geblieben; dem greisen Gelehrten nahm der Tod die Feder aus der Hand, als er 
> Darstellung bis Otto I. gebracht hatte; aus seinem Nachlaß gab man dann noch drei 
in das fünfzehnte Jahrhundert reichende Bände heraus. Als Ersatz für den fehlenden 
il über die Neuzeit, deren Erforschung und Darstellung der Historiker bekanntlich sein 
nzes Leben gewidmet hatte, wurden die herrlichen Vorträge „Über die Epochen der 
ueren Geschichte‘ beigefügt. Diese Vorträge liegen jetzt in einer Sonderausgabe (der 
hten Auflage der Gesamtausgabe) vor. 

Viel gelesen wurden in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts drei von dem 
hodor der Neuzeit“, von Georg Weber herausgegebene Weltgeschichten. Alle drei werden 
zt in vollständig neuer Bearbeitung herausgegeben [Wilhelm Engelmann, Leipzig]. Von 
m für Lehr- und Lernzwecke gedachten Lehr- und Handbuch der Weltgeschichte in 
T Bänden liegt der erste, das Altertum behandelnde Band in 22./23. Auflage in der 
arbeitung von E. Schwabe vor. Die Neugestaltung der kleinen zweibändigen und der 
oßen sechzehmbändigen Weltgeschichte ist Ludwig Riess übertragen worden, der seine 
beit meisterhaft gelöst hat. Die zweibändige Ausgabe liegt bereits vollständig vor; von 
Fr großen die drei ersten Bände. Von der mit Recht vielgelesenen, einst anonym er- 
hienenen „Weltgeschichte in Umrissen“ des Obersten Graf York von Wartenberg wurde 
reits die einundzwanzigste Auflage ausgegeben (1920), die für die Zeit von 1895—1919 
n Hans F. Helmolt weitergeführt ist [Mittler, Berlin]. 

Auch die Weltgeschichte, die sich bei ihrem erstmaligen Erscheinen nach dem Namen 
sselben Hans F. Helmolt nennen konnte, liegt jetzt in neuer Gestalt in neun stattlichen 





+ 197 * 


Bänden abgeschlossen vor. Der jetzige Herausgeber ist der Weimarer Archivdirektor Art: 
Tille, dem eine Reihe vorzüglich geeigneter Fachgelehrten — ich nenne nur Heinrich Fr: 
jung mit dem Beitrag über die Einigung Italiens und Deutschlands (1859—1866) — r: 
Verfügung standen. Die Anordnung der Helmoltschen Weltgeschichte nach geographisct: 
Gesichtspunkten ist angreifbar; trotzdem ist die Bearbeitung des Stoffes wohl gelun:e 
und damit die weite Verbreitung dieses Werkes gerechtfertigt [Bibliographisches Instit# 
Leipzig]. 

Von neuen Werken liegt aus der Feder des Jenenser Historikers Cartellieri ein schm! 
Bändchen vor: „Grundzüge der Weltgeschichte, 378—1914“ [Dyk, Leipzig], das nur e 
Kenner schreiben konnte; um wirkungsvoll zu bleiben, mußte es in der Auswahl des Stoff: 
einseitig sein. Durch das ganze, fesselnd geschriebene Buch geht das Bekenntnis zur Mac: 
als dem einzig treibenden Faktor in der Weltgeschichte hindurch. Andere Wege geht û 
von dem Wiener Historiker und Staatsmann Ludo Moritz Hartmann geleitete große Unt: 
nehmen [F. A. Perthes, Gotha]: eine „Weltgeschichte‘‘ nicht der Regenten, sondern de 
Völker. Erschienen sind bisher die ersten fünf Bände der ersten Abteilung, die die al 
gemeine Geschichte bis zum Ausgang des Mittelalters behandeln und bis auf den zweite 
Band ausgezeichnet geglückt sind. Einen Höhepunkt bedeutet der dritte Band, „Die г> 
mische Geschichte“ von Hartmann und Kromayer. Dem Erscheinen der weiteren Bänt! 
dieser Weltgeschichte können wir mit größten Erwartungen entgegensehen. 

Ganz politisch eingestellt ıst wiederum die Schrift des bekannten Militärschriftstelle 
Freytag von Loringhoven: „Angewandte Geschichte‘ [Vereinigung wissenschaftlicher \ 
leger, Berlin]. Politischen Charakter läßt auch der Titel eines zwei starke Bände ur 
fassenden Werkes erwarten, das Erich Marcks und Karl Alexander von Müller soeba 
herausgegeben haben, „Meister der Politik“. Aber dieses wundervolle-Werk ist in reinst« 
wissenschaftlicher, von nationalem Geist durchwehter Atmosphäre geschrieben. Eine Reik 
klangvoller Gelehrtennamen ist hier vereinigt, um in ein paar Dutzend, zum Teil mit feinst: 
Stilkunst geschriebenen Essays das Wesen großer Staatsmänner durch zwei Jahrtausend 
zu behandeln. Dem Werke werden sicherlich viele Auflagen beschieden sein; es wäre nu 
zu wünschen, daß sich dann Herausgeber und Verlag zur Fortsetzung der biographischt 
Skizzen in einem dritten Bande entschließen könnten [Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart, 

Wenn eine Persönlichkeit, wie Charles Richet, Gelehrter und Künstler, Naturforsch: 
und Dichter zugleich, Träger des Nobelpreises, leidenschaftlicher Pazifist und Verehrer de 
deutschen klassischen Idealismus, den Versuch einer Geschichte der Menschheit in eime 
zweibändigen „Allgemeinen Kulturgeschichte‘ wagt, so kann er auch bei den deutsche 
Lesern größten Interesses gewiß sein. Bereits in zweiter Auflage liegt dieses Werk in di 
Bearbeitung Rudolf Bergers vor [Verlag für Kulturpolitik, München-Berlin,. Das Origin: 
ebenso wie das deutsche Manuskript waren schon Ende Juli 1914 druckfertig; der Welt 
krieg hat das Erscheinen nicht nur um Jahre verzögert, sondern auch den Charakter de 
Buches verzerrt. Ein zweiter Versuch, „Die Geschichte der Völker und Kulturen von Ur 
beginn bis heute“ zu schreiben, ist von dem Deutschen Hugo Rachel gewagt worden. Dr! 
Versuch ist glänzend geglückt; soeben ist die zweite Auflage erschienen [Parey, Berlin 
Reicht auch die Entstehungsgeschichte dieses Buches in die Vorkriegszeit zurück, so sin! 
doch die Erlebnisse des Weltkrieges auch hierfür von entscheidender Bedeutung geworden: 


+ 158 + | 





t WOLFF / WELT- UND NATIONALGESCHICHTEN DER NACHKRIEGSZEIT * 








hne jedoch seine objektive Ruhe zu beeinflussen. Das Werk bleibt eine der bedeutendsten 
«istungen der neueren Geschichtsschreibung. 

Drei Schulmänner, Reichmann, Schneider und Hofstaetter, haben unter dem Titel „Ein 
ahrtausend deutscher Kultur, Quellen von 80o0o—ı800“ ein nützliches, gut ausgestattetes, 
ür Lehr- und Lernzwecke vorzüglich geeignetes kulturgeschichtliches Lesebuch heraus- 
egeben [Julius Klinckhardt, Leipzig]. Eine wertvolle, auf gründlichstem Wissen aufgebaute 
Kulturgeschichte der Urzeit Germaniens, des Frankenreiches und Deutschlands im frühen 
Ittelalter verdanken wir Rudolf Goette [Schroeder, Bonn]. Ludwig Rieß, der Bearbeiter 
on Webers Weltgeschichte, hat im Zusammenhang mit diesen Arbeiten eine volkstümlich 
ehaltene, sehr ausgereifte Skizze der großen Kulturepochen der Neuzeit unter dem Titel 
Gang der neuzeitlichen Kulturentwicklung im Rahmen der res verfaßt [Verlag 
erger% Literarisches Bureau, Stuttgart]. 

Auch über die Geschichte unseres Volkes liegen mehrere zusammenfassende ранее 
or. Längst bekannt, so daß Worte der Einführung und Empfehlung nicht mehr vonnöten 
ind, sind die beider Werke Deutsche Geschichte“ von dem hochbetagten politischen 
listoriker Dietrich Schäfer [2 Bände, 8. Auflage; G. Fischer, Jena] und von einem der 
eistigen Führer der alldeutschen Bewegung, Heinrich Class, der den bezeichnenden Deck- 
amen „Einhart‘ gewählt hat [8. Auflage; Weicher, Leipzig]. Beide Werke, die in der extremen 
ölkischen politischen Einstellung und der Auffassung der Geschichte als einer ausschließlich 
aatengeschichtlichen übereinstimmen, sind unter dem Eindruck von Weltkrieg, Revolution 
nd Versailler Frieden um Schlußabschnitte erweitert worden. Neu sind zwei hervorragende 
arstellungen der deutschen Geschichte. Die eine stammt aus der Feder des angesehenen 
söttinger Geschichtslehrers Karl Brandi: ‚Deutsche Geschichte‘ [Mittler, Berlin] und dürfte 
ohl zurzeit als die beste Darstellung unserer Geschichte anzusprechen sein. Auf wenigen 
andert Seiten gibt sie einen auf einheitlicher Grundlage aufgebauten und auf größter 
achkenntnis beruhenden Überblick; das Werk darf nicht zum Nachschlagen benutzt werden, 
oadern muß gelesen werden. Es will erzieherisch wirken und den Leser, in erster Linie die 
:rnende Jugend, zu kraftvollen Persönlichkeiten heranzubilden helfen. — Mit dem zweiten 
Verke — besser gesagt: einer Gruppe zusammengehörender Werke — tritt ein .homo novus 
or die Öffentlichkeit und überrascht den Leser durch gine ganz große, in sich geschlossene 
istung. Albert von Hofmann schreibt eine umfangreiche deutsche Geschichte, die. auf 
ier stattliche Bände berechnet ist; zwei Bände seiner Politischen Geschichte (1921, 1922) 
egen bereits vor; der erste Band reicht bis zum ‘Ausklang der Karolingerzeit und idem 
kemn deutschen Königtums, der zweite Band führt uns auf die Höhen mittelalterlicher 
eutscher Geschichte und endet mit dem, Ausgang der Staufferzeit. Neuartig ist die Methode, 
ie sich dieser Forscher und Geschichtsschreiber zugleich geschaffen hat. Geschult an Ratzel 
nd Kjellén, sieht er die Vorbedingungen einer nationalen Geschichte in der geographischen 
truktur des betreffenden Volkes. Deshalb entstanden noch vor dem Hauptwerk zwei geo- 
Taphisch -historische Werke von ganz besonderem Reize: „Das Land Italien und seine 
seschichte‘ (1921) und „Das Deutsche Land und seine Geschichte“ (1919, a. Auflage 1921) 
Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart]. Weit zurück treten hinter diesem wundervollen, lebendig 
estalteten Werke die bisherigen Darstellungen und Handbücher zur historischen Geographie 
ind Topographie. Hofmann hat als einzig richtige methodische Grundlage für seine Be- 


* 199 * 


ж WOLFF / WELT- UND NATIONALGESCHICHTEN DER NACHKRIEGSZEIT з 
E 
trachtungen die historische Landschaft gewählt, die ein Produkt aus den physikalischer 
und völkischen Gegebenheiten des betreffenden Landstriches ist. Den einzelnen Kapitel: 
von „Das Deutsche Land‘ werden kunstgeschichtliche Betrachtungen angeschlossen, die er- 
ganz den ungeheuren kulturellen Reichtum unserer Heimat verstehen lehren. So gerüst 
schuf der Verfasser sich und dem Leser freie Bahn für das eigentliche Hauptwerk: „Dir 
politische Geschichte der Deutschen‘. Hoffentlich verwirklicht der erstaunlich produktiv. 
Verfasser seine Absicht und gibt in einem zweiten Bande seines geographischen Deutschlan: 
noch die notwendigen Ergänzungen, da der erste Band sich nur mit den deutschen Ae 
landen beschäftigt und die deutschen Grenzlande außer acht läßt. | 

Zum Schlusse dieses Berichtes sei auf eine Reihe zusammenfassender Werke, die sich mı 
der Neuzeit und der jüngsten europäischen und deutschen Vergangenheit befassen, hin 
gewiesen. Je mehr sich die Betrachtung der Gegenwart nähert, um so stärker spüren эп 
die Wirkung der gewaltigen politischen Ereignisse; die Geschichte droht dann ganz zv: 
Tagespolitik zu werden. — Von Dietrich Schäfers Weltgeschichte der Neuzeit, die ebensi 
starke Verbreitung gefunden hat wie seine deutsche Geschichte, liegt die neunte, bis auf di 
Gegenwart ergänzte Auflage vor [1919, zwei Teile in einem Bande; Mittler, Berlin]. - 
Zwei Historiker haben, angeregt durch die Friedens- und Revolutionsereignisse, nützlic: 
Übersichten über die neuere Geschichte nach diesen Gesichtspunkten gegeben: Gustav Woli 
„Deutschlands Friedensschlüsse seit 1555“ [Dieterich, Leipzig] und Alexander Cartellier: 
„Geschichte der neueren Revolutionen 1642—ı1872‘‘ [Dyk, Leipzig]. Der Verfasser der b+ 
kannten Geschichte der deutschen Kultur, Georg Steinhausen, gibt als Sonderpublikatıs: 
in etwas veränderter Gestalt die Schlußabschnitte unter dem Titel „Der Aufschwung de 
deutschen Kultur vom ı8. Jahrhundert bis zum Weltkrieg‘ heraus [Bibliographisches In 
stitut, Leipzig]. Der Vorkämpfer einer modernen, auf sozialer Grundlage beruhenden Unter 
richtsreform, Siegfried Kawerau, hat in Verbindung mit Fritz Ausländer, Heinrich Reintj# 
und Fritz Wuessing „Synoptische Tabellen für den geschichtlichen Arbeits-Unterricht vor 
Ausgang des Mittelalters bis zur Gegenwart‘ erscheinen lassen [F. Schneider, Berlin ], eine: 
interessanten Versuch, die materialistische Geschichtsauffassung in den höheren Unterrid: 
einzuführen. Aus ähnlicher Geschichtsauffassung heraus ist das Buch von Fritz Wuessin: 
„Geschichte des deutschen Volkes vom Ausgang des achtzehnten Jahrhunderts bis zur Gegen: 
wart‘ entstanden [F. Schneider, Berlin]. Der Verfasser nennt es bescheiden einen „sozial 
psychologischen Versuch‘, und man wird ihm, wie man sich auch zu seiner Weltanschauun! 
stellen mag, zugestehen müssen, daß dieser Versuch gelungen ist. Er versteht es meisterhaf! 
die kollektivistischen Kräfte, die in der neuesten deutschen Geschichte vorhanden sind, zi 
analysieren, und wirkt durch seinen gedrungenen, jeder Phrase abholden Stil mitunter bin 
reißend. 

Sehr wirkungsvoll und mit starker stilistischer Beste ist das Buch des Leipzig 
Historikers Robert Riemann: „Schwarz -rot-gold. Die politische Geschichte des Bürgertum! 
seit 1815“ geschrieben [Dieterich, Leipzig]. Als überzeugter, großdeutscher, demokratisch”: 
Republikaner weiß er mit dem politischen Genie Bismarcks nichts anzufangen. Sein tempt: 
ramentvoll geschriebenes Buch, dem begreiflicherweise nicht ein jeder überall willig folgen 
mag, enthält eine Fülle geistvoller Beobachtungen und zeugt von einer starken Persönlich- 
keit. In mancher Hinsicht berührt sich mit Riemann das Werk des Schweizer Geschicht:- 








+ 160 # 





MICHAEL / UNSER WISSEN ж 
BEES 
rofessors Eduard Fueter: „Weltgeschichte der letzten hundert Jahre 1815—1920" 
Schultheß & Co., Zürich]. Wir verdanken diesem klugen und durchaus selbständigen 
lıstoriker bereits ein bedeutendes Werk zur Geschichte der neueren Historiographie. Auch 
ier zeigt Fueter die Kühnheit des Denkens, dialektische Gewandtheit und eminentes Wissen. 
och ist leider dieses Buch nicht frei von starken Entgleisungen. 

Zur neuesten deutschen und europäischen Geschichte liegen zwei, unter der Einwirkung 
es Krieges und seiner Folgen völlig veränderte Neuausgaben bekannter Werke von hervor- 
agenden Politikern vor: Der konservative Graf Reventlow hat 1918 bereits die elfte Auf- 
ıge seines vielgelesenen Buches ‚Deutschlands auswärtige Politik 1888—1914“ [Mittler 
` Sohn, Berlin] veröffentlicht. Paul Rohrbach hat nach dem Versailler Frieden in der 
ünften Auflage seines nicht minder bekannten Werkes: ‚Deutschland unter den Welt- 
ölkern‘“ [Engelhorn, Stuttgart] fast ein neues Buch herausgegeben. Der berühmte Historiker 
nd Publizist des dahingesunkenen kaiserlichen Österreich, Heinrich Friedjung, hat noch 
urz vor seinem Tode ein großes Werk zum Abschlusse gebracht, von dem der erste Band 
9:9 erschienen ist, Band 2 und 3 in kürzester Zeit vorliegen werden. Als Fortsetzung von 
chlossers Weltgeschichte ist das großangelegte Werk des dahingeschiedenen Historikers vom 
erlage Neufeld & Henius, Berlin, geplant worden. Friedjung gibt ihm bezeichnenderweise 
en Titel: ‚Das Zeitalter des Imperialismus 1884—1914". Es enthält alle Vorzüge der 
riedjungschen Darstellungsweise, wenn ihm auch die Frische früherer Werke fehlt, und 
ezeugt eine bewundernswerte Zurückhaltung, trotzdem der Verfasser doch mit so vielen 
ührenden europäischen Politikern in Berührung stand. — 

Zum Schlusse sei noch auf drei Werke deutscher Historiker zur jüngsten — und 
uropäischen Vergangenheit hingewiesen: Veit Valentins, zum Teil auf Aktenstudien im Aus- 
rärtigen Amte beruhendes, sehr beachtenswertes Buch über „Deutschlands Außenpolitik 
ron 1890—ı918° [Deutsche Verlagsgesellschaft für Politik und Geschichte, Berlin], Fritz 
Hartungs „Deutsche Geschichte von 1871—1914“, eine namentlich für den akademischen 
Unterricht vorzüglich geeignete Übersicht, und Hans F. Helmolts „Ein Vierteljahrhundert 
Weltgeschichte 1894—1919“, eine gar zu gedrängte Übersicht allbekannter Tatsachen 
[Deutsche Verlagsgesellschaft für Politik und Geschichte, Berlin]. 


UNSER WISSEN 
NEUE DEUTSCHE LEXIKA 
VON DR. FRIEDRICH MICHAEL 


Das Wort Konversations-Lexikon dürfte zum erstenmal im Jahre 1704 in Hübners „Real-, 
Staats-, Zeitungs- und Konversations-Lexikon‘‘ aufgetaucht sein; es wurde später von Löbel 
wieder aufgenommen, dessen Werk im Jahre ı808 in den Verlag von Friedrich Arnold 
Brockhaus in Leipzig überging. Und damals deckte sich der Name Konversations-Lexikon 
durchaus mit dem Inhalt, den man erwartete, mit dem Zweck, dem es dienen sollte: man 
suchte darin Stoff zur „Conversation“, zur „geselligen Unterhaltung, vorzugsweise in 
feineren und gebildeten Cirkeln“, man wollte Belehrung, nicht so sehr für sich selbst, als 
um mitreden und womöglich recht geistreich scheinen zu können. Solchen Wünschen ent- 


+ 161 + 







* MICHAEL/ UNSER WISSEN 
a ج ي‎ 
sprachen die ‚in behaglicher Breite, in ausführlichem Plauderton gehaltenen Artikel“ 
Lexika. 

Heute ist das Tatsachenmaterial um ein Vielfaches angewachsen, so daß bei gleicher Bra: 
der Darstellung eine unabsehbare Reihe von Bänden nötig wäre. Aber der Leser erwarte 
auch gar nicht mehr Konversationsstoff, er will möglichst schnell, kurz und klar wissen, + 
dies oder jenes erfand, was ein Wort bedeutet oder wo ein Ort liegt. „Handbuch des Wissen‘ 
heißt darum der neue ‚Brockhaus‘ mit Recht, und Handbücher des Wissens müssen heut: 
alle derartigen Lexika sein: zur „Konversation“ fehlt's dem Verleger an Raum, dem Les: 
an Zeit. | 

Vier neue Werke dieser Art liegen vor, von denen jedes die Aufgabe, uns das Wissen d 
Gegenwart zu vermitteln, in seiner Art vortrefflich erfüllt. | 

Das nach Umfang und Format kleinste ist „Meyers Handlexikon“‘, das im Jahre 1921 7 
achter, gänzlich veränderter und neubearbeiteter Auflage erschienen ist [Bibliographisches l- 
stitut, Leipzig und Wien]. Es wird dem Benutzer willkommen sein, dessen Raum, п Вісі 
spind oder Reisekoffer, beschränkt ist, dem es nicht auf ausführliche Belehrung über jei 
einzelne Wort ankommt, sondern auf die Möglichkeit, aus einem handlichen, leicht mitfüh- 
baren Band rasche Auskunft zu erhalten. Auf 1632 Spalten sind etwa 75 000 Stichwörter Yt: 
einigt, die kaum Wesentliches vermissen lassen. Die neuen, durch Weltkrieg und Revolutix 
geschaffenen Verhältnisse sind überall berücksichtigt. Handgranate fehlt so wenig wie Lait 
abwehrgeschütz; man .findet die tschechoslovakische Republik, den Freistaat Danzig, de 
Saargebiet und manches andere, im Tagesgespräch und politischen Kampf vielgenann! 
Territorium, über dessen Größe, Lage, Bevölkerung man sich schnell einmal unterrichta 
will. Beim Bolschewismus hätten, wenn man schon Literaturhinweise gab, die wichtigst« 
russischen Werke mit angeführt werden sollen. Die jüngste Dichtung und Kunst des I: 
und Auslandes erscheinen in ihren wichtigsten Vertretern, wenn auch die biographisch: 
Einzelheiten bei der gebotenen Kürze aufs äußerste beschränkt werden mußten. Auch d 
moderne Technik mit ihren vielfachen Neuerungen hat hinreichenden Platz gefunden. Un! 
hier sind besonders die Abbildungen wertvoll, die — etwa 2000 — in den Text eingefü! 
oder auf 7 bunten und 46 einfarbigen Tafeln. wiedergegeben sind. Ich weise nur hin av 
die anschaulichen Abbildungen zu den Stichworten ‚Künstliche Glieder“, „Heimstätte 
und „Fahrzeuge“, auf die Tafeln Kinematographie, Edelsteine, Kunstweberei und Vie 
farbendruck: man wird überall eine geschickte Wahl und Gruppierung des Wenigen, vi 
hier Raum finden konnte, mit Befriedigung erkennen. 8 farbige und 37 schwarze Karte 
endlich geben die wichtigsten geographischen Bilder und werden vielfach durch aufschluß 
reiche statistische Zusammenstellungen ergänzt. 

Etwas umfangreicher, aber ebenfalls auf einen handlichen Band beschränkt ist „Kūrs 
ners Universal-Konversations-Lexikon“, das in sechster verbesserter Auflage in diesem Jahr | 
erschienen ıst [H. Hillger, Berlin und Leipzig]. Es enthält etwa 60000 Stichworte auf 
283g engen Spalten, an 3000 Abbildungen im Text, dazu Karten und Tafeln. Gegenübt 
dem Meyerschen Lexikon ist hier das Biographische stärker betont; äußerlich macht sich 
das schon in den Porträtabbildungen bemerkbar, die fast auf keiner Seite fehlen und d 
Satzbild dem des französischen ‚‚Petit Larousse illustré“ ähnlich machen. Inwieweit mi! 
solchen doch nur bedingt naturgetreuen Bildchen dem Leser gedient ist, stehe dahin; seh 
| 








* 162 + 
| 


MICHAEL / UNSER WISSEN ж 
e e e a ea — ——s D0 — — 
nllkommen aber sind die genaueren Daten über Geburt und Leben der einzelnen Persön- 
chkeiten, zumal man sogar hier und da eine ganz knappe Charakteristik der Geistesrichtung 
nd des Schaffens findet. Auch die Notizen zu den Städtenamen sind vielfach: ausführ- 
cher, und dem Heraldiker wird mit den Wappenbildern fast aller irgendwie beachtlichen 
tädte gedient. Auf den Tafeln sind die naturwissenschaftlichen Gegenstände bevorzugt: 
ische, Schmetterlinge, Tauben, Hühner und Hunde in ihren unterschiedlichen Arten und 
assen werden gezeigt, die Tafeln „Der deutsche Wald‘ und „Die wichtigsten Kolonial- 
flanzen““ werden durch:die Darstellung von Blüte und Frucht neben dem ganzen Pflanzen- 
ild besonders wertvoll. Überhaupt sind, ohne daß deshalb andere Gebiete vernachlässigt 
геп, die Naturwissenschaften mit besonderer Sorgfalt behandelt. Alle wichtigeren Pflanzen- 
nd Tierartikel werden durch kleine Abbildungen ergärízt. Neben technischen Dingen sind 
esonders Architektur und Urgeschichte unter den einzelnen Stichworten eingehend ver- 
rbeitet, und auch hier geben Bilder manchen erwünschten Kommentar zum Wort. Dem 
Iphabetischen Teil des Lexikons \st ein chronologischer Abriß der Weltgeschichte voraus- 
geschickt, zum Schluß wird eine zusammenhängende Darstellung des Weltkriegs gegeben. 
o at auch hier in dem verhältnismäßig engen Rahmen eines Bandes alles vereint, was man 
ur raschen Orientierung suchen mag. 

Ein nicht geringer Vorzug der einbändigen Lexika ist, daß ihre technische Herstellung 
elativ leicht ist und daher in kürzerer Zeit Neuauflagen mit Berücksichtigung der in- 
wischen veränderten Verhältnisse veranstaltet werden körfnen. Die großen Werke von Brock- 
aus und Meyer dürften in absehbarer Zeit kaum wieder erscheinen. Derartige Werke 
nüssen entweder auf eine möglichst geringe Zahl von Bänden beschränkt oder durch Nach- 
ragsbände ergänzt werden. Den ersten Weg hat der Verlag Brockhaus eingeschlagen: er 
äßt ein vierbändiges Werk unter dem Titel „Brockhaus, Handbuch des Wissens“ er- 
cheinen, das als sechste Auflage des früheren „Kleinen Brockhaus‘ zählt, tatsächlich aber 
ils neues Werk. bezeichnet werden muß. Der erste Band (A—E) liegt bereits vor, der zweite 
vird schon in wenigen Wochen folgen; mit dem Jahresende hofft man das vollständige 
æxikon vorlegen zu können. Hier ist nun, auf größerem Raum als bei den vorher ge- 
ıannten Handbüchern, ein wesentlich tieferes Eingehen auf die einzelnen Werte und Be- 
riffe möglich. Es versteht sich von selbst, daß die neuesten Erscheinungen auf allen 
Wissensgebieten behandelt sind; aber es überrascht doch, welchen Grad von Vollständigkeit 
nan erreicht hat. Hier findet man eine kurze Erklärung dessen, was in der Konfektions- 
manche out einem Phantasienamen ‚„Affenhaut‘‘ genannt wird, ebenso wie eine beachtens- 
verte Charakteristik der expressionistischen Kunst, der auch eine sehr anschauliche Tafel 
ewidmet ist. Bei der Bisamratte — um einen der vielen naturwissenschaftlichen Artikel 
terauszugreifen — lernen wir nicht nur Herkunft, Aussehen, Verwertung usw. kennen, 
wir erfahren auch das folgenschwere Kuriosum, daß ein böhmischer Domänenpächter im 
Jahre 1906 nur vier Paare dieser Tiere aus Kanada importierte — und jetzt sind sie eine 
Landplage jener Gegenden. Die Abbildung der Ratte zeigt übrigens auch ihre Fährte. So 
st noch bei manchem anderen Artikel trotz der Kürze die eine oder andere interessante 
Einzelheit gegeben. Auf wirtschaftlichem Gebiet sind die neuesten Erscheinungen mit ihren 
Fachausdrücken vertreten: Ausfuhrabgabe, Außenhandelstelle usw. Freunde der Musik finden 
neben den Textanfängen der bekannteren Lieder und Opernarien auch in Notenschrift die 


es 163 + 


MICHAEL/UNSER WISSEN 





ersten Takte der Melodie, so daß manchem geholfen werden kann, der sich vergebens :: 
einen Liedanfang besinnt. Neben vielen Abbildungen im Text stehen wertvolle bunte und e: 
farbige Tafeln und Tabellen, deren Benutzung Schlagwortverzeichnisse erleichtern. Юа + 
z. B. die sehr lehrreichen Tafeln ‚Erste Hilfe‘; ferner „Bergbau“ mit den Abbildun:: 
der modernsten Fördermaschinen; beim ‚Buch‘ werden die einzelnen Typen der versch: 
denen Zeiten und Völker und auch die Buchdruckmaschinen in ihrer Entwicklung рек 
Chronologische Übersichten unterrichten über Entdeckungsreisen und Erfindungen, Beni: 
statistiken, chemische Elemente usw. Der neue vierbändige Brockhaus dürfte Ғйг еси 
Zeit das umfangreichste in sich geschlossene Handbuch der Nachkriegszeit sein; тире! 
eine notwendige Ergänzung des ı7bändigen Brockhaus, der im Jahre 1920 in uw 
ändertem Neudruck erschienen ist. 

Besitzer des Herderschen Konversations-Lexikons [Herder A Co., Freiburg i. Br.] erhal“ 
jetzt ein eigenes wertvolles Ergänzungswerk, von dem der erste der zwei vorgesehenen Bär: 
(A—K) erschienen ist. Unter dem Titel „Herders Zeit-Lexikon“ ist auch eine im übrie: 
vollständig übereinstimmende Sonderausgabe für die Leser geschaffen, die das Haupt! 
nicht besitzen. Im Jahre 191/4 bereits sollte solch ein Ergänzungsband für die Zeit + 
1910 erscheinen; nunmehr umfassen die beiden Bände Vorkriegszeit, Krieg опа Мест 
aufbau, und alles, was damit in engerem Zusammenhang steht, hat eingehende Behandlı:! 
gefunden: Entente und Entlausungsanstalt, Flugpost und Gasmaske (beide Artikel mit wc 
vollen Abbildungen), Drahthindernisse und Einfuhr, Angestelltenversicherung und Einheit 
schule, Kriegsdichtung, Kriegsfürsorge usw. Ergänzungen erhielten die Artikel der Stat 
die in die Kriegsereignisse hineingezogen wurden, Brest-Litowsk, Görz u. a., ferner c' 
Landstriche und Provinzen, wie Elsaß-Lothringen, Champagne, Flandern, Isonzo-Gebiet, г. 
beigegebenen Karten. Unter ‚Danzig‘ erhält man z. B. eine ziemlich eingehende Darstellır‘ 
der neuen Verfassung des Freistaates, der Verhandlungen, die der Neugestaltung vora 
gingen, dazu eine Karte mit den Grenzen des Stadtgebietes. Das Lexikon ist aber kein 
wegs einseitig kriegsgeschichtlich-politisch gehalten; auch neue Dichtung und Kunst sr 
in zusammenfassenden Artikeln und unter den Stichworten der einzelnen Künstler b 
handelt. Bei älteren Namen ist die Literatur sorgfältig ergänzt, zum Namen Goethe :.! 
sind in nahezu zwei Spalten die neuen Forschungsergebnisse und die Hauptliteratur not! 
Aus dem reichen Abbildungsmaterial nenne ich nur die Tafeln zur Technik: Eisenbeit 
Fernsprechwesen, Feuerungsanlagen, Heizung, Förderanlagen und Kinematographie. 

Im Zusammenhang mit diesen neuen allgemeinen Nachschlagewerken sei hier auch ne: 
auf zwei Lexika spezielleren Charakters hingewiesen: die „Allgemeine Deutsche Biograph! 
und das „Allgemeine Lexikon der bildenden Künstler‘. Das erstgenannte Werk, in H 
starken Bãnden. bei Adolf Weigel in Leipzig in den Jahren 1868—1912 erschienen, uml 
26 300 biographische Artikel. Leopold von Ranke und der Kirchenhistoriker J. von Dalias 
gaben die Anregung zum Werk, an dem 1850 Gelehrte unter der umsichtigen Führung И 
Freiherrn Rochus von Liliencron mitgearbeitet haben. Nicht für die Forschung allein, © 
dern auch auf die Wirkung in weitere Kreise berechnet, bietet es die Lebensbeschreibune“ 
aller Deutschen, die auf irgendeinem Wissensgebiet Bedeutendes geleistet haben: Gelehrte g 
gut wie Techniker, Juristen und Künstler, führende Persönlichkeiten in Handel und 
werbe — und nicht nur solche, die in Deutschland selbst gelebt haben, sondern auch 05“ 


+ 164 + 











сиег ипа осимешег, VEUISCHDAIEN und INlederlander (diese Dis zum Jahre 1045) und 
le Deutsche, die sonstwo in der Welt gewirkt haben. Manchem Namen der älteren Zeit hat 
st die Allgemeine Deutsche Biographie Sinn und Bedeutung gegeben, so daß selbst die 
œzialforschung bisweilen auf die Artikel dieses Werkes als einzige Quelle verweisen muß. 
е ältere Literatur ist hier stets verzeichnet, und es ist nur zu bedauern, daß ein 
rartiges Werk in absehbarer Zeit nicht ergänzt oder in ganz neuer Gestalt aufgelegt 
arden kann.. Trotzdem bleibt es für Bibliotheken und Schulen, für die Presse und alle 
ylksbildungsinstitute die wichtigste biographische Ergänzung der Konversationslexika. 
Noch um einen Grad spezieller ist ein anderes, noch nicht abgeschlossenes Werk, das „All- 
‚meine Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart‘, begründet 
ın Ulrich Thieme und Felix Becker, nach dem kürzlich erfolgten Tod Thiemes heraus- 
geben von seinem Mitarbeiter Fred. С. Willis [E. A. Seemann, Leipzig]. Von diesem, auf 
wa 30 Bände mit rund 150000 Artikeln berechneten Werk erschien zuletzt 1921 der vier- 
hnte Band (Giddens — Gress). Die einzelnen Artikel sind hier durchschnittlich kürzer als 
ı der Allgemeinen Deutschen Biographie, dafür werden aber die Künstler aller Zeiten und 
onen behandelt, und zwar trotz der Fülle der Namen erschöpfend, unter Heranziehung der 
uellen und Spezialliteratur. Der Artikel Giotto z. B. umfaßt ı2 Spalten Text und eine 
palte Literatur, darunter auch die neuesten ausländischen Werke. Auch der kleinste Stecher 
ler Formschneider feiert hier seine Auferstehung, dank der gründlichen Mitarbeit von 
wa 400 Fachgelehrten des In- und Auslandes. Hoffentlich schreitet die Arbeit an diesem 
ierk trotz der großen technischen Schwierigkeiten rasch ihrem Ende entgegen. 

Von anderen Nachschlagewerken und Handbüchern mag bei einer späteren Betrachtung 
er Spezialgebiete die Rede sein. Hier se? nur noch darauf hingewiesen, daß „Kürschners 
ешізсһег Literatur Kalender" [Vereinigung wissenschaftlicher Verleger, Berlin], der be- 
annte Wegweiser zum literarischen Deutschland der Gegenwart, für 1922 wieder erschienen 
t. Von dem im gleichen Verlag herausgegebenen Seitenstück ‚Minerva, Jahrbuch der ge- 
'hrten Welt‘ soll noch im Oktober dieses Jahres der neue, 25. Jahrgang erscheinen, der 
offentlich wieder die Gelehrten und Institute des gesamten Äuslandes mit berücksichtigen 
ann. 


NEUE DEUTSCHE ERZÄHLUNGEN 
VON DR. KARL BLANCK Ä 


SCHWERER als je zuvor hat die deutsche Dichtung in maßloser Zeit um Form und Gestalt 
u ringen. Überall zittert noch die ungeheure Erschütterung nach, die den Idylliker aus 
llen Himmeln schleuderte, den Skeptiker und den Melancholiker mit verdoppelter Schwer- 
aut erfüllte und die Exzentrischen in rasendem Übermaß entfesselte. 

Im ersten Heft dieser Zeitschrift wurde zum Beginn des Vorjahres Jakob Wassermanns 
\ovellenzyklus „Der Wendekreis‘‘ angekündigt, worin der Dichter der eigenen Verzweiflung 
aus der bitteren Erkenntnis von der Unrettbarkeit der heutigen Menschheit und von der 
'ndlichen Vergeblichkeit auch des künstlerischen Schaffens Ausdruck gab. Jetzt erscheint 
nach fast anderthalb Jahren der zweite Band „Oberlins drei Stufen‘ [S. Fischer, Berlin]: 
dieselbe schmerzliche Resignation, die gleiche melancholische Skepsis aus tiefster Verstört- 


+ 165 + 


heit. In der zweiten Novelle des neuen Werks: „Sturreganz‘‘, worin der innere Wart 
der glänzende Aufstieg einer schwärmenden Komödiantenseele durch das Leid zur Мез 
schaft geschildert ist, spricht sich der Künstler von der schwer errungenen Höhe aus i: 
den Beruf seiner Kunst und sein inneres Verhältnis zur Menschheit in folgenden Worten : 
„Es kostet zu viel. Es kostet Blut, es kostet Leben, es kostet Herz, es kostet alles, die ırd« 
Seligkeit und die himmlische dazu. Was aber die Menschheit betrifft, wie Die das Dr 
zu nennen belieben, so glaube ich nicht an sie, so ist sie mir nichts, so gibt sie mir ni: 
und jeder Tag überzeugt mich aufs neue davon, daß es eher möglich wäre, деп Каш: 
auf meinen Schultern an den Rhein zu tragen, als durch das, was ich bin und tue. : 
einen einzigen Schurken von der allergeringsten seiner Schurkereien abzuhalten. Wa: : 
also? Wozu die Lobpreisung? Kann ich einem Mörder den Dolch aus der Faust schmeich® 
das Gift. der Verleumder entgiften? die Augen der Habgierigen sanft machen? den ï 
der Blutdürstigen fromm? die Dummköpfe mit Vernunft begaben? den Verrätern T: 
einimpfen? den Hungernden Brot verschaffen? den vom Unrecht Vergewaltigten ihr Re 
Und wenn die Welt ins Elend und Verderben rollt, kann ich in ihre Achsen greifen? \ 
ist's also? groß? Was hat es denn auf sich mit eurer berühmten Kunst? Eine Fata Mor: 
mehr in der Wüste unsrer Verzweiflung; ein Irrwisch mehr im Sumpf unsrer Weg, 
keit...“ | ; 

Und zum Schluß des Gesprächs, das Sturreganz bei seinem letzten Abschied aus der 
drückten Enge der alten Heimat mit seinem Reisegefährten, dem Dichter Uz, führt, ге 
sie über die Formlosigkeit deutschen Wesens: ‚Es sei kein gültiges Element da, auch | 
tragendes, und wo immer eine Gestalt keimen wolle, verliere sie sich zu früh an eine | 
Ruhelos werde der Deutsche zwischen Himmel und Erde auf- und niedergerissen, ги 
“auch zwischen Osten und Westen. Es wolle sich kein Wesen bilden, alles Geschafi 
verkrieche sich, aller Kern faule in der Schale, und der Bruder werde am Bruder 
schanden ... Deutsch... das ist etwas sehr Fernes. Sehr weit ist es, sehr, sehr weit. Deu! 
sein, das ist, wie wenn man in einem wilden, wirren Traum läge. Es hat keine Gren: 
und es hat keinen Leib. Es ist wie Wasser in der Finsternis, rinnt und rinnt, und ke 
weiß wohin, und spricht und spricht, und keiner weiß, was.“ 

Hier offenbart sich in tiefster Ernsthaftigkeit etwas von dem schweigenden Leid, da: : 
unter dem wilden Totentanz unserer Zeit verbirgt. i 

Die Grundstimmung ist hier wiedergegeben, die die besten Herzen unseres Volkes erfi 
ihren Schlag lähmt und beunruhigt. Allenthalben erwacht in der Dichtung die Eins 
von der Unmöglichkeit, dem Unbedingten nicht nur Stimme, sondern auch Geltung 
tätige Auswirkung in naher Gegenwart zum Besten der Menschheit zu verschaffen. 

Wertvoll durch den Mut des seelischen Bekenntnisses und die Kühnheit der Form isl 
Erzählung A. Fankhausers ‚‚Der Gotteskranke‘‘ [Delphin-Verlag, München ], worin das A 
wachen eines Menschen aus der altgewohnten Gedankenwelt durch das innere Erlebnis: · 
Zeit, der Weg durch die äußerste Skepsis zu neuem Geist gezeichnet ist. Das Werk isi 
seiner eigenwilligen, bei aller inneren Glut doch schwerblütigen Darstellungsweise n: 
leicht zugängig, wie überhaupt die tiefe Verworrenheit des ganzen Zeitbildes ger: 
die wahrhaft mitfühlenden Herzen aus stärkstem Anteil heraus nur selten zur let! 
Klarheit vordringen läßt. „Es ist aus mit dem Künstler, sobald er Mensch wird und 


» 16 + 


BLANCK / NEUE DEUTSCHEERZÄHLUNGEN * 
WEG 
apflinden beginnt‘, sagt Thomas Mann einmal in einer aufs äußerste zugespitzten Formu- 
rung. Die letzten Prosawerke Karl Sternheims, dieses ehemals kalten Ironikers, stilistisch 
ı immer überhitzteren Gebilden zusammengeballt, streifen die Form der Erzählung in 
rer satirischen Polemik schon ganz ab und beanspruchen lediglich Bedeutung als agi- 
torische Dokumente. Ganz in lyrischer Gefühlswelt begibt sich Franz Werfels Traum- 
ıantasie „Der Spielhof“, während die Novelle ‚Nicht. der Mörder, der Ermordete ist 
huldig“ [beide Werke bei Kurt Wolff, München] dem unüberbrückbaren Gegensatz der 
merationen Ausdruck verleiht, der in der heutigen Literatur, vor allem in der Dramatik, 
ımer wieder zum Durchbruch kommt. Das übermächtige Erlebnis des Krieges, das nahezu 
f die ganze ernsthafte geistige Produktion aufwühlend nachwirkt, hat nach Fritz von Un- 
hs flammendem ,Opfergang“ [Erich Reiß, Berlin] noch in Paul Zechs düsterer Passion 
Jas Grab der Welt“ [Hoffmann & Campe, Berlin] Gestalt angenommen. 

Das ewige Themä der Liebe behandeln in zyklisch verschlungener Form die kunstvellen 
ıd gedankentiefen Novellen von Hans Franck „Das Pentagramma der Liebe“ [Delphin- 
tlag, München], und in feinen graziösen Wendungen René Schickeles Novellenbändchen 
lädchen‘“ und „Meine Freundin Lo‘ [Paul Cassirer, Berlin], die von freudiger Zärtlich- 
it erfüllt sind; entflammt und beschwingt Max Krells Erzählung „Die Maringotte‘‘ [Ernst 
‚wohlt, Berlin], melancholischer das verwandte Werk Reinhard Koesters „Der Gang des 
tlosen‘“ [Delphin-Verlag, München], kühn und melodisch gebändigt, wild und zart zu- 
eich in strahlender Lebensfülle Kasimir Edschmids „Eäürstin‘“ [Paul Cassirer, Berlin]. 
om Abenteuer beherrscht, in exzentrischem Rhythmus getrieben ist die Erzählung Albrecht 
'haeffers: ‚Josef Montfort‘, von einer unerbittlichen, inneren Gesetzmäßigkeit des gleichen 
ichters „Elli oder die sieben Treppen‘: Abstieg und dumpfes Versinken eines weiblichen 
iesens, das in Dienst und Opfer männlichem Schmarotzertum willenlos zur Beute fällt. 
ie Erzählung ist ein wahrhaftes Kunstwerk, nicht nur durch die Kraft und Kühnheit des 
usdrucks, sondern vor allem auch in der unerbittlichen Gerechtigkeit und erbarmenden 
Yeisheit gegenüber der animalischen Reinheit des ‚Instinkts. Dagegen wirkt die kleine Er- 
ihlung „‚Gudula oder die Dauer des Lebens‘ wie ein feines Idyll, das unter Goethes klarem 
tern aus klassischer Begrenztheit zu menschlicher Universalität strebt. Über den groß- 
agelegten „Helianth‘ mit dem Untertitel „Bilder aus dem Leben zweier Menschen von heute 
nd aus der norddeutschen Tiefebene in neun Büchern dargestellt‘, der ebenso wie die 
rüheren Werke Schaeffers im Insel-Verlag erschienen ist, wird noch in späterem Zu- 
ımmenhange zu reden sein. Aus dem gleichen Verlage sind noch die Werke Georg Munks 
u nennen. Im „Irregang“ wird gleichfalls ein Frauenleben geschildert, im klaren Fluß der 
tzählung, der ohne Hast und ohne Stockung den Gang menschlicher Schicksale durcheilt, 
urch Höhen und Tiefen, in Verstrickung und Lösung; die kleinere Dichtung „Sankt Ger- 
rauden Minne“ ist in einem Stil von legendenhafter Schönheit und melodischer Reinheit ge- 
alten. In eine abgeklärte Welt voll süßer Melancholie und feiner Schelmerei führen Rudolf 
3. Bindings „Legenden der Zeit“ [Rütten & Loening, Frankfurt a. M.], drei der schönsten 
«genden des geschmackvollen Dichters, in gepflegter Sprache und gedrängter Form. 
Gewagt in der Kraßheit des Motivs, kinomäßig grell ist Hans Kaltnekers Novelle „Die 
liebe“ [Donau-Verlag, Leipzig-Wien]: die Geschichte einer Liebesprüfung von peinvoller 
srausamkeit, mit einer Kunst vorgetragen, die die stärksten Brutalitäten des Themas be- 


+ 167 + 
= 


BLANCK / NEUE DEUTSCHE ERZÄHLUNGEN 





wältigt. In phantastische Welten steigt Egmont Colerus mit seinem Roman ,Sodom“‘ [Edu 
Strache, Wien]; auf den Spuren von Flauberts „Salambo‘‘ führt er mit der dunklen Üi: 
seiner Farben aus einer Welt voll Grauen und Wollust zu philosophisch-religiöser Verklär:. 
In das ewige Sehnsuchtsreich der Menschheit, in das Land Utopien, trägt ein anderes We 
desselben Dichters: „Der dritte Weg‘ [Ilf-Verlag, Leipzig], im letzten Aufstieg der раш: 
Menschheit zu friedlichgr Gemeinschaft und schöpferischer Arbeit bei der Unterwertt: 
und dem neuen Aufbau der ganzen Erde. In die exotische Welt — ewiges Reich rorz 
tischer Sehnsucht aus der Gebundenheit des Alltags! — führt Willy Seidels neues Werk „M 
Buschhahn“ [Insel-Verlag, Leipzig] und ins Reich’ des Übersinnlichen A. M. Frey mit seı. : 
„Spuk des Alltags“ [’Delphin-Verlag, München]: Elf Geschichten aus der Welt des Graue 
die gleichsam elementar aus dem natürlichen Geschehen aufwächst; die gleiche Begal: 
für das Phantastisch-Groteske zeigt desselben Autors ‚Solneman, der Unsichtbare‘ [eben 
worin das falsche Idyll der kleinbürgerlichen Welt dämonisch aufgerührt wird. Die (У 
schichte eines Experiments, durch das ein primitiver Naturmensch in rasendem Schw: 
auf die Höhe europäischer „Gesittung‘ getragen wird und dem Gesetz der Entartung v 
fällt, gibt Ludwig Winders „Kasai“ [Ernst Rowohlt, Berlin], in der konzentrierten г. 
leidenschaftlich bewegten Ausdrucksform der heutigen literarischen Jugend, mit sebr ~ 
merkenswerten Ausflügen in das Gebiet der Exotik. Das Bekenntnis eines starken Ten 
raments ist Paul Duysens ‚Jedermann — der viehische Mensch‘ [Konrad Hanf, Hambur: 
trotz seinem unverkennbaren Mangel an menschlicher und künstlerischer Ausgereiftheit = 
ungewöhnlich ernsthafter und leidenschaftlicher Versuch, aus den tiefsten Abgründen qui! 
rischer Selbstbetrachtung zur Form emporzudringen. Ein künstlerisches Kabinettstück#‘ 
Gina Kaus’ Novelle „Der Aufstieg“ [Georg Müller, München ] — die Geschichte eines fc! 
selbstsüchtigen Strebers, der mit einer geradezu feindseligen Schärfe der psychologist 
Durchdringung bis in seine letzten Schliche entlarvt wird. Beachtenswert sind auch :r 
Werke von Ernst Schmitt: „Hochzeit“ und „Im Anfang war die Kraft“ [Eugen Diederi« 
Jena], verführerisch im ununterbrochenen Aufschwung vom Kleinsten zum Größten. ! 
seelischen Erraffen deutscher Art von Hutten bis Bach, alles voll Anspannung und « 
äußerste Kraftproben eingestellt, aber zu rasch beschlossen in Bejahung und Unterwer:: 
gegenüber den Mächten der Gewalt, aus der vermeintlichen Notwendigkeit alles menschlich 
Geschehens heraus, wie sie die deutsche Dichtung seit dem Einbruch von Hegels Le 
schon durch mehrere Generationen hindurch predigt. 

Den Roman einer sterbenden Stadt nennt sich ein Buch von Frank Thiess: „Der Tod ı' 
Falern‘‘ [Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart]: eine Dichtung voll bewegter Visionen. ‘ 
Geschichte starker Menschen von leidenschaftlicher Größe inmitten einer Welt уоп №" 
und Grauen. Aus der allgemeinen Weltuntergangsstimmung heraus entstanden ist zi 
Arnold Ulitz’ Roman ‚Ararat‘‘ [Verlag Albert Langen, München]: die völlige Vertien 
der Menschheit in endlosem Brudermord und die Erlösung der letzten Menschen durcı · 
Kraft der Liebe. In seinem neuen Novellenband ‚Die ernsthaften Toren‘ [ebenda] + 
mehr als zwanzig Erzählungen vereinigt, deren Gemeinsames darin liegt, daß menschli“ 
Abirrungen mit einer zugleich liebevollen und schonungslosen Gerechtigkeit betrachtet 
mit einer ungewohnt launigen Leichtigkeit der Darstellung ins Allgemein-Menschliche emf 
gehoben werden. Ganz Zeitdokument trotz seiner historisierender Einkleidung ist KJabur 


s 168 + 








BLANCK/NEUEDEUTSCHE ERZÄHLUNGEN+ANMERKUNGEN * 
hdenklicher Schelmenroman ‚‚Bracke“ [Erich Reiß, Berlin], worin die tiefsinnigen 
iche des märkischen Eulenspiegel Hans Clauert mit Märchen und Legenden in eigener 
deutung des Dichters zu einem farbigen Spiel menschlicher Eitelkeiten verwoben sind. 
en Rückgang einer bürgerlichen Familie gleichzeitig mit dem VerfaH des alten Öster- 
h behandelt Otto Stoessl in seiner Erzählung ‚Das Haus Erath‘“ [Bücherlese-Verlag, 
pzig] mit einer unseren Tagen sonst verlorengegangenen behaglichen Breite der epischen 
stellung, die reich an vielen feinen Einzelzügen ist. Ebenfalls in bürgerlicher Sphäre 
egt sich die „Familie Hellmann“ von Rudolf Huch [ebenda], eine Studentengeschichte, 
von dem herkömmlichen Typus vor allem darin abweicht, daß sie den Werdegang und 
kleinen Abenteuer eines jungen Menschen aus dem Mittelstande ohne den üblichen roman- 
hen Aufputz mit wirklichem unmittelbaren persönlichen Anteil und einer lebensnahen 
frichtigkeit erzählt; ein paar vereinzelte, etwas romanhafte Anekdoten erscheinen so 
ıdezu als störende Fremdkörper. ‚Abenteuer und Träume“ nennt sich ein merkwürdiges 
'h von Max Kleinschmidt [August Scherl, Berlin], in dem sich der Einfluß der Zeit 
h ungewollt stark verrät. Die älteren dieser exzentrischen Plaudereien eines alten Welt- 
nmlers sind mit der seltenen Freiheit und Leichtigkeit des wahren Humors geschrieben, 
I der Autor hat ganz recht, wenn er sich selbst eine Grabschrift als gaukelnder Philosoph 
r philosophischer Gaukler setzt. Je näher die Sammlung aber der Gegenwart kommt, 
‚s0 krauser und grüblerischer wird auch Kleinschmidts Witz — zumal dort, wo er mitten 
‚heiter aufstrahlender Laune, deren genialer Wirrwarr noch an Heines „Buch Le Grand‘ 
inert, in die Unerquicklichkeit politischer Tagessatire verfällt. ° 





ANMERKUNGEN 


u dem Aufsatz ‚Die deutschen Privatpressen‘‘ von Ludwig Sternaux, den wir im ersten 
ft dieses Jahrgangs veröffentlichten, schickt uns Christian Heinrich Kleukens einige be- 
htigende Ergänzungen, denen wir gern Raum geben. In dem Aufsatz war gesagt worden, 
3 Christian Heinrich Kleukens für die Ernst-Ludwig-Presse nur als literarischer 
rater tätig gewesen sei. Dazu bemerkt Herr Kleukens: „Sämtliche Drucke der Ernst- 
dwig-Presse sind eigenhändig von Chr. Heinr. Kleukens gesetzt und gedruckt. Literarischer 
rater’ der Ernst - Ludwig - Presse war ich nur insofern, als ich einfach nur solche Texte 
zle und druckte, die mir zusagten. Mein Bruder F. W. Kleukens entwarf für die neuesten 
ucke der Ernst - Ludwig - Presse den Buchschmuck. Setzer und Drucker war er nicht.“ 
Herr Kleukens wurde wegen seiner Leistungen als Drucker der Ernst - Ludwig - Presse 
m Mitglied der Darmstädter Künstler-Kolonie ernannt, und im Frühjahr 1914 nach dem 
ıcktritt seines Bruders alleiniger verantwortlicher Leiter der Ernst- Ludwig - Presse. Die 
thik“, die der Aufsatz Sternaux’ erwähnt, wurde mit einer Titelzeichnung von Walter 
emann laut Druckvermerk durch Ch. H. Kleukens im Jahre 1914 begonnen und durch 
rl Simons im Jahre 1920 beendet. 


+ 169 + 


NEUE BÜCHER UND MUSIKALIE! 


ALLGEMEINES, GESAMTAUSGABE 
SAMMLUNGEN 


DEUTSCHES BÜCHERVERZEICHNIS der Jahre 
1915 bis 1920. Eine Zusammenstellung der im 
deutschen Buchhandel erschienenen Bücher, Zeit- 
schriften u. Landkarten. Mit einem Stich- und 
Schlagwortregister. Bearb. von der Bibliograph. 
Abteilung d. Börsenvereins d. Deutschen Bush- 
händler zu Leipzig. (Etwa 650 Bog.) Lfg. 6 u. 7: 
Freydendal—Heimathefte. (S. 801 bs "zo 

Leipzig, Börsenverein d. Deutschen Buchhändler. 

JeM 70.—. " 


EINLEITUNG in d. Altertumswissenschaft. Bd. II. 
(Gr.-8°.) Leipzig, Teubner. 
т. Pernice, Erich, Griechisches und römisches 
Privatleben. (82 S.) M 28.—. 
К Regling, Kurt, Münzkunde. (S.83— 113.) 
12.—. 
3. Winter, Franz, Griechische Kunst. (S. 114 
bis 214.) M 30.—. 
4. Wide, Sam, und Martin P. Nilsson, Grie- 
— und römische Religion. (S. 215—316.) 
2.—. 
5. Heiberg, Johan Ludwig, Exakte Wisen- 
schaften. (S. 317—357.) M 15.—. 
6. Gercke, Alfred, Geschichte der Philosophie. 
(S. 358—477) M 36.—. 


LITERARISCHER JAHRESBERICHT des Dürer- 
bundes. Begr. von Ferdinand Avenarius. Geleitet 
in Verb. mit zahlr. Gelehrten u. Sachverständ. 
zum ı1.Male bearb. von Wolfgang Schumann. 
(IVS., ız2 Sp. 4°.) München, Callwey. Geh. 
М 45.—, geb. M 55.—. 


LESEN und Schauen. Ein Führer zum guten Buch 
und Bild für die Jugend. Herausgeg. v. Jugend- 


REIHEN 


BIBLIOTHEK der Kunstgeschichte. Herausgegeben 
von Hans Tietze. Leipzig, E. A. Seemann. Je 
10.—. 
16. Schmidt, Robert, Das romanische Kunst- 
gewerbe in Deutschland. 
17. Strzygowski, Josef, Die Landschaft in 
der nordischen Kunst. 
18. Luz, W. A., Holzfiguren der deutschen 
Gotik. 
19/20. Wulff, Oskar, Donatello. 
21. Börger, H., Griechische Münzen. 
Jedes Bändchen enthält 20 Abbildungstafeln, denen 
ein knapper einführender Text mit den wichtig- 
sten biographischen Daten und Literaturangaben vor- 
ausgeht. Der Doppelband Donatello enthält 65 Ab- 
bildungen. 





schriften-Ausschuß d. Lehrervereins zu Fa 
furt a. M. Mit Abbild. (50 S. Gr.-8°.) Kölo : I 
H. Schaffstein. M 3.—. 


WILDENBRUCH, Ernst von, Gesammelte d 
Hrsgeg. у. Berthold Litzmann. Reihe 2: 172 
Bd. r2. Berlin, G. Grote. 

з. (ХУ, 574 S. 80.) Subskr.Pr. M 38.—, 
Subskr.-Pr. M 58.—, Halblederband Subs:- 
М 96.—. Einzelne Reihen und Bände + 
nicht abgegeben. 


CECHOV, Anton Pavlovic, Socinenija. T. :: 
Werke. Schluß. Berlin, Slowo-Verlagsge:-l:- 
13. ı4. Dramaticeskija proizvedenija. (3%. | 


Ķ1.-80.) Je M 15.—. 


MOLIERE, Sämtliche Werke in 6 Bänden. | 
setzt von Martin Beutler u.a. Mit emer 
führung von Wilhelm Friedmann. VI. i37 
80.) Berlin, Propyläenverlag. Hldrbd. M i+ 

Mit diesem Band wird die in alter Didot-Az 

gedruckte Ausgabe vollständig. Sie bringt d: W 

in chronologischer Anordnung mit Lichti= 

nach französischen Kupfern des 18. Jahrhu 


PUSKIN, Aleksandr Sergeevic, Polnoe sobr is: 
cinenij. Sämtliche Werke in 6 Bänden. Т.5. 
lin, Slowo-Verla schaft [Ullstein]. 
5. (493 S., a Bl. Faks. Kl.-80.) M 35. —. 


TURGENEV, Ivan Sergeevic, Polnoe sobran- 
cinenij. Sämtliche Werke. TA Berlin, Slow" 
Jagsgesellschaft. 

4. Nov’. Rudin. (576 $. КІ.-80.) М 25 -. 





-BÜCHER 


BÜCHER des Deutschen Theaters, Die. (X 
Berlin, F. Fontane & Co. Geh. је М то.- | 
М 15.—. 
ı0. Shakespeare, William, Der Kaui: 
von Venedig. Mit einem Vorwort von !' 
Kahane und Szenenbildern von Harold B-. 
(128 S.) 
ıı. Schiller, Friedrich v., Die Rive. 
Szenenbildern von Kurt Richter, Figuric: 
Ali Hubert und einer Vorrede von Otw L 
(126 S.) 


DÜRER - BUND - FLUGSCHRIFTEN. 
Callwey. Geh. M 3.50. 
189. Beer: Lydia, Der Kampf um d: 
Kino. (30 S. Gr.-80.) 


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+ 170 # 


N REIHENBÜCHER | g * 


sELHORNS Romanbibliothek. 36. Reihe. (Kl.- 
’.) Stuttgart, Engelhorn. Geh. M 10.—, geb. 
16.—. 

110. Bud, Elsa Maria, Die Werdenden. Roman. 
85 S.) 

ı. Rıchter, Fritz, W., Die rätselhafte Me- 
die. Spionageroman. Aus dem Schwedischen 
‚ertragen von Werner Peter Larsen. (144 S.) 
1/13. Skowronnek, Richard, Das bißchen 
rde. Roman. (285 S.) 


SCHEN, Sammlung. (K1.-8%.) Berlin, Vereinig. 
issenschaftlicher Verleger. Pappbd. je M 9. — 
ı. Mahler, Georg, Ebene Geometrie. Mit 
ıo zweifarb. Figuren. 4. verb. Aufl. (166 S.) 
47. Junker, Friedrich, Repetitorium u. Auf- 
ıbensammlung zur Integralrechnung. Mit 53 Fig. 
n Text. 3. verb. Aufl. (135 S.) 

11. Wé gandt, Wilhelm, Forensische Psy- 
ılatrie. 


. 2. Sachverständigentätigkeit. (166S.) 


92. Stolz, Friedrich, Geschichte der lateini- 

hen Sprache. 2. Aufl., durchges. von Albert 

ebrunner. (ı3ı S.) 

82. Mannheim, Emil, Pharmazeutische Che- 

це. 4. Übungspräparate. Mit 5 Abb. 2. Aufl. 
.) 


110 $ 


28. Pirani, Marcello, Graphische Darstellung. 


ı Wissenschaft und Technik. Mit 58 Fig. (126 S. 
48. Heiland, Fritz, Sammlung von Aufgaben 


us der ebenen und sphärischen Trigonometrie. 
lit 26 Fig. (152 S.) 


RSCHNERS BÜCHERSCHATZ. (КІ.-80.) Вег- 
in, H. Hillger. Je M 2.50. 

336. Scharrelmann, Wilhelm, In Poppen- 
urg. Novellen. (62 S.) 

337. Heine, Anselma, Einer sët, ein Andrer 
'rntet. Roman. (80 S. 

1338. Heubner, R., Bambino. Novellen, (63 S.) 


КІАМІЅ5СНЕ КОМСКЕСАТІОМЅВОСНЕКЕІ. 
derausgegegben von G. Harrasser $. J. (12°.) 
Freiburg i. Br., Herder & Co. 

|. Marienblumen. Liebfrauenerzählungen neuerer 
tatholischer Schriftsteller. Gesammelt von G. Har- 
asser S. J. (VIII, 190 S.) M 19.—, geb. M 28.—. 
Il. Marianisches Leben. Bilder aus dem Walten 
and Wirken der Marianischen Kongregation. Ge- 
sammelt von G. Harrasser S.J. (ҮШ, 230 S.) 
M 24.—, geb. M 36.—. 
Ш. Іа der Kongregationsschule. Vorbereitungs- 
unterricht zur ee in die Marianische 
Kongregation. Von Maria Müller. (XVI, 188 S.) 
M 23.—, ве. М 34.—. 
eKongregations-Bücherei will in buntem Wechsel 
'hebung, Belehrung und Anregung bieten, Bilder 
s Geschichte und Leben, Erzählungen, Biogra- 
uen, erbauliche Züge usw., um die mächtige Kor 
egalionsbewegung der Gegenwart durchs Wort zu 
гЧегп. Die Кыйа wird fortgesetzt. 


ATUR UND GEISTESWELT, Aus. (Kl.-80.) 

Leipzig, B. G. Teubner. Geh. M 10.—, geb. 
12.—. 

589. Lindow, Martin, Differentialgleichungen 

unter Berücksichtigung d. prakt. Anwendung in 

der Technik mit zahlreichen Beispielen und Let. 


PNILOSOPHISCHE REIHE. Hera 


gaben verf. Mit 38 Fig. im Text und 160 Auf- 
gaben. (106 S.) 
763. Bühler, Ottmar, Die Reichsverfassung vom 
ız. August 1919. Mit Einleitung, Erl. und Ge- 
samtbeurteilung. (130 $.) 
65. Franz, Victor, u. Hans Schneider, Ein- 
ührung in d. Mikrotechnik. Mit 18 Abb. (120 S.) 
840. Kesseler, Kurt, Die religiöse Bewegung 
der Gegenwart. (128 S.) 


egeben von 
Alfred Werner. (K1.-80.) München, Rösl & Cie. 
39. Hoesslin, Jul. Konst. v., Schöpferische 
Funktionen d. Geistes. (264 Se Pappbd. M 28.—. 
ko. Hatzfeld, Helmut, Einführung in die 
Sprachphilosophie. г? S.) Pappbd. 16.—. 
hı. Kaim, Julius, Rudolf, Der Sinn der Lite- 
raturwissenschaft. (135 S.) Pappbd. M 15.—. 


RECLAMS Universal-Bibliothek. (K1.-80.) Leipzig, 


Reclam. Geh. M 3.—, Geschenkband M 6.—. 
169/16да. Sterne, Laurence, Empfindsame 

Reise durck Frankreich und Italien. Deutsch von 

Fr. Hörlek. (160 S.) 

1716, 1744, 1767, 1836, 1850, 1887, 1892.G o- 
ol, Nikolaus, Phantasien und Geschichten. Bd. ı 
is 7. (80, 66, 72, 62, 86, 60, 73 S.) 


2263—2264. Plutarchs vergleichende Le- 


bensbeschreibungen. ı. Bd. Theseus, Romulus, 
Lykurgus, Numa. Übers. von Kaltwasser, heraus- 
egeben von Otto Güthling. 2. Aufl. (207 S.) 
271—6272. Litzmann, Grete, Das Erbe von 
Redentin. Novelle. (124 S.) 
6273. Bolingbroke, Lord, Das Bild eines 
patriotischen Königs. Ein Brief über den Geist 
des Patriotismus. Zwei Schriften. Übertragen u. 
eingeleitet. von Gertrud B ann. (85 S.) 
6274. Bauer, Hans, Die Purzelbaumallee. Hu- 
moresken. (62 S.) 
6275, 6276, 6277. Brehm, Alfred Edmund, 
Das Leben der Vögel. Bd. 1—3. Bearb. u. heraus- | 
gegeben von Carl W. Neumann. (go, 84, 83 S.) 
278. Stieler, Karl, Gedichte. 7. Bd. 1. Wan- 
derzeit. 2. Ein Winteridyll. Mit einer Einleitung 
herausgeg. von Fritz Gundlach. (72 S.) 
6279. Hoffmann, E. T. A., Undine. Zauber- 
oper in drei Aufzügen. Dichtung von Friedrich 
de la Motte-Fouqué. Neu bearb. und eingeleitet 
von Hans von Wolzogen. Herausgeg. oa Richard 
Kruse. (55 S.) 
6280. Maartens, Maarten, Die Komödie eines 
Verbrechens. Drei Novellen. Übersetzt aus dem 
Englischen von Eva Schumann. (75 $.) 


SILBERGÄULE, Die. (K1.-80.) Hannover, Steege- 


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147/151. Münzer, Kurt, Der weiße Knabe. 
Die Geschichte einer selts. Liebe. (66 S.) Geh. 
M 14.—, Pappbd. M 20.—. - 


SINDBAD-BÜCHER. (8°0.) München, Drei Masken 


Verlag. 2 

Renard, Maurice, Die blaue Gefahr. Roman. 
Übertr. v. Marta Karlweis. Mit Zeichngn. von Fritz 
Heubner. (393 S.) Geh. M 30.—, га, М д0. —. 
Stevenson, Robert Louis, Die Schatzinsel. 
Roman. Mrt Zeichngn. v. Rolf v. Hoerschelmann. 


(256 S.) Geh. M 24.—; geb. M 34.—. 


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SPANNENDE BÜCHER, (8°.) Berlin, Ullstein. 
Geh. je M 4.—. 
Jacques, Norbert, Die Zwei in der Südsee. 
48 5.) 


Maupassant, Guy de, Yvette. (64 S.) 
ULLSTEINBÜCHER. (Kl.-8%.) Berlin, Ullstein & 

Со. РаррЬа. М та.—. 

ı4o.James Hay, Das Haus ohne Licht. (252 S.) 


PHILOSOPHIE 


DENEFFE, A. S.J., Kant und die katholische 
Wahrheit. (XII, 200 S. 80.) Freiburg i. Br., 
Herder & Co. M 46.—, geb. M 58.—. 

Das Werk behandelt die Lehre Kants vom katho- 

lischen Standpunkt aus. 


FELDKELLER, Paul, Graf Keyserlings Erkennt- 
nisweg zum Übersinnlichen. Die Erkenntnisgrund- 
lagen des Reisetagebuches eines Philosophen. 


(191 S. 80.) Darmstadt, O. Reichl. M 60.—. 


GOETHE. — Goethes Philosophie aus seinen Wer- 
ken. Ein Buch für jeden gebildeten Deutschen. 
Mit ausführl. Einl. herausgeg. von Max Hey- 
nacher. 2. verb. Aufl. (CXXXI, 319 S. 8°.) Leip- 
zig, F. Meiner. (Philosoph. Bibliothek. Bd. 109.) 
Geh. M 45.—, Hiwbd. M 60.—, Geschenkbd. 
М 75.—. 

HESSEN, J., Hegels Trinitätslehre. Zugleich eine 
Einführung in Hegels System. (VIII, 46 S. Gr.- 
80%.) Freiburg i. Br., Herder & Со. М Зо.—. 

Eine Beleuchtung des Hegelschen Systembaues von 

seiner Kreuzblume, der Trinitätslehre, aus, die reli- 

gionsphilosophisch gewürdigt und am christlich- 

Katholischen Dogma gemessen wird. 


PHILOSOPHIE + THEOLOGIE 






WERKE DER WELTLITERATUR. (Gr.-&.: 
lin, Propyläen-Verlag. | 
Heinse, Wilhelm, Ardinghello und die 
seligen Inseln. Mit zahlreichen Abb. aui- 
(313 5.) РаррЬ4. М 125.—, НіагЬ. М : 

Die neue Ausgabe des berühmten Roman: 

30 Reproduktionen der italienischen Kunstwer 

denen sich Heinses Enthusiasmus entzündete. 








KÜLPE, Oswald, Vorlesungen über Psyche 
Herausgeg. v. Karl Bühler. 2. Aufl. Drr:: 
u. erw. durch einen Anh. (VIII, 340 S. Gr.» 
Leipzig, S. Hirzel. Geh. M 50.—, geb. M 7- 


NESTLE, Wilhelm, Die Vorsokratiker. In 1: 
übers. u. hrsgeg. 2. erw. Aufl. (IV, 2655 ' 
Jena, E. Diederichs. Geh. M 40.—, geb. M 5: - 
Hpergtbd. M 70.—. | 

ZIEGLER, Leopold, Der ewige Buddho. En 1 
pelschriftwerk in vier Unterweisungen. (433: ` 
Darmstadt, O. Reichl. Ldrbd. M a25.—, Hir 
M 375.—, Pergbd. M 600.—. 

Das Werk benutzt zum erstenmal die von 

Eugen Neumann vollkommen verdeutschten T 

des Pali-Kanons, die anstatt des bisher bes: 

Gautama Buddha der nördlichen Überlieferux | 

Gestalt des Gotamo Buddho der südlichen (x 

lieferung gewahr werden läßt. Der Verfasser gi: 

in diesen Reden Buddhos wiedergefunden zu ha: 
was er selbst früher als eigenes religiöses pria 
in dem Werk ‚Gestaltwandel der Götter“ 
gestellt hat. | 


ТНЕОГОСІЕ 


ALLGEIER, A., Bibel und Schule. Eine Einleitung 
ins Alte Testament für Religionslehrer in sechs 
Vorlesungen. Mit ı2 Bildern. (XII, 122 S. 80.) 
Freiburg i. Br., Herder & Co. M 33.—. 

Wissenschaftlich begründete, gemeinverständlich ge- 

haltene Vorträge über den geschichtlichen Hinter- 

grund des Alten Testaments, seine religiöse Stellung, 
literarische Eigenart und pädagogisch-didaktische 

Bedeutung. 


BLOCH, Ernst, Thomas Münzer als Theologe der 
Revolution. (297 5. Сг. - 80.) München, Kurt 
Wolff. Geh. o.—, Hlwbd. M 120.—. 

BRAUN, Joseph, Liturgisches Handlexikon. (344 S. 
80.) Kempten, Kösel & Pustet. Hiwbd. M 50.—. 

Das Lexikon verzeichnet die heutige liturgische Ter- 

minologie, die — liturgischen Funktionen und 

Zeremonien unter Berücksichtigung ihrer geschicht- 

lichen Entwicklung sowie auch die mittelalter- 

liche liturgische Terminologie. 


CATHREIN, V., S.J., Katholik und katholische 
Kirche oder Was hat der Katholik an seiner 


Kirche und was schuldet er ihr? (XIV, 364 2.‘ 
Freiburg i. Br., Herder & Co. Hiwbd.M ® 
Behandelt religiöse und kirchenpolitische F::: 
das Wesen der Kirche, ihre Sendung, ihr Vert? 
zu Staat, Schule, Ehe, wirtschaftlichem Leben - 


GRISAR, H., Luther-Studien. 3. u. 4. (Gr~ 
Freiburg i. Br., Herder & Co. 
3. Grisar, H., und Fr. Heege, Luthers Kew 
bilder. II. Der Bilderkampf in der deut“ 
Bibel. (1522 ff.) Ми 9 Abb. (XII, 56 S. ' 
М 28.—. 
4. Grisar, H., Luthers Trutzlied „Ein 
Burg“ in Vergangenheit und Gegenwart. .'- 
58 5.) Geh. M 25.—. 


HAAS, Hans, Bibliographie zur F nach "' 
Wechselbeziehungen Zwecken Виа изт t 
Christentum. (Il, 47 S. Gr.-80.) Leipzig. J 
Hinrichs. (Veröffentlichungen des Porsche: 
instituts für vergleichende —— 
der Universität Leipzig. Nr. 6.) M 15.—. 


* 172 * 


MEDIZIN * 





LMANN, A., Gottesträger. Das Schönste aus den 
irchenvätern. (VIII, 4o6 S. 12°.) Freiburg i.Br., 
erder & Co. Geh. M 60.—, Pappbd. M 72.—, 
wbd. M 100.—. 


„L, Karl, Der Kirchenbegriff des Paulus in 
inem Verhältnis zu dem der Urgemeinde. (27 S. 
’.) Berlin, Verlag d. Akademie d. Wissensch.; 
ereinigung wissenschaftl. Verleger. Geh. M 4.—. 


GER, Paul, Festland. Beiträge zur Begründung 
ıristlicher Überzeugung. Gotha, F. A. Perthes. 
eh. M 40.—, geb. M 60.—. 

Buch versucht, im Strudel allgemeiner Auf- 
ng, die der Autor in unserer Zeit wahrnimmt, 
chen all den verwirrenden Relativitäten ein Fest- 
zu gründen, eine sittliche Weltordnung christ- 
зг Observanz. 


\DERSDORFER, P. Simon, Die Psalmen. La- 
inisch und deutsch für gebildete Leser be- 
rbeitet. (416 S. 80.) Kempten, Kösel & Pustet. 
wbd. M 62.—. f 


e wissenschaftlich kommentierte Ausg in der 
r Psalm mit einer Einleitung über Werfasser, 
jtehungszeit u.a. und mit Fußnoten? zur Er- 
ung schwieriger Stellen und Ausdflicke ver- 


n ist. 


\GBEIN, Paul, Bibelbüchlein. ef Hilfsbuch 


um Verständnis d. hl. Schrift f. U. Hand des 
ibellesers bearb. 5., durchges. Auf} Mit 19 Ab- 
ild. und 7 Karten. (172 S., 6 Kt. K1.-80.) 
tuttgart, J. F. Steinkopf. Kart. 18.—. 


es Geistbegriffs d. synoptischen Evangelien aus 
. griech. Mystik. (VI, 150 S. 40.Y Leipzig, J. C. 
linrichs. (Veröffentlichungen deg Forschungs- 
nstituts für vergleichende Reli iortsgeschichte ап 
er Universitāt Leipzig. Nr. 3 М у8.—. 
NCHENER STUDIEN zur historischen Theo- 
gie. (80.) Kempten, Kösel & Pustet. 
.Pfeilschifter, Georg, Die St. Blasianische 
sermania Sacra. (200 S.) Geh. M’ 28.—. 

. Adam, Carl, Die geheime Kirchenbuße nach 
em Heiligen Augustin. (96 S.) Geh. M 16.—. 


IRA, Carl, Staat und Kirche bei Alexander Vinet. 
ХП, тоо $. 8%.) Gotha, F. A. Pepthes. (Brücken, 
м. 6.) Kart. M 24.—. 

el ist in der französischen Schwéiz der Vater des 


› 


lankens einer Trennung von Staat und Kirche. 


d 


SEGANG, Hans, Pneuma acer Fran Ursprung 







CMEISTER, Adolf, eegen Behand- 
ang der Lun Tuberkwbse. 3., völlig neubearb, 
tufl. (58 S. 80.) . Fischer. М 8.—. 

‚neue Auflage des Ыг Ргахіѕ bewährten Wer- 
‚Ist durch ein Kapitel \über die Entstehung der 
Igentuberkulose nach den modernen Anschau- 





KR erweitert. 
ERF ELD, Johannes, g Arzneimittellehre f. Stu- 
rende der Zahnheifkunde und Zahnärzte. 3., 


web. Aufl. (VI, 167 S. 80.) Berlin, Julius Sprin- 
it. M 27.—. 


g ч 


Seine Stell in der französischen Theologie ent- 
spricht etwa der Schleiermachers bei uns. Paira gibt 
eine klare Darstellung der Gedankenwelt Vinets 
unter Berücksichtigung der Beziehungen zur deut- 
schen idealistischen P ilosophie. 


PRZYWARA, E., S. J., Vom.Himmelreich der 
Seele. Christliche Lebensführung. 5 Bändchen. 
Freiburg i. Br., Herder & Co. 

3. Bd.: Barmherzigkeit. (VIII, 
М 19.—, geb. M 31.—. 


SOENGEN, L., S.J., Gotteshaus und Gottesdienst. 
Praktische Winke. Mit 29 Abb. (VIII, 226 S. 8°.) 
Freiburg ı. Br., Herder & Co. Geh. M 43.—, 
geb. M j 

Das Werk sucht klarzumachen, wie das Gotteshaus 

und seine Einrichtungen im Einklang stehen sollen 

mit der Liturgie und den kirchlichen Bestimmungen, 
und wie die einzelnen gottesdienstlichen Verrichtun- 

en durch engere Anlehnung an die Liturgie leben- 
фаг, künstlerischer gestaltet und dadurch dem 

Volke nähergebracht werden können. 


WOLPERT, L., In der Apostelschule. Lesungen im 
Anschluß an die Sonntagsepisteln. (VIII, 292 S. 
80.) Freiburg i. Br., Herder & Co., М 53.—, 
вер. М 65.—.. 


то S. 120.) 


NEWMAN, John Henry, Christentum. Ein Aufbau. 
Aus seinen Werken zusammengest. u. eingeleitet 
v. Erich Przywara S. J. Übertragen v. Otto Kar- 
rer, S. J. Bdch. 1—3. (80.) Weg zum Christen- 
tum. Freiburg i. Br., Herder & Со. 

ı. Advent. Vorbereitung zum Christentum. (ХХ, 
71 S.) Geh. M 19.—, Bappbd. 28.—. 
з. Fülle der Zeiten. Beweis des Christentums. 
ОШ 84 S.) Geh. M ı9.—, Pappbd. 28.—. 

. Glauben.’ (VII, 106 S.) Geh. M 22.—, Papp- 
band M 32.—. 


ORIGINES, Werke. Herausgeg. im Auftr. d. Kir- 
chenväter-Kommission d. preuß. Akademie der 
Wissenschaften von Wilh. Adolf Baehrens. Bd. 7. 
Homilien zum Hexateuch in Rufins Übersetzung, 
T. 2. Leipzig, J. CG Hinrichs. (Die griechischen 
christlichen Schriftsteller der ersten drei Jahrhun- 
derte. Bd. 30.) | 
7, 2. Die Homilien zu Numeri, Josua und Ju- 
dices. (XXXVIII, 62r S. Gr.-80.) Geh M ı10.—, 
Hlwbd. M 137.—. 


R MEDIZIN 


BREITENSTEINS Repetitorien. (K1.-80.) Leipzig. 
Barth. 

21. Mahler, Julius, Kurzes Repetitorium der 
Physiologie. Als Vademekum f. Ärzte u. Stu- 
dierende d. Medizin unter Benutzäng der ein- 
schläg. Literatur nach Brücke о. а. Т. ı. 5., neu- 
bearb. u. verm. Aufl. Mit 5 Abb. (VIII, 197 S.) 
Pappbd. M 24.—. 
a4. Leisewitz, Theodor, Kurzes Repetitorium 
der Gynäkologie einschließlich der gynäk. Ope- 
rationslehre. Als Vademekum f. d. Klinik und 


* 175 * 


Praxis sowie als Katechismus f. d. Prüfungen 

earb. nach Winckel u.a. 5., umgearb. Aufl. 
fit 3 Abb. (144 S. — Pappbd. M 21.—. 

DESSAUER, Friedrich, Zur Therapie des Karzi- 
noms mit Röntgenstrahlen. Vorlesungen über die 

hysikal. Grundlagen d. Tiefentherapie. Ми 30 
— (IV, 7b S. Gr.-80.) Dresden u. Leipzig, 
Th. Steinkopff. M 12.—. 

FOREL, August, Hygiene d. Nerven u. d. Geistes 
im gesunden und kranken Zustande. Für gebildete 
Laien und für Studierende. 7. erw. u. verb. Aufl, 
Mit 4 Taf. u. Textabb. (352 S. 80.) Stuttgart, 
E. H. Moritz. Geh. M 40.—, НімЬа. М 54.—. 

GILG, Ernst, u. Wilhelm Brandt, Lehrbuch der 
Pharmakognosie. 3., stark verm. u. verb. Aufl. 
Mit 4o7 Abb. (XXXIV, 423 S. Gr.-8°.) Berlin, 

~ Springer, Hlwbd. M 70.—. - 

HANDBUCH der ärztlichen Erfahrungen im Welt- 
SE ıgı4/ı8. Bd. IV. Leipzig, Joh. Ambr. 

arth. 
IV. Geistes- und Nervenkrankheiten. Unter Mitw. 
von Konrad Alt u. a. Herausgeg. von Karl Bon- 
hoeffer, 2 Teile. Т. 1. Mit 17 Abb. im Text. 
(VII, 342 S. 4°.) Geh. M 75.—. 
(Bezug d. 1. Abt. verpflichtet zur Abnahme d. 
2. [Schluß]-Abt.) 

HELFERICH, Heinrich, Atlas und Grundriß der 
traumatischen Frakturen und Luxationen. Mit 
64 farb. u. ı6 schwarzen Tafeln, sowie 427 Fig. 
im Text. 10., neubearb. u. verm. Aufl. (ҮП, 
475 S. 80.) München, J. F. Lehmann. (Lehmanns 
mediz. Handatlanten. Bd. 8.) Hiwbd. M 100.—. 

JANCSO, Nikolaus, Experimentelle Untersuchungen 
über die die Malariainfektion des Anopheles und 
des Menschen beeinflussenden Umstände. Aus der. 
internen Klinik d. Franz-Josefs-Universität zu Ko- 
lozsvär. Mit 9 Fig. im Text. (48 S. Gr.-8°.) 
— Joh. Ambr. Barth. (Archiv f. Schiffs- 
u. Tropenhygiene, Pathologie u. Therapie exot. 
Krankheiten. Beihefte. Bd. 25, Beih. 2.) М 12.—. 

KLUGHARDT, Adolf, Zahnärztliche Materialkunde. 
Mit 27 Abb. u. Skizzen im Text. (VIII, rı5 S., 
Schreibpapier. Gr.-8%.) Leipzig, Dr. Werner 
Klinkhardt. M 30.—. 

KOBLANCK, Alfred, Taschenbuch der Frauenheil- 

- kunde. 3., verm. u. verb. Aufl. Mit 65 Abb. 
(XVI, 376 S. K1.-80.) Berlin, Urban & Schwarzen- 
berg. M 60.—. 

KOWARSCHIK, Josef, Die Diathermie. 3. vollst. 
umgearb. Aufl. Mit 89 Textfig. (VI, 166 S. 
Gr.-8°.) Berlin, Springer. Hlwbd. M 57.—. 

KRASEMANN, Erich, Säuglings- und Kleinkinder- 
pflege in Frage und Antwort. Eine Vorbereitung 
zur Prüfung als staatl. anerkannte Säuglings- u. 
Kleinkinderpflegerin. Mit Geleitwort von Her- 
mann Brüning, 2. verb. Aufl. (go S. 8°.) Leipzig, 
G. Thieme. M 15.—. 

KRETSCHMER, Ernst, Medizinische Psychologie. 
Ein Leitfaden f. Studium und Praxis. (1V, 305 S. 
MA — G. Thieme. Geh. M 39.—, Hlwbd. 


KÜLBS, Franz Chr., Leitfaden der medizinisch- 
klinisch. Propädeutik. 3. erw. Aufl. Mit 87 Textab- 
bild. (X, 178 S. 8°.) Berlin, Springer. M 27.—. 


* 174 +* 


‘ersten Erscheinen eine dritte Auflage nölig gema:- 
























Die geschickte Anlage ипа :еспиариспе war» 
lung des Werkes haben bereits zwei Jahre nach «= 


Dem Studenten des ersten klinischen Semesters < 

hier ein sicherer Führer gegeben. Sal 

KUGLER, Emil, System der Neurose. (II, 18:: 
Gr.-8%.) Berlin, Urban & Schwarzenberg. ©з 
M 42.—, geb. M 60.—. 

LECHER, Ernst, Lehrbuch der Physik für ¥ 
diziner. Biologen und Psychologen. Mit јоз А: 
im Text. 4. verb. Aufl. (VIIL, 440 S. Gr.-¥. 
Leipzig, Teubner. Geh. M 58.—, Pappbd. М 5:- 

LEHKBÜCH der Grenzgebiete der Medizin u. Za: 
heilkunde für Studierende, Zahnärzte und Аг: 
Unter Mitarb. von Otto Büttner u.a. Bearb. 2 
"herausgeg. von Julius Misch. 2 Bände. 2. уг 
u. teilw. neu bearb. Aufl. Leipzig, F. C. W. Vog 
Geh. M 400.—, Lwbd. М 475.—. | 
1. Mit 237 teils farb. Textabb. u. ı (farb.) “= 

~ (XVI, бох 5. 40.) 

2. Mit 351 teils farb. Textabb. (X, 673 5. 4°. 

LIPMANN, Otto, Handbuch psychologischer Hi: 
mittel der psychiatrischen Diagnostik. Aus 
Sammlung d. Instituts £. angewandte Psyche: e 
u. aus d. Literatur unter Mitw. von Erich >: 
zusammengest. u. mit einer Ёш]. von Max Is 
lin u. ein, Beitr. von Kurt Berliner herausgeg. | 
ı30 Abb.\ in. Text u. 5 Taf. e 297 5. Сг. 
Leipzig, Joh. Ambr. Barth. Geh. M 80.—, L»! 
M 100.—. 

MEYER, — Traum, Hypnose u. Geheim vur 
schaften. {Volkshochschulvorträge. (77 S- * 
Stuttgart, F. Enke. M 16.—. 

MUCH, Hans} Spezifische und unspezifische Ra 
therapie. ipzig, C. Kabitzsch. (66 S. ù 
M 12.—. : 

OSTERTAG/ Robert v., Handbuch der Fleis« 

ierärzte, Ärzte und Richter. 2 Bis 

Bd. ı. Stuttgart, F. Enke. 

. neubearb. Aufl. Mit 158 Tex 

X, 630 S. Gr.-8%.) Geh. M 132. 

D6.—. 

NBUCH, Klinisches, für p 
tische Ärzte} Sammlung der an d. Kliniken 

bräuch), u. ewährtesten Heilformeln. &3. vc- 
umgearb. Auffl. (XVI, 4o3 S. 160.) Berlin. ‹ 
ban & Schwkrzenberg. Pappbd. M 24.—. 










(IV, 32 S. 80. Berlin, Springer. M 
Diese allgemeinv&rständlich geschr 
lung, die viele neueYGesichtspunkte 
an die weiteren KÑẹise der Gebi 
sondere an Ärzte, Psy hologen un 
SCHILLING, Viktor, Kfriegshygıe 

in der Türkei (Cilici@n, No — 

im Text u. 4 Taf. ( Sf Gr.-8°.) Leipzig. # 

Ambr. Barth. (Archiv jg f Schiffs- und In 

hygiene, Pathologie u.g,;,.‚ Therap!® exotischer Ar: 

heiten. Beihefte. Bd. G35, Beih. 3.) M AIT 
SCHIÖTZ, Ingolf, Oberin ` Retinitis gravidarum 

amaurosis ec пса. М it 2 Textabb. A к, 

40.) Stuttgart, F. Enke. (Mg Klinische ee E 

f. Augenheilkunde. Bd. 67\ Beilageh.) NM" 





















~ 


MATHEMATIK,;NATURWISSENSCHAFTEN * 





IFERT, Ernst, Chirurgie des Kopfes. u. Halses 
für Zahnärzte. Mit ı47 Abb. im Text. (202 S. 
4°.) München, J. F. Lehmanns Verl. (Lehmanns 
medizinische Lehrbücher. Bd. 2.) Geh. M 50.—, 

eb.M 62.—. 

IN, Robert Otto, Geschlechtskrankheiten. Mit 
32 Farbdrucktaf. nach 74 Moulagen, angefertigt 
r. Karl Henning u. Theodor Henning, sowie 15 
Textabb. (XII, vor S. Gr.-80.) München, J. F. 
Lehmann. (Lehmanns Medizinische Lehrbücher. 
Bd. 3.) Geh. M g90.—, geb. M 110.—. 

EKEL, Wilhelm, Psychosexueller Infantilismus. 
Die seel. Kinderkrankheiten der Erwachsenen. Mit 
8 Textabb. (XII, 616 S. 4°.) Berlin, Urban 
& Schwarzenberg. (Stekel, Störungen des Trieb- 
und Affektlebens [die parapath. Erkrankungen ] 
Bd. 5.) Geh.M 120.—, ne. M 156.—. 

OHR, Philipp, Lehrbuch der Histologie und der 
mikroskopischen Anatomie des Menschen mit Ein- 
schluß der mikroskopischen Technik. 19. Aufl., 
пец БеагЬ. у. Wilhelm v. Möllendorf. Mit 399 
z. T. farb. Abb. im Texte. (XI, 539 S. 40.) Jena, 
G. Fischer. Geh. M 75.—, Hiwbd. M 95.—. 
\SCHENBUCH der Therapie mit besonderer Be- 
rücksichtigung d. Therapie an d. Berliner, Wiener 
u. a. deutschen Kliniken. Herausgeg. von M. T. 
Schnirer. Ausg. 18. 1922. (XV, 45o S. K!.-8°.) 
Leipzig, 'C. Kabitzsch. Pappbd. M 4o.—. 

EYLS HANDBUCH DER HYGIENE Herausgeg. 
v. Augos Gärtner. a. Aufl. ro Bde. (8°.) Lei 
gé . A. Barth. Vollständig M 1200.—, Se 
1600.—. | 


Ва. r: Wasser und Boden. Mit 107 Abb. (X, 
394 S.) M 70.—, geb. M 100.—. 
Bd. 2: Städtereinigung. Mit 510 Abb. u. 2 farb. 
Tat. (VII, 1058 5.) М ı160.—, geb. M 200.—. 
Bd. 3: Nahrungsmittel und Ernährung. Mit 55 
Abb. (X, 593 S.) M 90.—, geb. M 130.—. 
Bd. 4: Allgemeine Bau- un еза ا ا‎ 
Mit 402 Abb. u. 7 Taf. (VI, 1044 S.) M 160.—, 
eb. M 200.—. 

d. 5: Krankenhäuser und Bäder. Mit 380 Abb. 
VIII, 64r S.) M 100.—, geb. M 140.—. 

d. 6: Schulhygiene. Kinderschutz. Mit 223 Abb. 
XII, 813S.) Wird nicht mehr einzeln abgegeben. 
d. 7: Gewerbehygiene. Allgemeiner Teil. Mit 
581 Abb. (X, 675 ©) M 100.—, geb. M 140.—. 
Bd. 8: Gewerbehygiene. Besonderer Teil. Mit 430 
Abb. (IV, 1245 5 M 200.—, geb. M 240.—. 
Bd. о: Epidemiologie und Immunität. Infektion 
und Desinfektion. Geschlechtskrankheiten. Von 
diesem Bande erschienen bisher 3 Abteilungen als 
Lieferungen 25, 34, 37. Die 4. Abt. (Lfrg. 38) 
folgt im Sommer 1922 und wird den Band ab- 

schließen. Vollständig M 280.—, geb. M 320.—. 

Ergänzu nd: Soziale Hygiene. Mit 58 Abb. 
(XVIII, 452 S.) M 65.—, geb. M 105.—. 


ZIELER, Karl, Die Geschlechtskrankheiten. Ihr 
Wesen, ihre Erkennung und Behandlung. Ein 
Grundriß f. Studierende u. Ärzte. Mit ı7 Abb. 
im Text u. auf ı Taf. 2. verm. Aufl. (VIII, 
184 5. 8°.) Leipzig, G. Thieme.. Hiwbd. 
M 30.—. 


MATHEMATIK, NATURWISSENSCHAFTEN 


RBEITEN aus dem Pharmazeutischen Institut der 
Universität Berlin. Herausg. v. Hermann Thoms. 
Bd. 12. Berlin, Urban & Schwarzenberg. 
ı2. Umfassend die Arbeiten der Kriegsjahre. Mit 
ı4 Textabb. (IX, 433 S. Gr.-8%.) M 90.—. 
EYSCHLAG, Franz, Paul Krusch u. Johan Her- 
man Lie Vogt, Die Lagerstätten der nutzbaren 
Mineralien und Gesteine nach Form, Inhalt und 
Entstehung dargest. 3 Bände. ае. Е. Enke. 
2. Erzlagerstätten. 2. Junge Gold-Silbererzgang- 
grup e. Alte Golderzganggruppe. Metasomat. 
oldlagerstätten. 2. дешке: Aufl. Mit 200 Abb. 
an 916 5. Сг.-80.) Сеһ. М 240.—, Lwbd. 
267.—. 
JLL, Franz, Die Sonne im Glauben und in der 
Weltanschauung der alten Völker. Ein Vortrag im 
Verein ‚Schwäb. Sternwarte‘, Stuttgart, gehalten. 
Mit ı8 Abb. im Text u. auf 8 Taf. (abs. 80.) 
Stuttgart, Franckhsche Verlh. (Astronomische 
оа des Bundes der Sternfreunde. Nr. 3.) 
M 9.60. 
XUNS, Ferdinand, Die Zeichenkunst im Dienst der 
beschreibenden Naturwissenschaften. Mit 6 Abb. 
ип Төх! u. 44 Taf. (VII, roo S. 40.) Jena, 
G. Fischer. Geh. M g0.—, Hiwbd. M 115.—. 
UDOWSKI, J., Die Naphthensäuren. Mit 5 Abb. 
Einf. von Fritz Frank. (VI, 116 S. 8°.) Berlin, 
Springer. Geh. M 36.—. 


CHEMIE-BÜCHLEIN. Ein Jahrbuch der Chemie. 
Herausgeg. von H. Bauer. Jg. ı. 1922. (88 5. 
mit Abb. 8) Stuttgart, Franckhsche Verlh. M 9.60. 

CHEMIKER-KALENDER. Ein Hi'fsb. f. Chemiker, 
Physiker, Mineralogen, Industrielle, Pharmazeuten, 
Hüttenmänner usw. Begr. von Rudolf Bieder- 
mann. Neubearb. von Walther Roth. Jg. 43. 1922. 
In 2 Bänden. Bd. ı. 2. (XIX, 109 S., Schreib- 

apier, 520; XII, 624, 76 S. mit Abb. Kl.-80.) 
Berlin, Springer. Pappbd. M 66.—. 

DESSAU, Bernhard, Lehrbuch der Physik. Vom 
Verf. aus d. Ital. übertr. Bd. ı. Leipzig, Joh. 
Ambr. Barth. 

1. Mechanik. Akustik. Wärmelehre. Mit 4go Text- 
abb. (VIII, 667 S. Gr.-80.) Geh. M ı160.—; 
Lwbd. M 190.—. 


ENZYKLOPÄDIE der technischen Chemie. Unter 
Mitwirk. von Fachgenossen nerausgeg, von Fritz 


en Bd. ıo. Berlin, Urban Schwarzen- 

TR 

10. Saponine — Stereotypmetalle. Mit 241 Text- 

— 726 S. 4°.) Geh. M 225. —, Hldrbd. 
о.—. 


FOERSTER, Fritz, Elektrochemie wässeriger Lö- 
sungen. 3. verm. u. verb. Aufl. Mit ı85 Abb. 
im Text. (XX, S. 40.) Leipzig, Joh. Ambr. 
Barth. (Handbuch der angewandten physikalischen 


+ 175» 


Chetnie in Einzeldarst. Bd. 1.) Geh. M 200.—, 
Lwbd. M 230.—. | 
FREUDENBERG, Wilhelm, Die Säugetierfauna des 
Pliocäns und Postpliocäns von Mexiko. T. 2. Jena, 
G. Fischer. (Geologische u. palaeontologische Ab- 
handlungen. N. F., Bd. ı4. Der ganzen Reihe 
Bd. ı8, H. 3.) 
2. Mastodonten und Elefanten. Mit 28 Abb. im 


Text u. 9 Taf. (76 S., g Taf. u. g Bl. Erkl. 49.) 
M 100.—. 


GARCKE, August, Illustrierte Flora von Deutsch- 
land. Zum Gebrauch auf Exkursionen, in Schulen 
und zum Selbstunterricht. 23., verb. Aufl. hrsg. 
v. Franz Niedenzu. Mit etwa 4000 Einzelbild. in 
770 Orig.-Abb. (VIII, 860 S. K1.-80.) Berlin, 
P. Parey. Hiwbd. M 52.—. 


GOEBEL, Karl, Organographie d. Pflanzen, ins- 
besondere der Archegoniaten u. Samenpflanzen. 
2. umgearb. Aufl. T. 3: Spezielle Organogra- 
hie der Samenpflanzen, H. ı. Jena, G. Fischer. 
‚1. Vegetationsorgane. Mit 220 Textabb. (S. XXI, 
XXII, 1209—1492. 40.) Geh. M 54.—. 


GRAFF, Kasimir, Astrophysik. 3. völlig neubearb. 
Aufl. von Julius Scheiner. Populäre Astoph sik, 
Mit 17 Taf. u. 254 Fig. im Text (VIII, 459 $. 
— Leipzig, Teubner. Geh. M 125.—, geb. 

145.—. 


HAHN, Friedrich-Vincenz v., Uber die Herstellung 
und Stabilität kolloider Lösungen anorganischer 
Stoffe: Mit besonderer Berücksichti d. Sul- 
fidsole. Mit 13 Abb. (75 S. 40.) Stuttgart, F. 
Enke. M 5.—. 


HANDBUCH der biologischen Arbeitsmethoden. 
Unter Mitarb. von über 400 bedeutenden Fach- 
männern herausgeg. von Emil Abderhalden, Lfg. 
ha—5ı. (49.) Berlin, Urban & Schwarzenberg. 
42. Abt.ı. Chemische Methoden, Т. то. Spez. 
chem. Methoden, H. 2. Karl Freudenberg, Nach- 
weis, Isolierung, Abbau- u. Aufbaustudien auf 
dem Gebiete der Gerbstoffe. Ernst Sieburg, Iso- 
lierung, Nachweis u. Abbaustudien auf d. Gebiete 
der Saponine. (S. 439—584.) M 33.—. 

43. Abt. 4. Angewandte chem. u. physikal. Me- 
thoden, T. 3. Untersuchungen von Geweben und 
Körperflüssigkeiten, H. ı. Arno Eduard Lampe, 
Technik d. Blutentnahme, Plasma- und Serumge- 
winnung. Franz Müller-Berlin, Die Blutkörper- 
chenzählung und Bestimmung d. Blutfarbstoff- 
era Die Bestimmung d. spezif. Gewichtes, 
. Trockensubstanz u. d. Viskosität des Blutes, 
Die Bestimmung d. Blutmenge. Otto Schumm, 
Spektrograph. Methoden zur BS Ui d. Hä- 
moglobins u. verwandter Farbstoffe. Wolfga 
Heubner, Über Anwendung d. photograph. Me- 
thode in d. Spektrophotometrie d. Blutes. Paul 
en Die Blutgerinnung. (262 S. m. 82 Fig.) 
0.—. 
44. АМ. 5. Methoden zum Studium der Funk- 
tionen der einzelnen Organe d. tier. Organimus, 
T. 4. Funktionen d. Kreislaufapparates, H. ı. 
Rudolf Klemensiewicz, Verfahren und Einrich- 
tungen zur Beobachtung d. Blutstromes an Kalt- 
blütern. Eugen Weis-Tübingen, Methoden z. mi- 


MATHEMATIK / NATURWISSENSCHAFTEN 


kroskop. Beobachtung u. mikrophotograph. D 
stellg. d. oberflächl. Blutgefäße = el? M- 
schen, insbes. d. Kapillaren. Franz Müller-Ber;, 
Methoden zur Bestimmung d. Umlaufszeit i 
Blutes. (134 S. mit 34 Fig.) M 30.—. 
45. АЫ. 5. Т. 7. Sinnesorgane, H. 2. Emil Bud. 
Mathematisches z. Phonetik (Klanganalyse). S. ı: 
bis 260 mit Fig.) M 15.—. 
46. Abt. 6. Methoden d. experimentellen Psych 
logie, T. C. Völkerpsychologie, H. 2. Theod 

ilhelm Danzel, Prinzipien und Methoden / 
Entwicklungspsychologie. Grundlinien ein. psvc} 
logischen оаа есен von Kultur «| 
Gesellschaft. (S. 45—108.) M 15.—. | 
47. Abt. 8. Methoden d. experimentell morphold 
Pathologie. Allg. Methoden, H. 1. Gotthold Her 
heimer, Histologische Technik. Allg. mikrosc 
Technik. — Die Instrumente. — Untersuchung 
Herstellung mikroskop. Präparate. — Fixation | 
Härtung. — Eutkalkung. — Gefrierverfahren - 
Einbettung. — Färbemethoden. (336 S. mit F ч 
48. Abt. ro. Methoden d. Geologie, Mineralog 
Paläobiologie, Geographie, H. 3. Wilhelm Rich: 
Eckardt, Die Paläoklimatologie, ihre Methodi 
u. ihre Anwendung auf d. Paläobiologie- (3.3 
bis 394.) M 18.—. | 
49. Ам. 6. Т. D. Vergleichende Tierpsycholczi 
Н. ı. J. Stephan Szymanski, Allgemeine Meth 
dik zur vergleich. Psychologie. Wolfgang Kök 
ие d. psych. Forschung an Affen. (120% 

27.—. 





бо. АЫ. тї. Т. 2. Spez. Methoden, H. 2. W 
helm Ruhland, Vitalfärbu bei Pflanzen. El 
hard Alfred Mitscherlich, Methodik d. Vera? 
in VegetationsgefäßBen u. auf d. Versuchsfelder 
Emil Heinricher, Methoden d. Aufzucht und Ku 
tur d. parasit. Samenpflanzen. George Karst: 
Methoden u. Ziele d. Gewächshauskulturen. - 
Das Phytoplankton u. Kulturversuche an einig: 
s. Vertreter. Ernst G. Pringsheim, Algenkultur. - 
Pilzkultur. (S. 187—444.) M 57.—. | 
Jı. Abt. vr. Methoden zur Erforschung 4 
Leistungen d. Pflanzenorganismus, Т. 1. Allg. M! 
thoden, H. 2. Ludwig Diels, Die Methoden d: 
Phytographie u. d. Systematik d. Pflanzen. (5.6 
bis 190.) M 27.—, 
HILBERT, David, Grundlagen der Geometrie. 5 
durch Zusätze u. Literaturhinweise v. neuem vert 
u. mit 7 Anh. vers. Aufl. Mit zahlr. in d. Тә 
gedr. Fig. (VI, 265 S. 8°.) Leipzig, Teubn:i 
(Wissenschaft u. Hypothese. 7.) Pappbd. M 60.- 

. IHERING, Albr. von, Maschinenkunde £. Chemik»: 
Ein Lehr- u. Handb. f. Studierende u. Praktiker 
2. umgearb. Aufl. Mit 305 Abb. u. 6 Taf. (VII 
360 S. 40.) Leipzig, Joh. Ambr. Barth. (Hané 
buch а. angewandten physikal. Chemie in Einz:! 
darst. Bd. 3.) Geh. M 105.—, Lwbd. M 130— 
LIESEGANG, Raphael Ed., Beiträge zu einer Ко! 
loidchemie des Lebens. Biolog. Diffusionen. 2. 
vollkommen umgearb. Aufl. Mit 3 Fig. (39 3 
Gr.-80.) Dresden u. Leipzig, Th. Steinkopfi, 





M 10.—. | 
LIETZMANN, H., Anleitung zur Himmelsbeobach: 
tung m. kleinen Fernrohren. Mit 59 Abb. іт Тех’. 


* 176 + 


RECHT UND STAAT ж 








IV, 60 S. Gr.-80%.) Jena, G. Fischer. M ı2.—, 
’appbd. M 18.—. 
` Laie weiß in der Regel nicht, was seinem: 


nen Fernrohr am Himmel erreichbar ist und was ' 


up die Beobachtung lohnt. Lietzmann weist 
Hand von ausgezeichneten Sternkarten den We 
den wichtigsten Himmelserscheinungen, die auc 
einem kleinen Fernrohr erfolgreich beobachtet 
den können. 
'ERATUR-REGISTER der Organischen Chemie, 
eordnet n. M.M. Richters Formelsystem. Heraus- 
eg. von d. Deutschen Chemischen Gesellschaft, 
ed. von Robert Stelzner. Bd. 3. Berlin, Springer. 
.., umfassend d. Literatur-Jahre 1914 und 1915. 
il, 1461 S. 40.) М 480:—, Lwbd. M 513.—. 


RNST, Walter, Das Weltgebäude im Lichte der 
eueren Forschung. (IV, 63 S. 8°.) Berlin, Sprin- 
wer. Geh. M 12.—. | 

se Schrift ist die erweiterte Fassung des am 
‚ Februar 1921 in der preußischen Akademie 
' Wissenschaften zu Berlin gehaltenen Vortrags, 
die modernen physikalischen Probleme, die For- 
ungen Einsteins usw., erörtert. 

SCAL, Ernesto, Repertorium der höheren Ma- 
hematik. 2. völlig umgearb. Aufl. d. deutschen 
\usg., unter Mitwirk. zahlr. Mathematiker heraus- 
şeg. von Heinrich Emil Timerding, Bd. 2. Geo- 
netrie. Hälfte 2. Leipzig, Teubner. 

, 2. Raumgeometrie. Mit ı2 Fig. im Text. 
AI, S. S. 535—1165. 8%.) Geh. M 76.—, 
dlwbd. M 96.—. | 

s Repertorium will einen systematischen, auf 
lem Verständnis beruhenden Überblick über das 
samtgebiet, zugleich in knappen Umrisen ein 
d vom heutigen Standpunkt der Forschung geben. 
üher erschienen die Bände: I. Analysis, ı. Hälfte: 
gebra, Differential- und Integralrechn (geb. 
64.—) und II. Geometrie. ı. Hälfte: Grund- 
ren und ebene Geometrie (geb. M 64.—). 
'EIFFER, Paul, Organische Molekülverbindungen. 
(XIV, 328 S. Gr.-8%) (Chemie in Einzeldar- 


stellungen. Bd. ır.) Geh. M ı135.—, Hiwbd. 
M :48.—. 

SCHIPS, Martin, Mathematik und Biologie. Mit 
16 Textfig. (52 5. КІ.-80.) Leipzi Peubner. 
(Mathematisch-physikalische боер. Ва. 42.) 
М 6. 


SCHWORETZKY, Gustav, Weltäther und Weltall. 

(Ш, 96 S. Gr.-8%,) Stuttgart, J. F. Steinkopf. 
10.—. | 

SEYDLITZ, Wilfried v., Erfahrungen u. Erfolge 
der Kriegsgeologie. Mit 6 Textabb. (S. 147—187. 
Gr.-80.) Berlin, Urban & Schwarzenberg. (Fort- 
schritte d. naturwissenschaftl. Forschung. Bd. 11, 
H. 4.) M 10.90. 

STAVENHAGEN, Alfred, Kurzes Lehrbuch der an- 
organischen Chemie. 2. vollst. umgearb. Aufl. 
Mit eingedruckten Holzschn. (X, 543 S. Gr.-8°.) 
Stuttgart, F. Enke. Geh.M 100.—, Hlwbd. 120.—. 

TRAUTZ, Max, Lehrbuch der Chemie. Zu eigenem 
Studium u. zum Gebr. bei Vorlesungen. Bd. т. 
Berlin, Vereinigung wissenschaftl. Verleger. 

1. Stoffe. Mit a Abb. im Text u. auf Taf. 
und mit Tab. (XXVIII, 534 S. Gr.-80.) Geh. 
M 150.—. 

Ein Ratgeber, der dem Studierenden das Unentbehr- 

liche der chemischen Wissenschaft und die Brücken 

zum Notwendigen in den Nachbargebieten (Phy- 
sik, Mathematik usw.) weisen will, ohne erhebliche 

Vorbildung zu verlangen. Begriffliche Dinge sind 

breit ausgeführt, die Beschreibung der Stoffe da- 

gegen kurz gehalten. Ein sehr ausführliches Sach- 
verzeichnis mit Formeln, Inhaltverzeichnis und regel- 
mäßige Randüberschriften erleichtern den Gebrauch. 

Das Werk ist auf 3 Bände berechnet. 

WEINHOLD, Ad. Ferdinand, Physikalische Demon- 
strationen. Anleitung zum Experimentieren im 
Unterricht an höh. Schulen und techn. Lehranst. 
6. verm. u. verb. Aufl. Mit 702 Fig. im Text 
u. auf 7 Taf. Herausgeg. von Lothar Weinhold. 

XII, 1022 S. Gr.-80.) Leipzig, Joh. Ambr. Barth. 
eh. M 180.—, Lwbd. M 210.—. 


RECHT UND STAAT 


\USTEINE z. soz. Neuordnung. Von W, P.L. 

A 37 S. 80%.) München, Oldenbourg. Geh. 
10.—. 

ne knappe Studie, die auf Grund einer Unter- 

chung des proletarischen Willens die Forderung 

Š Dreigliederung von Staat und Wirtschaft ab- 


RAUN, Frdr. Edler von, Wie weit sind wir noch 
Meister unseres Schicksals? (28 S. Gr.-80.) Ber- 
lin, H. R. Engelmann. Geh. M 7.—, 

raun bekämpft die Anschauung, daß ein Staats- 
ıd Wirtschaftsbankerott unvermeidlich sei. 


ANDWÖRTERBUCH der Staatswissenschaften. 
5 Aufl. Herausgeg. von L. Elster, Ad. Weber, 
nn. a 6. Handelspolitik — Haus- 

e = . 5. Bog. 7—12.) (S. 102. 
Jena, G. Fischer. M — О 


JAHRBUCH des Arbeitsrechts. Herausgeg. v. Неіп- 
rich Hoeniger, unter Mitw. von Rudolf Schultz u. 
Emil Wehrle. Bd. ı. Mannheim, J. Bensheimer. 
т, Systemat. Übersicht über d. Schrifttum u. d. 
Rechtsprechung auf d. Gebiete d. Arbeitsrechts 
in d. Zeit vom Nov. 1918 bis Ende 1920 nebst 
ns Sachregister. (XIX, 317 S. Gr.-8%.) Hiwbd. 


75.—. 
Das: Jahrbuch gibt einen umfassenden Überblick 
über die Literatur, die zum Teil auch für das in- 
ternationale Arbeitsrecht und die damit zusammen- 
hängenden Fragen und Probleme von großer Be- 
deutung ist. S 


KATZ, Hanna, Lücken im Arbeitsvertrage. Ein Bei- 
trag z. Lehre vom Wesen d. Tarifvertrages unter 
Berücksichtigung der Tarifbewegung im In- und 
Auslande. (X, 163 S. 80.) Mannheim, J. Bens- 


* 177 * 


heımer. (Abhandlungen z. Arbeitsrecht. H. 2.) 
Geh, M 30.—. 

KUHN, Karl, Der Steuerabzug vom Arbeitslohn 
nach dem Gesetz vom ı1. Juli 1921 in der Fas- 
sung des Gesetzes vom 20. Dez. 1921. (63 S. 80.) 
Mannheim, J. Bensheimer. M 10.—. - 


LECHTAPE, H., Der christliche Solidarismus. Nach 
H. Pesch dargestellt. 3. verb. Aufl. (VIII, 52 S. 
80.) Freiburg i. Br., Herder & Co. M 14.—. 

Eine kurze Zusammenfassung des volkswirtschaft- 

lichen Systems nach Heinrich Pesch, den Theorien. 

des kapitalistischen Liberalismus und des kommu-. 
nistischen Sozialismus gegenübergestellt. 


OEHLER, Adalbert, Die besondere Gewerbesteuer 
in den Gemeinden des rheinisch-westfälischen In- 
dustriegebiets. (84 S. Gr.-8%.) Jena, G. Fischer. 
(Schriften der volkswirtschaftl. Vereinigung im 
rheinisch-westfäl. Industriegebiet. H. 1.) M B 


PAGENSTECHER, Max, Über die Eventualauf- 
rechnung im Prozeß. Eine Kritik d. reichsgericht- 
lichen Judikatur. Zugleich ein Beitrag zur Reform 
d. Zivilprozeßrechts. (XIV, 8r S. Gr.-80.) Mann- 


heim, J. Bensheimer. M 20.—. 


SELBSTBESTIMMUNGSRECHT, Das, der Deut- 
schen. Berlin, H. R. Engelmann. 


7. Epstein, Leo, Der nationale Minderheiten- 


HANDEL UND 


DIETZE, Constantin von, Die ostdeutschen Land- 
arbeiterverhältnisse seit д. Revolution. Mit 13 Tab. 
(237 S. 40.) Berlin, P. Parey. Geh. M 75.—. 

DOERR, Alexander, und Alfred Schneider, Han- 
delskunde mit Schriftverkehr. Nebst Abriß der 
Staats- und Bürgerkunde. Unter Zugrundelegung 
d. Pläne d. Herrn Ministers f. Handel u. Gewerbe 
f. d. preuß. kaufm. Fortbildungsschulen. T. 2. 
Leipzig, Teubner. 

2. Mittel- u. Oberstufe. 3., verb. Aufl. (VI, 162$. 
80.)M 16 | 

JACOBSOHN, Paul, Unter дег Reparationslast. Ein 
Rückblick auf d. Wirtschaftsjahr 1921. (36 S. 8°.) 
Frankfurt a. M., Frankfurter Societäts-Druckerei. 
Flugschriften d. Frankfurter Zeitung.) M 3.—. 

KUCZYNSKI, Robert, Vor der Revision. (67 S. 
Gr.-8°.) Berlin, H. R. Engelmann. Geh. M 18.—. 


GESCHICHTE, POLITIK, KULTURGESCHICHT 


BESATZUNGSWAHNSINN am deutschen Rhein. 
(55 S. Gr.-80.) Berlin, H. R. Engelmann. “Geh. 
M 11.50. 

Die Besatzungskosten und ihre Ursachen, dargestellt 

und durch Beispiele erläutert. 

BOEHM, G. Arthur, Die Offiziershetze als poli- 
tisches Kampfmittel u. Kulturerscheinung. (1132 5. 
Gr.-80.) München, J. F. Lohmann. Geh. M 22.—. 

CLAUSEWITZ, Carl von, Politische Schriften u. 

Briefe. Herausgeg. von Hans Rothfels. Mit ı Titel- 
bild. (XXXIV, 248 S. Gr.-8%.) München, Drei 
Masken Verlag. Geh. M h0.—. 


* 178 e 




























SC als internation. Kechtsproblenr. (23 >. ~. 
Die nach einem Vortrag im deutschen Juristem 
in Prag entstandene Schrift behandelt die Tats 
daß das Minderheitsproblem aus einem innerste 
lichen ein zwischenstaatliches Problem geworden 
und untersucht die Bedeutung dieser neuen Regele: 


STAMMLER, Rudolf, Lehrbuch der Rechtsph:. 
sophie. (544 S. 80.) Berlin, Vereinigung ww” 
schaftlicher Verleger. M 120.—. 

Das Buch gibt eine Einführung für Anfänger, © 

neben aber auch eine tiefer gehende Егӧгіет: 

aller Probleme. Es wendet sich an den Studı» 
den ebenso wie an den Juristen der Praxis. 


VERHANDLUNGEN der Sozialisierungs-Kom-: 
sion über die Neuregelung des Wohnungswee 
Bd. a. (IH, 314 S. Gr.-8°.) Berlin, Hans R- 
Engelmann. Geh. M 69.50, geb. M 114.50. 


ZWEI VORTRÄGE üb. Scheingewinne: Die st::: 
liche Behandlung der Scheingewinne von Е: 
Schmalenbach. Die Finanzpolitik d. Unterneht= 
im Zeichen der Scheingewinne von Willi Pr: 
(УШ, 120 S. Gr.-80.) Jena, G. Fischer. (9 
teilungen der Gesellschaft für wirtschaftliche і: 
bildung, Frankfurt a. M. Sonderbd. 1, H. i : 
M 27.—. | 


WIRTSCHAFT 


Die Schrift behandelt Lebenshaltung und Lähr 
Deutschland, Vermögensabgabe u. Reichsindexzit 


ROHSTOFFE. — Die mineralogischen Rohst: 
Bayerns und ihre Wirtschaft. Herausgeg. v. E 
rischen Oberbergamt. München, Oldenbourg. 
I. Die jüngeren Braunkohlen. Mit 29 Tafeln. — 
123 S. 80%.) Kart. M 35.—. 


Eine fachmännische Darstellung über das 
logische Vorkommen der bayrischen Braunkohle 
ihre technisch - wirtschaftliche Auswertung, ! 
zelschilderungen der bayrischen Braunkohlent« 
werke und knappe geschichtliche Angaben. Dir 
12 Bände bersch hols Sammlung wird u. a. M: 

aphien enthalten über Stein- und Pechko:i 
Ёле; Salze, Graphit, Rohstoffe der Porz! 
industrie. 


DER DEUTSCHE STAATSGEDANKE. Reit: 
17. München, Drei Masken Verlag. | 
Die erste Deutsche Nationalversammlung un! : 
Werk. Ausgew. Reden, eingl. von Paul Wen.’ 
Mit 6 Bildbeig. (LXIV, ho4 S. 80.) (Went 

‚1848, Ва. 1.) Geh. M 55.—, geb. M 65- 

In jenem Parlament, das am ı8. Mai 1848 in 

Paulskirche in Frankfurt a.M. zusammentrat, fs» 

sich die bedeutendsten Köpfe des damaligen Deus? 

land zusammen. In teilweise klassischen Reden + 

den alle großen politischen Probleme der Ze, o 

zum großen Teil auch heute noch ungelöst :” 


ie Grundfragen staatlichen Lebens überhaupt be- 
andelt. Hier sprach ein Arndt, ein Uhland, Jakob 
rimm, Dahlmann usw. Der Herausgeber hat aus 
nen Verhandlungen die bedeutendsten Stücke aus- 
ewähit und das Ganze zu einem lebendigen Bilde 
estaltet. 


'asselbe, Reihe 3, ı. Ebenda. 
Großdeutsch-Kleindeutsch. Stimmen aus d.. Zeit 
von 1815—ıgı4. Ausgewählt u. eingel. v. Adolf 
Rapp. Mit 4 Porträts. (LIV, 315 S. 8°.) Geh. 
M 4o.—, geb. M 50.—. 


RUNDRISS der Geschichtswissenschaft. Reihe 2., 
Abt. 4. Leipzig, Teubner. | 
Hartung, Fritz, Deutsche Verfassungsgeschichte 


vom 15. Jahrhundert bis zur Gegenwart. 2. verb. 
Aufl. (VI, 205 S. 4°.) Німа. M 48.—. 


‚U[TMANN, Franz, Das Rätesystem. Seine Ver- 
fechter und seine Probleme. Mit 4 Taf. (186 S. 
Gr.-80.) München, Drei Masken - Verlag. Geh. 
M 55.—, Pappbd. M 70.—. 


\ach den zahlreichen utopischen oder ideologischen 
'rogrammschriften und Kampfbroschüren gibt Gut- 
nann die erste Darstellung der Entstehung de Räte- 
ystems und behandelt, nach einem Überblick über 
lie russische Räteorganisation, die Anschauungen 
ler deutschen „Räte“. Die Zusammenhänge des 
lätesystems mit dem Problem der Berufsorgani- 
alion und manche andere Einzelfrage werden ein- 
rehend erörtert. 


TALLER, Joh., Die Ära Bülow. Eine historisch- 
polit. Studie. (160 S. Gr.-8°.) Stuttgart, Cotta. 
Geh. M 35.—, Hiwbd. M 4o.—. 


Der Tübinger Historiker untersucht hier die Frage, 
owieweit die Politik des Fürsten ‘Bülow verant- 
vortlich ist für die Entwicklung der Spannungen, 
lie unter seinem Nachfolger zum Weltkrieg führ- 
en. Zum ersten Male wird auch die verhängnisvolle 
Rolle der einflußreichsten Persönlichkeit im Aus- 
wärtigen Amt, die des Grafen Holstein, kritisch 
jeleuchtet. 


HANDBÜCHER d. alten Geschichte. Serie I, Abt 3. 
Gotha, Frdr. Andr. Perthes. 
Kittel, Rudolf, Geschichte des Volkes Israel. 
Bd. 2. Das Volk in Kanaan. Geschichte d. Zeit 
bis zum babylon. Exil. 4., aufs neue durchgearb. 
Aufl. (XVI, 570 S. Gr.-80.) M 60.—. 


HEDENSTRÖM, Alfred von, Geschichte Rußlands 
von 1878 bis 1918. (352 S. Gr.-8°.) Stuttgart, 
Deutsche Verlags-Anstalt. Hiwbd. M 90.— 


HOPFNER, Theodor, Griech.-ägyptischer Offen- 
barungszauber. Mit einer eingehenden Darstell 
des griechisch-synkretist. Dämonenglaubens ШОЧ 
Voraussetzungen u. Mittel d. Zaubers überhaupt 
u. d. mache Divination im besonderen. Ver- 
öffentl. mit einer Subvention d. cechoslowak. Re- 
dee Mit 30 Abb. (VI gedr., 265 autogr. S. 
0.) Leipzig, H. Haessel. (Studien zur Paläo- 
graphie u. Papyruskunde. Bd. 21.) M 200.—. 


KALKOFF, P., Der Wormser Reichstag von 1521. 
Biographische und quellenkritische Studien zur 
Reformationsgeschichte. Mit 2 Taf. (VIII, 436S. 
Gr.-8%.) München, Oldenbourg. Geh. M 85.—, 
geb. M 105.—. 

Eine auf genaueste Quellenstudien gestūtzte Dar- 

stellung des für die Reformationsgeschichte so be- 

deutenden Reichtags. 


JAGOW, Kurt, Daten des Weltkrieges. Vorge- 
schichte und Verlauf bis Ende 19321. (X, 242 S. 
80.) Leipzig, K. F. Koehler. Hiwbd. M 90.—. 

Ein Nachschlagewerk über den Krieg; Übersichten 

über den politischen, militärischen und wirtschaft- 

lichen Verlauf. Synchronistische Tabellen verdeut- 
lichen das Ineinandergreifen der Ereignisse. Die 
wichtigsten Stellen aus diplomatischen Schrift- 
stücken und Reden sind im Wortlaut wiedergegeben. 


KASER, Kurt, Das späte Mittelalter. (VI, 278 S. 
Gr.-80.) Gotha, F. A. Perthes. (Weltgeschichte 
а een Darstellung. Abt. ı, Bd. 5.) 

0.—. 


KEYSERLING, Graf Hermann, Politik, Wirtschaft, 
Weisheit. (208 S. 80.) Darmstadt, O. Reichl. 
Geh. M 60.—. 

Der Band enthält eine Reihe alter und neuer Ab- 

handlungen zur politischen und geistigen Krisis der 


Gegenwart. 


KNOKE, Friedrich, Die Kriegszüge d. Germanicus 
in Deutschland. Mit ı Karte u. 7 Taf. Abb. so- 
wie їп d. Text gedr. Kart.-Skizzen u. sonstigen 
Zeichn. 2., mehrf. umgearb. Aufl. (XI, 5r2 S. 
Gr.-8°.) Berlin, Weidmannsche Buchh. M 78.—. 


MICHEL, Wilhelm, Verrat am Deutschtum. Eine 
Streitschrift zur Judenfrage. (47 S. 8°.) Han- 
nover, P. Steegemann. —. 


REDEAKTE bei Erwerbung d. akademischen Grade 
an der Universität Leipzig im 15. Jahrhundert. 
Aus Hss. d. Leipziger Universitätsbibliothek hrsg. 
von Georg Buchwald u. Theo Herrle. (VIII, 97 S. 
1.) Leipzig, B. G. Teubner. (Abhandlungen der 

hilologisch-histor. Klasse d. sächs. Akademie d. 
issenschaften. Bd. 36, Nr. 5.) M 7.50. 


ROEPKE, Fritz, Von Gambetta bis Clömenceau. 
Fünfzig Jahre französischer Politik u. Geschichte. 
(304 S. Gr.-8°.) Stuttgart, Deutsche Verlags-An- 
stalt. Hlwbd. M 80.—. 


SALOMON, Gottfried, Das Mittelalter als Ideal in 
der Romantik. (127 S. Gr.-80.) München, Drei 
Masken Verlag. Kart. M 35.—. 

Salomon faßt die Romantik nicht einseitig literarisch 

auf, sondern als eine universal-geistesgeschichtliche 

Erscheinung, die sich in Kunst, Literatur, Recht, 

Politik, Wirtschaft usw. kundgibt. Auf all diesen Gc- 

bieten wird die Idealbildung dargelegt, wobei der 

Verfasser bis zur Renaissance zurück und vorwärts 

bis zum Sozialismus ausgreift. 


SOERGEL, Wolfgang, Die Jagd der Vorzeit. Mit 
28 Abb. im Text u. ı Tab. (V, 149 S. Gr.-8°.) 
Jena, Сб. Fischer. Geh. M 24.—, Hiwbd. M 36.—. 


* 179% 


* BIOGRAPHIE / BRIEFE / MEMOIREN 3 





SZANA, Alexander, Länder- und Völkerkunde Jugo- 
slaviens. Land und Leute. Geschichte. Geographie. 
Kunst und Wirtschaft. (VII, 176 S. 80.) Heidel- 
berg, Julius Groos. M 20.—. 


SZANA, Alexander, Ungarn. (У, 141 S. 80.) Gotha, 
Perthes. (Perthes Kleine Länder- und Völker- 
kunde Bd. 9.) Kart. M 4o.—. 

Der Versuch eines Gesamtbildes des neuen Ungarn, 
wertvoll durch die vielen statistischen Angaben über 
alle Gebiete des Wirtschaftslebens und durch eine 
knappe historische Übersicht, eine Würdigung der 
ungarischen Literatur und eine Schilderung des 
ungarischen Volkscharakters. 


VON DEN STEINEN, Wolfram, Das Kaisertum 
Friedrichs des Zweiten. Nach den Anschauungen 
seiner Staatsbriefe. (rrr S. 80.) Berlin, Ver- 
einigung wissenschaftl. Verleger. Geh. M 25.—. 

Das Buch sucht zu. zeigen, wie der Hohenstaufe 

Friedrich II. die mächtigste persönliche Herrscher- 


begabung mit dem höchsten religiösen Schwung ver; 
band, sodaß er sein Kaisertum nicht als brutal-u 
Machtbesitz, sondern als höchsten Ausdruck geistig: 
Kräfte auffaßte. Der Verfasser bringt überall d« 
streng wissenschaftlichen Belege, Quellen- und L- 
teraturangaben. 





NITTI, Francesco, Das friedlose Europa. Übersetr! 
v. Margarete Heiden. (258 S. 80.) Frankfurt ay 
Main, Ё rankf. Societäts-Druckerei. Geh. M 45.— 
Hlwbd. M 58.—. 

Der ehemalige italienische Minis 

markt in diesem Plaidoyer der Gerechtigkeit di: 

unsinnigen Bedingungen der Sieger im Versaille 

Frieden, fordert dessen Revision und eine Neureg« 

lung des gesamten Verschuldungssystems einschlie 

lich der Reperalicnelanien. Die deutsche Ausgab 
stellt eine von Nitti verbesserte Fassung seines ur 


sprünglichen Textes dar. | 





räsident brand: 


BIOGRAPHIE, BRIEFE, MEMOIREN 


BRIEFE eines elsässischen Bauernburschen aus dem 
Weltkriege an einen Freund ı914— 1918. Hrsg. 
von Hans Karl Abel. (139 S. 80.) Stuttgart, 
Deutsche Verlagsanstalt. Pappbd. M 25.—. 


CRISPOLTI, F., Don Bosco. Leben und Werk eines 
gottbegnadeten Priesters, Jugendfreundes und Er- 
ziehers. Bearb. v. Frdr. Rıtter von Lama. Mit 


5 Bildern. (VIII, 332 S. 80.) Freiburg ı.Br., 
Herder & Co. Geh. M 46.—; Pappbd. M 58.—. 
DEUSSEN, Paul, Mein Leben. Herausgeg. v. Erika 


Rosenthal-Deussen. Mit Titelbild. (V, 360 S. Gr.- 
80.) Leipzig, Brockhaus. Geh. M 105.—, geb. 
M 125.—. 
Aus diesem Werk haben wir an erster Stelle in 
diesem Heft ein Bruchstück veröffentlicht. Deussen, 
1845 geboren, 1919 gestorben, war einer der wenigen 
Gelehrten, die зоо огош und Philosophie 


verknüpften. Er war Anhänger Schopenhauers, dessen 


Lehre er aber den pessimistischen Grundcharakter 
nehmen wollte. Die Erinnerungen behandeln vor- 
wiegend das äußere Leben, das reich an interessan- 
ten Begebenheiten und Begegnungen war. 


DESSAUER, Friedrich, Auslandsrätsel, Amerika- 
nische und spanische Reisebriefe. (160 S. 8°.) 
Kempten, Kösel & Pustet. Pappbd. M 42.—, 
Lwbd. M 55.—. 

Der Verfasser, Professor der medizinischen Physik 

an der Universität Frankfurt, ein scharfblickender 

Politiker, zieht in dem Buche das Fazit aus seiner 

Bekanntschaft mit dem amerikanischen und spani- 

schen Volkscharakter und aus Unterredungen mit 

einflußreichen Persönlichkeiten dieser Länder. 


EGELHAAF, Gottlob, Hannibal. Ein Charakterbild. 
63 S. 80.) Stuttgart, C. Krabbe. Geh. M ı0.—, 
Pappbd. M 16.—. 


Eine kritische Schilderung des Lebens und Charai 
ters Hannibals. | 


FRITZSCHE, Robert Arnold, Hermann Cohen. Au 
ersönlicher Erinnerung. Berlin, Bruno Cassirer 
eh. M 12.—. | 

Auf Grund fast zwanzigjährigen vertrauten Ver 

kehrs schildert der Verfasser dıe Persönlichkeit de 

Philosophen im großen Zusammenhang mit der Zei 

und ihren geistigen Strömungen. Charakteristisch! 

Äußerungen Cohens sind nach Tagebuchnotizen wi 

dergegeben. | 


HELFFERICH, Karl, Georg von Siemens. Eu 
Lebensbild aus Deutschlands großer Zeit Band ı 
(ҮШ, 336 S. Gr.-8°.) Berlin, Springer. Gek 
М ha2.—, geb. M 52.—. | 


LAUX, J., Der heilige Bonifatius, Apostel de 
Deutschen. Mit 11 Bildern. (XII, 308 S. 80.) Fre! 
burg i. Br., Herder & Co. Geh. M 33.—, geb 


MOLTKE, Aufzeichnungen, Briefe, Schriften, 
Reden. Mit Zeichnungen aus Moltkes Skizzen: 
buch. (320 S. 8%.) Ebenhausen, Langewiesche 
Brandt. Geb. M 30.60. 

Entsprechend dem Charakter der Sammlung „Bücher 
der Rose“, in der diesem Band unter anderen das 
Bismarck-Buch „Der Kanzler‘ vorausging, sind de 
Selbstzeugnisse Moltkes zu einer Lebensgeschichte 
verbunden. Diese Briefe und Aufzeichnungen lassa: 
vor allem die „zivilen“, die menschlichen Tuger 
den des Generalfeldmarschalls erkennnen. Sie sind, 
da Moltke große Reisen machte und ein guter Be- 
obachter war, kulturgeschichtliche Dokumente von 
hohem Rang. | 


PICHLER, Alfons, Der heilige Alfons von Liguori. 
Ein Charakterbild. (384 S. 8°.) Kempten, Kös! 
& Pustet. Hlwbd. M 57.—. 


* 180 + 


EWS, Joh.. Aus Arbeit und Leben. Erinnerungen 
und Rückblicke. (244 S. 8°.) Berlin, Vereinig. 
wissenschafll. Verleger. M 32.—, Lwbd. M 45.—. 
er unermüdliche Vorkämpfer der Ideen des deut- 
hen Lehrervereins gibt hier seine Erinnerungen aus 
т Zeit seiner Arbeit im Schuldienst und beim Auf- 
wu der Gesellschaft für Volksbildung, damit zu- 
ge ein allgemeines Bild der Zustände in Schule 
ıd Staat. 


EDER, Alfred, Lebenserinnerungen des heiligen 
Ignatius von Loyola. Nach dem spanisch-italieni- 
schen Urtext übertragen, eingeleitet und mit An- 


merkungen versehen. (140 5. 80.) Kempten, 
Kösel & Pustet. Kart. M 16.50. 


KEY, Helmer, Amerikareise. Übers. aus d. Schwed. 
von Friedrich Stieve. (255 S. Gr.-8%.) München, 
Drei Masken Verlag. Pappbd. M 125.—. 


LOMONOSSOFF, Jurij Wladimirowitsch. Die rus- 
sische März-Revolution 1917. Erinnerungen. Aut. 
Übers. von Ania Ankerstamm. (11/4 S. 80.) Mün- 
chen, Drei Masken Verlag. Pappbd. M 17.—. 


SUARES, Andre, Dostojewski. Übertragen von 
Franz Blei. (138 S. 80.) München, Kurt Wolff. 
Geh. M 25.—, geb. M 45.—. 


LITERATUR- 
UNDSPRACHWISSENSCHAFT 


ENNDORF, P., Zwei vergessene Leipziger Goethe- 
stätten. Das ehemalige Ила: Gut u. d. 
Große Kuchengarten. Ein Beitr. z. Stadtgeschichte 
und Goetheforschung. Mit 8 Orig.-Abb. (48 S. 
K1.-80.) Leipzig, H. Haessel. M 6.50. 


IANCHI, Lorenzo, Von der Droste bis Liliencron. 
Beitrãge zur deutschen Novelle und Ballade. (240S. 
8%.) Leipzig, H. Haessel. Geh. M 35.—, Hiwbd. 
М 50.—, Hidrbd. M 65.—. 

ies Buch, das ein Italiener mit erstaunlicher künst- 
rischer Beherrschung der deutschen Sprache schrieb 
nd während des Kriegs in Bologna zuerst veröffent- 
chte, behandelt neben den im Titel genannten Au- 
xen: Otto Ludwig, C. F. Meyer, Gottfried Keller, 
torm und Raabe. | 


AHRESBERICHT des Instituts für rumänischa 
Sprache zu Leipzig. (26.—29. Jhg.) Herausgeg. 


von Gustav Weigand. (VII, 192 S. Gr.-80.) Leip- 
zig, Joh. Ambr. Barth. M 24.—. 


MENGE, Hermann, Die Oden und — d. Horaz. 
Für Freunde klassischer Bildung besonders f. d. 
Primaner unserer Gymnasien bearbeitet. (XVI, 
74 S. Gr.-80.) Berlin-Schöneberg, Langenscheidt- 
sche Verlagsbuchhandl. Hiwbd. M 90.—, Hidrbd. 
М 120. —. | 

Dem Text jedes Gedicht ist eine genaue Inhalts- 

angabe nebst erläuternden Bemerkungen vorausge- 

schickt. Dem lateinischen Text folgt eine deutsche 

Übersetzung, zuerst in Prosa, dann in moderner 

Versform. Außerdem sind den Liedern Über- 

tragungen in den antiken Metren beigegeben. 

PREISIGKE, Friedrich, Berichtigungsliste d. grie- 
chischen Papyrusurkunden aus Ägypten. Heft 3. 
(S. 197—304. 40.) Berlin, Vereinigung wissen- 
schaftlicher Verleger. M 40.—. 


JUGENDBEWEGUNG, PÄDAGOGIK, 
UNTERRICHT | 


IOFFMANN, J., Handbuch der Jugendkunde und 
сеен: 2., vollständig neu bearb. Aufl. 
(XXIV, 416 S. Gr.-80.) Freiburg i. Br., Her- 

der & Co. Geh. M 82.—, Hiwbd. M 100.—. 

chon nach zwei Jahren kann das Buch in neuer 

\uflage erscheinen. Diese þerücksichtigt die Er- 

cheinungen im Jugendleben, die sich in d Jüngsten 

eit bemerkbar machten und benutzt die zahlreiche 

„iteratur der letzten Jahre. 

HOFSTAETTER, Walther, Rudolf Nicolai u. Otto 
Berthold, Wägen und Wirken. Ein deutsches Lese- 
und Lebensbuch. T. 4. 5. Leipzig, Teubner. 

0. (УШ, 216 S., 3 Taf.) M 20.—. 
5. (X, 236 S., 3 Taf.) M 20.—. | 

W KAMP, Wilhelm, Selbstbetätigung u. Schaf- 
fensfreude in Erziehung und Unterricht mit bes. 
Berücksichtigung des ersten Schuljahres. 5., fast 


unveränd. Aufl. Nebst ein. Anh.: Wie ich die 
Idee der Selbstbetätigung in 3 jähr. Schularbeit 
durchzuführen suchte v. Paul Borchert u. 20 Taf. 
(VI, 121 S. Gr.-80.) Leipzig, Teubner. Geh. 
M 20.—. 
WOLLEN der neuen Jugend, Das. Heft 3. Gotha, 
Frdr. Andr. Perthes. 
Kulturschöpfung und Kulturpolitik. Eine Ausein- 
andersetzung mit а. Grundfragen d. Zeit. Heraus- 
gegeben von Harald Schultz-Hencke. (64 S. 80.) 
10.—. 
Das Heft vereinigt Aufsätze von Friedrich Raab 
über den politischen und den Pe Men- 
schen, Normann Körber über den konservativen 
Typus, Gert von Natzmer über die Grenzen der 
Politik und Wolfgang Schumann über Kulturpolitik 
als Vorbereitungsarbeit. 


a 181 + 


« LAND- UND FORSTWIRTSCHAFT » TECHNIK. 





LAND- UND FORSTWIRTSCHAFT 


BERTOG, Hermann, Die Buche im nordostdeut- 
schen Kiefernwalde. (94 S. Kl.-80.) Neudamm, 
Neumann. Geh. M 12.—. 

BIBLIOGRAPHIE der Pflanzenschutzliteratur. Die 
Jahre ıgı14—ı 19. Bearb. von Hermann Mor- 
statt. en {6 S. 4°.) Berlin, P. Parey. 
М 126.—. 

FRECKMANN, W., Die Erschließung u. Bewirt- 
schaftung des Niederungsmoores. Auf Grund d. 
Tätigkeit u. d. Erfahrungen d. Moorversuchswirt- 
schaft Neuhammerstein dargestellt. ч 153 S. 
Gr.-8%.) Berlin, P. Parey. Pappbd. M 28.—. 

GOLTZ, Theodor Frhr. von der, Leitfaden d. land- 
wirtschaftl. Betriebslehre. 7. verb. Aufl., heraus- 
geg: von Conrad von Seelhorst. (VIII, 219 S. з) 

erlin, P. Parey. (Thaer-Bibliothek. Bd. 93. 


Pappbd. M 22.—. 

HONCAMP, Franz, Dünger-ABC. Ein Ratgeber f. 
d. Anwendung von künstlichen Düngemitteln in 
Fu und Antwort. (30 S. 80.) Berlin, P. Parey. 


2.50. 

JANSON, Artur, Die Obstbaumschule. Anleitung 
z. baumschulgerechten Heranzucht v. Obstbäumen 
und Beerensträuchern. Mit 13 Textabb. (48 S. 
Gr.-8°%.) Berlin, P. Parey. (Gärtnerische Lehr- 
hefte. H. 1.) M то. ” 

KITT, Theodor, Die Maul- und Klauenseuche und 
ihre Bekämpfung. Mit 6 Textabb. (45 S. Gr.-8°.) 
Berlin, P. Parey. (Landwirtschaftliche Hefte. 
H. 49/50.) M 6.—. 

NEUDAMMER Förster-Lehrbuch. Ein Leitfaden f. 
Unterricht und Praxis sowie ein Handbuch für den 

‘ Privatwaldbesitzer. Bearb. von A.Schwappag, К. 
Eckstein, E.Hermann und W. Bergmann. 7., ver- 
mehrte u. verb. Aufl. Mit aıı Textabb., 6 vielfb., 
117 Einzeldarstellungen enthaltenden Insektentaf. 
und einem Repetitorium in Frage und Antwort als 
Anlage. (950, XXII, 80.) Neudamm, Neumann. 
Hlwbd. M 100.—. 


TECHNIK 


BARTH, Friedrich, Wahl, Projektierung und Be- 
trieb von Kraftanlagen. Ein Hilfsbuch für In- 
genieure, Betriebsleiter, Fabrikbesitzer. 3., um- 

earb. u. erw. Aufl. Mit 176 Fig. im Text u. auf 
3 Таў. (ЖП, 547 S. Gr.-8%.) Berlin, Springer. 
Lwbd. M 90.—. 

Das Werk hat sich in der kurzen Zeit seiner Existenz 

als ein zuverlässiges Hilfs- und Nachschlagebuch 

> projektierende Ingenieure und Betriebsleiter be- 
währt. 


BIEBERBACH, L., Funktionentheorie. Mit 34 Fig. 
im Text. (IV, 118 S. 8°.) Leipzig, Teubner, 
(Teubners Technische Leitfäden. Bd. 14.) M 24.—. 

GRAF, Emerich, Technische Berechnungen für die 
Praxis des Maschinen- und Bautechnikers. Ein 
Handbuch über gelöste ee or aus d. gesamten 
Mechanik, d. Maschinen-, Holz- u. Bautechnik, 
einschl. Eisenbeton u. Brückenbau. 4., durchges. 


+ 182 є 


NOTHHACKSBERGER, Franz, Gartenprosa. Рз 
tische Ratschläge zur Prüfung von Garter- 
würfen und Kostenberechnungen f. Gartenbes'r 
und Architekten. (1r S. K1.-80.) Berlin, P. Par 
M 3.—. 

NÜSSLER, Otto, Forstinsektenkunde. 3., neuber: 
u. verm. Aufl., hera . von Ludwig Rhum::s 
Mit 457 Textabb. u. 8 Bildn. hervorrage-- 
Forstentomologen. (XVI, 568 S. Gr.-8°.) Ber: 


Р. Parey. Lwbd. M ı120.—. 

OBERLÄNDER. Der Lehrprinz. Lehrbuch der te: 
tigen Jagdwissenschaft mit besonderer Вегис\з: 
tigung der Bedürfnisse des Jagdbesitzers un! = 
Jagdverwalters. 3., nach d. neuesten Erfahrur: 
bearb. u. verb. Aufl. (568 S. Lex.-80.) Neudams 
Neumann. Hlwbd. M 80.—. 

RIEHM, Eduard, Die Krankheiten der lande.” 
schaftlichen Kulturpflanzen u. ihre Bekämpit: 
Leitfaden für prakt. und studierende Land: 
2., völlig neubearb. Aufl. Mit ror Textat: 
(XI, 194 S. 80.) Berlin, P. Parey. (Thar+ 
bliothek. Bd. 65.) Pappbd. M 22.—. 

SCHNEIDER-KLEEBERG, Karl, Юе Мег 
v. Ödland i. Gebirge. (36 S. 80.) Frankfurt a Y, 
Frankfurter Societäts-Druckerei. (Flugschriftz! 
Frankfurter Zeitung.) M 4.—. 

SCHNEIDEWIND, Wilhelm. Die Kalidüngunz . 
neu bearb. Aufl. Mit 4 farb. Taf. (72 S. Gr.X 
Berlin, P. Parey. M 25.— 


STACH, W., Raubzeugvertilgung im Interes 
Wildhege. 3. neubearb. Aufl. Mit Ba Tea 
(VIII, 215 S. 80.) Berlin, P. Parey. Par: 
M 45.—. 


STUTBUCH d. Preußisch. Hauptgestüts Trake« 
Bearb. von Kurt Graf von Sponeck. Bd. 4. 
3 Taf. (VIII, 508 S. 80.) Berlin, P. P- 
Lwbd. M 120.—. 









Abdr. E 374 S. 80.) Leipzig, Joh. A- 
Barth. Hiwbd. M 57.—. 

GRAMBERG, Ant., Maschinentechnisches Vere: 
wesen. Ва. 11: Maschinenuntersuchun 
Verhalten der Maschinen im Betriebe. Ein Hz 
buch für Betriebsleiter, ein Leitfaden 3 


тє 


brauch bei Abnahmeversuchen u. für d. U: 
richt in Maschinenlaboratorien. 2. erw. Aufl.‘ 
327 Fig. im Text u. auf 2 Taf. (XVIII, ĉc: 
Gr ën Berlin, Springer. Lwbd. M 130.— 


GRÖNWALD, Julius, Chemische Technolog: 
Emailrohmaterialien. Für d. Fabrikanten, Er: 
chemiker, Emailtechniker usw. 2., verb. u ’ 
Aufl. Mit 25 Textabb. (VIII, 296 S. 80.) Be- 
Springer. Hiwbd. M 76.—. 

JAEGER, Wilhelm, Elektrische Meßtechnik. Th 
u. Praxis d. elektr. u. magnet. Messungen. 2. + 
mehrte Aufl. Mit 58r Abb. im Text u. ı ei 








Fluchttaf. (XXII, 528 S. Gr.-8%.) Leipzig, Joh. 
Ambr. Barth. Geh. M 138.—, Lwbd. M 165.—, 
Fluchttafel einzeln M 6.—. 


‚LLER, Huldreich, Berechnung gewölbter Böden. 
Aus d. Nachlaß herausgeg. von Robert Dubs. Mit 
58 Fig., ı Taf. (II, E S. Gr.-8%.) Leipzig, 
Teubner. Geh. M 18.—. 


IUTHOFF, J. M., Der Gebrauch Von Farben- 
ndikatoren. Ihre Anwendung i. d. Neutralisations- 
ınalyse u. bei d. kolorimetr. Bestimmung d. Was, 
werstoffionenkonzentration. Mit 7 Textabb. und 
ı Taf. (IV, ı44 S. 8°.) Berlin, Springer. Geh. 
М 45.—. . 


AUSE, Hugo, Maschinenelemente. Leitfaden z. 
Berechnung und Konstruktion f. techn. Mittel- 


schulen, Gewerbe- u. Werkmeisterschulen, sowie 
zum Gebrauch in d. Praxis. 4. verm. Aufl. Mit 
392 Textfig. (XII, 323 S. Gr.-80.) Berlin, Sprin- 
er. Hlwbd. M 58.—. 

TECHNISCHER SELBSTUNTERRICHT für das 
deutsche Volk. Briefl. Anl. zur Selbstausbildung 
ın allen Fächern u. Hilfswissenschaften d. Tech- 
nik. Unter Mitarb. von Johann Kleiber und von 
bewährten anderen Fachmännern herausgeg. von 
Karl Barth. Fachband ı. Naturkräfte u. Bau- 
stoffe, Brief 3. (S. 121—176 ті АЬЬ. 40.) 
München, R. Oldenbourg. M 12.—. 

VOGDT, Rudolf, Technische Elementar-Mechanik. 
Grundsätze mit Beispielen aus d. Maschinenbau. 
2., verb. u. erw. Aufl. Mit 197 Textfig. (VII, 
157 S. 8°.) Berlin, Springer. Geh. M 27.—. 


SCHÖNE LITERATUR 


'ENARIUS, Ferd., Der wachsende Gott. 2. Teil: 
Jesus. Ein Spiel. Herausgeg. v. Kunstwart. (57 5. 
3.) München, Callwey. Geheftet M 10.—, ge- 
unden M 15.—. 


SCHER, Hans W., Die Schädelstătte. Von Men- 
chen u. Kaffern. (235 S. Kl.-80.) München, 
Rösl & Cie. Geh. M 22.—, Pappbd. M 35.—. 


WESER, Erdmann, Koblanks. Roman einer Fa- 
nilie. Mit Zeichngn. v. Albert Schaefer. (105 5. 
30.) Berlin, Ullstein. Kart. M 12.50. 


\RTLIEB, Wladimir, Scherben. Eie satir. Ge- 
licht. (54 S. 8°.) Wien, H. Heller & Cie. Geh. 
М ı12.--, signiert in Brokatseide geb. M 200.—. 


\SENCLEVER, W., Gobseck. Drama in 5 Akten. 
(79 $. Gr.-8°.) Berlin, E. Rowohlt. Geh M 26.—. 


>LDERLIN, Friedrich, Hyperion od. Der Eremit 
i. Griechenland. Herausgeg. auf Grund d. kritisch- 
historischen Ausgabe Franz Zinkernagels v. Fried- 
rich Michael. (265 S. Kl.-8°%.) Leipzig, Insel- 
Verlag. Lwbd. M 50.—, Ldrbd. M 250.—. 


EMANN, Bernd, Christus. Ein Mysterienspiel in 
3 Teilen. Die Mitternacht. Christus auferstanden. 
Der Triumph. (153 S. 8°.) Stuttgart, W. Seifert. 
M 


SLLER, Gottfried, Spiegel das Kätzchen. Ein 
Märchen. (1348. 16°.) München, Hyperionverlag. 
Pappbd. M 8.—. 
EBESLIEDER von unbekannten Dichtern, Alte 
deutsche, (135 S. 16°.) München, Hyperionverlag. 
Pappbd. M 8.—. 


ARTELL, Max, Opfer! Erzählungen. Aus dem 
besetzten Gebiet dem Leben nacherzählt. (180 S. 
80.) we Cotta. Geheftet M 14.—, Papp- 
band M 2 . l 

OMBERT, Alfred, Der himmlische Zecher. Aus- 
paniis Gedichte. Neue erw. Ausg. (142 S. 80.) 
М Рё Insel-Verlag. Geh. M ı4.—, Hiwbd. 

26.—. 


SUCKERT, Will-Erich, Die brennende Nacht. 
М Bücher Lieder. (45 S. 8°.) Berlin, E. Reiß. 
10.—. 


RÖSSLER, Carl, Der pathetische Hut. Komödie in 
3 Akten. (116 S. Gr.-8°%.) München, Drei Mas- 
ken Verlag. Pappbd. M 60.—. 


SCHNEIDER, O., Schöpfung. Gedichte. (55 S. 80.) 
Berlin, E. Reiß. Geh. M 10.—, Hiwbd. M 20.—. 

SCHWARZ, Rudolf, Der Elends-Esel und andere 
sonderliche Geschichten. (256 S. 80.) Stuttgart, 
Cotta. Geh. M 18.—, Hiwbd. M 30.—. 


SÖHLE, Karl, Sebastian Bach in Arnstadt. Ein mu- 
sikalisches Kulturbild aus d. Anfang d. 18. Jahrh. 
Neue Ausgabe. Vollst. neubearb. u. um ein neues 
Kapitel — den großen Präzedenz-Streit — er- 
weitert. (139 S. E E L. Staackmann. 
Geh. M 12.—, Hlwbd. M 24.—. 

TRAUTNER, Ed., Nacht. Ein Aufzug in 4 Szenen. 
(47 S. К1.-80.) Potsdam, G. Kiepenheuer. M 25.—. 





BULWER, Edward Lytton, Die Geisterseher. Eine 
okkulte кш Übertragen von Rainer Maria 
Schulze. (61 S. Ki.-80%.) Hannover, P.Steegemann. 


Pappbd. M 20.—. 

С V, A. Pavlovic, Tri sestry. (Drei Schwestern.) 
Drama v cetyrech dejstvijach. (go S. K1.-80.) 
Berlin, Slowo-Verlagsgesellsch. Bl M 5.—. 

Derselbe, Djadja Vanja. (Onkel Wanja.) Sceny iz 
derevenskoj zizni v cetyrech dejstvijach. (70 S. 
K1.-80.) Ebenda. M 5.—. 


CROMMELYNCK, Fernand, Der Hahnreih. 3 Akte. 
Übers. von Elvire Bachrach. (143 S. 80.) Mün- 
SEH Drei Masken Verlag. Geh. M 16.—, вер. 

24. —. 

POE, Edgar Allan, Drei mystische Erzählungen. 
Übertr. von Guido Fuchs. u; S. 160.) München, 
Hyperionverlag. Pappbd. 8.—. 


PO HSING TSCHIEN, Fräulein Tsui u. Fräulein 
Li (von Yüan Tschen). 2 chines. Novellen. Übers. 
u. Nachw. von Franz Blei. (106 S. 16°.) Mün- 
chen, Hyperionverlag. Pappbd. M 8.—. 


VOLTAIRE, François Marie Arouet de, Drei sati- 
rische Erzählungen. Übertr. von Dr. Hans Kau- 
ders. (124 S. 160.) München, Hyperionverlag. 
Pappbd. M 8.—. 


+ 183 + 


ILLUSTRIERTE BÜCHER, 


LIEBHABERDRUCKE, 


BACH, Johann Sebastian, Autograph d. Kreuzstab- 
Kantate. Erstmalig vollst. reproduziert.’ (14 S. 40.) 
München, Drei Masken Verlag. Pappbd. M 60. -.- 

BALZAC, Honoré de, Weibliche Logik. Ill. nach 
Holzschn. von Bertall. Deutsche Übertragung von 
Camill Hoffmann. (64 S. 160%.) München, Hy- 

erionverlag. Pappbd. M 8.—. 

CÖRINTH. Lovis, Weib. Akt. Radierung. (Platten- 
größe: 25,5xX 21cm.) Berlin, Euphorion-Verlag. 
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standsdrucke auf Anfrage direkt vom Verlag. 

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und 33. München, Piper & Co. 

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büchern Chieh-Tse-Yan Hua-Chuan, Shih-Chu- 
Chai Shu-Hua Tisih. Einl. von Emil Orlik. Ег]. уоп 
Otto Fischer. (18 S., 15 Taf. unter Passepartout. 
бо х 42,5 cm.) Nr. I—LXXX: auf Japan, Hiw.- 
Mappe M 4200.—, Nr. ı—ı5o: aus chinaart. 
Papier, Hlw.-Mappe M 2900.—. 

33. Cezanne und seine Ahnen. Faksimiles nach 
Aquarellen, Feder- u. a. Zeichn. von Tintoretto, 
Greco, Poussin, Corot, Delacroix, Cezanne. Mit 
einer Vorrede von Julius Meier-Graefe. I S., 
22 z. T. farb. Taf. unt. Passepartout. 64 X 49 cm.) 
iI. Ausgabe M 4500.— (vergriffen), 2. Ausgabe 
M 3000.—. 

Von beiden Drucken erscheint gleichzeitig eine fran- 

zösische und englische Ausgabe zum Preise von 

M 5200.—, bzw. M 5800.—; Subskriptionspreise 

für diese Ausgabe M 4500.— und M 4800.—. 

ELIAS, Julius, Handzeichnungen deutscher Impres- 
sionisten. Mit ein. Einl. herausgeg. (38 S., 68 z.T. 
farb. Taf. unter Passepartout. 2°.) Berlin, Propy- 
läen-Verlag. Ausg. A: auf Botten, mit је т Огір.- 
Radierg. auf Japan von Corinth, Liebermann u. 
Slevogt, Leder-Map е М ı12500.—, Ausg. В: 
mit je ı Orig.-Radierg. von Orlik und Groß- 
mann, Hldr.-Mappe M 9375.—; Ausg. C: mit 
ı Orig.-Radierg. von Leste UG: Hibpergt.-Mappe 
M 8125.—, Ausg, D: Hibpergt.-Mappe M 7500.—. 


KUNST 


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earb. u. erw. Aufl. Mit 121 Abb. (252 S. 4°.) 
ünchen, R. Piper & Co. Hlwbd. M 180.—. 
SCHMIDT, Robert, Das Glas. 2., verm. u. verb. 
Aufl. Mit 233 Abb. (VIII, 4ıg S. 8°.) Berlin, 


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ı Schnittmusterbogen.) M 12.—. 


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FERRY, Gabriel (d. i. Graf Louis de Bellemar: | 
Der Waldläufer. Mit eingedr. Steinzeichn. vr 
Max Slevagt. (363 S., ı Taf. 4°.) Berlin, P7- 
pe Ten, Ausg. A: Nr. r— zoo. Mit sr 

riginal-Radierg. Ldrbd. M 2000.—: Ausg. Ё 
Nr. 101—300. Ми sign. Original-Radierg. Ld: 
M goo.—; Ausg. C: Nr. 301—1500. Mit sg 
Original-Lithogr. Hlwbd. M 650.—. 

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mit Text von Julius Elias. M 15.—. 

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(Plattengr.: 23,5 x 15,5 cm.) Berlin, Euphorie 
Verlag. 25 Expl. auf Japan je M 300.—, 75Er. 
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Derselbe, Selbstporträt. Radierung. (Plattenertz 
at 15,5cm.) Ebenda. Gleiche Auflage, glex: 
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LASTTRÄGER, Der, und die drei Schwestern. 4; 
Tausend und eine Nacht. Mit rı ei . Ve: 
u. d. Buchausstattung von Ferdinand Staeger. Ty 
Textrev. besorgte Kurt Moreck. München, H« 
Schmidt Verlag. Pappbd. M 28.—. 

MEIDNER, Ludw., Frauenbildnis. Radierung. (P:: 
tengröße: 23,5 X 18cm.) Berlin, Euphorion-\* 
lag. 15 Expl. auf Japan je M 400.—, 50 Eı; 
auf Bütten je M 250.—. 

Derselbe, Selbstporträt. Radierung. (Plattengrö! 
26,5 Х 21 ст.) ЕЬепда. Gleiche Preise. 


MOZART, Wolfg. Amadeus, Autograph d. Klavir 
Trios in E-Dur. Erstmalig vollst. reprodun: 

ı (26 S. 24x 32 cm.) München, Drei Masken Ve 
lag. Pappbd. M 60.—. 


SEEWALD, Richard, Tiere und Landschaften. } 
Abb. im Text u. auf Taf., 4 sign. Orig.-Lithor 
u. 1 sign. Radier. auf Taf. (B5 S. 20.) Beri: 
Gurlitt. (Maler-Bücher. Band 3.) Ausgabe ! 
(Nr. I—X) mit ein. zweiten sign. Radierg. Prt« 
$ — Ausgabe B: (Nr. XI—LX) Hidt: 

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d. Staatlichen Museen zu Berlin. 


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Darmstadt, O. Reichl. M 9.—. 


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arbeiten. Folge r, Musterblatt 1—5. (Je 3 S.r- 
Abb. 4°.) Leipzig, Verlag O. Beyer. | М:- 








MUSIKLITERATUR«NEUE MUSIKALIEN ж 





'ORCHERT, H. Felix, Illustrierter Leitfaden für 
Boxen u. Box astik z. Selbst-* u. Massen- 
unterricht für —* und Sportvereine, Truppen, 
Sicherheitsbeamten usw. Mit ı6 Abb. (46 S. 
Kl.-80.) Stuttgart, Franckbsche Verlh. М 6.—. 
ORCHERT, H. Felix, Schwergymnastik mit Elteh- 
Platten D.R.G.M. — D.R.P.a. Das erfolg- 
bringende Trainingssystem des Fußballspielers, 
Leichtathleten und Boxers. (8 S., ı Taf. in Le- 
es 160.) Stuttgart, Franckhsche Verlh. 
g — 

RAFT, Heinrich, u. Helene Kraft, Gesunde Küche. 
Ein Lehrbuch richtiger Ernährung u. Speisen- 


bereitung. 2 Teile in ı Bd. (VI, 146, 352 S. 8°.) 
Stuttgart, Union. Hlwbd. M 38.—. 

MUNDORFF, Anna, Die Nadelarbeit in der Volks- 
schule. (IV, 40 S. 8°.) Freiburg i. Br., Herder 
& Co. M 12.—. ' 

SCHMIDT, Fritz, Kompendium d. praktischen Pho- 
tographie. ı4., sehr veränd. Aufl. (XII, 472 5. 
80.) Hlwbd. M 50.—. 

WEBER, Heinrich, Die kleine Ringschule. Grund- 
regeln einer neuen ringsportlichen Erziehung. Mit 
54 Textabb. (105 S. Kl.-80.) Leipzig u. Zürich. 
Grethlein & Co. (Deutsche Sportbücherei. Bd. 13 
bis 15.) М 7.50. 


MUSIKLITERATUR 


BER, Ad., Handb. d. Musikliteratur in systema- 
tisch-chronologisch. Anordnung. (XX S., 696 Sp., 
II S. Gr.-8°.) Leipzig, Breitkopf & Härtel. (Kleine 
Handbücher d. Musikgeschic te. Bd. 13.) Geh. 
M 60.—, geb.M 75.—. 

ACH, Johann Sebastian, Sechs Sonaten und sechs 
Suiten für Violine und Violoncello solo. Heraus- 
geg. u. eingel. von Ernst Kurth. (XXI, 157 S. 80.) 
München, Drei Masken Verlag. (Musikal. Stun- 
denbücher.) Pappbd. M 30.—. 

EHLE, Johannes, Raumakustische, orgeltechnische 
und bauliturgische Probleme. Untersuchungen am 
Dom zu Schleswig. (32 S. Gr.-80.) Leipzig, 
C. F. W. Siegel. Brosch. M 9.—. 

JSER, Hans Joachim, Geschichte der deutschen 
Musik in 2 Bänden. Bd. ı. Stuttgart, Cotta. 

1. Geschichte der deutschen Musik von d. An- 
fängen bis zum Beginn d. dreißigjähr. Krieges. 
2., durchges. Aufl. (XVI, 5ıg S. Gr.-8°.) Geh. 
1 64.—, Hlwbd. M 8o.—. 

IBLIKATIONEN der Gesellschaft zur Heraus- 
rabe der Denkmäler der Tonkunst in Österreich. 
Wien, Univ.-Edition; Leipzig, Breitkopf & Härtel. 
0. Eberlin, Johann Ernst, Oratorium. Der 
lutschwitzende Jesus. Nebst Anh.: Stücke aus 
'nderen Oratorien. Bearb. von Robert Haas. (V, 
9 5. 20.) М 200.—. 

0. Schmelzer, Johann Heinrich, Johann Josef 
loffer, Alexander Poglietti, Wiener Tanzmusik 
n d. zweiten Hãlfte des siebzehnten Jahrhunderts. 
iebst Anh.: A. Partita ex Vienna. B. 2 deutsche 


Lieder von J. H. Schmelzer. Bearb. von Paul 
Nettl. (VI, 77 8. 20.) М 200.—. 

"Beiheft 8. Studien zur Musikwissenschaft. H. 8. 
(206 S. 40.) M 60.—. . 


SAMMELBÄNDE für vergleichende Musikwissen- 
schaft. München, Drei Masken Verlag. 
I. Abhandlungen zur vergleichenden Musikwissen- 
schaft aus den Jahren 1885— 1908 v. A.J. Ellis, 
J. P. N. Land, C. Stumpf, O. Abraham u. E.M. 
von Hornbostel. Mit 6 Bildtafeln. (VIII, 377S. 
49.) Lwbd. M 275.—. 
Inhalt: Über die Tonleitern verschiedener Völker. 
Tonschriftversuche und Melodieproben aus dem mo- 
hammedanischen Mittelalter. Lieder der Bellakula- 
Indianer. Mongolische Gesänge. Phonographierte In- 
dianermelodien. Über das Tonsystem und die Musik 
der Siamesen. Studien über das Tonsystem und die 
Musik der Japaner. Phonographierte türkische Me- 
lodien. Phonographierte indische Melodien. Phono- 
aphierte Indianermelodien aus British Columbia. 
Phono raphierte tunesische Melodien. Notiz über 
die ш der Bewohner Süd-Neumecklenburgs. 
Über die Musik der Kubu. 


WEITZEL, W., Führer durch die katholische Kir- 
chenmusik der Gegenwart. (XII, 118 S. 80.) Frei- 
burg i. Br., Herder & Со. М ho.—. 

Ein rezensierender Gesamtüberblick über das Ge- 

biet und zugleich ein praktisches Nachschlagebuch 

für Geistliche, Organisten und Chordirigenten bei 

Neuanschaffung von Messen und Kirchenliedern. 


NEUE MUSIKALIEN 


OPERNMUSIK 
CHER, E., Musikal. Hauskomödien. Mit Musik 
Ier Meister. Berlin, Bote & Bock. Geh. je M 4.— 
nd T.-Zuschlag. 
o. Großmutters Bratäpfel mit Musik von Joh. 
d. Hiller. Für 3 Personen. (12 S.) 
2. Berthold und Binchen mit Musik von Chr. 
ү. Gluck. Für 2 Personen. (8 S.) 
4. Prinzeßchen mit Musik von Joh. Frdr. Rei- 
aardt. Fūr 4 Personen. (13 S.) 


ORATORIEN 


zH, Friedrich, Ausgewählte Werke. Herausgeg. 
Georg Schünemann. Bd. I. Motetten. Nr. 1: 


Ich lieg und schlafe (vierstimmig). Nr. 2: Wachet 


auf ruft uns die Stimme (vierstimmig). (IV, 13. 
IV, 17 S. ыз) Leipzig, C. F. W. Siegel, 
Nr. 1. Part. M 12.50, h аа М 12.—, №г. 2. 


Part. M 15.—, 4 Stimmen M 16.—. 


HAGEDORN, Thomas, Op. 38. Die sieben Worte 
Jesu am Kreuze. Kantate für Soli, Chor, Orgel 
und Streichquartett. Orgelpartitur. (28 S. Gr.-4°.) 
Leipzig, C. F. W. Siegel. Geh. M 35.—. 


ROEMHILDT, Joh. Theod., (1684—1756), Mat- 
thäus-Passion für Soli, Chor und Orchester. Be- 
arbeitet v. Karl Paulke. Klavier-Auszug. (II, 775. 
Gr.-40.) Leipzig, C. F. W. Siegel. Brosch. M 50.—. 


* 185 + 


ORCHESTERMUSIK 


CHERUBINI, Luigi, Ouvertüre zur Oper „Lo- 
doiska“ für Salonorchester bearbeitet von W. Hase- 
loff. (80.) Hannover, L. Oertel. M 14.—. 


DELIBES, Leo, Pas des Fleurs aus dem Ballett 
„Naila“ für Salonorchester bearb. v. J. Dworzak. 
(8°.) Hannover, L. Oertel. M o 

Derselbe, Pizzikati a. d. Ballett ,, Sylvia“ für Salon- 
м bearb. von J. en „Sy (8%.) Ebenda 

Derselbe, Valse boston aus dem Ballett „‚Coppelia“ 
für Salonorchester bearb. v. J. Dworzak. (80.) 
Ebenda. M 8.—. 


FREITAG, Ehrt die deutschen Meister. Melodien- 


kranz aus bekannten deutschen Opem. Berlin, 
C. M. Roehr. Für Orchester. M 32.—. (Klavier- 
Auszug M 15.—.) 


FRESCO, J., Minnesold, Ballett-Suite. Berlin, C. 


M. Roehr. Für Salonorchester M 35.—. (Klavier- 
Auszug M 15.—.) 


HEUSSER, H., — Lago Maggiore. Serenate tı 
nese. Већа, С. M. Roehr For Salonorchæ. 
M 18.—. Klaner Am M 12.—.) 

SCHIRMANN, Alex, Dubinuschka. Po 
Russische Melodien. Berlin. C. M. я 
Orchester M 36.—. (Klavier-A M — 

SCHUMANN, Manfred-Öuvertüre, Berlin, C. y 
Roehr. Für Salonorchester M 18 


KAMMERMU e I K 
SANDBERGER, Adolf, Op. 20. Trio für Klar 
und Violoncello. — (68 S. Gr.-! 
u F. W. Siegel. M 84.—. 
STOHR Richard, "63, Quartett (D-moll, :2 
Klavier, Violine, Viola und Violoncell. Stimc: 


(88 S. Gr.-40.) Leipzig, C. F. W . Siegel. M 8i- 


KLAVIERMUSIK 
JENSEN, Adolf, Lieder. Morgens am — 
Wenn durch die Piazetta. — Keine So 
Für Klavier bearbeitet v. Michae Tais t 
ее 3 S. 40.) Berlin, Bote & Bock. Je M 10. 


Die Preise sind die von den Veriegern für Deutschland festgesetzten Verkaufspreise, vorbehaltlich geg 


Änderungen, die durch Schwankungen in den Herstellungskosten verursacht werden. œ Die Liefer: 

in das Ausland erfolgt auf Grund der vom Börsenverein der deutschen Buchhändler erlassenen Bestimmun 

wonacb für Länder mit höherer Valuta ein Aufschlag hinzuzurechnen ist. Einige Verleger haben besox 
Auslands- Preise angesetzt. Die Bücher können durch jede Buchhandlung bezogen werden. 


Verantwortlich für die Redaktion: DR. KARL BLANCK und DR. FRIEDKICH MICHAEL « LEIPZ 


STT SESEa su 


DER NEUE SE 





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Etwa 
100000 Stichwörter, 7500 Abbild. 
und Karten im Text und auf 160 
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Sechste, | 

gänzlich umgearbeitete u. wesest- | 
lich vermehrte Auflage von Brock- | 
haus’ Kleinem Konversations | 
Lexikon | 


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BAND 1 ist soeben erschienen, er kostet, dauerhaft in Halbleinen gebunden, in Deutsch- | 
land und in den niedervalutigen Ländern 300 Mark, im Ausland: Schweiz 28 Frs. į 
Vereinigte Staaten von Amerika 4.50 Dollar, hochvalutige Länder 200°,,, mittel P 


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Preiserhöhung vorbehalten. | 
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BAND 2 erscheint voraussichtlich im Mai 1922, 
die weiteren Bände erscheinen in Abständen von etwa 6 Monaten. 


DAS ERSTE GRÖSSERE FRIEDENSLEXIKON| 


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+ 186 + 





DAS 
DE UTSCHE 
‚BUCH 


_ Monatsschrift 
` fur die 
Neuerscheinungen 


deutscher Verleger 


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IL JAHRG. 1922 . 5S. HEFT 
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HERAUSGEGEBEN 


VON DER DEUTSCHEN GESELLSCHAFT FÜR 
AUSLANDSBUCHHANDEL.E V-LEIPZIG/KREUZSTR.30 


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BIBLIOGRAPHISCHES 
INSTITUT 
LEIPZIG 


Telegramm-Adresse: Lexikon Leipsig 
Fernsprecher: Nr. 121, 4736, 5952, 5982 


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Mit allen 
technischen Neuerungen versehener 
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Hand- und Maschinensetzerei 
sowie eigene Schriftgießerei 
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Zeichenatelier : Kartographische 
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lithographische Kunstanstalt 
Buch- und Rotationsdruckerei 
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Stee? 2999. ZS von. Jotie Hoffmann- 





DAS DEUTSCHE BUCH 


‚JAHRG ж MAI 1922 ж НЕЕТ 5 











Einzelpreis M 6.— x Kein Auslandsaufschag ж Jährlich M 60.— 


AUS DER „ODE AN FLORENZ“ 
VON THEODOR DÄUBLER 


D U sollst vergnügt durch diese Wälder kommen. 
Die Straßen führen breit den Berg entlang. 
Marienkirchen sprechen zu den Frommen. 

Der Heide wählt den sanften Piniengang. 


Da gibt es wunderschöne gelbe Blumen, 
Zufriedne Falter, groß wie eine Hand, 

Den Herzensjubel vögelvoller Krumen; 

In Luft und Flur die Huld vom Tuskerland. 


Kastanienwälder klimmen zu den Eichen. 
Sie wallen über Kuppen weit hinan. 

Die Eichen können bleich ein Tal erreichen, 
Dann halten sie die Ölbäume im Bann. 


Solang die Blätter unaussetzlich rauschen, 
Sind alle Bäche zitterhaft und zart. 
Wo Ölbestände stille Sonne brauchen, 
Erwacht der Fluß zu seiner sanften Fahrt. 


ZIYPRESSEN stehen da als hohe Pforte. 
In silberner Verschwendung tagt Florenz. 
Du stehst vor Gottes vorgeträumtem Worte: - 
In deiner Welt mit einem ernsten Lenz! 


Zypressen stehen da als große Pforte: 

Sie führen auf den Bergen hoch zum Herrn. 
Zypressen stehn vor jedem Felsenorte 

Und weisen abends auf den ersten Stern. 


Das ist Hesperien. Herrlich. Gottbegnadet. 
Das schöne Land mit dem Zypressensaum, 
Wo jede Stadt in Goldergüssen badet, 

Und jeden Baum beweht sein Silbertraum. 


Die Seelenheimat unter milden Schleiern 
Mit blauen Augen sieht dich sonnig an. 
Das Weingelände frägt nach Hochzeitsfeiern, 
Sein stiller Engel hält mich sacht im Bann. 


Aus „Hymne an Italien‘, insel-Verlag, Leipzig. 
+ 203 # 


* VOLKMANN/DAS BUCH ALS GEISTIGER VERMITTLER 3 





DAS BUCH ALS GEISTIGER VERMITTLER 
ZWISCHEN ITALIEN UND DEUTSCHLAND 


VON DR. LUDWIG VOLKMANN 


Mir der Internationalen Büchermesse in Florenz, die in diesen Tagen die Verleger alleı 
Länder erneut zu gemeinsamen Zielen vereinigt, folgt Italien guten und alten Traditionen 
insbesondere was Deutschland betrifft — denn seit undenklichen Zeiten schon hat das Bud 
eine große und wichtige Rolle als geistiger Vermittler zwischen Italien und Deutschlan: 
gespielt. — 

Als das römische Weltreich zerfiel, war es der Gotenkönig Theoderich, der die antik 
Wissenschaft und Kunst nach Kräften zu bewahren und fortzusetzen versuchte, obgleich e 
selbst nicht einmal schreiben konnte und sich für seine Erlasse und Aufzeichnungen da 
gelehrten Cassiodorus bedienen mußte. Unter Karl dem Großen drang römische Literatu 
und damit römischer Geist auch in das Frankenreich ein, und in der Folge sind namentlich 
in den deutschen Klöstern die antiken Schriftsteller jahrhundertelang eifrig abgeschriebe 
und sorgfältig aufbewahrt worden, während die kostbaren Bibliotheken in Italien selbsi 
in Verfall gerieten. Die eigentliche Erneuerung des geistigen Lebens und damit auch de: 
Bücherproduktion und des Buchhandels kam aber wieder aus Italien, wo die seit dem 12 
und ı3. Jahrhundert entstehenden und rasch aufblühenden Universitäten starke Mittel 
punkte bildeten, die auch nach Deutschland ihre Wirkung ausstrahlten. Dort gab es scha 
vor der Erfindung der Druckerkunst richtige Handschriften-Händler, die Stationarii hießen 
und bei der nicht geringen Anzahl von Deutschen aus Augsburg, Nürnberg, Straßburg usw. 
die in Italien, besonders in Bologna und Padua, damals studierten, begann jetzt rech 
eigentlich der geistige Austausch zwischen den beiden Ländern durch die Vermittlung de 
Buches, der später so großen Umfang annehmen sollte und zunächst dadurch wesentlid 
erleichtert wurde, daß die Gelehrtensprache sowohl diesseits als jenseits der Alpen da! 
Lateinische war. Manche Handschrift mag auf solche Weise aus Italien nach Deutschland 
gekommen sein; und wie hoch man hier die kostbaren und oft reich ausgestatteten Codice 
zu schätzen wußte, mag daraus hervorgehen, daß z. B. um das Jahr 1050 ein Manuskrip! 
gegen einen Weinberg oder ein Landgut eingetauscht werden konnte. Umgekehrt aber habe 
im 15. Jahrhundert die italienischen Humanisten förmliche Streifzüge durch Deutschland 
Klöster und Bibliotheken unternommen, um klassische Handschriften, die dort bewahrl 
wurden, zu entdecken, zu benutzen und womöglich nach Italien zu bringen, wobei im Eife 
des Sammelns manchmal zu den verwegensten Mitteln gegriffen wurde, um das Ziel su 
erreichen. So hat Francesco Poggio um 1415 eine ganze Anzahl von Codices aus St. Gallen. 
Reichenau, Weingarten und Fulda heimlich entführt, die sich zum Teil noch jetzt in der 
Biblioteca Laurenziana in Florenz befinden, und dem Doktor der Theologie Marino Frigeno 
wurden 1464 in Lübeck zahlreiche Bücher gewaltsam abgenommen, die er aus norddeutschen 
Bibliotheken entwendet hatte. Freilich wurde durch solchen Eifer erreicht, daß Italien, und 
vor allem Florenz, der Mittelpunkt der Büchersammler und der Bücher-Abschreiber wurde. 
Vespasiano di Bisticci, der auch für Cosimo de’ Medici tätig war, kann der erste moderne 
wissenschaftliche Buchhändler genannt werden, und sein Ruf erstreckte sich auch über die 


+ 201 + 


VOLKMANN/DAS BUCH ALS GEISTIGER VERMITTLER * 
EEE рар 
pen, so daß z. B. König Mathias Corvinus von Ungarn eine ganze Bibliothek bei ihm her- 
tellen ließ. — 

Um dieselbe Zeit aber war es, als nun in Deutschland die große Erfindung gemacht 
vurde, die eine weitere Verbreitung des Buches erst ermöglichte: die Erfindung der Buch- 
ruckerkunst durch Joh. Gutenberg. Es war begreiflich, daß gerade Italien sie rasch und 
egierig aufgriff und den neuen geistigen Strömungen dienstbar machte. Deutsche sind 
s gewesen, die der Kunst Gutenbergs auch in Italien den Weg gebahnt und sie zuerst in den 
erschiedenen Städten eingeführt haben — Konrad Sweynheim und Arnold Pannartz 1464 
ı Subiaco und später, von Papst Sixtus IV. unterstützt, in Rom, wo auch Ulrich Han tätig‘ 
rar; Johann von Speyer 1469 und nach ihm Erhard Ratdolt in Venedig, Nicolas von Breslau 
т 1470 in Florenz, zur selben Zeit Johann Numeister in Foligno, Sixtus Riessinger in 
leapel, Andreas von Worms in Palermo, und viele andere. Allein in Rom sind bis zum Jahre 
500 nicht weniger als 23 deutsche Drucker bekannt. 

Doch bald entwickelten sich auch selbständige italienische Druckereien, die in Verbindung 
ut den bedeutendsten Gelehrten der Zeit die neue Erfindung einer weiteren Ausbildung 
nd hohen Blüte entgegenführten, und nun gab Italien dankbar und reichlich zurück, was 
s durch die „Kunst der Teutonen“, wie man sie nannte, von Deutschland empfangen hatte. 
enn mit Hilfe der Buchdruckerkunst verbreitete sich die neue humanistische Bildung, die 
icht mehr eine kirchliche, sondern eine weltliche war, von Italien aus über die Welt und in 
ster Linie nach Deutschland, wo man ihr mit tiefem Verständnis entgegenkam. Unter 
en italienischen Verlegern war es namentlich der berühmte Aldus Manutius in Venedig, der 
ch durch Herausgabe der lateinischen und griechischen Klassiker unvergängliche Verdienste 
twarb und dessen in handlichem Format gehaltene Ausgaben nun in Deutschland, das ja 
erade mit Venedig in lebhaftem Handelsverkehr stand, rasch Eingang fanden und mit 
'ahrem Enthusiasmus aufgenommen wurden. Noch im 16. Jahrhundert gehörten bei den, 
iist ärmeren Kreisen entstammenden, deutschen Studenten und Gelehrten gedruckte 
lassısche Bücher zu den Seltenheiten, und man hatte sich vielfach mit Abschreiben behelfen 
rüssen. Diesem Bedürfnis kamen nun die Ausgaben des Aldus entgegen, und so dürfen wir 
ns nicht verwundern, wenn wir hören, daß der Humanist Mutianus Rufus in Gotha 
reudentränen vergoß, als er die Aldinischen Drucke des Cicero, Lucrez, Curtius u. a. ge- 
‘henkt bekam, während seine Freunde, der Mönch Urban und Georg Spalatin in dem 
hüringischen Kloster Georgenthal sich die größten Entbehrungen auferlegten, um mit vieler 
fühe die klassischen Autoren in Aldinischen und anderen Ausgaben über die Alpen herbei- 
uschaffen und rührende Briefe an den berühmten Verleger schrieben. Männer wie Willi- 
ald Pirckheimer in Nürnberg und Johann Reuchlin gehörten zu den ersten Kunden des 
udus, der mit den deutschen Gelehrten selbst in nahem und freundschaftlichem Verkebr 
tand. Sowohl Erasmus als Reuchlin sind für ihn tätig gewesen, und mit dem letzteren hat er 
ahlreiche Briefe gewechselt, die manche sehr interessante und bezeichnende Stelle enthalten. 
o schreibt Reuchlin 1502 bei einer Bücherbestellung an Aldus: „Zeige Dich mir gegenüber 
icht als Händler, sondern als Freund, damit ich mich nicht zu schämen brauche, für Deine 
Jücher Dir, dem berühmten Kaufmann, mehr zahlen zu müssen als unseren kleinen Händ- 
ern. Denn Deine Konkurrenten geben mir das höhnisch zu verstehen.‘ Aldus erwidert 
ierauf, die Bücher seien in Venedig nicht billiger, sondern vielmehr teurer; zugleich aber 


+ 205 +» 


* VOLKMANN/DAS BUCH ALS GEISTIGER VERMITTLER 


läßt er erkennen, welchen Wert er auf das Urteil des Reuchlin legt, indem er schreibt: „l 
kann Dir kaum sagen, wie glücklich ich darüber bin, daß Du Dich über meine Briefe v: 
meine Arbeit freust. Jenes Lob, zumal wenn es von einem so bedeutenden Manne wie i 
herrührt, macht mich glauben, daß. auch ich einigen Wert besitze. Ich bitte Gott, dab «7 
uns noch lange und von Tag zu Tag mehr einer an den Werken des anderen erfreuen шіт 

Allmählich kamen die Ausgaben des Aldus, vielfach durch Vermittlung der Fugger, imr: 
häufiger nach deutschen Städten, nach Wien, Augsburg, Nürnberg und Basel, ja auf = 
Frankfurter Büchermesse, wo sich bald auch italienische Buchhändler als Käufer einfaniz 
"Freilich verhinderten auch in der damaligen Zeit kriegerische Verwicklungen оѓ адеп {пх 
lichen Verkehr der Geister, und so klagt Mutianus Rufus einmal in einem Briefe an Urtz 
der Krieg habe die Straße nach Italien so gesperrt, „daß die schönen Wissenschaften, è 
Hilfe des Aldus beraubt, darniederliegen.‘' Umgekehrt glaubte man einen deutschen Verk: 
nicht höher loben zu können, als wenn man ihn mit Aldus Manutius verglich; so schr: 
Michael Hummelsberger r512 an Thomas Anshelm in Tübingen: „Hebräische Bücher wer 
Achin Italien erwerben, denn man sagt mir, daß dort einige mit den feinen und schiss 
Aldinischen Buchstaben gedruckt sind. Die Deinigen sind nicht weniger fein, kommen je: 
vielmehr gleich, wenn sie dieselben nicht übertreffen. Daher verdankt Dir Deutsci= 
ebensoviel als Latium seinem Manutius.“ Daß es freilich damals wie heute auch kleine e 
engherzige Geister gab, die den privaten Vorteil über das allgemeine Wohl stellten, zeigt je 
Venezianer, von dem Beatus Rhenanus in der Einleitung zu den Werken des Erasmus err} 
er habe den Aldus von der Herausgabe einiger griechischer Kommentare mit den Wors 
abzuhalten versucht: „Hüte Dich, hüte Dich, dies zu. tun, damit nicht die Barbaren, dadut 
gefördert, zu Haus bleiben und weniger nach Italien kommen!” — 

In de: Tat will es nun fast scheinen, als seien in den folgenden Jahrhunderten die geistu 
Beziehungen zwischen den beiden Ländern durch Vermittlung des Buches geringer gewor# 
aber freilich lagen die Gründe hierfür weit tiefer. In Deutschland war durch die рг 
Bewegung der Reformation das geistige Interesse in neue Bahnen gelenkt worden, un! 
der Folga vernichtete der 3o jährige Krieg Wohlstand und Bildung. Auch in Italien war: 
herrliche Blüte der Renaissancekultur nicht von Dauer, und es folgte ihr ein Zustand & 
Verfalles und der Abstumpfung. Mehr und mehr wurden auch die literarischen Kos 
nisse beider Völker in der Landessprache verfaßt und herausgegeben, so daß ihre ges 
seitige Einwirkung auf einen kleineren Kreis sprachkundiger Leser beschränkt wurde. } 
17. und ı8. Jahrhundert hat Italien weniger durch seine Bücher auf Deutschland gewir 
als durch seine Gemälde und besonders durch seine Musik, vor allem die Oper, und an Sp 
des Buches trat vielfach das Notenheft, dessen Herstellung im Typendruck der Italis 
Petrucci erfunden und mein Vorfahre Breitkopf zur technischen Vollendung gebracht '; 
Zugleich aber beginnt jene glänzende Reihe deutscher Künstler, Gelehrter und Dichter, 
dem italienischen Boden und der alten italienischen Kultur zwar die tiefsten Anregunr“ 
verdanken, aber doch so völlig Neues und Selbständiges daraus zu gestalten wußten, « 
sie damit ihrerseits nachhaltig auf das italienische Geistesleben zurückwirkten — ich brax 
nur einen Gluck, einen Mengs, einen Winckelmann und einen Goethe zu nennen. Nun berv 
auch das gegenseitige Interesse für die nationale Literatur der beiden Völker wieder 
wachsen. Noch in einem deutschen Büchlein vom Jahre 1804 wird allerdings behauptet, : 


+ 206 + 


BIANCHI/GRÖSSE UND UNENDLICHKEIT * 





Italien in 50 Jahren kaum so viel Bücher erschienen als in Deutschland zu einer Oster- 
esse, und es wird geklagt, daß in Neapel kein deutsches Buch zu finden sei. Aber wie man 
Deutschland schon längst die Schätze der italienischen Literatur wieder gebührend be- 
htet hatte, mit Recht ausgehend von dem „altissimo Poeta“ Dante Alighieri, dessen Werke 
fast zahllosen Ausgaben und Übersetzungen verbreitet wurden, so ist auch das deutsche 
ıch in Italien rasch in Aufnahme gekommen — zuerst wohl vorwiegend für die Scharen 
utscher Reisender, die in das gelobte Land der Schönheit in Natur und Kunst pilgerten, 
nn aber auch für die Italiener selbst, sei es in der Originalsprache oder in Übersetzungen. 
manchen Städten entstanden eigene deutsche Buchhandlungen, die sich nicht nur bei den 
emden, sondern auch bei den Einheimischen jahrzehntelang des besten Rufes erfreuten. 
utsche Naturwissenschaft und Medizin, Technik und Archäologie, Dichtung und Musik 
lten so ihren friedlichen Einzug im alten Römerreiche, und sie kehren jetzt, nach Jahren 
r Zerstörung, wieder zur Fiera internationale del libro in Florenz. 


GRÖSSE UND UNENDLICHKEIT 
VON LORENZO BIANCHI 


Die nachstehenden Betrachtungen entnehmen wir mit Erlaubnis 
des Verlages H. Haessel in Leipzig, dem neuesten Werk Lo- 
renzo Bianchis „Von der Droste bis Liliencron, Beiträge zur 
deutschen Novelle“, das zuerst, gleichfalls in deutscher Sprache 
in einem italienischen Verlage erschienen ist. Die folgenden 
Bruchstücke, die aus verschiedenen Kapiteln stammen, zeigen 
wie tief der Forscher hier in das Wesen zweier besonders aus- 
geprägter Künstlerpersönlickkeiten eindringt. 


CONRAD FERDINAND MEYER 


1 Jahre 1858 unternahm Conrad Ferdinand Meyer mit seiner Schwester seine Italien- 
ırt, die den entscheidendsten Umbruch seines ganzen Lebens herbeiführen sollte. Schon in 
orenz begann der mächtige Zauber der Vergangenheit, der ihn später nicht mehr losließ 
din seinen Dichtungen überall zu spüren ist, auf ihn zu wirken, und diese Wirkung setzte 
hin Ronı'nach der Tiefe zu fort. So schrieb er am 25. Mai 1858: „Es ist die Vergangen- 
it, ein eigen beruhigendes und großartiges Gefühl, über den Trümmern so vieler Jahr- 
nderte zu leben, was mich dort fesselte. Alles Treiben und Jagen der Gegenwart steht 
İl inmitten dieser ruhigen, längst verjährten Zerstörung. Man wird gleichmütig, wo ein 
rt seine Herde treibt über eine zerstörte Weltherrschaft.‘ Und dieses Gefühl der ruhigen 
богдепһе steigerte sich zu’.dem der Heimatseligkeit: „Es ist mich wohl in Rom manchmal 
gekommen, ein Leben in der Fremde zu führen, und nur Rom kann eine Heimat ersetzen.“ 
Aber in noch anderer Weise war Rom die Heimat des Künstlers in Conrad Ferdinand 
yer geworden. Die ganze Stimmung Roms, die überwältigende Größe seiner Formen war 
zunächst, was eine Umwandlung in ihm hervorrief. War schon in Paris die Architektur 
ı bestimmendes Moment in der Wirkung gewesen, die die Stadt auf ihn ausübte, so mußte 
b diese Wirkung hier ins Gigantische vertiefen. Schon Goethe hatte für den ersten Ein- 
uck, den er von Rom hatte, nur das Wort „solid“ gefunden, und Anselm Feuerbach hatte 


+ 207 * 


Ж BIANCHI/GRÖSSE UND UNENDLICHKEIT 3 
C Ong 
diesen Eindruck in die Worte gekleidet: „Es ist eine alte Erfahrung, daß der Deutsche u 
Rom sich aller Romantik entkleiden muß.‘ Ähnlich erging es Conrad Ferdinand Meyer. Di: 
unendliche Fülle von Anregung, die reinigend und erhöhend auf seine Seele einstürmte, hat 
Nahrung gegeben für sein ganzes Schaffen. Unzählige Gedichte verdanken dieser Anregung 
ihren Ursprung, und die schönsten von ihnen sind erst später in der Heimat aus der bleiben- 
den Nachwirkung Roms heraus entstanden; das Reiterstandbild Mark Aurels in der 
„Richterin“ und die Zeichnung des Pantheons in der „Versuchung des Pescara“ sind nur 
einige von den größeren Erinnerungen an das Bild Roms, die in späteren Werken Platz val 
Gestaltung gefunden haben. 

Am mächtigsten und am umwälzendsten wirkte aber auf Conrad Ferdinand Meyers ganzi 
Wesen und Schaffen die Kunst des Michelangelo. Hier fand er recht eigentlich den Höhe- 
punkt seines Lebens, den höchsten Ausdruck seiner eigenen Seele und damit zum erstenmil 
und für alle Zeiten Rechtfertigung und Richtlinien für sein eigenes Schaffen. Als schwan- 
kender Dilettant betrat er Roms Boden, als im Grunde fertiger Künstler, wenn auch durch 
die Tiefe seiner Erschütterung noch einmal eine Zeit der Ungewißheit seiner Berufswahl 
folgte, in der er der Schwester zagend schrieb: „Wie ist unser Weg annähernd zu erraten ?“, 
verließ er ihn. Michelangelos Kunst bestätigte ihm das Große, das er in göttlichen Augen- 
blicken als sein Ziel und die Grundlage seines Schaffens nur geahnt hatte: sie gab ihm d: 
ewige Beispiel einer großen Kunst als Verkörperung großer Gedanken. Damit war der Zwir- 
spalt und die Unruhe seines Lebens im Grunde beseitigt, denn eine Brücke zwischen bilden 
der und dichterischer Kunstäußerung, eine Sphäre, die beide umfaßte, aufgefunden. De: 
unendliche Inhalt, der ihn beunruhigt hatte, weil er zu zerfließen drohte, war auf ein paaı 
große sichtbare Formen gebracht, durch eine Geste und Miene besaß er die Psyche, die i 
immer zu entgleiten drohte. Vor Michelangelos Pietä, vor seinem Moses, vor der Sistina vo 
allem offenbarte sich ihm eine Kunst, deren Ehrgeiz es war, in den Gehalt und in das Wese 
der Dinge einzudringen; dort empfing er die großen Linien seiner eigenen Kunst, die heilig 
Aufgabe, mit dem Stoffe zu ringen, ihn in sich ausreifen, wesenhaft kristallisieren zu lassen 
ehe er ihm Form gab. Betsy Meyer hat tief gesehen, wenn sie über diese wichtige Umwand 
lung ihres Bruders schrieb: „Die langsame und vollständige Änderung seiner Arbeitsziel 
und seiner Arbeitsweise... begann in Rom, als C. F. Meyer die große Kunst, wie er sie nannt: 
die Kunst eines Michel Angelo Buonarroti, in Architektur, Skulptur und Malerei leibhai 
vor sich salı. Fortan war er ein Glücklicher.‘‘ Und nach Jahren, 1864, hat der Dichter selbe 
jene große Einstellung seines Wesens in die große Kunst, jene folgenschwere Entdeckun: 
seiner innersten Bedürfnisse im „Abschied von Rom“ so in Verse gefaßt: 








Den Ernst des Lebens nehm’ ich mit mir fort, 
Den Sinn des Großen raubt mir keiner mehr; 
Ich nehme der Gedanken reichen Hort 

Nun über Land und Meer. 


WILHELM RAABE 
Weil Raabes Weltanschauung anderswo zu Hause ist als auf der Erde mit ihren unerfüll 
baren Wünschen, raubt er der Niedrigkeit und den Schmerzen ihren Stachel und verma 
über sie hinwegzuseben, sie in einem höheren Sein aufzulösen, aber er vermag nicht, un: 


+ 208 + 


* BIANCHI/GRÖSSE UND UNENDLICHKEIT ж 
ا‎ ааннара ааннара наара аараан наара анаарар аараан 
will es auch nicht, sie zu übersehen. Er geht gerade von der Größe der Not und des Leides. 
aus, um die Größe des Einklangs zu schaffen. Seine Menschen haben tief in den Abgrund 
geschaut, ehe sie lachen konnten. Aber er sieht das Leid nicht aus Vorliebe dafür, sondern 
weil die tiefe und auch leidensfähige Liebe zum Leben in ihm sich bemüht, alles und auch 
den Hintergrund der Dinge zu sehen. Er gelangt zu Schopenhauer, aber darüber hinaus zu 
Jacob Böhni:. Schopenhauer, der in der Novelle ‚Deutscher Adel‘ auftaucht, bleibt ihm zu 
eng. Raabes Erfahrung vom Leiden der Welt ist nicht das Erlebnis Schopenhauers: er hat 
nur zuerst das Leid als Sinnlosigkeit empfunden, darüber hinaus wird es ihm zur Umgrenzt- 
heit, Einschränkung des Lebens und Unmöglichkeit, sein inneres Wesen voll und restlos aus- 
zuwirken. Raabes Menschen wissen davon, was in der Unterhaltungsliteratur so feig ver- 
schwiegen wird: daß wir im Grunde uns alle fremd sind. Man lese den Briefroman „Drei 
Federn“, und man wird überrascht sein von der Härte seiner ‚Lebensanschauung. Die 
Menschen Raabes sind alle vom Schlage des Polizeischreibers Fiebiger, der in den „Leuten 
aus dem Walde“ sagt: „Wir tappen alle in der Finsternis umher und wissen selten, was zu 
unserm Besten ausschlagen wird,“ aber sie glauben doch nicht an die Sinnlosigkeit des Lebens. 
Im Gegenteil: sie haben seinen Sinn erlebt, der nicht Glück oder Unglück heißt, sondern in 
Jacob Böhmes Wort vom ewigen Kontrarium von Finsternis und Licht beschlossen liegt. 

Raabes Menschen unterliegen nach außen, aber sie werden und wachsen wie Raabe selbst 
nach innen. Ihre Siege werden nach innen erfochten, und in keinem Werke Raabes findet 
sich ein Selbstmord. Auf dem Höhepunkte seines Schaffens haben seine Menschen, arm nach 
außen, wie er, und reich nach innen, in den Akten des Vogelsang" die Herrschaft über 
die Enttäuschungen ihres Lebens errungen und die Schrecken des Leides und des Todes über- 
wunden. Sie haben jene große Erfahrung gemacht, die Raabes Leben gehoben und gereift 
und geadelt hat und in der die schmerzhafte Unvollkommenheit ihrer Endlichkeit den An- 
schluß an den Kosmos und den Weg ins Weite fand. Das ist jene Seite des „Hungerpastors“, 
da steht: „Mit dem Hunger nach der Unendlichkeit wird der Mensch geboren,‘ und die 
Grundmelodie des ganzen Buches. Die Brücke vom Endlichen zum Unendlichen, vom Ver- 
gänglichen zum Ewigen ist dadurch geschlagen, die mystische Versenkung des Einen in das 
All gefunden und das Leid in den Weltgrund zurückgebettet und überwunden. In zwei 
Worten wird diese mystische Beruhigung und gütige Aufnahme des Einen im Ganzen um- 
faßt: „Arbeit und Liebe! zitterte es durch ihre Herzen, und sie wußten, daß ihnen beides 
gegeben worden war.‘ Das ist im Grunde die tiefste Erkenntnis, die Raabe über das Leben, 
wie es um ihn her ist, hinaushebt, die ihn zum ruhigen Gestalter menschlicher Schicksale, 
die unter ihm sind, reifen läßt. Arbeit und Liebe, die beiden Faktoren, die den Menschen 
erhöhen, läutern und adeln, schaffen ihm Anteil an der Ewigkeit. 

An die Seite des unendlichen Schaffens, das im Fortschreiten das Ewige einzufangen 
hofft, tritt die mystische Liebe, die in der Gegenwart zur Weisheit und kosmischen Tiefe 
Eingang findet. „Nicht mit zu hassen, mit zu lieben bin ich da,‘ die Worte der Sophoklei- 
schen Antigone, die über dem „Hungerpastor‘‘ stehen, leuchten im Grunde über jedem 
Raabeschen Dasein: „Der Frauen Hunger liegt nach der anderen Seite. Da ist die Liebe das 
erste. Der Männer Herz muß bluten um das Licht, aber der Frauen Herz muß bluten um die 
Liebe.“ Das ist das Evangelium Jacob Böhmes, der über die Welt sagt: „Sie stehet wohl in 
viel Kraft und Wundern; aber ihr Leben ist nur bloß allein die Liebe, aus welcher Licht und | 


* 209 * 


JAHN / DIE KUNST DER ROMANISCHEN LÄNDER IN DER DEUTSCHEN FORSCHUNG 





Majestät ausgehet.‘‘ Aber das ist im höchsten Sinne Religion, die sich in Güte und Er- 
gebung eins weiß mit Gott und Welt: „Ich glaube an keine Offenbarung als an die, welche 
wir im Auge des geliebten Wesens lesen; sie allein ist wahr, sie allein ist untrüglich ; in den 
Augen der Liebe allein schauen wir Gott von Angesicht zu. Angesicht“ („Chronik der Sper- 
lingsgasse‘‘). Raabes Menschen, die wie ihr Schöpfer in dieser mystischen Liebe des Ee 
zum All Trost, Läuterung und Ewigkeitsanteil gefunden haben, finden dann in Augenblicken 
der irdischen Liebe Worte voll geklärter Reinheit, voll Heimatsehnsucht und Seligkeit der 
Heimkehr aus dem Engen in das Weite, aus dem Beschränkten in die Vollendung. Sie alle 
haben jenes göttliche Mitleiden mit dem geliebten Wesen, das auch von seinem Schmerz. 
seiner Beengung und Heimatlosigkeit weiß und das auch in der todgeweihten Liebe in Raabe 
„Holunderblüte‘ leidvoll durchblickt: „Von Liebe sprachen wir nicht; ich liebte auch dieses 
Mädchen gar nicht; aber einen Namen für die Gefühle zu finden, welche mich für und 
gegen sie bewegten, war und ist unmöglich. ... Dann war sie wieder nur ein armes, schöne 
holdseliges, melancholisches Kind der Menschen, für welches man sein Herzblut hätte lassen 
mögen, für welches man hätte sterben mögen.“ | 

In Stunden dieser Gewißheit, das nur die Unendlichkeit — sei es in Arbeit oder in Liebe — 
erlösende Kraft hat, finden Raabes Menschen Worte, die über sie hinaus unfaßbar, unglaub- 
haft in die Zukunft, ins Ewige weisen und dort irgendwo ein Dunkles hell, ein Drohende: 
klar, gütig und liebevoll machen. Das sind Worte, bei denen uns Ophelia einfällt, ihr von der 
Uferlosigkeit besessener Geist... 

Und die höchste, heiligste Stufe erreicht dieses mystische Wissen am Ende des Hunger. 
pastors“; Fränzchen und Hans Unwirrsch stehen auf dem Kirchhofe: „Zur gleichen Zeil 
kam beiden derselbe Gedanke, daß sie dereinst auch auf diesem kleinen Kirchhof liegen un! 
schlafen würden; aber sie lächelten und sehnten sich nicht fort.‘ ‚Sie lächelten und sehntea 
sich nicht fort“: das ist das gütigste und reinste Wort des Wilhelm Raabe, wo er am tiefsten 
überwunden hat. Es führt noch einmal zu seiner heiligen Liebe zum Leben zurück. In ihm 
wächst aus der Liebe der Todesgedanke, aus dem Tode aber das Lächeln herauf, der hohe und 
warme Humor, der alle Wundea sieht und kennt, aber alle Wunden heilt. 


DIE KUNST DER ROMANISCHEN LÄNDER 


IN DER DEUTSCHEN FORSCHUNG 
VON DR. JOHANNES JAHN 


Wir für die Deutschen überhaupt Italien von jeher das Ziel der Sehnsucht war, so gan 
besonders für die deutschen Kunstgelehrten. Der Krieg hatte vielen die Arbeit unterbrochen. 
Seit einiger Zeit aber ist die Zahl der Bücher wieder im Zunehmen, die von deutschen Ge 
lehrten über italienische Kunst veröffentlicht werden. 

Das vergangene Jahr stand unter dem Zeichen Dantes. Ihm gelten einmal das Buch von 
Oskar Fischel „Dante und die Künstler“ TG. Grote, Berlin], in dem gezeigt wird, wie die 
großen Maler und Bildhauer von Giotto über Botticelli und Signorelli zu Raffael und Michel- 
angelo und weiter bis auf die neueste Zeit die Gestalten Dantes in ihre Sprache umgeset! 
haben, ein wunderschöner Kommentar zu dem Werke des Dichters, und ferner die von 
. F, Lippmann besorgte und mit erklärendem Text versehene Neuherausgabe der im Kupfer- 





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'hkabinett zu Berlin befindlichen Zeichnungen Botticellis zur Göttlichken Komödie 
. Grote, Berlin]. Die bildende Kunst hat wohl kein Werk aufzuweisen, das eine intensivere 
ranschaulichung von Dantes Phantasiewelt gäbe, als es diese hier in mustergültiger Wieder- 
e vorliegenden Zeichnungen Botticellis vermögen. Mit Botticelli selbst in der Gesamtheit 
ner Persönlichkeit als Mensch und Künstler, dem seit einer Reihe von Jahren ein immer 
chsendes Interesse entgegengebracht wird, beschäftigt sich W. v. Bodes „Sandro Botticelli“ 
ropyläen-Verlag, Berlin]. Die kritische Würdigung der Werke des Meisters geht Hand 
Hand mit dem Versuch, über seinen Lebensgang Neues zu bieten und aus der Aufhellung 
ner Beziehungen besonders zu den Medici die Erklärung des symbolisch-allegorischen In- 
tes einiger seiner Bilder zu fördern. Die beigegek!inen Abbildungen spiegeln das Werk 
tucellis nahezu vollständig wieder. Zur Geschichte der Kunst im Zeitalter Dantes sind 
:h nachzutragen: Oswald Siren (allerdings kein deutscher Forscher): „Toskanische Malerei 
XIL. Jahrhundert“ [Paul Cassirer, Berlin). Der Hauptzweck der Arbeit ist, die wich- 
sten Erscheinungen der Malerschulen von Lucca, Pisa und Florenz darzustellen. 130 ganz- 
tige Abbildungen geben viel unbekanntes Material, neue Zusammenhänge werden er- 
lossen, und die geistvollen Analysen lassen auch manches bekannte Werk in neuem Lichte 
cheinen. Auf engerem Gebiet bewegen sich die langjährigen Beobachtungen, die der Alt- 
ister italienischer Kunstforschung, August Schmarsow, vor einigen Jahren in einem tief- 
ngenden Buche zusammengefaßt hat: „Kompositionsgesetze der Franzlegende in der Ober- 
cho zu Assisi“ [K. W. Hiersemann, Leipzig]. Schmarsow erbringt den Nachweis des 
ıdringens gotischer Kompositionsgesetze in die italienische Wandmalerei im Zeitalter 
ntes und gewinnt auf Grund seiner Analysen auch eine sicherere Bestimmung des Meisters 
ser Bilder, als es bisher möglich war. Dieses Buch ist ein hervorragendes Beispiel für die 
achtbarkeit der von Schmarsow seit vielen Jahren angewandten und ausgebildeten Unter- 
hungsmethode auf Kompositionsgesetze hin. Von ähnlichen Gesichtspunkten geht Schmar- 
vs „Gotik in der Renaissance‘ aus [Ferd. Enke, Stuttgart]. Er wendet sich darin gegen 
„ die zwischen Gotik und Renaissance eine tiefe Kluft aufreißen wolldn, und zeigt an 
igen Werken von Ghiberti, Brunelleschi, Fra Angelico und Botticelli, daß wir es im 
attrocento keineswegs mit einer friedlichen Nachbarschaft der mittelalterlichen und der 
naissancekunst zu tun haben, sondern mit einer nur ganz allmählich vollzogenen Aus- 
ıandersetzung des neuen Geschmacks mit dem überkommenen Erbe. 

Eine systematische Analyse der Kunst der italienischen Renaissance ist neuerdings von 
anz Landsberger versucht worden: „Die künstlerischen Probleme der Renaissance“ [Max 
:meyer, Halle a. S.]. Das Hauptanliegen des Buches ist, das Werden der Naturdarstellung 
einer Reihe einzelner Probleme klarzulegen, wobei natürlich vor allem die darstellenden 
inste, Malerei und Plastik zu Worte kommen. Landsberger greift tief in den allgemeinen 
lturuntergrund hinein, wenn er das Verhältnis des Künstlers zur menschlichen Gestalt, 
m Porträt, zur Landschaft beleuchtet, während die Behandlung reiner Formprobleme, 
t Perspektive, der Komposition usw. eine wertvolle Ergänzung zu dem bekannten Re- 
issancebuche Wölfflins darstellt. Bei dieser Gelegenheit verdient nun auch die Geschichte 
ı Florenz von R. Davidsohn genannt zu werden, von der soeben der ı. Teil des 4. Bandes: 
he Frühzeit der Florentiner Kultur‘, erschienen ist [Mittler & Sohn, Berlin]. Dies Buch 
stet für den Kunsthistoriker außerordentlich wertvolle vorbereitende Arbeit. Denn die 


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Florentiner Kultur in ıhrer Frühzeit bildet einen wichtigen Quellstrom der Renaissance, un 
wer diese begreifen will, muß auch dem Entstehen des allgemeinen geistigen Lebens, gerad 
in Florenz, seine Aufmerksamkeit zuwenden. Das Werk ist in der Weitschichtigkeit sein: 
Anlage und in der Fülle des Materials ein Musterbeispiel deutscher Gelehrtenarbeit. Im vei 
gangenen Jahre sind nun auch zwei Standard-Werke der deutschen Kunstforschung ne! 
aufgelegt worden, einmal die „Italienischen Forschungen‘ von Rumohr [Frankfurter Ve; 
lagsanstalt, Frankfurt a, ML von denen W. у. Humboldt sagte, sie schienen ihm das ers! 
Werk zu sein, das „über Kunstgeschichte in echt historischem und echt künstlerische: 
Geiste geschrieben sei“, und dann Burckhardt: „Die Kultur der Renaissance in Italien“, ¦ 
einem von Goetz besorgten und eingeleiteten Neudruck der Urausgabe [A. Kröner, Stut 
gart], womit der großen Burckhardtgemeinde ein lange gehegter Wunsch erfüllt worden is 

Unser Wissen um die Kunst der Hochrenaissance ist in wertvoller Weise bereichert word 
durch W. v. Bodes „Studien über Leonardo da Vinci“ [G. Grote, Berlin], in denen 2 
sammengefaßt, vertieft und erweitert ist, was Bode in einer Reihe größerer oder er 





Aufsätze fortlaufend über den Meister veröffentlicht hat. Bode unternimmt es hier, aus 
Tatsache, daß Leonardo bei dem ersten Bildhauer der Zeit, bei Verrocchio, gelernt hat, a 
seinen Entwicklungsgang als Maler aufzuhellen und dem Werk Leonardos eine kleine 
von Bildwerken und Gemälden hinzuzugewinnen. Als Theoretiker können jetzt weitere Krei 
Leonardo kennenlernen durch. die Neuherausgabe seines Malerbuches durch E. Voigtländ 
[R. Voigtländer, Leipzig]. Die ansprechende kleine Publikation bringt nicht den G 
text mit seiner verwirrenden Anordnung und den vielen Wiederholungen, sondern trifft ei 
geschickte, unter zusammenfassende Gesichtspunkte geordnete Auswahl. Von Monographi 
italienischer Meister seien noch genannt die treffliche, reich illustrierte Studie über Da 
von K. W. Jähnig [Hugo Schmidt, München], das Buch über Tintoretto von E. Waldmar 
[Bruno Cassirer, Berlin] und schließlich die wieder neuaufgelegten Bände der Klassik 
der Kunst [Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart und Berlin], die ja bekanntlich das Prinz 
der Vollständigkeit des Abbildungsmateriales haben, und von denen hier besonders der Bar 
über Michelangelo und der über Correggio hervorgehoben sein mögen. 
Das vergangene Jahr hat uns nun auch endlich das lange erwartete, umfassende Werk vi 
Leo Planiscig gebracht: „Venezianische Bildhauer der Renaissance‘ [A. Schroll & Co., Wien 
Hier wird das nachgeholt, was über der eifrigen Beschäftigung mit der venezianischen Maler 
versäumt worden ist, denn es gab bisher keine zusammenfassende Darstellung venezianisch 
Plastik, wenigstens keine, die auch die Spätrenaissance in vollem Umfange mit herangezogı 
hätte. Das Buch bietet mit seinen 711 Abbildungen ein außerordentlich reiches Material di 
und wird auf lange Jahre hinaus grundlegend bleiben. Nicht nur die Bildwerke Venedij 
selbst und seiner Umgebung, sondern auch solche aus dem Besitz europäischer und amerik: 
nischer Museen und Privatsammlungen sind hier zusammengestellt. Von ähnlicher Bedeutur 
ist Hermann Voß’: „Die Malerei der Spätrenaissance in Rom und Florenz“ [2 Bänd 
G. Grote, Berlin]. Der als Vorbereitungszeit für das 17. Jahrhundert außerordentlich wid 
tige Abschnitt römisch-florentinischer Malerei von Raffael bis zu den Caracci ist hier mit dt 
vollen Beherrschung der Literatur und mit gründlichster Kenntnis des Materials in еш 
zwar konzentrierte, aber dennoch sehr anziehende Darstellung gebracht worden. Über dei 
Gruppieren ҷи Charakterisieren der Künstler vergißt Voß nicht, den Fäden nachzugehe: 


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e die Malerei dieser Epoche mit ihrer gesamten Kultur, mit Tasso und Palestrina, ver- 
nden, so daß wir hier einen über die Ergebnisse des Spezialforschers hinausgreifenden, 
ch den Nicht-Fachmann angehenden Einblick in das Wesen künstlerischer Kultur über- 
upt erhalten. Ein Werk, das in gleieher Weise die italienische Malerei des 17. Jahrhunderts 
handelte, existiert bis heute noch nicht; Auskunft über sie muß man sich immer noch in 
n allgemeinen Handbüchern suchen. Eine sehr brauchbare Zusammenfassung, natürlich 
cht allein der italienischen Kunst, sondern der Gesamterscheinung der Barockperiode, bietet 
e neueste Auflage des 4. Bandes der Kunstgeschichte von Lübke-Semrau, betitelt: Max 
mrau „Die Kunst der Barockzeit und des Rokoko‘ [Paul Neff, Eßlingen]. ` 

Sehr viel Neues über italienische Kunst findet sich auch in dem von ‚Fritz Burger be- 
ündeten „Handbuch der Kunstwissenschaft‘“ [Akademische Verlagsanstalt Athenaion, Neu- 
belsberg bei Berlin], das nach seiner Fertigstellung die umfangreichste überhaupt existie- 
nde Kunstgeschichte sein wird. Sie unterscheidet sich von anderen dadurch, daß jeder Band 
e Bearbeitung eines bestimmten Teilgebietes enthält, also für dieses Teilgebiet eine voll- 
mmen in sich geschlossene Darstellung gibt. Für das uns hier beschäftigende Thema sei 
rausgehoben: Paul Schubring, „Die italienische Plastiki des Quattrocento“. In klarer und 
ndringlicher Weise wird hier das ganze reichhaltige Material vor uns ausgebreitet. Im 
ittelpunkt steht Florenz, nicht nur, weil hier das meiste und beste entstand, sondern auch 
ell hier die Entwicklung am systematischsten verfolgt werden kann. Ganz abgesehen von 
r für ein Handbuch geforderten Sicherheit der Auswahl und Gleichmäßigkeit der Be- 
indlung gibt der Verfasser uns hier eine glänzende Charakteristik der Quattrocentokunst 
it ihrem zwar entschlossenen, aber stets durch das Gesetz der Ordnung und den Instinkt 
er Klarheit gebändigten Naturalismus. Ferner: Escher, „Die Malerei der Renaissance in 
ittel- und Unteritalien‘‘: Vom ausgehenden Trecento bis zu Michelangelo zieht eine der 
lücklichsten und reichsten Kunstperioden an unserem Auge vorüber. In scharfsinnigen 
nalysen wird gezeigt, wie die vielen Anregungen und Probleme der für das 15. Jahrhundert 
aßgebenden florentinischen Künstler in der Malerei Roms, das dann im 16. Jahrhundert 
ie Führung hat, vollendet, aber auch vereinfacht und abgeklärt werden. Das aus dem Vollen 
eschriebene Buch vereinigt auf schöne Art Vollständigkeit der Darstellung mit Hervor- 
ebung des Wesentlichen. Von der mächtigen Gestalt Michelangelos ausgehend, erschließt 
„ E. Brinckmann mit seinem großen zweibändigen Werk über die „Barockskulptur‘ den 
ıneren Zusammenhang einer bis jetzt nur in Bruchstücken bekannten Welt, leistet also für 
ie Bildhauerkunst das, was wir, wie vorhin erwähnt, für die Malerei bis jetzt noch ver- 
üissen. Selbst der Spezialforscher wird hier viel Neues finden, und die nicht nur historisch 
erichtete, sondern auch mit feinem Blick für Formprobleme begabte Persönlichkeit Brinck- 
anns vermittelt uns in außerordentlich anregender Weise die lebendige Kraft einer ver- 
angenen Kunstperiode. Die gleichen Vorzüge sind auch dem ebenfalls von Brinckmann ver- 
aßten Bande eigen, der der Baukunst des 17. und ı8. Jahrhunderts in den romanischen 
‚ändern gewidmet ist. Brinckmann gruppiert hier nicht nach einzelnen Künstlerpersönlich- 
eiten, sondern nach dem klassischen Beispiel, das Burckhardt gegeben hat, baut er syste- 
natisch auf, immer unter den beiden Hauptgesichtspunkten der Raumgestaltung und der 
lastischen Gestaltung des architektonischen Körpers. — Um einen Begriff von der reich- 
taltigen Ausstattung des Handbuchs der Kunstwissenschaft zu geben, sei erwähnt, daß die 


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fünf genannten Bände zusammen nahezu 1500 Abbildungen und 50 Tafeln bei etwa 13% 
Seiten Umfang aufweisen. Noch nicht abgeschlossen sind die Bände von Willich, „Die B::- 
kunst der Renaissance in Italien“, v. d. Bercken-Meyer, „Malerei der Renaissance in Oi 
italien“ und Weese, „Skulptur und Malerei in Frankreièh vom 15. bis zam 17. Jahrhunde: 

Auch die im Verlage von Julius Hoffmann, Stuttgart, erscheinende Bauformenbibliota 
deren Bände nach kurzer, fachmännischer Einleitung in vorzüglichen, großen, meist gar 
seitigen Autotypien dem Forscher und Kunstfreund das Schaffen einer bestimmten Pens 
vor Augen führen, hat der italienischen Kunst drei Publikationen gewidmet. Auf den sch: 
vor dem Kriege erschienenen, von Corrado Ricci herausgegebenen Band „Baukunst und дее 
rative Skulptur der Barockzeit in Italien“, der für dieses Gebiet wohl erstmalig das 4} 
bildungsmaterial in solcher Fülle zusammentrug, folgte vor zwei Jahren Julius Baum, „Bi 
kunst und dekorative Plastik der Frührenaissance in Italien“, mit 467 Abbildungen. Der cz 
leitende Text gibt nur das Allerwichtigste in gedrängter Zusammenfassung, denn es x»: 
ја in erster Linie Anschauung vermittelt werden. Wer nun die Werke eines Burckhardt od 
Wölfflin vornimmt, der wird sie mit Hilfe eines solchen Abbildungsbandes mit ganz andere 
Verständnis lesen können. Schließlich: Frida Schottmüller, „Wohnungskultur овд Мом 
der italienischen Renaissance“, mit 5go Abbildungen. Wir erhalten zunächst Einblick z 
den Wohnraum — Prunkgemach, Arbeitsraum, Schlafzimmer — an der Hand von Au 
nahmen nach Renaissancegemälden oder aus heute noch bestehenden Räumen italienisch: 
Paläste. Dann folgen die vielen Abbildungen von Truhen, Schränken, Kredenzen, Tisch: 
Stühlen usw., eine prächtige Folge von häuslichen Ausstattungsstücken aus einer Zeit, dı 
solche Dinge mit erlesenem Geschmack herstellte — vorbildlich auch für unsere Tage. 

In geringerem Maße als mit Italien hat sich die deutsche Kunstforschung der letzten Jab: 
mit den anderen romanischen Ländern, Frankreich und Spanien, beschäftigt, was zum Tz 
deren schwierigerer Zugänglichkeit zuzuschreiben ist. Im Vorbeigehen sei noch auf das grof 
angelegte Abbildungswerk von Ad. Gaudy aufmerksam gemacht: „Die kirchlichen Be) 
denkmäler in der Schweiz“, von dem der Graubünden behandelnde ı. Band jetzt vorlid 
[E. Wasmuth, Berlin]. 

In Frankreich hat allerdings der Krieg deutschen Kunsthistorikern auch vieles gezeigt. :- 
dessen Studium sie sonst nie Gelegenheit bekommen hätten. Die Frucht des Aufenthalts ti: 
Studiums in dem wenig bekannten Lothringer Land zwischen Maas und Mosel ist das t 
F. Bruckmann, München, erschienene Werk von H. Reimers und W. Ewald ‚„Kunstdenkmä:r 
zwischen Maas und Mosel‘, das mit seinen vielen neuen photographischen und architekt» 
nischen Aufnahmen dem Fachmann überraschende Ergebnisse bietet. Auf ein ganz anders 
Gebiet führen uns die von Wilh. Fraenger herausgegebenen Bände der „Komischen Bibix 
thek“ [Eugen Rentsch, Erlenbach-Zürich und Leipzig]. Genannt seien: „Die Masken v- 
Rheims“, ein Buch, das weiten Kreisen die so wenig bekannten, weil nur in großen Kathedr:: 
werken erreichbaren, grotesk-phantastischen, von außerordentlicher Ausdruckskraft beseelts 
Rheimser Masken vorführt, ferner „Die trollatischen Träume des Pantagruel‘, eine Bam: 
lung von ı20 Holzschnitten, die auf dem Grunde der abenteuerlichen Formphantasie eis» 
Bosch und Breughel die nicht minder abenteuerlichen Phantasiegebilde des Rabelais £* 
stalten, und schließlich „Callots neueingerichtetes Zwergenkabinett‘, das die im Anfang ® 
ı8. Jahrhunderts von einem deutschen oder holländischen Zeichner geschaffenen Kupf 





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iedergibt, die, von den karikierenden Darstellungen zerlumpter und verkrüppelter Bettler- 
nd Narrengestalten Callots angeregt, dessen künstlerisches Programm der Rokokoperiode 
eu geschenkt haben. — Endlich besitzen wir nun auch eine ausführliche Monographie 
ber Claude Lorrain von Walter Friedlaender [Verlag von Paul Cassirer, Berlin]. Nach einer 
urzen Schilderung der vorangehenden Landschaftsmalergi wird das Leben Lorrains be- 
chrieben, dann werden seine Gemälde, Radierungen und Zeichnungen besprochen, wobei 
ür Fachleute noch das kritisch gearbeitete chronologische Verzeichnis der Radierungen von 
esonderer Wichtigkeit ist. Schließlich erwähne ich noch mein eigenes, soeben bei Karl 
ү. Hiersemann, Leipzig, erschienenes Buch: ‚Kompositionsgesetze französischer Relief- 
lastik im 12. und ı3. Jahrhundert“. Von den Reliefs des Languedoc und Burgunds an 
as auf die mächtigen Werke der Hochgotik in Rheims und Amiens ist versucht worden, auf 
em Wege vergleichender Formenanalyse von einer neuen Seite her, der der Kompositions- 
esetzlichkeit, in das Wesen jener Kunstgebilde einzudringen und durch Gegenüberstellung 
ler Kunst des ı2. Jahrhunderts mit der des ı3. einen Beitrag zur Entwicklungsgeschichte 
nittelalterlichen Kunstwollens zu liefern. Den gleichen Ausgangspunkt hat Buschbeck, „Der 
’örtico de la Gloria von Sant Jago de Compostela“ [Jul. Bard, Berlin und Wien]. Das Werk 
erfolgt, wonach schon lange ein Bedürfnis bestand, die Ausstrahlungen südfranzösischer 
lastik nach Spanien, wo sie sich in dem im Titel genannten Werke aufs deutlichste mani- 
estieren. Das Buch gewinnt besondere Bedeutung durch den Versuch, auf Grund der er- 
selteri Ergebnisse zu einer genaueren Datierung der großen französischen Skulpturwerke des 
(2. Jahrhunderts zu gelangen. 

Spanien selbst scheint, nachdem Carl Justi den Bann gebrochen hat, in zunehmendem 
Maße Studiengebiet auch deutscher Kunsthistoriker zu werden. Ein schönes Zeugnis dafür 
st der im vergangenen Jahre im Delphin-Verlag, München, erschienene Tafelband „Alt- 
Spanien‘ von August L. Mayer, in dem der ausgezeichnete Kenner spanischer Kunst den 
Reichtum des Landes an bedeutenden Bauten, charaktervollen Stadtanlagen und hervor- 
ragenden Erzeugnissen des Kunstgewerbes vor uns ausbreitet. In wundervoller Weise führt 
п Landschaft und Baukunst Spaniens ein: Kurt Hielscher, „Das unbekannte Spanien“ 
[E. Wasmuth, Berlin]. Der Verfasser wurde dort durch den Krieg fünf Jahre zurück- 
gehalten und hat auf weitausgedehnten Kreuz- und Querzügen durch das Land etwa 2000 
photographische Aufnahmen zusammengebracht, von denen er hier eine Auswahl von 300 
Stück in ganzseitigen Kupfertiefdrucken gibt. Viele sind von einem einzigartigen Stimmungs- 
sauber, ganz abgesehen von dem kunstwissenschaftlichen und ethnographischen Material, 
das uns in diesem Monumentalwerk über Spanien dargeboten wird. 


NEUAUSGABEN ALTER MUSIK 
VON PROF. DR. ARNOLD SCHERING 


De musikalische Renaissancebewegung, die vor etwa hundert Jahren in Deutschland anhub 
und in der Gründung der Bachgesellschaft im Jahre 1850 weithin sichtbaren Ausdruck 
fand, ist bis zur Gegenwart in stetem Fluß geblieben. Durch den Aufschwung der musik- 
historischen Studien nach 1890, äußerlich markiert durch die Gründung des mit staatlicher 
Hilfe ins Leben gerufenen Unternehmens der „Denkmäler deutscher Tonkunst“, und den 


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ж SCHERING / NEUAUSGABEN ALTER MUSIK 





Zustrom jüngerer musikwissenschaftlicher Arbeiter ist Sinn, Liebe und Verständnis für d 
vorklassische Musik auch in solche Kreise getragen worden, die ihr vordem gleichgü. 
gegenüberstanden. Eine Statistik der großen Musikverlage würde ergeben, daß der Verb: 
alter Musik in Kirche, Konzert und Haus heute außerordentlich groß ist. Dementsprec:: 
hat auch die Zahl der für die Praxis bestimmten ‚Bearbeitungen‘ zugenommen. 

Als Quelle solcher Bearbeitungen, die dem Dirigenten oder Spieler die Musik ш a 
führungsfertiger Form bieten, stehen die großen Gesamt- und Denkmälerausgaben wr: 
Von Sebastian Bach gibt es wohl kein Werk von Bedeutung mehr, das nicht auch außert. 
der Gesamtausgabe in mehreren praktischen Ausgaben vorhanden wäre. Zu den let: 
umfangreichen Veröffentlichungen dieser Art gehören mehrere Bände ausgewählter Bachst 
Arien für Sopran, Alt, Tenor und Baß, die Eusebius Mandyczewski für die Neue Bx 
gesellschaft [Breitkopf & Härtel, Leipzig] herausgegeben hat, in der Hauptsache Kirch 
stücke mit einem oder zwei konzertierenden Instrumenten. Kenner des Bachschen Stils » 
M. Seiffert und M. Schneider sorgen ständig dafür, daß die in älteren Ausgaben der Ch 
werke vielfach anfechtbare Aussetzung des Generalbasses mit der wissenschaftlichen ! 
kenntnis der Gegenwart in Einklang gebracht wird [Breitkopf & Härtel; C. F. Pai- 
Leipzig]. Auch die Ausbeutung der Chrysanderschen Händelausgabe macht Fortschr:: 
Max Seiffert steht vor dem Abschluß der für Aufführungszwecke bestimmten Einzelaus:: 
sämtlicher Händelscher Kammer- und Orchesterwerke [Breitkopf & Härtel]. An Beart 
tungen von Öratorien nach Grundsätzen Chrysanders erschienen u. a. „Herakles“ 
F. Peters] und „Semele‘‘ durch A. Rahlwes [C. F. Leuckart, Leipzig]. Die in Göttin: 
und Halle a. d. S. unternommenen Versuche mit der Wiederbelebung Händelscher Op: 
werden hoffentlich ebenfalls in Verlagskreisen bald Echo finden. Wir stehen allem Ansct: 
nach vor einem starken Aufleben der Händelschen Kunst. 

Das Interesse für den großen vorbachischen Meister Heinrich Schütz ist in weiter 
erfreulichen Wachsen begriffen. M. Schneider legte eine nach neuen Grundsätzen bearbeit: 
Ausgabe des dreichörigen „Zion spricht‘ vor [Breitkopf & Härtel], J. Dittberner, ‚7: 
geistliche Duette“ [C. F. Kahnt, Leipzig], Georg A. Walter ein „Lobet den Herrn“ : 
Gesang und Instrumente [A. Stahl, Berlin]; sein liebenswürdiges deutsches Madrigal ..)-' 
blicken durch des Himmels Saal‘ erscheint bei C. F. Kahnt. Unter Schützens Zeitgene- 
ist der Thomaskantor J. Herm. Schein mit zwei weiteren Bänden (5 und 6, enthaltend < 
„Opella nova“ für Chor und Instrumente) der von A. Prüfer veranstalteten Gesamtau::: 
neu bedacht worden. Prächtige a cappella-Motetten von Ph. Dulichius für den praktisch 
Gebrauch veröffentlichte R. Schwartz, zwei solche von Hieron. Praetorius Jul. Spen: 
[Breitkopf & Härtel]. Michael Praetorius, der Wolfenbüttler Kapellmeister, ist durch D: 
berner mit vierstimmigen Psalnien und Kirchenliedern [2 Hefte; C. F. Kahnt], \ 
Wolfg. Franck durch ebendenselben mit 20 geistlichen Sololiedern [ebenda] der Öffentl: 
keit erschlossen. Auch K. Paulkes Erstausgabe der Matthäuspassion des Merseburger Do- 
organisten Roemhildt (um 1750) ist sehr verdienstlich [Siegels Musikalienhandlung, Тери: 

In hervorragendem Maße war ferner deutsche Wissenschaftlichkeit vertreten bei : 
Herausgabe der gesamten Werke des alten Niederländers Jacob Obrecht: mit der 30. Lier 
rung hat Joh. Wolf soeben im Auftrage der niederländischen Vereinigung für Musikgeschis 
diese stattliche Leistung abgeschlossen [G. Alsbach & Co., Amsterdam; Breitkopf & Hir! 


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SCHERING /NEUAUSGABEN ALTER MUSIK * 





ipzig]. Ihr wird als neues Unternehmen derselben Gesellschaft die Gesamtausgabe der 
erke des Josquin des Près folgen, von der zunächst das erste Heft vorliegt [G. Alsbach 
Со.; С. F. W. Siegels Musikalienhandlung, Leipzig; Bearbeiter ist A. Smijers]. 

Die Verhältnisse haben es gefügt, daß die „Denkmäler deutscher Tonkunst, т. Folge“ mit 
er Auswahl von Kirchenkantaten der Thomaskantoren Knüpfer, Schelle, Kuhnau als 
nd 58/59 ihr Erscheinen vorläufig einstellen mußten und auch die 2. Folge (Bayern) vor 
ibe Aussichten gestellt ist. Der Schatz, den beide wahrhaft monumentale Unternehmen, 
rallel mit den „Denkmälern der Tonkunst in Österreich‘, im Laufe der Jahre ans Tages- 
ht gezogen, ist unermeßlich. Wie großzügig und freiblickend hier gearbeitet wurde, be- 
ist allein die Liste der zur Veröffentlichung gebrachten Hauptwerke einzelner für Deutsch- 
ıds Musikentwicklung wichtig gewordener Italiener oder Deutschitaliener, nämlich 
n Graun (Jahrgang ı5), Hasse (20), Jommelli (32/33), Bend. Pallavicino (55), Lotti (60; 
ch nicht erschienen), ferner in der bayrischen Reihe: F. dall’ Abaco (т, 9 1), Ag. Steffani 
I, 81, 12 I, 12 II), Traötta (14 I, 17) Gluck (14 II). Vieles aus diesen Bänden hat längst 
ine klingende Auferstehung erlebt; das meiste jedoch wartet noch auf kundige Hände, 
e es der Praxis dauernd zuführen sollen. 

Daneben: hat der private Unternehmungsgeist der Verleger manche wertvolle Veröffent- 
hung ermöglicht. Die vor zwei Jahrzehnten von mir begonnene Sammlung „Perlen alter 
ammermusik‘ [C. F. Kahnt, Leipzig] konnte um bedeutende Konzerte, Sinfonien und 
uvertüren alter Meister (Händel, Hasse, Locatelli, Corelli, Geminiani, Hasler u. a.) vermehrt 
erden und erhält seit kurzem ein Seitenstück in den ebenda erscheinenden ‚Perlen alter 
esangsmusik“, die mit Friedemann Bachs „Heilig“ und Hasses ehemals berühmtem 
Miserere‘‘ für das Mädchenkonservatorium degl’ Incurabili in Venedig (vier Frauen- 
immen mit Streichorchester) eingeleitet werden. In die Edition Peters, Leipzig, wurden 
horalvorspiele alter Meister (Straube), alte Meister des Klavierspiels (Niemann), des Violin- 
jiels (Schering), der Opernarie (Landshoff), des Liedes (Moser) aufgenommen und er- 
reuen sich weiter Verbreitung. Der Verlag Rob. Forberg, Leipzig, tat mit einer durch 
. Wittenbecher besorgten Ausgabe Quantzscher Flötensonaten (dp. ı) einen glücklichen 
siff, ebenso C. F. W. Siegels Musikalienhandlung, Leipzig, mit der künstlerisch hervor- 
agend ausgeführten Ausgabe eines Klavierauszugs von „Erwin und Elmire“ der kunst- 
innigen Weimarer Herzogin Anna Amalia. Eine Einleitung aus der kundigen Feder Max 
Tiedlaenders unterrichtet über Entstehung und Schicksal des Werkchens. Demselben Verlage 
# die Verwirklichung eines Unternehmens zu danken, dessen Anreger das fürstliche Institut 
ür musikwissensChaftliche Forschung in Bückeburg ist: die Herausgabe der wertvollsten 
sesangs- und Instrumentalwerke Joh. Chr. Friedrich Bachs, eines Sohns Sebastians, der mit 
Ierder zusammen als Kapellmeister am Bückeburger Hofe wirkte. Unter G. Schünemanns 
tedaktion erschienen bisher mehrere Hefte mit Kammermusik und einige Motetten. Den 
‚iederzyklus „Die Amerikanerin‘ hatte schon vorher Georg A. Walter [A. Stahl, Berlin] 
теп gedruckt. з 

Den Violinspielern hat der Verlag N. Simrock, Berlin, jüngst gleich einen ganzen Strauß 
köstlicher alter Sonatenmusik zum Geschenk gemacht. In 6 Heften legt Gust. Beckmann ein 
Dutzend ausgewählter prächtiger Stücke von Cima, Uccellini, J. J. Walther, Albicastro, 
Westhoff u. a. vor und lenkt damit die Aufmerksamkeit einmal nachdrücklich auf den Stand 


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des Violinspiels in Deutschland vor 1700, von dem die große Öffentlichkeit bisher weni; 
kannte. Parallel damit geht eine Reihe „Alte Sonaten für Violine und Klavier“ (Corelli, Ge 
miniani, Locatelli, Tartini u.a.) in ungemein feinsinniger Bearbeitung von Paul Klenge), de 
auch den Einfall hatte, reizende Tanzweisen aus dem Notenbuche der Anna Magdalena Bac! 
für Violine umzuschreiben [ebenda]. Vom Ungarn Tivadar Nachdz liegen mir vier Violin- 
konzerte Vivaldis und eins von Nardini in sehr effektvoller Bearbeitung vor [B. Schotts Söhne 
Mainz], ohne daß ich im Augenblick den Grad der Freiheiten feststellen könnte, die er sic 
den Originalen gegenüber erlaubte. Auch Alfred Moffat hat für Vivaldi neuerdings eine Lanz 
gebrochen (C-Moll-Konzert; im selben Verlage). Nicht übel ist die Einrichtung eines * 
schen Divertimentos als „Violinkonzert‘‘ von W. Kes [ebenda], nur hätte eine kurze Vo 
bemerkung über die Tätigkeit des Bearbeiters hinzugefügt werden sollen. 
Schließlich sei noch eine bei Breitkopf & Härtel, Leipzig, begonnene Reihe von Neu 
drucken erwähnt: „Die Kunst des Bachschen Geschlechts‘ (A. Fareanu). Hier sollen a 
gewählte Stücke der minder bekannten Glieder der Musikerfamilie Bach der Öffentlichke 
zugeführt werden. Von den bis jetzt vorliegenden drei Heften ist freilich nur das dritte, ‚„D: 
Jenaische Wein- und Bierrufer‘“ von J. Nikolaus Bach (herausgegeben von Fr. Stein), pra 
tisch brauchbar. Auch die kleine, anziehende Gabe, die der Verlag Chr. Bachmann {Hannover 
mit dem Neudruck einer spanischen Nachtmusik (La mysica notturna di Madrid) für Strei 
quintett von L. Boccherini der musikalischen Welt gemacht hat, mag nicht vergessen werd 
Der Italiener hat sich hier den Scherz erlaubt, die Gassenmusik Madrids mit allen ihren se! 
samen und überraschenden Klängen, vom Läuten des Ave Maria an bis zum Zapfenstreic 
nach kecker Improvisationsmanier wiederzugeben. Als Herausgeber zeichnet W. Upmeye 
Die Saat, die die Musikforschung des ausgehenden x19. Jahrhunderts in empfänglic 
Erde gelegt, ist also in erfreulichem Aufsprießen, und nur ein Wunsch bliebe übrig: 
Spieler, Sänger, Chöre und Dirigenten, gleichgültig ob Berufsmusiker oder Liebhaber, sıa 
der Fülle des Schönen auch wirklich bewußt werden, das treue Herausgebertätigkeit ihn 
hiermit zur Pflege und Weiterverbreitung anvertraut. 















ANMERKUNG 


Die Bildbeigabe dieser Nummer stammt aus dem Werk „Baukunst und dekorative Plasti 
der Frührenaissance in Italien‘ von Dr. Julius Baum. Das bei Julius Hoffmann in Stutt 
erschienene Werk bietet ein reiches Abbildungsmaterial in sachlicher Anordnung, о 
mit den wichtigsten Zentralbauten, denen sich die kirchlichen Langhausbauten anschließen 
Die Darstellung des Profanbaues eröffnet die Reihe der florentinischen Rustikapaläste, dene: 
die übrigen Palastbauten folgen: Fassaden, Höfe und Einzelheiten, wie Portale, Fenster un« 
Gesimse. Der zweite Teil des Buches ist der Dekoration gewidmet. Er zeigt die wichtigsten 
erhaltenen Innenräume, wie die Camera degli Sposi in Mantua und die Zimmer des Apparte- 
mento Borgia im Vatikan, sodann Decken, Fußböden, die gesamte kirchliche Einrichtung: 
Altäre, Kanzeln, Taufbecken, Sakramenthäuser, Gestühl, endlich Grabmäler und sonstige 
Denkmäler — eine Fülle schöner, vortrefflich reproduzierter Ansichten, die in einem nach 
Orten zusammengestellten Register knapp erklärt und wissenschaftlich eingeordnet werden. 








+ 218 + 


DANTE-LITERATUR ж 





)EUTSCHE DANTE-LITERATUR 


ıs Anlaß des Dante-Jubiläums im Jahre ıg92ı haben wir im Septemberheft des vorigen Jahrgangs 

ne umfassende Bibliographie der deutschen Dante-Literatur und eine Würdigung der Neuerschei- 

ngen auf diesem Gebiete veröffentlicht. Als Ergänzung geben wir hier eine Zusammenstellung 

r dort nicht genannten ‚bzw. nicht besprochenen neuesten Werke. Die angegebenen Preise gelten 
für Deutschland und sind unverbindlich. 


ÜBERSETZUNGEN 


DIE GÖTTLICHE KOMÖDIE 


ANTES Divina Commedia in deutscher Sprache. 
Mit einer Einleitung „Wie sollen wir Dante 
lesen?" und einem Kommentar. Von Konrad 
Falke. Jubiläumsausgabe. (XVI, 560 S. КІ.-80.) 
Zürich, Max Rascher. 

e Übersetzung bietet „reimlose Terzinen“, derart, 
b der innere Khythmus der Verse gewahrt ge- 
eben ist. Wer also den Reim missen mag, erhält 
зг eine in Gedanken, Worten und Rhythmen ge- 
че Ubersetzung. Der Kommentar, dem eine Zeit- 
‘el zum Leben Dantes und eine Schematische 


‚ersicht über die Commedia vorausgehen, be- 


ıränkt sich geschickt auf die notwendigsten sach- 
hen Erklärungen. 


ANTES Commedia. Deutsch von Hans Geisow. 
(531 5. 80.) Stuttgart, W. Hädecke. Lwbd. 
М 100.—. 

usow opferte, im Gegensatz zu Falke, Gedanken 
d Bilder Dantes, um eine wohlklingende Reim- 
chtung zu gestalten, die freilich nicht einmal die 
rzınenform beibehält. Den vereinfachten Ge- 
ınkengängen ist eine leicht eingehende Vers- und 
rophenform angepaßt: so entstand ein neues 
Inzes. 


RENCK, Siegfried von der, Das ewige Lied. Dantes 
Divina Commedia durch Versenkung und Ein- 
Kong wiedergeboren. (XVl, 464 S. Gr.-8°.) 
otha, Frdr. Andr. Perthes. Geb. M 90.—. 

er Versuch einer freien Nachdichtung, die die 


notwendigen Erläuterungen gleichsam in den Text, 
in die Dichtung selbst hıneinzieht, um das Werk als 
solches ohne besonderen Kommentar verständlich zu 
machen. 


DAS NEUE LEBEN 


DANTE Alighieri, La vita nuova. (86 S. 4°.) Zürich, 
Graphische Werkstätten Gebr. Fretz. (Züricher- 
drucke Druck 3.) Pappbd. Fr. 65.—. 

Wegleitend für Form und Wortlaut des Textes war 

die entscheidende kritische Editionsarbeit Michele 

Barbis. 

DANTE, Das Neue Leben. Herausgeg. von Albert 
Ritter. Übertr. von Karl Förster u. d. Herausg. 
Mit 4 Vollbildern in Kupferdr. (67 S. 80.) Ber- 
lin, Gustav Grosser. Pappbd. M 15.—. 

DANTES Vita nova. Deutsch von Rudolf Borchardt. 
(83 S. 80.) Berlin, Rowohlt. Pappbd. M 4o.—. 

Der deutsche Dichter hat den Versuch gemacht, das 

Werk in ein Deutsch zu bringen, das etwa dem zu 

Dantes Zeit in Deutschland gesprochenen ähnlich 

sein mag — ein geistvolles Spiel, an dem sich frei- 

lich nur die wenigen ergötzen können, die Dantes 

Werk gut genug kennen, um es sich aus Borchardts 

Text zurückzuübersetzen. 


LYRIK 
DANTE, Lyrische Gedichte. Neu übertr. u. hreg. 
v. Albert Ritter. Mit 4 Vollbildern in Kupferdr. 
(72 S. 80.) Berlin, Gustav Grosser. Pappbd. 
М 15.—. 


DANTE-LITERATUR 
AYER, Franz Joseph, Dantes Göttliche Komödie. *Die Aufsätze behandeln: Dante und unsere Zeit; 


Mit 116 Abb. (64 S. 40.) München, Allgemeine 
Vereinigung für christliche Kunst. Geh. M 10.80. 
пізргесһепа dem Charakter der Sammlung ‚Die 
unst dem Volke“, in der das Heft. erschien, will 
r Verfasser weite Kreise für Dante gewinnen. 
r behandelt kurz Leben und Werke Dantes, unter- 
ülzt durch ein reiches Abbildungsmaterial. Neben 
dern von Florenz, dem Haus Dantes, einigen 
antebildnissen alter und neuester Zeit sind vor 
lem Illustrationen zu den Werken von Adamolli, 
otıcelli, Doré, Flaxmann, Genelli, Rethel u. a. 
iedergegeben. 


'ANTE. Abhandlungen der Herren Dyroff, 
Krebs, Baumgartner, Sauer. (92 S. 8°.) 
Köln, Bachem. (Görres-Gesellschaft zur Pflege 
der Wissenschaft im katholischen Deutschland. 
Zweite Vereinsschrift ıg21.) M 7.50. 


Dante als Philosoph und Theolog; Dantes Stellung 
zur Philosophie; Dantes Bedeutung für die Kunst. 
Besonders wertvoll für die Forschung sind die mitt- 
leren Beiträge zur Philosophie; Baumgarten unter- 
sucht eingehend die Frage der philosophischen und 
naturwissenchaftlichen Quellen Dantes. 


DYROFF, Adolf, Dante als Rechtsphilosoph. Zum 
Gedenken an den Todestag des Dichterphilosophen.. 
(26 S. Gr.-80.) Berlin, Walther Rothschild. (Ar- 
chiv für Rechts- und Wirtschaftsphilosophie, 
XIV, 4.) 

Dyroff bestimmt Dantes Stellung innerhalb der all- 

on Rechtsphilosophie der Zeit, die aus der 
erbindung Platons, Aristoteles’ und der Stoa mit 

den christlichen Gotteslehren erwachsen war. Dante 
erscheint als Neuplatoniker und Anhänger des 

Naturrechts. Er erhebt sich über die gesamte juri- 


* 219 * 


ж DANTE-LITERATUR 





stische Tradition der Zeit, indem er erkennt, daß 
„das Recht aller Menschen auf alle Mittel zum Er- 
reichen der geistigen Vollkommenheit“ nicht nur 
ein moralisches, sondern ein juristisches Problem ist. 


FALKE, Konrad, Dante. Seine Zeit. Sein Leben. 
Seine Werke. Mit alph. Inhalts- u. Schriftenverz. 
u. 64 Taf. Abb. (ҮШ, 760 S. 80.) München, C. 
H. Beck. Lwbd. M 140.—, Hpergtbd. M 220.—. 

Das Werk ist, auf wissenschaftlicher Grundlage 

ruhend, doch für weite Kreise der Gebildeten be- 

rechnet. Der erste Teil „Die Seele des Abendlandes“ 
baut sich in der Hauptsache auf der in ihrer Über- 
spitzung anfechtbaren Theorie Spenglers vom Schick- 
sal der Kulturen auf. Die Darstellung von „Dantes 

Schicksal‘ bahandelt zugleich die Werke, außer der 

„Göttlichen Komödie". Dieser jet das dritte Buch 

gewidmet: eine ausführliche, klare Analyse mit zahl- 

reichen Zitaten in der Übersetzung Falkes. Der Ver- 
lag hat ein sehr wertvolles Namen- und Sachregister 
beigegeben, das vielfach auch dem Leser der Werke 
selbst ein willkommenes Hilfsmittel sein wird. Die 

64 Abbildungen bringen 10 Danteporträts, zeigen 

Leben und Stil des Trecento in Städtebildern, Kunst- 

denkmälern usw. und geben zum Schluß Blätter 

der Federzeichnungen Botticellis zur „göttlichen 

Komödie“. 


FINKE, Heinrich, Dante. Eine Rede. Mit einem 
Nachw. an Otto Miller. (31 S. 80%.) Münster i. W., 
Aschendor£ffsche Verlh. M 6.—. 


FRIEDMANN, Wilhelm, Dante, Gedächtnisrede. 

(24 S. Gr.-8°.) Leipzig, F. Meiner. Geh. M 6.75. 
Eine knappe Darstellung der Lebensschicksale des 
Dichters und Politikers, soweit sie Voraussetzung 
zum Verständnis seines Hauptwerkes sind. 


HALUSA, Tezelin, P., Dante Alighieri und sein 
heiliges Lied. Gedenkblätter zur 600. Wieder- 
kehr von Dantes Todestag. (VIII, 63 S. 80.) 
Karlsruhe, Badenia-Verlag. M 9.35. 

Die kleine Schrift, von katholischem Standpunkt 

geschrieben, wendet sich an weite Kreise. Sie bietet 

Aufsätze über Dantes Leben und Werke, Dantes 

Bild und Bedeutung, sein religiöses Bekenntnis, sein 

Verhältnis zum Klerus u. a. Zum Thema ‚Dante 

und Deutschland‘ wird die wichtigste Literatur über 

ihn in deutscher Sprache Angesehen. 


KOCH, Max, Dantes Bedeutung für Deutschland. 
Vortrag in der „Vereinigung katholischer Aka- 
demiker” und dem „Bildungsausschuß der Katho- 
liken Breslaus“. (63 S. K1.-80.) Mainz, Kirch- 
heim & Co. M 6.—. 

Weniger eine Schrift über die Bedeutung Dantes für 

Deutschland als über die Beschäftigung mit Dante, 

eine nicht immer zutreffend kommentierte Auf- 

zählung der Übersetzungen, durchsetzt mit sehr über- 
flüssigen polemischen Äußerungen über das neue 
geistige Deutschland, dem der Verfasser fernsteht. 


MAUSBACH, Josef, Der Geist Dantes und unsere 
en: (19 5. 80.) Köln, Bachem. 
6.— 


Der gele entlich der Generalversammlung der Gör- 
res-Gesellschaft im Dom zu Speyer gehaltene Vor- 
trag erörtert drei „christliche Ideen“ Dantes: die 


Harmonie von Glauben und Wissen, die Li: 
Grundkraft aller Bewegung und Tätigkeit, die . 
liche Rechts- und Friedenseinheit der Völker. 


SCHULENBURG, Werner von der, Dane 
Deutschland. Europäisches Denken und die d- 
Kaiseridee im ХІУ. und im XX. Jahrizl 
Eine Betrachtung. Mit 12 Abb. auf Taf. 
Сг.-80.) Freiburg i. Br., Gūnther. Geb. M : 

Die Betrachtungen beruhen, wie der Verfasr 

sagt, „nicht auf Quellenstudien, sondern rcr 

einer bescheidenen Kenntnis des Were Ih 

der Danteliteratur und der Zeitereignise“. D: 

gebnisse für die Forschung entsprechen 

Grundlagen. 


VOSSLER, Karl, Dante als religiöser Dichter 
58 S. 80.) Bern, Verlag Seldwyla. 

Einer der besten deutschen Dantekenner v- 
hier kleinere Arbeiten zum Thema Dante аш 
und neuester Zeit. Die Festrede ‚‚Dante ai 
giöser Dichter” deutet das Wesen des fra 
mittelalterlichen Dichters. Ein Nachwort ler: 
zweiten Aufsatz über: ‚Dante und die Renard 
Es folgt ein neuer Beitrag ‚Zur Beurteilu 
Dantes Paradiso“, der die allgemeine und i 
sonderen Vosslers veränderte Auffassung ‹: 
Einschätzung des ‚Paradieses im Verbält ! 
ganzen „Commedia“ darlegt, und schließlır: " 
eingehende Würdigung des Dantebuchs vos |: 
detto Croce. 


WESSELSKI, Albert, Die Legende um Dani: 
einem mehrfarbigen Dantebild. (96 5. 8. F 
mar, Alex. Duncker. Geb. M 18.—. 

Der Verfasser gibt in der interessanten Schr : 

Geschichte der italienischen Erzählungen, I: 

und Anekdoten, die an Namen und Gestalt I 

anknüpfen, sichtet die vielfach wirre Überlri= 

und bietet der Forschung in den Anmeri: 
wertvolle Hinweise auf Quellen und Literatur 


WIEGAND, Friedrich, Dante und Kaiser F 
rich VII. (68 5. 160.) Greifswald, Kar ' 
ninger. (Deutsche Sammlung. Reihe: Gew: - 
h. Bd.) M 8.50. 

Die kleine Schrift des protestantischen Air” 

historikers gibt in anchaulicher Darstellung. 1 

jeglichen wissenschaftlichen Apparat, cin Bi: 

politischen Zustände, behandelt im Zusamm 3 

mit der Schrift „De Monarchia“ Dantes pobi“ 

Wirken und Denken, das mut seinen esch" 

iösen Idealen im Einklang befunden wird. ux 

Besonderen seine Anhängerschaft an Kaiser Hr: 





BOCCACCIO, Giovanni, Vita di Dante. iH 
Lommatzsch.) Im Anhang: Giovanni Vilx- 
Dante. (IV, 76 S. 8°.) Berlin, Weidmam 
manische Texte zum Gebrauch für Vorl«:- 
und Übungen.) M 10.—. 

Vor dem Text enthält die Ausgabe wertvolle P 

graphische Notizen über die verschiedenen !. 

gaben der Vita, ihre textkritische und I: 

historische Würdigung, eine Übersicht übe 

Übersetzungen in die verschiedenen Sprach * 

über die ка, die das Verhaãltnis Bows- 

zu Dante behandelt. 


* 220 1 


EUE BÜCHER UND MUSIKALIEN 








LLGEMEINES, GESAMTAUSGABEN, 
SAMMLUNGEN 


UTSCHES BÜCHERVERZEICHNIS der Jahre 
919 bis 1920. Eine Zusammenstellung der im 
eutschen Buchhandel erschienenen Bücher, Zeit- 
:hriften u. Landkarten. Mit einem Stich- und 
chlagwortregister. Bearbeitet von d. Bibliograph. 
‚bteilung d. Börsenvereins d. Deutschen Buch- 
ändler zu Leipzig. (Etwa 650 Bog.) Lieferung 8 
пі 9. (Heimat—Kircheisen.) (S. ır21—ı440. 
0.) Leipzig, Verlag d. Börsenvereins d. Deutschen 
uüchhändler zu Leipzig. M 70.— u. M 90.—. 


\TE. Jahrbuch d. Halbmonatsschrift: Das Lite- 
arische Echo. Herausgeg. von Ernst Heilborn. 
d. 3. 1921. (259 S. 8°.) Stuttgart, Deutsche 
'erlags-Anstalt. Pappbd. M 42.—. 

Jahrbuch enthält eine Reihe von Leitaufsätzen 
neuesten Literatur, Überblicke über die neue 
iophile Literatur, über die englische, franzö- 
he, italienische und russische Literatur des 
res, eine Sarnmlung von Auszügen aus Be- 
chungen des „Literarischen Echo“ über die deut- 
: Literatur des Jahres, schließlich biographische 
‚andere Nachrichten und eine Liste der Urauf- 
rungen. 


ETHE, Johann Wolfgang von, Sämtliche Werke 
ı vier Hauptbänden und einer Folge von Er- 
иш Ыш. Jn Verb. mit Paul Ehrmann, 
‚onrad Höfer u. Paul Merker herausgeg. von 
'heodor Friedrich. Bd. 9—ı2. (K1.-8°.) Leipzig, 
teclam. Je M 50.—. 

, Vorstufen, Fragmente, Pläne u. Zeugnisse. Be- 
rbeitet von Paul Merker. (63, 656 S.) 

0. Wilhelm Meisters Wanderjahre. Bearbeitet v. 
‘"heodor Friedrich. (35, 146 S.) 

1. Kleine Erzāhlungen. Wilhelm Meisters thea- 
ralische Sendung. Bearbeitet von Theodor Fried- 
ich. (23, 321 S. 

2. Italienische Reise. (Anh.: Reise-Tagebuch. 
Nach d. an Frau von Stein gesandten Hand- 
Geo Bearbeitet von Theodor Friedrich. 
92, 324 S. mit ı eingedr. Karte.) 


NT, Immanuel, Gesammelte Schriften. Hrsgeg. 
. d. Preuß. Akademie d. Wissenschaften. Bd. Si 
Gr.-80.) Berlin, Vereinigung wissenschaftlicher 
'erleger. 

3=Abt. 2: Briefwechsel. Bd. 4. Anm. u. Reg. 
lit ı Tafel. (XXXI, 699 S.) M ı120.—, geb. 
1 200.—., 

selbe, Werke. Gesamtausgabe in ro Bänden und 
: Erl.-Bd. In Gemeinschaft mit Herm. Cohen u. a. 
ıtrausgeg. von Ernst Cassirer. Bd. 8. (Gr.-8°.) 
šerlin, Bruno Cassirer. 
. Anthropologie. Hera 


| eg. von Otto Schön- 
lörffer. Fortschritte der 


etaphysik. Vorlesungen 


Kants über Pädagogik. Herausgeg. von Otto Buek. 
Vorlesungen Kants über Logik. — von 
Artur Buchenau. (605 S.) Geh. M 80.—, Hldrbd. 
M 160.—. 


KAYSSLER, Friedrich, Besinnungen aus d. äußeren 
u. inneren Welt. Aphorismen über Natur, Mensch 
u. Kunst. (XI, 133 5. КІ.-80.) Berlin, E. Reiß. 
РаррЬа. М 27.—. 


KELLER, Gottfr., Werke. Bd. 2. (Gr.-8°.) Berlin, 
Pro сас 
2. Der grüne Heinrich. Roman. Ursprüngliche 
Fassung. (886 S.) Hlwbd. M go.—, Hldrbd. oder 
Hpergtbd. M 180.—. 


LISSAUER, Ernst, Festlicher Werktag. Aufsätze 
und Aufzeichnungen. (166 S. Kl1.-8%.) Stuttgart, 
Deutsche Verlagsanstalt. Pappbd. M 35.—. 

Gedankenreihen und Einzälgsdanken über das Glück 

des Reisens, zum Lob der Musik, über Menschen 

und Gestalten, ein Abschnitt über Goethe, Auf- 
zeichnungen über Schöpfertum und Schaffen. 


LITERARISCHER RATGEBER für die Katho- 
liken Deutschlands. Herausgeg. von Philipp Funk. 
Jahrg. 19. 1921/1922. (IV, rı2 S., ғ. Т. farb. 
Tafeln. 0,89.) Kempten, J. Kösel & F. Pustet. 
Geh. M 5.—. e 

Der Ratgeber bietet literarische und bibliographische 

Übersichten über die einzelnen Wissensgebiete, sorg- 

fältig durch Fachleute bearbeitet. Auch der Nicht- 

Katholik wird, wenn er den katholischen Stand- 

unkt der Beurteiler richtig zu beachten weiß, das 
achschlagewerk mit — benutzen. 


BIN GORION, М. J., Der Born Judas. Legenden, 
Märchen und Erzählungen. Übertr. von Rahel 
Ramberg. 6 Bände. Bd. 5. Leipzig, Insel-Verlag. 
5. Volkserzählungen. (317 S. КІ.-80.) Pappbd 
М 45.—, Hpergtbd. M 90.—. 

Micha Josef bin Gorion, der vor einigen Monaten 

starb, war einer der tiefsten Kenner jüdischen We 

sens und jüdischer Volksliteratur. Zeugnis dessen 
die Sammlungen ‚Die Sagen der Juden“ (Frankfurt, 

Rütten & Loening) und der vorliegende ‚Born 

Judas“. Da die Übersetzerin, seine Gattin, völlig. 

mit seinem Werk vertraut ist, kann die Sammlung 

auf Grund des Nachlasses zu Ende geführt werden. 


HOMER, Odyssea, Oungov Odvossır, griechisch u. 
deutsch. Auf Grund der Übersetzungen von Jo- 
hann Heinrich Voß bearbeitet von Emil Rudolf 
Weiß. Herausgeg. von Wilhelm Nestle und 
H. R. Weiß. a Bände. (80.) Leipzig, Tempel- 
Verlag. (Tempel-Klasiket.) Hiwbd M 180.—. 


+ 221 + 


X 


ж REIHENBÜCHER 





1. Gesang ı—ı2. (199 Doppelseiten.) 
2. Gesang 13—14. (189 ee 
SHAKESPEARE, William, Werke in Einzelaus- 
en. (8°.) Leipzig, Jnsel-Verlag. 


REIHEN-BÜCHER 


AMALTHEA-BÜCHEREI, (80.) Wien, Amalthea- 
Verlag. 
Bd. 23: Körner, Josef, Arthur Schnitzlers Ge- 
stalten und Probleme. (227 S.) Brosch. M 55.—, 
Pappbd. geb. M 75.—. 
Bd. 28: Schnerich, Alfred, Josef Haydn u. 
seine Sendung. Eine Monographie mit zahlreichen 
Illustrationen. (267 S.) Brosch. M 75.—, Pappbd. 
geb. M 90.—. 
Die Monographie Körners versucht, mit den Mitteln 
der Psychoanalyse das dichterische Schaffen des 
Dramatikers aus der Eigenart der psychischen . Er- 
lebnisse zu erklären. Schnerichs Werk erhält seinen 
besonderen Wert durch die Abbildungen und das 
vollständige Opus- Verzeichnis. 


AMALTHEA-DAMEN-BREVIER. (K1.-80.) Wien, 
Amalthea-Verlag. Pappbd. je M 30.—. 
Bd. ı: Pirker, Max, Das deutsche Liebeslied 
in Barock und Rokoko. (67 S.) 
Bd. 2: Alving, Silvia, Die Liebe. Ein Essay- 
buch. (82 S.) 
Pirker bietet eine geschmackvolle Auswahl deutscher 
Liebeslieder. Beide Bände sind zierlich ausgestattet. 


BÜCHEREI der Volkshochschule, Die. (80.) Biele- 
feld und Leipzig, Velhagen & Klasing. 

• 23. Clemen, Carl, Deutscher Volksglaube und 
Volksbrauch. (V, go S.) M ı0.—. 
28. Rust, Hans, Sittlichkeit und Gesundheit. 
Sittenlehre d. Seelenlebens. (IV, r00 S.) M 13.—. 


DOMSCHATZ, Der. (80.) Berlin, Dom-Verlag. 
10. Waiblinger, Wih., Ausgewählte Werke. 
(420 S.) Geh. M 65.—, Lwbd. M 100.—, Ldrbd. 
M 150.—. e 
11. Schlegel, August Wilhelm, Ausgewählte 
Werke. (320 $.) Geh. M 60.—, Lwbd. M 90.—, 
Ldrbd. M 130.—. 

Die Bände enthalten eine sorgfältige Auswahl dessen, 

was vom Werk der beiden Dichter heute noch mehr 

als literarhistorisches Interesse erwarten kann. 


FRAUENLEBEN. (Kl.-8%.) Bielefeld und Leipzig, 
Velhagen & Klasing. Pappbd. je M 32.—. 
8. Wille, Jakob, Elisabeth Charlotte, Herzogin 
von Orleans. 3. erweit. Aufl. Mit 6 Kunstdr. 
(X, 189 S.) 
16. Wien, Alfred, Caroline von Humboldt. 
2. erweit. Aufl. Mit 5 Kunstdr. (XI, 228 S.) 


GÖSCHEN, Sammlung. (K1.-8%.) Berlin, Vereinig. 
wissenschaftlicher Verleger, Pappbd. M ı12.—. 
ı4a. Haußner, Rob., Darstellende Geometrie. 
Teil ı. Elemente; ebenflächige Gebilde. 3., verm. 
und verb. Aufl. Mit 110 Fig. im Text. (207 S.) 


222. Hassack, Karl, Warenkunde. 1. Anor- 


ach d. Übertragung Dorothea Tiecks ' 


HEIMATBOCHER deutscher Landschaften. '5! 


NATUR UND GEISTESWELT, Aus. (Kl. 


ORPLIDBÜCHER. (16°.) Berlin, Juncker. Pap:! 


RECLAMS Universal-Bibliothek. (K1.-80.) Leipy 


bearbeitet von Marie Luise Gothein. (19 Š 
Pappbd. M 20.—, Hpergtibd. M 50.—. 
Verlorene Liebesmüh. Unter Benutzung der EL: 
dissinschen Übertr. übersetzt von Max J. Wi: 
(160 S.) Pappbd. M 20.—, Hpergtbd. M 5: - 


anische Waren. Mit 34 Abb. 4., erg. Aui 
ZA S.) 


Leipzig, Friedrich Brandstetter. Geh. je M 3/.- 
eb. je —. 

Кг. Karl d’, Wir Rheinländer. Ein Нег; 
buch. Mit Buchschmuck von Robert Gerstenk:- 
(XII, 371 S.) 

Müller-Rüdersdorf, Wihelm, Schl=:- 
Ein Heimatbuch. Herausgeg. mit eingedr. 7: 
nungen von M. Klein-Hähnichen u. a. "NI 
420 5.) 


Leipzig, Teubner. Geh. je M ı4.—, geb. 
M 18.—. 


86. Vater, Richard, Die neueren Wärmekr: 
maschinen. 2. Gaserzeuger, Großgasmaschin 
Dampf- und Gasturbinen. 5. Aufl. bearbeitet v 
Fritz Schmidt. Mit 46 Abb. (116 S.) 

504. Crantz, Paul, Analytische nn 
Ebene zum Selbstunterricht. 3. Aufl. Mit 55F 
im Text. (97 S.) | 

506. Mönkemöller, Otto, Die geist. Krıı 
heitszustände des Kindesalters. (127 S.) 
709. Eberstadt, Rud., Das Wohnungs»! 
Mit ıı Abb. im Text. (108 S.) 





М то.—. 
37. Hadwiger, Victor, Blanche. 5 Kapitel ein 
Liebesgeschichte. (84 S.) 


Reclam. Је М 5.—. ‹ 
6281. Huggenberger, Alfred, Der Glö: 
finder. Zwei Novellen. (78 S.) 

6282/3. Schopenhauer. — Die fremdspra' 
lichen Zitate in Schopenhauers Werken. Ch 
setzt von Rudolf Wagner. (146 S.) 
6284. Putlitz, Gustav zu, Was sich der Wi 
erzählt. Ein Märchenstrauß. Herausgeg. von Fr 
Gundlach. (68 S.) ! 
6285/6. Tschaikowsky, Peter, Erinnerung! 
eines Musikers. Jn deutscher Übertragung und | 
Auswahl mit einer Einleitung. Hrsgeg. von Hei 
rich Stümcke. Neue durchges. und verm. Au 
(147 S.) 

6287. Zipper, Albert, Schillers Kabale u: 
Liebe. Erläutert. (80 S.) 

6288. Leopardi, Giacomo, Gedanken. Aus de 
Italienischen übersetzt von Gustav Glück und A!': 
Trost. (88 S.) | 
6289/90. Nast, Klara, Platon Kiritschenko оз 
die Seinen. Humorist. Erzähl. (152 S.) 





* 222 + 


PHILOSOPHIE « THEOLOGIE *« MEDIZIN = 





LSTEIN-BÖCHER. (K1.-80.) Berlin, Ullstein TAUCHNITZ EDITION. Collection of British and 


с Со. М 15.—. 

ıkowronek, Richard, Das Bataillon Spork. 
пп Wald- und Jägerroman. (255 S.) 
LKSBOCHER, Velhagen und Klasings. (80.) 
ielefeld und Leipzig, Velhagen & Klasing. 
1 20.—. 

б. Krauß, Maximilian, München und Ober- 
ayern. Mit go Abb., darunter ı3 farb. (96 S.) 
ILETS Merkbücher praktischen Wissens. (80.) 
tuttgart, W. Violet. Bappbd. M 16.—. 

lirsch, Anton, Merkbuch der Schönheitspflege. 
IV, 104 S.) 


American authors. (K1.-80.) Leipzig, Tauchnitz. 
Geh. M 20.—, Pappbd. M 32.—, Lwbd. M 35.—. 
Gin allace, Edgar, The Book of all-power. 
(287 S. 

4568. Tagore, Rabindranath, Gitanjali (song- 
offerings) and fruit-gathering. (252 S.) 
4569/70. Caine, Hall, The Master of man, the 
story of a sin. In 2 vols. (333, 320 S.) 

4571. Hergesheimer, Joseph, Java head. Co- 
pyright. Ed. (255 S.) 

4572. Phillpotts, Eden, The grey Room. 
(285 5.) 


PHILOSOPHIE 


ENTANO, Franz, Vom Ursprung sittlicher Er- 
enntnis. 2. Aufl. nebst kleineren Abhandlungen 
ur ethischen Erkenntnistheorie u. Lebensweis- 
ieit. Herausgeg. und engel. von Oskar Kraus. 
ХТУ, 108 Z 80.) Leipzig, F. Meiner. (Philo- 
ophische Bibliothek. Bd. 55.) Geh. M 18.—, 
Ilwbd. M 28.—. 

SSNER, Rudolf, Die Grundlagen der Physi 

nik. (106 S. 8°.) Leipzig, Insel-Verlag. Geh. 
{ 16.—, Pappbd. M 30.—. 


KROHN, Karl, Der Epikureer Hermarchos. (V, 


4ı S. Gr.-80.) Berlin, Weidmann. M 7.50. 


WINKLER, Herbert, Die Monotonie der Arbeit. 


Ein Beitrag zu d. Problem des psych. Verhaltens 
bei gleichförm. körperl. Arbeit. Mit a Abb. und 
ı7 Kurven im Text. (45 S. Gr.-8%.) Leipzig, 
J. A. Barth. (Schriften zur Psychologie d. Be» 
rufseignung und des Wirtschaftslebens. H. 19.) 
M 


ї2.—. 


THEOLOGIE 


ASE, Felix, Russische Kirche und Sozialismus. 
IV, 44 S. 8°.) Leipzig, Teubner. (Osteuropa- 
ж ın Breslau. Vorträge u. Aufsätze. Abt. 5, 
1. 1.) М 15.—. 

RELS, Ernst, Eine Denkschrift Hinkmars von 
teims im Prozeß Rothads von Soissons. (60 S. 
sr.-80.) Berlin, Weidmann. M 10.—. 
Abhandlung ilt einem für die frühmittelalter- 
е ee wichtigen Streit um die bischöfliche 
wait. 


SCH, Tilmann, P.S.J., Der Christ im Welt- 


leben und seine Unvollkommenheiten. Zur Be- 
herzigung für gebildete Christen aller Stände. 
30.—34. Aufl. Neu durchges. von P. Ferdinand 
Ehrenborg S.J. (290 S. K1.-80.) Köln, J. P. 
Bachem. Pappbd. 35.—. 


GREGORII NYSSENI opera. Vol. II. Contra Eu- 


nomium libri ed. Vernerus Jaeger. Pars altera. 
Liber III (vulgo III —X1I) Refutatio confessionis 
Eunomii (vulgo lib. II) (LXXII, 391 S. Gr.-8°.) 
Berlin, Weidmann. M 120.—. 


MEDIZIN 


MKE, Oswald, Das Unterbewußtsein. Eine Kritik 
Jffentl. Antrittsvorlesung in Leipzig. (56 S. 8°.) 
3erlin, Springer. M 15.—. 


\KELSTEIN, Heinrich, Eugen Emanuel Ga- 
ewsky und Ludwig Halberstaedter, Haut- 
rankheiten und Syphilis im Säuglings- u. Kindes- 
lter. Ein Atlas. Mit 123 farb Abb. auf 56 Taf. 
Nach Moulagen von F. Kolbow, A. Tempelhoff 
ınd M. Landsberg. Ye 77 S. W.) Berlin, 
‚pringer. Lwbd. M 260.—. 


NDBUCH der Balneologie, medizinischen Kli- 
natologie und Васе еар е. Herausgeg. im Auf- 
таре der Zentralstelle für Balneologie von Diet- 
ach und Kaminer. Bd. 2. Mit 8 Abb. (XVIII, 
188 $. Gr.-Lex.-80.) Leipzig, Georg Thieme. Geh. 
M 120.—, geb. M 150.—. ' 


HANDBUCH der Krankenpflege. Unter Mitarbeit 


der Herren Julius Tandler u. a. herausgeg. von 
Anton Bum. 2., durchges. und verb. Auf. Mit 
179 1. Т. farb. Abb. (ҮШ, 392 S. 80.) Berlin, 
Urban & Schwarzenberg. Pappbd. M 99.—. 


IRRTÜMER, Diagnostische und therapeutische, u. 


deren Verhütung. nn: von J. Schwabe. 
(Gr.-80.) Leipzig, Georg Thieme. 

Abteilung Chirurgie: Heft 3. Körte, Ver- 
letzungen und chirurgische Krankheiten d. Leber, 
der Gallenblase, des Pankreas und der Milz. Mit 
12 Abb. (55 S.) Geh. M 15.—. 

Abteilung Frauenheilkunde: Geburtshilfe, Heft 3. 
Fehling, Schwangerschaft. Mit 12 Abbild. 
(104 S.) Geh. М 24.—. 

Abteilung Augenheilkunde: Heft 2. W. Stock, 


+ 223 + 


* MEDIZIN*+ MATHEMATIK / NATURWISSENSCHAFTEN 


Erkrankungen der Iris, der Linse und des Glas- 
körpers. Mit 6 Abb. (32 S.) Geh. M 9.—. 
Abteilung Kinderheilkunde: Heft ı. Julius Zap- 

ert, Krankheiten d. Nervensystems. Mit 15 Ab- 
Bild. (152 S.) Geh. M 36.—. 


KAHANE, Max, Grundzüge der Elektrodiagnostik 
und Elektrotherapie für praktische Ärzte. Mit 
27 Abb. im Texte. (VIII, 236 S. K1.-80.) Berlin, 
Urban & Schwarzenberg. M 54.—. 


KAHN, Fritz, Das Leben des Menschen. Eine volks- 
tümliche Anatomie, Biologie, Physiologie u. Ent- 
wicklungsgeschichte d. Menschen. 4 Bände. Bd.ı, 

Liefg. ı. Stuttgart, Franckhsche Verlh. 

т. (Physik des Lebens. Chemie des Lebens. Plas- 

ma. Zelle. Keimzellen. Keimesgeschichte.) Lfg. 1. 

Mit Abb. und z. T. farb. Tafeln.) (S. 49—64, 

241—256. 40.) M 9.60. 


KLEMPERER, Georg, Grundriß d. klinischen The- 


rapie innerer Krankheiten. Unter Mitwirkung von 


"Lothar Donner. (VII, 237 S. 8°.) Berlin, Urban 


© Schwarzenberg. Geh. M 54.—, Pappbd. 
М 72.—. 


KUGLER, Emil, System der Neurose. (III, 188 5. 
Gr.-80.) Berlin, Urban & Schwarzenberg. Geh. 
М 42.—, РаррЬа. М бо.—. 


LÄMEL, Carl, Einführung in die schulärztliche 
Tätigkeit. Mit 6 Drucksortenmustern, z. T. Taf. 
66 S. K1.-80.) Berlin, Urban & Schwarzenberg. 

eh. M 15.—. 


MATHEMATIK, NATURWISSENSCHAFTEN 


EPHRAIM, Fritz, Anorganische Chemie. Ein Lehr- 
buch zum Weiterstudium und zum Handgebrauch. 
Ми 53 АЬЬ. (доо 5. Сг.-80.) Dresden, Th. Stein- 
kopff. Etwa M 150.—. 

Der Anlage nach kann das Buch als ein Gegenstück 

zum organisch-chemischen Meyer-Jacobson bezeich- 

net werden. Unter Weglassung der ersten einführen- 
den Belehrungen über die elementarsten Grund- 
lagen der Chemie wird der gesamte Stoff von all- 
gemeinen Gesichtspunkten aus behandelt, dabei wird 
eine Fülle spezieller Angaben mit reichhaltiger 
Quellenliteratur en Ba ist zur Weiterbildung 
und Einführung in spezielle anorganische Arbeits- 
ebiete ebenso wie zum Nachschlagen geeignet. 
ANDBUCH der biologischen Arbeitsmethoden. 
Unter Mitarb. von 500 bedeutenden Fachmännern 
E von Emil Abderhalden. Liefg. 52—60. 
(49.) Berlin, Urban & Schwarzenberg. 
52. Abt. 1. Chemische Methoden. Teil 5. Spezielle 
analyt. und synthet. Methoden. Heft ı. Geza 
Zemplén, Kohlenhydrate. Allg. und spezielle 
Methoden zu ihrem Nachweis in qualitativer u. 
antitativer Beziehung. — Ihre Trolieru . — 
ufbau- und Abbauversuche. Teil 1. (4oo S. mit 
Fig.) M 120.—. 
53. Abt. 1. Chemische Methoden. Teil 6. Spezielle 
analyt. u. synthet. Methoden. Heft ı. Phospha- 
‘hide, Fette, Sterine. Sigmund Fränkel, All- 


+ 224 * | 


LAQUEUR, August, Die Praxis der phrsdıx 
Therapie. Ein Lehrbuch für Ärtte u. Studien: 
2., verb. u. erw. Aufl. d. „Praxis der E: 
therapie“. Mit 98 Textfig. (IX, 360 S. Gr- 
Berlin, Springer. Lwbd. M 96.—. 


MOLLER, Georg, Die Krankheiten des Huni 
ihre Behandlung. 3. neu bearbeitete Aufl: ' 
223 Textabb. (XI, 513 S. Gr.-8°.) Bir: ' 
Parey. Lwbd. М 150.—. 


MÜLLER, Ludwig Robert, Über die Alterxci- 
bei Menschen. Akad. Antrittsrede ın Erlang: 
87 Textabb. (IV, 62 S. Gr.-8°.) Berlin. Sr: 
M 33.—. 


ORTNEK, Norb., Klin. Symptomatologie 
Krankheiten. Bd. т, Teil 2. Berlin, 15 
& Schwarzenberg. 

ı, 2. Körperschmerzen (mit Ausnahme d. Ei: 
schmerzen). 2. verb. Aufl. (VIII, 421 S. 6r- 
Geh. M 120.—, Pappbd. M 150.—. 


ZAHNHEILKUNDE, Deutsche. Begr. von 1 
J. Witzel, herausgeg. von Оно Walkhoff. Lad 
Georg Thieme. 

53. Gustav Thomann, Art und Befestir-. 
Zahnersatzes bis zur Einführung des Кайл 
mit besonderer Berücksichtigung der Ser 
‚beiten. Mit 38 Abb. — Anton Klein. : 
Extraktionen zu Regulierungen bei Stellue: 
malien der Zähne. Mit 24 Abb. (47 S. Gr 
Geh. M 21.—. | 








emeine Methoden zum Nachweis, zur Dei 
ung und zur Bestimmung der Lipoide, ешк: 
lich d. Cholesterins d. tier. Organismus. — Н 
Winterstein, Darstellung von Phoyt: 
aus Pflanzen. — Hans Thierfelder. - 
broside. — A. Windaus, Abbau- und A:1 
versuche im Gebiete der-Sterine. — Olf E: 
marsten, Darstellung d. Gallensäuren v ` 
wichtigsten Abbauprodukte u. ihr Nach" 
W. Borsche, Methoden d. Abbau- u. A" 
studien auf d. Gebiete d. Gallensäuren. (: 
mit Fig.) M 84.—. | 
54. Abt. ı. Chemische Methoden, Teil 7. Sr" 
analyt. u. synthet. Methoden. Heft 5. Er 
bauprodukte u. verwandte Verbindungen. ` 
Abderhalden, Allg. Technik und le 
der Monsaminosäuren. — Arthur Wei! | 
sondere Methoden zum Nachweis d. ep 
Aminosäuren. — Donald D. van Slyke ' 
Analyse von Eiweißkörpern durch Betz" 
а. chemisch-charakt. Gruppen d. versch?’ 
Aminosäuren. — E. Winterstein, er 
von Aminosäuren, Asparagin, Glutamin  ' 
Pflanzen. — Andor Fodor, Nachweis, H 
mung und Synthese d. Monsaminosäuren. —" 
Ehrlich, Methoden zur biolog. Spaltuns " 
mischer Aminosäuren durch lebende (ep? 
— Hermann Steudel, Isolierung, Bet 





MATHEMATIK /NATURWISSENSCHAFTEN ж 


— 


und Nachweis von Histidin, Lysin und Arginin 
(Ornithin und Guanidin). Synthese und Abbau d. 
Hexonbasen. — H. Zimmermann, Darstel- 
lung d. Carbaminosäuren. — Hans Jessen- 
E ‚ Юе Formortitration. (262 S. mit Fig.) 
M 78.—. 

55. Abt. 5. Methoden zum Studium д. Funktionen 
d. einzelnen Organe d. tier. Organismus. Teil 6. 
Sinnesorgane: [сыш und Auge. Heft 3. 
A. Vogt, Untersuchungen d. Auges im rotfreien 
Licht. — Adolf Basler, Netzhautfunktionen. 
— H. J. L. Struycken, Methodik der Auf- 
шш d. Nystagmus. (S. 365—462 mit Fig.) 


56. Abt. 6. Methoden d. experimentellen Psycho- 
logie. T. B. Reine Psychologie. Heft 2. Siegfried 
Behn, Psychologische Methoden der Traum- 
forschung. --- Johannes Lindworsky, Metho- 
den zur Phantasief rschung. Methoden d. Denk- 
forschung. (S. 107—184 mit Fig.) M 24.—. 
57. Abt. 7. Methoden d. vergleichenden morpho- 
logischen Forschung. Heft 1. Georg Wetzel, 
Perigraphische Zeichen- u. Meßapparate zur Auf- 
nahme von Umrißformen. — Walter Knopfli, 
Methoden d. Tiergeographie. — Conrad Keller, 
Die Methoden d. Haustierforschung. — Max v. 
Sußdorf und Eberhard Ackerknecht, Die 
präparatortsch-anatom. Methoden bei d. höheren 
Säugetieren. (124 S. mit Fig.) M 36.—. 
58. Abt. r1. Methoden z. Erforschung d. Pflanzen- 
organismus. Teil 1. Allgemeine Methoden. Heft 3. 
Karl Linsbauer, Methoden d. pflanzl. Reiz- 
EI eer Tropismen und Nastieen. — Georg 
arsten, Methoden d. Pflanzengeographie. Me- 
thoden d. experimentellen Pflanzenmorphologie. 
— Carl Schröter, Die Aufgaben d. wissen- 
schaftl. Erforschung in Nationalparken. (S. rgr 
bis 394 mit Fig.) M 60.—. 
59. Abt. ır. Methoden zur Erforschung der 
Leistungen d. Pflanzenorganismus. Teil 2. Spe- 
zielle Methoden. Heft 2. Viktor Grafe, Me- 
thodik zur Beeinflussung der Samenkeimung und 
des Wachstums von Keimpflanzen. — V. Vouk, 
Methoden zum Studium d. Wachstums d. Pflan- 
zen und seiner Beeinflussung. — Friedl Weber, 
Methoden d. Frühtreibens von Pflanzen. — Vik- 
tr Grafe, Das Sterilisieren höherer lebender 
Pflanzen. — Ernst G. Pringsheim, Metho- 
den d. Sand- u. Wasserkultur höherer Pflanzen. 
445—654 mit Fig.) M 60.—. 

. Abt. 1. Chemische Methoden. Teil 8. Eiweiß- 
stoffe: Einfache Eiweißkörper. Heft 4. Proteine. 
Hermann Steudel, Histone u. Protamine. — 
Julius Pohl, Das Arbeiten mit Organeiweiß. — 
Hans Jessen-Hansen, Darstellung u. Unter- 
suchung eines wohldefinierten Eiweißstoffes. — 
Eduard Strauß, Umwandlungsprodukte d. Pro- 
teine. — Peter Rona und Eduard Strauß, 
Methoden zur Enteiweißung von eiweißhaltigen 
Flüssigkeiten. — Franz Samuely+ u. Eduard 
Strauß, Tierische Pigmente und Farbstoffe. 
Titel, Inhalt, Sachreg. zu Abt. ı, Teil 8. (S. 577 
bis 800, XXVI mit Fig.) M 75.—. 

IANDBUCH der Mineralchemie, bearb. von G. 
d'Achiardi u. a., herausgeg. mit Unterstützung d. 


Akad. d. Wissenschaften in Wien von Cornelius 
Doelter. 4 Bände. Mit vielen Abb., Tab., Diagram- 
men und Taf. Bd. 3, 8. (S. 161—320. Gr.-80.) 
Dresden, Th. Steinkopff. M 30.—. 

HELLMANN, Gustav, Die Meteorologie in den deut- 
schen Flugschriften u. Flugblättern d. 16. Jahr- 
hunderts. Ein Beitrag zur Geschichte der Me- 
teorologie. (96 S. 4°.) Berlin, Vereinigung wis- 
senschaftlicher Verleger. (Abhandlungen d. Preu- 
Bischen Akad. d. Wissenschaften. Jahrg. 1921. 
Physikal.-math. Kl., Nr. 1.) M 20.—. 

KALENDER, Pharmazeutischer. Herausgeg. von 
Ernst Urban. Jahrg. 5r. (Jahrg. 62. d Pharm 
Kalenders f. Norddeutschland.) 1922. In 2 Teilen. 
Teil r. 2. (K1.-80.) Berlin, Springer. Pappbd. u. 
geb. M 45.—, beide Teile eb. М 55.—. 

ї. Pharmazeut. Taschenb. (XX, 106 S., Schreib- 
papier, 223 S.) 
2. Pharmazeut. Jahrb. (X, 300, 196, XX, 180 S.) 

KNOPP, Konrad, Theorie und Anwendung der un- 
endlichen Reihen. Mit ı2 Textfig. (X, 474 S. 
Gr.-8%.) Berlin, Springer. (Die Grundlehren d. 
mathemat. Wissenschaften in Einzeldarstellungen. 
Bd. 2.) M 168.—, Lwbd. M 180.—. 

KOORDERS, Sijfert Hendrik, Exkursionsflora von 
Java, umfassend die Blütenpflanzen. Bd. 4, Atlas, 
АЫ. 2: Familie 20— 21. Herausgeg. von Frau 
A. Koorders-Schumacher. (III 55%, 83—167. 
49.) Jena, G. Fischer. M 20.—. 

LORENZ, Richard, Raumerfüllung und Ionenbe- 
weglichkeit. Mit ı7 Fig. im Text u. r Taf. (VI, 
a8g S. Gr:-80.) Leipzig, Leopold Voß. M 105.—. 

OSTWALD, Wilhelm, Grundlinien der anorganisch. 
Chemie. 5. umgearb. Aufl. Mit 132 Тех. 
(XXIV, 86r S. 80%.) Dresden, Th. Steinkopff. 
Lwbd. M 60.—. | 

RETZIUS, Gustaf, Biolog. Untersuchungen. N.F. 
19. Jena, G. Fischer. 

19. Mit 21 (ı farb.) u. ı Titelb. Nach dem Tode 
Gustaf Retzius’ herausgeg. von Carl M. Fürst. 
(XIII, 100 S. 20.) Hiwbd. M 500.—. 

Von den vorliegenden Untersuchungen, dessen Her- 

ausgeber vor drei Jahren zu Stockholm verstarb, 

sind zu seinen Lebzeiten 18 Bände erschienen. Der 
neue Band bildet den Abschluß und enthält außer 

Retzius’ hinterlassenen wissenschaftlichen Schriften 

ein vollständiges Verzeichnis des Inhalts aller neun- 

zehn Bände der Biologischen Untersuchungen und 
außerdem ein Verzeichnis sämtlicher wissenschaft- 
licher Werke Retzius’, nach ihrem Inhalte geordnet. 

SCHUSTER, August, Mathematische Unterrichts- 
briefe. 2. Teil. Übungsbuch. (IV, 288 S. Gr.-80.) 
Berlin, Vereinigung wissenschaftlicher Verleger. 
Geh. M 40.—, geb. M 50.—. 

STARK, Johannes, Natur der chemischen Valenz- 
kräfte. Mit 4 Fig. (27 S. Gr.-80.) Leipzig, S. 
Hirzel. M 10.—. i 

TAMMANN, G., Aggregatzustände Die Zustands- 
änderungen d. Materie ın Abhängigkeit von Druck 
und Temperatur. Mit 127 Fig im Text. (VIII, 
294 5. Сг.-80.) Leipzig, Leopold Voß. M до.—. 

WIRTZ, Carl, Sternhaufen, Nebelflecke und Welt- 
raum. Mit 12 Tafeln. (48 S. 8°.). Stuttgart, 
Franckhsche Verlh. (Astronomische Schriften d. 
Bundes d. Sternfreunde. Nr. т.) М 9.60. 


* 225 a 


* RECHT UND STAAT«HANDEL UND WIRTSCHAFT 





RECHT UND STAAT 


DEINHARDT, Richard, Volkstümliches Recht. Ein 
Mahnruf zu volkstüml. Rechtswillen u. zu deut- 
scher Rechtsgestaltung. (93 S. K1.-8°%.) Leipzig, 
R. Voigtländer. (Deutscher Staat. 2.)M 12.—. 


DIEHL, Karl, Über Sozialismus, Kommunismus und 
Anarchismus. 25 Vorlesungen. 4. verm. Aufl. 
(VII, 452 S. Gr.-80.) Jena, G. Fischer. M 50.—, 
Hlwbd. M 66.—. 


FRIEDENSVERTRAG von Versailles, Der. Zum 
Gebrauch vor d. Gerichten, insbes. vor den ge- 
mischten Schiedsgerichten, herausgeg. von Her- 
mann Isay. Nebst Nachtrag. (188, 95 S. K1.-80.) 
Mannheim, J. Bensheimer. (Sammlung deutscher 
Gesetze. 80.) M 75.—. 


HANDWOÖRTERBUCH der Kommunalwissenschaf- 
ten. Liefg. 12 (enth. Bogen ır—ı5 d. 4. Bandes). 
Talsperren—Unilagen. 68. ı61—240. 49.) Jena, 
G. Fischer. M 15.—. 


HANDWÖRTERBUCH der Staatswissenschaften. 
д. Aufl. Herausgeg. von L. Elster, Ad. Weber, 
Fr. Wieser. Liefg. 7/8. Hausindustrie — Hypo- 
thekenbuch- u. Grundbuchwesen. (Bd. 5. Bog. 13 
a (S. 193—352. 80.) Jena, G. Fischer. 
M 30.—. 


HEPP, Georg, Leitfaden durch d. bürgerliche Recht 
für Kaufleute. (XVI, 200 S. 80.) Stuttgart, C. 
E. Poeschel. (Sammlung kaufmännischer Unter- 
richtswerke. Bd. 9.) Pappbd. M 56.—. 


HEREUS, Fritz, Die deutschen Handelskammern 
als Glied der Verwaltung. Jhre Geschichte, ihr 
Wesen und ihre Zukunft. (XIV, ı85 S. Gr.-89.) 
Mannheim, J. Bensheimer. M 50.—. 


HOHENSTEIN, Adolf, Reichsschadengesetze. Text- 
ausgabe mit Anmerkungen. Berlin, Vereinigung 
wissenschaftl. Verleger. (Guttentag’sche Samml. 


D.R.G. Bd. 150.) M 50.—. 
LÖWE, Ewald, Die Strafprozeßordnung für das 
Deutsche Reich nebst d. Gerichtsverfassungsge- 


setz und den d. Strafverfahren betr. Bestim- 
mungen d. übrigen Reichsgesetze.. Kommentar. 
15. Aufl. bearb. von Werner Rosenberg. Hälfte 2. 
Berlin, Vereinigung wissenschaftl. Verleger. 

2. 3.—7. Buch ($ 338—506), СУС. und die 
d. Strafverfahren betr. Bestimmungen d. übrigen 
Reichsgesetze, sowie d. Sachreg. (16 S., S. 705 


HANDEL UND 


BÖRSEN-KALENDER, Deutscher, und Effekten- 
Handbuch. 1922. (XVIII, 88 S. 80.) Frank- 
furt a.M., Frankf. Societätsdruckerei. M 12.—. 


FAHR, Otto, Die Einführung von Zeitstudien in 
einen Betrieb für Reihen- und Massenfertigung 


bis 1288. 80.) M 140.—, vollst. M 375— + 
M 330.—. 
Das Werk wird nur vollständig abgegeben. 


PLAUT, Th., Entstehung, Wesen und Be:: - 
des Whitleyismus, des englischen Typs de | 
Fer XII, 24ı S. 80%.) Jena, Gustav F:: 

48.—. 

Ohne Revolution, dem Wunsche der Regier:: 1 

sprechend, hat sich in England der резе! 

lıche Rätegedanke entwickelt und eıne Orgar = 

— de den Kapitalismus den neer: 
anken und Anschauungen anzupassen und : 

— auszubauen beabsichtigt. ist das ` 
er Industrieräte oder. Whitleycouncils, ei | 

Arbeitsgemeinschaft, deren Wesen und Bed 

hier geschildert und gewertet wird. 


SAMMLUNG von Entscheid des Baver” 
Obersten Landesgerichts in Zivilsachen un 


Entscheidung. d. Notoriatsdisziplinarhofs. Вы 
unter Leitung u. Aufsicht d. Staatsminister. 
d. Justiz. Bd. 2r. Heft 1/2. (144, 48 S. 6:- 
München, R. Oldenbourg. M 36.—. 


SCHÖNDORF, Friedrich, Die Gerichtsprau 
Rußland als Rechtsschöpferin. (П, 3 5.4 
Leipzig, Teubner. (Osteuropa-Institut in Bre- 
Vorträge und Aufsätze. Abt. г, Heft 4.) M :i 


SCHRIFTEN der deutschen Gesellschaft für sni 
Recht. Herausgeg. von B. Schmitimann. | 
Stuttgart, Enke. 

d Bergerhoff,K., Wohnungspflege. (1% 
4 


2.—. 
8. Hoffmann, O., Arbeitsdauer und ger 
liche Produktion Deutschlands nach dem MI 
kriege. Wirtschaftspolitische Studie. (XI, то: 
M 57.—. 


SCHULZE-SÖLDE, Walter, Der Einzelne u:: ' 
Staat. (IV, 196 S. 80.) Leipzig, Teubner. M > 
geb. M 50.—. 


STREHL, C., Die Kriegsblindenfürsorge. Ein 1 
schnitt aus der Sozialpolitik. Mit 8 eingedr. 'i 


(IV, 165 S. Gr.-80.) Berlin, Springer. M `: 


WITTIG, Kurt, Geschäftsaufsicht und Klan: 
lassung. $ ıa d. Verordnung d. Bundesrat : 
d. Geschäftsaufsicht ur Abeendung d. Konte? 
vom 14. Dezember 1916. (XII, 75 S. Gr- 
Berlin, Vereinigung wissenschaftlicher Ver 

15.—. 


WIRTSCHAFT 


der Metallindustrie. Beitrag zur Methodik. " 

13 Abb. und Anhang. (1 Be 80°.) Мат 

Oldenbourg. M 38.—, geb. 48.—. | 
Das Buch behandelt die Einführung der #еймо+: 
eines Haupthilfsmittels des Taylorsystems, auf e: 
Spezialgebiet. . 





+ 226 + 


GESCHICHTE / POLITIK / KULTURGESCHICHTE * BIOGRAPHIE / BRIEFE / MEMOIREN ж 





ANDBUCH der Wirtschafts- und Sozialwissen- 
schaften in Einzelbänden. Unter Mitwirkung von 
Gustav Aubin u. a. Hera . von Adolf Gün- 
ther und Gerhard Keßler. Berlin, Vereinigung 
wissenschaftlicher Verleger. i 
Bd. 9.:Günther, Adolf, Sozialpolitik. ı. Teil: 
nen der Sozialpolitik. (IX, 476 S. Gr.-8°.) 
М 100.—. 

iese neue monographische Publikation ist auf etwa 
ı Bände berechnet, die das gesamte Wirtschafts- 
ıd Gesellschaftsieben behandeln werden: Ge- 
hichte der Nationalökonomie, Wirtschaftsgeogra- 
ue, Bevölkerungspolitik, gewerbliche Technologie, 
grarpolitik, Bank. und Börsenwesen, Finanzwissen- 
haft u. a. 


IEMANN, Richard, Die Organisation des Inland- 
und Wel häfts. Ein Ehe und Nachschlage- 
buch für Industrie u. Handel. Mit 89 Abb. und 
Formular-Vorlagen. 4. verb. Aufl. (XII, 264 S. 
8%.) Stuttgart, G. E. Poeschel. (Sammlung kauf- 
— Unterrichtswerke. Bd. 24.) Pappbd. 


URKEN, Erich, Die großen transatlant. Linien- 


;‚ESCHICHTE, POLITIK, 


LANCKENHORN, Max, Die Steinzeit Palästina- 
Syriens und Nordafrikas. Teil 2. (26 S. Gr.-80.) 
Leipzig, J. C. Hinrichs. (Das Land der Bibel. 
Bd. 3, Heft 6.) M 2.50. 


ROCKDORFF-RANTZAU, Ulrich Graf von, Do- 
kumente. Mit einem Vorwort zur 3. Aufl. von 
Hans Delbrück. (XXII, 278 S. Gr.-80.) Berlin, 
Deutsche Verlagsgesellschaft für Politik und Ge- 
schichte. M 45.—. 


USCHAN, Georg, Das deutsche Volk in Sitte und 
Brauch. Herausgeg. unter Mitwirkung von Max 
Bauer, Rose Julien, Robert Mielke, Hans Joachim 
Moser, Oskar Schwindrazheim. (470 S. 4°.) Stutt- 
part, Union. (Die Sitten der Völker. Bd. 4.) 
lwbd. M 225.—. 


'EBHARDTS Handbuch der deutschen Geschichte. 
6. Aufl. In Verbindung mit Q. Hoffmann, Fr. 
Cramer, W. Schultze, W. Levison, F. Großmann, 
G. Ellinger, G. Wolf, L. Schmitz-Kallenberg, W. 
Platzhoff, Th. Bitterauf, A. Tille, G. Schuster 
völlig neu bearbeitet und herausgeg. v. Aloys Mei- 


reederei-Verbände, Pools und Interessengemein- 
schaften bis zum Ausbruch des Weltkrieges. Ihre 
Entstehung, Organisation u. Wirksamkeit. Mit 6 
raph. Abb. und 14 eingedr. Tab. (X, dr 5. 
9 Jena, G. Fischer. M ı30.—, Hiwbd. 
und, Deutschösterreichs Wirt- 


М 155.—. 

SCHILDER, Siegm 
schaftsverhältnisse. (61 S. Gr.-8°.) Leipzig, K. F. 
Koehler. E der Auslandswirtschaft. 
Heft 6.) M 20.—. 


SCHREIBER, Otto, Handelsbrãuche. Studien. (g92 S. 
80.) Mannheim, J. Bensheimer. M 20.—. 


SÖLLHEIM, Fritz, Taylor-System für Deutschland. 
Grenzen seiner Einführung in deutsche Betriebe. 
Mit 5 Textabb. (VII, 278 S. 80.) München, 
Oldenbourg. M 60.—. 


WITTE, I. M., Wissenschaftliche Betriebsführung. 
Geschichtliche u. kritische Würdigung d. Taylor- 
Systems. Berechtigte Übertragung nach Horace 
Bookwalter Drury. Mit ı Textabb. (ҮП, 159 5. 
80.) München, Oldenbourg. M 26.—. 


KULTURGESCHICHTE 


ster. I. Bd. Von der Urzeit bis zur Reformation. 
(XVI, 798 S. Lex.-80.) Stuttgart, Union. Geh. 
M ı140.—, Hlwbd. M 185.—.. 
Der zweite Band des bekannten, võllig neugestalteten 
Werkes soll noch im Laufe des Jahres erscheinen. 


GESCHICHTSKALENDER, Deutscher. Herausgeg. 
von Friedrich Purlitz. A. Jnland. Juni 1921. 
(III S., S. 499—623. 80.) Leipzig, F. Meiner. 
M 45.—. 


RAPP, Adolf, Großdeuisch — kleindeutsch. Stim- 
men aus der Zeit von 1815—1914, ausgew. u. 
eingel. Mit 4 Bildn. (LIV, 315 S. 8°.) München, 
Drei Masken Verlag. Geh. M 52.—, geb. M 65.—. 

SCHREIBER, G., Deutsche Kulturpolitik und der 
Katholizismus. (XIV, 108 S. 80.) Freiburg i. Br., 
Herder & Co. (Schriften zur deutschen Politik. 
Herausgeg. von G. Schreiber. ı. u. 2. Heft.) 
M 33.—, geb. M &%.—. 

WROCHEM, A. von, Die Kolonisation der Rhein- 
lande durch Frankreich. (r14 S. 80.) Berlin, 
H. R. Engelmann. M 36.—. 


BIOGRAPHIE, BRIEFE, MEMOIREN 


'ETTINAS Briefwechsel mit Goethe. Auf Grund 
ihres handschriftlichen Nachlasses nebst zeitge- 
nössischen Dokumenten über ihr persönliches Ver- 
hältnis zu Goethe zum erstenmal herausgegeben 
von Reinhold Steig. Mit 5 Bildern und 2 Fak- 
similes. (456 S. 80.) Leipzig, Insel-Verlag. Hiwbd. 
M 8o.—, Hldrbd. M 140.—. 

Jie allgemeine Anschauung über Bettina von Arnims 
erhältnis zu Goethe gründete sich bisher fast ganz 
uf ihr Buch „Goethes Briefwechsel mit einem 
unde“, Jetzt wird jenem mit dichterischer Frei- 


heit komponierten Werk der echte Briefwechsel 

egenübergestellt, der eine ganz neue Grundlage für 

die Erkenntnis der Psyche Bettinas bietet. Auch 

über Goethe selbst sagen die vielen bisher unbe- 

kannten Briefe seiner осна manches Neue. 

ERINNERUNGEN des Kronprinzen Wilhelm. Aus 
den Aufzeichnungen, Dokumenten, Tagebüchern 
und Gesprächen herausgeg. von Karl Rosner. 
Mit Porträt u. Brieffaksimile. (370 S. 8°.) Stutt- 
art, Cotta. Geh. M 40.—, Hiwbd. M 70.—, 
wbd. M 85.—, Hldrbd. M 180.—. 


* 227 * 


* ALTERTUMSKUNDE /LITERATUR- UNDSPRACHWISSENSCHAF! 





Mit freimütiger Kritik schildert der ehemalige deut- 
sche Kronprinz die Erlebnisse seiner Jugend. Seine 
Betrachtungen über die deutsche Außenpolitik vor 
dem Krieg und über den Krieg selbst, vor allem aber 
die Darstellung der Vorgänge des 9. November 1918 
in Spa und der Reise nach Holland enthalten wert- 
volle Aufschlüsse und bisher unbekannte Dokumente. 


FEHLING, Maria, Bismarcks Geschichtskenntnis. 
(132 S. Gr.-8%.) Stuttgart, J. G. Cotta. Geh. 
M 25.— | 


Das vielfältige historische Wissen Bismarcks — 
es nahe, den Quellen und dem Umfange der Ge- 
schichtskenntnis Bismarcks systematisch nachzugehen 
und methodisch festzustellen, wann, woraus und 
wie er es erworben hat; zugleich galt es, wenigstens 
in großen Zügen, zu zeigen, wie Bismarck seine Ge- 
schichtskenntnis verwertete. 


GWINNER, Wilhelm, Arthur Schopenhauer aus 
persönlichem Umgang dargestellt. Ein Blick auf 
sein Leben, seinen Charakter und seine Lehre. 
Kritisch durchgesehen u. mit Anhang neu hrsgeg. 
von Charlotte von Gwinner. Mit a Bildnissn. 
(збо 5. КІ.-80.) Leipzig, F. A. Brockhaus. Geh. 
M 65.—, Lwbd. M 85.—. 

Die neue Ausgabe erhält ihren besonderen Wert 

durch das im Anhang zum erstenmal veröffent- 

lichte Reisetagebuch vom Jahre 1800. 


HOLITSCHER, Artur, Reise durch das jüdische 
Palästina. Mit 15 Abb. und ı Karte. (150 S. 8°.) 
Berlin, S. Fischer. Geh. ca. M 35.—, geb. 


„—"Politscher, duech seine Reisebücher aus Amerika 


und Rußland als guter Beobachter und anschaulicher 
Schilderer bekannt, bietet ein bewegtes Bild des ver- 
wirrend vielfältigen Palästina. Indem wir mit ıhm 
das alte heilige Land durchwandern, erkennen wir 
die Probleme des modernen Zionismus, sehen den 
Wettstreit der Juden, Araber, Engländer um Pa- 
lästina und erfahren auch manches von den heim- 
lichen Strömungen der französisch - vatikanischen 
Orient-Politik. 

- LASSALLE, Ferdinand, Nachgelassene Briefe und 
Schriften. Herausgeg. von Gustav Mayer. Bd. 3. 
Stuttgart, Deutsche Verl.-Anst.; Berlin, Springer. 


3. Der Briefwechsel zwischen Lassalle uni + 
Marx nebst Briefen von Friedrich w. 
Jenny Marx an Lassallo und von Kar Na 
Gräfin Sophie Hatzfeld. (XII, Aur 5. бт“ 
Hlwbd. M 96.—. 

SCHMIDEL, Justus, Die harte Schule. Ern- 
in Amerika. (417 S. 80.) Berlin, S. F= 
Brosch. M 50.—, Hiwbd. M 80.—. 

Erziehung eines Menschen durch Abenteuer . 

innerun an alle Schönheiten und Schrei 

der Neuen Welt, Schilderungen дег Меп" 
und der Tiere vom Ungeziefer bis zu Bär wi 

fisch, Bilder der New Yorker Chinesenstadt ш: 

Urwalds — alles vorgetragen mit größter Агкч 

lichkeit, überzeugend und fesselnd in der Ме 

von Realistik und Romantik. 

SCHOLZ, Adolf von, Erlebnisse und Gespri 
mit Bismarck. Hrsgeg. v. Wilhelm von >" 
Mit Porträt des Verfassers und zwei Br: 
similes. (160 5. Сг.-80.) Stuttgart, Cotta. ': 
M 30.—, Hiwbd. M 58.—. 

Der ehemalige preußische Staatsminister we: 1 

Jahrzehnte lang einer der nächsten und az 

testen Mitarbeiter Bismarcks. Seine Erinnerz! 

enthalten neben den Mitteilungen ūber den amt 
und vertrauten Verkehr mit Bismarck auch m::| 

Wichtige über den alten und den jungen Kai«: ı 

über deren Verhältnis zu Bismarck. | 


SCHUBART, Frida, Von Wüste, Nil und ® 
Mit Zeichnungen von Alfred Bollacher. (тої 
Gr.-8%.) Berlin, Weidmann. M 20.—. | 

Die Verfasserin ist die Gattin des bekannten Ber: 

Ägyptologen, der mehrere Reisen nach Ägsptx 

Grabungen nach Papyrus-Urkunden gemacht 

Sie schildert die Erlebnisse und Eindrücke auf : 

sen Reisen. | 


THIERSCH, Carl, Sein Leben. Herausgeg. ' 

Justus Thiersch. Mit 4 Bildern. (VII, 185 $.’ 
Leipzig, J. A. Barth. Lwbd. M 120.—. | 
Das Buc erscheint zum 100.’ Geburtstag de ! 
rühmten und beliebten Chirurgen am 20. Apr 
zeigt sein Wissen, seine Art zu arbeiten und + 
Ethos, durch das er vielen seiner Schüler aus | 
Mensch Führer wurde. 





ALTERTUMSKUNDE, 
LITERATUR- UND SPRACHWISSENSCHAF 


BRÜCKNER, A., Geschichte der polnischen Li- 
teratur. 2., völlig veränderte Aufl. (VIII, 328 S. 
Gr.-8°.) Бери, C. F. Amelang. (Die Literaturen 
т їп Einzeldarstellungen, Bd. ı.) Geh. 
M 80.—. 

Im Gegensatz zu der ersten Auflage, in der auch die 

alte lateinische Literatur und alle geisteswissenschaft- 

lichen Werke eingehende Berücksichtigung fanden, 
beschränkt sich die vorliegende Umarbeitung aus- 
schließlich auf die schöne а Dafür erfährt 
sie eine wesentliche Bereicherung: das ausführlichste 

DE des Buches ist dem sogenannten ‚Jungen 

Polen“, dessen Führer jetzt größtenteils verstummt 

sind, als der literarischen Hauptgruppe der letzten 


+ 228 # 


Jahrzehnte gewidmet. Das Buch bat durch 4 
Umgestaltung wesentlich gewonnen, besonders 1 
an Lesbarkeit für den literarisch interessierten Lo? 
ERBE, K., Wörterbuch der deutschen Recht! 
bung. Nebst einer eingehenden Darstellung °' 
neuen Rechtschreibregeln und der Lehre von ` 
Satzzeichen. 5., verb. u. verm. Aufl. (368 `` 
Stuttgart, Union. Hiwbd. M 42.—. 
GERULLIS, Georg, Die altpreußischen Orte’ | 
esammelt und sprachlich behandelt. (V, :? 
Ст.-80.) Berlin, Vereinigung wissenschaft). \” 
leger. Geh. M 75.—. 
GRIMM, Jacob, u. Wilhelm Grimın, Deus" 
Wörterbuch. Fortges. von Hermann Wunders: 





PÄDAGOGIK UND UNTERRICHT * 





.a. Bd. 13. Liefg. ı8. (Schluß des 13. Bandes.) 
Veg—Wegzwitschern. Bearb. von Karl von Bah- 
er unt. Mitw. v. Hermann Sickel. (Sp. 2913 bis 
160, V S. 40.) Leipzig, S. Hirzel. М 19.50; 
а. 13 vollständig: M 240.50, Hldrbd. M 390.—. 


JET, Ergebnisse der Ausgrabungen und Unter- 
uchungen seit dem Jahre 1899. и von 
'heodor Wiegand. Berlin, Vereinigung wissen- 
:haftlicher Verleger. 

а. 3. Heft 2. Krischen, Fritz, Die Befesti- 
— von Herakleia am Latmos. Mit 25 Tafeln, 
o Textabb. und 3 Plänen. M 200.—. 

historisch wie archäologisch, speziell auch kriegs- 
senschaftlich wertvolle Arbeit gewährt ein durch 
treffliche Rekonstruktionen erläutertes, anschau- 
es Bild einer großen Verteidigungsanlage der 
ren hellenistischen Zeit mit allen Einzelheiten der 
rlinen und Wehrgänge, Tore und Batterien, 
uertürme, Wacht- und Signaltürme, Talsperren 
| Außenwerke. Der Darstellung ist ein Rekon- 
ıktionsbild der ganzen Stadt mit Häfen und 
rkt, Theater und Tempelbezirken beigegeben. 


XIKON, Ausführliches, der griechischen und 
ömisch. Mythologie. Im Verein mit Th. Birt u. a. 
ıerausgeg. von W. H. Roscher. Mit zahlreichen 
Abb. Liefg. Bo und 81. Thoth-Tinia. (Bd. 5, 
P 841-986, Titelblatt zu Band 4.) Leipzig, 
eubner. M ah 


ULYS REAL-ENCYCLOPÄDIE der klassischen 
\ltertumswissenschaft. Neue Bearb. Begonnen von 
seorg Wissowa. Unter Mitwirkung zahlreicher 
Fachgenossen herausgeg. von Wilhelm Kroll und 
Kurt Witte. Reihe 2 (Rz), Halbband 3. Sar- 
matia — Selinos. (1264 Sp. Gr.-8°.) Stuttgart, 
J. B. Metzler. M 100.—. 


‘TRI, Friedrich Erdmann, Handbuch der Fremd- 
wörter in der deutschen Schrift- und Umgangs- 
sprache. 40. Ausgabe unter Berücksichtig er 
neuen Rechtschreibung, Erweiterung des Wort- 
schatzes, Namendeuter, Erkl. der Wortkürzungen 
und Aussprachebezeichnung bearb. von Rudolf 
Krauße. (IV, 857 S. Gr.-8%.) Leipzig, Hesse 
& Becker. Hiwbd. M 65.—. 


PICK, Behrendt, Die Münzkunde in der Altertums- 
wissenschaft. (3r S. 80.) Gotha, F. A. Perthes. 
Brosch. M 10.—. 

Einer der besten Kenner der Münzkunde weist hier 

nachdrücklichst auf die Bedeutung seiner Wissen- 

schaft für die Kenntnis von Schrift und Sprache, 

Kunst und Wirtschaft des Altertums hin. 


SCHERER, Wilhelm, Geschichte der deutschen Li- 
teratur. 15. Aufl. (XII, 835 S. Gr.-80.) Berlin, 
Weidmann. Hliwbd. M 90.—. 

Die neuen Auflagen der bekannten Literatur- 

e werden jeweils durch einen Anhang von 
rofessor Edward Schröder ergänzt. 


TEGETHOFF, Ernst, Studien zum Märchentypus 
von Amor und Psyche. (133 S. 49%.) Bonn, K 
Schroeder. (Rheinische Beiträge und Hilfsbücher 
шешшш Philologie u. Volkskunde. Bd. 4.) 

0.—. 


WALZEL, Oskar, Vom Geistesleben alter und neuer 
Zeit. Aufsätze. 2., verm. u. veränd. Aufl. des 
Werkes „Vom Geistesleben des 18. und 19. Jahr- 
hunderts“. (VIII, 560 S. 8°.) Leipzig, Insel-Ver- 
lag. Geh. M 75.—, Hiwbd. M 110.—. 


WEISSBACH, Franz, H., Die Denkmäler und In- 
schriften an der Mündung des Nahr ElI-Kelb. Mit 
16 Abb. im Text u. 14 Taf. (V, 56 S. 20.) Berlin, 
Vereinigung wissenschaftlicher Verleger. (Wissen- 
schaftliche Veröffentlichungen der deutsch-türk. 
Denkmalsschutzkommandos. Heft 6.) Kartoniert 
М 150.—. 


WISSENSCHAFTLICHE REPETITORIEN. (80.) 
Berlin, Vereinigung wissenschaftlicher Verleger. 
8. Ammon, Hermann, Repetitorium der deut- 
schen Sprache. Gotisch, Althochdeutsch, Alt- 
sächsisch. (79 S.) М 18.—. 

9. Derselbe, Repetitorium der deutschen Literatur- 
eschichte. Von d. Anfängen bis Luther. (ı3ı S.) 
1 25.—. 

Die Bände verfolgen vor allem pädagogische Zwecke 

und sind in Frage- und Antwortform gefaßt. Sie 

sind aus der mehrjährigen Tätigkeit des Verfassers 
als akademischer Repetitor hervorgewachsen und 
verwerten Examenserfahrungen. Überall sind die 


bloßen Regeln durch Beispiele belegt. 


PÄDAGOGIK UND UNTERRICHT 


AERWALD, Friedrich, Das Erlebnis des Staates 

ın der deutschen Jugendbewegung. (45 S. Gr.-8°.) 

Berlin, Deutsche Verlagsgesellschaft f. Politik u. 

мсн, (Wege zu geistiger Politik. Heft r.) 
10.—. 

ER ERZÄHLER. Eine Sammlung von Lesestoffen 

für Beamtenschulen. Herausgeg. 

baum. Bd. г. a (80.) Bielefeld und Leipzig, Vel- 

hagen & Klasing. 

1. (HI, 135 S.) M 14.—. 

2. (HI, 85 S.) M 12.—. 

RUBER, H., Drei Jahrzehnte Höhere Mädchen- 

shule. Erfahrungen eines Schulmannes. (VIII, 

92 5. 80.) Berlin, Grote. Geh. M 20.—, geb. 
\wbd. M 35.—. 

ег Verfasser ist Leiter der großen Viktoria-Luisen- 


von Max Reh-, 


Schule in Berlin und gilt als eine der ersten Au- 
toritäten in seinem Fach. Neben der mehr theore- 
tischen Erörterung der Reformfragen bietet er die 
Ergebnisse praktischer Erfahrungen in den Kapiteln: 
„Aus meinen Sprechstunden“ und „Mädchen von 
estern und heute“. 
AMMEL, Willibald, Die Hochschule 
ziehungswissenschaft. Ein Beitra 
Lehrerbildu . (25 S. Gr.-8°.) 
J. Kösel & I". Pustet. M 6.—. 
LINDE, Ernst, Persönlichkeits - Pädagogik. Ein 
Mahnwort wider die Methodengläubigkeit unserer 
Tage. Mit besonderer Berücksichti d. Unter- 
richtsweise Rudolf Hildebrands. E 
Aufl. (XII, 251 S. 80.) Leipzig, Friedrich Brand- 
stetter. Geh. M 27.—, Hiwbd. M 35.—. 


für Er- 
zur u: der 


empten, Verlag 


* 2209 + 


* TECHNIK « SCHÖNE LITERATUR * 


лл — —— — — —— — 


MAHRHOLZ, Werner, Ein politisches Programm. 
d. deutschen Jugend. (32 5 80.) Berlin, Deut- 
а Verlagsgesellschaft f. Politik u. Geschichte. 


Das Werk ist keine der zahlreichen, mehr oder 
minder parteipolitischen Programmschriften, son- 
dern eine ernsthafte Analyse der deutschen J ugend- 
bewegung, geschrieben in der Absicht, zur Klärung 


des verworrenen J ugendproblems beizutragen. 


MAUSBACH, J., Religionsunterricht und Kirche. 
Aus den Beratungen des Weimarer Verfassungs- 


ausschusses. Mit einem Anh über die Grum: 
schule. (IV, 48 S. 80.) Fre i. Br., Her 
der & Co. (Schriften z. deutsch. Politik. Hrsger 


von G. Schreiber. 3. Heft.) M 17.—. | 
SPRANGER, Eduard, Der gegenwärtige Stand d: 
Geisteswissenschaften und die Schule. Rede, geh 
auf der 53. Versammlung deutscher Philologr- 
und Schulmänner in Jena am 27. Ѕері. 1921 
(57 5. 8°.) Leipzig, Teubner. M 12,—. | 
Derselbe, Humanismus und Jugendpsychologie. Vor. 
trag. (42 S. Gr.-8°.) Berlin, Weidmann. M 6.— 





TECHNIK 


ALBINMÜLLER (d. i. Albin Müller), Holzhäuser. 
Mit Abb. (74 S. 40.) Stuttgart, J. Hoffmann. 
M 70.—. 

BAUER, Oswald, u. Eugen Deiß, Probenahme 
und Analyse von Eisen u. Stahl. Hand- u. Hilfs- 
buch für Eisenhütten-Laboratorien. 2., verm. u. 
verb. Aufl. Mit ı76 Abb. u. ı4o Tab. im Text. 
304 S. 4°.) Berlin, Springer. Hiwbd. 
М 118.—. 


BEHAGHEL, o Die Eisen- und Manganerze 
Osteuropas. Mit 37 Abb. und eingedr. Karten 
und zahlreichen Tab. (X, 361 S. Bo.) Leipzig, 


Teubner. (Osteuropa-Institut in Breslau. Quellen 
und Studien. Abt. 3, Heft 5.) Geh. M 200.—, 
Hlwbd. M 220.—. 


FORSCHUNGSARBEITEN auf dem Gebiete des 
Ingenieurwesens. (40.) Berlin, Springer. 
244. Fischer, Walther, Der Einfluß d. Kühl- 
wassermantels an Kompressions - Kältemaschinen. 
Mit Abb. (78 S.) M 36.—. 
247. Müller, Wily, Schlagbiegefestigkeit u. 
Schlaghärte legierter Konstruktionsstähle. Mit Ab- 
bild. u. 4 Taf (38 S.) M 48.—. 
251. Sanzin, Rudolf, Versuchsergebnisse mit 
Dampflokomotiven. Mit Abb. (37 S.) M 28.—. 


FRICK, Otto, u. Karl Knöll, Die Konstruktion 
von Hochbauten. Ein Handbuch £. d. Baufach- 
mann. 23 Teile ın ı Bande. Mit 526 Fig. im Text. 
(VIII, 160, VI, 203 S. Gr.-8°.) Leipzig, Teubner. 
Hliwbd. M 38.—. 

HOFFMANN, O., Vereinfachte Schornsteinberech- 

` nung. (36 S. 8°.) Leipzig, O. Spamer. (Mono- 
graphien z. Feuerungstechnik. Heft 3.) M 12.—. 

JAHRBUCH der Wissenschaftlichen Gesellschaft £. 
Luftfahrt. 1921. Mit Abb. und 7 Taf. (110 S. 
40.) München, R. Oldenbourg. (Berichte u. Ab- 
handlungen der Wissenschaftlichen Gesellschaft 
für Luftfahrt. Heft 6.) M 70.—. 


KRAUSE, Hugo, Metallfärbung. Die wichtigste; 
Verfahren zur Oberflächenfärbung von Meta! 
gegenständen. (IV, 205 S. Gr.-8°.) Berlin, Sprir- 
ger. Hlwbd. M 56.—. | 

Die knapp gehaltene Darstellung des für die Mr 

schinen- und Metallindustrie gleich wichtigen G» 

bietes enthält zahlreiche in der Praxis bewähn- 

Rezepte. | 


LITINSKY, L., Messung großer Gasmengen. An 
leitung zur praktischen Ermittlu Mer. 
en von Gas- und Luftströmen in technischen 
etrieben. Mit 138° Abb., 37 Rechenbeispielen, 

8 Tab. im Text und auf ı Taf., sowie ı3 Schau 
bildern u. Rechentaf. im Anh. (XV, 274 S. 4° 
Leipzig, Otto Spamer. (Chemische Technologie in 
Einzeldarstellungen. A chem. Technologie | 
Geh. M 175.—, Hiwbd. M 195.—. | 


NÄBAUER, M., Vermessungskunde. Mit 344 Teıt 
abb. (X, 338 S. 4°.) Berlin, Springer. (Hand 
bibliothek für Bauingenieure. Teil ı, Bd. 4. 


Hiwbd. M 87.—. 
SCHEWIOR, Georg, Hilfstafeln zur Bearbeitung +. 


Meliorationsentwürfen u. anderen wasserbautech- 

nischen Aufgaben. Aufgestellt und herausges 

2. verb. Aufl. 13 graph. eingedr. farb. Taf. uns 

ı Zahlentab. eingedr. farb. Taf. mit 23 erl. Bei 

spielen. (33 S. 32,5 X 41,5 cm.) Berlin, P. Parey. 
lwbd. M 100.—. 


SCHWARTZE, Th., Licht und Kraft. Grundlage: 
und Anwendungen der Elektrizität. Ein Lehr- un! 
Handbuch zum Selbstunterricht für Fachstudie: 
und zur Aufklärung für jedermann. Neu be- 
arbeitet v. Eduara Walter. (XIII, 539 S. Lex.-8°.' 
Stuttgart, Union. Hiwbd. M 86.—. 


VOLK, Carl, Das Maschinenzeichnen des Konstruk- 
teurs. Mit 214 Abb. (IV, 73, S. Gr.-8°.) Berlin, 
Springer. M 15.—. | 


SCHÖNE LITERATUR 


ARS AMANDI. Liebeslieder großer Männer und 
Frauen. Ausgewählt und herausgeg. von Hans 
von Schimmelpfeng. (455 S. Gr.-80.) Leipzig, 
Hesse & Becker. Hiwbd. M go.—, Lwbd. M 110.—, 
Hldrbd. M 180.—. 

Eine Auswahl der besten Schöpfungen alter und 

neuer Zeit, Volks- und Kunstpoesie, auch Über- 


setzungen der Liebeslyrik von Burns, Moore, Hugo. 
Musset u. a. 


BERGER, Ludwig, Marie und Martha. Ein Spiel 
von Zufall und Bestimmung. (87 S. 8°.) München. 
Kurt Wolff. Geh. M 18.—, geb. M 30.—. 


BEYERLEIN, Franz Adam, Sechs fröhliche Le 


e 230 + 


SCHÖNE LITERATUR * 


mmm аааз 








nden. Mit Zeichnungen von Alfred Seckelmann. 
41 5. КІ.-80:) Leipzig, J. J. Weber. M 65.—. 
DING, Rudolf G., Unsterblichkeit. Novelle. 
\6 S. 80.) Frankfurt a.M., Literarische Anstalt 
ütten & Loening. Pappbd. M 18.—. 


ҮҮ, Henriette, Wenn es in der Seele dunkelt. 
in Buch für die Mühseligen und Beladenen. 
ПП, 226 S. 120.) Freiburg i. Br., Herder & Co. 
. 31.—, geb. М 42.—. 

ihlungen und Skizzen christlich - erbaulichen 
rakters. 

IKERSDORF, Hans W., Das Fest des Teut. 
iel in einem Aufzug nach Robert Hamerling. 
38 S. 80.) Gotha, F. A. Perthes, Kart. M 12.—. 
NST, Otto, Die hohe Menagerie. Eine politische 
omödie. (72 S. 80.) Leipzig, L. Staackmann. 
art. M 10.—. 

\NCK, Hans, Das dritte Reich. Ein Glaubens- 
:»kenntnis. Roman. (187 S. KL-80.) Heilbronn, 
d. Seifert. Pappbd. M 34.—. 

JRGI, Walter, Meilensteine. Gedichte. (93 S. 
9.) Berlin, A. Juncker, Pappbd. M 30.—. 


IZKEY, Franz Karl, Befreite Stunde. Neue Ge- 
ichte. Mit einem Bildnis des Verfassers. (176 S. 
20.) Leipzig, L. Staackmann. Pappbd. M і —. 


EINZ, Rudolf, Der heilige Bürokrazius. Eine 
eitere Legende. (199 S. 80.) Leipzig, L. Staack- 
апа. Hiwbd. M 50.—. 
DSSVATER. — Als der Großvater die Groß- 
wtter nahm. Ein Liederbuch für altmodische 
‚ute. Herausgeg. von Gustav Wustmann. 5. ver- 
nderte Aufl. bearb. von Anton Kippenbe und 
'riedrich Michael. (621 S. 80.) Leipzig, Insel- 
'erlag. Pappbd. M 80.—, Hldrbd. M 175.—. 
Sammlung enthält volkstümliche Lieder, Er- 
lungen und Opernarien aus der Zeit von etwa 
о—185о. Die neue Auflage bringt etwa 4o neue 
lichte; ältere, wenig charakteristische Stücke 
den ausgeschieden. 


DINA, Emil, Die graue Stadt — die lichten 
"rauen, Ein Theodor Storm-Roman. (324 S. 8°.) 
‚eipzig, L. Staackmann. Hiwbd. M 65.—. 


‚RLAN, Walter, Ег schnarcht. Ein seligen 
Schabernack. (66 S. 16°.) Stuttgart, Deutsche 
Verlags-Anstalt. Kart. M 20.—. 


ОЕР, Wilhelm von, Die schönsten Erzähl п. 
en und eingel. von Walter von Molo. Mit 
Titelbild. (254 S. 80.) München, A. Langen. 
Pappbd. M 25.—. 


RGENS, Anna Marie, Pagenlieder. (118 S. 160.) 
Braunschweig, G. Westermann. Pappbd. M 20.—. 


\ISER, Georg, Drei Einakter. Claudius. Friedrich 
und Anna. Juana. 2. Ausgabe. (108 S. 80.) Pots- 
dam, G. Kiepenheuer. M 16.—. 

rselbe, Kanzlist Krehler. Tragikomödie. (100 5. 
Gr.-80.) Ebenda. M 25.—. 


IMOTHE, A. de, Der König der Nacht. Roman 
aus dem irischen Freiheitskampf. Übersetzt von 
Jos. Böhm. (536 S. 8%.) Kempten, Kösel & Pustet. 
Pappbd. M ho.—. 


Derselbe, Die Tochter des Karlisten. Lebensbilder 
aus Spanien. Übersetzt von M. van Becelaer-We- 
lebil. (448 S. 80.) Ebenda. M 36.—. 

Derselbe, Unter der. Knute. Roman aus Sibirien. 
Übersetzt von Josef Böhm. (286 S. 80.) Ebenda. 
Pappbd. M 28.—. 

MAYER, Theodor Heinrich, Prokop der Schneider. 
Roman. (319 S. 80.) Leipzig, L. Staackmann. 
Geh. M 40.—, Hiwbd. M 60.—. ' 

SCHAEFFER, Albrecht, Parzival. Ein Versroman 
in drei Kreisen. (634 S. 80.) Leipzig, Insel-Ver- 
lag. Geh. M 80.—, Hiwbd. M 120.—, Hldrbd. 
М ı180.—. 

SCHIROKAUER, Alfred, Die kleinen Fürsten. Di- 
lomalie und Liebe am Balkan. Roman. (240 S. 
о Dr. Eysler & Co. M 20.—, Pappbd. 

о.—. 

SCHÖNHERR, Karl, Maitanz, 3 Szenen. Bühnen- 
dichtung. (71 S. 8°.) Leipzig, L. Staackmann. 
Hlwbd. M 35.—. 

Derselbe, Vivat academia. Komödie in 5 Akten. 
(120 S. 80.) Ebenda. Pappbd. M 35.—. 

SPITZER, Karl Philipp, Erde? Ein Buch vielfältiger 
Liebe. Gedichte. (65 S. 80.) Berlin, A. Juncker 
Verlag. Pappbd. M 24.—., 

STOESSL, Otto, Irrwege. 
(307 S. 80.) München, Georg Müller. 
М 30.—, geb. M До.—. 

TÛRK, Georg, Die unsichtbaren Hände. Roman. 
(307 S. 80.) Stuttgart, J. F. Steinkopf. Hlwbd. 
М бо.—. 

URBAT, Georg, Jrrendes Blut. Roman aus dem 
Leben an d. unteren Wolga. (224 S. 8°.) Leipzig, 
Ұ. УоБасһ & Со. Німа. М 32.—. 

WASSERMANN, Jakob, Der Wendkreis. 2. Folge: 
Oberlins drei Stufen. 2 Erzählungen. (306 S. 80.) 
Berlin, S. Fischer. Hiwbd. M 60.—, Hidrbd. 
М 100.—. 

WIECHERT, Ernst, Der Wald. Roman. (V, 263 S. 
80.) Berlin, G. Grote. Geh. M 32.—, geb. Hiwbd. 
М 5о.—. 


BLOK, Aleksandr, Stichotvorenija. Kniga 2. Ge- 

dichte. Berlin, Slowo-Verlagsgesellschaft [ÜUll- 
stein.] M 35.—. 
з. (1904— 1908.) Vstuplenie. Puzyri zemli. Noc- 
naja fialka. Raznyja stichotverenija. Gorod. Snez- 
naja maska. Faina. Vol'nyja mysli. (346 S., 4 S. 
Faks.) (Einleitung. Erdblasen. Nachtviole. Ver- 
mischte Gedichte. Die Stadt. Die Schneemaske. 
Faina. Freie Gedanken.) 

CECHOV, Anton Pavlovic, Visnevyj sad. Komedija 
v 4 dejstvijach. (Der. Kirschgarten.) (74 5. 
K1.-80.) Berlin, Slowo-Verlagsgesellschaft TU. 
stein]. M 5.—. 

HAMSUN, Knut, Gedämpftes Saitenspiel. Roman. 
Übertragen aus d. Norweg. von Josef Sandmeier. 
(268 5. 80.) München, Kurt Wolff. Geheftet 
M 30.—, geb. M 48.—. 


Ein Novellenbuch. 
Geh. 





SOPHOKLES, Antigone. Übertragen von Walther 


Amelung. Mit 2 Bildtaf. „Sophokles“ u. „Aphro- 
dite und Eros“. (XV, 64 S. 8°.) Jena, E. Die- 
derichs. M 15.—. 


* аздт + 


ILLUSTRIERTE BÜCHER / LIEBHABERDRUCKE / ORIGINALGRAPHIK * KUNST 





BAUMGARDT, Rudolf, Sıkor. Ekstatische Novellen. 
Mit 7 Holzschnitten von R. E. Andernach. (1 EN S. 
4%.) München, Georg Müller. 650 num. Expl. 
Hlwbd. M 300.—. 

BARTSCH, Rudolf Hans, Mozarts Faschi ет: 
Mit farbigen Bildern und Vignetten von os 
Leipzig, L. Staackmann. Geb. M 300.—, Lieb- 
haberausg. M 1500.—, num. Ausg. M 2000.—. 

BUCH der Inselpresse. Bd. 2. Leipzig, Insel-Verlag. 
Schröder, Rudolf Alexander, Audax omnia 
perpeti. Gedichte. (41r S. 80.) Hpergtbd. M 200.—. 

BUCH der Rupprechtpresse. 15. München, Walther 
C. F. Hirth. 

Huch, Friedrich, Karl Wilhelm Ferdinand. Ein 
Roman. Nachgelassenes Bruchstück. (115 S. 4°.) 
Pappbd. M 750.—. 

GROSSMANN, Das Dorf. Zehn Lithographien. 
Berlin, Rowohlt. Nr. ı—ı0 auf Japanbütten in 
Halbpergamentmappe M ı400.—, Nr. 11—100 
іп Німа. М боо. —. 

Die Lithographien sind bis auf zwei Blätter hand- 

koloriert. Nr. 1— 10 enthalten außerdem eine farbige 

Originalzeichnung des Künstlers. 

MUSAIOS des Schriftgelehrten Weise von Hero 
und Leander. Deutsch von Fritz Norden. Mit 
7 Steinzeichnungen von Erich Stephany. (60 S. 
Gr.-8%.) München, G. Müller. Nr. ı—5o mit 
Signum des Künstlers. In Saffianleder gebunden 
M ı1050.—, Nr. 51—430. Hìdrbd. M 255.—. 

OBELISK-DRUCKE. (80.) München, Drei Masken 

Verlag. 
1. Gotthelf, Jeremias, Elsi, die seltsame Magd. 
Mit Original-Rad. von Max Unold. (53 S.) Auf 
handgesch. Bütten, Druckvermerk vom Künstler 
signiert, Hldrbd. Subskr.-Pr. M 380.—, Luxus- 
druck auf Zandersbütten, alle Bilder vom Künstler 
signiert, Ldrbd. Subskr.-Pr. M 1350.—, Pergtbd. 
Subskr.-Pr. M 1050.—. 


ILLUSTRIERTE BÜCHER, ` 
LIEBHABERDRUCKE, 





ORIGINALGRAPHI 


3. Stifter, Adalbert, Abdias. Erzählung. (% 
Rad. von Richard Seewald. (154 S.) Auf = 
schem Bütten, Druckvermerk vom Künstler := 
Hidrbd. Subskr.-Pr. M 480.—, Luxwdmü _ 
Zandersbütten, alle Bilder vom Künstler «z 
Ldrbd. Subskr.-Pr. M 1450.—, Pergtbd. Su: 
Pr. M 1150.—. 
4. Wassermann, Jakob, Die Geschich: - 
Grafen Erdmann Promnitz. Rad. v. Robert G2 
(47 S.) Auf handgeschöpftem Bütten, Drua: 
merk vom Künstler signiert, Hldrbd. Suksi: - 
M 380.—, Luxusdruck auf Zandersbüttr:. | 
Bilder vom Künstler signiert, Ldrbd. Subskı -ı 
М 1350.—, Pergtbd. Subskr.-Pr. М 1055 — 
STUNDENBÜCHER. (8°%.) München, Kur W.: 
Ldrbd. je M 450.—. 
5. Eichendorff, Joseph von, Lieder. °: 
6. Mörike, Eduard, Gedichte. (69 S.! 
7. Claudius, Matthias, Gedichte des W: 
becker Boten. (89 S.) 


BALZAC, Honoré de, El verdugo. Aus d. F- 
neu übertr. von Karl Federn. Die 6 Illustr 7 
Klaus Richter, der Titel wurde von Johx- 
Tzschichhold gestochen. (58 S. 80.) Berl. : 

horion Verlag. Pappbd. M 400.—, Hin 
M 500.—, Ldrbd. M 1000... . 

FRANCE, Anatole, Der dürre Kater. Mit z. T `- 
Orig.-Lithogr. von Rudolf Großmann. Uber 
von Irene von Guttry, (135 S. Gr.-80.) Mūr- 
Kurt Wolff. (Die graphischen Bücher.) Pap# 
M 60.—. | 

OHANIAN, Armen, Die Tänzerin von Shami: 
Mit einem Vorwort von Anatole France. Ut 
setzt von Ernst Richard Eckert. Die Abb. ai 
den entnommen den ‚Meisterwerken muhans 
danischer Kunst“. (310 S. 8°.) Berlin, A. Juni! 
Hlwbd. M 120.—. | 





KUNST 


BERCKEN, Erich von der, und August L. Mayer, 
Jacobo Tintoretto. Mit 165 Abb. u. Lichtdruck- 
tafeln. (320 S. Gr.-Lex.-80.) München, R. Piper 
& Co. Hiwbd. ca. M 700.—. 

Das Werk behandelt eingehend die wesentlichen 

Elemente: Komposition, Linienführung, Bewegungs- 

darstellung, Umriß, Raumbildung und Darstellung 

der menschlichen Gestalt bei Tintoretto, des weiteren 
den seelischen Gehalt, stofflichen Umkreis, Welt- 
gefühl und religiöse Empfindung, die seine Werke 
offenbaren. Ein besonderes Kapitel ist der litera- 
rischen Überlieferung gewidmet, den alten Quellen- 
schriften und den wertvollsten Urteilen über seine 

Kunst von Aretin über Goethe bis zu Taine. 

DAY, Lewis F., Alte und neue Alphabete. 3. Aufl., 
neu bearb. von Hermann Delitsch. (31, 127 S. 
80.) Leipzig, K. W. Hiersemann. Hliwbd. M 60.—. 

Der Textteil des bekannten Schriftbuches wurde von 


+ 232 є 


dem Leipziger Akademie-Profesor Delitsch :' 
ganz neu geschrieben una der Bildteil nach rt 
gemäßen Anschauungen gesichtet, ergänzt uni ` 
geordnet. Besonders wertvoll wird die neue !: 


gabe durch die knappe, leicht faßliche Darsıe!'| 
der historischen Entwicklung der Schrift. | 


FRORIEP, August von, Anatomie für Kin: | 
6. Aufl. Mit 3g teils farbigen Tafeln. VIH 
134 S. 80.) Leipzig, J. A. Barth. Geb. M 1%: 


GAUDY, Adolf, Die kirchlichen Baudenkmälrr · 
Schweiz. Graubünden. Mit Abb. (398 S. : 
Berlin, E. Wasmuth. Lwbd. M 300.—. 


GURLITT, Cornelius, Das französische Sitter* 
des achtzehnten Jahrhunderts im Kupferstich. ¥ 
100 Taf. in Kupferdr. Rad. d. Titelblatte : 
Einbandentwurf von André Lambert. (IH, 6: ` 
49.) Berlin, J. Bard. Lwbd. M 1000.—. 





ODE / SPIEL /SPORT »«MUSIKLITERATUR«NEUE MUSIKALIEN ж 


MODE, SPIEL, SPORT 


IRLE, Fr., Böhm. Schachminiaturen. 100 aus- 
wählte Aufgaben böhmischer Problemkompo- 
sten. (VIII, 100 S. 80.) Berlin, Vereinigung 
issenschaftlicher Verleger. M a4.—. 

RER, Emanuel, Mein Wettkampf mit Capa- 
lanca. Mit 6 Diagrammen. (V, 38 S. 80.) Berlin, 
ereinigung wissensch. Verleger. Geh. M 18.—. 
e Schilderung des seiner Zeit mit größtem In- 
se verfolgten Schachwettkampfes Lasker-Capa- 
ка шп die Weltmeisterschaft im März und April 


1921 in Habana. Einer ausführlichen Vorgeschichte 
folgt, durch eine Anzahl von Diagrammen unter- 
stützt, die genaue Beschreibung und Kritik der ein- 
zelnen Partien. 

ULLSTEIN-ALBUM für Damenmoden. Frühjahr- 
Sommer 1922. (44 S. mit z. T. farb. Abb. 40.) 
Berlin, Ullstein. M 10.—. 

ULLSTEIN-ALBUM für Jugend- und Kinderklei- 
dung. Frühjahr-Sommer 1922. (32 S. mit z. T. 
farb. Abb. 40.) Berlin, Ullstein. M 8.—. 


MUSIKLITERATUR 


SIKALISCHE STUNDENBÜCHER. (80.) Мап- 


hen, Drei Masken Verlag. Pappbd. je M ı16.—. 
schumann, Robert, Frauenliebe und -leben. 
fit einem Vorwort von Walter Courvoisier. (XV, 
'4 S., 1 Titelb.) | 

Veber. Carl Maria von, Lieder zur Gitarre. 
\usgewählt, eingeleitet und herausgeg. von Lud- 
vig Karl Mayer. (XIX, 44 S., ı Titelbild.) 
„ISSMANN, Adolf, Die Musik in der Weltkrise. 


Mit g Bildern u. a1 Notenfaksimiles. (261 S. 80.) , 
Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt. Gebunden 
M 65.—. 
Das Werk gibt keine chronologisch komponierte Ge- 
schichte der neuesten Musik, sondern eine, bei aller 
wissenschaftlichen Fundierung subjektive Ausein- 
andersetzung mit den Erscheinungen der modernen 
Musik. Das Buch ist — so gehalten, daß 


es auch der Nichtmusiker mit Gewinn lesen kann. 


NEUE MUSIKALIEN 


USIK F. STREICHINSTRUMENT 
IES, J. C., Op. 8. Sonata for Violin and Piano. 
135, тг 5. Сг.-Д0.) Offenburg, Johann Andre. 
M 4.50 + Т. 

‚CH, Joh. Seb., Sonaten und Partiten für Violine 
ilein. Mit unterlegter Originalstimme. Bearbeitet 
von Henri Marteau. (68 S. Gr.-40.) Leipzig, 
Steingräber. M 30.—. 

BELL, Ludwig, Op. 18. Sonatine in drei Sätzen 
für Violine und Pianoforte. (19, 4 S. Gr.-40.) 
Uffenbach, Johann André. M 4.20 +- T. 


HNEIDER, Hugo, Erholungsstunden für junge 
Violinisten. Sammlung von 75 beliebten Melo- 
dien in leichter Spielart und fortschreitender Ord- 
nung. Berlin, Bote & Bock. M 8.—, Klavier- 
begleitung hierzu M 15.—. 

HUYER, Ary, Compositions pour Violon ou Vio- 
loncello avec accompagnement d'Orchestre ou de 
Piano. Offenbach, J. André. 

No. 2. Elégie. Violoncello et Piano oder Violon 
ct Piano. (3 S. Gr.-40.) Je M 1.50 + T. 

OHR, Richard, op. 50. Konzert-Fantasie für Vio- 
line mit Orchesterbegleitung. Klavierauszug und 
Solostimme. (25 S. 27 X 34 cm.) Leipzig, C. 
F. W. Siegel. M 28.—. 


KLAVIERMUSIK 
IOPIN, Nocturnes. Neue Ausgabe von W. Jacobs. 
(96 S. K1.-40.) Köln, Tonger. M 20.—. 
selbe, Walzer. Neue Ausgabe von W. Jacobs. 
(79 S. KL-40.) Ebenda. M 20.—. 
LCHER, Paul, Musik-Mappe. Klassische und mo- 


derne Klavierstücke zu zwei und vier Händen und 


Etüden. Bd. ı—3. (55, 49, 57 S. Gr.-40.) Offen- 
bach a. M., Andre. 

Derselbe, Sechs melodische Etüden für Klavier zu 
zwei Händen. op. 158. (15 S. Gr.-40.) Ebenda. 
M 1.80 + Т. 


VOKALMUSIK 

HINZE-REINHOLD, Im Frühling zu singen (Wenn 
im grünen Hag...). Für vierstimmigen Frauen- 
chor, zwei Solostimmen und Klavierbegleitung. 
Partitur. (12 S. Gr.-40.) Leipzig, Steingräber. 
M 9.—. Dazu Chorstimmen: Sopran und Alt, je 
M 1.50. 

SACHSE, Hans, Fünfzehn Lieder für eine Sing- 
stimme mit Klavierbegleitung. (27 X 34 cm.) 
Leipzig, C. F. W. Siegel. 

1. Ach unsere leuchtenden dage (L. Jacobowsky). 


7: 

. Reigen (E. v. Bodmann). M 8.40. 

. Sehnsucht (Ric. Huch). M 7.—. 

. Meiner Mutter (B. v. Münchhausen). M 8.40. 

. Liebeslied (Ric. Huch). M 7.—. 

Du! (R. Schaukal). M 8.40. 

. Tanzlied (O. J. Bierbaum). M 7.—. 

. Huldigung (H. Hesse). M 7.—. 

. Über die Felder (H. Hesse). M 7.— 
10. Wo hast du all die Schönheit 
Huch). M 8.40. 

11. Lebensweg (B. v. Münchshausen). M 7.—. 
ı2. Fußreise (E. Möricke). M 8.4o. 

13. Musik bewegt mich (Ric. Huch). M 7.—. 
ı4. Säerspruch (C. F. Meyer). M 7.—. 

15. Frühlingsgruß (G. Mensing). M 7.—. 

SALZMANN, Theodor, Lieder von der Bodenlaube. 
(7 5. Gr.-40.) Offenbach, J. André. M 1.50 4+ T. 


o xu Torun z? 


her (Ric. 


è Preise sind die von den Verlegern für Deutschland festgesetzten Verkaufspreise, vorbehaltlich etwaiger 
dungen, die dureh Schwankungen in den Herstellungskosten verursacht werden. * Die Lieferung 
as Ausland erfolgt auf Grund der vom Börsenverein der deutschen Buchhändler erlassenen Bestimmungen, 
mach für Länder mit höherer Valuta ein Aufschlag hinzuzurechnen ist. Einige Verleger haben besondere 
Auslands Preise angesetzt. Die Bücher können durch jede Buchhandlung bezogen werden. 


rantwortlich für die Redaktion: DR.KARL BLANCK und DR. FRIEDRICH MICHAEL œ LEIPZIG 


+ 233 + 


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VERLAG VON JOHANN AMBROSIUS BARTH zu 


IN LEIPZIG 


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Münsterberg, Hugo, Psychologie und Wirtschaftsleben. Ein Beitrag zur angewandten 
Experimentalpsychologie. 5. Auflage. VIII, 192 Seiten. 1922. M 24.—, реб. М 36.— 


Lipmann, Otto, Handbuch psychologischer Hilfsmittel der psychiatrischen Diagnostik. ' 
Aus der Sammlung des Instituts für angewandte Psychologie und aus der Literatur 
unter Mitwirkung von Erich Stern, mit einer Einleitung von Max Isserlin, und 
einem Beitrag von Kurt Berliner herausgegeben. X, 297 Seiten mit 130 Abbildungen ` 
im Text und 5 Tafeln. 1922. М 80.—, geb. M 100.— 


Kraepelin, Emil, Einführung in die psychiatrische Klinik. 4. völlig umgearbeitete 
Auflage. 1921. 3 
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Band II: Krankenvorstellungen. L Reihe. VIII, 306 Seiten. Geb. M 88.— 
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umgearbeitete Auflage. In 4 Bänden. 1913—1922. Geb. M 660.— 
1.Band: Allgemeine Psychiatrie. Neudruck 1920. Geb. M 165.— 
2.Band: Klinische Psychiatrie. I Neudruck 1922. Geb. M ı65.— 
3.Band: Klinische Psychiatrie. II. 1913. Geb. M 165.— 
4. Band: Klinische Psychiatrie. II. ıgı5. Geb. M ı165.— 


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Braun, Heinrich, Die örtliche Betäubung, Ihre wissenschafllichen Grundlagen und 
praktische Anwendung. 6, ergänzte Auflage. XVI, 508 Seiten mit 213 teils ſarbigen 
Abbildungen. 1921. Geb. M 200.— 


Schmieden, Victor, Der chirurgische Operationskursus. 7. und 8. umgearbeitete Auf- 
lage. XVI, 436 Seiten mit 486 Abbildungen im Text und einem Vorwort von Prof. 
Dr. A. Bier. 1920. Geb. M 180,— 


Lexer, E., Wiederherstellungschirurgie. IV, 362 Seiten mit 798 Abbildungen 1920. 
M 100.—, geb. M 130.— 


Dessau, Bernhard, Lehrbuch der Physik. Vom Verfasser aus dem Italienischen über- 
tragen. 2 Bände. Band 1: Mechanik, Akustik, Wärmelehre. VIII, 667 Seiten mit 490 Ab- 
bildungen, 1922, M 160.—, geb. M 190.— 


Jaeger, Wilhelm, Elektrische Messtechnik. Theorie und Praxis der elektrischen und 
magnetisch@n Messungen, 2. vermehrte Auflage. XXI, 528 Seiten mit 581 Abbildungen 


im Text. 1922. $ 
Fluchttafel für elektrische Schwingungskreise mit Erklärung aus Jaeger, Elektrische 
Meßtechnik, 2. Auflage besonders. Mit Verpackung. М 6.— 


Erdmann-Königs Grundriss der allgemeinen Warenkunde unter Berücksichtigung 
der Technologie und Mikroskopie. ı6. vollständig durchgesehene Auflage von Ing. 
Ernst Remenovsky. 2 Bände. 1196 Seiten mit 630 Abbildungen und ı5 Tafeln. 1921. 

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Schlickums Ausbildung des jungen Pharmazeuten und seine Vorbereitung zur 
pharmazeutischen Vorprüfaung. ı3. vollständig wmgearbeitete und bedeutend ver- 
mehrte Auflage des „Apothekerlehrlings“. Bearbeitet von einer Reihe bedeutender 
Fachgelehrten unter Redaktion von W. Böttger. XII, 959 Seiten mit 601 Abbildunger 
und 3 farbigen Tafeln. 1921. M 280.—, geb. M 330.— 


Hagers Pharmazeutisch-technisches Manuale. Enzyklopädische Vorschriftensammlung 
für Apotheker, Chemiker, Drogisten und verwandte Berufszweige. 8. neubearbeitete 
und vermehrte Auflage. Unter Mitwirkung vonK. Bournot, Th. Windelu. E.Windel, 
herausgegeben v. Adolf Schwarz. 2 Bde. VIII, 1468 S. 1921. M 400.—, geb. M 600.— 


Für das Ausland kommt zu den Preisen noch ein Valuta- Aufschlag hinzu 


200000000000000000000000000000000000000000000000000000 


+ 230 + 





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DEUTSCH 
„BUCH 


ar" * Monatsschrift 





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IL JAHRG. 1922 6. HEFT 
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AUSLANDSBUCHHANDEL.E V-LEIPZIG/KREUZSTR. 3b | 
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DEUTSCHE WIRTSCHAFT 
VON SIEGFRIED MOLTKE 


JI deutsche Literatur der Zeit seit der Revolution Ende 1018 zeigt wohl auf keingn 
Gebiete eine solche Fülle, ja Überfülle von Neuerscheinungen wie auf dem — aller- 
gs sehr verzweigten — der verschiedenen Wirtschaftsfragen rechtlicher, politischer und 
inisch-praktischer Art. Vieles davon gehört schon der Vergangenheit, um nicht zu sagen 
Vergessenheit, an; der Vergessenheit nicht etwa, weil alles dieses wertlos gewesen: oder 
'orden wäre, sondern weil die Zeit es in drei kurzen Jahren schon überholt hat. Die Zeit- 
ignisse haben es in den Hintergrund gedrückt, zum Teil — so einleuchtend die darin 
gelegten Gedanken auch beim Erscheinen dieser Bücher waren — ernstlich Lügen ge- 
ft. Wohl am meisten bewegt und aufgeregt hatten anfänglich die Gemüter (wie 1915/16 
Problem, das man nach Fr. Naumanns Buch als „Mitteleuropa“ bezeichnete) die Fragen 
Übergangswirtschaft und der Sozialisierung. Bücher wie die G. Stresemanns, Georg 
nhards, Alfred Schmidts, Rob. Mayers, Arthur Feilers und vieler anderer, die fast alle 
‚kurzen Titel „Übergangswirtschaft‘‘ tragen, enthalten eine Fülle wertvoller Gedanken und 
gungen des Für und Wider; viele solcher literarischer Erscheinungen wirken um so 
ıtuender, als andere, besonders die der Sozialisierung gewidmeten, oft fast haßerfüllte 
teilichkeit atmen und weite Kreise darum naturgemäß verstimmen mußten. Auf die 
selnen Schriften solcher extremen Sozialisierungsapostel Otto Neurath, Hermann Kranold, 
Schumann u. a. sei trotzdem hier hingewiesen; erst recht aber auf die, wenn auch nicht 
ner, so doch meist sachlich - wissenschaftlich geschriebenen Werke von Karl Bücher, 
Rathenau und manchem anderen. Besonders empfohlen seien aber die überaus wichtigen 
röffentlichungen der Sozialisierungs-Kommission“ [H. R. Engelmann, Berlin], die, in 
t Gruppen eingeteilt, zum Teil schon erschienen: sind, zum Teil noch erscheinen werden. 
umfassen: z. Kohle, 2. Kommunalisierung, 3. Zement und Baustoffe, A. Kali, 5. Eisen, 
Wohnungswesen, 7. Eisenbahn und 8. Post. Diese bisher erwähnten Literaturgebiete sind, 
robhl ihre Einzelschriften naturgemäß in erster Linie, teilweise überhaupt nur Deutsch- 
d betreffen, dennoch von internationalem Interesse. 

Verke wirtschaftlich-umfassenderer, wirtschaftspolitisch allgemeinerer Art werden natür- 
ı dieses internationale Interesse erst recht in Anspruch nehmen dürfen, und das Ausland 
ein Recht, auf unsere deutsche Literatur dieses Gebietes ebenso aufmerksam gemacht zu 
den, wie wir beanspruchen müssen, Taylors, Keynes und anderer fremder Autoren Werke 
‚ihren Wert und Nutzen für unser deutsches Wirtschaftsleben hin zu prüfen. Karl Ballods 
ıkunftsstaat, Produktion und Konsumtion im Sozialstaat“ [Dietz, Stuttgart] (in früherer 
flage schon vorkriegszeitlich), Paul Momberts „Einführung in das Studium der Kon- 


+ 263 + 


* MOLTKE / DE UTSCHE WIRTSCHAFT . z 
T 
junktur“, Paul Leutweins „Weltwirtschaftskampf der Nationen‘ [beide G. A. Gloeckner. 
Leipzig], Herzogs „Überführung der Industrie zur Friedensarbeit‘‘ [Ferd. Wyss, Bern] um 
sind, bei aller Verschiedenheit der Materie und ihres Geisteswesens. doch mit vielen anderem 
Werken unbedingt Bücher, aus denen, gleichviel wie sich der einzelne Leser zu ihnen stell: ч 
wird. auch der außerdeutsche Wirtschaftspolitiker lernen kann. G. Visserings „Internaw 
nale Wirtschafts- und Finanzprobleme‘“ [Vereinigung wissenschaftlicher Verleger, Beriin 
Carl von Tyszkas Gedanken über die Möglichkeit internationaler Verständigung in Wirt 
schaftsfragen unter dem Titel: „Vom Geist der Wirtschaftspolitik‘ [Fischer, Jena], Rober 
Liefmanns „Unternehmungsformen‘ [Moritz, Stuttgart], Adolf Günthers „Rückkehr zu 
Weltwirtschaft‘ [Duncker & Humblot, München], E. Herzfelders ‚Volkswirtschaftliche Bı 
lanz und neue Theorie der Wechselkurse“ [Springer, Berlin], P. Brandts „Zerstörung dr! 
Weltwirtschaft“ sind neben vielen anderen Werke von teilweise grundlegender Bedeutung 
an denen der volkswirtschaftliche Theoretiker und erst recht der industrielle und kauf 
männische Praktiker des In- und Auslandes nicht achtlos wird vorübergehen dürfen. Uber 
schwemmt worden ist der deutsche Büchermarkt vor allem mit Schriften, die den deutsche 
wirtschaftlichen Wiederaufbau betreffen. Erwähnt seien, außer W. Rathenaus viel zitierter 
gerühmten und bekämpften Abhandlungen [S. Fischer, Berlin], die von Gerhard Keßler 
„Der Neuaufbau des deutschen Wirtschaftslebens‘‘ [Fischer, Jena], Michael Horlacher: ‚D: 
Wiederaufbau der deutschen Volkswirtschaft‘ [Huber, Diessen] und K. Kleefeld: „Di 
Volkswirtschaft des deutschen Wiederaufbaus‘ [Lissner, Berlin]. „Das neue Arbeitsrecht 
der neuen deutschen Wirtschaft fand in Walter Kaskel [Springer, Berlin] und Heinz Poth 
— „Wörterbuch des Arbeitsrechtes“ (Hess, Stuttgart] — beredte Schilderer und Förderet 

Daß die Valutafrage und das Geldproblem, zwei leidige engverknüpfte Kapitel in d 
deutschen Wirtschaftsliteratur der Gegenwart, eine sehr große Rolle spielen würden, | 
mußten, liegt auf der Hand. Kurt Schmaltz’ „Das Valutarisiko im deutschen — 
leben und seine Bekämpfung“ [C. E. Poeschel, Stuttgart] darf unter die in erster Lin: 
empfehlenswerten Bücher gezählt werden. Dem Verfasser kam es bei dieser Arbeit darau 





an, den Knäuel von einander verwirrenden Valutafäden zu entwirren, die Größen, die für & 
Valutaprobleme von Bedeutung sind, genauer zu erfassen und ihre Beziehungen zueinande! 
klarzulegen. Hochbedeutsam und wohl ın allen Staaten sehr beachtet ist Gustav Cass! 
„Geldproblem der Welt“ [Drei Masken Verlag, München], eine Schrift, die auf Ve 
anlassung des Völkerbundes als Memorandum verfaßt ist und durch ihre treffliche Über 
tragung und geistige Eigenart gut deutsch anmutet. Daneben müssen Behnsen-Genzme 
„Valutaelend und Friedensvertrag‘ [F. Meiner, Leipzig], J. Reicherts „Rettung aus de 
Valutanot‘‘ [Zeitfragen-Verlag, Berlin -Zehlendorf-West], Alfred Schmidts „Valutafibe 
[G. Fischer, Jena], Joh. Schmidts ‚Valutanot‘ [Weicher, Leipzig], Otto Heyns „Die deutsch! 
Valuta vor und nach dem Kriege‘‘ [Handelsvertragsverein, Berlin] und desselben Verfasser 
„Die Noteninflation als Krankheitserscheinung unseres Wirtschaftslebens“ [Heller, München 
als sehr beachtenswerte Arbeiten genannt werden. Heyns Inflation hätte allerdings wohl der 
Rahmen der Ausführungen weiter spannen können, als es der Verfasser tat, indem er nu! 
die Papiergeldvermehrung in Betracht zog, die Kreditinflation dagegen nicht mit berück 
sichtigte. Nach seinem Tode erschien kürzlich noch seine Arbeit: „Über Geldschöpfung uni 
Inflation“ [Enke, Stuttgart]. Die allgemeine Lehre vom Gelde behandelt L. Walras i 


+ 2364 + 


r . MOLTKE / DEUTSCHE WIRTSCHAFT * 





einer „Theorie des Geldes“ zusammen mit R. Kerschagl und St. Raditz [G. Fischer, Jena]. 
Jas Buch will die Probleme des Geldwertes und seiner Stabilisierung, wie sie sich heute 
arstellen, an der Hand einer ausführlichen theoretischen und geschichtlichen Darlegung 
ufrollen. Hochbeachtlich in der Fülle der Geldliteratur sind F. Bendixens neue Auflage von 
Geld und Kapital‘ [Fischer,-Jena] und Karl Elsters ‚Die Seele des Geldes‘ [ebenda]. Das 
etztere Buch beruht auf des Verfassers Glauben an die grundlegende Bedeutung der Staat. 
ichen Theorie des Geldes‘ (man denke an Knapps großes, epochemachendes Werk dieses 
lamens, das kurz vor der Revolution in zweiter Auflage erschien). Elsters Buch ist jeden- 
alls ein Werk, das seinen Verfasser unter die namhaften Autoren auf dem Gebiete der Geld- 
ınd Währungsliteratur neben Knapp, Bendixen und einigen anderen gestellt hat. Auch auf 
eine unter dem Titel: „Die deutsche Not im Lichte der Währungstheorie‘“ [Fischer] er- 
chienene Sammlung von Einzelabhandlungen soll an dieser Stelle hingewiesen sein. Kurt 
ingers „Geld als Zeichen‘ [Fischer] bezeichnet der Verfasser selbst zutreffend als ein 
uch des Überganges und der Überleitung, eine Grundlegung der deutschen Währungspolitik 
us dem Geist der Selbstbestimmung. R. Dalbergs „Entwertung des Geldes‘ und seine 
‚Finanzgesundung aus Währungsnot‘‘ [beide bei Heymann, Berlin] dürften wohl weitesten 
(reisen bekannt geworden sein, und R. Kerschagls beide Schriften „Die Lehre vom Geld 
n der Wirtschaft“ und „Die Geldprobleme von heute‘ [Duncker & Humblot, München ] 
ind ebenfalls in wissenschaftlichen Kreisen wie ın Industrie und Handel keine Fremdlinge 
nehr. Selbst bei größter Beschränkung in der Aufzählung wichtiger Bücher der Geldliteratur 
larf nicht unterlassen bleiben, Bruno Molls „Logik des Geldes‘, das soeben in zweiter Auf- 
age erschien [ebenda], und „Die modernen Geldtheorien‘ zu nennen. Moll gehört ent- 
ichiedeu zu den Autoren, die verdienen, im Ausland und Inland gleiche Würdigung zu 
finden. Von besonders aktuellem Interesse — das bedarf keiner Begründung — ist Eduard 
Kellenbergers „Geldumlauf und Thesaurierung‘ [Orell Füßli, Zürich], dessen kurz zuvor 
erschienenes Werk „Wechselkurs und Zahlungsbilanz im Krieg und im Frieden‘ [ebenda] 
schon überall als vorzüglich gewürdigt wurde, weil, wie an anderer Stelle richtig geurteilt 
worden ist, der Verfasser die letzten Kausalzusamınenhänge zwischen Wechselkurs, Zahlungs- 
bilanz und Geldverfassung ergründet hat. Auch hier, auf dem Valuta- und Geldproblem- 
gebiete, kann keine Vollständigkeit im Rahmen dieser kurzen Anzeige erlangt werden (bei 
weitem nicht!), aber ein Schriftchen sei noch erwähnt: J. H. Hollitschers ‚Sozialisierung des 
Geldes in Deutsch-Österreich‘‘ [Manz, Wien], weil seine Ausführungen eine Reihe von Ge- 
danken enthalten, die den aufmerksamen Leser auch außerhalb Neu-Österreichs zu weiterem 
Nachsinnen anzuregen vermögen. 

Unter der Kartelliteratur sind Robert Liefmanns und Siegfried Tschierschkys Veröffent- 
lichungen schon seit Jahren an erster Stelle zu verzeichnen. Liefmann hat in der vor kurzem 
erschienenen neuen Auflage seines Buches ‚„Kartelle und Trusts und die Weiterbildung der 
volkswirtschaftlichen Organisationen“ [E. H. Moritz, Stuttgart] wesentliche Zusätze ein- 
geschaltet. So hat er die Kartellverhältnisse und die staatlichen Maßnahmen: während des 
Krieges eingehend beleuchtet und in dem Kapitel „Zusammenfassende Betrachtung des 
Konkurrenz- und Monopolprinzips in der heutigen Volkswirtschaft‘ eine besonders zu be- 
grüßende Bereicherung dargeboten. In seinem bei Dietrich Reimer, Berlin, erschienenen 
Schriftchen „Die Kartelle im und nach dem Kriege“ kann jeder schnelle Belehrung finden, 


* 2365 x 


* MOLTKE / DEUTSCHE WIRTSCHAFT з 
au a a a a 
dem es an Zeit fehlt, Liefmanns umfangreiches, an erster Stelle erwähntes Werk zu stu- 
dieren. S. Tschierschkys „Zur Reform der Industrie-Kartelle‘‘ [Springer, Berlin] ist ein: 
kritische Studie, die sich gegen neue Angriffe auf die Kartelle wendet und am Schluss 
Richtlinien für eine Neuorganisation des deutschen Kartellwesens gibt. Auch E. F. Günther 
„Kartelle in Form von rechtsfähigen Vereinen‘ [Bensheimer, Mannheim] gipfelt in der 
Darbietung praktischer Winke für die Gründung von Kartellen. Robert Heckmann schlägt 
in seinem Buch „Betriebsgemeinschaft als Kern neuer Unternehmungsformen“ [Olden- 
bourg, München) eine verwaltungstechnische Zusammenfassung von sachlich gleichen Be- 
triebsteilen verschiedener Unternehmungen unter neutraler Leitung vor. Wohl das wichtigste 
zusammenfassende neue Werk der letzten Zeit ist das umfangreichere Buch Hugo Waldeck: 
über „Deutsches und internationales Kartellrecht‘“ [Carl Heymann, Berlin], das das Recht 
und Wesen, sowie die Statuten der Syndikate, Konventionen und Interessengemeinschaften 
zur Darstellung bringt und durch eine Erläuterung der Verordnung über die Leistungsver- 
bände vom Juli 1921 in wertvoller Weise ergänzt wird. Endlich sei noch erwähnt: O. Brandt 
„Zwangssyndikate und Staatsmonopole‘“ ID. Kalkhoff, Biesental], eine Veröffentlichun: 
der Vereinigung zur Förderung deutscher Wirtschaftsinteressen im Auslande, und A. Huber: 
besonderes Kapitel aus der Trustliteratur, betitelt: „Die strafrechtliche Bekämpfung der 
Kartelle und Trusts.“ | 

Reichhaltig ist auch naturgemäß die Literatur, die sich mit der deutschen Industrie im 
allgemeinen und ihren einzelnen Zweigen im besonderen befaßt. So hat Alfred Weber ir 
letzter Zeit sein bekanntes Werk „Über den Standort der Industrien‘ durch drei neue Al- 
teilungen ergänzt, bzw. ergänzen lassen, nämlich durch Wilhelm Haengers „Musikinstru- 
mentenindustrie‘“, Elisabeth Salomons „Papierindustrie des Riesengebirges“ und E. Kahl 
„Die deutsche Kohlensäureindustrie‘‘ [Mohr, Tübingen]. Hier muß auch F. Pfeiffer-Rupp: 
Buch über die „Standortsfrage der Baumwollindustrie in Deutschland“ [Englert & Schlosser. 
Frankfurt a. M.] genannt werden. Wesentlich ist auch das Buch von Simon Kurz: „Dir 
Überfremdungsgefahr der deutschen Aktiengesellschaften“ [G. A. Gloeckner, Leipzig], ferner 
Chr. Grubers „Deutsches Wirtschaftsleben‘‘ [Teubner, Leipzig]. 

Noch immer findet das „Taylor-System‘‘ in unserer deutschen Literatur lebhafte Erörte 
rung. Taylors Werk selbst: „Die Betriebsleitung, insbesondere der Werkstätten“ erschien ı 
deutscher Übersetzung von A. Wallich bei Julius Springer, Berlin, in dritter Auflage. Von 
seinen Anhängern und sonstigen Kritikern seiner Theorie seien genannt Gustav Winter: 
„Der Taylorısmus‘“ [S. Hirzel, Leipzig], G. Frenz: „Kritik des Taylor-Systems“ [Springer. 
Berlin], S. Lorenz: „Taylorsystem und Arbeiterschaft‘‘ [Arbeiterbuchhandlung, Wien ] und 
J. Bormann: „Die Einführung des Taylor-Systems in laufende Betriebe“ [Richard Lottes. 
Wien]. | 

Über Handels-, Industrie- und Geschäftspraxis-Literatur könnte man einen besonderen 
Aufsatz schreiben. Herausgegriffen sei aus der großen Reihe neuer Werke, die die Aufmerk- 
samkeit der interessierten Kreise beanspruchen dürfen, R. Hiemanns, dieses bewährten Prak- 
tikers Werk: „Die Organisation des Inland- und Welthandelsgeschäfts“ [C. E. Poeschel. 
Stuttgart], das für Prinzipale und Angestellte eine Fülle von Fingerzeigen für eine über- 
sichtliche und nutzbringende Geschäftsleitung und Kontortätigkeit enthält, besonders unter 


dem Gesichtspunkt des weiteren Ausbaues der Exportförderung. Die aus demselben Verlag 


a 266 + 











ж WENZEL/ENERGIEWIRTSCHAFT UNDTECHNIK ж 
панавала занар АНАНЬЕВ ННСА РНЕ ЫЫЫ 
stammenden Werke — ihrer ist eine reiche Menge — von H. Nicklisch: „Kaufmännische 
Betriebslehre als Privatwirtschaftslehre des Handels und der Industrie“ und ‚Studium der 
Betriebswirtschaftslehre‘‘ sind wertvolle Bereicherungen der kaufmännischen Literatur und 
dürfen im In- und Auslande Beachtung fordern. H. Haegers „Kaufmännische Organisation 
in der Schwerindustrie‘ hat sich ebenfalls gut eingeführt. Gottlieb Peiselers „Zeitgemäße 
Betriebswirtschaft‘‘ [Teubner, Leipzig] enthält das Ergebnis einer langjährigen Erfahrung, 
und der Verfasser kann es daher der deutschen Wirtschaft als in der Praxis erprobt vor- 
legen. Mit Recht behauptet er — und damit trifft er mit den meisten hier genannten und 
nicht genannten Autoren kaufmännisch - praktischer Literatur in gleicher Meinung zu- 
sammen —, daß die Revolution 1918 und alle Folgeerscheinungen zeigen, wie die gesamte 
deutsche Wirtschaft aufs engste mit einer großzügig aufgefaßten Neuorganisation der Be- 
triebswirtschaft verbunden ist. In letzter Zeit hatte W. Mahlberg wiederholt die Aufmerk- 
samkeit auf seine fleißige Feder gelenkt. Schon sein Buch „Über asiatische Wechselkurse‘ 
wurde viel begehrt; seine Schrift „Bilanztechnik und Bewertung bei schwankender Währung‘ 
[beide G. A. Gloeckner, Leipzig] hat den Vorzug, daß sie mit Hilfe praktischer Beispiele 
die Schwierigkeiten klarlegt, die die jetzige Geldentwertung der gesamten Geschäftswelt bei 
Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz in den Weg legt. W. Prion 
braucht keine besondere Anerkennung. Sein Verfassernama auf dem Buche „Die Finan- 
zierung und Bilanz wirtschaftlicher Betriebe unter dem Einfluß der Geldentwertung‘ 
(Springer, Berlin] ist Empfehlung genug. Auch Hermann Großmanns „Betriebsbilanz‘ 
[Industrieverlag Spaeth & Linde, Berlin] und Werner Grulls „Kontrolle in gewerblichen 
Unternehmungen“ [Springer], sowie Albert Südekums „Kapital- und Gewinnbeteiligung 
als Grundlage planmäßiger Wirtschaftsführung‘‘ [Springer] sind Neuerscheinungen des 
deutschen Buchhandels, die man nur willkommen heißen muß. 

Es ist im Verhältnis zur gesamten neuesten deutschen Literatur des Kapitels „Deutsche 
Wirtschaft“ nur ein winziger Ausschnitt, der hier Erwähnung finden konnte. Aber schon 
dieses Teilchen dürfte die Fülle des Guten, Nützlichen und Belehrenden, das uns die Gegen- 
wart helfend und fördernd bisher bot, einigermaßen gewinnbringend andeuten. 


ENERGIEWIRTSCHAFT UND TECHNIK 
VON DR. ALFRED WENZEL 


DIE Energievorräte der Erde sind beschränkt. Sie so vorteilhaft wie möglich für den 
Dienst der Menschheit auszunutzen ist eine der wichtigsten Aufgaben der Technik. Die 
hauptsächlichste Energiequelle ist heute noch die Kohle, deren Vorräte in abbaufähigen 
Tiefen nur von endlicher Dauer sind und deren Wert gerade jetzt nach dem Kriege gewaltig 
steigt. So spielt die Kohlenfrage für unsere gesamte Wirtschaft eine entscheidende Rolle. 
Wie die große Kohlennot der Gegenwart beseitigt werden könnte, erörtert G. Dettmar in 
einer kleinen Schrift „Beseitigung der Kohlennot‘ . [Springer, Berlin 19230]. Unter 
Verwendung des in der Literatur vorhandenen Stoffes geht er von der Lage vor dem Ab- 
kommen von Spa aus und bespricht sodann die Möglichkeiten der Verwendung von Ersatz- 
yrennstoffen und vermehrter Förderung, besonders der Braunkohlen. Ausführlich behandelt 


+ 267 + 
а 


* WENZEL/ENERGIEWIRTSCHAFT UND TECHNIK з 
We 
er die Ausbaufähigkeit und wirtschaftliche Ausnutzung der Wasserkräfte in Verbindung 
mit Dampfkraftwerken, Stromaufspeicherung usw. Hierbei geht er auf die Wärmewir- 
schaftlichkeit der einzelnen Kraftmaschinen unter Berücksichtigung der minderwertigen 
Brennstoffe ein. Besonders lenkt er das Interesse auf die Möglichkeiten der elektrischen 
Kraftersparnis durch gleichmäßige Belastung der Zentralen hin. Zum Schluß erörtert er 
die Verkehrsfrage und die Organisation der Wärmewirtschaft. Eine Fülle von Stoff, mit 
wertvollem Zahlenmaterial und vielen Literaturnachweisen, ist hier zusammengetragen. 

Die Wege, die der Industrielle oder Techniker zur rationellsten Ausnutzung der Brenn- 
stoffe einschlagen muß, zeigt J. Oelschläger in seinem Buch „Der Wärmeingenieur 
[O. Spamer, Leipzig 1921], das einen guten Überblick über die verschiedenen Gebiete der 
neuzeitlichen Wärmewirtschaft gibt. Er legt zunächst ihre wissenschaftlichen Grundlagen 
dar, erörtert die Brennstoffe nach Art und Eigenschaften und führt in die Anlagen zur 
Verbrennung und Vergasung der Brennstoffe ein. Dann geht er zur Verwertung der Wärme 
zu Heiz- und Kraftzwecken über und setzt hierbei die Frage der Verwendung minderwertiger 
Brennstoffe, der Verwertung der Abwärme und die Wärmebilanz einer ganzen Anlage aus- 
einander. Wichtig ist die Messung der Energie, deren Grundlagen und Methoden er nach 
Art und Ausführung entwickelt. Besondere Bedeutung ist zuweilen der Verbindung ver- 
schiedener Kraftquellen, wie Dampf und Wasser, beizumessen. Auch diese Fragen werden 
gestreift und daran Vorschläge für Verbesserungen der Energieausnutzung angeschlossen. 
Reichhaltiges Material und eine gute Ausstattung sind Vorzüge des Buches, das als Ein- 
führung in die ausgedehnte und weitverzweigte Wärmewirtschaft gute Dienste leisten kann 

Ebenso dankenswert wie schwierig ist die Aufgabe, die G. de Grahl in seinem Werke 
„Wirtschaftliche Verwertung der Brennstoffe‘ [R. Oldenbourg, München 1921] unter- 
nommen hat, den heutigen Stand der überaus wichtigen Frage nach der wirtschaftlichsten 
Brennstoffverwertung weiteren Kreisen zugänglich und verständlich zu machen und damit 
zur Sparsamkeit zu erziehen. Dabei mußten naturgemäß auch die Probleme behandelt 
werden, die heute in schneller Entwicklung, zum Teil sogar noch ganz ungelöst sind. Trotz 
dieser Erschwerung hat de Grahl seine Aufgabe glänzend gelöst und so ein wirklich grundlegen- 
des Werk geschaffen. Besonders der Teil, der die Umwandlung und Veredlung der Kohle E 
örtert, gibt völlig Neues. In das wirtschaftlich sehr wichtige Gebiet der Entgasung und yer 
gasung mit Nebenproduktengewinnung, die doch die Grundlagen der wirtschaftlichen Bc- 


wertung der Vergasung bilden, wird der Leser eingeführt. Schwelerei, Kokerei und Leuchtgas- 
gewinnung werden in ihren Ergebnissen und wesentlichsten Einrichtungen kritisch beleuchtet 
Die Verbrennung und die Technik der Feuerungen, besonders auch bei minderwertigen 
Brennstoffen, ist eim höchst zeitgemäßes Gebiet, wenn man bedenkt, daß heute oft minder- 
wertige Brennstoffe mit möglichst großer Wirtschaftlichkeit verbraucht werden müssen. 
Selbstverständlich spielen dabei auch die neuzeitlichen Einrichtungen zur Abwärmever- 
wertung eine große Rolle. Alles das wird in dem de Grahlschen Werk in großen Zügen dar- 


gelegt unter Heranziehung guter Abbildungen und eines reichhaltigen praktischen Zahlen- 











materials. . 

Über einzelne Teilgebiete der Brennstoffverwertung liegen eine Anzahl Sonderbearbeitunge:: 
vor, von denen hier nur einige hervorragende herausgegriffen seien. Über die Abwärmeser- 
wertung gibt L. Schneider in einer kraft- und wärmewirtschaftlichen Studie „Die Abwärm«- 


+ 268 + 


ж WENZEL /ENERGIEWIRTSCHAFT UNDTECHNIK ж 
анинин 
verwertung im Kraftmaschinenbedarf mit besonderer Berücksichtigung der Zwischen- und 
Abdampfverwertung zu Heizzwecken‘ [Springer, Berlin 1920] eingehende Auskunft. Naclhı 
Darlegung der allgemeinen physikalischen und wärmetheoretischen Grundlagen dieses Ge- 
bietes wird äußerst gründlich das wärmewirtschaftliche Verhalten der Kolbendampfmaschine 
und der Dampfturbine bei Abdampf und Zwischendampfentnahme behandelt. Wertvoll ist 
diese Darstellung, da sie einmal auf die in Betracht kommenden Sonderkonstruktionen ein- 
geht, dann aber auch den Einfluß von Veränderungen der Belastung und des Heizdampf- 
verbrauches klarstellt. Eingehend studiert werden diese theoretischen Verhältnisse an einer 
5oopferdigen Entnahmedampfmaschine und Anzapfturbine. Weiter wird die Entölung des 
Dampfes und die Abwärmeausnutzung bei Verbrennungskraftmaschinen mit ihren Sonder- 
einrichtungen beschrieben. Wie sich die Abwärmeverwertung für verschiedene Industrie- 
zweige gestaltet, zeigt sehr ausführlich der dritte Teil des Werkes, der dabei auf die technolo- 
gische Seite besondere Rücksicht nimmt. 

Auch das Gebiet der industriellen Gase und ihre Gewinnung hat Sonderdarstellungen 
gefunden. Von allen bereits ausgebildeten oder noch in der Entwicklung begriffenen Me- 
thoden zur Nutzbarmachung der Brennstoffe steht gegenwärtig ihre restlose Vergasung an 
erster Stelle. Die hierbei wichtigen Fragen finden wir in dem Werk von Fischer-Gwosdz: 
„Kraftgas, Theorie und Praxis der Vergasung fester Brennstoffe‘ [O. Spamer, Leipzig 1921] 
vorzüglich und klar behandelt. Alle wissenschaftlichen Grundlagen und Verfahren der Ver- 
gasung werden hier kritisch beleuchtet. Da ist zunächst die richtige Beurteilung der Kraft- 
gase von Bedeutung. Die hierzu dienenden Verfahren sind eingehend gewürdigt, ebenso die 
Rohstoffe und ihre Vergasung mit allen Nebenerscheinungen. Die Erzeugung der Gase im 
Generator nimmt den Hauptteil des Werkes ein. Alle Gasarten, wie Leuchtgas, Kokereigas, 
Wassergas, Mischgas aus Anthrazit, Stefnkohlen und Braunkohlen, Torf und Holz und die 
Gichtgase der Hochöfen, werden eingehend behandelt, sowie die verschiedensten, bereits im 
Betriebe erprobten Gaserzeugungen vorgeführt. So wird ein geschlossenes Bild der ge- 
samten Kenntnisse und Erfahrungen von Gaserzeugern und Generatoren in diesem gut aus- 
gestatteten Werk vermittelt. 

Das gleiche Gebiet behandelt auch das Buch von H. Hermanns: ‚„Vergasung und Gas- 
erzeugung‘‘ [Wilh. Knapp, Halle a.S. 1921], das aber mehr eine „Auswahl des Stoffes vom 
Standpunkt des praktischen Betriebes“ bietet. Es soll ein Hilfsbuch für Konstruktion und 
Betrieb von Gasanlagen sein. Hermanns geht dabei auf die Vergasung der Rohbraunkohle ein, 
da er die große Bedeutung dieses Ausgangsproduktes und seiner Verarbeitung für die Zukunft 
richtig erkannt hat. Behandelt werden zunächst kurz die Vergasungsstoffe und die chemischen 
Grundlagen der Vergasung. Eingehende Bearbeitung erfahren die einzelnen Typen der Ver- 
gaser und ihre Überwachung durch Versuche und Gasanalysen. Daran schließt sich eine 
Übersicht der Gesamtanlagen einer Gaserzeugungsanstalt, wobei auch die Lagerungs- und 
Förderungsfragen der Brennstoffe erörtert werden. Wie eine solche Anlage den ver- 
schiedensten Betrieben angepaßt werden kann, wird an der Hand guter Beispiele gezeigt, wo- 
durch das Buch für die gesamte Industrie an Bedeutung gewinnt. Zum Schluß findet die 
Nebenproduktengewinnung eine kurze‘ разва Viele Zahlentabellen unterstützen die 
Arbeit des Praktikers. 

Eine besondere Erörterung der „Kohlenstaubfeuerung für ortsfeste Dampfkessel‘ liegt in . 


# 269 * 


x WENZEL/ENERGIEWIRTSCHAFT UND TECHNIK J 





der Schrift von Münzinger vor [Springer, Berlin 1921]. Er wägt darin den Wert der | 
Rostfeuerungen und der Kohlenstaubfeuerungen gegeneinander ab unter Berücksichtigung 
der verschiedensten Fälle. Zunächst bringt er die Einrichtung der Anlage, die ja in ver- 
schiedenen Punkten von der gewöhnlichen Rostfeuerung abweicht. So erfordert sie als be- 
sondere Aufbereitungsanlagen Kohlentrockner und Kohlenmühlen, dann Transportanlagen 
zur Feuerung und besondere Brennerkonstruktionen. Auch für die Kessel sind Sonder- 
konstruktion von Nutzen, wobei die Baustoffrage und die Einmauerung eine Rolle spielen. 
Interessant sind nun die Erfahrungen mit dieser Feuerungsart. Neben denen, die man be- 
sonders in Amerika gemacht hat, gibt Münzinger auch die Ergebnisse eigener Untersuchungen 
kritisch gesichtet wieder. Dabei zeigt sich, daß diese Art der Feuerung nicht in allen Fällen 
wirtschaftlicher als die Rostfeuerung ist. 

Zur besseren Ausnutzung der Rohbrennstoffe hat man vorgeschlagen, in Deutschland i in 
den Kohlenbezirken Großkraftwerke anzulegen, von denen aus die weitere Umgebung mit 
Strom bei billigem Energietransport versorgt werden könnte. Was die Wirtschaftlichkeit 
solcher Großkraftverwertung der Kohlenenergie in Deutschland betrifft, so gehen die An- 
sichten der Fachleute darüber sehr auseinander. Nur richtige und vorsichtige Verwendung 
der Statistik kann hier gut begründete Mittelwerte liefern, die als Ausgangspunkt und Unter- 
lage für die Erörterung eines Problems von so weittragender Bedeutung dienen können. 
Dabei muß natürlich auch auf die möglichen und wahrscheinlichen Verschiebungen in 
unserer ganzen Wirtschaftslage entsprechende Rücksicht genommen werden. Das hat Sieben 
in seiner Schrift „Die Wirtschaftlichkeit einer Großkraftverwertung der Kohlenenergie їп 
Deutschland‘: [Verlag Stahleisen G. m. b. H., Düsseldorf 1921] getan. Auf Grund seiner, 
interessanten Untersuchungen kommt er zu dem Ergebnis, daß für absehbare Zeit die Groß- 
kraftverwertung in Form systematischer Überspann@ng ganz Deutschlands mit einem Groß- 
kraftnetz nicht wirtschaftlich ist. Allein die ruhige Entwicklung der elektrischen Überland- 
zentrale in den Braunkohlenrevieren und, wenn auch in geringerem Umfange, in den Stein- 
kohlenbezirken ist von wirtschaftlicher Bedeutung für die nähere Zukunft. Bei diesen Er- 
örterungen wird ein klarer Einblick in die für die Wirtschaftlichkeit einer Elektrizitäts- 
erzeugungsanlage maßgebenden Faktoren, wie Kosten der Anlage, der Verwaltung und der, 
Löhne, Brennstoffaufwand usw., gegeben. Dadurch ist die tref£liche Schrift mit ihren zahl- 
reichen Übersichten und graphischen Darstellungen auch für jeden Industriellen und Tech- 
niker von unmittelbarem Wert. 

Um einen höheren Wirkungsgrad der Kraftmaschinen als bisher zu erzielen, hat K. Baetz 
ein „Neues Prinzip für Gas- und Dampfturbinen‘ [O. Spamer, Leipzig 1920] ersonnen, 
wonach er Kolbenmaschine und Turbine kombiniert. Seine hier veröffentlichten Versuche, 
an einer Modellmaschine, die er vorzeitig abbrechen mußte, geben ihm die bestimmte Über- 
zeugung, daß sie zu einem günstigen Ergebnis führen werden. Mit seiner Schrift will er zur 
Fortsetzung der Versuche anregen. | 

Die Kohlenknappheit und -teuerung nach dem Kriege haben, wie in allen Teilen der Erde. 
so auch in Deutschland einen Drang zur Verwertung der natürlichen Energien entfacht. 
Namentlich Süd- und Südwestdeutschland arbeiten eifrig an der Erschließung ihrer reichen 
Wasserkräfte. Die Technik der Wasserkraftverwertung, die in den letzten Jahrzehnten einen 
großartigen Aufschwung genommen hat, führt uns E. Mattern in seinem prächtigen Werk 


* 270 * 


* WENZEL/ENERGIEWIRTSCHAFT UND TECHNIK * 


ö— — — —— — m 








„Die Ausnutzung der Wasserkräfte“ vor [W. Engelmann, Leipzig 1921]. Ein einleitender 
geschichtlicher Rückblick zeigt in scharfen Zügen den Werdegang dieses heute so wichtigen 
und hochentwickelten Zweiges der Technik aus den primitivsten Anfängen. Alle zur Er- 
richtung eines Wasserkraftwerkes nötigen Vorarbeiten, wie hydro- und geographische, geo- 
logische und Bodenuntersuchungen, werden mit den technischen Grundlagen zur Ausnutzung 
der Wasserkräfte eingehend behandelt, dann das Kraftwerk selbst und seine Einrichtungen, 
besonders die verschiedenen Turbinensysteme. Den Abschluß bildet eine ausführliche Dar- 
stellung der wirtschaftlichen Grundlagen. Hier gibt Mattern an der Hand eines reichen 
Materials ein interessantes Bild vom heutigen Stand der Wasserkraftausnutzung in den 
Kulturstaaten, das zu einem Vergleich der ne (чынары der Länder 
anregt. 

Wassertechnische Betriebe so wirtschaftlich wie möglich zu gestalten, zählt demnach zu 
den wichtigsten Aufgaben der heutigen Zeit. Hierauf zielende Untersuchungsmethoden hat 
Leiner in seinem Werk: „Ertragreichster Ausbau von Wasserkräften‘ [R. Oldenbourg, 
München 1920] veröffentlicht. Er geht davon aus, daß Wasserkraftanlagen einen gewissen 
‚ Мігар abwerfen, mindestens sich aber ohne Zuschuß selbst unterhalten müssen. Ohne viel 

` defhematische Rechnung wird hier vom praktischen Standpunkt gezeigt, wie man die er- 
daAeichsten Ausbaugrößen ermittelt. Durchgeführt wird dies an den Staubeckenkraftwerken 
] Uteh ahezu unveränderlichem Gefälle, solchen mit stark veränderlichem Gefälle und Frei- 
“serwerken mit einer von der Wasserführung abhängigen Größe. In erster Linie wendet 
sich an den fertigen, in der Praxis stehenden Wasserkraftfachmann. Doch auch dem Ver- 
ndnis der Nichtfachleute und Neulinge auf diesem Gebiet wird durch Einschaltung ein- 
hrender Abschnitte gedient. Die Grundlagen der Wasserwirtschaft, der Belastung, Stau- 
„‚kengröße, Wärmekraftreserve und Benutzungsgrenze der Niederdruckwerke sind be- 
| "ders eingehend und gründlich dargelegt. Seine für die Praxis brauchbaren Anweisungen 
den keine Allheilmittel sein, sondern eine Anleitung zur Diagnose wassertechnisch-geld- 
„[srtschaftlicher Zustände. Schematische ‘Zeichnungen unterstützen die wertvollen A'us- 
‘hrungen. 

Wärme- und Wasserkraftmaschinen sind heute die hauptsächlichen Einrichtungen, der 
-latur Energie für den Dienst der Menschen zu entreißen. Die so gewonnene mechanischo 
_Wnergie ist nur an Ort und Stelle der Erzeugung praktisch verwendbar. Soll sie an ent- 
-fernten Stellen verbraucht werden, so bedarf es der Umformung in elektrische Energie. Hier 
mitt die Elektrotechnik in den Dienst der Energiewirtschaft. Einen Überblick über das 
шн der Elektrotechnik bietet Esselborn in seinem zweibändigen „Lehrbuch der 
„ 'ektrotechnik“ [W. Engelmann, Leipzig 1920]. Namhafte Techniker hat er zu Mitarbeitern 
„jewonnen, von denen jeder еіп treffliches Bild seines Spezialarbeitsgebiets gibt. Im ersten 
"Band werden die allgemeine Elektrotechnik, elektrotechnische Meßkunde und elektrische 
Maschinen und Apparate behandelt, während der zweite sich auf elektrische Zentralen, Hoch- 
‚spannungsanlagen und Leitungsnetze, elektromotorische Antriebe usw. erstreckt. Eine klare 
Darstellung in gut lesbarer Form zeichnet das Werk aus, in dem jeder Abschnitt bis zu den 
neuesten Leistungen fortgeführt ist. Nicht nur ein Lehrbuch, sondern geradezu ein Handbuch 
könnte man es nennen, denn Studierenden wie Praktikern wird es gleich gute Dienste leisten. 

Den Fördermaschinen kommt bei der Kohlen- und Erzgewinnung eine gewisse Bedeutung 





* 271% 


* WENZEL/ ENERGIEWIRTSCHAFT UND TECHNIK з 
zu. Wie es die neuzeitliche Elektrotechnik verstanden hat, die alten Dampffördermaschinen 
in mancher Beziehung zu überflügeln, zeigt W. Philippi in seinem lesenswerten Buc 
„Elektrische Fördermaschinen“ [S. Hirzel, Leipzig ıg2ı]. Da die Entwicklung der großen 
elektrischen Fördermaschinen zu einem gewissen Abschluß gekommen ist, war eine Dar- 
stellung ihrer Konstruktionen und Eigenarten sehr erwünscht. Diese Lücke füllt das Buch 
aus. Eingehend behandelt es die elektrischen Antriebsmotore nach Bau und Arbeitsweix. 
Dabei ist die Berechnung von Förderanlagen vollständig durchgeführt, was namentlich der 
Praktiker begrüßen wird. Von grundlegender Bedeutung sind die Steuer- und Sicherung- 
einrichtungen, die den elektrischen Maschinen hier manchen Vorteil in betriebstechnischer 
Hinsicht sichern. Alles das legt Philippi. eingehend dar und erläutert seine Ausführungen 
durch die Besprechung einiger praktisch angelegter Fördermaschinen. 

Durch den schnellen Aufschwung der Starkstromtechnik verleitet, unterschātzt man leicht 
die wirtschaftliche Bedeutung der Schwachstromtechnik. Welch großes Gewicht ihr aber 
auch heute noch zukommt, geht schon daraus hervor, daß 44% aller in der elektrischen 
Industrie beschäftigten Leute in der Schwachstromtechnik tätig sind. Wie ausgedehnt sie 
ist, zeigt trefflich das einzig dastehende Buch von F. Ambrosius: „Grundzüge der Schwach- 
stromtechnik“ [S. Hirzel, Leipzig 1921]. Telegraphie, Telephonie und Signalwesen sind 
die Hauptgebiete, in denen der Schwachstrom verwendet wird. In seiner Darstellung + 
Ambrosius stets bemüht, den Leser an der Hand klarer Figuren: bis zu den neuesten Er- 
rungenschaften zu führen. So finden wir auch u. a. die für Handel und Industrie so b- 
deutungsvolle Mehrfachtelephonie mittels Hochfrequenz eingehend gewürdigt. 

Große Wichtigkeit kommt heute mehr denn je zuvor der wichtigen Ausnutzung und Ver 
wertung der Werkstoffe zu, das ist der natürlichen oder technisch zubereiteten Stoffe, di: 
die materiellen Teile einer technischen Ware des Großhandels bilden. Begrüßen kann nm» 
daher die Zusammenstellung der Werkstoffe, die P. Krais mit einem Stabe hervorragend: 
Fachleute in dem dreibändigen Werk ‚Die Werkstoffe, Handwörterbuch der technische: 
Waren und ihrer Bestandteile‘ [J. A. Barth, Leipzig 1921] gegeben hat. Er hat damit o 
Buch geschaffen, durch das man sich ebenso schnell wie ausführlich über jeden Werksti! 
unterrichten kann. Vorzüge des Werkes sind die zweckmäßige Begrenzung des Stoffes, d: 
es handlich und übersichtlich gemacht hat, und die ausgezeichnete Gliederung des Ganzer. 
die einer Zersplitterung des Materials entgegenarbeitet. Ganze Gruppen von Werkstoff: 
werden zusammenhängend nach Eigenschaften, Zusammensetzung, Bearbeitung, Analyse u 
Wirtschaft behandelt. Dadurch ist eine rationelle Raumausnutzung und die Möglichkeit gt 
geben, alles, was zu den Werkstoffen in Beziehung steht, auch vollständig zu bearbeiten. Dr 
Darstellung der einzelnen Abschnitte, die viele Zahlenangaben in Tabellen und Diagramme 
enthalten, ist so klar und faßlich, daß ihre Lektüre jedem Leser Freude machen und Gew 
bringen muß. Zahlreiche Angaben über Originalliteratur, Lehrbücher, Bezugsquellen us 
heben für den Praktiker den Wert des Buches. So verbindet es den Charakter eines Lexikon 
mit dem eines Lehrbuches und kann das weiteste Interesse all derer beanspruchen, die m! 
Werkstoffen praktisch oder theoretisch als Vertreter der Technik oder der Міѕѕепѕсһа! 
zu tun haben. | 

Doch nicht nur Maschinen und Stoffe müssen so praktisch wie möglich verwendet werd 
auch der Mensch als Bediener der Maschinen muß in dem Betrieb seinen Posten ausfüllen. 


+ 272 * 





HARTSTEIN / DIE NEUERE TURN-,SPIEL- UND SPORTLITERATUR 

LEE 
ıu also dahin gestellt werden, wohin er paßt. Die Bemühungen, diese Auswahl sachgemäß 
u treffen, sind erst neueren Datums, wie überhaupt die Anwendung der Psychologie auf 
ie Technik. Einen schönen Einblick in dieses Gebiet geben gelegentliche Aufsätze in der 
eitschrift: „Die praktische Psychologie‘ [S. Hirzel, Leipzig], die die mit der Wirtschafts- 
sschologie zusammenhängenden Fragen der Betriebsrationalisierung, Berufseignung usw. 
ehandelt. Hier gilt es große Lücken zu schließen, die bisher durch die Nichtbeachtung 
es Menschen in der Betriebswissenschaft bestanden haben, wo man nur den technischen und 
rganisatorischen Fragen sein Augenmerk zugewandt hatte. Das zeigt auch G. Schlesinger 
n seinem Werk ,Psychotechnik und Betriebswissenschaft“ [S. Hirzel, Leipzig 1920], in 
lem er einen zusammenfassenden Überblick über die heutige Betriebswissenschaft (Taylor- 
jystem) und die Bedeutung der Psychotechnik gibt. Er behandelt zunächst die Methode der 
iormierung, Rationalisierung, Fabrikationsverfahren und Ausbildung der Betriebsorgani- 
ation, kommt dann zu den Resultaten der Zeit- und Bewegungsstudien, den Erscheinungen 
er Ermüdung, psychischen und physischen Hemmungen und bespricht schließlich die 
agnungsprüfungen. Dieser prächtig illustrierte erste Band der „psychotechnischen Biblio- 
hek“ gibt einen guten Überblick, den auch Nichtfachleute mit großem Nutzen lesen können. 


DIE NEUERE 


TURN-, SPIEL- UND SPORTLITERATUR 
VON DR. J. C. R. HARTSTEIN 


ner: der ungünstigen wirtschaftlichen Verhältnisse erscheint in Deutschland auch heute 
ıoch eine stattliche Anzahl von Tages-, Wochen- und Monatsschriften auf dem Gebiete des 
'urnens, Sports und Spiels. Die „Zeitungsliste des deutschen Reichsausschusses für Leibes- ` 
ibungen‘ in Berlin zählt eine lange Reihe derartiger periodisch erscheinender Schriften 
uf. Der Fachmann vermißt jedoch in letzter Zeit ungern einige im Laufe der Jahre lieb- 
jewordene Gäste, so z. B. die mit ihrem dreißigsten Jahrgang eingegangene Zeitschrift 
‚Körper und Geist“, die Möller, Schmidt-Bonn und Raydt im Verlage von B. G. Teubner, 
„eipzig, lange Jahre herausgaben. Sie ging auf in die frühere „Monatsschrift für das ge- 
amte Turnwesen‘‘, die nunmehr in neuer, mehrfarbiger Aufmachung unter dem Titel 
‚Monatsschrift für Turnen, Spiel und Sport‘ in der Weidmannschen Verlagsbuchhandlung 
n Berlin erscheint. Verantwortlich zeichnen heute E. Kohlrausch und Edm. Neuendorff. 
Jie vierzig Jahre zählende Zeitschrift hat sich mit ihrem neuen Gewande passend neben die 
ihnlich ausgestatteten jüngeren Erscheinungen gestellt — wir nennen beispielsweise „Deutsche 
Sportschule‘, die die Franckhsche Verlagshandlung, Stuttgart, ausliefert —; diese be- 
chränken sich mehr oder weniger auf eines, höchstens zwei Teilgebiete. 

Die Spezialisierung ist sicherlich das Hauptkennzeichen der neuesten Literatur. Daneben 
uch die Berücksichtigung der Medizin, die heute, das kann man wohl behaupten, die Ober- 
eitung und Durchführung der Leibesübungen in der Hand hat. Nichts ist in dieser Be- 
chung bezeichnender als das Auftreten besonderer „Sportärzte‘‘, wie sie heute in den 
Zentren aller unserer Länder tätig sind. Die Hauptarbeit der Mediziner ist auf dem Ge- 
biete der vorbeugenden Sozialhygiene und des qualitativen Bevölkerungsproblems zu leisten. 


* 279 * 


HARTSTEIN / DIE NEUERE TURN-, SPIEL- UND SPORTLITERATUF| 


In den medizinischen Zeitschriften werden denn auch vielfach Grenzfragen von Lei 
übungen und Gesundheitspflege besprochen. Man nehme etwa die Nummer 47 A 
„Münchener medizinischen Wochenschrift“, in der Müller, Spandau, über den Einfluß de 
schwedischen Spannbeuge und der Klappschen Tiefkriechstellung auf die Wirbelsiı 
handelt und der Kriechstellung eine ungleich höhere Einwirkung als der Spannbeuge r: 
spricht, während Herbert Herxheimer sich zur Bradykardie (verlangsamten Derek: 
der Sportsleute äußert. Wir verweisen ferner auf den Band XXV der „Zeitschrift für річ 
kalische und diätetische Therapie‘ (1921), in dem A. Mallwitz über die Leibesübungen ı 
Lehr- und Forschungsfach spricht und speziell für das medizinische Studium eine Ergänze 
‘durch theoretischen und praktischen Unterricht in den Leibesübungen fordert. Von => 
ständigen, hierher gehörigen Schriften sei nur das zweibändige, hier bereits früher aufir 
lich besprochene Werk von Baur, Fischer und Lenz genannt [Lehmann, München], де тл 
im ersten Teile („Menschliche Erblichkeitslehre‘‘) richtige Aufschlüsse über unser D3 
gibt und im zweiten Teile („Menschliche Auslese und Rassenhygiene‘‘) packende, ùt 
zeugende Ausführungen über die Wege rassehygienischen Wirkens für den Einzelnen bi 
An ein kleineres Publikum, nämlich an die Turn- und Sportlehrer, wandte sich ursprü! 
lich Walter Schnell in seiner „Biologie und Hygiene der Leibesübungen‘, Vorlesungen. € 
er in Münster als Assistent am physiologischen Institut hielt und die er dann in Halk fi 
Ärzte und Studierende erweiterte. In ‘Halle waren sportärztliche Untersuchungen ber! 
systematisch durchgeführt und der Unterricht in der Biologie und Hygiene des Sport d 
ein wichtiger Zweig der öffentlichen Gesundheitspflege längst anerkannt. Auf Grund re* 
Erfahrung schuf Schnell sein Buch, das eine doppelte Hygiene anstrebt, nämlich einmal å 
positive, „mit dem Ziele einer Steigerung der Lebensfunktionen und der Gesundheit“, = 
sie von Ferdinand Hueppe in seinem soeben in neuer, umgearbeiteter Auflage bei S. Hr: 
in Leipzig erscheinenden Buch „Hygiene der Körperübungen‘“ vertreten wird, und s&s 
eine, prohibitive Hygiene „mit dem Zwecke der Vermeidung von Körperschädigungen dır 
falsch angewandte oder übertriebene Leibesübungen“. Das anatomische Detail ist auf & 
beschränkt, was bei den einzelnen Funktionen in Betracht kommt. „Eine Anatomie # 
Leibesübungen gibt es nicht.‘ Diese sind lediglich ein physiologisches Geschehen. Auf dir! 
Gebiete stehen wir noch vor vielem Neuen und Wertvollen. Alles in allem bedeutet Schr! 
„Biologie und Hygiene der Leibesübungen“ [Urban & Schwarzenberg, Berlin] einen grf" 
Fortschritt auf dem Wege von G. Broesike „Der menschliche Körper“ über Ferdina 
August Schmidt „Unser Körper“ hinaus. Die- Beibehaltung der Vorlesungsform halten si 
für äußerst geschickt. | 
Sprachen bis hierher die Ärzte zu uns, so mag jetzt C. Diem, der Dozent und Abteilung 
leiter an der deutschen Hochschule für Leibesübungen in Berlin zu Wort kommen. [hn 7 
danken wir den ersten der „Beiträge zur Turn- und Sportwissenschaft‘ [ Weidmann, Berlin 
„Zur Neugestaltung der Körpererziehung.‘‘ Die Berührungen Schnells, dessen Buch in бее 
Tagen erscheint, mit Diem sind auffallend. Was in jenem uns der Arzt sagt, das pn“ 
hier der praktische, im In- und Ausland bekannte Sportsmann aus. Beide eint die Liet ' 
unserer Jugend. Es ist sicherlich nur eine Frage der Zeit, daß Diems Vorschläge für d 
Pflege der Leibesübungen sich bei unseren Turnern und Sportlern durchsetzen, wenn к 
zur Zeit die Brücke, die einst Diem in seiner Broschüre ,,Friede zwischen Turnen 





* 274 » 


art“ [Teubner, Leipzig] schlug, bedenklich kracht. Gewiß hat Turnvater Jahn unter 
rnen alles verstanden, was heute die verschiedenen Sportsgemeinden als ihre ureigene Do- 
ne ansehen. Die Erben Jahns, die deutschen Turner, betrieben eben nur das Turnen und 
nachlässigten die übrigen körperlichen Übungen. Dabei muß man sich eins klar machen: 
Zahl der in Betracht kommenden Turn- und Sportfreunde. Über die ersten orientiert uns 
hl am besten Rudolf Gasch in seinem „Jahrbuch der Turnkunst‘ [Emil Stock, Zwenkau- 
pzig 1922] und über die letzten derselbe Gasch in seinem „Handbuch des gesamten 
rnwesens‘“ [Pichler & Sohn, Wien und Leipzig 1920). Wenn auch die in dem Handbuch 
haltenen Zahlen nicht mehr genau sein können — das Emporschnellen aller Vereins- 
tgliederziffern innerhalb der beiden letzten Jahre ist erstaunlich —, so viel ist immerhin 
ıer, daß ein Untereinander der verschiedenen Verbände ein Unding, daß ein Nebeneinander 
лп das Gebot der Zeit ist. 
Zum Glück für die Turn- und Sportsache selbst erweist sich der Streit der Spitzen als 
nahe belanglos für die Vereinsbetriebe selbst; in ihnen miacht sich tüchtige Arbeit geltend. 
erster Linie fällt die Beteiligung des weiblichen Geschlechts auf. Waren es ursprünglich 
- vereinzelte Frauen, die sich am Vereinsleben beteiligten, so sind jetzt seit Jahren nach 
Einführung des Turnunterrichts an den Mädchenschulen ganze Riegen und Vereine ent- 
aden, die in ihren Leistungen dem starken Geschlecht um nichts nachstehen. Es ist viel- 
ht bei der Einführung des Mädchenturnens in Schule und Verein der Fehler begangen 
rden, daß man es den Frauen bot, wie es nun einmal war. Heute tritt man dieser Methode 
aller Schärfe entgegen. Das tut J. Krieg in seiner Broschüre „Turnen und Sport für das 
bliche Geschlecht" TC Boysen, Hamburg]. Er hält einmal eine Beschränkung der 
ungen für Frauen für notwendig, und zwar auf Grund der physiologischen Tätigkeit der 
blichen Geschlechtsorgane. So warnt er vor länger dauernden Hüpfübungen, Rumpf- 
isen u. a. m. Die beschränkten Übungen sähe aber Krieg andererseits gern als Allgemein- 
_ betrieben. Von Ärzten und Turnlehrern wird die Schrift beachtet werden müssen. Ihre 
voreingenommenheit, ihre strenge Sachlichkeit und vornehme Darstellung wird ihr die 
ıernde Aufmerksamkeit der interessierten Kreise sichern. 
latte Krieg speziell die Frau bei ihrer Beteiligung am Turnen und Sport im Auge, so 
andelt C. G. Stratz in seinem schönen, herrlich ausgestatteten Buche „Die Körperpflege 
Frau‘ [F. Enke, Stuttgart] den ganzen Komplex der hierher gehörenden Fragen: den 
ı und die Pflege der Körperform, die Ernährung, Pflege der Haut, Kleidung, Gattungs- 
en, Kindheit, Reife, Heirat und Ehe, Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett, Blütenjahre, 
chseljahre mit Diätetik und Alter. Stratz liefert zu manchen Stellen bei Krieg eine, be- 
ders für die Sport treibende Frau, wertvolle Begründung. 
Jen Anteil der Frau am Sport feiert der schon einmal erwähnte C. Diem in seinem ganz 
dern ausgestatteten Buche „Sport-Brevier‘ [Eysler & Co., Berlin). Leider folgt dem 
byrambus kein eigenes, dem Sport der Frau gewidmetes Kapitel, wenn schon in den 
jern manche Sportlerin, manche Meisterin vorgeführt wird. Jeglicher Sport ist sonst 
treten und von namhaften Jüngern beschrieben. G. von Donop, der Verfasser des Kapitels 
lassischer Sport‘, hätte in seiner Bewunderung für den Apollo von Piombino und andere 
Dtterstatuen“ noch ein Stück weitergehen und sie geradezu für Siegerstatuen erklären 
ınen; denn etwas anderes sind sie meines Erachtens nicht. 


* 270 + 


| 
HARTSTEIN / DIE NEUERE TURN-,SPIEL- UND SPORTLITERATI| 


Für den Ausfall bei Diem entschädigen uns Karl Lentz: „Übungsgruppen für das Mädch« 
und Frauenturnen in rhythmischer Form‘ [G. Braun, Karlsruhe], F. und H. Winthe 
„Lebendige Form, Rhythmus und Freiheit in Gymnastik, Sport und Tanz‘ [im gleich: 
Verlag] und Luise Neyber und Else Wirminghaus: „Bleibe jung. Tägliche Körperübun:: 
für die Frau. Mit 35 Abbildungen von Hedwig Carlson. Die beiden ersten Bücher berüt! 
sichtigen das dem weiblichen Geschlecht angeborene Talent für den Tanz, sein tiefempfu 
denes Gefühl für Rhythmus und Harmonie. Lentz’ Übungsgruppen sind das Ergebnis lanz: 
erfolgreicher Lehrerjahre in Mannheim, einer unserer ersten pädagogischen Zentralen. A 
Freiübungen, die Gang- und Hüpfübungen, sowie die Übungen im Laufen und Springen si: 
in das Übungsheft einbezogen worden. Der Praktiker wird mit Freuden nach dieser Aus»: 
greifen. Dem Neuling tut sich ein weites Gebiet zum Studium und zur Fortführung iı 
rhythmischen Turnen auf. Fritz und Hanna Winther haben sich das Ziel gesteckt, die Gi 
bundenheit von Gymnastik, Sport und freiem Tanz zu erweisen. Der Verlag hat das Bui 
glänzend ausgestattet. Die beiden zuletzt genannten Schriftstellerinnen wollen die organis 
gesunde Frau zu täglichen Übungen veranlassen, die ihr liegen und die bei ihrer Dur: 
führung die Frau stark machen und die Rasse heben sollen. 

Eine kräftige Generation durch die Leibesübungen zu schaffen, das ist auch das Ziel, 
das Eugen Matthias, der bekannte Züricher Dozent in seinem Vortrage: „Bestimmungen u 
Aufgaben der Leibesübungen im Dienste der Gesamterziehung‘' [Selbstverlag, Zürich] au 
geht. Er erörtert die physiologische und psychologische Bedeutung des Schulturnens ur 
kommt zu dem Schlusse, daß die Unterrichtsmethode mehr physiologisch orientiert хе 
müsse und daß ein naturgemäßes Verhältnis zwischen Sitz- und Bewegungsunterricht 1 
schaffen sei. 





Der Gedanke, unsere kommenden Generationen stãrker und damit produktiver an subjr| 
tiver Lebensfreude und objektiver Betätigung für das Allgemeinwohl zu machen, liegt unt 
der Oberfläche all derjenigen Publikationen, die sich etwa mit dem Geräteturnen beschä 
tigen, wie die von Max Schwarze: „Lehrgänge im deutschen Turnen‘ [Protze, Dresden 
oder die Leichtathletik behandeln, wie Joh. Waitzer das in seinem Buch ‚Wie trainiere ií 
Leichtathletik?" tut [Grethlein & Co., Leipzig und Zürich]. Schwarze gibt zwei Lehrgäng 
einen für das Reckturnen und einen für den Barren. Den Übungen geht eine anregen! 
Betrachtung über Wesen und Wert des Geräteturnens voran. Joseph Waitzer verrät auf jeıl: 
Seite seiner Bücher den erprobten Könner und Kenner. Und da auch die Abbildungen lehi 
reich sind, fällt das Einarbeiten in die Materie nicht schwer. Die „Zehn Gebote für di 
Leichtathleten‘ auf Sondertafel sollten an jeder Übungsstätte angeschlagen sein. | 

Ein Einzelgebiet der Leichtathletik behandelt H. Nitzschmanns „Geh- und Laufschul: 
[Proteus-Verlag, Berlin]. Das Büchlein ist militärisch kurz gehalten. Die Gehschule komu 
іп erster Linie für die Schulen in Betracht. In der Laufschule ist der Dauerlauf an d 
Spitze gestellt. Er gehört dorthin wegen seiner außerordentlichen. Bedeutung für die На 
und Lungenschulung. Für die Schrittlänge sollte von vornherein keine bestimmte Größe vo! 
geschrieben sein, die erreicht der Läufer mit der Zeit. Das Buch eignet sich vorzüglich zu 
Einführung überall da, wo es ein geübter Läufer in der Praxis erläutert. 

Dem ‚Langstreckenlauf‘ ist eine Sonderschrift von Phil. Hainz gewidmet TA. Bebe 
Berlin]. Der Verfasser ist wissenschaftlich und ausübend mit dem Wesen und dem Betriel 


+ 276 » 


HARTSTEIN / TURN-, SPIEL- UND SPORTLITERATUR * ZU UNSEREM BILDE * 





s Langlaufes gründlich vertraut. Im theoretischen Teil gibt er den Begriff und die Arten 
s Laufs, seine Geschichte, seine Entwicklung in den letzten Jahrzehnten, speziell bei den 
ympischen Spielen in Stockholm 1912, und eine Übersicht über die augenblicklichen 
utschen Langstreckenläufer. In dem größeren praktischen Teile hören wir von der Technik 
d Taktik der Langstreckenläufer. Alles Gebotene ist durch schöne Abbildungen veran- 
ıaulicht. Deutschland verfügt zurzeit noch nicht über Langstreckenläufer, die im inter- 
tionalen Wettkampf Aussicht auf Erfolg hätten; hoffen wir, daß Hainz’ Ausführungen 
ısere Läufer dem Ziele näherbringen. 

Von den Ballspielen erzählt uns Hermann Hofer in zwei Publikationen, dem ‚Faustball- 
ie“ und dem „Deutschen Schlagballspiel“, die beide bei Grethlein & Co., Leipzig und 
irich, erschienen. Auch er gibt Geschichtliches, die Regeln, die Technik und die Taktik der 
iele, die Kleidung und den Spielplatz. Ein besonderes Kapitel befaßt sich mit dem Damen- 
iel und verurteilt hier entschieden jede überängstliche Vorsicht. Gute Bilder zeichnen 
ide Bücher aus. | 

Doch zum Schluß noch ein Spezialgebiet, das Wandern, über das in letzter Zeit viel ge- 
hrieben worden ist. Das letzte Wort ist anscheinend noch nicht gesprochen. Der Jugend 
er ist alle Theorie grau, sie wandert, und eine umfangreiche Literatur will ihr dabei an 
e Hand gehen. | 

Werner Lindners Buch „Vom Reisen und Wandern in alter und neuer Zeit [Furche- 
erlag, Berlin] erzählt uns in anziehender Weise von der Reise- und Wanderbewegung seit 
r römischen Reisezeit bis auf den ‚„Wandervogel‘. Unsere Zeit kommt ein bißchen zu kurz 
eg — der Abschnitt umfaßt ganze 15 Seiten —, doch überaus wertvoll sind die uns ge- 
jtenen weiteren 80 Seiten, auf denen uns Männer und Frauen aller Zeiten berichten, wie 
e die Natur gefühlt haben. Lindner weiß sehr wohl, wie die Not der Zeit auf uns Jastet, 
lein gerade deshalb hält er Wanderungen in die schöne Gottesnatur, mögen sie auch noch 
ı bescheiden ausfallen, für dringend geboten. 

Der gleichen Ansicht ist W. Schubert: „Das Wandern und die neue Zeit‘ [Dürr, Leipzig]. 
esondere Seiten der Wanderungen hebt Ernst Zimmermann in seinem „Geologische Schüler- 
anderungen‘‘ [J. Stehl, Arnsbach (Westf.)] hervor. Der Verfasser: will die Grundlagen der 
eologie in freier Natur, nicht in der Schulstube erörtert sehen. Wer möchte ihm hier nicht 
sistimmen ? | 


ZU UNSEREM BILDE 


Je aus dem bekannten Bauerschen Werk „Berechnung und Konstruktion von Schiffs- 
aschinen und Kesseln“ [R. Oldenbourg, München und Berlin] entnommene Bildbeigabe 
ürfte besonders die Aufmerksamkeit der nicht zu den Fachkreisen gehörenden Leser auf 
ch ziehen. Wir haben das Bild aus einem Gebiet der Technik gewählt, das verhältnismäßig 
enige mit eigenen Augen zu sehen Gelegenheit haben. Solch ein völlig ins Trockene ge- 
obener Schiffsriese bietet einen großartigen Anblick, denn die dem Auge beim schwimmenden 


* 277 * 


ж ZUUNSEREMBILDE ¥ 





Fahrzeug entzogenen Teile sind vielleicht die schönsten, sicher die imposantesten an dem 
Rumpfe eines Schiffes. 

Je mehr sich die Erzeugnisse der modernen Technik vervollkommnet haben, desto eleganter 
sind ihre Linien und Formen geworden. Auch hier staunen wir weniger über die gewaltigen 
Ausmaße als über die schön geschwungenen Linien des Rumpfes, der Schrauben und de: 
Steuers. Wir bewundern, wie von schmaler Basis der Leib des Schiffes in die Höhe wächst. 
wie der über Wasser breit erscheinende hintere Teil des Schiffes unter Wasser so schmal 
wie der Bug ausläuft, und sehen, daß die heute so oft genannte Tropfenform hier lange ihre 
Anwendung gefunden hat. 

Dort am Heck, wo die Seitenlinien des Schiffes schmal zusammenlaufen, setzen nun weit 
seitwärts ausladend, frei von dem in der Mitte stehenden Steuer die — in unserem Falle 
vier — Schiffsschrauben an. Ein großes Stück der Welle, die die Kraft der Maschine au! 
die Schraube überträgt, liegt hier außerhalb des Schiffes, von starken Böcken getragen und 
durch die sogenannte Wellenhose gegen das Seewasser geschützt. Ihre richtige Lage zum 
Schiffskörper wird genau errechnet, da sie für die Wirkung der Schrauben außerordentlich 
wichtig ist. 

Ein solcher Propeller kann zwei, drei oder vier Flügel haben; jeder einzelne bildet einen 
Ausschnitt aus einem Gewindegang, dessen Steigung und Form für jedes Schiff besonders 
berechnet werden muß. Einschraubige Schiffe haben meist linksgängige Propeller. Sind 
mehrere vorhanden, so drehen sich die gegenüberliegenden in entgegengesetzter Dichtung — 
in unserem Falle beide nach außen —, da sie bei gleicher Drehrichtung außer der Vorwärts- 
bewegung der Schiffe auch eine seitliche erzeugen würden. Dies erklärt sich so: Der jeweils 
unten befindliche Schraubenflügel bewegt sich in dichterem Wasser als der obere, er ūber- 
windet also stärkeren Widerstand und bewirkt daher eine seitliche Verschiebung der 
Schraubenachse in einer Richtung, entgegengesetzt der Bewegung des unteren Flügels. Diese 
seitliche Verschiebung wird natürlich bei zwei bzw. vier Schrauben durch entgegengesetzte 
Drehrichtung aufgehoben. | 

Bei kleineren Propellern gießt man die Flügel und die Nabe, die auf der Welle sitzt, aus 
einem Stück. Dies trifft auch bei solchen mit großen Umdrehungsgeschwindigkeiten (Tur- 
binen) bis zu den größten Abmessungen zu (Imperator 5080 mm Durchmesser). Bei großen 
langsam drehenden Schrauben werden dagegen die Flügel auf die Nabe aufgeschraubt. Als 
Material für die Schrauben verwendet man Bronze, Stahlguß, Gußeisen oder Stahlblech. 
je nach dem besonderen Zwecke. Die Propeller für Kriegsschiffe und erstklassige Fahrzeuge 
müssen äußerst exakt nach der für sie berechneten Kurve gearbeitet sein. Man bearbeitet die 
Druckflächen mit besonderen Maschinen derart, daß sie mathematisch genau der gewünschten 
Schraubenkrümmung entsprechen. Die Kanten werden. haarscharf angeschliffen. 

Die vier Schrauben unseres Bildes entsprechen den vier Maschinen des Schnelldampfers. 
eines der modernsten Schiffe, etwa von der Größe des Imperators, d. h. in diesem Fall die 
vorderen den beiden Hochdruck- und die hinteren den beiden Niederdruckturbinen, die 
natürlich mit großen Umdrehungszahlen arbeiten. Die Propeller sind dementsprechend im 


Vergleich zu den Ausmaßen des Schiffes nicht so groß, wie man annehmen könnte. 


` * 278 * 





SPORT UND TURNEN 





SPORT UND TURNEN 


Wir geben hier eine Auswahl aus der neueren Literatur auf einigen Gebieten des Sportes und 
Turnens. Die Werke über Maschinensport (Automobilsport u. a.), Jagd, Rennsport usw. sollen bei 
anderer Gelegenheit berücksichtigt werden. Die Preise sind unverbindlich. 


ALLGEMEINES / JAHRBÜCHER / 
SAMMELWERKE 


DIEM, Carl, Sport. Mit ı Titelbild u. 4 Spiel- 
plänen. (139 S. К Leipzig, Teubner. (Aus 
Natur und Geisteswelt. Bd. 0515) М 20.—. 

HANDBUCH des gesamten Turnwesens u. d. ver- 
wandten Leibesübungen. In Verbindung mit zahl- 
reichen Fachmännern herausg. von Rudolf Gasch. 
Mit 44 Taf. mit 493 Einzelabb. u. 566 Textabb. 
X, gı8 S. Lex.-85.) Wien, Pichlers Witwe 

Sohn. M 30.—, geb. M 33.—. 

KRANZLER, Wilhelm, Sport und Spiel. Anleitung 
und Grundzüge zur Erlernung und zum Verständ- 
nis aller modernen Sportarten. Mit Abb. (235 S. 
80.) Hamburg, Hansa-Verlag. Hlwbd. M 20.—. 

RISSE, Heinz, Soziologie des Sports. (84 S. 8°.) 
Berlin, A. Reher.M 10.—. 

SPORT-BREVIER. Herausgeg. u. bevorwortet von 
Carl Diem. Mit zahlr. Orig.-Aufn. (14a S. 8°.) 
Berlin, Dr. Eysler & Со. М 18.—, geb. M 24.—. 


SPORT-KALENDER. 1922. (64 Bl. mit Abb. 


Gr.-80.) (Abreißkalender.) Stuttgart, Franckhsche 


Verlh. M 12.—. 


SPORT - TASCHENBUCH, Deutsches illustriertes. 
Mit Sport-Kalender, Deutschem Turn- u. Sport- 
Leistungsbuch 1922/23, sowie einer — 
über Neue Körperkultur. Von W. Dörr. Ausg. 5. 
1922/23. (112 S. mit Abb. Ki.-80. 
Franckhsche Verlh. M 18.50, geb. M 30.—. 

STRIEGLER, Bernh., Kleines illustriertes Turn- 
lexikon. Ein Bilderbuch u. Nachschlagebuch zur 
Turnsprache. Mit 415 Abb. a. Aufl. (134 S. 
K1.-80.) Berlin, M. Hesse. M 5.—. 


FOURISTEN- U. WINTERSPORT-KALENDER, 
Österreichischer. 1922. Herausgeber Julius Buch- 
müller. (XVI, 216 S. mit Abb., ı Karte. КІ.-80.) 
Wien - Leipzig, Anzengruber - Verlag. Pappband 
M 27.—. 


KÖRPERKULTUR 


DIEM, Carl, Zur Neugestaltung d. Körpererziehung. 
Ein Aufriß d. Tagesfragen. (78 S. Gr.-80.) Ber- 
lin, Weidmannsche Buchh. (Beiträge zur Turn- 
und Sportwissenschaft. Heft 1.) M 9.—. 


IUEPPE, Ferdinand, Hygiene der Körperübungen. 
2. earb. u. vermehrte Aufl. Mit 66 Abb. 
(VL, эб] S. Gr.-80.) Leipzig, S. Hirzel. Geh. 
M 125.—, geb. M ı160.—. 

(RIEG, J., Turnen und Sport für das weibliche 
Geschlecht. Kritische Betrachtungen aus d. Ge- 
biete d. Anatomie, Physiologie u. Psychologie 
des weibl. Geschlechts. (31 S. 80.) Иши 
C. Boysen. M 4.—. | 


%* 


Stuttgart, ` 


2 


=” (341 S. 80.) 


pa 
/ 


MAXICK (d. i. Max Sick), Muskel-Beherrschung 
oder Körperentwicklung durch Willenskraft. 2. 
durchges. Aufl. Mit Abb. (127 S. 8°.) Leipzig, 
Grethlein & Co. M 24.—, geb. 40. — 


MÜLLER, Johannes, Die Leibesübungen. Ihre Ana 
tomie, Physiologie u. Hygiene mit Anhang „Erste 
Hilfe“ beı Unfällen. Lehrbuch der medizinischen 
Hilfswissenschaften für Turn- und Sportlehrer, 
Turner und Sportsleute. 2. Aufl. Mit 206 Abb. 

ipzig, Teubner. Geh. M 50.—, 

geb.M 75.—. 


SCHMIDT, Ferd. August, Physiologie der Leibes- 
übungen. 3. ns ia Aufl. Ми 36 АЬЬ. (159 $. 
80.) Leipzig, Voigtländer. Kart. М тоо. —. 


SCHNELL, Walter, Biologie und Hygiene der Lei- 
besübungen. Vorlesungen für Turner, Sportleute, 
Ärzte und Studierende. Lehrbuch für den Unter- 
richt der Turnlehrer und -lehrerinnen und für 
Lehrerbildungsanstalten. Mit vielen Textabb. und 
Tafeln. Berlin, Urban & Schwarzenberg. (Er- 
scheint im Sommer 1922.) 


THIELE, Adolf, Die neue Erziehung. Werden und 
Wesen der Leibesübungen. Für Ärzte, Lehrer 
u. Erzieher, Sportsleute, Turner u. alle Freunde 
der Leibesübungen. (436 S. 8%.) Leipzig, Greth- 
lein & Co. Geh. M 22.—, geb. M 4a.—. 


ZANDER, R., Die Leibesübungen und ihre Bedeu- 
tung für die Gesundheit. Mit 20 Abb. 4. verb. 
Aufl. (140 5. КІ.-80.) Leipzig, Teubner. (Aus 
Natur und Geisteswelt, Band 13.) М 20.—. 


TURNEN 


BRAUNGARDT, Wilhelm, Bewegungsspiele. Me- 
thodisches Handbuch d. Spiele f. Schulen und 
Turnvereino. 8., neubearb. Aufl. Mit 45 Bildern. 
(XII, 191 S. K}-80.) Oldenburg i. O., A. Litt- 
mann. Kart. M 18.—. 


CÜPPERS, Heinrich, und Bernhard Striegler, 
32 Tafeln Frei-Pyramiden. Für 6 ыз Зо Mann 
ausführbar. (32 Taf. ro X 18cm.) Stuttgart, P. 
Mäbler. In Umschl. M 10.50. 


ECKARDT, Fritz, Turnen. (IV, 22 $. КІ.-80.) 
Leipzig, Teubner. (Aus Natur und Geisteswelt. 
Band 583.) M 20.—. 

EICHLER, Wilhelm, Neuzeitliche Turnkunst für 
Knaben und Männer in Schule und Verein. Enth. 
rhythm. Turnen, turner. Tanzen, Bodengymnastik 
nebst Frei-, Hantel-, Stab-, Keulen- und Ord- 
nungsübungen und Spielen, 2. Т. auch f. d. Mäd- 
chen- und Frauenturnen verwendbar. Mit 70 Abb. 
(VIII, 139 S. 80.) Stuttgart, P. Mähler. M 20.—, 
geb. M 25.—. 


Us 


* SPORT UND TURNEN è 





ERBES, A., Stabübungen für Frauen und Mädchen 
in Verbindung mit Ordnungsübungen als Einzel- 
übungen, Geineinübungen und Reigen. Mit 86 
eingedr. Bildern von M. Burger. 2. Aufl. (61 S. 
Kl.-8%.) Berlin, M. Hesse. 2.—. 


GASCH, Rudolf, Der Gauturnwart. 15 Beispiele f. 
Vorturnerstunden. Mit ı48 Bildern. 2. Auflage. 
(84 S. K1.-80.) Berlin, M. Hesse. M 2.—. 

Derselbe, 5o Turntafeln für das Geräteturnen der 
Männer. г. Riege. Mit ı6ı Bildern. 2. Auflage. 
(74 S. Kl.-8°%.) Ebenda. M 2.—. 

Dasselbe. 2. Riege. Mit 175 Bildern. (79 S. Kl.-8°.) 
Ebenda. M 2.—. 

Dasselbe. 3. Riege. Mit 160 Bildern. (80 S. K1.-8°.) 
Ebenda. M 2.—. 


HENTZSCHEL, Paul, Gemeinübungen an den Ge- 
räten. 25 Übungsgruppen in 3 Schwierigkeits- 
stufen f. d. Turnen d. Knaben u. Männer. Mit 
125 Bildern. 2. Aufl. (67 S. Ki.-8%.) Berlin, 
M. Hesse. M 2.—. 


HERMANN, August, Handbuch d. Bewegungsspiele 
für Mädchen. Mit 73 Abb. u. Photogr. 8. Aufl. 
von Fritz Schroeder. (VI, 186 S. K1.-80.) Leip- 
zig, Teubner. M 16.—. 


MAUL, Alfred, Reckübungen nach Schwierigkeits- 
stufen in Gruppen zusammengestellt. 6. verb. 
Aufl., verm. durch Übungen f. d. Kinder- u. 
_Frauenturnen, f. Schau- u. Vereinswetturnen u. 

` durch Winke z. Vorturnerbildung. Neu heraus- 

egeben v. Adam Leonhardt. (X, 159 S. K1.-80.) 
arlsruhe i. B., G. Braun. M 20.—. 


MÖLLER, Karl, Atmung u. Haltung. Zehnminuten- 
turnen in Schule und Haus. Ма 8ı Bildern 
ım Text und 67 Tafelfig. 4. erw. Aufl. (IV, 
тоо S. Kl.-8%.) Leipzig, Teubner. M 12.—. 

Derselbe, Keulenschwingen in Schule, Verein und 
Haus. Eine Einführang f. alle Freunde gesunder 
und kunstvoller Leibesübung. 5. Aufl. Mit 52 Ab- 
bild. Ebenda. M 15.—. 


LEICHTATHLETIK 


BRUKON, Paul, Die moderne Leichtathletik. Der 
Lieblingssport der alten Griechen. Eine kurzgef. 
aber vollständige Darstellung sämtlicher Übun- 
gen des „olympischen Sports“ mit vielen prak- 
tischen Winken zur erfolgreichen Ausüb die- 
ser ältesten u. schönsten Leibeskultur. Mit 61 Ab- 
bild. (119 S. 8°.) Leipzig, F. W. Gloeckner 
© Со. М 9.75. 

GUNST, Wilhelm, Die Leichtathletik. Ein Lehr- 
buch der volkstümlichen Lauf-, Sprung- u. Wurf- 
arten. Mit Bildern. (128 S. 80.) Leipzig, Ar- 
beiter-Turnverlag. M 16.—. 

HAINZ, Philipp, Der Langstreckenlauf. Theorie, 
Technik und Taktik. Mit ar Abb. (146 S. 8°.) 
Berlin, A. Reher. Hliwbd. M ı18.—. 

HALT, Karl von, Die Leichtathletik. Ein Führer. 
Mit 8 Kunsttafeln. (ca. oo S. K1l-80.) Stutt- 
gart, Franckhsche Verlh. (Ersch. Sommer 1922.) 

KÜBLER, Paul, Messung u. Wertung d. Leistungen 
im Athletiksport. Studie. Herausgeg. v. d. Gym- 
nastischen Gesellschaft Bern. П: 5 
P. Haupt. M 9.—. 


. 80.) Bern, „ 


LOGES, Carl, Volkstümliche Ub . Leicht- 
athletik. Ein Lehrgang ihrer Technik für Schul» 
und Verein. a. Aufl. Mit zahlr. Federzeichn. ı 
Abb. (IV, 114 S. Kl.-80.) Leipzig, Teubner. 
(Erscheint im Sommer 1922.) 

OTTO, Heinrich, Der Gehsport. Training, Tel. 
nik u. Taktik d. Schnell-, Gepäck- u. Dauer- 
gehens mit Beiträg. von Hermann Müller u. Eme- 
rich Rath. Neu bearb. von Hermann Moller 
Mit vielen Abb. (77 S. Kl.-80.) Leipzig, Gretl- 
lein & Co. M 12.—. 


WAITZER, Josef, Wie trainiere ich Leichtathle- 
tik. Mit zahlr. Textabb. Neu bearb. Aufl. (86°. 
Kl.-80.) Leipzig, Grethlein & Co. M 12.—. 

Derselbe, Wurf und Stoß im Bild. Diskuswerfen. 
Speerwerfen, Kugelstoßen. Reihen - Aufnahm«: 
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nderbuch. Mit 8 Kunsttafeln. (g2 S. 8%.) 
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ckenunterricht und Geländekurs. Herausgeg. 
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schen Ski-Verband. 3. neubearb. Auflage. 
S. mit Abb. Kl.-80%.) München, Rother. 
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Erlernung des Skilaufs mıt Wenden, Springen, 

ren usw., nebst Beschreib der verschie- 

denen Bindungen. Mit 23 Abb. 2. Aufl. (32 S. 
80.) Ebenda. 1.50. 

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ziellen Eishockeyregeln. Mit 15 Abb. (8r S. 
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Kl1.-80.) Leipzig, Grethlein & Co. M 12.—. 

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rudern und Skullen). Unter Mitw. von Wilhelm 
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Der berühmte Gelehrte hat eine Reihe von Werken 
hinterlassen, die sein früherer Assistent und Mit- 
arbeiter, einem Wunsche des Verstorbenen folgend, 
nunmehr der Öffentlichkeit übergibt. Außer den 
hier genannten Werken werden erscheinen die ‚Un- 
tersuchungen über Aminosäuren, Polypeptide und 
Proteine‘ und einige bisher nicht in ho zu- 
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Lwbd. M 130.—, Hldrbd. M 175.—. 
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Zitate. 3., mehrfach bericht. u. erg. Aufl. (793 S., 
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6291/6292.Tietech , Karl, Das Wiesenmärchen. 
Eine Pflanzen- und Tiergeschichte. (151 S.) 
6293. Campe, Joachem Heinrich, Theophron. 
Ein Ratgeber f. d. Jugend. Bearb. v. P. Würffel. 
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73 S.) 

294. Fröhlich, Hanna, Fideli Schwizer- 

'schichtli. (95 S.) 

295. Strasser, Karl Theodor, Björnstjerne 
Björnson. Mit einem Titelbildnis des Dichters. 
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6296. Benedix, Roderich, Das Stiftungsfest. 
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6301/6304. Dasselbe, Bd. a. (312 S.) 

6305. Putlitz, Gustav zu, Vergißmeinnicht. 
Eine Arabeske. Hrsg. v. Fritz Gundlach. (58 S.) 
6306/6307. Pannier, Karl, Ausführungsbestim- 
mungen zum Einkommensteuergesetz und Körper- 
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„ 283 + 


e 


—— — наа 37 7 7 


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Autor. Übers. aus dem amerikan. Original von 


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(255 


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12. Derselbe, Die Aristoteles-Komödie (Persones, 
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ansichten Goethes in den Hauptfragen von Wissen- 

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Grundtendenzen seines Forschens und Denkens für 

die Philosophie und Weltanschauung der Gegenwart 

nutzbar zu machen. | 


BAUR, Ludwig, Methaphysik. (502 S. 80.) Kemp- 
ten, Kösel Pustet. Geh. M 70.—, Pappbd. 
M 85.—, Lwbd. M 100.—. | 


GERLACH, J. E., Kritik der mathematischen 
Vernunft. Mit 7 mathemat. Zeichngn. en 8°.) 
Bonn, Fr. Cohen. Geh. M 42.—, geb. 65.—. 

Eine geschlossene Entwicklung der Erkenntnisgrund- 

lagen der Mathematik, fußend auf Kants Erkennt- 


n’stheorie, in einer auch für den gebildeten Laien 
vers an Alichen Form. d 


HELANDER, Sven, Marx und Hegel. Ein 
Studie über sozialdemokrat. Weltanschauu: 
Verf. durchges. Übers. v. Margarethe La 
(V, 84 S. Gr.-8°.) Jena, С. Fischer. M 13; 

LUDWIG, Carl, Die Anthroposophie. Ihr 
u. ihre Ziele. Mit 2 Abb. (80 S. 80.) Sı 
Franckhsche Verlh. Geh. M 22.50, geb. M 


MUTIUS, Gerhard v., Gedanke und Erlebnis. 
stadt, Otto Reichl. Geb. M 340.—. 
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Publikationen und als Staatsmann bekannten ' 
fassers enthält die Essays: Gedanke und E::. 
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tur, Gesundheit, Konzentration, Die Tragödır 
Tod als Schlüssel zum dritten Reich, Der V 
VAIHINGER, Hans, Kommentar ғи Kant E 
der reinen Vernunft. Hrsg. v. Raymund Sch: 
2. Aufl. 2 Bde. u. ı Erg.-Bd. Bd. ra (A 
507; VIII, 563 S. u Оос. ‹ 
М 280.—, Subskr.-Pr. 224 —. 


THEOLOGIE 


ACTA conciliorum oecumenit.,rum. Teil 1, vol. 4. 
Fasc. 2. (S. 81—160.) Berlu, Vereinigung wis- 
senschaftl. Verleger. M 60.—. 


BENGEL, Johann Albrecht, Offer barungs-Gedan- 
ken. (Ausz aus dessen „бо Reden über die 
Offenbarung `.) Neue Ausg. mit Einem Vorw. v. 
Samuel Limbach. (411 5. Kl.-00,) Stuttgart, 
J. F. Steinkopf. Hiwbd. M 25.—. 


BODE, Wilhelm, Unser Wissen von Du. (118 S. 
K1.-80.) Leipzig, H. Haessel. Geh. M 19.—, 
Hiwbd. M 30.—. 


EBERLE, A., Die Mariologie des Heiligen Cyrillus 
von Alexandrien. (XII, 140 8. 80) Freiburg 
i. Br., Herder & Co. M 36.—. 


HARNACK, Adolf von, Die Verklãrungsgesct: 
Jesu, der Bericht des Paulus (r. Kor. 15,5 
und die beiden Christusvisionen des Petrus (\ 
bis 80. 4%.) Berlin, Vereinigung wissens: 
Verleger. 4.—. 

HETZENAUER, P. Michael, Biblia Sacn 
gatae Editionis Sixti V. Pont. Max. et Cl 
tis VIII. auctoritate Edita. (1288 S. Gr- 
Regensburg, Kösel & Pustet. Brosch. M ww 
Hiwbd. M 220.—, Hldrbd. M 270.—. 


KIRCHLICHES HANDBUCH für das kathol: 
Deutschland. Nebst Mitteilungen дег аш! 
Zentralstelle für kirchliche Statistik. Hrsg. 
H. A. Krose S. J. X. Bd.: 1921—1923, 
ı Tabelle. (XX, 344 5. Gr.-8°.) Freiburg, | 
der & Co. Geb. M 100.—. 


* 284 a 


* MEDIZIN кае ж 





KREBS, P. Alois, C. Ss. R., Die Herrlichkeiten 
Mariä vom heiligen Kirchenlehrer Alfons Maria 
von Liguri. (668 S. 80.) Regensburg, Kösel 
& Pustet. Brosch. M ee. Lebd. Mi 90.—. 

LIPPL, Josef, Der Islam, Eine Einführung in die 
Islam-Kunde. Kempten, Kösel & Pustet. Pappbd. 
M 22.—. 

RICHTSTÄTTER, Karl, S. J.. Grundgedanken der 
Herz-Jesu-Predigt. (50 S. 80.) Regensburg, Kösel 
& Pustet. Kart. M 12.—. 

Derselbe, Jesuitenmission und Pfarrklerus. (89 S. 
80.) Ebenda. Kart. M 16.—. 

ZEZSCHWITZ, Gertrud von, Warum Katholisch? 
Begründung meines Übertritts. (XII, 86 S. 8°.) 
Freiburg i. Br., Herder & Co. Kart. M 30.—. 

Die apologetische Schrift fordert Annäherung und 

Verständigung zwischen Protestanten und Katholiken 

zur Rettung von Religion und Christentum. 


NEWMAN, J. H., Christentum. Ein Aufbau. Aus 
seinen Werken zusammengestellt und eingeleitet v. 
Е. Przywarä S. J. Übertr. v. O. Karrer S. J., 
8 Bdchen. Freiburg i. Br., Herder & Co. 

3. Weg zum Christentum III. Glauben. (VIII, 
106 S. 80.) Pappbd. M 34.—. 

4. Einführung in Newmans Wesen und Werk. 
Mit a Bild. (ҮШ, 112 S. 80.) Pappbd. M 65.—. 


OLDENBERG, Hermann, Reden des Buddha. Lehre. 
Verse. Erzählungen. Übersetzt u. eingeleitet. (VI, 
473 S. 80.) München, K.: Wolff. Geh. M 140.—, 
Hlwbd. M 200.—. 


Die Ûbersetzungen, die letzte Arbeit Oldenbergs, 
bieten den durch die langjährigen Forschungen Че 
Gelehrten freigelegten SE der Lehre Buddhas. 
Das gut ausgestattete Werk enthält eine sehr lesbare, 
geschickte und übersichtliche Auswahl. 


MEDIZIN 


ARZNEITAXE, Deutsche. Amtl. Ausgabe. Jg. 17. 
1922. k., abgeänderte Ausg. (131 S. 80.) Berlin, 
Weidmann. M 15.—. 


ASSMANN, Herbert, Die klinische Röntgendia- 
gnostik der inneren Krankheiten. 2., umgearb. u. 
verslärkte Aufl. mit 711 Textabb. u. 20 Brom- 
silbertafeln. Leipzig, E. C? W. Vogel. Brosch. 
М 900.—, Lwbd. M 1000.—. 

BIBLIOGRAPHIE der gesamten Kinderheilkunde. 
Hrsg. у. а. Кеа. 4. Zentralblattes f. d. gesamte 
Kinderheilkunde. (H. Putzig). Bd. 4. Für das 
Jahr ıgao. (VIII, 313 S. 4°.) Berlin, Springer. 

192.—. 

BORST, Max, Pathologische Histologie. Ein Unter- 
richtskursus für Studierende und Ke Mit 240 
2. T. farb. Abb. im Texte. (X, 371 S. Gr.-8°.) 
Leipzig, F. C. W. Vogel. М 250.—, Lwbd. 
M 300.—. i 

CEMACH, A. Isaak, Diagnostik innerer Krankheiten 
in Tabellenform. 4., verm. u. verb. Aufl. d. „Dif- 
ferentialdiagnostischen Tabellen“. 50 Tab. mit 61 
farb. u. schwarzen Abb., Röntgenbildern u. Fie- 
en (VIII S., 50 Tab., 6 S. 8%.) München, 
J. F. Lehmann. M 50.—. 


ERGEBNISSE der inneren Medizin und Kinder- 
heilkunde. Bd. raar. (4%) Berlin, Julius 


Lager, 
d it тоз Abb. im Text. (II, 833 $.) 


252.—. 


a 63 Abb. im Text. (III, 751 S.) 
15.—. . 
21. Mit 46 Abb. im Text. (IH, 610 S.) 


M 216.—. 


GREIMER, Karl, Handbuch des praktischen Des- 
infektors. Ein Leitfaden f. d. Unterricht u. ein 
Nachschlagebuch f. d. Praxis. Mit 8 Taf. und 
20 Abb. im Texte. 2., verm. u. verb. Aufl. (XXII, 
197 S. 80.) Dresden, Th. Steinkopff. Geh. 
M &5.—, kart. M 50.—. 

HANDBUCH der gesamten Augenheilkuride. Liefe- 
rung 398—429. Berlin, Springer. 


. JANSSEN, Peter, 


398—429 = Teil 2, Kap. ıoB, Bd. 7. Die 
Krankheiten der Sehnerven v. Eugen v. Hippel. 
Ми о ТехіаЬЬ. (5. 223—410.) М 64.—. 

HANDBUCH der Tuberkulose. Bd. 4, Hälfte 2. Mit 
62 Abb. u. ı8 Kurven im Text, 4 schwarzen u. 
4 farb. Taf. (VIII S., S. 181— 780.) Leipzig. 
Joh. Ambr. Barth. M 200.—, Bd. 4 volit. 
М a40.—, Hiwbd. M 300.—. 


HANDBUCH der vergleichenden Physiologie. Liefe- 
rung 53. Jena, G. Fischer. 
53 = Ва. 1. Physiologie der Körpersäfte. Physio- 


logie der Atmung. Hälfte r. (S. 557—668.) 
M 3 | 


о.—. 
Lehrbuch der chirurgischen 
Krankenpflege für Pflegerinnen und Operations- 
schwestern. 4. neubearb. Aufl. Mit 306 Abb. 
(ХП, 293 S. Gr.-80.) Leipzig, F. C. W. Vogel. 
M 120.—, Lwbd. M 150.—. 

KAUFMANN, Eduard, Lehrbuch der speziellen 
Pathologischen Anatomie. Für Studierende und 
Ärzte. ı. Bd. Mit 594 Abb. u. 3 farb. Taf. (V, 
998 S. Gr.-8°.) Berlin, Vereinigung wissenschaft. 
Verleger. Geh. M 360.—, geb. M 400.—. 

Die neue Auflage ist in allen Kapiteln völlig neu- 

gestaltet und gibt ein möglichst vollständiges, auch 

durch manche Züge, die ıhm die Erfahrungen des 

Weltkrieges aufprägten, bereichertes Bild des der- 

zeitigen Wissens auf dem behandelten Gebiet. Die 

Zahl der Abbildungen wurde um mehrere Hundert 

vermehrt; auch 6 bunte — Tafeln 

kamen hinzu. Der bereits im Druck befindliche 

2. Band enthält ein Sachregister und die um vicle 

Tausend Nummern erweiterten Literalurangaben. 

KAUP, Ignaz, Konstitution und Umwelt im Lehr- 
lingsalter (Konstitutions-Dienstpflicht). Nach Un- 
tersuchungen an männl. Jugendlichen in Mün- 
chen. (145 S. Gr.-8°.) München, J. F. Leh- 
mann. (Münchener sozialhyg. Arbeiten. Hygien. 
Inst. H. 1.) M 44—. g 

KISS, Franz, To hisch-anatomische Sezier- 
übungen. Mit 51. Vierfarbär.-Bildern auf Taf. u. 


+ 285 + 


MATHEMATIK / NATURWISSENSCHAFTEN 





I4 Abb. im Text. (VII, 83 S. 4%.) München, 
J. F. Lehmann. (Lehmanns medizin. Lehrbücher. 
Bd. 4.) M 60.—, geb. M 85.—. 

LEHRBUCH der Orthopädie. Bearb. v. Aberle u. a. 
Hrsg. v. Fritz Lange. 2. umgearb. Aufl. Mit 
530 z. T. mehrfarb. Abb. u. 1 Таў. (ХУП, 618$. 
Gr.-8%.) Jena, (б. Fischer. M 120.—, Hiwbd. 
M 150.—. 

MARTIUS, Heinrich, Das röntgentherapeutische 
Instrumentarium. Mit 5ı Abb. im Text. (62 S. 
AP.) Leipzig, Dr. W. Klinkhardt. M 30.—. 

MÖLLER, Heinrich, Lehrbuch der Chirurgie für 

Tierärzte. Bearb. v. Heinrich Möller u. Hermann 
Frick. 3 Bde., Bd. 2. Stuttgart, F. Enke. 
2. Lehrbuch der speziellen Chirurgie für Tier- 
ärzte. 6., verm. u. umgearb. Aufl. Mit 78 Text. 
abb. (XVI, 850 S. Gr.-80.) M ı171.—, Lwbd. 
M 204.—. 

RÖDER, Oscar, Chi ische Operationstechnik für 
Tierärzte und Studierende. 2., neubearb. u. verm. 
Aufl. Mit 111 z. T. farb. Textabb. (VIII, 272 S. 
80.) Berlin, P. Parey. Lwbd. M 96.—. 

ROMEIS, Benno, Taschenbuch der mikroskopischen 
Technik. 9. u. 10. neubearb., erw. Aufl. d. 
Taschenbuchs d. mikroskop. Technik v. Alexander 
Böhm u. Albert Oppel. (XI, 472 S. mit Fig., 
ı Tab. 8%.) München, R. Oldenbourg. Hiwbd. 
М 70.—. 


SCHREUS, Hans Th., Grundlagen der Dosim::: 
der Röntgenstrahlen. Mit 48 Abb. im T+» 
А e S. 63—156.) Leipzig, Dr. W. Klinkhia 


SICK, Paul von, Die Krankenpflege in ihrer В 
gründung auf der Gesundheitslehre mit be: 
derer Berücksichtigung der weiblichen Diak« 
dargestellt. 5. Aufl. neubearb. v. Paul Sick 
Konrad Sick. (XV, 564 S. mit Abb. 8°.) Stui# 
gart, J. F. Steinkopf. Hlwbd. M 150.—. 


SOMMER, Robert, Familienforschung und Ver 
erb lehre. 2., umgearb. u. verm. Aufl. Mg 
16 Abb. (VII, 358 S. Gr.-80.) Leipzig, Ja 
Ambr. Barth. M 130.—, Lwbd. M ı155.—. 


SYPHILITISCHE ERKRANKUNGEN in der Al 
барораш, Bearb. v. Wilhelm Gilbert, Joseph 
usler u. a. Hrsg. v. Paul Mulzer. (VIII, 366 >. 
Gr.-8°.) München, J. F. Lehmann. Сеһ. М оо. –, 
вер. М ı110.—. i 


TIGERSTEDT, Robert, Die Physiologie des Kre:s 
laufes. Hrsg. mit Unterstützung von d. Kordel- 
Stiftung u. Björn Wasastjerna. 2., stark verm 
u. verb. Aufl. Bd. 2. Berlin, Vereinigung wı=en- 
schaftl. Verleger. 

2. Mit ı69 Abb. im Text. (VIII, 478 S. An 
Hiwbd. M 140.— 


MATHEMATIK, NATURWISSENSCHAFTEN 


BIEBERBACH, Ludwig, Differential- ‘und Inte- 
gralrechnung. Bd. ı. Leipzig, B. G. Teubner. 
(Teubners technische Leitfäden. Bd. 4.) 


1. Differentialrechnung. 2., verm. u. verb. Aufl. , 


Mit 34 Fig. im Text. (VI, 132 S. 8°.) M 24.—. 


EINSTEIN, Albert, Zur Theorie der Lichtfortpflan- 
zung in dispergierenden Medien. (5 S. 40.) Ber- 
lin, Vereinigung wissenschaftl. Verleger. M 2.—. 


FORSCHUNGSBERICHTE, Wissenschaftliche. Na- 
turwissenschaftliche Reihe. Dresden, Steinkopff. 
4. Lertes, P., Die drahtlose Telegraphie und 
Telephonie. Mit 45 Textfig. (XI, 152 S. 80.) 
M 32.—. 

5. Landé, A., Fortschritte der Quantentheorie. 
(X1, gr S. 80.) M 30.—. 


GRAE1Z, Leo, Die Alomtheorie in ihrer neuesten 
Entwicklung. 6 Vorträge. 4. verm. Aufl. mit 
h1 Abb. (100 S. 80.) Stuttgart, Engelhorn. Kart. 
M 20.—. 


HANDBUCH der biologischen Arbeitsmethoden. 
Hrsg. v. E. Abderhalden. Lfg. 61—65. (8°.) 
Berlin, Urban & Schwarzenberg. 

61. Aus Abt. III, Teil A: Lehmann, O., 
Methoden zur Darstellung und Untersuchung flüs- 
siger Kristalle. 

62. Aus Abt. V, Teil IHIB: Katsch, G., Das 
apparative Rüstzeug für operative Eingriffe. — 
К Р ose, H., Methodik der — und Ver- 
pflanzung der Keimdrüsen und der Untersuchung 
der Wirkungen der Pubertätsdrüsen beim Säuge- 


tier. — Lamp6, A. E., Methodik der Exstir- 
pation der Thymusdrüse. — Derselbe, Method: 
der Exstirpation der Schilddrüse. — Derselb:. 
Methodik der Exstirpation der Milz. — Guleke. 
N., Exstirpation der Nebenschilddrüsen. 
63. Aus Abt. V, Teil 5A: Dittler, R. M-- 
thoden der Untersuchung der elastischen Eiger: 
schaften des Muskels mit Einschluß der Мус 
graphie. — Jensen, P., Methoden der mecha 
nischen, thermischen, chemischen und osmotischen 
Reizung von Muskeln und Nerven. — Tscher- 
mak, A. von, Thermodynamik der bioelektrisch::, 
Ströme. — Weizsäcker, V. Freih. von, Ms- 
thoden der thermoelektrischen Untersuchung der 
Zuckungswärme. — Zoth, O., Ergographie und 
Ergometrie. 
64. Aus Abt. VI, Teil B: Wreschner, A. 
Methoden zur Analyse der Vorstellung und de; 
Gedächtnisses. 
65. Aus Abt. VIII: Herxheimer, G., Mikro- 
skopie einzelner Gewebe (Blut und blutbildend: 
Organe). — Obersteiner, H., Makrosko- 
Bene Untersuchung des Zentralnervensystems. — 
arburg, O., Die Mikroskopie des zentralen 
und peripheren Nervensystems. — Ricker, G.. 
Die Methode der direkten Beobachtung der lo- 
kalen Kreislaufstörungen und die Verwertung. — 
Fahr, Th., Methoden zur morphologischen Un- 
tersuchung der Blutgefäße. — Löschke, H., 
Methoden zur morphologischen Untersuchung der 
Lunge. — Schminke, A., Methoden zur mor- 
phologischen Untersuchung der Milz. 


„ 286 + 


f 


RECHT UND STAAT | * 





\NDBUCH der mikrobiologischen Technik. Hrsg. 
ғ. R. Kraus und P. Uhlenhuth. Bd. r, ı. Hälfte. 
532 5. 80.) Berlin, Urban & Schwarzenberg. 
Brosch. M 240.—. 

Bd. ı: Metz, C., Geschichte des Mikroskopes. 
Das moderne Mikroskop. Nebenapparate des Mi- 
iroskopes. — Jentzsch, F., ob Dunkelfeld- 
and Ultramikroskopie. — Hoffmann, E., Die 
als Leuchtbildmethode bezeichnete Art der Dun- 
kelfelduntersuchung. — Scheffer, W., Die 
Anwendung der Photographie in der Mikrosko- 
E Die л — Berek,M, 
’rojektion. — Bussen, B., Die Untersuchung 
des ungefärbten Objektes. — Eisenberg, P.,° 
Theorie der Bakterienfärbung. — Ficker, M., 
Methoden der Bakterienfärbung im Ausstrich. 
Methoden der Geißel-, Kapsel- und Sporenfär- 
bung. — Giemsa, G., Methoden zur Färbung 
der Protozoen. — Lipschütz, C., Die mikro- 
skopische Darstellung des filtrierbaren Virus. — 
Ivannowicz, G., Methoden’ der Färbung von 
Mikroorganismen im Schnitt. — Reichel, Н., 
Entkeimurtg. 


ANDOVSKY, Hans, Leitfaden der Kolloidchemie 
für Biologen und Mediziner. Mit einem Anh. über 
4. Anwendbarkeit kolloidchem. Erfahrungen. Zur 
Aufklärung baologischer Probleme. Mit 33 Abb., 
27 Tab. u. ı Taf. (XVI, 206 S., r Bl. Gr.-8°.) 
Dresden, Th. Steinkopff. M 45.—. 


ERTWIG, Richard, Lehrbuch der Zoologie. 13., 
verm. u. verb. Aufl. Mit 588 Abb. im Text. 
(XIV, 682 S. 40.) Jena, G. Fischer. M 100.—, 
Hiwbd. M 130.—. 

IG neue Auflage trägt den großen Fortschritten, 
elche die zoologische F GE auf fast allen 
ebieten, besonders auf dem Gebiete der Erblicht 
ıtslehre gemacht hat, Rechnung. Dank dem Ent- 
'zenkommen amerikanischer Kollegen ist es mög- 
‘N gewesen, die Resultate amerikanischer For- 
hungen in weitgehendster Weise zu verarbeiten. 
e neue Auflage bietet reiche Illustrierung und 
nfassende Sach- und Literaturregister. 


INDAU, Gustav, Die mikroskopischen Pilze. (My- 
xomyceten, Phycomyceten u. Ascomyceten.) 2., 
durchges. Aufl. Mit 400 Fig. im Text. (VIII, 
22, 223 S. 80.) Berlin, Springer. (Kryptogamen- 
flora f. Anfänger. Bd. 2, Abt. ı.) Geh. M 63.—, 
Hiwbd. M 72.—. 


IÖNNIG, Hermann O., Über Leucothloridium 
macrostomum (Leucochloridium paradoxum Ca- 
rus). Ein Beitrag zur Histologie der Trematoden. 
SE > Taf. (III, 61 S. Gr.-80.) Jena, G. Fischer. 
M 25.—. 


"handelt den interessanten Parasiten Leucochlori- 
um, von dem zum ersten Male in der Schweiz 
ne Fundstelle entdeckt worden ist. 


OLTMANNS, Friedrich, Morphologie und Biologie 
der Algen. 2. umgearb. Aufl. Bd. ı. Jena, 
G. Fischer. 

1. Chrysophyceae — Chlorophyceae. Mit 287 Abb. 
im Text. (VI, 459 S. Gr.-80.) M 100.—, Hiwbd. 
M 130.—. 

Das seit längerer Zeit vergriffene Buch über die 

Algen wird in drei Bänden, die in rascher Folge 

erscheinen werden, herausgegeben. Der erste Band 

enthält die Flagellaten im weitesten Sinne und das, 
was sich unmittelbar an sie anschließt, wie auch die 
grünen Algen. Der zweite Band soll Phaeophyceen 
und Rhodophyceen bringen, der dritte Band wird 
die allgemeinen Fragen behandeln. Die meisten Ka- 
itel sind unter Verarbeitung der Literatur aus den 
вя 1914—1921 vollkommen umgearbeitet. 


PLANCK, Max, Einführung in die Theorie der 
Elektrizität und des Magnetismus. Zum Gebrauch 
bei Vorträgen, sowie zum Selbstunterricht. Mit 
ı2 Fig. f ‚ 208 5. Gr.-80.) Leipzig, S. Hirzel. 
Geh. M 2.—, geb. M 66.—. 

SCHMID, Bastian, Die Säugetiere mit besonderer 
Berücksichtigung ihrer Organisation und Lebens- 
weise. Mit 29 farb. Taf. u. 74 Textabb. (X, 
222 S. Gr.-8%.) Wiesbaden, Pestalozzi Verlags- 
Anstalt. Pappbd. M 75.—, Lwbd. M 90.—. 


VEGETATIONSBILDER. Reihe 14, H. 2/3. Jena, 
G. Fischer. 
ı4, 2/3. Mittel-China. Von Heinrich Handel- 
Mazzetti. Taf. 7—ı8. (23 Bl. u. S. 40.) Geh. 
M 80.—, Subskr.-Pr. M 70.—. 
Die ı2 wohlgelungenen Aufnahmen dieser neuen 
pflanzengeographischen Studie geben ein anschau- 
liches Bild des chinesisch-japanischen Übergangs- 
gebietes. 


VÖLKER-Brünn, Ottomar, Normehtafel zur Ent- 
wicklungsgeschichte des Ziesels (Spermophilus 
Citillus). Mit 5 Abb. im Text u. Ê Taf. (VI, 
332 S. 2°.) Jena, G. Fischer. (Normentafeln zur 
Entwicklungsgeschichte der Wirbeltiere. H. 13.) 
M 220.—. 


WEINMANN, Rudolf, Gegen Einsteins Relativie- 
rung von Zeit und Raum. (37 S. 80.) Mi chen, 
Oldenbourg. Geh. M 15.—. 

Ein Beitrag zur Diskussion über Einsteins Relativi- 

tätstheorie. 


WELTNER, W., Cirripedia der Deutschen Tiefsee- 
Expedition. Mit Taf. 2—4 (1—3) u. 3 Abb. im 
Text. (S. 59—ıı2, 3 Bl. Erkl. 40.) Jena, 
G. Fischer. (Wissenschaftliche Ergebnisse der 
Deutschen Tiefsee-Expedition auf dem Dampfer 
„Valdivia“ 1898—1899. Bd. 23, H. 2.) М бо.—. 

WRANGELL, M. von, Gesetzmäßigkeiten bei der 
Phosphorsäureernährung der Pflanze. Mit 2 Taf. 
(IH, 78 S., 23 Tab. auf 13 S. u. 4 Bl. 4°.) 
Berlin, P. Parey. M 25.—. 


RECHT UND STAAT 


'ENDIXEN, Friedrich, Das Wesen des Geldes. Zu- 

dës Ko — zur Reform der Reichsbank- 
ung. 3. Aufl. mit Anm. u. Erg. (gı S. 

o Mann , Duncker & Humblot. vw a 


* 28 


T 


BRAUN, Kurt, Die Konzentration der Berufs- 
vereine, der deutschen — und Arbeit- 
nehmer und ihre rechtliche Bedeutung. (VIII, 
ı18 S. Gr.-8%.) Berlin, Springer. M 30.—. 


a HANDEL UND WIRTSCHAFT 





BRODMANN, Erich, Recht und Gewalt. (115 S. 
Gr.-8°.) Berlin, Vereinigung wissenschaft. Ver- 
leger. M 20.—. 


HANDWÖRTERBUCH der Staatswissenschaften. 
4. Aufl. Lfg. 9/10. Hypothekenbuch- und Grund- 
buchwesen — Irrenwesen. (Bog. 23—32 des 
5. Bdes.) (S. 353—512.) Jena, G. Fischer. 
Je M 15.—. 


HETHITISCHE GESETZE aus dem Staatsarchiv 
von Boghazköi (um 1300 v. Chr.). Unter Mitw. 
v. Johannes Friedrich übersetzt v. Heinrich Zim- 
mern. (33 S. Gr.-80.) Leipzig, J. C. Hinrichs. 
(Der alte Orient. Jg. 23, H. 2.) M 5.—. 

KOSCHAKER, Paul, Quellenkrit. Untersuchungen 
zu den „altassyrischen Gesetzen”. (84 S. Gr.-8°.) 
Leipzig, J. C. Hinrichs. (Mitteilungen d. Vorder- 
asiatisch-Ägyptischen Gesellschaft. Jg. 26, 1921, 
3.) M 21.—. | 

MEYER, Eugen, Die zukünftigen deutschen Ar- 
beitsgerichte. Hrsg. von der Staatswissenschaft- 
lichen Vereinigung Berlin. (40 S. 8°.) Berlin, 
H. R. Engelmann. Brosch. M 14.40. 

PLANITZ, Hans, Die Stimmrechtsaktie. Ein Beitr 
zur Reform des Aktienrechts. (74 S. Gë) 
Leipzig, F. Meiner. M 25.—. | 


HANDEL UND 


BECKERATH, Herbert von, Kräfte, Ziele und Ge- 
staltungen in der deutschen Industriewirtschaft. 
(V, 81 S. Gr.-8%.) Jena, G. Fischer. M 21.—. 

Das aus einem Aufsatz im „Weltwirtschaftlichen 

Archiv“ erwachsene Buch unternimmt den Versuch, 

die gewaltige Masse von industriewirtschaftlichen 

Tatsachen und Beschreibungen der letzten Jahre ge- 

danklich zu ordnen und unter bestimmten Gesichts- 
unkten zu würdigen, um damit der wissenschaft- 

ichen Forschung und der Praxis zu nūtzen, denen 
eine solche Übersicht über die verwirrenden Tat- 
sachenmassen fehlte. 


BERGERHOFF, Kuno, Wohnungspflege.. (IX, 
163 S. 2 Stuttgart, F. Enke. (Schriften der 
Deutschen Gesellschaft für soziales Recht. H. 7.) 
М 42.—. 


DAMASCHKE, Adolf, Geschichte der National- 
ökouomie. Eine erste Einführung. 13. durchges. 
Aufl. 2 Bde. (XII, 409, IV, 4 3 S. 8°.) Jena, 
G. Fischer. Geh. je М 3o.—, Hiwbd. je M 48.—. 


FREESE, Heinrich, Die konstitutionelle Fabrik. 4. 
durchges. Aufl. (X, 193 S. 80.) Jena, G. Fischer. 
Brosch. M 30.—, geb. M 45.—. 

Das Betriebsrätegesetz vom 4. Februar 1920 hat die 

meisten Arbeitgeber gezwungen, sich mit Einrich- 

tungen zu befrcunden, die Freese seit einem Men- 
schenalier erprobt und als nützlich anerkannt hat. 

Die vorliegende, vierte Auflage ist durchgesehen 

und in ihr sind die Erfahrungen berücksichtigt, die 

— bis jetzt mit dem Betriebsrätegesetz gemacht 
at. 


HANDWOÖRTERBUCH der Kommunal - Wissen- 
schaften. Lfg. 13/14 (enth. Bogen 23—32 des 


Um neben dem Kapital auch den anderen wi: 


Faktoren des Wirtschaftslebens einen führ 
Einfluß in Einzelunternehmen zu gewähren 

fiehlt der Verfasser die Stimmrechtsaktie, die; 
her nur unvollkommen verwirklicht, in ihrer : 
Form einen sicheren Schutz gegen die Über 


“ dungsgefahr bieten und auch einen Fortschr: 


Lösung des Aktienproblems bedeuten würd.:. 


RAUSCHENBERGER, Walther, Die staat 
liche Bedeutung von Staatsstreich und R: 
tion. (20 S. 80.) Leipzig, F. Meiner. M 


SCHMIDT, Rudolf, Unechte Solidarität. (II, ı 
° Gr.-80.) Jena, G. Fischer. M 30.—. 
Die Abhandlung befaßt sich mit дет №! 
daß es unrichtig ist, innerhalb der Gesarmlsc 
des bürgerlichen Rechts eine besondere Grup; 
unechte Gesamtschulden auszuscheiden. 


| 
STEGEMANN, Richard, Zur Wirtschaftsverlız- 
des Deutschen „Reiches. Kritik und York 
en Gr.-8%.) Braunschweig, G. Westermi 
36.—. ; 


STEIN, Friedrich, Die Reform des Zivilpro:=! 
(27 S. бг. - 80.) Mannheim, J. Bensher: 
12.—. | | 


WIRTSCHAFT 


2. Bdes.). Geschlechtskrankheiten — Hilfs<: 
f. schwachbefšhigte Kinder. (S. 353—512.) Jai 
G. Fischer. M 80.—. 


HELANDER, Sven, Schwedens Stell in d 
‚ Weltwirtschaft. (16 S. Gr.-8°.) Jena, Q. Fish 
Kieler Vorträge, geh, im Wissenschaftl. М 

*“ Inst. £. Weltwirtschaft u. Seeverkehr ап й. (= 
Kiel. 4.) M 3.50. 

Die Gedanken über volks- und weltwirtschaft: 

Zusammenhänge zwischen Schweden und Deut: 

lana wollen zeigen, welche Stellung Schweden i: i 

Weltwirtschaft augenblicklich einnimmt und nd 

kunft einnehmen wird. 


HOFFMANN, O., Arbeitsdauer und ewer 
Produktion Deutschlands nach dem Welt e 
XI, 191 S. 4°.) Stuttgart, F. Enke. (Schnite: 
en Gesellschaft f. soziales Recht. Hi 

57.—. 

KERSCHAGL, Richard, Die Geldprobleme ' 
heute. (87 S. 8°.) München, Duncker & Г: 
bla:. M 24.—. 

KLEIST, Hans Jürgen von, Die ausländische Ki 
talbeteiligung in Deutschland. (125 S. 80.) Ben 
Reimar Hobbing. (Handbücher d. Industn- 
Handels-Zeitung. Bd. 2.) M 24.—. 


NOTVEST, Felix, Geschäftsvereinfach und | 
kostenersparnis. 10 Kapitel über d. Kunst : 
kaufm. Organisation. 2 Teile in ı Bde. (i 
175 S. 80.) Stuttgart, W. Violet. (Violets Kau 
Schriften.) Hlwbd. M 35.—. 

PALYI, Melchior, Der Streit um die staat: 
Theorie des Geldes. (95 S. Gr.-8°%.) Макі 
Duncker & Humblot. 24.—. 


+ 288 ж 


GESCHICHTE / KULTURGESCHICHTE / POLITIK + 
EE 





THSCHILD, Hans, Die süddeutsche Baumwoll- 
— (77 S. 80.) Stuttgart, E. H. Moritz. 
1 25.—. 


IMALTZ, Gefährliche* Güter als Seefracht. 
'eil 1: Gesetzl. Vorschriften f. d. Seeverfrach- 
ung gefährl. Güter im Auszuge. Teil 2: Techn. 
гі. zu d. Stoffen d. Güterverzeichn. d. See- 
rachtordnung unter bes Berücks. ihrer Zusam- 
ıenselzung u. gefährl. Eigenschaften nebst Beisp. 
us Sceunfällen. Für Schiffsoffiziere, insbesond. 
‚adungsoffiziere, Verlader u. Verfrachter. (V, 
52 S., 6 Tab. Gr.-8°.) Berlin, Vereinigung wis- 
enschaftl. Verleger. M g90.—. ’ 

RHANDLUNGEN der Sozialisierungskommission 


iber die Organisation der Reichseisenbahnen. 
550 S. 80.) Berlin, H. R. Engelmann. M 204.55. 


RHANDLUNGEN der Sozialisierungskommission 
iber die Nonnen. 2. Bd. (386 S. 8°.) 


Зегип, Н. R. Engelmann. M 131.—. 
r Band behandelt Devisenbeschaffung und Steuer- 
zramm. 


ELTWIRTSCHAFTLICHE ABHANDLUNGEN. 

Herausg. von S. Berliner. (Gr.-8%.) Hannover, 

Hahniche Buchh. 

Bd. 5. Klautke, P., Nutzpflanzen und Nutz- 

Chinas. Mit zahlr. Abb. (160 S.) Geh. 
5.—. 


ILBRANDT, Robert, Konsum-Genossenschaften. 
(76 S. 80.) Stuttgart, E. H. Moritz. (Gemein- 
schaftskultur. H. 3.) M 10.—, kart. M 12.—. 


ZOLLTARIFSÄTZE, Die neuen, ab ı. Mai 1922. 
Mit alphabetischem Warenverzeichnis. (34 S. 8°.) 
Frankfurt a. M., Frankfurter Sozietätsdruckerei. 
М 6.—. 


b 
ZUR LAGE der Reichsbahn. Hrsg. vom Reichs- 
verkehrsministerium. (47 S. 80.) Berlin, H. R. 
Engelmann. Brosch. M 18.—. 


DRURY, Horace Bookwalter, Ph. D., Wissenschaft- 
liche Betriebsführung. Eine geschichtl. u. krit. 
Würdigung d. Taylor-Systems. Berecht Übertr. v. 
Irene М. Witte. Mit ı Abb. im Text. (VII, 
159 $. Gr.-8%.) München, R. Oldenbourg. Geh. 
M 26.—, geb. M 36.—. 

Eine Darstellung der Geschichte des Taylorsystems 

und der damit in Amerika gemachten Erfahrungen. 


WALRAS, L., Theorie des Geldes. Die Stabilisie- 
rung d. Geldwertes als d. Problem von heute u. 
vor 50 Jahren. Nebst einem dogmengeschicht!., 
histor. u. darst. Teil hrsg., sowie übers. u. erl. 
v. Richard Kerschagl u. Stephan Raditz. Mit 
4 Taf. (115 S. Gr.-80.) Jena, G. Fischer. Geh. 
М 24.—, Hiwbd. M 4o.—. 


WICKSELL, Knut, Vorlesungen über National- 
ökonomie auf Grundlage des Marginalprinzipes. 
Theoret. Teil, Bd. a. Tena, G. Fischer. 
Theoret. Teil, 2. Geld und Kredit. Vom Verf. 
durchges. Übers. v. Margarethe Langfeldt. Mit 
4 Abb. im Text. (XIV, 2635. Gr.-8%.) M52.—, 
Hiwbd. M 66.—. 


'!ESCHICHTE, KULTURGESCHICHTE, POLITIK 


YENARIUS, Ferdinand, Die Mache im Weltwahn. 
Schriften f. echten Frieden. Doppelh. 1/2. Ber- 
lin, Reimar Hobbing. 

1/2. Propaganda u. Wahrheit. r. Die photograph. 
Dokumente. Mit Abb. (96 S. Сг.-80,) М бо. 


AYRISCHE DOKUMENTE zum Kriegsausbruch 
und zum Versailler Schuldspruch. Heraus. v. 
P. Dirr. (XIX, 197 S. 8°.) München, Olden- 
bourg. M 46.—. 


ERG, Ernst, Die weltpolitischen Kräfte der Gegen- 
— (47 S. Gr.-8°%.) München, J. F. Lehmann. 
M 16.—. 


RAUN, Friedrich Edler von, Wie weit sind wir 
noch Meister unseres Schicksals?, (28 S. 8%.) Ber- 
lin, Hans Rob. Engelmann. M 7.—. 


RANCOIS, Gorlice ıgı5. Der Karpathendurch- 
bruch und die Befreiung von Galizien. Mit 5 Kar- 
ten u. d Gefechtsskizzen. (254 S. 8°.) Leipzig, 
K. F. Koehler. Geh. M 110.—, geb. M 150.—. 
er durch seine kritischen militärischen Veröffent- 
hungen bekannte General schildert in „Gorlice“ 
e erste gelungene Durchbruchsschlacht des Welt- 
eges, die in ihren Erfolgen die bedeutendste ge- 
eben ist. An der Hand von Operationabefehlen 
nd ausgezeichnetem Kartenmaterial werden Ein- 
lung und Durchführung des Unternehmens ver- 
aschaulicht. 


т 


GESCHICHTSKALENDER, Deutscher. Leipzig, 
. Meiner. 
A. Inland. Juli 1921. (ı Bl., 68 S. 80.)M ı5.—. 
B. Ausland. Juni 192r. (УП, S. 507—64a.) 
М 45.—, Juli 1921. (II, 66 S. 80.) M 15.—. 

JUNG, Erich, Germanische Götter und Helden in 
christlicher Zeit. Beiträge zur Entwicklungs- 
eschichte der deutschen Geistesform. (394 S. 
©г.-80.) München, J. F. Lehmann. M 75.—, 


Hiwbd. M go.—, Lwbd. M roo.—. 


KRITIK DES WELTKRIEGES, Das Erbe Moltkes 
und Schlieffens im großen Kriege. Von einem 
Generalstäbler. (XVI, 250 S. 80.) Leipzig, K. 
F. Kochler. Hiwbd. M 50.—. 


KÜNTZEL, Georg, Die drei großen Hohenzollern 
und der Aufstieg Preußens im 17. und 18. /аһг- 
hundert. (VI, 169 S. 40.) Stuttgart, Deutsche 
Verlags-Anstalt. M 30.—. 


LANDSBERG, Paul Ludwig, Die Welt des Mittel- 
alters und Wir. (124 S. 8%.) Bonn, Fr. Cohen. 
Geh. M 36.—, geb. M 58.—. 

Eine neue Deutung mittelalterlichen Wesens, von 

einem Schüler der phänomenologischen Richtung 

moderner Philosophie, und darauf aufbauend eine 

Untersuchung über unser Verhältnis zum Mittel- 

alter und die Möglichkeiten einer neuen Ordnung 

der geistigen Welt nach der Anarchie der Gegen- 
wart. 


+ 2809 + 


LULVES, Jean, Wo war der Kriegswille? 170 
Selbstbekenntnisse und Zeugnisse der Gegner 
Deutschlands. Auch ein Beitrag zur Schuldfrage. 
(&4 S. Gr.-8°%.) Berlin, Deutsche Verlagsgesell- 
schaft f. Politik u. Geschichte. M 20.—. 


MÜLLER, Alphons Victor, Papst und Kurie, ihr 
ben und Arbeiten dargestellt. (XVI, 243 S. 
(Gr.-80.) Gotha, Friedr. Andr. Perthes. M 25.—. 


ONCKEN, Hermann, Die historische Rheinpolitik 
der Franzosen. (5g S. 80.) Gotha, F. A. Perthes. 
M 12.—. 

Der Heidelberger Historiker zeigt die durchgehen- 

den Linien der französischen Rheinpolitik von Lud- 

wig XIV. an bis zur Gegenwart und betont den 
europäischen Charakter der hier vorliegenden Pro- 
bleme. 

SCHMOLLER, Gustav, Walter Rathenau und Hugo 
Preuß. Die Staatsmänner des neuen Deutschland. 
(53 S. 80.) München, Duncker & Humblot. 
М 15.—. 

SCHÜTZE, ’Woldemar, Der We 
Rettung. (4o S. 80.) Berlin, 
Brosch. M 7.20. 

SELZ, Otto, Oswald Spengler und die intuitive Me- 
thode in der Geschichtsforschung. Ein Vortrag. 
(30 S. Gr.-80.) Bonn, Cohen. M 12.—. 


zu Deutschlands 
. R. Engelmann. 


VERGEWALTIGUNG der Menschenrechte ın LU 


kumenten. Hrsg. vom Ausschuß für Minderheits- 
recht. (8°.) R. Engelmann. Brosch. 
М 12 


Heft 2. The Protectors of Justice in Upper-Si- 
lesia. Engl. Ausg. (32 S.) 

Dasselbe, La perfertigo al horniojtoj. Esperanto 
Ausg. (32 S.) 


VOLKMANN, Erich Otto, Der große Krieg 191; 
bis 1918, Kurzgefa Darst. auf Grund d. amıl 
Quellen des Reichsarchivs. Mit 3 Karten. Beil. in 
mehrfarb. Steindr. (243 S. Gr.-8°.) Berlin, Rei- 
mar Hobbing. Hiwbd. M 75.—. 


WEIDNER, Ernst F., Der Zug Sargons von Akkad 
nach Kleinasien. Die ältesten geschicht, Bezi:- 
hungen zwischen Babylonien und Hatti. (S. 57 
bis 99. Gr.-80.) Leipzig, J. C. Hinrichs. Um- 
schlagt. (Boghazköi-Studien. H. 6.) M 12.—. 





KEYNES, John Maynard, Revision des, Friedens- 
vertrages. Eine Forte. von „Die wirtschaftlichen 
Folgen des Friedensvertrages". Übers. von Fritz 
Ransohoff. Einzig aut. Übers. aus d. Engl. (VIL. | 
244 S. Gr.-80.) München, Duncker & Humblot 
M 4 | 





ERDKUNDE, KARTEN 


BEHME, Friedrich, Geologischer Harzführer. H. 3. 
Das Okartal. Mit 37 Abb. (64 S. K1.-80.) Han- 
nover, Halınsche Buchh. Geh. M 12.—. 


MITTELEUROPA. (1:3000000. 71 X 56 cm. 
Gr.-80.) Berlin, C. Flemming & C. T. Wiskott. 
(Flemmings Generalkarte Nr. 75.) M 15.—. 


THÜRINGEN. Mit 2ı z. T. farb. Karten, 23 z. T. 
farb. PI. u. 2 farbigen Rundsichten. 24. Aufl. 
Bearb. unter Mitw. d. Thüringerwald-Vereins u. 
d. Rennsteigvereins. (246, 80 S. K1.-80.) Leipzig, 
is raphisches Institut. (Meyers Reisebücher.) 

агі. М 51.—. 


WIEGERS, Fritz, Geologisches Wanderbuch für die 
Umgegend von Berlin. Mit 54 Textabb. (VIII, 


ı60 S. 80.) Stuttgart, F. Enke. Geh. M 30.—. 
РаррЬа. М 38.—. | 


WOLFF, Wilhelm, Erdgeschichte und Bodenaufbau ' 
Schleswig-Holsteins. Unter Berücksichtigung des 
nordhannoverschen Nachbargebietes. Mu D Voll. 
bildern, ı geologischen Karle von Schleswig-Hol-: 
stein mit rı Plan der Lüneburger Gebirgsinsel. 
2. verb. Aufl. (168 S. Gr.-8%.) Hamburg.: 
L. Friedrichsen & Co. M 30.—. 

Das Werk behandelt, nach einem historischen Bock. 

blick, die Zusammensetzung des Ackerbodens, die; 

Grundwasserverhältnisse und Quellen sowie die nutz- 

baren Bodenschätze des Landes. Der neuen Auflage 

ist ein Kapitel für den Reisenden und Wandrer bei-. 


gefügt. 





BIOGRAPHIE, BRIEFE, MEMOIREN 


ALEXANDER, Richard, Meine Streiche beim 
Theater. Aus meinen Erinnerungen. Mit 15 ganz- 
seitigen. Abb. (156 S. 80.) Berlin, A. Scherl. 
М 23.—, Німа. М 35.—. . 


BENDER, Anne, Thomas Abbt. Ein Beitrag zur 
Darstellung des erwachenden Lebensgefühls im 
18. Jahrhundert. (215 S. 8%.) Bonn, Fr. Cohen. 
Geh. M 48.—, geb. M 75.—. 

Eine Monographie des Ästhetikers und Popular- 
KE Volksschrifistellers und Zeitgenossen 
riedrichs des Großen. | 
BILLROTH, Theodor, Briefe. Herausg. v. Georg 
Fischer. (XII, 525 S. Gr.-80.) Hannover, Hahn- 

sche Buchh. Lwbd. M 120.—. 


HAECKEL, Ernst, Indische Reisebriefe. 1881 bis 
1882. Mit dem Porträt d. Reisenden u. & farb. 
Abb. und ı Karte der Insel Ceylon. 6. Aufl. 
(186 S. 80.) Leipzig, K. F. Koehler. Hlwbd. 
M 90.—. 

Die = neuen, im Rahmen der gesammelten Brief: 

erschienenen Ausgabe beigefügten farbigen Wie- 

dergaben von 4 Aquarellen des Forschers zeigen 

Haeckels geschickte Hand auch auf diesem Gebiete. 


JUSTI, Carl, Briefe aus Italien. Mit einem Titel- 
bild. (289 S. 8°.) Bonn, F. Cohen. Geh. M 85.—, 
Hlbpergamin. M 120.—, in grünem Halbmaro- 
quin M 220.—. 

Eindrücke des berühmten Kunsthistorikers von einer 


* 200 * 


ALTERTUMSKUNDE / LITERATUR UND SPRACHWISSENSCHAFT * JUGENDBEWEGUNG 





Reise durch Italien in den Jahren 1867/1868, 
wertvolle Dokumente für die Kenntnis des Men- 
schen und Gelehrten. Beigegeben sind vom Heraus- 
geber, dem Justi befreundeten Physiker Heinrich 


Kayser, einige Seiten aus. Justis Reisetagebuch mit - 


großartigen Charakteristiken von Rom und Florenz. 

KAPP, Julius, Berlioz. Eine Biographie. 4.—7- 
völlig neubearb. Aufl. (225 5. 80.) Stuttgart, 
Schuster & Loeffler. Geh. M 30.—, geb. M 50.—. 

KESSLER, Wilhelm, Die preußischen Forstakade- 
demien Eberswalde und Münden vor 5o Jahren. 
Ein Stück Kultur- u. Forstgeschichte. Erlebtes, 
Erschautes u. Erlauschtes. (55 S. Kl.-8%.) Neu- 
damm, J. Neumann. Geh. M 10.—. 

KRELL, Max, Reise in Deutschland. (oh S. 8°.) 
Berlin, E. Reiß. M 22.—. 


Sohn und Vater. 
ho8 S. 
lwbd. 


KRÜGER, Hermann Anders, 
Eine Jugendrechenschaft. Erinnerungen. 


80.) Braunschweig, G. Westermann. 


М 78.—. 


KELLER, Gottfried, Werke. Kritisch durchges. u. 
erl. Ausg. mit einer Einleitg. über des Dichters 
Leben u. Schaffen v. Harry Maync. Bd. ı. Ber- 
lin, Propyläen-Verlag. 

1. Gedichte. Therese. (623 S. 8°.) Hlwbd. M go.—, 
Midrbd. od. Hpergtbd. M 127.50. 


"ROSS, Colin, Südamerika, die aufsteigende Welt. 


Mit 54 Abb. u. 2 Karten. (320 S. 80.) Leipzig, 
F. A. Brockhaus. M 115.—, Німа. М 140.—. 
Reiseberichte mit Schilderung von Land und Leuten. 


ALTERTUMSKUNDE, 
LITERATUR- UND SPRACHWISSENSCHAFT 


DEVRIENT, Eduard, Das Passionsspiel im Ober- 
ammergau. Eindrücke und Betrachtungen aus dem 
Jahre 1850. Neu . v. Hans Ruederer. (127 S. 
8%.) München, G. Müller. Kart. M 36.—. 

Devrient bespricht Bild um Bild, Handlung um 

Handlung, um hieran schrittweise die Fragen zu 

erörtern: Ist die schauspielerische Darstellung des 

Heiligen durch die Oberammergauer und auf ihrer 

Bühne möglich? Er behandelt die örtliche Ge- 

schichte des Spiels, seine Einordnung in den großen 

Kreis der deutschen Passionsliteratur, den Ober- 

ammergauer Menschen, seine Häuslichkeit, sein Ge- 

werbe, sein Gemeinwesen. 


DIELS, Hermann, Lukrezstudien. 5. (14 S. 40.) Beg- 
lin, Vereinigung wissenschaftl. Verleger. M 2.—. 


ERMAN, Adolf, Die Entzifferung der Hiero- 
glyphen. (17 S. 40.) Berlin, Vereinigung wissen- 
schaftl. Verleger. M 4.—. 

GOETHE, Die Leiden des jungen Werther. Hrsg. 
v. Max Hecker. Mit 71 Abb. nach zeitgenöss. 
Vorlagen auf 48 Tafeln und einer Einführung in 
Werther und seine Zeit von Fritz Adolf Hünich. 
(XXXVI, 92 S. 80.) Leipzig, J. J. Weber. Geb. 
Lwbd. M 90.—. 

Die dem Neudruck der Dichtung vorangehende Ein- 

leitung eines der besten Kenner des Stoffes erörtert 

die historischen Voraussetzungen des Romans und 
seine Nachwirkungen in Literatur, Mode und 

Leben. Für die ungeheure Wirkung des Buches 

sprechen auch die Wiedergaben nach den besten, 

darunter zahlreichen unbekannten zeitgenössischen 

Bildern deutscher, französischer und englischer 

Künstler. 


LODGE, Conzalez, 


Lexicon Plautinum. Vol. I, 


Fasc. 8. (Hercleimpono.) (S. 673—768.) Leip- 
zig, Teubner. M 24.—. 


MARX, Friedrich, Molossische und bakcheische 


Wortformen in der Verskunst der Griechen und 
Römer. (IV, 237 S. 40.) Leipzig, Teubner. 
M 30.—. 

MEYER, Richard Moritz, Die Weltliteratur im 
zwanzigsten Jahrhundert. Vom deutschen Stand- 
punkt aus betrachtet. 2. Aufl. bis zur Gegen- 
wart fortgeführt von Paul Wiegler. (VII, 
311 S. Gr.-8°.) Stuttgart, Deutsche Verlags-An- 
stalt 1922. Hiwbd. 85.—. | 

RUSCH, Adolf, Die Entwicklung der Himmek- 
öttin Nut zu einer Totengottheit. (III, 62 S. 
©r.-80.) Leipzig, J. C. Hinrichs. М 17.—. 

SCHULZ, Otto Theodor, Der Sinn der Antike 
und Spenglers neue Lehre. 2., verm. u. verb. 
Aufl. (48 S. 80.) Stuttgart, Friedr. Andr. Per- 
thes. 12.—. 


SEUFFERT, Bernhard, Prolegomena zu einer Wie- 
land - Ausgabe. Berlin, Vereinigung wissenschaftl. 
Verleger. 

i Nachträge und Untersuchungen. (71 S. 4°.) 
12.—. 

THOMSEN, Peter, Die lateinischen und griechi- 
schen Inschriften der Stadt Jerusalem und ihrer 
nächsten Umgebung. Ges. u. erl. (IV, 159 S. 
Gr.-80.) Leipzig, J. C. Hinrichs. M 30.—. 

WELLMANN, Max, Die Georgika des Demokritos. 
e S. 4°.) Berlin, Vereinigung wissenschaft!. 

erleger. M 12.—. 


TIBULLUS, Albius, Auswahl aus seinen Schriften. 


Hrsg. v. Hermann Ostern. (20 S. 8°.) Leipzig, 
Teubner. M 4.—. 


JUGENDBEWEGUNG, PÄDAGOGIK, UNTERRICHT 


HERRLE, Theo, Die deutsche Jugendbewegung in 
ihren wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zu- 
sammenhängen. 2. erw. Aufl. (XII, go S. 8°.) 
Stuttgart, Friedr. Andr. Perthes. M 24.—. 


HÖRMANN, Franz, Lebendiger Unterricht. Beci- 
träge zur Vertiefung d. Religionsunterrichtes. Mit 
J. Kösel & F. Pustet. Geh. M 9.—, Pappbd. 
51 Zeichn. (IX, 92 S.8°.) Kempten, Verl. M 12.50. 


+ 29І * 


* SPRACHLEHRE 





PEYSER, Alfred, Der Begriff „nationaldeutsch“ 
in unserer Erziehungsarbeit. (16 S. 80.) Berlin, 
Doutsche Verlagsgesellschaft f. Politik u. Ge- 
schichte. M 3.—. 


RÜHLE, Otto, Das proletarische Kind. Eine Mono- 
graphie. Neue, erw. Aufl. (373 S. 80.) Mün- 
chen, Albert Langen. Geh. M 45.—, geb. Lwbd. 
M 70.—. 

Dokumen'e über den Na:hwuchs der wirtschaftlich 

® 


schlecht gestellten Volksschichten: Degenerat::- 
erscheinungen, Wohnungselend, Proletarierire: 
heiten, Eraächungs- und Voiksschulverhältniss., i: 
sorgemißhandlung u. a. 

VERHANDLUNGEN der 53. Versammlung %- 


scher Philologen und Schulmänner in Jeu 2 
26. bis 30. September 1921. Im Auftr. d. Prir 
5. 


diums hrsg. v: Benno von Hagen. (VI, 96 S.v. 
Leipzig, Teubner. M 24.—. 


SPRACHLEHRE 


BRUCAUFF, Toska, Englische Grammatik. (188 5. 
80.) Leipzig, J. Klinkhardt. M 52.—. 


CONNOR, James, und Marie Maschner, Deutsch- 
tschechisches Konversations-Buch. (VIII, 292 S. 
Kl.-80.) Heidelberg, J. Groos. Brosch. M 25.—. 

Das Buch ist für den Gebrauch in Schulen und auf 

Reisen berechnet, und enthält ein kurzes Reise- 

wörterbuch. 


COSACK, Alfred, u. Erwin Walter, Praktische 
Einführung in das Russische.. 5 Teile. Leipzig, 
Holtzes’ Nachf. 

т. Russisches Alphabet mit Schreibhilfen u. Laut- 
tafel. Von Erwin Walter. (4 S.) M 2.75. 

2. Einführung in Laut und Schrift. Mit russ. 
Alphabet in Druck- u. Schreibschrift u. 3 (ein- 
ger.) Lautbildern v. Erwin Walter. (4, 32 S.) 


Teil z ist hierin mit enthalten. 

3. Russisches Übungsbuch v. Alfred Cosack. (VI, 
148 S.) M 16.—. Hiwbd. M 20.—. 

4. Grammatischer Anhang zum Übungsbuch. 
Kleine systemat. Grammalik d. Russischen voo 
Alfred Cosack. (40 S.)M 6.—. 

5. Russisches Übersetzungsbuch. Zugl. Schlüssel 


zum russischen Übungsbuch v. Al red Cosack. | 


Mit 8 S. Hs. Proben. (48 S.) M 6.—. 


EY, Luise, Neuere portugiesische Schriftsteller. 
Bd. IV: Antonio Correa d'Oliveira. (VI, 137 S. 
80.) Heidelberg, J. Groos. Brosch. 12.—. 

Auswahl aus den Schriften des Dichters mit Ein- 

— und einigen Nachdichtungen in deutscher 

Sprache. 


GOLDSCHMIDT, Thora, Enseñanza objectiva de 
lenguas extranjeras. La lengua española enseñada 
per la intuición y la vista, sin auxilio de la 
e 


ngua propia. 37 cuadros auxiliares con texto 


explicatico, modelos de ejecicios, un compendio 
de la grammática castellana y un vocabulario 
ordenado sistemáticamente en grupos. Txto adap- 
tado al castellano por Angel Lahoz. (103 S. mit 
Abb. 40.) Leipzig, Е. Hirt & Sohn. Kart. M 20.—, 
Hiwbd. M 24.—. 
Die Verfasserin sucht die Bedeutung des fremd- 
sprachigen Wortes ohne Benutzung der Mutter- 
sprache zu vermitteln, indem sie Anschauungsbilder 
mit den betreffenden Vokabeln gibt. Von vornherein 
wird so auf den praktischen Gebrauch hingearbeitet. 


ZU ,,S 
тє т. Сагі 


HAUFF, L. A., und E. Malkiel, Englische Ev 
versationsgrammalik für Russen. 5. Aufl. 1 
(376 5. 8°.) Heidelberg, J. Сгооз. Be 
М 45.—. 


KOORDGIEN, Gustav Carl, Kleine portugien.. 
SE Nebet Schlüssel. Heidelberg, J. Gr» 
auptwerk. 7. Aufl. Korrigiert u. umgrarb :: 
Luise Ey. (Х, 240 S. 4 S. АЬЬ. 80.) М ::- 
Schlüssel von Luise Ee, a Aufl. (4ı Š. * 
M 4.—. | 


LE BOURGEOIS, F., Französische Handektar- 
spondenz (XIV, 237 S. 80.) Heidelberg, Gr 
sch. M 30.—. | 
Derselbe, Französische Gesprächs- und Ubu 
stoffe. (VIII, 156 S. 80.) Heidelberg, J. Gr: 
Brosch. M 15.—. 
Für Handelsschulen und Kaufleute. 


LECTURA ospañola. Spanische Lesestoffe als Er: 
SE f. Schule, Beruf u. Reise. Au 
ernehl u. Hans Laudan unter Mitw. :1 
Ezequiel Solana u. a. Teil 3. Leipzig, Teukı 
пар kleine Sprachbücher. 10), 
. Alrededor del mündo. (IV, 44 S. 80.) M 12- 
NURIGIANOFF, Georgi, Dizionàrio italiano-bu{:" 
e bulgaro-italiano. P. 1. Leipzig, O. Holtze Nə: 
т. I:aliano-Bulgaro. (VI, 332 S. K1.-8°.) Hit. 
М 120.—. | 
SAUER, C. M., H. Ruppert und R. Rupp:': 
Spanische Konversationsgrammatik. 14. 4: 
(ў Ce 504 S. 8°.) Heidelberg, Ј. Сгооз. Рарр:: 








SEITZ, Oito, Französisches Üb buch mit Rio- 
übersetzung. (УШ, 175 S. 80.) Неде, 
J. Groos. Brosch. M 35.—. ` 


Übungsstücke zum Übersetzen in das Franzi“ 
mit zahlreichen Grammatikverweisen una Rücki?' 
selzung. | 


THATCHER, G. W. Rev., M. A., A. D., Ar 
Grammar of the written lan е. (ҮП, 4U! ° 
80.) Heidelberg, J. Groos. Pappba. M 1%- 
Schlüssel dazu (99 S. 80.) Brosch. M 24— 


WICHERKIEWICZ, W., und P. Ssymank, Р: 
nische Konversations-Grammatik. 7. Aufl. (1 | 
395 S. 8°.) Heidelberg, J. Groos. Papp: 
M 45.—. Schlüssel dazu. 7. Aufl. (115 S. * 
Brosch. M 10.—. 


* 202 * 


TECHNIK * 





TECHNIK 


ER, Richard, Die Schmiermittel, ihre Art, 
fung und Verwendung. Ein Leitf. f. d. Be- 
mann. Mit ı7 Textabb. (VIII, 247 S. 8°.) 
in, Springer. Hiwbd. M 69.—. . 

uch, ein Ersatz für das ältere Werk Groß- 
‚ behandelt die wissenschaftliche und prak- 
Seite der Schmiermittelfrage in leicht ver- 
cher Form. 


KE, F., Eisenbahnwagenbau. Eriäu'ernde Be- 
eibung der verschiedenen Einrichtungen der 
nbahnwagen unter Berücks. der Eisenbahn- 
- und Betriebs-Ordnung u. d. techn. Verein- 
gen d. Vereins deu'scher Eisenbahnverwal- 
sen. Mit 20 Textabb. (IV, 77 S. 80.) Leipzig, 
bner. M 14.—. | 


KOWSKY, Erich, Einführung in den Eisen- 
nbetriebsdienst. Mit zahlr. Abb. im Text. (IV, 
5. 2 Taf. 80.) Leipzig, Teubner. M 24.—. 


CHUNGSARBEITEN auf dem Gebiete des 

nieurwesens. (4°.), Berlin, Springer. 
Wagenblast, Wilhelm, Wirkungen von 

»nanzschwingungen in der Auspuffleitung von 

E (45 S. mit Abb.) M 30.—. 

; eber, Constantin, Die Lehre der 

hungsfestigkeit. (70 S. mit Abb.) M 25.—. 


OTZ, Georg, Betriebskosten und Organisa- 
im Baumaschinenwesen. Ein Beitrag zur Er- 
hterung d. Kostenanschläge f. Bauingenieure 
zahlr. Tab. d. Hauptabmessungen d. gang- 
ten Großgeräte. Mit 23 Textabb. (IV, 123 5. 
-8°.) Berlin, Springer. M 48.—. 

'erfasser bietet auf Grund langjähriger — 
Erfahrungen bei einer der ersten Bau- 
riefirmen einen guten Überblick über die 
bskosten und die eu Organisation 


эг Verwendung von Baumaschinen. 


a Berechnen und Entwerfen von Turbinen 
| Wasserkraftanlagen. Mit einer Anleitung zur 
wendung d. Turbinenschiebers. 3. Aufl. neu 
rb. u. erw. v. E. Glunk. Ein Leitfaden f. den 
Jektierenden Ingenieur, der über alle Kon- 
ktionsdaten für Turbinenanlagen Aufschluß 
“Mit 4 Abb. 6 Taf. (VII, 182 S. Gr.-80.) 
1. М 75.—, geb. M 90. -. 

“ıfaden für den projektierenden Ingenieur, 
iber alle Konstruktionsdaten für Turbinen- 
n Aufschluß gibt. 


(BUCH der Elektrotechnik. Übersicht über die 
hiigeren Erscheinungen auf dem Gesamtgebiete 
Elektrotechnik. Unter Mitw. zahlr. Fach- 
ossen herausg. v. Karl Strecker, Je o Das 
т 1920. (VIII, 232 S. Gr.-8°.) 
Oldenbourg. Hiwbd. M 90.—. 


IRUS, C., Hilfstabellen zum raschen Entwurf 
ı Schiffsrissen. Mit 3 Abb. und ı Tafel. 


ünchen, ` 


S. Gr.-80%.) München, Oldenbourg. Geh. 


16.—. 


(18 

М 

LITINSKY, L., Messung großer Gasmengen zur 
praktischen Ermittlung großer Mengen von Gas 
und Luftströmen in technischen Betrieben. 
(247 S. Gr.-8%.) Leipzig, O. Spamer. Hiwbd. 
M 195.—. 


MOHS, Karl, Neue Erkenntnisse auf dem Gebiete 
der Müllerei und Bäckerei. (68 S. mit Fig. 
Gr.-8°%.) Dresden, Th. Steinkopff. M 16.—. 


MONOGRAPHIEN (8°.) 


Lei zig, O. Spamer. 
Heft . Hoffmann, O., Vereinfachte Schorn- 
steinberechnung. (36 S.) Geh. M 12.—. 


NEUDECK, G., Das kleine Buch der Technik. Ein 
Handbuch über die Entwicklung und den Stand 
der Technik, nebst Angaben über technische 
Schulen. Mit 425 Abb. (572 S. 80.) Stuttgart, 
Union. Hiwbd. M 76.—. | 


SCHAU, Alfred, Der Eisenbahnbau. Leitf. Ё. 4. 
Unterricht an Tiefbauabteilungen d. Baugewerk- 
schulen u. verwandten techn. Lehranst. Teil 2. 
Leipzig, Teubner. 

2. Siationsanlagen und Sicherungswesen. 4. verb. 
Aufl. Mit 302 Abb. im Text u. auf ı Taf. (VI, 
156 S. Gr.-80.) M 32.—. I | 


TECHNISCHER SELBSTUNTERRICHT für das 
deutsche Volk. Fachbd. 1, Brief 4. München, 
R. Oldenbourg. 

ı. Naturkräfte und Baustoffe, Brief 4. (S. 177 
bis 238 mit Abb.) M 16.—. 


THOMALEN, Adolf, Kurzes Lehrbuch der Elektro- 
technik. 9. verb. Aufl. Mit 555 Textbildern. 
(VIII, 396 S. Gr.-8°.) Berlin, Springer. Hlwbd. 
M 80.—. 


zur Feuerungstechnik. 


Die neue Auflage des als Lehrbuch rasch ein- 
geführten Werkes ist in der Darstellung der Er- 
scheinungen wie auch der rechnerischen und topo- 
graphischen Verfahren wesentlich bereichert. Her- 
vorzuheben sind die Abschnitte über die Grund- 
lagen der Leitungsberechnung und über Ortskurven 
mit Einführung der Gleichungen einer Geraden und 
eines Kreises in die SCH Rechnung. 


WEYRAUCH, Robert, Die Technik, ihr Wesen 
und ihre Beziehungen zu andern Lebensgebieten. 
Mit einem Anhang: Geschichtstafeln. (288 S. 
Gr. - 80, А Stuttgart, Deutsche Verlags - Anstalt. 
Hiwbd. 120.—. 


Der Verfasser schildert das technische Schaffen 
nah Grondlagen, Arbeitsgebieten und Arbeitsmetho- 
den, untersucht die Zusammenhänge zwischen Tech- 
nik und Wirtschaft und, nach einer prinzipiellen 
Betrachtung über das Wesen der Wissenschaft, die 
Beziehungen der Technik zur Naturwissenschaft, zu 
den Geisteswissenschaften, zu Kunst und Kultur. 


e 203 + 






م 


SCHONE LITERATUR 


ANDREAS-SALOME, Lou, Der Teufel und seine 
GroBmutter. (59 S. 
Kart. M 25.—. 

BERGENGRÜN, Werner, Rosen am Galgenholz. 
Novellen. (256 S. 8%.) Berlin, Dom-Verlag. Geh. 
M 60.—, Hiwbd. M 100.—, Hidrbd. M 150.—. 


BERGER, Fritz, Zwei Schwaben und ein halber. 
Novellen. (256 S. 80.) Berlin, Dom-Verlag. Geh. 
M 60.—, Hiwbd. M 100.—, Hidrbd. M 150.—. 


CAROSSA, Hans, Eine Kindheit. Erzählung. (1225. 
80.) Leipzig, Insel-Verlag. Geh. M 25.—, Pappbd. 
М 5о.—. 

DE NORA, A., Die Täuscher. Ein Bauernroman 
aus Schwaben. (240 S. 80.) Leipzig, L. Staack- 
mann. Hiwbd. M 55.—. 

EWERS, Hans Heinz, Der Geisterseher. Roman. 
(529 S. Gr.-8%.) München, Georg Müller. Geh. 
М 80.—, geb. M ı100.—, Hiwbd. M 120.—. 

Versuch einer selbständigen Weiterführung des 

Schillerschen Romanfragments. d 


FEHRS, Johann Hinrich, Maren. En Doerproman 
ut de Tied von 1848/51. (425 S. 80.) Braun- 
schweig, G. Westermann. Hlwbd. M 98.—. 

HAUSCHNER, Auguste, Die Heilung. Roman. 
(208 5. KI.-80.) Stuttgart, Deutsche Verlags- 
Anstalt. Pappbd. M 4o.—. 

HEINE, Anselma, Gürtelkämpfer. (205 S. 80.) Ber- 
lin, Ullstein. Geh. M 36.—, geb. M 72.—. 

HORN, Hermann, Meer und Matrosen. Erzählungen. 
(212 S. 80.) Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt. 
Hliwbd. M 50.—. 

KLEMM, Wilhelm, Verzauberte Ziele. Gedichtfolge. 
(47 S. 80.) Berlin, E. Reiß. M ı2.—. 


LANDSBERGER, Artur, Elisabeth. Der Roman `: 


einer deutschen Frau. (330 S. Gr.-8%.) München, 
Georg Müller. Geh. M 70.—, geb. M 100.—. 


MERKL, Kaspar Ludwig, Die vier Notwendigkeiten. 
Roman. (192 S. 80.) Berlin, Dom-Verlag. Brosch. 
M 60.—, Hiwbd. M 100.—, Hidrbd. M 130.—. 


MOLO, Walter von, Im Zwielicht der Zeit. Bil- 
der aus unsern Tagen. (176 S. 8°.) München, 
A. Langen. Geh. M 30.—, Lwbd. M 5o.—. 

Novellistische Studien über Zeitprobleme. 

Derselbe, Till Lausebums. Romantisches Lustspiel 
in drei Aufzügen. (219 S. 80%.) Ebenda. Brosch. 
M 30.—, geb. M 45.—. 


SCHÖNE LITERATUR * ILLUSTRIERTE BÜCHER / LIEBHABERDRUCKE / ORIGINALGR\! 


8%.) Jena, E. Diederichs. 


PHILIPPI, Fritz, Erdrecht. Roman eme 
winkels. (259 S. 80.) Leipzig, Bibliogr. |- 
M 22.—, Pappbd. M 30.—. 

Derselbe, Vom мее bist du. Ein Rom: 
dem Zuchthause. (230 S. 8V.) Ebenda M 
„Pappbd. M 28.—. 

SCHAUKAL, Richard von, Dionys—baefı. | 
vellen. (153 S. 80.) Braunschweig, G. W4 
mann. Hiwbd. M 48.—. | 

SCHLAIKJER, Erich, Die Vision der sche м 
Margret. Novellen. (160 S. 80.) Berim. i4 
Verlag. Geh. M 35.—, Hiwbd. M 60.—. E. 
M 150.—. 

WILLE, Bruno, Der Glasberg. Roman — 
die hinauf wollte. (524 S. 8°.) Berlin. U. 
Hiwbd. 120.—. 


BLOK, Aleksandr, Stichotvorenija. Киш; 
dichte). Berlin, Slowo Verlagsgesellschaf: 
3. (1907—1916.) Strasny) mir. Vozmezdi .ı 
by. Ital’janskie stichi. Raznyja stichohc:” 
Arfy 1 skripki. Karmen. Solov’iny] sad. i 
O cem poet veter. (327 S.) (Die schr: 
Welt. Vergeltung. Jamben. Ital. Verse. Vex 
dene Gedichte. Harfen u. Geigen. Carm:: 
Nachtigallengarten. Heimat. Wovon de: ' 
singt.) M Zë. 

BUNIN, I. A., Dor Herr aus San Franzis: 
vellen. Deutsche Übe v. Kathe i; 
berg. (19a S. 80.) Berlin, S. Fischer. O: 
M 30.—, geb. ca. M 5o.—. 

DOMINIC, Alexander, Schatten-Symphonie. d 
in A Akten. Nach а. Rumänisch-z . 

eutsche Bühne bearb. v. Max Hochdorf. 
80.) Potsdam, G. Kiepenheuer. M 30.—, D. 
M 36.—. 

DOSTOJEWSKI, Die Beichte Sta ins. Az 
russischen Original übertragen v. Wolf vo: \ 
witz. München, R. Piper & Co Sr 
М 15.—. · 

STENDHAL, Friedrich v., Rot und Schwar: | 
bild von 1830. Übertr. von Arthur Schur: 
u. Einbandzeichn. v. Walter Tiemann. 
Kt.-80.) (Dünndr.-Ausg.) Leipzig. Insel 1 
Lwbd. M ı120.—, Lirbd. M 400.—. 

WENZ, G., Die Geschichte von Frith;.! 
Kühnen. Aus dem Altisländischen üb: 
(62 S. 80.) Jena, E. Diederichs. Karı. M 





ILLUSTRIERTE BÜCHER, 


LIEBHABERDRUCKE, 


BODE, Wilhelm, Die Schweiz, wie Goethe sie sah. 
Eine Bildersamml. f. Freunde des Dichters u. 
d. alten Schweiz, mit Einf. (53 S. 133 Taf. 
20X 27,5 cm.) Leipzig, H. Haessel. Hiwbd. 
M 850.—, Lwbd. M 930.—, Hldrbd. M 1400.—, 
Ldrbd. M 1750. 


ORIGINALGRAPH! 


DER BILDERMANN, Eine Sammlung voi: 
ler-Steinzeichnungen. (112 S. 47,5X35 cr 
lin, P. Cassirer. Hibprgtbd. M 525.—. 

Dieser Sammelband der ım Jahre 1916 erst: 

Zeitschrift enthält Arbeiten von Barlach. 

Großmann, Heckel, Kirchner, Kokoschk 

Kollwitz, Liebermann, Slevogt, Zille u. a. 


v 294 + 





KUNST ож 





IEBERMANN, Max, Das Konzert, Radierung. 
Vom Künstler signiert. (Höhe 22,5, Breite 30 cm.) 
Berlin, P. Cassirer. M 1500.—. 

erselbe, Die Handzeichnungen. Hrsg. u. eingel. 
v. Julius Elias. Mit 93 Taf. und 2 handschr. 
signierten Originalzeichn. (214 S. Gr.-4°.) Ber- 
lin, P. Cassirer. Ausg. A vergriffen. Ausg. B. 
Nr. 51—480. Hldrbd. M 4500.—. 


JHARF, Theo, Europa. Vierzehn Steinzeich- 
nungen. Mit einer Einleitung v. Fritz Ostini. 
(Mappe 46 X Š4 cm, Steinzeichn. 32 X 4I cm.) 
München, Georg Müller. M 500.—. 


ICBER-GUNTDIER, Fritz, Rappelkopf. Roman. 
Mit 8 Vollbildern nach alten Orig. Der Titel 
wurde gezeichn. nach J. Haßlwanders Allegorie 
„Ferdinand Raimund“. Die Initialen von Fritz 
Gareis. (477 S. Kl.-80%.) Wien, Wila. M 100.—, 
Hiwbd. M 120.—. 


— 
ANTE Alighieri, La divina commedia coi disegni 
(intercalate) die Sandro Botticelli. Cantica 2. 
(76 S. in Rot- und Schwarzdr.) (40X28,5 cm.) 


Berlin, Officina Serpentis (E. Rowohlt). Pappbd. 
M 880.—. 

LIST, Walter, Zwei dänische, original-romantische 
Faustballette aus Goethes Sterbejahr. (45 S. 8°.) 
Leipzig, Karl W. Hiersemann, Bibliophilenausg. 
Pappbd. M 150.—. 

Übersetzung des Librettos zum Ballett des Kopen- 

hagener Solotänzers und Ballettmeisters August 

Bournonville, in dem Faust der Hölle verfällt, und 

eines ‚„Gegenstücks“, das ein anonymer Verfasser 

gegen die Oberflächlichkeit des ersten Werkes rich- 
tete, ebenfalls in Ballettform. 


RÜTTGERS, Severin, Der Heiligen Leben und 
Leiden, das sind die schönsten Legenden aus den 
deutschen Passionalen des 15. Jahrhunderts. Aus- 
Ex und übertr. (471 S. mit eingedr. Holzschn. 

r.-8°.) Leipzig, Insel-Verlag. Hlwbd. M 120.—, 
Hpergtbd. Мт 0.—. 

WILHELM, Richard, Chinesisch-deutsche Jahres- 
und Tageszeiten mit 16 Nachbildungen chines. 
Holzschnitte. (129 S. 80.) Jena, E. Diederichs. 
Pappbd. М бо.--. 

Verdeutschung chinesischer Lieder und Gesänge. 


KUNST 


MTLICHER KATALOG der italienischen Möbel 
und dekorativen Bildwerke im Kaiser-Friedrich- 
Museum. Bearbeitet von Frida Schottmüller. Mit 
58 Tafeln u. 4 Textbildern. (Gr.-40.) Stuttgart, 
Julius Hoffmann. M 90.—. 


LIASBERG, Alexander, Russische Baukunst. Mit 
167 meist ganzseit. Abb. Ausgew. und eingel. 
(Format d. Taf. 15 X 21 cm.) München, Georg 
Müller. Hiwbd. M 500.—, Hpe . M 600.—. 
nter den russischen Kunsthistorikern, die Rußland 
ethodisch bereisten, Aufnahmen machten und das 
aterial kritisch zu sammeln begannen, steht an 
ster Stelle Igor Grabar. Eliasberg, dem dieses 
aterial zugänglich war, hat es bearbeitet und aus- 
wählt, unter dem Gesichtspunkt, an typischen Bei- 
ielen die Entwicklung der russischen Baukunst 
rzuführen. 


ALKE, Otto von, Kunstgeschichte der Seiden- 
weberei. Neue Ausg. in einem Bande. Mit ı0oFar- 
bentafeln in Steindruck u. 100 Lichtdrucktafeln. 
(48 S. 37X26 cm.) Berlin, Wasmuth A.-G. 
Lwbd. M 1000.—. 

ie neue Auflage des bekannten Werkes ist text- 
h etwas gekürzt, enthält aber das gleiche reiche 
GEES wie die erste zwerbändige Aus- 
e, 


tIEDLÄNDER, Max J., und Elfrid Bock, 
Handzeichnungen deutscher Meister des 15. und 
16. Jahrhunderts. (65 S. mit Abb., 100 Taf. 2°.) 
Berlin, Propyläen-Verlag. Hiwbd. M 1425.—. 


EYNE, Hildegard, Das Gleichnis von den klugen 
und törichten Jungfrauen. Eine literar-ikonogr. 
Studie zur altchristl. Zeit. (11a S. mit z. T. auf- 
gekl. Abb. Gr.-80.) Leipzig, H. Haessel. M 50.—, 
geb. M 60.—. 


HOFMANN, Friedrich Hermann, Geschichte der 
bayerischen Porzellan-Manufaktur Nymphenburg. 
Buch 2. Leipzig, K. W. Hiersemann. 

2. Werkbetrieb u. Personal. Mit 4 farb., 4 Auto- 
typie-Taf. u. 127 Textabb. (III S., S. 203—368. 
{2 Hpergtbd. M 1000.—. 


JUSTI, Ludwig, Handzeichnungen Hans Thomas. 
(Gr.-4°.) Berlin, Julius Bard. Pappbd. M 350.—, 
Lwbd. M 400.—. 

Faksimile-Lichtdrucke von Handzeichnungen Tho- 


KUNST DES OSTENS, Die. Berlin, Bruno Cas- 
sirer. Hlwbd. уе М 220.—. 
V. Sarre, Friedrich, Die Kunst des alten Per- 
siens. Mit ı50 Bildtafeln. (70 S. Text.) 
VI. Große, Ernst, Das ostasiatische Tuschbild 
Mit ı6ı Bildtafeln. (52 S. Text.) 
VI. Kühnel, Ernst, Miniaturmalerei im isla- 
mischen Orient. Mit ı54 (davon 4 mehrfarb.) 
Bildtafeln. (68 S. Text.) 


LA ROCHE, Emanuel, Indische Baukunst. Hrsg. 
unter Mitwirkung v. d Sarasin. Mit einem 
Geleitwort v. Heinrich Wölfflin und einem Lite- 
raturverzeichnis v. Emil Fratzl. 6 Bde. (3 Text- 
bände mit je ca. 350 S. Text mit 552 Abb. u. 
125 Taf., davon 12 farb., im Format 32X45 cm; 
3 Tafelbãnde mit До Taf., davon 3 farb., im 
Format 64X45 cm.) München, F. Bruckmann. 
Hpergtbd. Schw. Frs. 1200.—. 

Der erste Teil (Bd. ı u. 2) behandelt Tempel, 

Holzbau und Kunstgewerbe, der zweite Teil (Bd. 3 

u. 4) Moscheen und Grabmäler, der dritte Teil} 

(Bd. 5 u. 6) Stalaktiten, Paläste und Gärten. Das 

von uns bereits früher angezeigte Werk liegt jetzt 

vollständig vor; einzelne Bände oder Tafeln werden 


nicht abgegeben. 


* 209 * 


ж. | MUSIKLITERATUR «MODE ' 








NEUMANN, Carl, Rembrandt. 3. stark verm. Aufl. 
2 Bde. (800 S. Gr.-8%.) München, F. Bruck- 
mann. Lwbd. M 1000.—, Hldrbd. M 1600.—. 


RENNER, Paul, Typographie der Kunst. Mit einem 
Porträt J. M. Fleischmans von 1768 und mit 
vielen Tafeln und Schriftproben. (174 S. Gr.-8°.) 
München, Georg Müller. Geh. M 80.—, Hlwbd. 
M 110.—, Hpergtbd. M 250.—. 

Das Werk bietet die Ergebnisse der jahrelangen 

praktischen Erfahrungen eines Buchkünstlers, der 

die deutsche und französische Einbandkunst des 

17. und 18. Jahrhunderts gründlich studiert hat 

und bestrebt gewesen ist, die Errungenschaften der 

hohen künstlerischen Buchkultur älterer Zeiten zu 
erhalten und sinngemäß fortzubilden. 


ROSE, Hans, Spätbarock. Studien zur Geschichte 
des Profanbaues in den Jahren 1660—1760. Mit 
250 Abb. (288 S. Kl.-40%.) München, H. Bruck- 
mann. Hlwbd. M 320.—. | 

Der Verfasser sucht die Gesetze auf, nach denen 
sich der malerische Stil des Hochbarock in den 
spezifisch dekorativen Stil des Spätbarock umbildete. 
Zeitlich reicht das Buch vom Spätstil Berninis- bis 
zum Beginn des Klassizismus; stofflich beschäftigt 
es sich mit den Schloßbauten im weitesten Sinn, 
mit dem Landschaftsideal der Zeit, mit den Fragen 
der spätbarocken Raumbildung und schließlich mit 
der gesamten Dekoration. 


MUSIKLITERATUR 


KLASSIKER der Musik. Stuttgart, Deutsche Ver- 
lags-Anstalt. Hlwbd. M 90.—. ` | 
Decsey, Ernst, Johann Strauß. 


Ernst Decsey, der in der gleichen Sammlung schon 
Leben und Werk Bruckners und Hugo Wolfs be- 
schrieb, gibt mit Johann Straußens, des Walzer- 
königs, Geschichte ein lebendiges Bild des gesell- 
schaftlichen Lebens der Kaiserstadt Wien. Aus dem 
von der Witwe des Musikers verwalteten Archiv 
wurden dem auch für die wissenschaftliche For- 
schung manches neue bringenden Bande 25 un- 
bekannte Porträte, Karıkaturen und Handschriften 
beigegeben. | 


MERSMANN, Hans, Kulturgeschichte der Musik. 
Mit eingedr. Notenbeispielen und Bildertafeln. 
(Gr.-80.) Berlin, Julius Bard. Je M 4o.—. 

I. Beethoven, die Synthese der Stile. (62 S.) 
2. Das Volkslied. (52 S.) 


MOSER, Hans Joachim, Geschichte der deutschen 


Musik in 2 Bdn. Bd. ı. Stuttgart, Cotta. 

1. Geschichte der deutschen Musik von den An- 
fängen bis zum Beginn des Dreißigjährigen Krie- 
ges. 2. durchges. Aufl. Mit zahlreichen Noten- 


SALMONY, Alfred, Europa — Ostasien. Beie - 
Skulpturen. Mit 44 Abb. (82 S. Gr.-40.) P- 
dam, Kiepenheuer. Pappbd. M 100.—. 


ZUR WESTEN, Walter, Musiktitel aus vier J:: 
hunderten. Mit 96 Abb. in Lichtdr. (HI, ıı’: 
20.) Leipzig, K. W. Hiersemann. Hperz.: 
M 1800.—. 

Das als Festschrift anläßlich des 75 jährigen È- 

stehens der Firma C. G. Röder, Leipzig, erst- 

nene Werk stellt die künstlerische Entwicklung -- 

Titels musikalischer Druckwerke von 1501— 1: 

unter Ausschluß der theoretischen Bücher dar. [x 

Stoff ist in folgender Weise gruppiert: Holzschr 

titel des Renaissancestils, Kupferstichtitel ds E 

rockstils, Kupferstichtitel der Rokoko- und Z% 

zeit, die Vorherrschaft der Lithographie im 19.J:: 

hundert. Unter den Schöpfern von Musiktiteh > 

gegnen wir Jost Amman, Hans Holbein, Hans E:- 

dung -Grien, Tobias Stimmer, H. Ег. бта: 

D. Chodowiecki, H. Vernet und Max Klinger. 


DUVAL, Matthias, Grundriß der Anatomie `- 
Künstler. Deutsche Bearb. v. Ernst Gaupp. 5 : 
7. Aufl. Durchgesehen von Theodor Molh». 
Mit ı13 Textabb. (XI, 327 S. 80.) Stuttg 
F. Enke. M 51.—, Lwbd. M 72.—. 


beispielen. (XVI, 519 S. Gr.-80.) Geh. M 6$- 
Hlwbd. M 100.—. | 
SIGL, Max, Dio Kirchenmusik in ihren Grur. 
fragen. Grundsätzliche Gedanken zur Kuch 
musikalischen Ästhetik und Kritik. (112 5. * 
eu Kösel & Pustet. Geh. M 9.—. ғ: 
19.—. [ 


VERÖFFENTLICHUNGEN des Fürstlichen ! 
stituts für musikwissenschaftliche Forschung ' 
Bückeburg. Vierte Reihe: Quellenstudien :- 
Musikgeschichte deutscher Landschaften с 
Städte. Bückeburg und Leipzig, C. F. W. Siso 
Musikalienhandlung. 

2. Werner, Amo, Städtische und fürttl: 





Musikpflege in Zeitz bis zum Anfang des 19.J: ` 
hunderts. (VIII, 120 S. Gr.-8%.) Geh. M 35.- 


Hiwbd. M 50.—. 
Die neue, mit zahlreichen. Abbildungen, Faksir.:- 
und Notenbeispielen ausgestattete Veröffentlich 
enthält wertvolle Ausführungen über die этеек 
organisatorische Tätigkeit des Heinrich Sch ` 
Aufklärung über die Leistungen der Stadipfeſa 
und gewinnt durch die Beziehungen der Zou: 
Musiker zu den Meistern des benachbarten L:: 
besonderes Interesse. 


MODE 


BEYERS Handarbeitsbücher. (Gr. - 80.) Leipzig, 
O. Beyer. Je M 36.—. 
ı8. Niedner, M. u. H. Weber, Häkelarbeiten 
II. (54 S.) 


32. Weber, H., Gipūre. (46 S.) 
35. Gamm, H., Das Flickbuch. (46 S. 
PETRAS Hausfrauenbücherei. (Gr. - 80.) Eber: 
20.—. 


* 206 + 





VERSCHIEDENES x NEUE MUSIKALIEN * 





d. 2. Praktische Ratschläge für häusliches Wa- 
hen, Plätten, Glanz-Plätten, Färben, Batiken und 
einigen. (44 S.) 

Bände der beiden vorgenannten Sammlungen 
alten zahlreiche Abbildungen, Muster fūr die 
dische Arbeit und Anschauungsmaterial zur Bil- 
g des Geschmackes an künstlerischem Schmuck 


von Heim und Kleid. Ein SE einführender 
Text ist jedem der Bände in Form eines Lehr- 
ganges vorangestellt. 


VOBACHS MODEN-ALBUM. 1922. Frühjahr u. 
See S. mit Abb., ı farb. Taf. 2°.) 
Leipzig, W. Vobach & Co. M 12.—. 


VERSCHIEDENES 


iSTNER Herbert, Die Handschriftendeutung. 
lethodischer Lehrgang. (84 5. 80.) a 
ranckhsche Verlh. Geh. M 22.50, geb. M 34.—. 
LL, Albert, Prophezeien und Hellsehen. Mit 
5 АЬЬ. (92 S. 80.) Stuttgart, Franckhsche 
crih. M 22.50, geb. M 34.—. 


WALDMANN, F. O., Praktischer Ratgeber für 
Selbstversorger und Siedler. Mit zahlr. farb. u. 
schw. Taf. sowie Textabb. (VII, 237 S. 40.) Stutt- 
Багі, Deutsche Verlags-Anstalt. Hiwbd. M 90.—. 


NEUE MUSIKALIEN 


OPERNMUSIK 
CHER, Erich, Musikalische Hauskomödien mit 
Iusik alter Meister. Auszüge für Gesang und 
Javier mit vollständigem Text. Berlin, Bote 
x Bock. 
. Ein Roman in der Waschküche. Musik von 
Jitters von Dittersdorf. Für 3 Personen. (14 S.) 
I 4.— u. T. 
ı. Der alte Diener. Musik von J. Offenbach. 
or 4 Personen. (30 S.) M 6.— u. T. 
3. Der Herr Doktor. Musik von Franz Schubert. 
or 4 Personen. (43 S.) M 6.— u. T. 
den überall mit großem Beifall aufgenommenen 
ıskomödien erweckt Dr. Fischer die alte Musik 
neuem Leben, indem er die schönsten Melodien 
modernen Texten fügt. So macht uns z. B. „Der 
: Diener“ mit Melodien aus Operetten Offenbachs 


annt, die heute verschollen sind: Salon Titzel- 


ger, Fortunios Lied u. a. Auch „Der Herr Dok- 
“ belebt längst verklungene Theaterkompositionen 
wberts, Melodien aus den Singspielen „Die Ver- 
worenen“, „Die beiden F кш. von Salamanka“, 

der Oper „Des Teufels Lustsehloß“ u. a. Der 
viersatz ist leicht spielbar. 


ORCHESTERMUSIK 
MPERDINCK, Engelbert, Gaudeamus - Phan- 
asic. Berlin, A. Fürstner. Für großes Orchester 
1 120.—, für Salon-Orcheter M 80.—, für 
’ariser Besetzung M 60.—. 


KAMMERMUSIK 
'RMANN, Hans Ludwig, Das hohe Lied. Trio 
ür Harfe (oder Klavier), Violine und Violon- 
Fe 9, 11 S. 49.) Leipzig, C. F. W. Siegel. 
1 28.—. 


MARTEAU, Henri, Serenade für neun Blasinstru- 
mente. Op. 20. Leipzig, Stei r-Verlag. Par- 
titur (32 5. Kl.-80) geh. 13.—, Stimmen 
(36 S. Gr.-40) geh. M 36.—. 


MUSIK F. STREICHINSTRUMENT 

LEONCAVALLO, R., Bajazzo-Prolog. Für Violine 
und Klavier bearb. v. Hans Sitt. (ı4 5. 40.) 
Berlin, A. Fürstner. M 45.—. 

Dasselbe für Cello und Klavier M 45.—, für Violine 
solo M 15.—. 


TSCHAIKOWSKY, Op. 35. Violin-Konzert D-dur 
für Violine (mit II. Viol. ad lib.) und Klavier. 
Bearbeitet von Henri Marteau. (go 5. Сг.-40.) 
Leipzig, Steingräber-Verlag. Geh. M 36.—. 


KLAVIERMUSIK 

BOSE, Fritz von, Op. 17. Thema und Variationen 
für Klavier zu zwei Handen. (16 S. Gr.-4°.) 
Leipzig, Steingräber-Verlag. Geh. M 15.—. 

SCHMALSTICH, Clemens,, Improvisiationen über 
beliebte Lieder und Arien für Klavier. Berlin, 
Bote & Bock. Je M 2.— u. T. 

6. Reger, Max, Mariä Wiegenlied. (10 S.) 
. Derselbe, Waldeinsamkeit. (7 S.) 

D Schillings, Max von, Wie wundersam. 
5.) 

ч Wolf, Hugo, Über Nacht kommt still das 

id. (7 S. 

SCHUMANN. Robert, Klavierwerke zu 2 Händen. 
Bd. III. Op. 4: Intermezzi. Op. 5: Impromptus. 
Op. 18: Arabeske. Op. ıg: Blumenstück. Op. 23: 
Nachtstücke. Op. 28: Drei Romanzen. Neue 
Ausgabe von Н, Bischoff und W. Niemann. 
(88 S. Gr.-4°.) Leipzig, Steingräber-Verlag. Geh. 
M 45.—. 


nasa 
: Preise sind die von den Verlegern für Deutschland festgesetzten Verkaufspreise, vorbehaltlich etwaiger 
lerungen, die durch Schwankungen in den Herstellungskosten verursacht werden. # Die Lieferung 
las Ausland erfolgt auf Grund der vom Börsenverein der deutschen Buchhändler erlassenen Bestimmungen, 
nach fûr Länder mit höherer Valuta ein Aufschlag hinzuzurechnen ist. Einige Verleger haben besondere 
Auslands-Preise angesetzt. Die Bücher können durch jede Buchhandlung bezogen werden. 


ИШИННЕН в 
sem Heft liegt eine Bestellkarte des Verlags S. Hirzel bei, auf die wir unsere Leser besonders 
hinweisen möchten. 


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antwortlich für die Redaktion: DR.KARL BLANCK und DR. FRIEDRICH MICHAEL « LEIPZIG 


* 207 * 








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2. JAHRG. x JULI 1922 ж HEFT7 
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Einzelpreis M6.— x Kein Auslandsaufschlag + Jährlich М 60.— 


DER HERR DER SEEN 
VON FRITZ BLEY 


KEIN Otter hat seit Jahren den starken Hecht in seinem Laichrausche gestört! Plunsch! 
Plunsch! Je tiefer die Nacht herniedersinkt, desto wohler wird dem Alten im Röhricht. Plunsch! 
Plunsch! Plunsch ! | 

Da schlägt der Hofhund des Müllers an, dem der Wind seltsamen Duft zugetragen hat. Er 
zerrt an seiner Kette, springt und bellt und ist gar nicht zu beruhigen. Aber niemand kümmert 
sich um ihn. Die Mühle klappert, der Müller schläft, und das Wasser rauscht. Plunsch, plunsch! 
geht es im Röhrichte des Sees. wer 

Es wandern ihrer vier über Berg und Tal daher, denen es im Walde ungemütlich geworden 
ist, weil die Menschen dort Tag und Nacht stampfen, pfeifen und heulen. Sie puddeln die Erde 
auf und lassen das Wasser der Seen hineinlaufen, um dann in hohlen Bäumen darauf herumzu- 
toben. Hunderte von johlenden Kerlen mit Schuppen und Hacken sind dort zusammen gekom- 
men; und kaum, daß der Winter Abschied nimmt, geht der Spektakel jetzt wieder los am masu- 
rischen Kanalbau, wie sie es nennen. Kein Otter hält das aus, und deshalb führt die alte Fähe 
ihr Töchterchen und dessen Freier jetzt zurück in die alte Heimat am verkrauteten Jurecz, wo 
sie groß geworden und glücklich gewesen ist, ehe der Szadowensche alte Inspektor mit seinem 
verwünschten Eisen kam, an denen sie auch ein paar von den scharfklauigen Zehen ihres rechten 
Vorderfußes gelassen hat. Das ist nun schon lange her, und der alte Panje Brischeseny ist lange 
tot. Also wanderte die Alte durch Flüsse und Seen, den Sprindgraben in der Tscharna-Wiese 
entlang dem Jurecz zu. 

Plunsch, plunsch! geht es im Rohre. 

Hochauf hebt der Otter, der den Alten folgt, die kleinen, seitwärts der Seher im glatten 
Pelze versteckten runden Lauscher. Dann gleitet er lautlos und blitzgeschwind durch das Wasser 
dem jenseitigen Ufer zu. Keine Welle kräuselt sich, kein Bläschen steigt auf. 

Plunsch, plunsch — da sitzt dem Starken ein Stärkerer an der Gurgel! Mit einem Rucke hat 
der Otter dem Hechte das Genick gebrochen, und in lauter Freude ruft er pfeifend die Fähen 
zum Mahle herbei. Zwar, Hecht ist keine Leckerspeise, aber nach weiter Wanderung hat man 
Hunger, und die dicken Schleien stecken noch tief im Schlamm. 

Das vorstehende Kapitel entnehmen wir mit Genehmigung des Verlages R. Voigtländer in Leipzig dem Werk: „Lebensbilder aus der 
Tierwelt Europas.” Die vier, in neuer Ausgabe von Karl Soffel bearbeiteten Bände enthalten wissenschaftliche und erzählende Darstel- 


lungen über die Säugetiere Europas, dazu ein höchst wertvolles Anschauungsmaterial von 473 photographischen Abbildungen frei- 
lebender Tiere. 


* 315 + 


* | BLEY/DER HERR DER SEEN | 


Als der Morgen kommt, finden die Krähen im Röhricht die blankgenagten Gräten und& 
noch im Tode frech grinsenden Kopf des großen Wasserwolfes mit den großen Fangzähne:: 
Unterkiefer. Krächzend zanken sie sich um die letzten Fleischbissen an der Schwanzflosse. 

Herr des Sees ist nun der Otter. Bei Tage ruht er mit den Fähen in dem seit langen jair: 
. nun zum ersten Male wieder befahrenen Bau, der zwischen dem Wurzelwerke einer alten Ei 
unter Wasser mündet. Der geräumige Kessel ist schön luftig, da ein zweiter Gang, den die È 
Fähe sofort aufgearbeitet hat, an die Oberfläche führt. Eine zweite solche Burg liegt drūbesz 
Waldufer, und außerdem bieten über Tag auch die Schilfkaupen gutes Lagerversteck, aus da 
man flink zu Wasser fahren kann. Dort drüben sind auch die schönen glatten Uferstellen, : 
denen es sich so hübsch ins Wasser rutschen läßt, was einen Hauptspaß macht: zur Sommer: 
im feuchten Lehm und zur Winterzeit im Schnee! 

Kein Feind ist hier ringsum als der dumme Hühnerhund des Jägers, der vormittags a « 
Lichtröhre blaffte und winselnd kratzte. Der mag sich schön ärgern, daß er den Bau nicht a 
graben konnte. Hier ist gut sein, solange man hübsch vorsichtig bleibt. 

Als der Abend die weite Wasserbahn mit goldigrotem Scheine überflutet, gleitet die Јо 
ins Wasser und ihr nach der stürmische Freier, indessen der Jungrüde mit seiner Mutter ра 
Ungestüm fährt der Hauptotter auf und nieder, umgaukelt kobolzschießend in tollen Wax 
sprüngen die Fähe und gleitet dann auf der Seite liegend neben ihr her, bis ihm endlich am Û 
Sieg und Gewähr zum Lohne wird. 

‚Aber auch seiner Herrschaft ist Maß und Ziel gesetzt! Drei Abende nur маі даз јх 
Liebesglück des stolzen Freiers. Am vierten, als er wie sonst vor der Geliebten seine schön 
Künste zeigt, sieht er plötzlich im Wasser zwei schillernde Seher vor sich auftauchen und, d 
er weiß, wie ihm geschah, überrumpelt ihn ein furchtbarer Gegner. In wilder Jagd geht ¢ 
Kampf im Wasser auf und nieder, dann treibt der Eindringling den Platzotter an Land. Pfeik: 
und klagend beißen sie sich dort herum, Kuba Przygoda, der am Ufer steht, meint, es sei & 
unten im Röhricht ein Mensch am Ertrinken. Bald aber merkt er, was los ist, und rennt, was { 
Beine winden können, auf den Hof zum jungen Herrn. 

Als er mit dem stichelhaarigen Karo am See ankommt, hat die Dunkelheit sich schon t 
herabgesenkt. Aber Karo sucht im Röhricht, und jetzt greift er zu. Ein letzter matter Klagels 
und der Hund bringt den todwund gefundenen besiegten Platzotter seinem Herrn. „So red 
mein Hund!“ 

Und wiederum ein Abend voll goldiger Stille. „Puiht, puiht — quock, quock!“ Murke 
zieht die Schnepfe. Drüben unter dem Waldufer kichern die Otter. Der Sieger herrsct ® 
fordert von der Jungfähe sein Recht. Vertraut treibt er sie im Wasser auf und ab, ohne Ама 
daß am Ufer der beobachtende Jäger lauert. Plätschernd entsteigen die Otter dem Wasser u 
jagen sich im Uferschilfe hin und her. Da blitzen zwei Rohre auf. Und steif liegt der, der 
noch sich für den Herrn dieses Wassers hielt! Die Fähe will verwundet zu Wasser eile, a 
schon hat Karo sie gegriffen und schlägt sie sich zwei-, dreimal um den Fang. 

„бо recht, mein Hund!“ 

Herr der Seen ist das furchtbare Raubtier Mensch. Wehe dem Besiegten! 


* 316 + 


EUTSCHE JAGD- UND TIERGESCHICHTEN 
VON EGON FREIHERRN VON KAPHERR 


[ IR sprechen von Jagdliteratur — eigentlich ist sie’s nur teilweise: das Jagdliche tritt meist 
гү in den Hintergrund und das Erzählende, das Künstlerische, wiegt vor, gleichgültig, ob es 
ı um Jagdromane, Tiernovellen, Gedichte oder Naturschilderungen handelt. Nur der eigent- 
ie, erzählende Jagdbericht macht hier eine Ausnahme oder gewisse Beiträge der Jagdzeitungen 
; dem Leserkreise oder jene „Nurjäger“ — deren künstlerisches Können mitunter recht 
ring ist. 
In den letzten Jahren sind einige Jagdromane erschienen, die künstlerisch und sportlich hohen 
sprüchen genügen. An der Spitze steht der alte Forstmeister Ferdinand von Raesfeld. Sein 
ndervolles Werk „Der weiße Hirsch“ [Parey, Berlin] ist ein historischer Roman, der auch den 
htjäger entzücken muß. Ähnlich ist das hübsche Buch Raesfelds „Auf eigener. und frem- 
Fährte“ [Neumann, Neudamm] zu bewerten. Mein eigener Roman „Im Netz der Kreuzspinne“ 
uncker, Weimar] streift das Jagdliche nur und legt das Hauptgewicht auf Naturschilderungen, 
rfabeln und das Schicksal Deutschlands seit 1914. Interessant und spannend sind die Romane 
ı Julius Haarhaus „Der Birschknecht von Hambach“ [Parey], ein historischer Roman, und im 
ichen Verlage der — künstlerisch geringere — „Der grüne Dämon“. Wenn man will, kann 
п Мег auch den Roman des verstorbenen Hermann Löns „Dahinten in der Heide“ [Spon- 
tz, Hannover] mit anführen, wenngleich er das Jagdliche nur berührt. 
Ich gehe hier gleich zur Tiergeschichte, Tiertragödie und Tiernovelle über, die in Deutschland 
ıerdings viel Anklang findet und die Amerikaner Jack London („The call of the wild“ usw.) 
d Ernest Saton Tompson („Jochen Bär“, „Bingo“ usw.), sowie auch den Engländer R. Kip- 
g ziemlich beiseite gedrängt hat, wenngleich diese Angelsachsen zweifellos bahnbrechend 
ren und den deutschen Künstlern den ersten Ansporn ‚gegeben haben. Die Deutschen haben 
ı Vorzug größerer Naturkenntnisse, zoologischen und biologischen Wissens. Sie verfallen 
ht in den Fehler, das Tier allzusehr zu vermenschlichen und biologische Unrichtigkeiten zu 
Чеп. Von dem Amerikaner Roberts und seinen unmöglichen Tiergeschichten schweige ich 
lich. An der Spitze steht von den Deutschen der im Krieg gefallene Hermann Löns, dessen 
ke meist bei Sponholtz, Hannover, erschienen sind. Löns ist der Produktivste, als Zoologe 
'chaus biologisch korrekt, als Künstler überaus fein und edel. Seine älteren Bücher „Mümmel- 
an“, „Mein braunes Buch“, „Mein grünes Buch“, „Mein buntes Buch“ sind einzig schön — 
tere Werke, „Heidbilder“, „Ho, Rüd, Ho“ usw. fallen etwas ab — der Stil wird Manier; 
' verstimmt. Sehr schön sind seine, bei Voigtländer in Leipzig erschienenen Beiträge zu dem 
Ben Werk „Lebensbilder aus der Tierwelt“, die in einem Bande („Aus Forst und Flur“) 
ammelt wurden. 
Auch für meine hierher gehörigen Bücher „Kolk der Rabe“ [zusammen mit Friedrich von 
gern bei A. Duncker-Weimar herausgegeben], „Die große Bestie“ und „Ein Sohn der Wälder“ 
"utsche Verlags-Anstalt, Stuttgart] haben sich sehr viele freundliche Leser gefunden. Das letzt- 
lannte Werk ist der „Roman“ eines Bären. Einen Band Tiergeschichten gab ich 1921 bei 
tein in Leipzig unter dem Titel „Der Waldschreck“ heraus. 


+ 317 +* 


Wilhelm Hochgreve ließ ein Sammelwerk „Der lachende Wald“ [Ungleich, Leipzig] und 
darauf „Buntlaub“ [Oldenburg & Co, Berlin] erscheinen. Beide Bücher sind schön und еп 
außer eigenen Sachen solche von Löns, O. J. Bierbaum, Ganghofer, Dombrowski, Kapher 
fall, Schubart, Ludwig Thoma und anderen. Auch Hochgreves „Moorteufel“ [Eckstei 
spannend geschrieben. | | 

Ähnlicher Art wie die beiden obengenannten Sammelwerke sind „Der Tierkreis“, b 
gegeben von Soffel und Klabund [E. Reiß, Berlin], und „Halali“, herausgegeben von Rolfl 
[Georg Müller, München]. Das erste Buch bietet Tiergeschichten von Homer und Aesop, 
kreon und Horaz, von Römern, Chinesen, Indern, Japanern, Arabern und Türken bis zuM 
J. London, Thompson, Jensen, Kapherr und Gagern — Tiergeschichten aus allen Zeite: 
Zonen. Das zweite Buch enthält Beiträge von Gerstäcker, Münchhausen, Stephan von | 
(dessen australische Schilderungen bekannt sind), Sörensen, Löns, Turgenjew, Ganghofer, 
Gerard, Schomburgk, Ewers, Heiland, Kapherr u. a. Ein ganz internationales Buch, das 
schönsten Jagdgeschichten der Welt“ enthalten soll — trotz Teddy Roosevelts Jagdbü 
und — „Aufschnitten“ ! 

Fritz Bley hat uns mit sehr hübschen Tiergeschichten und Schilderungen biologischer ; 
den „Lebensbildern aus der Tierwelt“ [Voigtländer, Leipzig] erfreut. Im gleichen Samme 
erschienen Schilderungen von Else und Karl Soffel, Meerwarth, Löns, von mir und anderen 
beschrieb künstlerisch-zoologisch: Lemming, Rothirsch, Reh, Bär, Luchs, Elch und andere ` 
ich übernahm: Schneehase, Haselhuhn, Hund, Auerwild, Gänse, gewisse Schnepfenarten, 
fraß, Eisfuchs und Wisent. Die vierbändige Sammlung, eines der glänzendsten populär : 
gischen Werke der Neuzeit, ist mit zahlreichen Momentphotographien geschmückt und ha 
die zweite große Neuausgabe erlebt. Es dürfte in keiner Schulbibliothek fehlen und sollte ; 
Sprachen übersetzt werden. Nur Zoologen und erfahrene Naturkenner haben da mitgear 
und den spröden Stoff in edler künstlerischer Form verarbeitet. So etwas genießt nicht nı 
Jäger und Zoologe. — Fritz Bley hat uns ferner noch einen Band Gedichte „Horridoh“ [Flei 
Berlin] und einen Band sehr hübscher Geschichten, „Avalun“, beschert. Es sind Werke 
reifen Meisters. 

Ein ganz Neuer — aber einer, der aufhorchen läßt — ist Manfred Freiherr von n Piller 
dessen farbenprächtige Jagdschilderungen aus Österreich (Böhmen) packen und fesseln. 
spricht ein neuer großer Künstler. Seine Schriften erscheinen bei W. Frick, Leipzig. 

Der Österreicher Gagern, der mit mir zusammen „Kolk den Raben“ herausgab, ist ein, ; 
fähigsten Schriftsteller auf unserem Gebiete. Seine Bücher, die ihn gleichermaßen als Jäge 
Künstler zeigen, haben denn auch den wohlverdienten Erfolg erzielt. 

Ein Künstler ähnlich hoher Qualität ist Schubart in München, von dem ich nur die s 
Novelle „Signe“ und seine prächtigen Jägerbücher „Grüne Geschichten”, „In Nordischer 
nis“, „Auf Elchjagd in Norwegen“ — meist bei Ungleich in та und in der „Deui 
Alpenzeitung“ erschienen — nennen will. 

In fremde Jagdgründe führen die vier Bände des großen Jägers H. M. von Kadich (gest. 1 
sie schildern Jagden und Abenteuer in Amerika, Österreich und im Kaukasus [Neumann, 
damm]. Bei A. Duncker in Weimar erschienen meine Bücher „In russischer Wildnis“ un 
sibirischen Urwäldern“ in vielfacher Auflage, bei E. Fleischel in Berlin mein Werk „Drei 
in Sibirien als Jäger und Forscher“ und Schomburgks „Wild und Wilde im Herzen Afri 


ж 318 x 


PRAESENT / NEUE ATLANTEN * 





: Bücher Paul Niedecks über Jagden in 5 Weltteilen und Elchjagden in Alaska sind bekannt: 
sordsachen, nüchtern geschrieben von einem tüchtigen Rekordjäger. Dietrich Reimer-Berlin 
ı das schöne Reise- und Jägerbuch Otto von Dungerns „Tianschan“ heraus, das nach Hoch- 
n führt. 

Jurch ihre Bildbeigaben interessieren besonders die berühmten Werke des verstorbenen 
fessor Schillings „Im Zauber des Elelesche“ und „Mit Blitzlicht und Büchse“ [Voigtländer, 
pzig] und das Buch des bekannten Jagdmalers Kuhnert „Im Lande meiner Modelle“ [Klinck- 
dt & Biermann, Leipzig]. Zu erwähnen ist auch das herrliche Prachtwerk „Das deutsche Jäger- 
h“, das Ganghofer gemeinsam mit dem Kunstmaler Allers schuf. Ferner hat A. Berger bei 
ey ein schönes, mit Lichtbildern ausgestattetes Werk „In Afrikas Wildkammern“ erscheinen 
en — „einen zweiten Schillings“. g 

‚um Schluß das letzte Werk eines Meisters „Meine letzten Jägerfreuden“ von Anton Frh. 

Perfall [Grethlein & Co., Leipzig]. Das Buch dieses großen Toten ist wohl das beste, was 

Jäger schreiben konnte, das schönste, was ein Jäger lesen kann. 


NEUE ATLANTEN 
VON DR. HANS PRAESENT 


:ISEN und Wandern liegt dem Deutschen seit jeher im Blute. Die sommerliche Reisezeit 
: uns Landkarten und Atlanten zur Hand nehmen und Reisepläne in nahe oder ferne Länder 
werfen, wenn es auch diesmal bei vielen nur bei kühnen Phantasiereisen bleiben wird, die 
aber mit Hilfe des „Baedeker“ und farbenfreudiger Reisebeschreibungen erfahrungsgemäß 
r genußreich gestalten kann. Eine Fülle neuer und vorzüglicher deutscher Atlanten jeglicher 
Be steht zu diesem Zwecke zur Verfügung. Die großen deutschen Handatlanten waren schon 
dem Kriege als die besten teils in Originalausgaben, teils in Übersetzungen über die ganze 
e verbreitet, und die deutschen Kartenverleger haben in den letzten beiden Jahren die 
Bten Anstrengungen gemacht, um den alten Weltruf ihrer Atlanten wieder herzustellen. Als 
h kürzlich in der Kartensammlung der Deutschen Bücherei in Leipzig ein amerikanischer 
fessor besuchte, um die während und nach dem Kriege in Deutschland neuerschienenen 
anten und Schulwandkarten kennen zu lernen, war er offensichtlich über das erstaunt, was 
га sehen bekam. An Beispielen konnte ich ihm zeigen, wie das recht mäßige, Aussehen und 
ıckschärfe sehr beeinflussende Kartenpapier des letzten Kriegsjahres sich allmählich gebessert 
| die alte Qualität wiederum fast erreicht hat, und als ich ihn nach nordamerikanischen neuen 
anten fragte, gab er unumwunden zu, daß der Vorsprung des deutschen Kartenverlages 
ıer vom Äuslande nicht eingeholt worden sei. 

n der Tat ist es interessant zu beobachten; welche neuen Fortschritte die private Karten- 
ustrie seit Kriegsende gemacht hat, mag auch der äußere Anlaß oft der gewesen sein, die 
asblätter mit den neuen Grenzen zu versehen. Von den bekanntesten drei großen Hand- 
nten, dem „Ändree“ [Velhagen & Klasing, Leipzig], dem „Stieler“ [J. Perthes, Gotha] und 
ı „Debes“ [Wagner & Debes, Leipzig] erschien der erstgenannte bereits in einer vollständigen 
Jeuauflage als „Andrees Allgemeiner Handatlas in 222 Haupt- und 192 Nebenkarten“ nebst 
»m Namenverzeichnis. Von seinem Herausgeber, Dr. Ernst Ambrosius, sorgfältig durch- 


* 319 + Aë 


gearbeitet und mit den Grenzveränderungen bis in die letzte Zeit versehen, darf er heute моё 
als der empfehlenswerteste Handatlas großen Umfanges bezeichnet werden und hat sich info! 
seiner fortlaufenden Neudrucke vorzüglich als Atlas für den Haus- und Geschäftsgebrauch eir 
gebürgert. Wer ältere Auflagen des großen „Andree“ besitzt, legt sich zweckmäßig den in 
gleichen Verlag soeben erschienenen „Ergänzungsbänd in 62 Kartenseiten zu den früheren Auf. 
lagen von Andrees Handatlas“ zu, der vor allem die Blätter mit den politischen Änderungeı 
des Krieges enthält. Bei der erheblichen Preissteigerung, die die Herstellung großer neuer Hand 
atlanten mit sich bringt, war es ein glücklicher Gedanke des Verlages, auch einen „Kleine; 
Handatlas in 108 Kartenseiten“ herauszugeben (3. verm. Aufl. 1922), der sich vom große 
„Andree“ nur dadurch unterscheidet, daß die für viele Benutzer überflüssigen speziellen physio 
geographischen Karten und viele Nebenkarten, sowie auch das Namenverzeichnis weggefallen sind 
Stielers Handatlas, der in seiner ersten Auflage 1817—23 berechtigtes Aufsehen erregte uni 
den Weltruf des geographischen Verlages von J. Perthes in Gotha gründen half, hat im vorige: 
Jahre eine Hundertjahr-Ausgabe begonnen. Diese soll 108 Karten umfassen, von denen bi 
heute 30 fertig vorliegen. Sie lassen bereits erkennen, daß hier unter Prof. Dr. Haacks Leitur; 
eine hervorragende wissenschaftliche Leistung vollbracht wird. Gegenüber der vor etwa 20 Jahre: 
erschienenen letzten Ausgabe weist diese 10. Jubiläumsauflage sehr erhebliche inhaltliche un 
technische Veränderungen und Verbesserungen auf, auf die näher einzugehen hier nicht der OI 
ist. Wenn der neue „Stieler“ vollständig sein wird, dürfte ein kaum noch zu übertreffend« 
Werk wissenschaftlicher Kartographie geschaffen worden sein. 
Auch mehrere vortreffliche Handatlanten kleinen und bequemeren Formates stehen zu Gi 
bote. „Meyers Kleiner Handatlas“ in 48 Haupt- und 35 Nebenkarten erschien kürzlich berei 
in 2. verm. Auflage [Bibliographisches lastitut, Leipzig]. Im bekannten Lexikonformat ist er a 
Handlichkeit und Zuverlässigkeit unübertroffen, enthält selbständige Kartenblätter aller neue 
Staaten und ein Verzeichnis der Namen, so daß er als wichtiges Werkzeug für den Schreibtis( 
jedes Gebildeten vornehmlich geeignet erscheint. Weit geringeren Umfanges, aber wegen sein 
zahlreichen statistischen Angaben auf 80 Seiten Text beliebt, ist Perthes’ Taschen-Atlas, dı 
voriges Jahr in 57. Auflage erschien []. Perthes, Gotha]. 
Wesentlich neue Wege beschritt der kartographische Verlag von G. Westermann in Вгаш 
schweig mit der Herausgabe seines „Weltatlas“, der mit 130 Haupt- und 117 Nebenkarten ai 
106 Kartenblättern mit erläuterndem Text und einem Namenverzeichnis im vorigen Jahre, vo 
A.Liebers bearbeitet, herauskam und seitdem mehrmals neugedruckt werden mußte. In hanc 
lichem Querformat stellt er eine nicht ungeschickte Verbindung einer Art Weltlexikon mit eineı 
Atlas dar und bietet auf kleinem Raume unendlich viele Einzelheiten. Zu jeder Karte gchë 
ein gegenüberstehender Text. Die erste Kartengruppe ist der Weltgeschichte gewidmet, il 
folgen die geographischen Karten in oft allzu kleinem Maßstabe, ur aber die wirtschaft 
geographischen Darstellungen, die den wertvollsten Teil des Werk 





bilden und in Karte 
und geographischen Tabellen, Text und Statistik der letzten Jahre| eine Fülle belehrend 
Stoffes darbieten, der nach teilweise neuen und originellen kartogräphischen Methoden v 
arbeitet worden ist. So wird dieser Atlas insbesondere dem Kaufmann, dem Lehrer oder Pol 
tiker ein vorzüglicher Berater sein können. Zwei kleine handliche A$lanten brachte der kart« 
graphische Verlag ven Freytag & Berndt in Wien neu heraus: GustavfFreytags „Weltatlas“, dı 
in 211 gut lesbaren Kärtchen auch zhalreiche spezielle Gebiete wfie Stadtumgebungen usv 


ж 320 * 


¢ PRAESENT / NEUE ATLANTEN * 





etet und zur schnellen Orientierung gute Dienste leistet, zumal er ebenfalls ein Namen- 
'erzeichnis besitzt, ferner „Hickmanns Geographisch-Statistischer Universal-Atlas“, der im 
'origen Jahre von Alois Fischer vollständig neu bearbeitet wurde. Er legt auf seinen 48 Seiten 
Text und 62 Tafeln auf. die Ausgestaltung wirtschaftsgeographischer Angaben besonderen 
Wert und berücksichtigt vor allem den Weltkrieg und а seine Folgen, wobei er sehr bemerkens- 
verte Aufschlüsse und Vergleiche gibt. 

Aus der Reihe wichtiger Verkehrsatlanten verdient der in 11. Auflage erschienene „Eisen- 
sahn- und Verkehrsatlas von Europa“ von W. Koch und C. Opitz [J]. J. Arnd, Leipzig] genannt 
u werden, der die Bahnlinien stark hervorhebt und dem Kaufmann ausführliche alphabetische 
Jbersichten aller Eisenbahnen Europas und ihrer Verwaltungen, Orts- und Stationsverzeichnisse, 
‘owie Frachtentarife bietet. In ähnlicher Weise enthält der „Große Atlas der Eisenbahnen und 
schiffahrt von Mitteleuropa“, 23. Auflage von Alex. Duncker [Verlag für Börsen- und Finanz- 
iteratur, Berlin und Leipzig] nur Verkehrskarten mit eingehenden Verzeichnissen der Eisen- 
аһозќабопеп und -Verwaltungen. Den Bedürfnissen des Postverkehrs kommt W. Ruhnstrucks 
‚Atlas der Postgeographie“, 4. Auflage [Volksverl. f. Wirtschaft und Verkehr, Stuttgart] ent- 
zegen, der mit seinen Postkurskarten der deutschen Länder im Maßstabe 1: 900000 billigen 
Ansprüchen durchaus genügen wird. Dieselben Karten bilden auch den „Deutschen Verkehrs- 
tlas“ [ebenda], nur vermehrt um ein Verzeichnis der Verkehrsorte, Entfernungstabellen, 
arife usw. 

Auch die gebräuchlichsten deutschen Schulatlanten haben sich der Gegenwart angepaßt, sind 
eilweise umgearbeitet, methodisch verbessert und mit einem neuen Gewande versehen worden. 
ch greife aus der großen Zahl nur wenige heraus, die vor kurzem Neuausgaben erlebt haben. 
Jnter den großen Ausgaben ragen hervor: Debes’ Großer Schulatlas in 72 Kartenseiten, in 
57. Aufl. 1922 von P. Schlee [Wagner & Debes, Leipzig], Dierckes Schul-Atlas für höhere 
Lehranstalten [G. Westermann, Braunschweig] mit seinen zahlreichen Nebenkarten und für 
österreichische Verhältnisse Kozenns Geographischer Atlas für Mittelschulen in 43. Auflage 
E. Hölzel, Wien], die im Hausgebrauch gegebenenfalls einen Handatlas zu ersetzen vermögen. 
Hohe Auflageziffern sprechen auch für die Güte von Max Eckerts „Neuem methodischen Schul- 
atlas“, 70. Auflage [H. Schroedel, Halle a. S.] und W. Keils und Fr. Rieckes „Deutschem Schul- 
atlas“, 55. Auflage [B. G. Teubner, Leipzig]. Dem Velhagen & Klasingschen Verlage in Leipzig 
ndlich entstammen. der vortreffliche „Stufenatlas für höhere Lehranstalten“ von H. Fischer und 
M. Geistbeck, sowie H. Fischers „Einheitsatlas“ in seinen beiden Ausgaben A und B. Ebenda 
erschien schließlich Th. Ebelings und Chr. Grubers „Neuer Atlas für Handelsschulen“ in 3. Auf- 
lage, der auf die Wirtschaftsgeographie besonderen Wert legt. 

Wie der Weltkrieg das Streben nach geographischer Bildung im In- und Auslande ungemein 
verstärkt und eine Fülle von erdkundlichen Kenntnissen auch in die niedersten Schichten des 
Volkes getragen hat, so hat er auch die Kunst des Kartenlesens weit verbreitet, und es gab 
wohl kein Haus, in dem nicht der Atlas fleißige Benutzung gefunden hätte. Daß zur Erhaltung 
dieses Brauches an neuen guten Hand- und Schulatlanten kein Mangel ist, dürfte diese kurze 
Rundschau gezeigt haben. 


* 321 +* 


BETRIEBSWISSENSCHAFT 
VON PROFESSOR ARTHUR WEISS 


DIE von F. W. Taylor in die Welt gesetzten Gedankenreihen über Vergleichmäßigung, Ver- 
einheitlichung und Sonderung der Betriebsarbeit, Planmäßigkeit der Arbeitsweise, zusammen- 
fassend als „wissenschaftliche Betriebsführung“ bezeichnet, fielen auch in Deutschland auf frucht- 
baren Boden. Das ihnen von hervorragenden Vertretern des Lebens und der Wissenschaft ent- 
gegengebrachte Interesse findet kräftigen Widerball in zahlreichen bedeutsamen Veröffent- 
lichungen, von denen einige der jüngsten Zeit hier erwähnt werden mögen. 

Durch sorgfältige Sammlung und Veröffentlichung der auf diesem Gebiete gewonnenen Erfah- 
rungen hat sich neben dem „Normenausschuß der deutschen Industrie (Nadi)“ und dem „Aus 
schuß für wirtschaftliche Fertigung (Awf)“ auch die „betriebstechnische Abteilung beim 
deutschen Verband technisch-wissenschaftlicher Vereine” große Verdienste um die sachliche 
Zusammenarbeit im Betrieb erworben. 

Während die Vereinheitlichung der Betriebsarbeit in der 1920 erschienenen Abhandlung von 
Georg Garbotz, „Vereinheitlichung in der Industrie“ [Oldenbourg, München] volle Würdigung 
findet, werden die vom Nadi gebrachten Einheitsentwürfe und Einheitlichkeitsblätter in der 
Zeitschrift „Der Betrieb“ der öffentlichen Prüfung unterbreitet. Daß die deutschen Vereinheit- 
lichungsvorschläge auch im Ausland Anerkennung und Nachahmung finden, sei hier nur nebenbei 
bemerkt. Hingegen wendet der Awf seine Aufmerksamkeit der wichtigen Frage der Zusammen- 
arbeit der Einzelbetriebe und der Lösung des Selbstkostenrätsels in erster Reihe zu. 

Wenn Christian Prinz seinen am 17. November 1919 im Polytechnischen Verein zu München 
gehaltenen Vortrag über „Wissenschaftliche Betriebsführung“ mit den Worten schließt: „Bei 
uns kann nur jene wissenschaftliche Betriebsführung zum Ziele führen, die für unsere deutschen 
Verhältnisse paßt“, so hat er mit diesem Gedanken den Nagel auf den Kopf getroffen. 

Die Zeit- und Bewegungsuntersuchungen der Taylorschule sind auf die scharfe Erfassung der 
für eine bestimmte Arbeit unbedingt nötigen, kürzesten Zeit eingestellt. Führend wurde bei uns 
auf diesem Gebiete der 1920 in Buchform bei Springer in Berlin erschienene Vortrag Eduard 
Michels „Wie macht man Zeitstudien“, der als vorzügliche Parallele zu dem Werk Merricks. 
„Time studics as Base for rate setting“ gelten kann. | 

Otto Fahrs Untersuchungen weichen von den bis nun über die Zeitforschung veröffentlichten 
in einigen wesentlichen Punkten ab. Fahr geht in erster Linie von der Bestleistung und nicht, | 
wie dies noch vielfach anzutreffen ist, von der Höchstleistung der Menschen aus und nimmt die 
Zeituntersuchung an allen, im Betriebe eingestellten Arbeitsgeübten, nicht etwa an sorgsam 
ausgesuchten Arbeitern vor. 

Etwaige, durch die Arbeitsmittel sowie die persönlichen Bedürfnisse der Arbeiter verursachten 
Betriebsverluste werden als besondere Arbeitskoeffizienten in Rechnung gezogen; auch der in 
Fahrs 1922 bei Oldenbourg veröffentlichtem Buch „Die Einführung von Zeitstudien in einem 
Betrieb für Reihen- und Massenfertigung der Metallindustrie“ entwickelte Begriff des Qualitäts- 
 koeffizienten kann als Novum betrachtet werden. Fahr tritt für die Schaffung von Zeitnormen, 
insbesondere Griffzeiten in weitem Umfang ein, hegt jedoch hinsichtlich der von Sachsenberg 


* 322 x 








geschlagenen Maschinenzeitnormen gewisse Bedenken. Seine von wissenschaftlichem Geist 
ragene Arbeit weist nicht nur die Voraussetzungen und Grundlagen, sondern auch die exakten 
thoden der Zeitstudien sowie deren praktische Ergebnisse auf und kann als wertvolle Be- 
herung der betriebswissenschaftlichen Literatur angesehen werden. 

Jie weitverzweigten Untersuchungen, die Fritz Söllheim vornahm, um das Taylorsystem den 
itesten Kreisen der deutschen Öffentlichkeit mundgerecht zu gestalten, sie finden ihren 
derschlag in seinem, 1922 ebenfalls bei Oldenbourg erschienenen Werk „Taylorsystem für 
utschland“. 

5öllheim ist bestrebt, die Einwirkung der rechtlichen, politischen, religiösen, wirtschaftlichen 
l sozialen Verhältnisse der Vereinigten Staaten auf die Gedankenwelt des amerikanischen 
zanisators klarzulegen und unter Hinweis auf die gesellschaftlichen Entwicklungsgänge 
utschlands die Frage zu lösen, innerhalb welcher Grenzen das Taylorsystem auf deutsche 
riebe anwendbar wäre. Daß Söllheim im Verlaufe seiner Abhandlung sich mit all jenen Be- 
gungen auseinandersetzen mußte, die wie: Zeit-, Ermüdungs- und Bewegungsuntersuchungen 
dem Wesen der wissenschaftlichen Arbeitsweise aufs engste verbunden sind, ist selbstver- 
ndlich. Diese, den im Betriebe arbeitenden „Menschen“ berührenden Punkte behandelt er 
:nso erschöpfend wie die Abschnitte „Berufsauslese“ und „Eignungsprüfung“, um schließlich 
die Grenzen des psychotechnischen Experiments zu gelangen. Söllheim hebt den Mangel 
ıerer, schneller und billiger Methoden der Berufsauslese hervor und will unter psychotech- 
cher Eignungsprüfung weder die rein experimentelle noch die reine Testprüfung verstanden, 
ıdern „alle brauchbaren Methoden der Eignungserforschung“ angewendet wissen. 
Zusammenfassend stellt Söllheim den von ihm betonten Schattenseiten des Taylorismus, wie: 
‚chstpensumverfahren verbunden mit antreibenden Entlöhnungsarten, dessen Vorzüge einer 
nmäßigen Arbeitsweise entgegen, um schließlich zu erwägen, inwieweit das Taylorsystem 
seren deutschen Verhältnissen angepaßt werden könnte. Er verschweigt nicht die reichen An- 
jungen, die der Taylorismus Deutschland gegeben; er betont ausdrücklich dessen Bestreben, 
: Betriebsarbeit auf wissenschaftliche Grundlagen zu stellen. Auf dieser Linie stoßen Söllheims 
danken auf die von Christian Prinz gebrachten, um sich mit ihnen unlöslich zu verschmelzen. 
mnach kann von einem Scheitern des Taylorismus keine Rede sein — im Gegenteil: die 
tenden Gesichtspunkte der wissenschaftlichen Betriebsführung finden immer weitere Ver- 
eitung! 

Wir ersehen dies aus der ebenfalls im gleichen Jahre und Verlage erschienenen, von 
M. Witte vorzüglich übertragenen Arbeit „Wissenschaftliche Betriebsführung“ von Horace 
okwalter Drury Ph. D., der es unternimmt, die Licht- und Schattenseiten dieser Arbeitsweise 
d deren Auswirkung im Wirtschaftsleben in sachlicher Weise zu entwickeln. Diese mit unserer 
‚genwartszeit innig verflochtene Bewegung wird von ihrer Entstehung an in den stufenweise 
inandergreifenden Phasen aufgezeigt und die zu ihr führenden Ursachen aufgedeckt. 

Der Verfasser stellt den in der wissenschaftlichen Betriebsführung enthaltenen Gedanken ein 
nstiges Horoskop, er geht um eine gute Wegstrecke weiter, wenn er dieses Arbeitsverfahren als 
ine Philosophie großer Hoffnungen, als ein System mit glänzenden Aussichten“ bezeichnet. 
sch unterschätzt er keineswegs die Gegnerschaft, die ihr von verschiedenen Seiten immer 
ch entgegengebracht wird. Daß sich die Industrie im großen und ganzen innerhalb der von 
r wissenschaftlichen Betriebsführung gezogenen Grenzen bewegt und in absehbarer Zeit dazu 


a 323 + 


* NEUE NACHSCHLAGEWERKE 


gelangen wird, ein Großteil der durch diese Betriebsweise gebotenen Einrichtungen то ш 
nehmen, ist nach Drurys Ansicht nicht zu bezweifeln. — Seine Veröffentlichung dürft: 
manchen Nörgler und Zweifler in das Lager der wissenschaftlichen Betriebsführung hinüberzier 

Reiche, aus dem Leben geschöpfte Erfahrungen haben Lauffer angeregt, in seinem 13 
erschienenen Buche „Die wirtschaftliche Arbeitsweise in den Werkstätten der Maschinenfabrik 
[Springer, Berlin] für Betriebseinheitlichkeit, Neugestaltung und Sonderung lebhaft einzutre 
und neben den Schattenseiten auch die Vorzüge des Taylorismus hervorzuheben. 

Beachtenswerte Vorschläge verwaltungswirtschaftlicher Art bringt Schilling in seiner 1 
von der bekannten Zeitschrift „Technik und Wirtschaft“ übernommenen Abhandlung . 
Bedeutung neuzeitlicher Ausgestaltung von industriellen Betrieben für die Wirtschaft nad ‹ 
Kriege“ ; er fordert Zwangsläufigkeit der Betriebs- und Verwaltungsarbeit, strenge Zeiterfas 
klare Kostengliederung und Preisberechnung. Seine Gedankengänge treffen sich mit de 
Bormanns in engerer Gemeinschaft, der sich in seiner 1920 veröffentlichten Schrift „Die! 
führung des Taylorsystems in laufende Betriebe“ [Lotties, Wien] als überzeugter Anhänge : 
Verfechter des wissenschaftlichen Arbeitsverfahrens erweist. 

Zu den streng sachlichen Untersuchungen, die Frenz in seiner „Kritik des Taylorsysta 
[Springer, Berlin 1920] uns geschenkt, ist nur zu bemerken: Wer sie gelesen, wird durd 
Fülle des Gebotenen zur Scheidung der lichten von den dunklen Seiten dieser Arbeitsm 
bestimmt. Aus diesem Grunde erweckte neben der 1920 von Hellmich-Huhn gebrachtes 
sammenfassung „Was will Taylor“ [Verein Deutscher Ingenieure, Berlin] das Tramm’sche W 
„Psychotechnik und Taylorsystem“ [Springer] die Aufmerksamkeit weiterer Kreise; bietet d 
der Verfasser eine leicht verständliche Einführung in die weiten Gebiete der Arbeitswissensd 
unter besonderer Berücksichtigung der den Zeit- und Bewegungsuntersuchungen dienen 
Hilfsmittel. 


NEUE NACHSCHLAGEWERKE 
BIBLIOGRAPHIE UND LEXIKON 


Im Auftrage der Berliner Vertretung des russischen Volkskommissariats für Bildungswesen ha 
Friedrich Braun und Hans Praesent ein bibliographisches Nachschlagewerk herausgegeben. 
das wir unsere Leser nachdrücklichst hinweisen möchten; denn wir dürfen in dem Werk gewis 
maßen einen wissenschaftlichen Unterbau begrüßen für unsere eigene Arbeit, die dahin > 
durch regelmäßige Zusammenstellung der Neuerscheinungen und gelegentliche Sondertsb 
graphien den Bücherfreund und Fachgelehrten des Auslands in steter Verbindung mit dem de 
schen Büchermarkt zu halten. Das vorliegende Werk ist eine „Systematische Bibliographie 
wissenschaftlichen Literatur Deutschlands der Jahre 1914— 1921“ [„Kniga“, Buch- und Le 
mittelgesellschaft m. b. H., Berlin 1922]. Der erschienene erste Teil umfaßt die Literatur ( 
theoretischen Wissenschaften; ein bereits in Vorbereitung befindlicher zweiter Teil soll die | 
scheinungen der angewandten Wissenschaft [Medizin und Technologie] enthalten. Die Bibi 
graphien sind zusammengestellt von Dozenten der Universität Leipzig, deren Lehrkörper : 

eine der Herausgeber, der ehemals Petersburger Professor Braun, angehört, und bearbeitet v 
Dr. Praesent, dem die reichen Hilfsmittel der Deutschen Bücherei in Leipzig dabei zur Verfügt 
st«ndan. Nur durch diese Zentralisierung war es wohl möglich, die Arbeit in drei Monaten zu leis: 


* 324 x 


+ | NEUE NACHSCHLAGEWERKE * 
4 

Man muß den Änregern, Herausgebern und Mitarbeitern für diesen starken Band von 400 
Groß-Oktav-Seiten dankbar sein, der die Benutzung der Literatur aus den Kriegsjahren nicht 
nur den russischen, sondern allen Bibliotheken und Gelehrten wesentlich erleichtern wird. Be- 
trachtet man die eine und andere Abteilung mit kritischerem Blick, so gewinnt man freilich den 
Eindruck, daß es doch wohl besser gewesen wäre, die Arbeit nicht gar zu sehr zu beschleunigen. 
Man vermißt zunächst bei allen Werken die Angaben der Seitenzahlen, da es doch für Biblio- 
theken und Privatbenutzer wichtig ist zu erfahren, ob es sich jeweils um ein dickleibiges Buch 
oder eine Broschüre handelt. Auch hätte in den Fällen, in denen nur der erste Teil eines Werkes 
angeführt wird, auf die Gesamtzahl der beabsichtigten Bände hingewiesen werden sollen, etwa 
in der kürzesten Form: 1. Bd. [von 4]. Die Gruppierung ist ungleichmäßig. In der Abteilung 
„Deutsche Philologie“ z.B. findet man die Unterabteilung „Serienwerke“. Warum hier? oder 
warum nur hier und in andern Abteilungen nicht? Irrtümlicherweise sind auch einige solche 
Serien in die Gruppe „Zeitschriften“ geraten, andere Werke stehen als selbständige Einzelwerke 
da, obwohl sie Serien angehören. Durch die Eile der Arbeit zu begründen, kaum zu entschuldigen 
aber ist es, daß man Weises Dramen im Alphabet unter „Dramen“, Forsters Tagebücher unter 
„Tagebücher“, Götts Werke unter „Werke“ und so noch mehrere Titel angeführt hat. Wer sucht 
Luthers Vorlesungen über den Galaterbrief unter „Vorlesungen“ ? Es mag richtig sein, daß die 
Einordnung gewisser Werke nicht immer leicht ist, daß ihre Anführung an zwei Stellen zuweilen 
unvermeidlich und schließlich ja auch kaum störend ist. Wenn aber, um nur einige Beispiele zu 
geben, die sehr willkommene Abteilung „Volkskunde“ aus den „Beiträgen zur Deutsch -böh- 
mischen Volkskunde“ nur ein Heft nennt, dieses aber nebst zwei weiteren Werken in der Gruppe 
„Deutsche Philologie“ erscheint, so erschwert das dem „Volkskundler“ die Benutzung der 
Bibliographie. 

Was die Auswahl anlangt, so wird man sich zuweilen fragen, was in aller Welt der ausländische 
Gelehrte mit dem oder jenem ganz speziellen Buch anfangen soll, auf das er, wenn er wirklich 
auf dem betreffenden Sondergebiet arbeitet, durch die Fachzeitschrift schon hingewiesen wird, 
und dessen Titel hier nur Ballast ist. Andererseits fehlt auch manches; ich vermisse z.B. in der 
„Kunstgeschichte“ Westheims „Kunstblatt“ [Kiepenheuer, Potsdam], das doch eins der wich- 
tigsten Organe für die jüngsten Kunstbestrebungen ist. Das Ideal wäre natürlich eine kommen- 
tierte Bibliographie gewesen. Verbot der Raum die Verwirklichung, so hätte doch in einzelnen 
Fällen eine sachliche Andeutung des Inhalts nicht fehlen dürfen. Die bloße Angabe „Volkswirt- 
schaftliche Studien Heft 1—-5“ ohne jede Mitteilung über Autor und Inhalt der einzelnen Hefte 
ist doch gar zu knapp und hilft dem Benutzer nicht weiter. 

Aber trotz solcher Mängel in Einzelheiten bleibt dieses ungewöhnliche Werk das wichtigste 
Nachschlagebuch für den ausländischen Gelehrten, dem nicht die bibliographischen Hilfsmittel 
des deutschen Buchhandels zur Verfügung stehen und der statt einer Unzahl von Titeln eine 
Auswahl des Wichtigsten als Grundlage für seine Studien, als Katalog für die Ergänzung seiner 
deutschen Bibliothek wünscht. Er wird dem rüssischen Volkskommissiariat und seinen geistigen 
Helfern mit uns dankbar sein. — 

Im 4. Heft des Jahrgangs haben wir auf den ersten Band des neuen „Brockhaus“ aufmerksam 
gemacht. Inzwischen ist der zweite Band [F—K] erschienen [Brockhaus, Leipzig], mit 7500 Ab- 
bildungen und Karten im Text und auf 160 einfarbigen und 80 bunten Tafel- und Kartenseiten 
sowie 70 Übersichten und Zeittafeln. Wieder kann es sich hier nur darum handeln, den Reichtum 


* 325 * 


+ АММЕККОМСЕМ - 





des Inhalts zwischen Faaborg und Kyzyl—Irmak anzudeuten. Einige farbige Tafeln fallen bein 
Durchblättern zunächst auf: Handarbeiten, Kostüme, Kleintierzucht, die durch Wiedergabe 
Ostwaldscher Farbenzusammenstellungen besonders wertvolle Tafel „Farben“, ferner die Tafel 
„Heimstätten“, die dem aktuellen Thema mit mehreren farbigen Ansichten und den zugehörigen 
Grundrissen dient. Unter den einfarbigen Tafeln seien nur die zur Kunst genannt: Gebraucs- 
graphik [2 Seiten, die reichstes Anschauungsmaterial bieten], damit verwandt die Tafel: Kunst- 
gewerbe der Gegenwart, die zwischen Bruno Paul und Pechstein 24 Künstler zur Geltung kom- 
men läßt; dann die Tafeln Historienmalerei, die 10 Bilder umfaßt, und Impressionismus, der 
durch 15 Künstler, von Velasquez bis Slevogt, vertreten ist. Belehrend und belustigend zugleich 
die beiden Tafeln „Karrikatur“, die vom 13. Jahrhundert vor Christus bis zu Gulbranssons 
„Ibsen“ und der göttlich-frechen „Tristan und Isolde“-Karrikatur Aubrey Beardsleys führen. 
Von den zahlreichen statistischen Übersichten können auch nur einige herausgegriffen werden: 
Heilige der katholischen Kirche und Finanzen der wichtigsten Staaten, Jugendbewegung und 
Kinderarbeit, Gewerkvereine und Genossenschaften, Handel und Handelsmarine, Geschlechts- 
krankheiten, Infektionskrankheiten, Invaliden- und Krankenversicherung usw. Besonders da: 
Gewerk- und Genossenschaftswesen dürfte noch nie so klar in seinem Wesen und Werden ver- 
anschaulicht worden sein. Die schon früher gerühmte Behandlung der musikalischen Stichworte 
verdient abermals Lob, zumal für die Beispiele zu den Begriffen: Generalbaß und Koloratur 





ANMERKUNGEN 


Zu unserer Bildbeilage. — Der Verlag Karl Robert Langewiesche in Königstein 1. Т 
wird im Oktober in der bekannten Reihe der „Blauen Bücher“ einen neuen Band unter den 
Titel „Tiere in schönen Bildern“ erscheinen lassen, aus dem er uns die beiden diesem Heft bei 
gegebenen Abbildungen zur Verfügung gestellt hat. Das Werk, von dem uns ein großer Tei 
des Bildermaterials bereits vorgelegen hat, wird im ganzen 60 Bildseiten umfassen. Jedes diese 
Bilder zeugt nicht nur von charakteristischer und lebendiger Auffassung des Tieres, sondern is 
auch im bildmäßig künstlerischen Sinne wertvoll. Gezeigt wird ‚hier die Schönheit des Tiere: 
an sich, vor allem aber auch die Schönheit des Tieres in der Landschaft. Manches Bild gibt dahe: 
einen ziemlich umfangreichen landschaftlichen Rahmen, in dem doch immer das Tier Mittelpuak! 
bleibt. Wir möchten unsere Leser schon jetzt auf das schöne Werk aufmerksam machen, das sid 
den früheren Ercheinungen des Verlages würdig anschließt. | 

Berichtigung. — Prof. F.W. Kleukens bittet uns um Veröffentlichung nachstehender E: 
klärung: „Zu dem Aufsatz ‚Die deutschen Privatpressen‘ von Ludwig Sternaux bringt Ch. H. Klev 
kens im 4. Heft 1922 Seite 169 einige „berichtigende Ergänzungen“. Da diese nicht mit de: 
Tatsachen übereinstimmen, so möchte ich dazu bemerken, daß außer Ch. H. Kleukens noch ! 
andere Leute die Bücher der Ernst Ludwig Presse gesetzt und gedruckt haben. Gedruckt wurd: 
nur das, was ich als Leiter der Presse bestimmte. Der Satz, daß ich für die neuesten Drucke de: 
E. L. P. den Buchschmuck „entwarf“, ist nicht richtig.“ — Wir bemerken dazu noch, daß ii 
unserer Anmerkung im April-Heft'durch ein Versehen ein Satz entstellt worden ist; Ch. H. Kleu 
kens hatte geschrieben: „Mein Bruder F. W. Kleukens entwarf für die meisten [nicht für di 
neuesten] Drucke der Ernst Ludwig Presse den Buchschmuck.“ Damit schließen wir die Aus 
=inandersetzungen. | 








* 326 * 





NEUE BÜCHER UND MUSIKALIEN 








ALLGEMEINES, 


GESAMTAUSGABEN, 


BENN, Gottfried, Gesammelte Schriften. (220 S. 
— °.) Berlin, E.Reiß. Geh. M 75.—, Hiwbd. 
3enn gehört zu den „Jüngsten“, die kurz vor dem 
Krieg zuerst hervortraten. Stoffliches und eine 
wisse Art, die Materie zu sezieren, verraten den 
Arzt in ihm. Sein Bestes gab er in einigen Gedichten 
ınd kleinen Novellen. Der Band enthält daneben 


uuch Szenen und Essays. 


CHAMISSO, Adalbert von, Sämtliche Werke in 
4Teilen. Mit einer Einleitung von Ad. Bartels. In 
2Bdn. (1002 S.8°.) Leipzig, Hesse & Becker. Lwbd. 
M 240.—, auf holzfreiem Papier Lwbd. M 300.—, 
auf hojzfreiem Papier Hlbfrz. M 600.—. 


DEUTSCHES BÜCHERVERZEICHNIS 1915 bis 
1920. Lfg. 12. Manassewitsch—Monumenta. (S. 
1773—1932.) Verlag .d. Börsenvereins d. Deut- 
schen Buchhändler zu Leipzig. M 125.—. 


JEUTSCH-NORDISCHES JAHRBUCH. 1922. 
Im Auftrage des Deutsch-nordischen Verbandes 
und unter Mitwirkung der Deutsch-nordischen 
Wirtschaftsverbände herausgeg. von W. Georgi. 
Mit 6Abb. (162 S.8°.) Jena, E. Diederichs.M 50.—. 

Jer neue Jahrgang enthält u.a. folgende Aufsätze: 

\lbert Dresdner: Deutsche Meister in schwedischer 

Cunst; Friedrich Stieve: Neuere schwedische Lyrik; 

\dolf Jürgens: Schwedische Politik; Lauritz Lar- 

en: Das Wirtschaftsleben Dänemarks; Lüder So- 

em: Die norwegische Schiffahrt. Auch dieser neue 
зо zeigt in bester Form die völkerverbindende 
endenz. 


ICHENDORFFS WERKE. Herausgeg. von Rich. 
Dietze. Kritisch durchges. und erläuterte Ausg. 
2 Bde. (426, 508 S. 8°.) Mit 1 Porträt und Fak- 
simile. Leipzig, Bibliographisches Institut. ee 
ы шке Ашы Lwbd. M 320.—, Halbid. 


:RNST, Paul, Gesammelte Werke. Gesammelte 
Dramen. Il. Bd. Teil 1 und 2. München, Georg 
Müller. Geh. je M 120.—, geb. M 150.—. 

1. Das Gold. Canossa. Brundhild. Chrimhild. 
(325 S. 8°. 

2. Über alle Narrheit Liebe. Ninon de Lenclos. 
— auf Naxos. Der Heilige Crispin. (328 S. 


SÜNDERODE, Karoline von, Dichtungen. Heraus- 
geg. v. Ludwig von Pigenot. Mit Titelbild. (288 S. 
Gr.-8°.) München, Bruckmann. Geb. M 75.—. 

Jer Band vereinigt Gedichte, Dramatisches und 

‚rzählungen, Briefe und Berichte von und über jene 

rau, die als Frankfurter Stiftsfräulein unter dem 

lamen Tian dichtete, sich aus unglücklicher Liebe 

806 den Tod gab und vor allem in Bettina von 

\rnims Werk „Die Günderode“ fortlebt. Biogra- 

hische Notizen und Anmerkungen sind der Samm- 


SAMMELWERKE 


lung beigegeben, die das Bild Karolinens in allen 
Zügen klar erkennen läßt. 


HEINE, Heinrich, Sämtliche Werke in 12 Teilen. 


Mit Einleitung und Anmerkungen herausgeg. von 
Paul Beyer, Karl Quenzel und Karl HansWegener. 
Mit 2 Bildnissen u. einer Handschriftprobe. 5 Bde. 
(3572 S. 8°.) Leipzig, Hesse & Becker. Hiwbd. 
M 675.—. Auf holzfreiem Papier Lwbd. M 850.—, 
Hifrz. 1500.—. 


' HEINES WERKE. Herausgeg. von Ernst Elster. 


Durchges. u. erläuterte Ausg. 7 Bde. Mit Porträt 
u. Faksimile, (576, 556, 580, 636, 556, 636, 656 S. 
8°.) Leipzig, Bibliographisches Institut. (Meyers 
р geben) Lwbd. M 1120.—, Halbld. 


HERDERS WERKE. Herausgeg. von Theodor 


Matthias. Durchges. u. erläuterte Ausg. 5 Bde. 
Mit Porträt u. Faksimile. (472,540, 496, 548, 374 S. 
8°.) Leipzig, Bibliographisches Institut. е ers 
er ee wbd. M 800.—, bid. 


KELLERS WERKE. Herausgeg. von Max Nuß$- 


berger. Durchges. u. erläuterte Ausg. 8 Bde. Mit 
Bildnis u. Handschriftprobe. (410, 392, 488, 432, 
442, 528, 428, 528 S. 8°.) Leipzig, Bibliogra- 

hisches Institut. (Meyers Klassiker-Ausgaben.) 
Lwbd. M 1280.—, Halbld. M 2080.—. 


MANN, Thonne. Novellen. 2 Bde. Berlin, S. Fischer. 


de h. 80.—, Hliwbd. M 140.—, Lwbd. 
160.—, Halbld. M 200.—. 

Bd.1: Der kleine HerrFriedemann. Enttäuschung. 
Der Bajazzo. Tobias Mindernickel. Luischen. Der 
Weg zum Friedhof. Die Hungernden. Der Kleider- 
schrank. Gladius Dei. Ein Glück. Beim Propheten. 
Schwere Stunde. Wie Jappe und Do Escobar sich 
prügelten. Das Wunderkind. Das Eisenbahn- 
unglück. Tristan. (384 S. 8°.) 

Bd, 2: Tonio Kröger. Fiorenza. Herr und Hund. 
Der Tod in Venedig. (464 S. 8°.) | 


SCHOLZ, Wilhelm von, Gesammelte Werke. 


Abt. II. G. Müller, München. 
Bd.1: Kleine Schauspiele. (295 S.8°.)Geh.M75.—, 
Hiwbd. M 105.—. 


STIFTER, Adalbert, Werke in 6 Teilen. Herausgeg. 


von Rudolf Fürst. Mit Bildnis und Handschrift- 
robe. Neue Ausg. 3 Bde. (2237 S. 8°.) Leipzig, 

Hesse & Becker. Hlwbd. M 405.—, auf holzfreiem 

Papier. Lwbd. M 510.—, Hlbfrzbd. M 900.—. 


STORMS WERKE. Herausgeg. v. Theodor Hertel. 


Durchges. u. erläuterte Ausg. 6 Bde. Mit Bildnis 
und Handschriftenprobe. (448, 484, 522, 460, 524, 
532 S. 8°.) Leipzig, Bibliographisches Institut. 
(Meyers Klassiker- Ausgaben.) Lwbd. M 960.—, 
Halbld. M 1560.—. 


* 327 * 


UHLANDS WERKE. Herausgeg. von Ludwig 
Frankel. Durchges. u. erläuterte Ausg. 2 Bde. Mit 
Porträt und Faksimile. (558, 424 S. 8°.) Leipzig, 
Bibliographisches Institut. (Meyers Klassiker- 
Ausgaben.) Lwbd. M 320.—, Halbld. M 520.—. 


EDDA, Die. Die Lieder der sogenannten älteren 
Edda nebst einem Anhang: Die mythischen und 
heroischen Erzählungen der Snorra Edda. Übers. 

u. erläutert von Hugo Gering. 1.Bd. (402 S. 8°.) 
арня, Bibliographisches Institut. (Meyers Klas- 
Ausgaben.) Lwbd. M 160.—, Halbld. M 





LUTHER, Arthur, Meisterwerke der russischen 
Bühne. Ausgew., übers. u. eingel. (438 S. K1.-8°.) 
Leipzig, Bibliographisches Institut. (Meyers Klas- 


siker- Ausgaben.) Lwbd. M 160.—, Halblt 
M 260.— 


Die für die Kenntnis des russischen Dramas se}; 
erwünschte Sammlung enthält nach einer Einleitus; 
durch Arthur Luther Übersetzungen von: Спс 
jedow, „Verstand schafft Leiden“. Ostrowskij, „Das 
Gewitter“ und „Schneeflöckchen“. Pisemskij, „Das 
bittere Los“. Tschechow, „Onkel Wanja“. 


SHAKESPEARE, William, Dramatische Werke. 
rs. von August Wilhelm von Schlegel und 
Ludwig Tieck Herausgeg. von Alois Brand: 
2. krit., durchges. u. erlauterte Ausg. in 10 Bden. 
Bd. 1-3. Leipzig, Bibliographisches Institut 
(Meyers Klassiker-Ausgaben.) Lwbd. M 100. 
1-4, Königsdramen. (80, 366 S., 1Titelbl., 1Faks- | 
Taf. 518, 439 S. Kl.-8°.) 





REIHENBÜCHER 


AMALTHEA-BÜCHEREIBA. 29/30.(Gr.-8°.)Wien, 
Amalthea Verlag. 
Bd. 29,30: Faesi, Robert, Gestalten und Wand- 
lungen Schweizerischer Dichtung. (203 S.) Geh. 
M 85.—, Pappbd. M 110.—. 
BIBLIOTHEK wertvoller Denkwürdigkeiten. Aus- 
ählt und herausgeg. von Otto Hellinghaus. 
Bisher Bd. 1—5(12°.) Freiburg i. Br., Herder & Co. 
: Beethoven, Seine Persönlichkeit i in den 
SE seiner Zeitgenossen, seinen Brie- 
fen und nn г itelbild. 2. u. 3. verm. 
Aufl. M 53.—, geb. 7 


DIE WIEDERGABE. — Gegenwart und ihr 

Besitz. EineSammlung kleiner Bücher. Herausg 
| ee шн Stefan. 1. Reihe. (16°.) Wien, Wila Je 

1. 2 тев gor, Joseph, Das Wiener Barocktheater. 
2. Mell, Max, Alfred Roller. (52 S.) 
3. Buschbeck, Erhard, Die Medelsky nd 
4. Specht, Richard, Wilhelm Furtwän ч (525.) 
5. Marilaun, Karl, Adolf Loos. (44 5) 
6. Stefan, Paul, Anna Bahr-Mildenbu (38 5.) 
7. Rundt, Artur, Maria sh üidenbug (085) 


8. Béi, Ludwig, Die Roland. (51 S. 
9, Rieger, Erwin, Die gute alte Zeit der 
erette. (50 S.) 

10. Wymetal, Wilhelm, Marie Jeritza. (52 S.) 
Auch diese kleinen, hübsch ausgestatteten Bände 
dienen der willkommenen Tendenz des Verlages, für 
österreichisches Leben und Schaffen zu interes- 
sieren. Das Theater steht im Vordergrund dieser 
bunten Bilder. 


ENGELHORNS ROMANBIBLIOTHEK 36. Reihe. 
(Kl.-8°.) Stutt ab J. Engelhorn. Bd. 18/19. 
Brachvogel, ‚Der Berg der Mütter. Ro- 
man. (276 S.) Geh. 36.—, geb. M 56.—. 

GÖSCHEN, Sammlung. (K1.-8°.,) Berlin, Vereini- 

gwissenschaftlicherVerleger.Pappbd. M12. —. 
4305 Kisch, Wilhelm, Deutsches Zivilprozeß- 
recht. Bd. 3. 3. verb. Aufl. (136 S.) 


iener 


485. Pilger, Robert, Die Stamme des Pflanzer- 
reiches. Mit 23 Figuren. 2. umgearb. Aufl. (1195 


HORTUS DELICIARUM. (K1.-8°.) Berlin, Julu 
Bard. Bd. 2: Dante, Das neue Leben. Mit 4 Bi. 
азов Dante Gabriel Rosetti. (122 S. Ура» 


KÜRSCHNERS BÜCHERSCHATZ. (K1.-8°.) Ber 
lin, Hillger. Je M 5.—. 
1340. Georg, Manfred, Der Schrei des Haupt: 
mann Baldus. Novellen. (64 S.) 
1341. Stona, Maria, Der junge Gutsbesitzer, 
Eine ländliche Geschichte. ( 64 5) 


MUSIKALISCHE a (KLS 
Stuttgart, J. Engelhorn. Pappbd. M 35.—, 
leder M 150.—. 

Abert, Hermann, Goethe und die Musik. (1285 | 
Grunsky, Karl, Anton Bruckner. (127S.) ` 
Hoffmann,E. T. A., Musikalische Dichtunger 
und Aufsätze. > (372 S.) Pappbd. M 60.—, Halb- 
leder M 200 
Hollero Hans, Musikeranekdoten. (125 S.) 
Moser, Hans ] Joachim, Musikalischer Zeiter 
iegel. (124 S.) 
a Hermann, Laute und Gitarre. Mit It 
en (100 S.) 
1365) ‚ Hermann, Musiktheoretische Laienfibel 


кос Universal-Bibliothek. (КІ.-8°.) Leipzig, 
Reclam. Geh. je M 5.— 
6312. Reichsmietengesetz nebst Gesetrer 
verwandten Inhalts. Textausgabe mit kurzen An 
merkungen. Herausgeg. von Karl Pannier. (35 5. 
4328/9. Adlersfeld-Ballestrem, Eufemia v. 
DerFall Stachelberg und zwei andere Schweize 
Novellen. Neue erw. Ausgabe. (141 5.) 


SAFARI-BÜCHEREI. (K1.-8°.) Berlin. Safari-Ver 
lag. Pappbd. M 20.—, Halbiwbd. M 24.—. 
orbecke, Maria Pauline, Häuptling Nyambe 
Erzählung. (179 S.) 
TONGERS MUSIKBÜCHEREI. (8°.) P. J. Tonger 
Köln. Halblwbd. Je M 40.—. 


ж 328 x 


1.1719: Nohl, Walter, Die Klassiker der deut- 
hen Musik. (283 S. 

1. 20/22: Derselbe, Die Romantiker der deut- 
hen Musik. (266 S.) 

erste Band sucht zu zeigen, wie durch die sechs 
ter: Bach, Händel, Gluck, Haydn, Mozart und 
hoven der deutsche Stil der Musik gebildet 
іе, дег zweite Band verfolgt die Linie der Ro- 
tik von Schubert über Weber, Mendelssohn, 
mann, Marschner, Lortzing, bis zu Liszt, 
ner und Brahms. Die äußeren Lebensumstände 
nur in soweit berücksichtigt, als mit ihnen das 
ffen der Künstler verknüpft ist. Personen- und 
register machen die inhaltreichen Bände auch 
lachschlagwerken geeignet. 


sARISCHE BIBLIOTHEK. Herausgeg. von 
bert Gragger. (8°.) Berlin, Vereinigung wissen- 
haftlicher Vorle ; 

ste Reihe: Heft 2: Gragger, Robert, Deutsche 
—— in ungarischen Bibliotheken. (IV, 
eft3: Taganyi, Karl, Lebende Rechtsgewohn- 


ege und ihre Sammlung in Ungarn. (Ill, 128.) 
Zweite Reihe: Heft 1: Almäsi, Anton, Das 
ungarische Privatrecht. (XI, 332 S.) M 100.—. 





BIBLIOTHECA MUNDI. (8°.) Leipzig, Insel-Verlag. 
Anthologia Hebraica (Hebräische Anthologie). 
(336 S.) Pappbd. M 120.—, Halbled.M 240.—. 


PERLEN älterer romanischer Prosa. Bd. 30,31. Mün- 
chen, Georg Müller. 
Giovanni, Florentino, Die fünfzig Novellen des 
Pecorone. Übers. von Marie Gagliardi. Mit je 6 
Holzschnitten von Hans Pape. Buchausstattung 
von Paul Renner. Einl: Hans Floerke. 2 Bände. 
(XXXIII, 261 u. XI, 307 S. 8°). Pergbd. M 450.—. 


TAUCHNITZ EDITION. Collection of British and 
— authors. (Kl.-8°.) Leipzig, Tauchnitz. 
4575.Hergesheimer, Joseph, Cytherea. 301S. 
4576. Derselbe, Mountain blood. A novel. (256 S. 


PHILOSOPHIE 


AS, Wilhelm, Kraft und Erscheinung. Grund- 
3 einer Dynamik des Psychischen. (112 5. 8°.) 
п, Е. Cohen. Geh. M 60.—, geb. M 96. — 


’FELD, Renatus, Graf Hermann Keyserling. 
g — (48 S. Gr.-8°.) Bonn, F. Cohen. Geh. 


NT, Immanuel, Vermischte Schriften. Mit Einl. 
nmerkung u. Register. Neu herausgeg. von Karl 
orländer. (LI, 324 S. 8°.) Leipzig, Felix Meiner. 
'hilos. Bibl. Bd. 50.) Hiwbd. M 100. 

Band bietet insbesondere die leicht verständ- 
n „Beobachtungen über das Gefühl des Schönen 
Erhabenen“ und die Schrift „Über Pädagogik“ 
erhält besonderen Wert durch die Einleitung 
sonstigenBeigabendes bekanntenHerausgebers. 


‘СЕ, Ludwig. Vom künstlerischen Eros. (182S. 
Gre München, G. Müller. Geh. M30.—, geb. 


It: Begriffliche Vorbetrachtung. Vom Erosbe- 

des Ältertums. Der elementare Eros. Vom 
and der Ekstase. Vom Wesen der Ekstase. Vom 
endienst.SchlußwortüberErosundLeidenschaft. 


RICH, Karl, Lebensleid und Liebe. Eine Philo- 
phie des Herzens. Briefe an eine Freundin zur 
berwindung des Individualismus. (192 S. 8°.) 
otha, Stuttgart, Frdr. Andr. Perthes. Geh. 
—, geb. 80.—. : 

Z Otto, Oswald Spengler und die intuitive 
sthode in der Geschichtsforschung. Ein Vortrag. 
IS. Gr.-8°,) Bonn, F. Cohen. M 12.—. 


TIETZEN, Hermann, Die menschliche Persönlich- 
keit in Anlehnung an Zinsendorfsche Gedanken. 
(146 S. 8°.) Stuttgart, J. F. Steinkopf. M 18.—, 
Pappbd. M 


WEININGER, Otto, Gedanken über Geschlechts- 
probleme. Aphorismen. (78 S. 16°.) Berlin, Con- 
cordia. Pappbd. M 25.—. 


+ °? Der Tod des Materialismus und der Theo- 
sophie. Die Religion der Tatsachen. Gemeinver- 
nos dargestellt. (80 S. 8°.) Berlin, Concordia. 

r. — 


ARISTOTELES, Lehre vom Beweis oder zweite 
Analytik. Neu übers. und mit Einleitung und 
Anmerkung versehen von Eugen Rolfes. (XVIII, 
1645S. Gr.-3°.) Leipzig, F. Meiner. Hlwbd.M65.—. 


Derselbe. Über die Seele. 2. Aufl. Neu übers. von 
Adolf Busse. (XX, 220 S. 8°.) Leipzig, F. Meiner. 
(Philosophische Bibl. Bd. 4.) Hiwbd. M 60.—. 

Die Einleitung orientiert über die Entwicklung der 

griechischen Psychologie bis auf Aristoteles und 

über das Ergebnis der jüngsten, die Textesüber- 
„lieferung betreffenden Forschungen. Die Anmer- 
“ kungen sind in knapper Form gehalten, geben aber 
zahlreiche sprachliche und sachliche Fingerzeige und 
behandeln auch textkritische Fragen. Ein — 
und Sachregister erhöht den Wert der Ausgabe. 


LAOTSE, Tao te king. Deutsch von F. Fiedler. 





Herausgeg. u. Nachw. von Gustav Wyneken. 
— .-8°.) Hannover, P.Steegemann. Pappbd, 


THEOLOGIE 


„SCHE BIBLIOTHEK. (12°.) Freiburg, Her- 
olfsteiner, Willibald, O. S. B., Die Demut 


nach der Lehre des hl. Benediktus. In zwanglosen 


Erwägungen dargestellt. 2. u. 3. verb. Aufl. (VIII 
186 S.) NM 38.— Halblwbd. M 55. — 


ж 329 + 


* THEOLOGIE « MEDIZIN | 


BERGMANN, W., Die Seelenleiden der Nervösen. 
Eine Studie zur ethischen Beurteilung und zur 
Behandlung kranker Seelen. 2. u. 3. verb. u. erw. 
Aufl. (XVI, 254 5.8°.) Freiburg i. Br., Herder & Co. 
M 60.—, geb. M 76.—. 


BREY, Henriette, Wenn es in der Seele dunkelt. 
Ein Buch für die Mühseligen und Beladenen. (VII, 
225 S. Kl.-8°.) Herder & Co., Freiburg i. Br. 
Geh. M 31.—, Pappbd.M 42.—, 

BURGER, W., Handbuch für die religiös-sittliche 
Unterweisung der Jugendlichen in Fortbildungs- 
schule, Christenlehre und Jugendverein. Unter 
Mitwirkung des Katechetenvereins hera 


geben. Bd. 1: Christliche Lebenskunde. (УШ, 


168 S. 8°.) Herder & Co., Freiburg i. Br. Geh. 
M 60.—, geb. M 80.—. 

HERTLEIN, Eduard. Was wissen wir von Jesus? 
Ein Beitrag zur Orientierung der Geschichtlich- 
keit Jesu nach einem Vortrage. (39 S. 8°.) Stutt- 
gart, E. H. Moritz. Geh. M 6.—. 


HIRT UND HERDE. Beiträge zu zeitgemäßer Seel- 
sorge. Herausgeg. vom Erzbischöflichen Missions- 
institut zu Freiburg i. Br. (8°.) Bisher Heft 1—10. 
Heft 7 u.8: Könn, J., Auf dem Wege zur Ehe. 
Eine Vorbereitung für die reifere Mädchenwelt. 
2. u. 3. verm. u. verb. Aufl. (VIII, 242 S.) M 54.—, 
geb. M 80.—. 

LITURGISCHE VOLKSBÜCHLEIN Herausgeg. 
von der Abtei Maria Laach. (Kl.-12°.) Freiburg 
i. Br., Herder & Co. 

I. Die heilige Taufe. (IV, 16 S.) Kart. M 5.—. 

II. Das heilige Sakrament der Ehe. (IV, 40 S.) 
Kart. M 8.—. 

Ill. Versehbüchlein. Die liturgischen Gebete am 
Krankenbett. (IV, 24 S.) Kart. M 7.—. 

IV. Das Begräbnis eines Erwachsenen. (IV, 34 S.) 
Kart. М8... 

SCHILLING, O., Moraltheologie. (XIV, 556 S. 12°.) 


ыр i. Br, Herder & Co. M 1%- | 
SOENGEN, Ludwig, Gotteshaus und Gottes: 
Prakt. Winke. Mit 29 Abb. (VII, 2% :- 
Freiburg i. Br., Herder & Co. Geh.M : 
Pappbd. M 54.—. 
WEISS, A. M., O. Pr., Jesus Christus, die Ap» 
rennis des Christentums (VIIL, 170S.8 " 
bir і. Br., Herder & Co.M 45.—, geb.4': 
WOBBERMIN, Georg, Das Wesen der R:.: 
Buch 2. (S. 315—500.) Leipzig, J. C Er 


M 35.—. 
WOLPERT, L., In der Apostelschule. Lesa::: 
Anschluß an die Sonn i (VIL 2' 


| Freiburg i. Br., Herder & Co. Geh. М: 
geb. M 65.—. 





JANSSENS, Laurentius, O. S. B., Summa T» 
gica ad modum commentarii in Aquinat: з 
mam praesentis aevi studis aptatar. :1 
tomus I—IX. (Gr.-8°.) Freiburg i. Brọ„ Hers 
Co. Geh. M 300.—, geb. 350.—. 

VII: De hominis natura. (XXII, 864 S.) 
VIII: De hominis elevatione et | RX: 
IX: De gratia Dei et Christi. (ХУШ, ЖЮ: 

STREETER, B. H. und A. J. Appasar: 
Sadhu. Christliche Mystik in einer indische: x 
Übers. von P. Baltzer. Mit einem Geleitwor | 
Erzbischof Soederblom in Upsala. (1% © 
Gotha, Stuttgart, Frdr. Andr. Perthes 
M 50.—, geb. M 80.—. 

Sundar Singh, der Sadhu, dessen Leben ui- 

hier geschildert wird, stammt aus einem r. 

und vornehmen indischen Geschlecht. Er w: 

nächst erbitterter Gegner des Christentums. i 





mit 16 Jahren Christ und bald auch Bettei= 
Heute ist er 30 Jahre alt, seine Anhänger ir 


zählen nach Tausenden. 


MEDIZIN | 


BANDELIER, Bruno u, Otto Roepke, Lehrbuch 
der spezifischen Diagnostik und Therapie der 
Tuberkulose für Ärzte und Studierende. Mit e. 
Vorw. von Robert Koch. 11.—13. völlig umgearb. 
u. sehr erw. Aufl. Mit 25 Temperaturkurven auf 


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631 S. 4°.) Leipzig, C. Kabitzsch. Geh. M 180.—, 

geb. M 225.—. 

BRAUER, Ludolf, Die Ruhr, ihr Wesen und ihre 
Behandlung. 2. Aufl. beab. von E. Theys. Mit 
Abb. (X, 118S. Gr.-8°.) Berlin, Fischers med. 
Buchh. Pappbd. M 40.—. 


BREITENSTEINS Repetitorien. (Kl.-8°.) Leipzig, 
Joh. Ambr. Barth. 
12. Bielschowsky, Alfred, Repetitorium der 
Augenheilkunde. 6. verb. u. verm. Aufl. (VI, 
69 5.) Pappbd. M 26.—. 
73.Gins, Heinr. Alex., Repetitorium der Pocken- 
Krankheit und der Vaccinationslehre. (58 S.) 
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ERGEBNISSE der Hygiene, Bakteriologie.!r’ 


tätsforschung und experimentellen Tb. 
Forts. d. Jahresberichts über die Ergeb = 








Immunitätsforschung. Unter Mitw. hen 
derFachleute herausgeg. vonWo Weiz 
Bd. 5. Mit 18 z.T. farb. Textabb. 


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FRIESICKE, G., Wilhelm Capeller, Alt; 
Tschirch, Rezepttaschenbuch. 4., verb. u. er: 
(VII, 108 S. 8°.) Jena, G. Fischer. Geh. X 
Hiwbd. M 30.—. | 

HANDBUCH der Hygiene. Bd. V : Nahrungs 
(320 S. Gr-8°.) Leipzig, S. Hirzel. Geh. ¥ ` 
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HANDBUCH der praktischen mer 
gearb. Aufl. 6 Bde. Bd. 4. Stuttgart, F. E" 






MEDIZIN + 





Chirurgie der Wirbelsäule und des Beckens. 
arb. von Henry Graff, Adolf Henle, Hermann 
ımmel u. a. Mit 347 teils farb. Textabb. (XII, 
12 S. Gr-8°.) Geh. M 360.—, Lwbd. M 435.—. 


REICH, O., Der kranke Hund. Ein gemein- 
зі. Ratgeber f. Hundebesitzer, insbes. f. Jäger. 
verm. u. verb. Aufl., neu bearb. von 

ernicke. Mit 1 Farbentaf. u. 40 Abb. im Texte. 
= S. 8°.) Neudamm, J. Neumann. Pappbd. 


СН, Мах, Сіе Gattenwahl. Ein ärztl. Ratgeber 
{ der Eheschließung. (42 S. Gr.-8°.) Leipzig, 
Kabitzsch. Geh. M 10.—. 


ONEK, Albert, Biologische Vorfragen der 
serimentellen Tuberkuloseforschung vom der- 
ıtologischen Standpunkt aus. (44 © Gr.-8°.) 
ipzig, Job. Ambr. Barth. Geh. M 20.—, Vor- 
gspr. 

"ÜMER, Diagnostische und therapeutische, 
d deren Verhütung. Herausgeg. v. J. Schwabe. 
r.-8°.) Leipzig, Georg Thieme. 

teilung Innere Medizin: Heft 13. Krause, 
ul, Erkrankungen der Bewegungsorgane und 
‚onosen. Mit 7 Abb. (79 S.) M 30.—. 

bteilung Ohrenheilkunde: Heft 1. Brügge- 
ann, ‚ Krankheiten des außeren und 
ae Ohres. Mit 16 Abb. u. 3 Kurven. (87S.) 


)MAYER, Ernst, Repetitorium der Haut- und 
eschlechts-Krankheiten für Studierende und 
rzte. 12., verb. Aufl. Mit 29 Abb. im Text. ; 
85. К1.-8°.) Jena, G. Fischer. Geh. M 20.—, 
lwbd. M 38.—. 


JX,Walter, Preußische Apothekerordnung. Auf 
rund der zurzeit geltenden gesetzlichen Be- 
immungen für Apotheker und Medizinalbeamte 
sammengestellt. 5. neubearb. Aufl. (VIII, 107S. 
1.-8 2 an und Wien, Urban & Schwarzenberg. 
art. =, 


'Y-DORN, Max, Die Röntgenphysik, die all- 
meine Röntgentechnik, das diagnostische Rönt- 
:nverfahren. Mit 52 Abb. im Text. (141 S. 4°.) 
eipzig, Dr. Werner Klinkhardt. Geh. M 67.50. 


YER, Hans H. und R. Gottlieb, Die experi- 
entelle Pharmakologie als Grundlage der Arz- 
:ibehandlung. Ein Lehrbuch für Studierende 
ad Ärzte. Mit 2 farb. Taf. und 84 Textabb. 6. 
urchges. Aufl. (XX, 694 S. 8°.) Berlin und Wien, 
rban & Schwarzenberg. Hlwbd. M 366.—. 


\SE,Rudolf,Der praktischeHals-, Nasen-,‚Ohren- 
zt. Mit 8 Abb. im Text. (160 S. 4°.) Leipzig, 
. Kabitzsch. Geh. M 50.—, geb. M 63.—. 


JBER, August, und Friedrich Kopsch ‚Lehrbuch 


ad Atlas der ` -atomie des Menschen. In 6 Abt. 
bt 2. Leipz’ Nepe. 

. Knochen 430 z. T. farb. Abb. 
2. verm, a. (IV, 353 S. 4°.) Hiwbd. 
| 150. 

SENF ıtugo, Pharmakompendium. Ein 


Führer durch die offiziellen Arzneibücher. (VI, 

6665. Lex.-8°.) Berlin und Wien, Urban &Schwar- 

zenberg. M 402.—, Hiwbd. M 477.—. 
Auf Grundlage der offiziellen Arzneibücher der 
wichtigsten Kulturstaaten bietet dieses Werk in 
alphabetischer Anordnung außer den internatio- 
nalen Benennungen der einzelnen Drogen, Chemi- 
kalien und galenischen Präparate die Beschreibung 
ihrer Eigenschaften und eine knappe Wiedergabe 
der Darstellungsvorschriften. 


ROSENTHALER, Leopold, Qualitative pharma- 
zeutische Analyse. Eine Anleitung f. Studierende 
d. Pharmazie u. Apotheker. Mit 41 Textabb. 
(VIII, 192S. 8°.) Stuttgart, F. Enke. Geh. M 54.—, 
Pappbd. M 69.—. 


SCHILLING, Viktor, Praktische Blutlehre. Ein 
Ausbildungsb. f, prinzipielle Blutbildverwertung 
in d. Praxis. Für Ärzte, Studenten u. Laboranten. 
Mit 1 farb. u. 15 schwarzen ТехіаЬЬ. (У, 58 5. 8°.) 
Jena, G. Fischer. Geh. M 12.—. 

Die von dem Verfasser seit Jahren ausgearbeiteten 

Methoden zur praktischen Verwertung des mikro- 

skopischen Blutbildes sind in dem vorliegenden 

Buche in einer Form dargestellt, daß sowohl der 

vielbeschäftigte Praktiker wie der Student und das 

nicht vollmedizinisch ausgebildete Hilfspersonal 
sich daraus das notwendigste selbst anzueignen 
vermögen. 


SCHLESINGER, Emmo, Die Röntgendiagnostik 
der Magen- und D khħheiten. 2., neubearb. 
Aufl. Mit 228 Abb. u. 8 Taf. (XII, 402 S. Gr.-8°.) 
Berlin, Urban & Schwarzenberg. Hlwbd.M 195.—. 


SCHMIDT, Ferdinand August, Erste Hilfe bei 
lötzlichen Unglücksfällen. Eine kurze Anleit. 
Mit 21 Abb. (44 S. Kl.-8°.) Leipzig, R. Voigt- 
länder. Brosch. M 15.—. 


SCHMIDT, Hans, Das Antimon in der neueren 
Medizin. Die Literatur 1906 —1921 in Referaten. 
ke Gm Gr.-8°.) Leipzig, Joh. Ambr. Barth. Geh. 


SEIFERT, Otto, Die Nebenwirkungen der modernen 
Arzneimittel. Tl. 2. (Ill, 137 S. | Leipzig, 
C. Kabitzsch. Geh. M 50.—, geb. M 68.—. 

Das Buch bildet eine Ergänzung zu dem 1915 er- 

schienenen gleichnamigen Buche des Verfassers und 

enthält, neben den Angaben über die seit 1915 in 
den Handel gebrachten neuen Arzneimittel, auch er- 
gänzende Angaben über die im 1. Teil besprochenen 

Arzneimittel. Eine Tabelle der Hersteller der be- 

schriebenen Arzneimittel ist an fügt. Ausgiebig 

ist die Literatur angegeben, so daß das Buch auch 
wissenschaftlich arbeitenden Ärzten eine wertvolle 

Hilfe sein wird. 


TAPPEINER, Hermann v., Lehrbuch der Arznei-. 
mittellehre und Arzneiverordnungslehre. Unter 
bes. Berücks. d. deutschen u. österr. Pharmakopoe. 
15. neubearb. Aufl. (VIII, 516 S. ЖЛЕ ГЕТ zig, 
F. C. W. Vogel. Geh. M 90.—, Lwbd. 190. 


WACHTEL, Ernst, Sonderfälle der Fruchtabtrei- 
bung. (VI, 93 S. 4°.) Leipzig, C. Kabitzsch. Geh. 


* 331 * 






DAHL, Friedrich, Grundlagen einer ökologischen 
Tiergeographie. Mit 11 Abb. im Text und 2 Kar- 
ten. (VÄL 113 S. 4°.) Jena, G. Fischer. Halb- 
ма. М 28.—. 


FORTSCHRITTE der Mineralogie, Kristallographie 
und Petrographie. Herausgeg. von der deutschen 
mineralog. Gesellschaft unter der Red. von 
A. Johnsen. Bd. 7. Mit 23 Abb. im Text. (III, XI, 
480, 12S. Gr.-8°.) Jena, G. Fischer. Geh. M 150.—. 


FUCHS, Walter, Der gegenwärtige Stand des Gä- 
rungsproblems. (48 S., 4°.) Stuttgart, F. Enke 
1922. Geh.M 12.50. 

HAHN, Friedrich, Leitfaden der quantitativen Ana- 
ук Mit 34 Textfiguren und 7 Tafeln. (VIII, 

60 S. Gr.-8°.) Dresden, Th. Steinkopff. Geh. 
M 50.—, geb. M 60. —. 

Das Werk hält den Mittelweg zwischen kurzer Prak- 

tikumsanleitung und umfangreichem Lehrbuch. Der 

allgemeine Teil gibt kurze theoretische Erklärungen 
und brauchbare praktische Winke, der spezielle 

Teil behandelt für jedes Element vorzugsweise eine 

Methode ausführlich, die anderen nur anführungs- 

weise. 

HANDBUCH der biologischen Arbeitsmethoden, 
Lieferungen 66—71. (Gr.-8°.) Berlin und Wien, 
Urban & Schwarzenberg. 

Liefg. 66 (aus Abt. Ill, Теп В): Kolloidforschung. 
Lottermoser, Methoden der Herstellung kol. 
loider Lösungen. — Das Arbeiten mit Schutzkol- 
loiden.— Matula, Die Methodik der Quellungs- 
erscheinungen. — Handovsky, Methoden zur 
Bestimmung der Teilchengröße. — Bechhold, 
Ultrafiltration. — Thoms, Zentrifugieren und 
Dialyse. M 159.—. 

Liefg. 67 (aus Abt. IV, Teil 7): Fühner, Nach- 
weis und Bestimmung von Giften auf pharmako- 
logischem Wege. M 120.—. 

Liefg. 68 (aus Abt. IV, Teil 8): Nahrungs- und 
Genußmitteluntersuchungen. Griebel, Mikro- 
skopische Untersuchung von Getreide, Hülsen- 
früchten, Müllereierzeugnissen, Back- und Teig- 
waren. — Spaeth, Die chemische Untersuchun 
von Getreide, Gerste, Malz, Hülsenfrüchten, Mehl, 
Kindermehl, Stärkemehlen, präparierten Mehlen, 
Paniermehl, Brot, Backwaren, e Hefe, 
und Backpulver. — Buttenberg, Gemüse und 
Fruchtdauerwaren. — Fruchtsäfte, Fruchtsirupe, 
Limonaden und alkoholfreie Getränke. — Mar- 
melade und marmeladenartige Zubereitungen. — 
Griebel, Mikroskopische Untersuchung von 
Gewürzen. — Spaeth, Chemische Untersuchung 
von Gewürzen. M 324.—. 

Liefg. 69 (aus Abt. V, Teil 3A): Entwicklungs- 
mechanik. Herbst, Die Methoden der künst- 
lichen Parthenogenese. — Hertwig, Die Metho- 
dik der Radium- und Röntgenbestrahlung von 
Keimzellen. — Romeis, Methodik der Beein- 
flussung Wirbelloser durch die Wirbeltierinkrete. 
— Methodik desKaulquappenversucheszurUhter- 
suchung der Wirkung innersekretorischer Organe. 


MATHEMATIK +/+ NATURWISSENSCHAFTEN 


MATHEMATIK, NATURWISSENSCHAFTEN 








— Braus, Methoden der Explantation (Ger: 
kulturen in vitro). M 60.—. 
Liefg. 70 (aus Abt. VI, Teil D): Biener 
Ameisenpsychologie. Frisch, Methoden s 
physiologischer und psychologischer Ul: 
suchungen an Bienen. — Brun, Psycholo:x 
Forschungen an Ameisen. M 72.—. 
Liefg. 71 (aus Abt. IX, Teil 1): Zoologist- ı 
meine Methoden. Przibram, Das k'« 
iermaterial für biologische Uhntersud.= 
(Auswahl, Beschaffung, Haltung unter ver 
denen. Bedingungen, Markierung). — Fra 
Das methodische Sammeln von Tieren. K:a 
vierungsmethoden für zoologische Präparar 
Koch, Präparation der Wirbeltiere (für de 
plastische ee? — Heikertinger, Ме 
den der Anfertigung einfacher Теа д 
den Autor. — Меитауег, Ірјекбопзќефо 
mikroskopische Untersuchungen. — Peter.! 
konstruktionsmethoden. — Stempell, а 
mische (makroskopisch-zoologische) Techzi 
Spalteholz, Das „Durchsichtigmachen“ a5 
logische Arbeitsmethode. — Heikerti:: 
Methode zur Ermittlung der Nährpflanze: 
Insekten. M 240.—. | 
HARMS, Wilhelm, Keimdrüsen und Alterszu:2 
(IV, 110 S.8°.) Berlin und Wien, Urban & Sc 
zenberg. Br.M 75.—. 
Die Untersuchung gilt der Bedeutung der K: 
zellen und Zwischenzellen für die Entwickiung. 
Reife- und Alterszustand der Tiere. 


KÜSTER, F. W., Logarithmische Rechentafek 
Chemiker, Pharmazeuten, Mediziner und P 
ker.FürdenGebrauch im Unterrichtslaborstz 
und in der Praxis berechnet und mit Er: 
rungen versehen. Nach dem gegenwärtigen Sa 
der Forschung bearbeitet von A. Thiel. (1265. 
Berlin, Vereinigung wissenschaftlicher Verk: 
Halblwbd.M 40.—. 

LECHE, Wilhelm, Der Mensch. Sein Ursprung: 
seine Entwicklung. In gemeinverst. Darst. 2: 

rb. Aufl. Mit 367 Abb.im Text und einer‘: 
(Уш. 3905. Gr.-8°.) jena, G. Fischer. Geh. M3 
blwbd. M 100.—. 


LEHMANN, Ernst, Die Theorien der Oenot: 
forschung. Grundlagen zur experimentellen | 
erbungs- und Entwicklungslehre. Mit 207 å 
im Text und einem Bildnis von Hugo de \' 


(XVII, 526 S. 4°.) Jena, G.Fischer. Geh.M1*. 


NAEF, Adolf, Die fossilen Tintenfische. Eine ps 
zool. Monographie. Mit einem Titelbild unc 
Abb. im Text. (VII, 322S. Gr.-8°.) Jena, CG Fa 
Geh. M 100.—, Halblwbd. M 130.—. 


NEUMANN, Ernst Richard, Vorlesun zur: 
führung in die Relativitatstheorie. Mit 39 А 
— (УШ, 228 S. 4°.) Jena, G. Fischer. ú 


SCHAEFER, Clemens, Einführung in die 
wellsche Theorie der Elektrizität und des M 


* 332 + 


HEMATIK / NATURWISSENSCHAFTEN x RECHT, STAAT » HANDEL / WIRTSCHAFT 





nus. 2. verm. u. verb. Aufl. Mit 33 Textfiguren. 
‚174 S. 8°.) Leipzig, Teubner. Geh.M 60.—. 
MIDT, Hans, Zur Biologie der Lipoide. Mit 
. Berücks. ihrer Antigenwirkung (91 S. 8°.) 
pzig, C. Kabitzsch. M 27.—. 

NEIDER, Hans, Die Botanische Mikrotechnik. 
Handbuch des mikraskop. Arbeitsverfahrens. 
3 gleichnam. Werkes von A. Zimmermann. 
\ufl. Mit 220 Abb. im Text. (XII, 458 S. Gr.-8°.) 
a, G. Fischer. Geh. M 120.—, Halbiwbd. 


’FKE, Johannes, Geschichte der Elementar- 


Mathematik III. 3. Bd. Proportionen, Gleichungen. 
2. Aufl. (IV, 157 S. Gr.-8°.) Berlin, Vereinigung 
wissenschaftlicher Verleger. Brosch. M 60.—, 
Halblwbd. M 75.—. 


WEILER, Wilhelm, Physikalisches Experimentier- 
buch. Neu herausgeg. von O. Frey. 3. umgearb. 
Aufl. mit 273 Figuren. (XII, 168 S. 8°. ЕВ 


ingen 


und München, J. F. Schreiber. Pappbd. M 58.—. 


WILK, Edwin, Das Werden der Zahlen im Men- 
schen und in der Menschheit auf Grund von Psy- 
chologie und Geschichte. 2. verb. Aufl. (1178. 

mit Fig. 8°.) Leipzig, F. Hirt & Sohn. M 40.—. 


RECHT UND STAAT 


ER, Karl, Gesellschaftliche Organisationsfor- 
ı des neueren Wirtschaftsrechts. 2. erw. Aufl. 
DS. Gr.-8°.) Mannheim, Bensheimer. Pappbd. 
EKE, Paul, Die Rechtsverhältnisse der ge- 
ınwirtschaftlichen Organisationen. (VI, 135 $. 
-8°,) Jena, G. Fischer. (Schriften d. Instituts 
E an d. Univ. Jena. Nr. 2.) Geh. 
NDZÜGE der deutschen Sozialversicherung. 
Auftrage des Reichsarbeitsministeriums' 
он yoa Schulz und Eckert. (288 S. Lex.-8°.) 
rt. — 


TENT en SC Deutscher 
ch tze. Berlin, Vereinigung wissenschaft- 
er Verle r. M 85.—. SC 

‚ 143. Nieberl, Reichsabgabenordnung. 
8 S. KL-8°.) 
TENTAGSCHE SAMMLUNG von Textaus- 
Je ohne Anmerkung. Berlin, Vereinigung wis- 
schaftlicher Verleger. 

— und Steuergesetze 1922. (272 S.) 


chsmietengesetz. (36 S.) M 10.—. 
ER, Kurt, 8175, die Schmach des Jahrhunderts! 


3 S. 8°.) Hannover, P. Steegemann. Geh. 
%.—, geb. M 45.—. 


NIGER, Heinrich, Handelsrechtliche Akten- 
ke und Formulare zur Einführung in das Han- 
s-, Schiffahrts-, Wechsel- und Scheckrecht. 
ter Mitw. von Fritz Cahn. (V, 154 S. Gr.-8°.) 
vbd. M 100.—. Mannheim, Bensheimer. 


ЗЕК und HALME, Landwirtschaftliches Ar- 
or (160 S. 8°.) Berlin, R. Hobbing. Papp- 


(EL, Walter, Rechtsfälle aus dem Arbeitsrecht 
ı Gebrauch bei Übungen zsgest. (50 S. KI.-8°.) 
lin, Julius Springer. Geh. M 18.—. 


MEYER, Eu 
gerichte. (39 S. Gr. 
mann. Geh. M 12.— 


MÜLLER, Adam Heinrich, Die Elemente der 
Staatskunst. Mit e. noch unveröff. Bildn. d. Verf. 
nach Gerhard v. Kügelgen. Mit e. Einf. erkl. Anm. 
u. bisher ungedr. Orig. Dokumenten vers. von 
Jakob Baxa. Hibd. 1.2. (XXIV, 475 S. 2 Taf., 607 S. 
1 Taf. 8°.) Wien, Wila, Wiener Literarische An- 
TEE Herdflamme. Bd. 1.2. M 160.—. Hlwbd. 


n, Die zukünftigen deutschen Arbeits- 
°.) Berlin, Hans Rob. Engel- 


NEUMARK, Fritz, Begriff und Wesen der Inflation. . 
(VII, 69 S. Gr.-8°.) Jena, G.Fischer. (Abhand- 
lungen d. staatswissenschaftl. Seminars zu Jena. 
Bd. 15, H. 4) Geh. M 16.—. 

Die Arbeit beschränkt sich nicht auf die Darlegung 
eines Einzelfalles von Inflation, sucht vielmehr 
einige Grundzüge aufzuweisen, die ganz allgemein 
typisch für diese Erscheinung des Geldwesens sind, 
um damit zur Klärung der wichtigsten und oft schwer 
erkennbaren Zusammenhänge zwischen Geldschöp- 
fung und Preisgestaltung beizutragen. 


NIPPERDEY, Hans Carl, Praktikum des Arbeits- 
tt S. KlI.-8°.) Mannheim, Bensheimer. 
eh. —. 


OERTMANN, Die Gesetzgebung über Lohn- und 
Gehaltsbeschlagnahme. (108S. o) Berlin, R.Hob- 
ae des Arbeitsrechts Bd. XXV) Papp- 
RITTER, Carl, Das Recht der Seeversicherung. Ein 
Kommentar zu den Allgemeinen Deutschen See- 


versicherungs-Bedingungen. 1. Lieferung. (208 S. 
8°.) Hamburg, L.Friedrichsen & Co. M 150.—. 


SCHULZ, H., Die Reichsversicherungsordnung in 
ihrer jetzigen Fassung mit allen für die Rechts- 
übung wichtigen, zu ihrer Änderung oder Aus- 
führung ergangenen reichsrechtlichen Vorschrif- 
к: (50 5. Gr.-8°.) Berlin, R.Hobbing. Pappbd. 


HANDEL UND WIRTSCHAFT 


‘ER, Hermann, Zur Entwicklung der englischen 
ihandelstheorie. (VIII, 136 S. Gr.-8°.) Jena, 
— (Probleme der Weltwirtschaft: 35.) 


Diese dogmengeschichtliche Untersuchung über die 
Entwicklung der englischen Freihandelstheorie ver- 
steht unter „Freihandel“ die Freiheit des inter- 
nationalen Handels und unternimmt den Ver- 


* 333 + 


HANDEL UND WIRTSCHAFT « GESCHICHTE/KULTURGESCHICHTE PO. 





such, die Kontinuität in der Entwicklung der eng- 
lischen Freihandelstheorie nachzuweisen und zu 
zei ‚ wie sich aus den ersten Anfängen heraus 

im Laufe der Jahrhunderte ein systematisch ausge- 
bildetes Lehrgebäude entwickelte. 


DALBERG, Banko-Mark im Außenhandel? DieEnt- 
wicklung einer neuen stabilen Geldeinheit aus 
der Erkenntnis von Triebkräften und Auswei- 
tungen des Währungsverfalles. (84 S. 8°.) Berlin, 
R Hobbing. (Handbücher der Industrie und 
Handelszeitung. III) Geh. M 30.—. 


DOERR, Alexander und Emil Hesse, Briefmuster 
und Aufgaben zu den methodisch geordneten Ge- 
schäftsgängen für den Buchhaltungsunterricht. 5. 
verb. Aufl. mit einem Briefmuster. (IV, 82 S. 8°.) 
Leipzig, Teubner. (Sammlung kaufmännischer 
Unterrichtsbücher.) M 12.—. 


FEIG, Irmgard, Unternehmertum und Sozialismus. 
Eine dogmen- u. wirtschaftsgeschichtl. Betrach- 
tung. (V, 66 S. Gr.-8°.) Jena, G. Fischer. (Ab- 
handlungen des staatswissenschaftl. Seminars zu 
Jena. Bd. 15, H. 5.) Geh. M 16.—. 

Die vorliegende Arbeit sucht auf Grund der bis- 

herigen Entwicklung, die durch den Gegensatz von 

Individualprinzip und Sozialprinzip bedingt ist, die 

Richtung zu finden, die die Wirtschaft in Zukunft 

einzuschlagen hat. Sie versucht dies durch einen 

kritischen Blick in das wirkliche Leben und in den 

Organismus der Wirtschaft, wie er sich in den Wer- 

ken der großen sozialistischen Theoretiker der ver- 

schiedenen Zeitepochen spiegelt. 


JAHRBUCH der Berufsverbände in «x 
Reiche. Herausgeg. vom Reichsamt für +: 
нн А (16 S. 4°.) Berlin, RE: 


SOGEMEIER, Martin, Die Entwicklung т: 
lung des Arbeitsmarktes im — 
schen Industrie 
Nachkriegszeit. Ein Beitrag zur — 
lung des Arbeitsnachweiswesens. Mit m ' 
ven im Text. (123 S. Gr.-8°.) Јева, С. :- 
Geh. M 28.—. 


SÖLLHEIM, Епа, Та nn für Dex 
Grenzen s. Ein in deutsche Betriebe. 4: 
im Text. (VII, р S. 8°.) München, R: 
bourg. Geh. M 60.—, Pappbd. M e 


STEIN, e Die — пос и х 
des Deutsch 4 5. ën 
Deutsche "ейге i f. Politik u 
Geh.M 7 


WERNICKE, 1, Kapitalismus und Mitter 
olitik. 2. umgearb. Aufl. (VII, 424 S. č 
Те. G. Fischer. Geh.M 100.—, Hlwbd. N. 
Dieses Buch, das erstmals im Jahre 1907 e 
war das erste umfassende wissenschafthc: ' 
auf dem Gebiete der Mittelstandsbeweg:. 
Umwälzungen der letzten Jahre haben aud ’ 
standsbewegung undMittelstandspolitik start: 
flußt. Die neue Auflage trägt dieser Tatsac:: 
nung. Sie ist völlig umgearbeitet unter Ber 
tigung der Literatur bis auf die jüngste Ze 






GESCHICHTE, KULTURGESCHICHTE, POLIT 


BAYERISCHE DOKUMENTE zum Kriegsaus- 
bruch und zum Versailler Schuldspruch. Im Auftr. 
d. Bayer. Landtages hera . von Pius Dirr. 
Gr.-8°.) München, R. Oldenbourg. 

е — 


BRINKMANN, Carl, Die preußische Handelspolitik 
vor dem Zollverein und der Wiederaufbau vor 
hundert Jahren. Mit Unterstützung d. preuß. 
Archivverwaltung. (VII, 242 S. Gr.-8°.) Berlin, 
Vereinigung wissenschaftl. Verleger. M 120.—. 


BÜLOW, B. W. von, Die ersten Stundenschläge des 
Weltkrieges. Eine Zeittafel der wichtigen Vor- 
gänge bei Kriegsausbruch mit Hinweisen auf die 
een rkunden. (VIII, 190 S. 8°.) Berlin 

Leip zig, V Куг аш wissenschaftlicher Ver- 


Die ie aller nennenswerten Ereig- 
nisse bei Kriegsausbruch in ihrer zeitlichen Reihen- 
folge soll den Überblick ermöglichen, der beim 
Studium der umfangreichen Aktensammlungen 
leicht verloren geht. Durch sorgsame Herstellung 
der Zeitfolge sucht der Verfasser das Ineinander- 
greifen der Ereignisse und Aktionen zu enthüllen. 

ugleich weist er die dokumentarischen Belege der 
einzelnen Vorgänge nach. 


EGELHAAFS Histor.-politische Jahresübersicht 
für 1921. Fortgeführt von Hermann Haug. (440 S. 


8°) ) Stuttgart, C. Krabbe. Geh. M 75.- 


Eine зела und gedrängte te 

Ше wichtiger politischer Ereignisse im Ín- z 

an 

ENTWICKLUNGSGESCHICHTE der grote 
litischen Parteien in Deutschland. б. З 
Gr.-8°.) Bonn, K. Schroeder. Geh. M Si. 

FRIEDLAENDER, Ludwig, Darstellungen t- 
Sittengeschichte Roms in der Zeit von Azz? 
bis zum Ausgang der Antonine. 10. nea * 

u. verm. Aufl. bes. von Georg Wissows : 

Mit d. Bilde d. Verf. (XXXIV, 490 S. 4°.) 
S. Hirzel. Geh. M 150.—, Hiwbd. M 7 
Halbld. M 350.—. 


FUCHS, Eduard, Die Karikatur der europi 
Völker. 4. verm. Aufl. ZTeile. München, A L: 
.Lwbd. M 400.—, Halbld. M 750.—. 
1. Vom Altertum bis zum J. 1848. Mit 50% :: 
u. 76 [z.T. farb.] Beil. (XIII, 479 S.) 
2. Vom Ј. 1848 bis zum Vorabend d. Welti- 
Mit 515 Textill. u. 73 [z. T. farb.] Beil. (X. ~ 
GRUNDFRAGEN der Politik. Berlin, De 
Verlags-Gesellschaft für Politik und Gess 
Würzburger, Karl, Individuum opd CG: 


schaft. (77 . Gr.-8°.) Geh.M 25.—. 
HEDLER, Adolf, Die deutsche Verfassung ır ' 


* 334 x 


der Zeiten. (VI, 104 S. K1.-8°.) Gotha, Stutt- 
, Friedr. Andr. Perthes. Geh. M 10.—. 


ER, Fritz, Deutsche Geschichte — Deutsche 
e (94 S. 8°.) Berlin, R. Hobbing. Geh. 
IANN, Albert von, Die Stadt Konstanz. Mit 
ıdtplänen und 1 Übersichtskarte. (176 S. 8°.) 
tgart, Deutsche Verlags - Anstalt. Hiwbd. 
'erk erscheint als erster Band einer Reihe 
rischer Stadtbilder“ ; sie soll die Geschichte 
ädte im Rahmen der gesamtdeutschen Ge- 
e und losgelöst von lokalen Gesichtspunkten 
п, еіп äußeres Bild der Stadt geben und 
lich die noch vorhandenen, historisch wich- 
Jenkmäler richtig verstehen lehren. 


SIKER DER POLITIK. Herausgeg. von 

drich Meinicke und Hermann Oncken. (8°.) 

in, R. Hobbing. 

I. Morus, Thomas, Utopia. Ûbers. von Ger- 

| Ritter. Mit einer Einltg. von Herm. Oncken 
1 Bildnis in Kupferdruck nach der Rötel- 

nu m (XLVIIL,127S.) Geh.M45.—, 


I. Macchiavelli, Niccolo, Discorsi. Poli- 
ıe Betrachtungen über die alte und die ita- 
ische Geschichte. Übers, u. einglt. von F. von 
eln-Bronikowki. Mit einem Bildnis in Kup- 
ma (ХХХ, 336 5.) Сеһ. М 75.—, Німа. 
IL. Mozambaro, Severinus von (Samuel v. 
endorf. r die Verfassung des deutschen 
ches. Verdeutscht u. eingel. von H. Breßlau. 
.1Bildnis in Kupferdruck nach einem Stich 
| G ОЕ ‚138 S.) Geh. M 45.—, 
N — 


‚IV. St. Pierre, Abbe Castil de, Der Traktat 
n ewigen Frieden 1713. Deutsche Bearb. von 
ron Oppeln-Bronikowski. Mit Einführung von 
ltgang Michael. (XLVIII, 196 S.) Geh. M 55.—, 
vbd. M 70.—. 
‚V. Friedrich der Große. Die politischen 
tamente. Übers. von F. von Oppeln-Broni- 
vski. Mit Einführung von Gustav Berthold 
iz. Mit 1 Bildnis in Kupferdruck nach dem Ge- 
ide von Graff. (XX, 258 S.) Geh. M 65.—, 
м. М 80.—. 
NL Humbold, Wilhelm von, Eine Auswahl 
; seinen 
gel. von Siegfried Kaehler. Mit 1 Bildnis nach 
* Zeichnung von F. Krüger. (LX, 240 S.) Geh. 
75.—, НімЪа. М 90.—. 
ı die Herausgabe der sonst zum Teil recht 
r zugänglichen Schriften kommen die „Klas- 
der Politik“ den neuen Bestrebungen einer 
schen Erziehung entgegen. 


ER, A.H., Unter der Gewalt des Hun 
ıen Werden in Rußland. (109 S. 
Diederichs. Geh. M 50.—. 
DSBERG, Paul Ludwig, Die Welt des Mittel- 
ers und Wir. Ein geschichtsphilosophischer 
rsuch über den Sinn eines Zeitalters. (124 S. 
.) Bonn, Fr. Cohen. Geh. M 36.—, geb. M 58.—. 


rs. Vom 
°.) Jena, 


olitischen Schriften. Herausgeg. u... 


LE BON, Gustave, Psychologische Grundgesetze 
in der Völkerentwicklung. (142 S. Gr.-8°.) Leip- 
zig, S. Hirzel. Geh. M 2. geb. M 80.—. 


TETTAU, Eberhard, Frh. von, Der böse Deutsche. 
Eine Auseinandersetzung mit General Gurkos 
Kriegswerk: „Rußland 151417. (67 S. Gr.-8°.) 
Berlin, Deutsche Verlagsgesellschaft f. Politik u. 
Geschichte. Geh. M 25.—. 
Vergl. hierzu das unten genannte Werk Gurkos. 


VOLKMANN, Erich Otto, Der große Krieg 1914/18. 
Kurzgefaßte Darstellung auf Grund der amtlichen 
Quellen des Reichsarchivs. Mit 3 großen Kunst- 
beilagen in mehrfarb. Steindruck. (243 S. 8°.) 
Berlin, R.Hobbing. Hiwbd. M 100.—. 


WELTGESCHICHTE in gemeinverständlicherDar- 
stellung. Herausgeg. von Ludo Moritz Hartmann. 
Stuttgart, Gotha, F. A. Perthes. 

Bourgin, G., Die französische Revolution. Nach 
dem Manuskript übersetzt von L. Singer. (267 S. 
8°) M. 80.—. 

Mit den fünf ersten Bänden des bedeutsamen Unter- 

nehmens liegen Altertum und Mittelalter abge- 

schlossen vor. Von den drei der Neuzeit gewidmeten 
und die erste Hauptabteilung — die Geschichte des 
vorderasiatisch - europäischen Kulturkreises — zu 

Ende führenden Bänden erscheint hier zunächst die 

„Französische Revolution“ gesondert; desselben 

Verfassers „Napoleon“ soll in Kürze den Band ver- 

vollständigen, dem alsdann unmittelbar Kasers 

„Neuzeit bis 1789“ folgen wird. Das Schwergewicht 

der Darstellung liegt hier wie bei den früheren Bän- 

den auf den Massenerscheinungen, auf den wirt- 
schaftlichen und sozialen Verhältnissen und auf der 


inneren Politik. 


WINDELBAND, Wolfgang, Die auswärtige Politik 
der Großmächte in der Neuzeit. (1494 — 1919.) 
(432 S. Gr.-8°.) Stuttgart, Deutsche Verlags- 
Anstalt. Hiwbd. M 160.—. 

WYNEN, A., P.S.M., Die päpstliche Diplomatie. 
Geschichtlich und rechtlich dargestellt. (XVI, 
156 S. 8°.) Freiburg i. Br. Herder & Co. (Das 
er Herausgeg. v. G. J. Ebers. Heft 10.) 


ZAUNER, Franz Paul, Oberammergau und Um- 
bung. Geschichtlicher Führer. Mit Anhang „Die 
önigsschlösser.“ Mit 36 Abb. u. 1 Übersichts- 
karte. (220 S. 8°.) Kempten, Kösel & Pustet. 
М 90.—; Lwbd. M 110.—. 
Der sehr sorgfältig gearbeitete historische Führer 
nimmt die „Umgebung“ Oberammergaus sehr weit. 
Er behandelt Benediktbeuern, Ettal, Garmisch, 
Kochel, Mittenwald, Murnau, Partenkirchen usw. 
Er bietet eine Fülle geschickt vereinigten Mate- 
rials zur Geschichte Oberbayerns, vor allem auch 
schr wertvolle Abbildungen. 





GURKO, Wassili, Rußland 1914/17. Erinnerungen 
an Krieg u. Revolution. Aus d. Russ. übertr. von 
Eberhard Frh. von Tettau. Mit 19 Taf. u. 2Kt. 
(264 S. Gr.-8°.) Berlin, Deutsche Verlagsgesell- 
schaft f. Politik u. Geschichte. M 70.—. 


* 335 + 


* GESCHICHTE/KULTURGESCHICHTE/-POLITIK +» ATLANTEN,/ERDKUN: 


HAMBURGO su desarrollo politico económico y - 


cultural (Hamburg in seiner politischen, wirt- 
schaftlichen und kulturellen Bedeutung, span.). 
Publicado por la „Deutsche Auslands- Arbeits- 
meinschaft“ Hamburgo, Versión castellana por 
anuel de Montoliu. Con 32 rotograbados, 1 gra- 


ATLANTEN 
FREYTAG, G., Welt-Atlas. Mit 211 Karten und 


einem geographischen Namenverzeichnis. (124, 
103 S. Kl.-quer 4°.) Wien, Freytag & Berndt. 
Lwbd. M 240.—. 


FREYTAG-BERNDTS Handkarten, Wien, Frey- 
tag & Berndt. Gefalzt im Umschlag. Je M 25.—. 
Balkanhalbinsel 1922. 1 : 2500000 (1 Blatt, 27 X 
100 ст). ` 
Europa mit der neuen politischen Einteilung nach 
den Beschlüssen der Pariser Friedenskonferenz. 
1: 7500000 (1 Blatt, 63x 90° cm). 

Mitteleuropa nebst der Balkanhalbinscl und Ita- 
lien. 1: 3060666 (1 Blatt, 80X110 cm). 

Die sehr übersichtlichen Blätter enthalten wertvolle 

Nebenkarten, die erste eine Völkerkarte der Bal- 

kanhalbinsel. 


FREYTAG-BERNDTS Neue Übersichtskarte von 
Tirol, Vorarlberg und den angrenzenden Teilen 
von Bayern, der Schweiz und Italien bis Venedig. 
1 : 350000 (1 Blatt, 80X90 cm). Wien, Freytag 
& Berndt. Gefalzt im Umschlag. M 25.—. 

Vielfarbige politische Karte mit Terraindarstellung 

und zahlreichen Einzelheiten. Umfang: Bregenz— 

Kufstein—Verona— Venedig. 


FREYTAG-BERNDTS Reise- und Wanderkarte 
für das Salzkammergut, Salzburg und Osttirol. 
1: 250000 (1 Blatt, 63X88 cm). Wien, Freytag 
& Berndt. Gefalzt im Umschlag. M 25.—. 

Die besonders für Wanderzwecke gut geeignete 

Karte mit klarer Terraindarstellung umfaßt Inns- 

bruck— Rosenheim- Gmunden—Aussee—Millstätter 

See- Pustertal-Brenner. 


FREYTAG, G. und K. Danzer, Handkarte von 
Ober-Österreich. 1:250000. Herausgeg. vom 
Landesverband für Fremdenverkehr in Ober- 
Österreich. (1 Blatt, 65 X 75 cm). Wien, Freytag 
& Berndt. Gefalzt im Umschlag. M 25.—. 

Reich beschriftete, vielfarbige Reisekarte. 


HICKMANNS Geographischer -statistischer Uni- 
versal-Atlas 1921. Vollst. neu bearb. von Alois 
Fischer. Mit 62 Tafeln. (48 S. Kl.-quer 4°.) Wien, 
Freytag & Berndt. Halblwbd.M 115. -. 

Statistische Daten aller Staaten der Erde in Text- 

und diagrammatischer Form. Geogr. Karten. Flag- 

gentafeln. Hervorgehoben seien die Blätter über 
den Weltkrieg und seine Folgen : Kräfteverhältnis, 

Verlust, Kriegskosten, Volksvermögen, Notenum- 

lauf, Teuerung u. a. 


JESSEN, OTTO, Die Verlegung der Flußmün- 
dungen und Gezeitentiefe an der festländischen 
Nordseeküste in jungalluvialer Zeit. Mit 29 Abb. 
(VIII, 181 S. 4°.) Stuttgart, F. Enke. Geh. M 72.—. 















bado en colores, 1 plano del puerto y 1 г 
los alrededores de Но рагро. (198 4 8-. 
burg, L. Friederichsen & Co. Geh. M 30.- 
WELLS, H.G., Hoffnung auf Frieden. Üt 
Robert West. (VIII, 375 5. 8°.) Марфе 
Wolff. Br. M 40.—, geb. M 75.—. 


ERDKUNDE 


KAYSER, Emanuel, Abriß der allgemeis 
stratigraphischen Geologie. 3. erweitert 
Mit 263 Textabb., 54 eingedr. Verstei 
tafeln und 1 farb. geolog. Übersichtskz 
Mitteleuropa. (XI, 544 S. Gr.-8°.) St 
Е. Enke. Geh. M 168.—, Lwbd. M 213.-, 


MEYERS kleiner Handatlas in 48 Haupt- 
Nebenkarten mit alphabet. Namenver: 
2., verb. u. verm. Aufl. (TV S., 48 fart. 
111 S. 4°.) Leipzig, Bibliographisches ig 
Lwbd M 280.—. 

Die neue Auflage ist um 6 Karten erweit 

wurden ferner, was nötig war, die Landes 

berichtigt, Sprachgrenzen eingetragen, die! 
politischen Grenzen noch deutlicher gekenar 
und überall die Meerestiefen angegeben. Bes 

wertvoll ist das alphabetisch geordnete N 

zeichnis, das die Benutzung wesentlich erac 

MEYERS REISEBÜCHER.(K1.8°.) Leipzig.: 

aphisches Institut. 

Шойи und Bodensee, Bregenzer Wald, Aus 
und Ulm. Mit 11 Karten, 8 Plänen u. 4 
sichten. (162 S.) Hlwbd. M 75.—. 
Oberbayern und München, Innsbruck und : 
burg. 3. Aufl. Mit 15 Karten, 19 Plänen u C1 
rissen u. 5 Rundsichten. (332 S.) Hlwbd.M >. 
Östalpen, I. Teil: Bayrisches Hochland, v 
Tirol (Ötztaler- und Stubaier Gruppe), үт 
berg. 13. Aufl. Mit 20 Karten, 7 Pläne: : 
Rundsichten. (320 S.) Hiwbd. M 90.—. _ 

` Ostalpen, II. Teil: Salzburg, Salzkammerg: - 
Tirol (Hohe Tauern, Zillertal). 12. Aufl. \: 
Karten, 6 Plänen u. 6 Rundsichten. (2? 
Hiwbd. M 90.—. 

Schwarzwald, Odenwald, Bergstraße, Heide: 
16. Aufl. Mit 19 Karten, 11 Plänen u. ? F- 
sichten. (246 S.) Hiwbd. M 80.—. 


STINY, Josef, Technische Geologie. Mit 463 Ta: 


= u.lfarb. geolog.Übersichtskarte von Mittele“ 


(XI, 789 S., Gr.-8°.) Stuttgart, F. Enke. č 
M 270.—, Lwbd. M 324.—. 


SUPAN, Alexander, Leitlinien derall nen: 
tischen Geographie. Naturlehre des Stantes 
gearb. Aufl. Besorgt von Erich Obst. Mit В> 
des Verfassers u. 7 Textfig. (VIII, 199 S.G- 
PT ereinigung wissenschaftlicher Ver: 


AVIENUS, Rufus Festus, Ora maritima (Per: 
Massiliensis saec. VI. a. C.) adiunctis ceter:s ©- 
moniis anno 500 a, C. antiquioribus ed. A: 
Schulten. (138 S., 1 Kt. 8°.) Barcelona, AR: 
Berlin, Weidmannsche Buchh. M 30.—. 





* 336 + 


: 4 
| 
& ? 
а 


e 


BIOGRAPHIE  BRIEFE / MEMOIREN ¥ 





BIOGRAPHIE, BRIEFE, MEMOIREN 


HR, Hermann, Salzburg. Mit 48 Abb. (12 S. ` 
x1.-8°.) Berlin, J. Bard. Pappbd. M 20.—. 

DE, Wilhelm, Damals in Weimar. 5. Aufl. Mit 
7 Abb. (96 S. Gr.-8°.) Leipzig, H. Haessel. 
Ilwbd. M 160.—, Hpergt. M 250.—, Leder 
A 600.—. 

edergabe alter Zeichnungen, Stiche und Gemälde 
cannter Künstler aus dem alten Weimar, mit 
bindendem Text Bodes. 


rselbe, Das Leben in Alt-Weimar. 3. Aufl. Mit 
36 Bildern. (168 S. Gr.-8°.) Ebenda. Hiwbd. 
M 180.—, Hpergt. M 270.—, Lederbd. M 600.—. 
der von Persönlichkeiten, Bauten, Gärten des 
en Weimar. 


INKMANN, Ludwig, Aus meiner Bergwerkszeit. 
2 Bde. (8°.) Frankfurt a. M., Literar. Anstalt 
Rütten & Loening. Hlwbd. M100.—. 

1. Silber. (380 S.) Erschien früher u. d. T.: Die 
Erweckung der Maria Carmen. — 2. Blei. (333 S.) 
sr erste Band dieser romantischen Bücher eines 
enteuernden Technikers erzählt von dem Versuch 
eier junger Leute, eine alte verschüttete Silber- 
ine in Süd-Mexiko wieder zum Leben zu erwecken. 
er Schauplatz des zweiten Bandes ist Spanien mit 
inen uraltenBleigruben,die plötzlich wiederGegen- 
and des modernen Interessenkampfes werden. 


ONRAD, Heinrih, Der freiwillige Hofnarr. 
Memoiren des Peter Prosch, Handschuhhändlers 
aus Tirol. (302 S. Gr.-8°.) Stuttgart, R. Lutz. 
(Memoiren-Bibliothek V. Reihe Bd. 15.) Geh. 
M 70.—, Hiwbd. M 95.—, Liebhbd. M 110.—. 
eter Proschs Denkwürdigkeiten, zuerst 1789 er- 
hienen, enthalten eine Reihe fesselnder kultur- 
eschichtlicher Bilder und sind in Anschauung und 
prache erfrischend urwüchsig. 


IEETJEN, Werner, Franz Dingelstedt und Julius 
Hartmann. Eine Jugendfreundschaft in Briefen. 
(200S.8°.) Leipzig, Insel-Verlag.Pappbd.M80.—. 

Jie bisher unbekannten Jugendbriefe zeigen den 

ıngen Dingelstedt als eine von Geist und Witz 

prühende Persönlichkeit und gewähren zum ersten 

Aale Einblick in das für sein Schaffen bedeutungs- 

'olleVerhältnis zu derSchauspielerinCaroline Collet. 


JESSAUER, Friedrich, Auslandsrätsel. Nordame- 
rikan. u. span. Reisebriefe. (X, 184 S. 8°.) Kemp- 
ten, Kösel & Pustet. Geh. M 35.—, Pappbd. 
M45.—, Lwbd. M 56.—. 


“ALLS, J. C. E., Im Zauber der Wüste. Fahrten, 
Entdeckungen und Ausgrabungen der Kauf- 
männischen Expedition in der Lybischen Wüste. 
(Menasexpedition.) Mit Geleitwort von C. M. 
Kaufmann. Mit 23 Abb. und Originalaufnahmen 
d. Expedition und 1 Karte. (XII, 260 S.8°.) Frei- 
burgi.B., Herder &Co.Geh.M %.—, geb.M 114.—. 

GILDEMEISTER, Otto, Briefe. Herausgeg. v. Lissy 
Susemihl-Gildemeister. (236 S. 8°.) Leipzig, 
Insel-Verlag. Pappbd. M %.—. 
ildemeister, der geistvolle Übersetzer Dantes, 
yrons und Ariosts, ist durch seine Übertragungen 

un ys allgemein bekannt; die besondere 


Persönlichkeit dieses Mannes, der viele Jahre hin- 
durch als Bremer Senator dem Bundesrat angehörte 
und daneben ein den Wissenschaften und der Kunst 
gewidmetes Leben führte, lassen die Briefe zum 
ersten Male hervortreten. 

HAUSEN, Max, Frhr. von, Erinnerungen an den 
Marnefeldzug 1914. 2. erg. Aufl. Mit e. einl. krit. 
Studie herausgeg. von Friedrich M. Kircheisen. 
(248 5., 1 Titelbild, 9 Taf. mit z. T. farb. Skizzen. 
и! Leipzig, K.F. Koehler. Geh. M 80.—, Hiwbd. 
М 120.—, Уо М 300.—. 

JAKUBCZYK, K., Dante. Sein Leben und seine 
Werke. Mit einem Titelbild. 2. u. 3. verb. Aufl. 
(XIV, 310 S. 8°.) Freiburg i.B., Herder & Co. 


M 86.—, geb. M 107.—. | 
KÜGELGEN, Wilhelm von, Jugenderinnerungen 
eines alten Mannes. (504 S. Ст.-8 °.) Stuttgart, 


TA Geh. M 60.—, Hiwbd. M %.—, Liebhbd. 
POESCHEL, Hans, Bwana Hakimu. Richterfahrten 
inDeutsch-Ostafrika. (218S.8°.) Leipzig, R.Voigt- 
länder. Pappbd. M 100.—. 
Erinnerungen an Gerichtstage in Festungen, Ein- 
borenenhütten, auf freier Steppe, ferner farbige 
childerungen großer Jagdabenteuer. 
SCHLENTHER. Paul, Gerhart Hauptmann. Leben 
und Werk. Neue Ausg. umgearb. u. erw. von 
Arthur Eloesser. Mit 8 Abb. (340 S. 8°.) Berlin, 
S. Fischer. Geh. M 80.—, Hiwbd. M 140.—. 
Arthur Eloesser hat Schlenthers bekannte Haupt- 
mann-Biographie über die letzten zehn, besonders 
schaffensreichen Jahre des Dichters weitergeführt. 
Der Dichter hat seinem Biographen in seine noch 
unveröffentlichten Aufzeichnungen über Kindheit 
und Jugend Einblick erlaubt. Auf Grund dieser 
Kenntnis konnte die Schlenthersche Darstellung, 
sonst pietätvoll erhalten, berichtigt und ergänzt 
werden. Die Eloessersche Fortsetzung verzeichnet 
in den zugefügten Kapiteln auch die erneute Bühnen- 
wirksamkeit seiner älteren Werke, behandelt die 
Haltung Hauptmanns im Krieg, und das Verhältnis 
des Dichters zu unseren nationalen Geschicken und 
Aufgaben. 
WANDREY, Conrad, Hans Pfitzuner, seine geisti 
Persönlichkeit und das Ende der Romantik. Mit 
1 Titelbild. (92S. K1.-8°.) Leipzig, H. Haessel. 
Pappbd. M 40.—. 
In seinem knappen Essay behandelt Wandrey, der 
durch seine Bücher über George und Fontane be- 
kannt geworden ist, nicht das Schaffen des Musikers, 
sondern das Wesen des Menschen Pfitzner auf dem 
Hintergrund einer seelischen Zeitlage. Er sieht in 
ihm, wie früher schon Thomas Mann, die letzte 
große Auswirkung der Romantik. Zum erstenmal 
wird hier auch die notwendige scharfe Abtrennung 
Pfitzners von Richard Wagner versucht. 


WHITE, Bouck, Das Buch des David Drew. Leben 
und Meinungen eines amerikanischen Börsen- 
mannes. Eingl. von Hans Heinz Ewers. Deutsch 
von Maria Ewers. (384 S. Gr.-8°.) München, 
G. Müller. Geh. M 120.—, Hiwbd. M 160.—. 





* 337 * 


LITERATUR-U.SPRACHWISSENSCHAFT + JUGENDBEWEGUNG/PÄDAGOGIK-UNTERR! 





ALTERTUMSKUNDE, 
LITERATUR- UND SPRACHWISSENSCHAFT 


BEITRÄGE zur Geschichte des christlichen Alter- 
tums und der byzantinischen Literatur. Festgabe, 
Albert Ehrhard zum- 60. Geburtstag (14. Mar. 
1922), dargebracht von Freunden, Schülern u. 
Verebrern, herausgeg. von Albert Michael Koe- 
аа (VII, 501 S. 4°.) Bonn, K. Schroeder. 


FEIST, Sigmund, Einführung in das Gotische. Texte 
mit Übers. u. Erl. Mit 1 Taf. (VI, 156 S. 8°.) 
Leipzig, Teubner. (Teubners philolog. Studien- 
bücher.) M 40.—. 


HERWIG, F., Die Zukunft des katholischen Ele- 
ments in der deutschen Literatur. (26 S. 8°.) 
Freiburg i. Br., Herder & Co. M 16.—. 


KECKEIS, G., Die bewegenden Kräfte der schönen 
Literatur. Ein Vortrag. (40 S. 8°.) Freiburg i. Br., 
Herder & Co. M 19. —. 


KELLNER, Leon, Shakespeare - Wörterbuch. Ein 
modernes deutschesS Lexikon. (3385S. 
Lex.-8°.) Leipzig, В. Tauchnitz. Hiwbd.M 120.—. 


KLEIST, Heinrich von, Die Marquise von O... 
Die Dichtung und ihre Quellen. Mit einem Be- 
leitwort herausgeg. von Alfred Klar. Mit 2 Abb. 
(475 8°.) Berlin, Propylãen-Verlag. Halbperg. 
Das delikate Motiv, auf dem Heinrich v. Kleists 
Meisternovelle aufgebaut ist, wird hier durch die 
Literaturen der europäischen Kulturvölker kritisch 
verfolgt. Alle Varianten, von Montaignes kurzer 
derber Anekdote angefangen, über Cervantes’ 
„KraftdesGeblütes“, biszur „Geretteten Unschuld“, 
einer anonymen Erzählung aus dem „Berlinischen 
Archiv“, werden neben der Kleistischen Schöpfung 
ungekürzt zum Abdruck gebracht und von Pro- 
fessor Klaar in seinem begleitenden Essay hinsicht- 
lich ihrer Einwirkungen auf diese untersucht. Ein 
Faksimile der Umschlagzeichnung des „Phöbus“, in 
dessen Aprilheft die Dichtung 1808 erschien, und 
ein solches des „Berlinischen Archivs der Zeit und 
ihres Geschmacks“ sind beigegeben. 

LEYEN, Friedrich von der, Deutsche Dichtung in 
neuer Zeit. (374 S. Gr.-8°.) Jena, E. Diederichs. 
Brosch. M 70.—, geb. M 120.—. 

Das aus Vorlesungen im In- und Ausland hervor- 

gene Werk umfaßt die deutsche Dichtung von 
riedrich Nietzsche bis in unsere Tage. Der Ver- 
fasser geht den starken Anregungen durch auslän- 


dische Dichter (Ibsen, Tolstoi, Zola, Strindh 
Dostojewski) nach und behandelt besonders 
е Gerhart Hauptmann, Richard Del, 

tephan George. Die theoretischen Betrachtu: 
über die Lyriker werden durch zahlreiche Pr: 
von Gedichten unterstützt. | 
LISSAUER, Von der Sendung des Dichters. | 

sätze. (134 S. 8°.) Jena, Diederichs. ( 

M 50.—, geb. M85.—. | 
Die Aufsätze handeln von der überpersönl: 
Aufgabe des Dichters, seiner Verpflichtung is 
halb seiner Zeit. Es sind vielfach Bespredur 
alter und neuer Bücher, Würdigungen einz: 
Persönlichkeiten, kritische Betrachtungen zu | 
rarischen Zeiterscheinungen. Ein zweiter Band ı 
Essays und Aufzeichnungen zur deutschen L 
enthalten. | 


TRENDELENBURG, A., Goethes Faust. 2! 
(X, 490 S. X., 634 S. 8°.) Berlin, Vereinigung | 
senschaftlicher Verleger. Geh. je M 120.—, Lu 
је М 160.—. | 

WIEGAND, Julius, Geschichte der deutschen D 
tung, in strenger Systematik, nach Gedani 
Stoffen und Formen, in fortgesetzten Längs 
Querschnitten dargestellt. Mit Bilderanbh: 
Me S. Lex.-8°.) Köln, Schaffstein. ( 


Das Werk stellt die deutsche Literaturgeschi 
nichtin derüblichen Form von Lebensbeschreibun 
der einzelnen Dichter und Betrachtungen über i 
Werke dar, sondern bietet, wie der Titel andeu 
Den A Überblicke über die einzelnenEpod 
eren Ideen, Bestrebungen, Formen, Motive, \ 
kung auf andere Künste und auf folgende Gene 
tionen usw. Die einzelnen Dichter erscheinen ni 
als Persönlichkeiten, alles biographische De! 
fehlt; sie sind Vertreter geistiger Bewegung 
Gestalter gewisser Formen, Erben und Übermit! 
von Stoffen und Motiven. Der Bilderanhang ma 
die Gleichzeitigkeit und Abhängigkeit der Kun 
tendenzen in Bauwerk, Bild und Schrifttum bes: 
ders anschaulich. Das Werk verdient an sich u 
vor allem als Ergänzung zu den üblichen Litera 
geschichten größte Beachtung. | 
WILHELM, Friedrich, Zur Geschichte des Sdn 
tums in Deutschland bis zum Aus des | 
ahrhunderts. 2. (VII S., S. 57—162) ũnch 
.D.W. Callwey. Geh. M 30.—. 


JUGENDBEWEGUNG, PÄDAGOGIK, UNTERRICH 


MONTESSORI, Maria, Mein Handbuch. Grund- 
sätze u. Anwendung meiner neuen Methode d. 
Selbsterziehung d. Kinder. Mit 42 Abb. u. 1Far- 
bentaf. (VI, 119 S. 8°.) Stuttgart, Julius Hoff- 
mann. M 32.—, Pappbd. M 45.—. 


RAAB, Friedrich, Politische Bildung auf deutsc 
Hochschulen. (36 S. Gr.-8°.) Berlin, Deuts 
en, f. Politik u. Geschichte. Ge 


* 338 x 


SPRACHLEHRE x TECHNIK 


 SPRACHLEHRE 


‚WRIYSKY, Dimetrius, Petite grammaire fran- 
aise pour les Bulgares. 2. Aufl. (VI, 269 S. 8°.) 
leidelberg, J. Groos. Geh. M 50.—. 

rselbe, Corrigé de la petite grammaire française 
ı l'usage des Bulgares. (62 S. 8°.) Heidelberg, 
. Groos. Geh. M 15.—. 

\DLUNG, Ernst, Leçons de Français. Einfacher 
-ehrg. d. franz. Sprache f. späte Anfänger mit 
‚esond. Berücks. d. Unterrichts an Volkshoch- 
‚chulen, techn. Schulen u. Handelsschulen. (VI, 
59S.K1.-8°.) Leipzig, Teubner. (Teubners kleine 
Sprachbücher.) M 32.—. 

JTTI, Pietro, Russian Conversation Grammar. 
t. Aufl. (VII, 372 S. 8°.) Heidelberg, J. Groos. 
Pappbd. M 150.—. Schlüssel dazu (107 S. 8°.) 
Geh. M 35.—. 


ITO, Emil, und Heinrich Run ge, Kleine englische 


Sprachlehre. 11. Aufl. (VII, 240 S. 8°.) Heidel- 
berg, J. Groos. Geh. M 35.—. Schlüssel dazu, 
3. Aufl. (50 S. 8°.) Geh. M 12.—. 


OTTO, Emil, und Gottfried Süpfle, Französische 
Konversations-Grammatik zum Schul-, Privat- 
und Selbstunterricht. 32. Aufl. (XI, 440 S. 8°.) 
Heidelberg, J. Groos. Pappbd. M 70.—. Schlüssel 
dazu, 8. Aufl. (100 S. 8°.) Geh. M 15.—. 


Dieselben,Französisch-Deutsches undDeutsch-Fran- 
zösisches Wörterbuch zur französischen Konv.- 
пош (100 S. 8°.) Heidelberg, j. Groos. 

eh. —. 


SAUER, Carl Marquard, und Leonardo Olschki, 
Kleine italienische Sprachlehre für den Gebrauch 
in Schulen und zum Selbstunterricht. 14. Aufl. 
Hr 215 S. 8°.) Heidelberg, J. Groos. Geh. 


TECHNIK 


IRNER, Georg. Der Einfluß der rückgewinnbaren 

Verlustwärme desHochdruckteils auf den Dampf- 

verbrauch der Dampf-Turbinen. Mit 10 Textabb. 

ү т ыз (IV, 36 S. 8°.) Berlin, Springer. 
eh. —. 


RÄNKEL, W., Leitfaden der Metallurgie. Mit 
besonderer Berücksichtigung der physikalisch- 
chemischen Grundlagen. Mit 87 Fig. (УШ, 223 5. 
wo Dresden, Th. Steinkopff. M 60.—, Hiwbd. 
Jas Werk wendet sich in erster Linie an den jungen 
-hemiker und Maschinen-Ingenieur, der sich über 
ie Arbeitsmethoden unterrichten will. Eine große 
ahl guter Abbildungen veranschaulicht besonders 
lie technische Seite der behandelten Fragen. 


3RUBE, G., Grundzüge der angewandten Elektro- 
chemie. Bd. I: Elektrochemie der Lösungen. Mit 
67 Abb. (XII, 270 S. Gr.-8.) Dresden, Th. Stein- 
kopff. Geh. M 70.—, Hiwbd. M 86.—. 


šin kurzes Lehrbuch, vorzugsweise für den Studie- 


'enden, mit besonderer Betonung der technischen 
Anwendungen. Reiche Quellenangaben aus der 
klassischen wie neuesten Literatur. 


HERBERG, Georg, Handbuch der Feuerungstechnik 
und des Dampfkesselbetriebes miteinem Anhange 
über allgemeine Wärmetechnik. 3., verb. Aufl. 
Mit 62 Textabb., 91 Zahlentaf. sowie 48 Rech- 
nungsbeisp. (XVII, 332 S. Gr.-8°.) Berlin, Julius 
Springer. Hlwbd. M %.—. 


KARP, Walter, Kontormaschinen und ihre Ver- 
wendung. Handbuch der modernen maschinellen 
Hilfsmittel und ihrer Verwendung im Kontor. 
(152 S.8°.) Stuttgart, W. Violet. Pappbd. M 30.—. 


LEHMANN, Wilhelm, Die Elektrotechnik und die 
elektromotorischen Antriebe. Ein elementares 
Lehrb. f. techn. Lehranstalten u. zum Selbstunter- 


richt. Mit 520 Textabb. u. 116 Beisp. (V, 451 S. 
Gr.-8°.) Berlin, Julius Springer. Hlwbd. M 96.— 


PARNICKE, Alwin, Die maschinellen Hilfsmittel 
der chemischen Technik. 4., verm. u. verb. Aufl. 
Mit 431 Abb. Vorrede v. C.Haeussermann. (VIII, 
487 S. Gr.-8°.) Berlin, P. Parey. Hiwbd. M 250.—. 


SCHNEIDER, Walter, Die Apoldaer Wirkwaren- 
industrie bis zum Jahre 1914. Mit 8 Abb. im Text. 
(VII, 98S.Gr.-8°.) Jena, G. Fischer. Geh. M 42.—. 


SCHWARZE, Th., Licht und Kraft. Grundlagen 
und Anwendungen der Elektrizität. Ein Lehr: 
und Handbuch zum Selbstunterricht für Fach- 
studien und zur Aufklärung für Jedermann. Neu 
bearb. von Eduard Welter. 15. Aufl. Mit 556 Abb. 
a. 539 S. Gr.-8.) Stuttgart, Union. Hiwbd. 


Der erste Teil behandelt die Lehre von der Elek- 
trizität und dem Magnetismus, der zweite die prak- 
tische Erzeugung und Ausnutzung der Elektrizität. 
SEUBERT, Franz, Dampfkessel und Dampfmaschi- 
nen. Ein Lehrbuch zum Selbststudium und zum 
Gebrauch an technischen Lehranstalten. 9. verb. 
Aufl. Mit 378 Textabb. und 3 Tafeln. Leipzig, 
J. J. Weber. Geb. M 145.—. 
Das Werk behandelt die Dampfkessel und Dampf- 
maschinen nicht nur beschreibend, sondern auch 
rechnerisch und konstruktiv unter Berücksichtigung 
der neuzeitlichen Wärmewirtschaft. 


STODOLA, Aurel, Dampf- und Gasturbinen. Mit 
einem Anh. über d. Aussichten d. Wärmekraft- 
maschinen. 5. umgearb. u. erw. Aufl. Mit 1104 
Textabb. u. 12 Taf. (XIV, 1111 S. 4°.) Berlin, 
Springer. Lwbd. M 600.—. 

TEN BOSCH, M., Die Wärme-Übertragung. Auf 
Grund d. neuesten Versuche f. d. prakt. Gebr. 
zsgest. Mit 46 Textabb. (VIII, 119 S. Gr.-8°.) 
Berlin, Springer. Geh. M 45.—. 


* 339 + 


FORST- UND LANDWIRTSCHAFT * SCHÖNE LITERATUR 





FORST- UND LANDWIRTSCHAFT 


ERDMANN, F., Die Försterbewegung. (II, 90 S. 
Gr.-8°.) Berlin, Springer. M 25.—. 


FRUWIRTH, Carl, Die Züchtung von Kartoffel, 
Erdbirne, Lein, Hanf, Tabak, Hopfen, Buchweizen, 
Hülsenfrüchten und kleeartigen Futterpflanzen, 
4. gänzl. umgearb. Aufl. Mit 45 Textabb. (XVI, 
227 S. 8°.) Berlin, P. Parey. Hiwbd. M 140.—. 


HEINRICH, Reinhold, Dünger und Düngen. An- 
leit. zur prakt. Verwendung von Stall- u. — 
dünger. 8. völlig neu bearb. Aufl. Heraus 
Otto Nolte u. М Heinrich. (VIII, 174 S. 8 2) Ber- er- 
lin, P. Parey. Pappbd. M 38.—. 


HIRSCHT, Karl, Der Kakteen- und Sukkulenten- 
Zimmergarten im Idealismus und Praxis. Mit 
36 Abb. 3. wesentl. erw. Aufl. (157 S. 8°.) Neu- 


damm, j. Neumann. M 30.—. 


JAHRBUCH der deutschen Landwirtschafts-Ge- 
sellschaft. Herausgeg. vom Vorstande. Bd. 36. 
1921. (XIV, 371 S. 4°.) Berlin, P.Parey. M 24.—. 

JANSON, Artur, Gäftnerisches Feldmessen mit 
einfachen Hilfsmitteln. Mit 25 Textabb. (36 S. 8°.) 
Berlin, P. Parey. M 9.— 

KACHE, Paul, Marktpflanzenzucht. Heft 1. (Be- 
gonien, Cinerarien, yclamen, Fuchsien, Horten- 
sien, Pelargonien, Primeln.) (72 S. 8°.) Berlin, 


P.Parey. M 15.—. 
KLEIN, Josef, Erfolgreiche Milchwirtschaft. Anleit. 


zum rationellen Betriebe. e neubearb. Aufl. Mit ` 


94 Textabb. (УШ, 349 5. 8 
Німа. М 140 


KLUT, Hartwig, Изел des Wassers an Ort 
und Stelle. 4. neubearb. Aufl. mit 34 Textabb. 
(VII, 189 S. 8°.) Berlin, Springer. M 45.—. 


KOCH, Wilhelm, Die Grundlagen für die Bewirt- 
schaftung fließender Gewässer insbesondere von 
Forellenbächen. Mit 22 Textabb. (30 S. 8°.) Ber- 
lin, P. Parey. M 7.—. 

Derselbe, Leitfaden der Fischzucht. Mit 6 Taf. u. 
118 Textabb. (VIII, 238 S. 8°.) Berlin, P. Parey. 

appbd. M 50.—. 

KRONACHER, Carl, Allgemeine Tierzucht. Ein 
Lehr- u. Handb. f. Studierende u. Züchter. Abt. 5. 
Berlin, P. Parey. 


°.) Berlin, P. Parey. 


5. Aufzucht — Ernährung — ee 
Nutzung. 2., neubearb. u. verm. Aufl. Mit A? 
abb. I, 347 S. 8°.) Hiwbd. M 160.—. 
LINDEMUTH, Hermann, Die Baumschule 
Obstbau. Ein Leitfaden für Gärten, Le 
und Gemeinde-Verwaltungen. 2. Aufl. Bee 
von K. Reiners. Mit 54 Textabb. (162 S. 8°. = 
damm, J. Neumann. Pappbd. M 30.— 


MEYER, Lothar, Neuzeitliche Stickstoffdiar- 
(51 S. 8°.) Neudamm, ]. Neumann. M 10.-. 


. ORTEGEL, Robert, Die Forstwirtschaft, Ste: 


Aufgaben im Rahmen d. deutschen Vol 
schaft. Im Auftrag d. Reichsforstwirtschais 
bearb. im Okt. 1921. Herausgeg. im Febr. i“ 
vom Reichsforstwirtschaftsrate. (57 77 8. 4°) 
damm, j. Neumann. M 20.—. 


SUMINSKI, Graf, Das Exterieur der Zucht: 
und ihre Vererbungsfähigkeit als Grundlag z 
zeitlicher Pferdezucht. Für d. prakt. Geb: 
Züchter unter besond. Berücks. d. Halbblı=. 
bearb. 2. neubearb. Aufl. Mit 24 Textat: 
— (192 5. 8°.) Berlin, P. Parey. Re 


VIETZE, Artur, Der elektrische Landwirt. : 
Merkbüchlein in Frage und Antwort. 6. « 
Aufl. (46 S. K1.-8°.) Berlin, Springer. M : 

WILL, L Die wichtigsten Forstinsekten. 2., v 
neubearb. Aufl. Von Max Wolff u. Anton Kraz 
Mit 203 ТехќаЬЬ. (ХУІ, 209 5. 8°.) Моск 
j. Neumann. Hlwbd M 50.— 


WOLFF, Max, u. Anton Krausse, Die Ze 
lichen Lepidopteren. Syst. u. biolog. Übers 
sämtl. schädl. u. d. harmlosen Arten 4 4 
schen Sprachgebietes unter Mitberücks. wid: 
außerdeutscher paläarkt. Arten. Zum Gebr : 
Zoologen, Forstwirte u. Studierende d. Fx 
wissenschaft, sowie f. Freunde d. Entomo!:: 
(УШ, 337 S. 4°.) Jena, G. Fischer. M Ip 
Hiwbd. M 120.—. 


ZANDER, Enoch, Zeitgemäße Bienenzudt F 
Berlin, P. Parey. (Flugschriften d. deut 
Gesellschaft f. angewandte Entomologie. N 
2. Zucht u. Pflege d. ana ar ve 
Aufl. Mit 36 Textabb. (47 S. 4°.) 


SCHÖNE LITERATUR 


BLOEM, Ken Brüderlichkeit. Ein Studenten- 
roman. (380 S. 8°.) Leipzig, Grethlein & Co. 
Geh. M 80.— ‚Hiwbd. M 125.—, Halbl.M 220.—. 

BOSSE, Alexander von, Der silberne Baum. Roman. 
— КІ.-8°.) Leipzig, Vobach & Co. Pappbd. 

DETSCHY, Serafine, Orchidea. Roman aus der 
Kunstwelt. (399 $. 8°. бош, Eysler&Co.,Berlin, 
Geh. M 60.—, geb, M %.— 

ETTLINGER, Karl, Die — Stadt. Eine hei- 
tere Spitzbubengeschichte. (163 S. Gr.-8°.) 


München, 
М 70.—. 

ETZEL, Theodor, Das nächste Leben. Ein Of 
barungsroman. (326 S. 4°.) Heilbronn, WR. Sei 
Pappbd. M 120.—, vom Dichter signiert M X. 
Halblbd. M 300.— 


FUNKE, Alfred, Der — Brasilianischer Roc 
be S. KL-8°.) Leipzig, Vobach & Co., Hls: 


G. Müller. Geh. M 40—, : 


Derselbe, Des Köni 
KI.-8°.) Leipzig, 


Schatten, Roman. (3% 
obach & Co. Hiwbd. M 75 


* 340 + 


, Jeremias, Meister-Erzählungen. Mit 
Einl. von Bruno Golz. Herausg. im Einverneh- 
en mit d. Fichtegesellschaft. (3 45.8° .) Leipzig, 
Voigtländer. Pappbd. 90.—, Hiwbd. M 100.—. 


XDER, Agnes, Himmelgarten. Roman eines 
irgerlichen Hauses Fe 8°.) Leipzig, Vobach 
Co. Pappbd. M 50 


MANN, Moritz, Das Weib des Akiba. Ein Drama 
5 Akten (12 — (173 S. 8°.) Berlin, S. 
scher. Geh. M 45. —, РаррЬа. М 70.—. 


LERN, Wilhelmine von, Am Kreuz. Ein Passions- 
‚man aus Oberammergau. Ausgabe in 1 Bd. 
). Aufl. (498 S. 8°.) Stuttgart, nion. Hiwbd. 
| 95.—, Halbl.M 280 


CKER, Paul Oskar, Der Mann von der Straße. 
oman. (300 S.8°.) Berlin, Ullstein. Geh. M72.—, 
lwbd.M 126.—. 


selbe, Heimatluft. Roman. (249 S. КІ.-8°.) 
erlin, Ullstein. M 30.— 


NA, Ludwig, Das Mädchen von Nettuno. Roman. 
Schlußband der Bor er оп 5. 8°.) 
eipzig, Grrethlein оте а. М 125.—, 
Ialblbd. M 220.—. 


NGNICKEL, Max. Der Puppenspieler auf der 
laumeise. (65 S. 8°.) — Stuttgart, Friedr. 
\ndr. Perthes. Geb. M 50.— 


ICH, Karl, W. H., Im toten Busch, Kameruner 
\rzählungen. (156 5. 8°.) Leipzig, R. Voigtländer. 
1lwbd. M 100.—. 


)HLENEGG, Victor von, Dedekind der Spätere. 
Jin Berliner Roman. (416 S. 8°.) Berlin, Ullstein. 
Seh. M 90.—, Німа. М 162.—. 


‘АРТ, 2 депко von, Wahnfried, Roman. (354 S. 
3°.) Leipzig, Grethlein & Co. Hiwbd. M 125.—. 
r Band beschließt die Richard-Wagner-Trilogie, 
der außer diesem Band gehören: Barrikaden 
d Liebestod. 

\ERTIN, Karl, Opfere. — (80 S. 8°.) 


Berlin, Concordia. Hiwbd 


JSZKOWSKI, Alexander, Fröhlicher Jammer. 
Ein Vortrags-Brevier. Zerrbilder und Schelmen- 
stücke. (166 S. 8°.) Berlin, Eysler & Co. 


ACHT, Johannes, Pflugschar und Flugsame. Apho- 
rismen und: Die Aphoristik, ein neuer Stil, eine 
neue Kunst. Mit einer Vorrede von Walter von 
N (130 S. 8°.) Berlin, Concordia, Pappbd. 


:URATH, Karl, Der Preußenkaplan. Roman. 
(368 S. 8°.) Leipzig, realen & Co. Hiwbd. 
M 125.—, Halbl. M 220.— 

:TZOLD, "Alfons, Gesang von Morgen bis Mittag. 
Eine Auswahl der Gedichte von Älfons Petzold. 
(181 S 8°.) Wien, Wila, Wiener literarische An- 
stalt. Br. M 56.—, Pappbd. M 64.—. 


OSSENDORF, Hans, Der Tiger vom Mercato. 
Roman aus dem dunkelsten Neapel. (2645.K1.-8°.) 
Leipzig, Vobach & Co. Hiwbd. M 65.—. 


CHOLZ, Wilhelm von, Das Herzwunder. Doppel- 
kopf und andere kleine Schauspiele. 8 S.8°.) 
München, Georg Müller. Geh. M 54. 


Derselbe, Zwischenreich. Neue Erzählun 
Gr.-8°. )Ebenda. Geh. M 100.—, Hiwbd.M 135.—. 
SCHÖTTLER, So ein Hundeleben. Humoristischer 
Roman. (2485. 8°.) Leipzig, L. Staackmann. Geh. 
¥ 45.—, Hlwbd. M 75.— — in Halbl. 


M 200.— 

SEIDEL, Ina, Das Labyrinth. Ein Lebensroman aus 
dem 18. Jahrhundert. (386 ү e Jena, E. Die- 
derichs. Br. M 100.—, geb. M 

STÜBER-GUNTHER, Fritz, Ra GE f. Ein Rai- 
mund-Reman. (476 S. 8°.) Wien, ila Wiener 
literarische Anstalt. 

URBAT, Georg, Irrendes Blut. Roman aus dem 
Leben an der unteren Wolga. (224 S. 8°.) Leipzig, 
Vobach & Co. Hiwbd. M 40.—. 

VIERECK, Georg Sylvester, Gedichte. Mit e. Einf. 
von Eduard Engel. (176 5.КІ.-8 °.) Leipzig, Hesse 
& Becker. Geh.M 22.—, geb. M 30.— 

WENGER, Lisa, Der Vogel im Käfig. Roman. 
(384 S. 8°.) Leipzig, Grethlein & Co. Hlwbd. 
M 125.—, Halblbd. M 220.— 

WESSE, Curt, Der grenzenlose Spiegel. Gedichte. 
(47 5. 4° .) Berlin, E. Rowohlt. Pappbd M 150.— 

ZOBELTITZ, Fedor von, Der Beutezug der Liebe. 
Roman. (300 S. 8°.) Berlin, Ullstein. Geh. M 72.—, 
geb. M 108.— 


‚ (304 5. 





BARBEY D’AUREVILLY, Jules, Die Kinder des 
Teufels. Das Gastmahl der Lästerer. Eine grau- 
same Novelle. Übertr. von Arthur Schurig. (64 (645. 
8°.) Hannover, P. Steegemann. Geb. M 30.—. 

BHASA, Die Abenteuer des Knaben Krischna. 
(Bälacarita). Schauspiel. Übersetzt von Hermann 
Weller. (150 S. 8°.) Leipzig, Haessel. Geh. 
M 70.—, geb.M 80.— 

Eine Übersetzung des Sagendramas, das zu dem 

im Jahre 1910 von dem südindischen Sanskrit- 

Forscher Ganapati Sastri gemachten Funde gehört. 

DAUDIN, Die zehn Prinzen. Indischer Roman. Ins 
Deutsche übers. von Johannes Hertel. 3 Bde. (183, 
209, 140S.8°.) Leipzig, H. Haessel.Geh.M 150.—, 
Hiwbd. M 200. —, Flexibel Ldrbd. M 1200.—. 

HELLER, Frank, Führe mich in Versuchung. Eine 
heitere Spitzbubengeschichte. (280 S. Kë -8°.) 
о G. Müller. Geh. M 60.—, Ga 


MICHAELIS, Sophus, Novellen. — 8°.) Berlin, 
E.Reiß. Geh. M 50. —, Hiwbd. M 75.— 

POE, Edgar Allan, Spione und Mörder. Die Aben- 
teuer des Detektivs Dupin. rtr. von Rainer 
Maria Schulze. (126 S. Kl.-8°.) Hannover, P. 
Steegemann. Pappbd. M 30.—. 

SOPHÖKLES, Antigone. Übertragen von Walther 
Amelung. Mit 2 Bildtaf. (61 S. 8°.) Jena, E. Die- 
derichs. Br. M 15.—. 

STEVENSON, Burton E., Das ошо 
Schränkchen. Übers. von Adolf Gleiner. (280 S 
Kl.-8°.) Stuttgart,Robert Lutz 1922.Geh.M20.—, 
geb. M 27.50. . 

Derselbe, Spieler und Abenteurer. Der Klub der 
Selbstmörder. Ûbertr. von Rainer Maria Schulze. 
e S. 8°.) Hannover, P. Steegemann. Pappbd. 


— 
$ 


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DA PONTE, Lorenzo, Don Juan. Heiteres Drama 
in 2 Akten. Mit 20 (eingedr.) Zeichn. von Max 
Slevogt, in Holz geschn. von Reinhold Hoberg. 
Textb. aus d. Druckerei d. Taubstummen, Wien 
1788. (131 S. 4°.) Berlin, F. Gurlitt. (Die neuen 
Bilderbücher. Reihe 4.) Ausg. B auf gelblich ge- 
töntem deutschen Bütten Halbldbd. M 3750.—. 


DIE SCHÖNE MAGELONE, (112 S. 14X22 cm) 
Berlin, Dom-Verlag. Halbpergt. M 1000.—. 

Eine Prosafassung, die von dem 1536 im Druck er- 

schienenen Volksbuch abweicht. Die Handschrift ist 

in zweifarbiger Maximilian-Gotisch wiedergegeben, 

mit Federzeichnungen aus der Donauschule. 

GOETHE, Johann Wolfgang von, Empfindsame 
Geschichten. Mit 10 Zeichn. von Rolf v. Hoerschel- 
mann. (227 S.K1.-8°.) München, G. Hirth. Hiwbd. 
M 60.—, Vorzugsausg. M. 250.—. 


KELLERMANN, Bernhard. Die Heiligen. Mit 11 
Illustr. von Magnus Zeller. (68 S. 8°.) Berlin, 
S. Fischer. Geh. M 30.—, geb. M 55.—. 


MÜLLER-BERNBURG, Aus BayernsBergen. 8 farb. 
Künstlersteinzeichnungen. (32x42 cm) München, 
G. D. W. Callwey. M 150.—. Vorzugsausgabe 
M 350.—. 

ORLIK, Emil, Aus dem Reigen-Prozeß. 1921. 
(3 S., 14 Bl. unter Passepartout. 2°.) Neue Kunst- 
handl., Berlin. Vorzugsausg. A auf Japan Hiw. 
Mappe M 2599.—, Ausg. B auf handgeschöpftem 
Bütten Mappe M 1500.—. 

WENING, Michael, München vor 200 Jahren. Aus 
der „Beschreibung des Churfürsten- und Hertzog- 
thumbs Ober- und Niedern-Bayern“. Mit einer 
Einführung von Friedrich H. Hofmann. Mit 31 Taf. 


38 S. 15X33 cm) München, G. Müller. 900: : 
empl. Hiwbd. M 300.—. 

Der „Kürfürstliche Ritterportier“ Michael Wez: 
aus Nürnberg beabsichtigte, alle „Stätt, Mär: 
Clöster, Graf und Herrschafften, Schlösser“ Вау 
in Kupfern darzustellen. 1701 erschien der ез 
Band dieser mühsamen „Kupffer- und Fed 
Arbeit